Sale

Ein Projekt von Christoph Marthaler
mit Musik von Georg Friedrich Händel

Musikalische Leitung Laurence Cummings
Inszenierung Christoph Marthaler
Bühne und Kostüme Anna Viebrock
Regiemitarbeit Marie-Eve Signeyrole
Lichtgestaltung Martin Gebhardt
Dramaturgie Malte Ubenauf
Werner Hintze
Orchestra La Scintilla

Die Chefin der Dynastie und Kaufhausdirektorin Anne Sofie von Otter
Ihr verstorbener (dritter) Ehemann Marc Bodnar
Der uneheliche Sohn der Kaufhausdirektorin & Filialleiter Raphael Clamer
Eine Nichte der Kaufhausdirektorin Malin Hartelius
Ein Grossneffe der Kaufhausdirektorin Christophe Dumaux
Ein naher (englischsprachiger) Verwandter Graham F. Valentine
Eine norwegisch-amerikanische Verwandte Tora Augestad
Eine ausgewanderte Verwandte Catriona Guggenbühl
Der Ehemann der ausgewanderten Verwandten Ueli Jäggi
Ein verwandter Witwenimitator Jürg Kienberger
Der Liquidator Bernhard Landau

Unterstützt von

Spieldauer

1 Std. 55 Min.

Rahmenprogramm

Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn
Einführungsmatinee 21 Oktober 2012

Termine

04 Nov 2012, 19:00
Premiere
Preise G: 320, 250, 220, 98, 38 CHF

07 Nov 2012, 19:00
Preise F: 270, 216, 184, 98, 38 CHF

09 Nov 2012, 19:30
Preise F: 270, 216, 184, 98, 38 CHF

11 Nov 2012, 20:00
Preise F: 270, 216, 184, 98, 38 CHF

14 Nov 2012, 19:00
Preise F: 270, 216, 184, 98, 38 CHF

18 Nov 2012, 20:15
Preise F: 270, 216, 184, 98, 38 CHF

20 Nov 2012, 19:00
Preise F: 270, 216, 184, 98, 38 CHF

22 Nov 2012, 19:30
Preise F: 270, 216, 184, 98, 38 CHF

25 Nov 2012, 19:30
Preise F: 270, 216, 184, 98, 38 CHF

27 Nov 2012, 19:00
zum letzten Mal in dieser Spielzeit
Preise F: 270, 216, 184, 98, 38 CHF

Ort

Hauptbühne Opernhaus

 

Sale

Es ist noch nicht lange her, dass die Menschen mit leuchtenden Farben die Termine der grossen Sommer- und Winterschlussverkäufe in ihren Kalendern markierten. Denn die verheissungsvollen Momente, in denen sich die Warenhaustore öffneten und wahre Heerscharen von Kunden einander die preisreduzierte Waren aus den Händen rissen, gehörten zu den grossen und verlässlichen Glückserlebnissen des Jahres. Der Billig-Kaufrausch erhitzte die Gemüter. Ein Zustand, der jähe Abkühlung erfuhr, seit die SALE-Schilder ununterbrochen von Januar bis Dezember in den Schaufenstern hängen. Schlimmer noch: die Ausnahmeereignisse von einst sind zu einem düsteren Symptom verkommen, einem chronischem Dauertiefpreisschmerz, unsanft und zerstörerisch verabreicht durch die wenigen Grosshandelsketten der Gegenwart. So kommt es auch, dass sich hinter dem Wort SALE immer häufiger ein anderes Wort verbirgt (und eine dazugehörige Wahrheit): TOTALAUSVERKAUF (wegen Geschäftsaufgabe). Und ein SALE genau dieser Art ist es, von dem Christoph Marthaler in seinem Projekt für das Zürcher Opernhaus erzählt. Inmitten der von radikalen Rezudierungsankündigungen überfluteten Regale eines ehemals florierenden Warenhauses versammeln sich die verbliebenen Mitglieder der Eigentümerdynastie zu einer letzten Familienzusammenkunft. Es sind die Cousins, Neffen zweiten Grades, ausgewanderten Schwiegertöchter und Schwippschwager der Konzernchefin, die von weit her angereist sind. Und diese Menschen, die sich seit Jahrzehnten nicht begegnet sind und deren Zusammengehörigkeitsgefühl bisher lediglich auf dem Kontopapier existierte, erinnern sich auf einmal gemeinsam an das Glück vergangener Tage. Sie träumen von edlen Waren, zahllosen Angestellten und klingelnden Kassen. Und weil sie es nicht fassen können, dass das Schicksal sich zu ihren Ungunsten gewendet hat, verschanzen sie sich mehr und mehr hinter den Mauern ihres dem Untergang geweihten Warenhauses. Fast so, als liesse sich die Katastrophe aufhalten, indem man die Türen mit aller Kraft geschlossen hält. Und während sie die Realität verleugnen und immer tiefer hinein geraten in die Zeitschlaufen der Vergangenheit, beginnen sie zu singen. Sie singen eine Musik,  die wie keine andere von Verlust, Trauer und Irrationalität zu künden vermag. Es ist eine Musik aus einem weit entfernten Jahrhundert. Dass ein Komponist namens Georg Friedrich Händel sie einst geschrieben hat, ist keinem der Anwesenden bewusst. Umso mehr jedoch, dass sie ein grosses und wundervolles Versprechen zu beinhalten scheint – ganz ähnlich dem, wie es vor langer Zeit einmal zwei Wochen im Sommer und zwei im Winter zu spüren war, in den goldenen Tagen des Schlussverkaufs.

