Les contes d'Hoffmann

Oper von Jacques Offenbach

Musikalische Leitung Fabio Luisi
21, 28, 30 Mär; 2 AprPatrick Furrer
25 Mär
Inszenierung Grischa Asagaroff
Bühnenbild Bernhard Kleber
Kostüme Florence von Gerkan
Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung Jürg Hämmerli
Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich

Hoffmann Erin Caves
21 MärMarc Laho
25, 28, 30 Mär; 2 Apr
Hoffmann (szenisch) Claudia Blersch
21 Mär
Olympia Jane Archibald
Antonia Rachel Harnisch
Giulietta Alexandra Tarniceru
Stella Susanne Grosssteiner
Lindorf/Coppélius/Miracle/Dapertutto Laurent Naouri
La Muse/ Nicklausse Anna Stéphany
Andrès/Cochenille /Frantz/Pitichinaccio Michael Laurenz
Spalanzani Benjamin Bernheim
Crespel Reinhard Mayr
Peter Schlémil Cheyne Davidson
Maître Luther Dimitri Pkhaladze
Nathanaël Andreas Winkler
Hermann Krešimir Stražanac
Wilhelm Alessandro Fantoni
La voix de la mère d'Antonia Irène Friedli
Le capitaine des Sbires Christoph Filler
Statisten Statistenverein am Opernhaus Zürich


In französischer Sprache
mit deutscher und englischer Übertitelung

Spieldauer

3 Std. 5 Min.

Pause

Nach dem 2. Akt nach ca. 1 Std. 10 Min.

Rahmenprogramm

Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn

Termine

21 Mär 2014, 19:00
Wiederaufnahme
Preise E: 230, 192, 168, 95, 35 CHF

25 Mär 2014, 19:00
Preise E: 230, 192, 168, 95, 35 CHF

28 Mär 2014, 19:00
Preise E: 230, 192, 168, 95, 35 CHF

30 Mär 2014, 19:30
AMAG-Volksvorstellung:
75, 59, 44, 25, 15 CHF

02 Apr 2014, 19:00
zum letzten Mal
Preise E: 230, 192, 168, 95, 35 CHF

Ort

Hauptbühne Opernhaus

 

Handlung

Les contes d'Hoffmann

1. Akt – In Luthers Weinkeller
Die Geister des Bieres und des Weines preisen ihre wohltuende Wirkung auf die Menschen. Die Muse des Dichters Hoffmann stellt sich ein. Sie macht sich Sorgen um ihren Schützling, findet doch gerade eine Aufführung von Mozarts «Don Giovanni» statt, in der die Sängerin Stella als Donna Anna auftritt. Einstmals verband Hoffmann mit ihr eine leidenschaftliche Liebe, doch dann verliess sie ihn. Die Muse fürchtet, Hoffmann werde sich erneut in Stella verlieben und damit seiner Berufung zum Dichter, mithin ihr, der Muse, untreu werden. Sie verwandelt sich in Hoffmanns Freund NikIaus, um den Dichter mit Hilfe der Geister der Trunkenheit seiner wahren Bestimmung zuzuführen. Lindorf, ein vermögender älterer Ratsherr, betritt die Weinstube. Er möchte Stella für sich gewinnen. Da er um ihre Verbindung mit Hoffmann weiss, fängt er durch Bestechung einen Brief Stellas an Hoffmann ab, in dem diese den Dichter um Verzeihung bittet und ihm den Schlüssel zu ihrer Garderobe schickt und beschliesst, auf Hoffmann zu warten, der sich regelmässig in Luthers Weinkeller mit seinen Freunden trifft. Der erste Akt von «Don Giovanni» ist beendet. Eine Gruppe von Besuchern der Vorstellung, darunter auch Hoffmanns Freunde Nathanael, Hermann und Wilhelm, kommt, um sich in der Pause im Weinkeller eine Erfrischung zu gönnen. Sie trinken auf das Wohl Stellas. Hoffmann gesellt sich in Begleitung von Niklaus bedrückt zu ihnen. Stella auf der Bühne zu sehen bereitet ihm Qualen. Um ihn von seinem Kummer abzulenken, bittet NathanaeI ihn, das Lied von Klein-Zaches zum Besten zu geben. Doch während des Vortrags wandern Hoffmanns Gedanken wieder zu seiner einstigen grossen Liebe, und er beschwört die Stunde ihres Kennenlernens herauf. Als seine Freunde ihn damit aufziehen, dass er verliebt sei, widerspricht er heftig. Lindorf mischt sich in die Unterhaltung und gerät in Streit mit Hoffmann, der in dem selbstgefälligen Bürger die Personifizierung all dessen sieht, was ihm jemals im Leben Unglück gebracht hat. Die Fronten des Streits verlagern sich, als Hoffmann die Geliebten seiner Freunde beleidigt. Dabei denkt er aber wiederum nur an Stella, in der sich für ihn Puppe, Künstlerin und Kurtisane vereinigen. Er macht sich erbötig, von seinen Abenteuern mit drei Geliebten zu erzählen, die in Wahrheit nur eine einzige sei. Niemand nimmt mehr Kenntnis davon, dass inzwischen der zweite Akt von «Don Giovanni» begonnen hat. Hoffmann lässt Punsch auftragen und beginnt mit der Erzählung von Olympia.

