23. Oktober 2016

Nello Santi, Dirigent
Adriana Marfisi, Sopran

Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich

Jürg Hämmerli, Choreinstudierung


GIOACHINO ROSSINI
Ouvertüre zu «Semiramide»

GIUSEPPE VERDI
Ouvertüre und Arie aus «Giovanna d‘Arco»
und Zigeunerchor aus «Il trovatore»

RICHARD WAGNER
«Einzug der Festgäste» aus «Tannhäuser»

GIACOMO PUCCINI
«Un bel dì, vedremo»
aus «Madama Butterfly»

PJOTR I. TSCHAIKOWSKI
Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36


Musikalische Leitung:
Nello Santi

Nello Santi

Nello Santi, in Italien geboren, debütierte 1951 mit Rigoletto am Teatro Verdi, Padua, und legte damit den Grundstein für seine Karriere. 2016 feierte er sein 65-jähriges Dirigier-Jubiläum. Seit seinem ersten Dirigat 1958 am Zürcher Opernhaus ist er diesem Haus verbunden geblieben. Für seine Verdienste wurde er mit der Hans Georg Nägeli-Medaille, dem STAB-Preis 2001 und vom italienischen Staat mit dem Titel «Cavaliere» geehrt. Schon früh führte ihn seine Karriere an die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, die Pariser Opéra, das Teatro Colón Buenos Aires, nach San Francisco, an die Staatsopern von Wien, Hamburg und München, das Teatro La Fenice in Venedig und in die Arena di Verona, wo er 1995 sein 25-jähriges Jubiläum feierte. 1962 gab er sein Debüt an der Metropolitan Opera New York und wurde dort für mehr als 30 Jahre zu einer der prägenden Dirigentenpersönlichkeiten. Zahlreiche Opernmitschnitte sind auf DVD erschienen (I due foscari aus Neapel und Andrea Chénier aus der Wiener Staatsoper). Zehn Jahre lang war er Chefdirigent des Radio-Sinfonie­orchesters Basel. Er konzertiert regelmässig mit dem Oslo Philharmonic Orchestra, dem NHK Sinfonieorchester Tokio, dem London Philharmonic Orchestra und dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo. 2005 war Nello Santi Principal Conductor des Pacific Music Festival von Sapporo. Sein traditionsbewusstes Dirigieren in der Nachfolge Toscaninis, de Sabatas oder Furtwänglers macht Nello Santi zu einem der weltweit gefragtesten Konzert- und Operndirigenten. 2013 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Zürich.


Besetzung

Sopran Adriana Marfisi

Adriana Marfisi

Adriana Marfisi wurde in Zürich geboren und erhielt ihre erste musikalische Ausbildung (Klavier und Violine) Konservatorium Zürich. Es folgte eine Gesangsausbildung bei Anna Alexieva in Zürich und bei Lorraine Nubar in New York. In Italien studierte sie bei Margherita Rinaldi und Valentino Barcellesi und schloss ihre Gesangsausbildung am Conservatorio Luigi Cherubini ab. Adriana Marfisi ist Preisträgerin vieler internationaler Gesangswettbewerbe wie der «Licia Albanese-Puccini Foundation» in New York und dem «Concorso Internazionale di Canto lirico Giulio Neri» in Italien. 1998 debütierte sie als Gilda in Verdis Rigoletto neben Leo Nucci am Teatro Bellini di Catania. Ihre Karriere führte sie seither u.a. an folgende Häuser: Tokyo Suntory Hall (Violetta in La traviata), San Francisco Opera (Titelpartie in Manon), Teatro Colon Buenos Aires (Alice in Falstaff), Teatro Carlo Felice di Genova (Titelpartie in Giovanna d’Arco), Oper Oslo (Leonora in Il trovatore), Festival aux Arènes Avenches (Mathilde in Guglielmo Tell, Pamina in Die Zauberflöte, Aida und Leonora), Teatro Massimo di Palermo (Liù in Turandot), Teatro San Carlo di Napoli (Mimì in La bohéme), Teatro dell´Opera di Roma (Giulietta in I Capuleti e i Montecchi) und Opernhaus Zürich (Titelpartie in Il segreto di Susanna sowie Lauretta in Gianni Schicchi). Zahlreiche Konzerte (u.a. mit Carlo Bergonzi, Leo Nucci und Marcello Giordani) gab sie an den grossen Konzerthäusern in Italien, Norwegen, den Niederlanden, in der Schweiz, in Monaco, Spanien und Japan. Neben dem klassischen italienischen Repertoire (Messa da Requiem von Verdi, Stabat Mater von Rossini und Pergolesi etc.) singt sie auch deutsches, französisches und spanisches Liedrepertoire.