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Handlung

Sale

WAS BISHER GESCHAH
(und darüber hinaus)

Seit das Wort SALE nicht wie früher zweimal im Jahr, sondern ununterbrochen von Januar bis Dezember in den Schaufenstern der Warenhäuser hängt, sind die Ausnahmeereignisse von einst zu einem chronischen Dauertiefpreisschmerz verkommen; unsanft und zerstörerisch verabreicht durch die wenigen Grosshandelsketten der Gegenwart. Und so kommt es auch, dass sich hinter dem Wort SALE immer häufiger ein anderes verbirgt: TOTALAUSVERKAUF (wegen Geschäftsaufgabe). Ein SALE genau dieser Art ist es, von dem Christoph Marthaler in seinem Projekt erzählt. Inmitten der von radikalen Rezudierungsankündigungen überfluteten Regale eines ehemals florierenden Warenhauses versammeln sich die verbliebenen Mitglieder der Eigentümerdynastie zu einer Familienzusammenkunft. Es sind die Cousins, Neffen zweiten Grades, ausgewanderten Schwiegertöchter der Konzernchefin, die von weit her angereist sind. Und diese Menschen, die sich seit Jahrzehnten nicht begegnet sind und deren Zusammengehörigkeitsgefühl bisher lediglich auf dem Kontoauszug existierte, erinnern sich auf einmal gemeinsam an das Glück vergangener Tage. Sie träumen von edlen Waren, zahllosen Angestellten und klingelnden Kassen. Und weil sie es nicht fassen können, dass das Schicksal sich zu ihren Ungunsten gewendet hat, verschanzen sie sich mehr und mehr hinter den Mauern ihres dem Untergang geweihten Warenhauses. Fast so, als liesse sich die Katastrophe aufhalten, indem man die Türen mit aller Kraft geschlossen hält. Und während sie die Realität verleugnen und immer tiefer hinein geraten in die Zeitschlaufen der Vergangenheit, beginnen sie zu singen. Sie singen eine Musik, die wie keine andere von Verlust, Trauer und Irrationalität zu künden vermag. Es ist eine Musik aus einem weit entfernten Jahrhundert. Dass ein Komponist namens Georg Friedrich Händel sie einst geschrieben hat, ist keinem der Anwesenden bewusst. Um so mehr jedoch, dass sie ein grosses und wundervolles Versprechen zu beinhalten scheint – ganz ähnlich dem, wie es vor langer Zeit einmal zwei Wochen im Sommer und zwei im Winter zu spüren war, in den goldenen Tagen des Schlussverkaufs.

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Bios

Sale

Laurence Cummings

Musikalische Leitung

Der aus Großbritannien stammende Dirigent und Cembalist Laurence Cummings zählt zu den interessantesten und vielseitigsten Protagonisten der historischen Aufführungspraxis. Sein Studium an der Universität Oxford, an der er Organ Scholar am Christ Church College war, schloss er mit Auszeichnung ab. Cummings wurde 1996 zum Leiter für historische Aufführungspraxis an der Royal Academy of Music ernannt und ist Kurator des Londoner Handel House. Seit 1999 ist Laurence Cummings Musikalischer Leiter des London Handel Festival, wo er u. a. Deborah, Athalia, Esther, Agrippina, Sosarme, Alexander Balus, Hercules, Samson, Riccardo Primo und Tolomeo herausbrachte. Er ist regelmäßiger Gast der Casa da Musica in Porto wo er das Orquestra Barroca Casa da Música dirigiert. Seit 2012 ist er Künstlerischer Leiter der Händel-Festspiele Göttingen.

An bedeutenden Spielstätten wie der English National Opera, den Opernhäusern Göteborg und Garsington und auch dem Glyndebourne Festival übernahm er die Musikalische Leitung von Opernproduktionen. Laurence Cummings steht regelmäßig am Pult von The English Concert und The Orchestra of the Age of Enlightenment und dirigiert verschiedene Orchester in ganz Europa und den USA.

Zu seinen zahlreichen Einspielungen zählen nicht nur die Erstaufnahme von Händels neu entdecktem Gloria mit Emma Kirkby und der Royal Academy of Music, sondern auch CDs mit Musik für Cembalo solo, darunter Kompositionen von Louis und François Couperin. Seine jüngste CD präsentiert Werke von Corelli mit Maurice Steger und The English Concert.

Unter den künftigen Engagements sind Produktionen an der Garsington Opera und in Glyndebourne, Konzerte mit English Concert, Royal Liverpool Philharmonic und dem Orchestra of the Age of Enlightenment sowie seine Verpflichtungen in Porto und bei den Göttinger Händel-Festspielen.

Sale

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Christoph Marthaler

Regie

Der aus Zürich stammende Christoph Marthaler arbeitete nach Musik- und Theaterstudien in Zürich und Paris als Komponist und Theatermusiker an mehreren großen deutschsprachigen Bühnen und hat darüber hinaus auch eigene Theaterproduktionen entwickelt. Mit der Inszenierung Murx den Europäer! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn ab!, die 1993 an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz herauskam, gelang der Durchbruch, und seine neuartige Theatersprache wurde auf den deutschen Bühnen bekannt.