2. Akt – Kabinett im Hause Spalanzanis
Der Physiker Spalanzani hat eine automatische Puppe konstruiert, die er Olympia nennt und auf einem Fest der Gesellschaft vorstellen will, um sie möglichst teuer zu verkaufen. Allerdings fürchtet er den Brillenmacher Coppelius, der für die Puppe magische Augen geliefert hat, die sie fast lebendig erscheinen lassen. Hoffmann, der sich aus der Ferne in die hübsche Puppe verliebt hat, ist bereit, seine Dichtkunst aufzugeben und bei Spalanzani in die Lehre zu gehen, um in ihrer Nähe zu sein. Ihm gegenüber bezeichnet Spalanzani Olympia als seine Tochter und lässt ihn mit ihr allein. Niklaus ist Hoffmann gefolgt und versucht ihm mit einem spöttischen Liedchen zu verstehen zu geben, dass seine Schwärmerei einem leblosen Gegenstand gilt. Doch Hoffmann will nicht auf ihn hören. Unvermutet erscheint tatsächlich Coppelius, der mit Vergnügen beobachtet, dass sich Hoffmann augenscheinlich in die Puppe verliebt hat. Er verkauft ihm eine magische Brille, die die Illusion, es handele sich bei ihr um ein lebendiges Wesen, perfekt macht. Bei dem zurückkehrenden Spalanzani macht er wiederholt seinen Anteil an Olympia geltend. Um ihn endgültig loszuwerden und als alleiniger «Vater» von Olympia dazustehen, kauft ihm Spalanzani das Recht auf Olympias Augen ab, allerdings mit einem ungedeckten Scheck des in Konkurs gegangenen Bankhauses Elias. Die geladenen Gäste treffen ein und Spalanzani präsentiert voller Stolz Olympia. Sie bringt eine virtuose Arie zum Vortrag und Hoffmann hört ihr hingerissen zu. Auch die Gäste zeigen sich entzückt von der Perfektion dieses Automaten, der allerdings hin und wieder zu versagen droht und nur durch Manipulationen von Spalanzanis Gehilfen Cochenille am Laufen gehalten wird. Während sich die Gesellschaft zum Souper begibt, bleibt Hoffmann mit Olympia allein und gesteht ihr seine Liebe. Er bittet sie, mit ihm den Ball zu eröffnen, doch während des Walzers gerät die Puppe ausser Kontrolle, so dass Hoffmann zu Boden stürzt, wobei ihm die Brille zerbricht. Inzwischen musste Coppelius feststellen, dass der Scheck von Spalanzani wertlos ist. Um sich zu rächen, stürzt er sich auf die Puppe und zertrümmert sie. Unter dem Hohngelächter der Gesellschaft muss Hoffmann erkennen, dass er einen Automaten geliebt hat.

