MIT BLICK AUF

Choreografie von Eva Dewaele

Musik
Zoë Keating


Tänzerinnen
Zöe Roberts 
Manoela Gonçalves 
Madoka Kariya 
Klaudia Görözdösova 
Donna-Mae Burrows 
Chinatsu Sugishima 


Biografien der Tänzerinnen

Website Fondation Beyeler



Die Veranstaltung ist im Museumseintritt inbegriffen.


 


In Zusammenarbeit mit

Termine

13 Mär 2013, 13:00

13 Mär 2013, 15:00

13 Mär 2013, 17:00

13 Mär 2013, 19:00

Ort

Fondation Beyeler, Basel

 

MIT BLICK AUF

Das Junior Ballett Zürich erweckt Hodlers Gemälde „Blick in die Unendlichkeit“ zum Leben
Mit „Ferdinand Hodler“ zeigt die Fondation Beyeler bis zum 26. Mai 2013 eine umfassende Ausstellung zum neu entdeckten Spätwerk des wohl bekanntesten Schweizer Malers. Erstmalig wieder seit mehr als zehn Jahren präsentiert die Ausstellung das Monumentalgemälde „Blick in die Unendlichkeit“. Hodlers Hommage an die Unendlichkeit, die Weiblichkeit und den modernen Tanz bewegte das Junior Ballett Zürich mit Choreografin Eva Dewaele zu einer aussergewöhnlichen Zusammenarbeit und zu dem neuen Tanzstück „Mit Blick auf“. Das Ballett wird vor dem Gemälde „Blick in die Unendlichkeit“ uraufgeführt. Die Tänzerinnen integrieren auf diese Weise das Gemälde in die Choreografie und holen somit Hodlers Vision in die Wirklichkeit.

Blick in die Unendlichkeit
Auf der neun Meter langen und nahezu fünf Meter hohen Leinwand von „Blick in die Unendlichkeit“ verewigte Ferdinand Hodler durch den tänzerischen Reigen fünf Frauenfiguren gleich mehrere, für sein Oeuvre emblematische Motive. Fasziniert von der Darstellung der Unendlichkeit, die sich in der langen Horizontlinie seiner Landschaften findet und der er hier ein weibliches Gesicht verleiht, vereint er das ewige Duo von Eros und Thanatos,  Liebe und Tod. Unter den portraitierten Frauen befindet sich Erbin und Fotografin Gertrud Dübi-Müller, die mit Hodler eng befreundet war. Von ihr stammen die  Fotografien, die Hodlers letzten Lebenstag dokumentieren.

Anmutig und selbstbewusst skizzieren fünf höchst unterschiedliche Frauen einen Tanzschritt und scheinen den Betrachter mit ihrem Tanz zu umschliessen. Doch die natürliche Haltung und individuelle Betonung der Figuren in ihren fliessenden Gewändern in Hodlers Lieblingsfarbe Blau verraten auch das Interesse des Künstlers für den Tanz, der sich um die Jahrhundertwende in Mitteleuropa gerade erneuerte.

Ferdinand Hodler und der moderne Tanz
Die Ballets Russes, Isadora Duncan, schliesslich Tanztheoretiker Emile Jaques-Dalcroze - mit dem Ferdinand Hodler persönlich befreundet war - prägten zu dieser Zeit die  Revolution, die auf Europas Tanzbühnen stattfand. Hodlers Hommage an die Weiblichkeit und an die Bewegungen des modernen Tanzes, mit denen er uns das Konzept von Unendlichkeit näher bringen möchte, wirken fast ein Jahrhundert später immer noch inspirierend.


Majestätisch und einladend zogen die Protagonistinnen von Ferdinand Hodlers „Blick in die Unendlichkeit“ auch die Blicke von Choreografin Eva Dewaele auf sich, die nun erstmalig mit dem Junior Ballett Zürich eine Choreografie zu einem Gemälde schuf und somit Hodlers Frauenreigen Leben einhaucht.

 

Das Junior Ballett Zürich
Seit seiner Gründung im Jahre 2001 hat sich das Junior Ballett neben dem Internationalen Opernstudio und der Orchesterakademie als dritte am Opernhaus Zürich existierende Form der künstlerischen Nachwuchsförderung etabliert. Junge Tänzer aus aller Welt erhalten hier die Möglichkeit des betreuten Übergangs vom Ende ihrer Ballettausbildung bis zum Eintritt ins volle Berufsleben. Im Rahmen eines nicht länger als zwei Jahre währenden Engagements trainieren sie gemeinsam mit den Mitgliedern des Balletts Zürich, tanzen mit ihnen in ausgewählten Vorstellungen des Repertoires sowie in einem eigenen Ballettabend. So sammeln sie die für eine Tänzerlaufbahn notwendige Bühnenerfahrung.


WEBSITE FONDATION BEYELER

 

MIT BLICK AUF

Choreografie von Eva Dewaele