In den folgenden Jahren entstanden Inszenierungen am Schauspielhaus Hamburg und der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, die regelmäßig zum Berliner Theatertreffen sowie zu Festivals auf der ganzen Welt eingeladen wurden und Marthaler zahlreiche Auszeichnungen einbrachten (u. a. Konrad-Wolf-Preis, Fritz-Kortner-Preis, Bayerischer Theaterpreis, Europäischer Theaterpreis).

Von 2000 bis 2004 war Marthaler Intendant des Schauspielhauses Zürich. Dort inszenierte er u. a. Schuberts Die schöne Müllerin, Shakespeares Twelfth Night (Was ihr wollt), das mit Meg Stuart, Stefan Pucher und Anna Viebrock erarbeitete Projekt Das goldene Zeitalter für die Schiffbauhalle und Dantons Tod. In der Spielzeit 2004/05 kamen seine Produktionen Seemannslieder (Gent) und Schutz vor der Zukunft (Wiener Festwochen; Nestroy-Theaterpreis für Beste Regie) heraus. Bei den Bayreuther Festspielen 2005 inszenierte er Tristan und Isolde.

Im November 2006 kam Marthalers Inszenierung von Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald an der Berliner Volksbühne heraus, 2007 folgten u. a. La traviata an der Opéra national de Paris, die Produktion Sauser aus Italien mit Musik von Giacinto Scelsi bei den Salzburger Festspielen und Platz Mangel in der Roten Fabrik in Zürich. 2008 kehrte er mit Bergs Wozzeck an die Opéra national de Paris zurück. Für die Wiener Festwochen 2009 erarbeitete Christoph Marthaler mit Anna Viebrock das Projekt Riesenbutzbach. Eine Dauerkolonie, für das Festival d’Avignon 2010 Papperlapapp. Am Theater Basel entstand nach der Inszenierung von Offenbachs La Grande-Duchesse de Gérolstein (2009) und der Uraufführung von Beat Furrers Wüstenbuch (März 2010) im November 2010 sein Projekt Meine Faire Dame – Ein Sprachlabor. 2011 entwickelte Marthaler das Projekt +/- 0 in Nuuk (Grönland).

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Anna Viebrock

Ausstattung

Anna Viebrock studierte Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf. Erste eigene Arbeiten verwirklichte sie am Schauspiel Frankfurt mit Hans Neuenfels. Seit 1983 arbeitet sie regelmäßig mit Regisseuren wie Jossi Wieler und Christoph Marthaler, u.a. am Theater Basel, an der Staatsoper Stuttgart, der Pariser Oper, der Volksbühne am Rosa-Luxenburg-Platz in Berlin sowie bei den Salzburger und den Bayreuther Festspielen. Von 1993 bis 1999 war Anna Viebrock als Ausstattungsleiterin am Deutschen Schauspielhaus Hamburg tätig und gehörte von 2000 bis 2004 der künstlerischen Leitung des Schauspielhaus Zürich an. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und mehrmals von der Fachzeitschrift Opernwelt zur Bühnenbildnerin des Jahres gewählt.

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Martin Gebhardt

Lichtgestaltung

Martin Gebhardt studierte in Hamburg. Nach Abschluss der Meisterschule arbeitete er an der Hamburgischen Staatsoper als Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister für das Hamburg Ballett. In Zusammenarbeit mit John Neumeier kreierte er 1998-2002 u.a. das Licht für «Messias», «Giselle», «Die Möwe» und «Nijinsky». 2002 wechselte er ans Opernhaus Zürich. Mit Heinz Spoerli und dem Zürcher Ballett entstanden Arbeiten wie das Bach-Ballett «In den Winden im NIchts», «Allem nah, allem fern» zur 5. Sinfonie von Gustav Mahler, «Josephslegende» von Richard Strauss, «Peer Gynt», «Schwanensee», «Don Quichotte» und «Raymonda». Für das Hamburg Ballett und das Zürcher Ballett sowie einzelne Opernaufführungen der Zürcher Oper realisierte er Produktionen an Theatern in New York, Rio de Janeiro, Buenos Aires, Amsterdam, Paris, Prag, Athen, Rom, Madrid, Barcelona, Berlin, Kopenhagen, Stockholm, Moskau, St. Petersburg, Kapstadt, Bangkok, Tokio, Hongkong, Singapur, Peking, Shanghai und Taipei. Für das Leipzig Ballett erarbeitete er als Gast die Lichtgestaltung für «Giselle» und «Nussknacker». In den letzten Jahren schuf Martin Gebhardt das Lichtdesign für eine Reihe von Opernproduktionen am Opernhaus Zürich und arbeitete dabei mit Regisseuren wie Jürgen Flimm, Johannes Schaaf, Matthias Hartmann, David Pountney, Moshe Leiser/Patrice Caurier, Damiano Michieletto und Achim Freyer zusammen – u.a.: «Il Trionfo del tempo e del disinganno», «L’incoronazione di Poppea», «Die Zarenbraut», «Manon Lescaut», «Andrea Chenier», «L’Etoile», «Carmen», «Rusalka», «Le Comte Ory», «Lucia di Lammermoor», «Il Corsaro», «Moses und Aron» sowie die Licht- und Videoinstallation für «Szenen aus Goethes Faust» des österreichischen Aktionskünstlers Herrmann Nitsch.