3. Akt – Zimmer bei Krespel
Hoffmann hat sich mit Antonia, der Tochter einer berühmten Sängerin und des Geigenbauers Krespel, verlobt. Nachdem Krespel aber erfahren hat, dass Antonia nicht nur das Gesangstalent ihrer an Schwindsucht früh gestorbenen Mutter, sondern auch deren Krankheit geerbt hat, versucht er, jede Anstrengung und Aufregung von seiner Tochter fernzuhalten. Vor allem das für sie lebensgefährdende Singen musste er ihr verbieten. Da Hoffmann sie immer wieder dazu verleitete, ist Krespel mit seiner Tochter fortgezogen, ohne dass sie Hoffmann verständigen konnte. Nun leidet sie unter der Trennung. Da Krespel befürchtet, Hoffmann könne ihren neuen Aufenthalt in Erfahrung bringen, befiehlt er seinem Diener Franz, niemals jemanden ins Haus zu lassen. Franz leidet unter der Geringschätzung, die ihm von Krespel entgegengebracht wird; doch seine Bemühungen, sich selbst auch künstlerisch zu betätigen, scheitern kläglich. Als in Krespels Abwesenheit Hoffmann und Niklaus auftauchen, begrüsst Franz den Dichter erfreut. Hoffmann ist glücklich, endlich Antonia wieder sehen zu können, doch wieder warnt Niklaus ihn vor seiner Liebe. Antonia sei zu sehr ihrer Kunst verhaftet, als dass sie wahrhaft lieben könne. Auch Hoffmann könne seine wahrhafte Erfüllung nur in der Kunst finden. Doch abermals hört Hoffmann nicht auf ihn, sondern stimmt sein und Antonias Liebeslied an. Überglücklich fliegt sie in seine Arme. Als sie in seinen Gesang mit einstimmt, stellt Hoffmann krankhafte Veränderungen an ihr fest. Die Rückkehr Krespels zwingt ihn, sich zu verstecken, und er wird unbemerkt Zeuge eines Gespräches zwischen dem aus dem Nichts aufgetauchten Doktor Mirakel und Krespel, aus dem er erfährt, dass das Singen für Antonia lebensbedrohlich ist. Krespel jagt Mirakel aus dem Haus, da er ihn für den Tod seiner Frau verantwortlich hält und nun befürchtet, er werde auch Antonia zu Grunde richten. Hoffmann nimmt nun seinerseits Antonia das Versprechen ab, nie mehr zu singen, ohne ihr den Grund dafür zu nennen. Ratlos bleibt Antonia zurück, doch Mirakel hat sich erneut Zugang in das Haus verschafft. Er suggeriert ihr eine glänzende Laufbahn als Sängerin, die sie nicht zugunsten einer bürgerlichen Ehe aufs Spiel setzen solle. Zunächst versucht Antonia seiner Aufforderung, wieder zu singen, Widerstand zu leisten; doch als Mirakel die Stimme ihrer Mutter beschwört, kann sie sich nicht länger zurückhalten. Sie singt, bis sie zusammenbricht. Krespel und Hoffmann können, herbeigeeilt, nur noch ihren Tod konstatieren.

