SALE

Ein Projekt von Christoph Marthaler
mit Musik von Georg Friedrich Händel

Musikalische Leitung Laurence Cummings
Inszenierung Christoph Marthaler
Bühne und Kostüme Anna Viebrock
Lichtgestaltung Martin Gebhardt
Dramaturgie Malte Ubenauf
Werner Hintze
Orchestra La Scintilla

Die Chefin der Dynastie und Kaufhausdirektorin Anne Sofie von Otter
Ihr verstorbener (dritter) Ehemann Marc Bodnar
Der uneheliche Sohn der Kaufhausdirektorin & Filialleiter Raphael Clamer
Eine Nichte der Kaufhausdirektorin Malin Hartelius
Ein Grossneffe der Kaufhausdirektorin Christophe Dumaux
Ein naher (englischsprachiger) Verwandter Graham F. Valentine
Eine norwegisch-amerikanische Verwandte Tora Augestad
Eine ausgewanderte Verwandte Catriona Guggenbühl
Der Ehemann der ausgewanderten Verwandten Ueli Jäggi
Ein verwandter Witwenimitator Jürg Kienberger
Der Liquidator Bernhard Landau


Spieldauer

1 Std. 55 Min.

Rahmenprogramm

Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn

Termine

14 Dez 2013, 20:00
Wiederaufnahme
Preise E: 230, 192, 168, 95, 35 CHF

17 Dez 2013, 19:00
AMAG-Volksvorstellung:
75, 59, 44, 25, 15 CHF

02 Jan 2014, 19:30
Preise E: 230, 192, 168, 95, 35 CHF

05 Jan 2014, 14:00
zum letzten Mal
Preise E: 230, 192, 168, 95, 35 CHF

Ort

Hauptbühne Opernhaus

 

Handlung

SALE

WAS BISHER GESCHAH
(und darüber hinaus)

Seit das Wort SALE nicht wie früher zweimal im Jahr, sondern ununterbrochen von Januar bis Dezember in den Schaufenstern der Warenhäuser hängt, sind die Ausnahmeereignisse von einst zu einem chronischen Dauertiefpreisschmerz verkommen; unsanft und zerstörerisch verabreicht durch die wenigen Grosshandelsketten der Gegenwart. Und so kommt es auch, dass sich hinter dem Wort SALE immer häufiger ein anderes verbirgt: TOTALAUSVERKAUF (wegen Geschäftsaufgabe). Ein SALE genau dieser Art ist es, von dem Christoph Marthaler in seinem Projekt erzählt. Inmitten der von radikalen Rezudierungsankündigungen überfluteten Regale eines ehemals florierenden Warenhauses versammeln sich die verbliebenen Mitglieder der Eigentümerdynastie zu einer Familienzusammenkunft. Es sind die Cousins, Neffen zweiten Grades, ausgewanderten Schwiegertöchter der Konzernchefin, die von weit her angereist sind. Und diese Menschen, die sich seit Jahrzehnten nicht begegnet sind und deren Zusammengehörigkeitsgefühl bisher lediglich auf dem Kontoauszug existierte, erinnern sich auf einmal gemeinsam an das Glück vergangener Tage. Sie träumen von edlen Waren, zahllosen Angestellten und klingelnden Kassen. Und weil sie es nicht fassen können, dass das Schicksal sich zu ihren Ungunsten gewendet hat, verschanzen sie sich mehr und mehr hinter den Mauern ihres dem Untergang geweihten Warenhauses. Fast so, als liesse sich die Katastrophe aufhalten, indem man die Türen mit aller Kraft geschlossen hält. Und während sie die Realität verleugnen und immer tiefer hinein geraten in die Zeitschlaufen der Vergangenheit, beginnen sie zu singen. Sie singen eine Musik, die wie keine andere von Verlust, Trauer und Irrationalität zu künden vermag. Es ist eine Musik aus einem weit entfernten Jahrhundert. Dass ein Komponist namens Georg Friedrich Händel sie einst geschrieben hat, ist keinem der Anwesenden bewusst. Um so mehr jedoch, dass sie ein grosses und wundervolles Versprechen zu beinhalten scheint – ganz ähnlich dem, wie es vor langer Zeit einmal zwei Wochen im Sommer und zwei im Winter zu spüren war, in den goldenen Tagen des Schlussverkaufs.

Synopsis als PDF-Download

 

SALE

Ein Projekt von Christoph Marthaler
mit Musik von Georg Friedrich Händel

 

SALE

Ein Projekt von Christoph Marthaler
mit Musik von Georg Friedrich Händel