Carmen

08 Mär 2013, 10 Mär 2013, 13 Mär 2013, 17 Mär 2013

Junior Ballett

21 Nov 2012, 22 Nov 2012, 23 Nov 2012, 24 Nov 2012, 25 Nov 2012, 27 Nov 2012, 28 Nov 2012, 29 Nov 2012, 07 Apr 2013, 08 Apr 2013, 09 Apr 2013, 10 Apr 2013

Lucia di Lammermoor

21 Okt 2012, 27 Okt 2012, 30 Okt 2012, 03 Nov 2012, 11 Nov 2012, 16 Nov 2012

Madama Butterfly

14 Mär 2013, 17 Mär 2013, 24 Mär 2013, 30 Mär 2013, 06 Apr 2013

Rusalka

02 Jun 2013, 06 Jun 2013, 12 Jun 2013, 15 Jun 2013

Sale

04 Nov 2012, 07 Nov 2012, 09 Nov 2012, 11 Nov 2012, 14 Nov 2012, 18 Nov 2012, 20 Nov 2012, 22 Nov 2012, 25 Nov 2012, 27 Nov 2012

Schwanensee

21 Dez 2012, 26 Dez 2012, 28 Dez 2012, 08 Jan 2013, 16 Jan 2013, 10 Feb 2013, 24 Feb 2013, 24 Feb 2013, 07 Mär 2013, 10 Mär 2013

Malte Ubenauf

Dramaturgie

Malte Ubenauf, geboren 1973 in Hamburg, arbeitete zunächst als Regisseur. Seine Projekte waren u. a. am Zürcher Schauspielhaus, am Theater Aachen, dem Staatstheater Meinigen, auf Kampnagel in Hamburg sowie bei Festivals in Berlin, Dresden und Basel zu sehen. Als Dramaturg war Malte Ubenauf am Schauspielhaus Zürich, der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin sowie am Thalia Theater Hamburg engagiert und begleitete an diesen Häusern u. a. Produktionen von Luk Perceval, Jonathan Meese, Falk Richter, Armin Petras und Robert Lehniger. Seit 2004 ist er vorwiegend als freiberuflicher Schauspiel- und Musiktheaterdramaturg tätig und arbeitet kontinuierlich mit Christoph Marthaler, Anna Viebrock, Christiane Pohle und Sven Holm/Novoflot zusammen. Stationen seiner Theatertätigkeit waren u. a. die Staatsoper Hannover, das Theater Basel, die Opéra National de Paris, das Kunstenfestival in Brüssel, die Salzburger Festspiele, die Sophiensæle Berlin, die Ruhrtriennale, das HAU Berlin, die Bayreuther Festspiele, die Münchner Kammerspiele, das Festival d’Avignon, die Wiener Festwochen sowie das Schauspiel Köln. Lehraufträge führten ihn an die UdK Berlin, die HfbK Hamburg, die Theaterakademien von Hamburg und Bayern, die Münchner Otto Falkenberg Schule, die HfbK Dresden sowie an die HafenCity Universität Hamburg.

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Orchestra La Scintilla

Orchester

Die Pflege der historischen Aufführung­s­­­praxis hat am Opernhaus Zürich seit dem Monteverdi-Zyklus in den 1970er Jahren Tradition. Bei der folgenden Rei­he der Mo­zart-Opern mit dem Lei­tungs­­team Har­non­court/Ponnel­le wurde weiter Pionier­arbeit geleistet, und die Musikerinnen und Musiker passten ihre Spieltechnik den neuesten Erkennt­nissen der historischen Auffüh­rungs­praxis an. 1996 formierte sich aus dem Orchester der Oper ein eigen­ständiges En­sem­ble von erstklassigen spe­ziali­sierten MusikerInnen, das sich ei­nen hervorragen­den Ruf erwerben konn­te. Der Funke der Begeisterung an neuer «Alter Musik» gab dem Ensemble seinen Namen: La Scintilla – der Funke. Aufführungen mit Koryphäen des Faches wie Niko­laus Harnoncourt (u.a. «Il ritorno d’Ulis­se in patria», «Idomeneo»), William Christie (u.a. «Orphée et Euridice», «Les Indes galantes», «Or­lan­do»), Mark Minkow­ski («Les Boréades», «Giulio Ce­sa­re»), Rein­­hard Goe­bel und Giulia­no Carmigno­la gerieten so erfolgreich, dass das Opernhaus Zürich alle barocken und fast alle aus der klassischen Zeit stammenden Opern von seiner Barock­formation «La Scintilla» spielen liess und lässt. Ausserdem konzertiert das «Orchestra La Scintilla» der Oper Zürich mit namhaften Solisten – Instru­mentalisten wie Sängern – und tritt unter der Leitung von Ada Pesch regelmässig in den grossen Kon­zert­sälen Europas wie der Londoner Royal Festival Hall, dem Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie Berlin und dem KKL Luzern auf. Äusserst er­folg­reich begleitete das Orchester Cecilia Bartoli auf mehrwöchigen Kon­zert­reisen in Nord­amerika und Europa (u.a. in der Carnegie Hall).