4. Akt – Palast in Venedig
Um seinen Liebeskummer zu vergessen, ist Hoffmann mit Niklaus nach Venedig gereist, um für immer der Liebe abzuschwören und sich stattdessen mit allen Sinnen zu berauschen. Auf einem Fest der Kurtisane Giulietta, die sich in Gesellschaft des verkrüppelten Pitichinaccio befindet, verkündete er seine neue Lebensmaxime und macht sich lustig über die romantischen Gesänge, die in der Luft schweben. Giuliettas Liebhaber Schlemihl wittert in Hoffmann einen Nebenbuhler, flirtet Giulietta doch mit ihm. Um ihn von seiner Eifersucht abzulenken, schlägt Giulietta vor, sich in den Spielsaal zu begeben. Während die Gäste ihr folgen, warnt Niklaus Hoffmann vor einem neuerlichen Liebesabenteuer. Dieser bestreitet jedoch, je Gefühle für eine Kurtisane empfinden zu können. Kapitän Dapertutto, der diese Sätze gehört hat, beschliesst ein Exempel zu statuieren. Mit einem prächtigen Diamanten lockt er Giulietta zu sich. Nachdem sie ihm bereits den Schatten Schlemihls verschafft hat, möchte er nun, dass sie Hoffmann verführt und ihm sein Spiegelbild abverlangt. Die zunächst Zögernde macht er mit der Bemerkung, Hoffmann habe soeben behauptet, sich nie und nimmer in Giulietta verlieben zu können, gefügig. Hoffmann, der im Kartenspiel gegen Schlemihl verloren hat, fordert eine Revanche, die ihm gewährt wird. Giulietta gelingt es mit einem melancholischen Liedchen seine Aufmerksamkeit zu erringen. Hoffmann überlässt Niklas seine Karten und geht zu ihr. Mit wenigen Worten überzeugt ihn Giulietta, dass sie sich im Grunde ihres Kurtisanenherzens nach wahrer Liebe sehnt; Hoffmann ist sofort wieder Feuer und Flamme und schwört ihr ewige Liebe. Giulietta beendet das Fest und flüstert Hoffmann zu, dass Schlemihl den Schlüssel zu ihrem Zimmer besitze. Es sei an ihm, diesen an sich zu bringen. Nachdem sich die Gäste entfernt haben, verlangt Hoffmann von Schlemihl die Herausgabe des Schlüssels; dieser fordert ihn im Gegenzug zum Duell. Dapertutto, der die Szene beobachtet hat, leiht Hoffmann seinen Degen. Nach kurzem Kampf ersticht dieser Schlemihl, nimmt ihm den Schlüssel ab und begibt sich in Giuliettas Boudoir. Dort beschwört Niklaus Hoffmann, schleunigst aus Venedig abzureisen, bevor der tote Schlemihl entdeckt wird, aber Hoffmann will Giulietta nicht verlassen. Doch auch diese macht ihn auf die Gefahren, die ihm drohen, aufmerksam und fordert ihn auf zu fliehen. Sie werde ihm bald und für immer folgen, doch zum Pfand seiner Liebe solle er ihr sein Spiegelbild überlassen. Trunken von ihren Schwüren willigt Hoffmann ein und lässt sich zum Spiegel führen. Dapertutto bemächtigt sich seines Abbildes und während Hoffmann halb ohnmächtig zusammenbricht, übereicht er Giulietta den versprochenen Diamanten. Niklaus stürzt hinzu und berichtet, dass man Schlemihl gefunden hat und die Schergen Hoffmann auf der Spur sind. Im selben Moment dringen auch die Gäste in Giuliettas Boudoir und wundern sich, dass Hoffmann nicht schon längst geflohen ist. Dapertutto demonstriert hämisch und zum Vergnügen aller den Verlust von Hoffmanns Spiegelbild. Dieser wird sich langsam seiner Lage bewusst und verflucht Giulietta, die ihn verhöhnt. Bei dem Versuch, sie zu erstechen, tötet er Pitichinaccio, über dessen Leiche Giulietta weinend zusammenbricht.

5. Akt – In Luthers Weinkeller
Hoffmann hat seine Erzählungen beendet. Vollständig betrunken schwört er der Liebe und den Frauen ab. Als Stella, die ihn nicht wie erhofft nach der Vorstellung in ihrer Garderobe angetroffen hat, auf der Suche nach ihm erscheint, erkennt Hoffmann sie nicht mehr. Stella tröstet sich mit Lindorf, doch bevor dieser sie zum Essen führt, singt Hoffmann noch eine beleidigende, auf Lindorf gemünzte Strophe des Liedes von Klein-Zaches. Die Muse hat ihr Ziel erreicht und fordert Hoffmann auf, sich seiner einzigen und wahren Liebe, der Dichtkunst zu ergeben. Willig folgt ihr der Dichter, die Gespenster der Vergangenheit hinter sich lassend.

 

Les contes d'Hoffmann

Oper von Jacques Offenbach