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Philharmonia Zürich

1985 entstand in Folge der Trennung des traditionsreichen Tonhalle- und Theaterorchesters das Orchester der Oper Zürich. 2012, mit Beginn der Intendanz von Andreas Homoki und dem Amtsantritt des neuen Generalmusikdirektors Fabio Luisi, wird das Orchester der Oper Zürich zur Philharmonia Zürich. Pro Saison ist das Orchester in rund 250 Opern- und Ballettvorstellungen des Opernhauses Zürich zu hören. Als Podium für das Konzertrepertoire werden zusätzlich die Philharmonischen Konzerte veranstaltet. Soiréen und Kammermusikmatinéen ergänzen das künstlerische Spektrum des Orchesters. Bevor Fabio Luisi mit der Saison 2012/13 als Generalmusikdirektor die künstlerische Leitung des Orchesters übernommen hat, haben u. a. Franz Welser-Möst (1995-2008, ab 2005 als Generalmusikdirektor) und zuletzt Daniele Gatti als Chefdirigent (2009-2012) das Orchester geleitet. 2000/01 fanden die Beständigkeit der Leistungen des Orchesters der Oper Zürich und die Breite seines Könnens mit der Wahl zum «Orchester des Jahres» in der Umfrage der Zeitschrift «Opernwelt» weit verbreitete internationale Anerkennung.

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Chor der Oper Zürich

Der Chor der Oper Zürich bildet mit seinen 60 festangestellten Mitgliedern und der Mitwirkung von bis zu 160 Vorstellungen pro Saison einen wesentlichen Eckpfeiler des künstlerischen Ensembles am Opernhaus Zürich. Er vereinigt unter dem Dach des traditionsreichsten schweizerischen Opernhauses Sängerinnen und Sänger auf höchstem professionellen Niveau, deren musikalische und stilistische Versiertheit sich mit darstellerischer Gestaltungskraft und spontaner Spielfreude verbinden. Regelmässig stellen seine Mitglieder auch als Solisten ihr künstlerisches Format unter Beweis. Der Chor spiegelt in seiner internationalen Zusammensetzung den Anspruch und die Strahlkraft der Oper Zürich wieder, die sich durch zahlreiche DVD-Aufnahmen erwiesen haben und 2104 mit dem Preis der «Opera Company of the Year» ausgezeichnet wurden. Wichtige musikalische Impulse erhielten die Chormitglieder durch die Arbeit mit Dirigenten wie Nello Santi, Nikolaus Harnoncourt, Franz Welser-Möst, Bernard Haitink, Riccardo Chailly, Valery Gergiev, Daniele Gatti, Zubin Mehta und Fabio Luisi. Ihre schauspielerischen Fähigkeiten entwickelten sie im Dialog mit Regisseuren wie David Pountney, Robert Wilson, Harry Kupfer, Peter Stein, Peter Konwitschny oder Andreas Homoki. Gastspiele führten den Chor nach Tokio (Der Rosenkavalier und La traviata), London (Die Meistersinger von Nürnberg, Tannhäuser, Der fliegende Holländer), Paris (La cenerentola, Fierrabras), Athen (Carmen, Idomeneo) oder nach Rom, wo er anässlich einer Papstmesse zur Feier des 500-jährigen Bestehens der Schweizer Garde Mozarts Krönungsmesse aufführte. Als «International Chamber Vocalists» wirkte der Chor der Oper Zürich in der 2014 mit einem Echo-Preis ausgezeichneten Neueinspielung von Vincenzo Bellinis Norma mit.

Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 La clemenza di Tito26 / 29 Apr. / 3 / 8 / 15 / 17 / 20 / 25 Mai 2026 Tannhäuser21 / 24 / 27 Juni / 2 / 5 / 8 / 11 Juli 2026 Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026 La Damnation de Faust10 / 14 / 17 Mai 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Madama Butterfly30 Dez. 2025 / 3 / 9 / 11 / 13 / 16 Jan. 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 La forza del destino2 / 7 / 12 / 15 / 18 / 21 / 26 / 29 Nov. / 17 / 21 Dez. 2025 Rigoletto20 / 23 / 27 Dez. 2025 / 1 / 4 Jan. 2026 Le nozze di Figaro24 / 29 Jan. / 1 / 5 / 7 / 10 / 14 Feb. 2026 Fidelio3 / 6 / 10 / 14 / 16 Mai 2026 Così fan tutte3 / 7 / 9 / 12 Juli 2026 Macbeth8 / 11 / 14 / 19 / 22 / 30 Nov. 2025 Die Fledermaus7 / 10 / 12 / 14 / 18 / 26 / 28 / 31 Dez. 2025 / 2 / 4 / 6 / 10 Jan. 2026 Messa da Requiem20 / 22 / 28 Feb. / 1 / 5 / 7 März / 6 Apr. 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Europa Tournee22 / 23 / 25 / 26 / 29 / 31 März 2026

Kurzgefasst

Nello Santi ist einer der prägendsten Dirigenten für das italienische Repertoire am Opernhaus Zürich. Seit er vor beinahe 60 Jahren mit Verdis La forza del destino debütierte, hat er dem Haus die Treue gehalten. Immer wieder stand der charismatische, humorvolle und leidenschaftliche Dirigent am Pult unseres Orchesters und schenkte dem begeisterten Publikum unvergessliche Opernabende. Aus Anlass seines 85. Geburtstages dirigiert Nello Santi in einem festlichen Galakonzert den Chor des Opernhauses und die Philharmonia Zürich. Auf dem Programm stehen Highlights des italienischen Opernrepertoires, darunter Ouvertüren von Verdi und Rossini sowie Arien von Verdi und Puccini (Sopran: Adriana Marfisi). Nach Chören von Verdi und Wagner wird das Konzert mit der prachtvollen Vierten Sinfonie von Pjotr I. Tschaikowski beschlossen.

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