Don Giovanni

26 Mai 2013, 29 Mai 2013, 01 Jun 2013, 04 Jun 2013, 07 Jun 2013, 09 Jun 2013, 14 Jun 2013, 20 Jun 2013, 22 Jun 2013, 25 Jun 2013, 27 Jun 2013

Händel Messiah

23 Dez 2012

Rinaldo

12 Apr 2013, 14 Apr 2013, 19 Apr 2013, 21 Apr 2013

Sale

04 Nov 2012, 07 Nov 2012, 09 Nov 2012, 11 Nov 2012, 14 Nov 2012, 18 Nov 2012, 20 Nov 2012, 22 Nov 2012, 25 Nov 2012, 27 Nov 2012

Anne Sofie von Otter

Mezzosopran

Anne Sofie von Otter gilt als eine der großen Sängerinnen ihrer Generation und gehört zu den gefragtesten Künstlerinnen unserer Zeit – sowohl bei Dirigenten, Orchestern, Opernhäusern als auch Plattenfirmen. Liederabende mit ihrem Pianisten Bengt Forsberg führen sie rund um die Welt; in der laufenden Saison ist sie auch im Rahmen einer umfangreichen Tournee durch Nordamerika und Europa mit Brad Mehldau zu erleben. Anne Sofie von Otters ebenso erfolgreiche Konzertkarriere führte sie in die bedeutendsten Konzertsäle Europas und Nordamerikas, wo sie regelmäßig mit den namhaftesten Dirigenten zusammenarbeitet.
Über die vergangenen Spielzeiten hinweg erntete Anne Sofie von Otter große persönliche Erfolge auf den wichtigsten Opernbühnen Europas. Zu ihren jüngsten Engagements zählen Gräfin Geschwitz («Lulu») an der Metropolitan Opera New York unter James Levine, Waltraute («Götterdämmerung») bei den Salzburger Osterfestspielen und in Aix en Provence unter Sir Simon Rattle, die Titelpartie in Jacques Offenbachs »La Grande Duchesse de Gérolstein» in Basel und am Theater an der Wien unter Hervé Niquet sowie Baba the Turk («The Rake’s Progress») im Theater an der Wien unter Nikolaus Harnoncourt. Weiterhin sang sie die Titelpartie in Georges Bizets «Carmen» bei den Festivals von Glyndebourne und Santa Fe, Medée in Jean-Baptiste Lullys «Thesée» und Ottavia in Claudio Monteverdis «L’Icoronazione di Poppea» im Théâtre des Champs-Elysées, Clairon («Capriccio») an der Opéra Garnier, Didon («Les Troyens») am Grand Théâtre de Genève sowie Debussys Mélisande an der Metropolitan Opera.
 Aus der von 1985-2009 bestehenden exklusiven Zusammenarbeit Anne Sofie von Otters mit der Deutschen Grammophon ging eine Vielzahl an Aufnahmen hervor. Seit dem vergangenem Jahr ist sie bei Naïve Paris unter Vertrag, wo eine Reihe interessanter Projekte in Planung ist. Ihre erste Platte bei diesem Label erschien im Oktober 2010 zusammen mit dem legendären Jazz-Pianisten Brad Mehldau: «Love Songs».

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Marc Bodnar

Schauspieler

Marc Bodnar stammt aus Sainte Jamme (Frankreich) und begann seine Karriere im Alter von 17 Jahren am Théâtre du Radeau unter der Leitzung von François Tanguy. Seit dem Abschluss seines Studiums bei Antoine Vitez, Jean-Marie Willing and Andreï Severyn an der École de Chaillot arbeitete er mit verschiedenen Regisseuren wie z. B. Didier George Gabily, Claude Régy, Stanislas Nordey, Alain Françon, Laurent Gutmann, André Wilms, Rodrigo Garcia, Jean-François Peyret. Im Jahre 2006 begann seine Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler Winch Only, gefolgt von Maeterlinck, Riesenbutzbach – eine Dauerkolonie, Papperlapapp und +/- 0. Außerdem trat er in Filmen unter der Regie von Jean-Paul Rappeneau, Xavier de Choudens, Xabi Molia, Arnaud Desplechin, Michel Hazanavicius, Laurence Ferreira Barbosa, Jacques Maillot, Alix Dellaporte, Steven Soderbergh und Fernsehfilmen von Élisabeth Rappenneau, Olivier Panchot, Henry Helman, Jean Daniel Verhaeghe, Éric Rochant, Virginie Wagon hervor.

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Raphael Clamer

Schauspieler

Nach einer abgebrochenen Hubschrauberpiloten-Ausbildung studierte der gebürtige Basler von 1993 bis 1996 an der Neuen Münchner Schauspielschule. Es folgten Gastengagements an verschiedenen deutschen Theatern. 1998 hatte er sein Debüt am Opernhaus Zürich in Carl Maria von Webers Oberon, oder der Schwur des Elfenkönigs als Oberon (Schauspieler) in der Inszenierung von Johannes Schaaf. In Ruth Berghaus’ Zürcher Freischütz-Inszenierung übernahm er die Rolle des Samiel. Es folgten mehrjährige Festengagements am Nationaltheater Mannheim und am Schauspielhaus Zürich unter der Intendanz von Christoph Marthaler. Seither arbeitet Raphael Clamer als freier Schauspieler für Theater, Film und Fernsehen sowie als Sprecher für Hörspiel und Hörbuch. Er spielte unter anderem am Wiener Burgtheater, den Ruhrfestspielen, den Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen, dem Festival d’Avignon, an der Opera National de Paris und am Theater Basel. Raphael Clamer arbeitet regelmässig mit Christoph Marthaler zusammen, zuletzt in Platzmangel, Das Theater mit dem Waldhaus, Riesenbutzbach, La Grande-Duchesse de Gérolstein, Papperlapapp,  ±0 – Ein subpolares Basislager. Darüber hinaus arbeitete er u. a. mit Sven-Eric Bechtolf, Luc Bondy, Jan Bosse, Andreas Kriegenburg, Isabel Osthues, Christiane Pohle, Stefan Pucher und Christina Rast zusammen.

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Malin Hartelius

Sopran

Die in Schweden geborene Sopranistin Malin Hartelius studierte in Wien, war dort Mitglied des Opernstudios und gehörte in der Spielzeit 1990/91 dem Ensemble der Wiener Staatsoper an. Seit 1991/92 ist sie dem Opernhaus Zürich verbunden, wo sie eine Vielzahl von Rollen gesungen hat, u.a. Sophie (Der Rosenkavalier), Estrella (Alfonso und Estrella), Adina (L’elisir d’amore), Leïla (Les pêcheurs de perles), Eudoxie (La juive), Fiordiligi (Così fan tutte), Gräfin Almaviva (Le nozze di Figaro), Donna Elvira (Don Giovanni),  Pamina (Die Zauberflöte) sowie Tatjana (Eugen Onegin). Gastspiele führten Malin Hartelius u.a. zu den Festivals in Aix-en-Provence und Salzburg, wo sie 1992 als Barbarina (Le nozze di Figaro) debütierte und seither u.a. als Blonde, Dircé (Cherubinis Médée), Adele und Rosina (La finta semplice) zu erleben war. Ausserdem gastierte sie u.a. in Frankfurt, Berlin, Paris, Hamburg und München. An die Wiener Staatsoper kehrte sie als Sophie zurück sowie 2011 als Donna Elvira unter Franz Welser-Möst, unter dessen Leitung sie auch in szenischen Produktionen aller drei Da Ponte-Opern in Cleveland mitwirkte. 2011/12 war Malin Hartelius in Zürich als Elisa (Il re pastore), Leïla, Adina und Fiordiligi  zu erleben, gastierte u.a. in Stockholm (Gräfin Almaviva) und debütierte als Vitellia in La clemenza di Tito auf einer Europa-Tournee der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Louis Langrée. Bei den Salzburger Festspielen war sie als Pamina in von Winters Labyrinth zu hören. Im Konzertbereich arbeitet Malin Hartelius u.a. mit William Christie, Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Chailly, Sir John Eliot Gardiner, Adam Fischer, Ivor Bolton und Franz Welser-Möst sowie den Wiener Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Cleveland Orchestra, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Philharmonia Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem London Symphony Orchestra. 2011/12 sang sie u.a. die c-Moll-Messe unter Welser-Möst im Wiener Musikverein und in Cleveland, mit dem Mozarteumorchester bei der Mozartwoche in Salzburg und Händels Messias bei den Salzburger Festspielen. Geplant sind u.a. Sale und Rinaldo in Zürich, L’elisir d’amore und Le nozze di Figaro an der Wiener Staatsoper sowie Haydns Jahreszeiten unter Welser-Möst in Cleveland, Beethovens 9. Sinfonie unter Chailly in Leipzig und Mozarts Requiem unter Langrée in Salzburg. Malin Hartelius wurde 2010 in Stockholm vom schwedischen König mit dem Orden für Wissenschaft und Kunst Litteris et Artibus ausgezeichnet.

Così fan tutte

07 Feb 2013, 09 Feb 2013, 13 Feb 2013, 15 Feb 2013, 17 Feb 2013

Rinaldo

12 Apr 2013, 14 Apr 2013, 19 Apr 2013, 21 Apr 2013

Sale

04 Nov 2012, 07 Nov 2012, 09 Nov 2012, 11 Nov 2012, 14 Nov 2012, 18 Nov 2012, 20 Nov 2012, 22 Nov 2012, 25 Nov 2012, 27 Nov 2012

Christophe Dumaux

Countertenor

Christophe Dumaux begann seine Gesangsausbildung bereits als Jugendlicher in Meisterklassen von Noëlle Barker und James Bowman. Sein Studium absolvierte er am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. 2002 debütierte er mit 22 Jahren als Eustauzio in Georg Friedrich Händels «Rinaldo» beim Festival de Radio France, Montpellier. Die von René Jacobs musikalisch geleitete Aufführung war auch beim Innsbruck Festival und an der Berliner Staatsoper zu sehen. Seitdem wurde Christoph Dumaux von internationalen Opernhäusern und Festivals für Opern- und Konzertauftritte engagiert. Er war u. a. an der Metropolitan Opera New York, beim Glyndebourne Festival, an der Pariser Oper, dem Theater an der Wien und der Berliner Staatsoper zu erleben.
Zu seinem Repertoire gehören die Partien Tamerlano (Händel), Eliogabalo (Cavalli), Ottone in Monteverdis «L’incoronazione di Poppea» und weitere Händelpartien.
Im Jahre 2010 debütierte er mit einer Neuproduktion von Francesco Bartolomeo Contis «Don Chisciotte in Sierra Morena» und an der Vlaamse Opera Antwerpen mit der Titelrolle in «Giasone» von Francesco Cavalli. Im Jahre 2010 debütierte er in Glyndebourne («Rinaldo»), 2012 in einer Neuproduktion von «Giulio Cesare» bei den Salzburger Festspielen.

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Graham F. Valentine

Schauspieler

Graham F. Valentine studierte nach einem «summa cum laude»-Abschluss in modernen Sprachen an der Theaterschule Jacques Lecoq in Paris. Er spielte britisches Repertoire-Theater, war Mitwirkender in Deborah Warners Kick Theatre und trat auch in Musiktheater-Produktionen wie Kurt Weills «Die Dreigroschenoper“, Luciano Berios «Un re in ascolto», Richard Strauss’ «Ariadne auf Naxos» und Schönbergs «Pierrot Lunaire» am Royal Opera House in London, bei den Salzburger Festspielen, der Ruhrtriennale und der Münchner Biennale auf.
Er spielte an französischen Bühnen, im deutschsprachigen Raum, wirkte bei Filmen mit, übernahm Sprecherrollen in Hörspielen und konzertanten Opernaufführungen. Seit 40 Jahren arbeitet er immer wieder mit Christoph Marthaler zusammen. Von 2000 bis 2004 war er festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich. Seit 2004 ist er wieder freischaffend tätig.

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Tora Augestad

Sopran

 «Tora Augestad jedenfalls ist viel mehr als eine akademisch geschulte Sängerin, sie durchlebt und durchleidet ihre Lieder mit einem Maximum an stimmlichen wie darstellerischen Möglichkeiten.» Mitteldeutsche Zeitung
Tora Augestads Vielseitigkeit inspiriert Komponisten, Regisseure und Dirigenten. Stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen gibt sie selbst Kompositionen in Auftrag, und sucht den künstlerischen Austausch in verschiedenen von ihr gegründeten Ensembles. Dabei weiß sie ihre vokalen Fähigkeiten, die eine Einordnung in gängige Stimmfächer sprengen, stets klug einzusetzen und stets darstellerisch zu überzeugen.
Die 1979 in Bergen geborene Sängerin und Schauspielerin studierte sowohl klassische Musik als auch Jazzgesang und widmete sich dabei intensiv dem Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts. Studienaufenthalte in Berlin und München nutzte sie für die Auseinandersetzung mit deutscher Musik, ehe sie ihr Hauptfach Kabarettgesang an der Norwegischen Musikhochschule in Oslo abschloss. Neben ihrer jahrelangen Mitwirkung im Norwegian Soloists’ Choir und in der Vokal-Gruppe «Pitsj» war sie bei Kabarett- und Opernproduktionen, darunter Mozarts «Zauberflöte» und der zeitgenössischen Oper «Inside Your Mouth, Sucking the Sun» von Niels Rønsholdt, zu erleben. Außerdem sang sie als Solistin mit dem Ensemble «Cikada» beim Huddersfield Contemporary Music Festival 2005, mit dem Bergen Philharmonic Orchestra sowie mit dem Kristiansand Symphony Orchestra.
2006 brachte Tora Augestad vier eigens für sie komponierte Werke zur Uraufführung, darunter «September Song» von Eivind Buene. Es folgten Auftritte beim ULTIMA Festival und beim Kammermusikfestival Oslo, wo sie Schönbergs «Pierrot Lunaire» sehr erfolgreich mit der Oslo Sinfonietta aufführte. Die Jenny in der «Dreigroschenoper» sang sie 2007 im norwegischen Reichstheater und 2008 mit dem Ensemble Modern unter HK Gruber in Athen. Ebenfalls mit dem Ensemble Modern führt sie regelmäßig Benedict Masons «Chaplin Operas» auf, zuletzt bei den Dresdner Tagen für zeitgenössische Musik, am Festspielhaus Baden-Baden, bei der Salzburg Biennale und im September 2011 beim Festival Musica Strasbourg.
Auf der Musiktheaterbühne war sie in der Oper «Die Hexen» von Marcus und Ole Paus sowie als Eboli in einer modernen Version von Giuseppe Verdis «Don Carlos» zu erleben. Sie gastierte 2009 an der Den Norske Opera Oslo und bei der Biennale Venedig und am Theater Basel, bei der Maerz Musik Berlin sowie bei den Wiener Festwochen. 2010 gab sie ihr erfolgreiches Debüt beim Ensemble Contrechamps mit «No Thanks» von Evan Garner. Für ihre Einspielung von Beat Furrers «Lotofágos I» mit dem Kontrabassisten Uli Fussenegger bei Kairos erhielt Tora Augestad begeisterte Kritiken.
2004 gründete Tora Augestad das Ensemble «Music for a While», das sich aus renommierten Musikern der norwegischen Jazzszene zusammensetzt. Nach dem Erscheinen ihrer CD «Weill Variations» wurde sie 2007 für ihre Weill-Interpretationen mit dem begehrten Lotte-Lenya-Preis ausgezeichnet. 2009 folgte das Ensemble einer Einladung zum Kurt Weill Fest Dessau. Mit ihrem Trio «Boa» hat sie 14 Werke bei renommierten norwegischen Komponisten in Auftrag gegeben, die sich zwischen Pop und musikalischer Avantgarde bewegen.
Seit der Uraufführung der Oper «Wüstenbuch» von Beat Furrer verbindet Tora Augestad eine enge Zusammenarbeit mit dem Schweizer Regisseur Christoph Marthaler. 2010/11 stand sie am Theater Basel in der überaus erfolgreichen Produktion «Meine faire Dame» – Marthalers eigener Version von «My Fair Lady» – auf der Bühne; das Stück steht aufgrund begeisterter Publikumsreaktionen auch in der laufenden Saison wieder auf dem Spielplan. Seit November ist Tora Augestad zudem in Marthalers neuem Stück «Lo Stimolatore Cardiaco» zu erleben, in welchem er die Italienische Oper und den lebensverlängernden Einsatz des Herzschrittmachers in Verbindung bringt.
Weitere Höhepunkte der laufenden Saison sind Gerard Griseys« Quatre chants pour franchir le seuil» mit dem Klangforum Wien unter der Leitung von Sylvain Cambreling im Wiener Konzerthaus, ein Werk, mit dem die Sängerin bereits mit dem Ensemble «BIT20 Ensemble» beim Bergen Festival glänzen konnte.

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Catriona Guggenbühl

Schauspieler Schauspielerin

Catriona Guggenbühl arbeitet  seit 2O Jahren als Schauspielerin in der freien Theater-szene der Schweiz und Deutschlands in verschiedenen Gruppen und gastierte u. a. am Theater Basel, am Schauspielhaus Hamburg, an der Volksbühne Berlin und am Theater am Neumarkt. Von 2000 bis 2004, während der Intendanz von Christoph Marthaler, gehörte sie dem Ensemble des Schauspielhauses Zürich an.

In den neunziger Jahren arbeitete sie zwei Jahre im Rahmen des Experimentierzyklus Werktags 19.00 am Theater «Bumper to Bumper» in Zürich zum Thema Improvisation. Das daraus resultierende Stück Die grüne Fee wurde beim Festival Impulse 92  auch in Deutschland gezeigt. Sie war Mitbegründerin der Gruppe «Vanillehärz», die seit 1994 mehrere Stücke erarbeitete und an diversen Theatern zeigte. 1999 gründete sie die Gruppe «Freunde des Glücks» ,die insgesamt 4 Stücke entwickelte, die an realen Schauplätzen ausserhalb der Theater gezeigt wurden. So z. B. den Barmonolog  Parle Moi mit dem Catriona Guggenbühl beim Monologfestival im Schauspielhaus Zürich hervortrat, und mit dem sie durch verschiedene Bars tourte.

Ihre Wege kreuzten sich auch mit Samuel Schwarz von «400asa», bei dem sie in drei Stücken mitspielte u. a. Züri 1917 am Theater am Neumarkt. Mit dem Musiker und Regisseur Thom Lutz in dem Stück Schutz und Rettung zusammen, das in der Gessnerallee herauskam. In Basel spielte sie die Öffentliche Meinung in Katharina Thalbachs Baseler Inszenierung von Orpheus in der Unterwelt. Am Schauspielhaus Zürich war sie u. a. in Stützen der Gesellschaft unter der Regie von Andreas Kriegenburg und inBlithe Spirit von Noel Coward, Regie Nigel Lowery, zu erleben.

Seit 1989 arbeitet sie immer wieder mit Christoph Marthaler zusammen und war am Theater Basel in Pro Helvetia, im Schauspielhaus Hamburg in Elias Canettis Hochzeit und an der Volksbühne Berlin  in Lina Böglis Reise dabei. Letztere Produktion wurde 1997 ans Theatertreffen Berlin eingeladen und tourt seither um die Welt. Auch bei Christoph Marthalers Inszenierung Platzmangel in der Roten Fabrik Zürich und zuletzt bei der Uraufführung von Beat Furrers Wüstenbuch wirkte sie mit.

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Ueli Jäggi

Schauspieler

Nach einem Studium der Germanistik, Romanistik und Geschichte besuchte Ueli Jäggi ab 1979 die Schauspiel Akademie in Zürich. Seine ersten Engagements führten ihn ans Theater der Jugend in München und ans Schauspielhaus Nürnberg. In den 80er Jahren spielte er am Theater Basel, wo er  Christoph Marthaler kennenlernte, mit dem ihn seitdem eine enge künstlerische Partnerschaft verbindet. Von 2000 bis 2004 gehörte er zum Ensemble des von Marthaler geleiteten Schauspielhauses Zürich. Seitdem ist er freischaffend als Schauspieler und Regisseur tätig. Am Luzerner Theater inszenierte er 2004 die schweizerdeutsche Fassung von Sean O’Caseys «Das Ende vom Anfang». 2007 erarbeitete er in Luzern Friedrich Dürrenmatts «Das Versprechen» und 2009 am selben Haus «Der Gehülfe» nach dem Roman von Robert Walser. Ebendort führte er 2010 Regie bei «In Amrains Welt, auf der Suche nach der wiedergefundenen Zeit». Neben seiner Theaterarbeit übernahm Ueli Jäggi auch Filmrollen (u. a. in „Donna Leon – Commissario Brunetti») und war als Sprecher an zahlreichen Hörspielen beteiligt.

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Jürg Kienberger

Schauspieler

Jürg Kienberger ist das jüngste Kind einer Hotelierfamilie in Sils-Maria. Nach Reisejahren, Gelegenheitsarbeiten (unter anderem als Weinkellner, Orgelbaugehilfe und Barpianist) und einem Germanistik-Studium in Lausanne und Zürich arbeitet er als Theatermusiker unter anderem am Schauspielhaus Zürich und am Theater Basel und beginnt eine langjährige Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler. Als Ensemblemitglied der Berliner Volksbühne spielt Kienberger in den neunziger Jahren in vielen Marthaler-, Castorf-, Häusermann- und Bachmannstücken mit und inszeniert eigene Liederabende («Heisse Rhythmen, heisse Kienberger, freut mich», «Ich bin ja so allein»).
Während Christoph Marthalers Intendanz am Schauspielhaus von 2000 bis 2005 steht Kienberger regelmässig in Zürich auf der Bühne. Für die Wiener Festwochen entstehen die Marthaler-Projekte «Schutz vor der Zukunft» und «Riesenbutzbach», mit Anne-Sofie von Otter tritt er in Offenbachs «La Grande-Duchesse de Gérolstein» am Theater Basel auf.

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Ein Projekt von Christoph Marthaler
mit Musik von Georg Friedrich Händel

 

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