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Il viaggio a Reims

Dramma giocoso in einem Akt von Gioachino Rossini (1792-1868)
Libretto von Luigi Balocchi

Musikalische Leitung Riccardo Minasi Inszenierung Christoph Marthaler Ausstattung Anna Viebrock Regiemitarbeit Joachim Rathke Lichtgestaltung Martin Gebhardt Choreinstudierung Janko Kastelic Dramaturgie Malte Ubenauf, Kathrin Brunner
Corinna
Anna Aglatova
La Marchesa Melibea
Nadezhda Karyazina
La Contessa di Folleville
Aleksandra Olczyk
Madama Cortese
Il Cavaliere Belfiore
Il Conte di Libenskof
Lord Sidney
Mirco Palazzi
Don Profondo
Il Barone di Trombonok
Andrew Moore
Don Alvaro
Don Prudenzio
Don Luigino
Andrei Skliarenko
Delia
Erica Petrocelli
Zefirino
Luis Magallanes
Günter Bröhl
Carlo Enzio Scrittore
Madama Diedenhofer
Signora Gemello-Fraterno
Signora Gemello-Identico
Ilona Kannewurf
Barone Tensione del Collo

In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer 3 Std. inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. 30 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Termine & Tickets

Dezember 2020

Di

15

Dez
19.00

Il viaggio a Reims

Oper von Gioachino Rossini
Preise E
Dienstag-Abo C, Gute Laune-Abo

So

20

Dez
14.00

Il viaggio a Reims

Oper von Gioachino Rossini
Preise E
Sonntag-Abo B

Mi

23

Dez
20.00

Il viaggio a Reims

Oper von Gioachino Rossini
Preise E
Mittwoch-Abo B

So

27

Dez
20.00

Il viaggio a Reims

Oper von Gioachino Rossini
Preise E
Wahl-Abo

Mi

30

Dez
19.00

Il viaggio a Reims

Oper von Gioachino Rossini
Preise E
Belcanto-Abo

Januar 2021

Fr

01

Jan
19.00

Il viaggio a Reims

Oper von Gioachino Rossini
Preise H
AMAG Volksvorstellung

So

03

Jan
20.00

Il viaggio a Reims

Oper von Gioachino Rossini
Preise E
Sonntag-Abo D, Italienische Oper-Abo

Gut zu wissen

Kurzgefasst

Il viaggio a Reims

Kurzgefasst

Il viaggio a Reims

Trailer «Il viaggio a Reims»

Gespräch


Eine Klinik für Europapatienten

Christoph Marthaler im Gespräch über seine Arbeit an Rossinis Dramma giocoso «Il viaggio a Reims» vor der Premiere 2015.

Herr Marthaler, Il viaggio a Reims ist wohl Rossinis verrücktestes Werk und voll von absurden Situationen. Ich nehme an, dass Sie nicht lange gezögert haben, als man Ihnen diese Oper angeboten hat?
Ich habe tatsächlich nicht sehr lange gezögert. Eine Oper, die sich im Wesentlichen damit beschäftigt, dass eine Gruppe von Menschen gemeinsam in einem Hotel festsitzt, und zwar deshalb, weil angeblich alle Pferde verschwunden sind, ist ja doch ziemlich einzigartig in der Opernliteratur. Dass diese Gesellschaft der zum Warten Verurteilten dann auch noch eine explizit europäische ist, eine Gruppe von Franzosen, Deutschen, Russen, Italienern, Spaniern und Engländern, die sich mit den Unterschieden ihrer nationalen Identitäten offensiv beschäftigen, ist überdies ungewöhnlich und ermöglicht eine entsprechende Perspektive beim Inszenieren. Beide Aspekte bieten auf den ersten Blick eine sehr interessante Ausgangslage dafür, sich mit diesem Werk auseinandersetzen zu wollen. Gleichzeitig jedoch hält Rossinis Partitur einige mehr oder weniger starke Nebenwirkungen bereit, zum Beispiel die Personalfülle: Insgesamt 13 Hauptfiguren mit äusserst komplizierten Namen und undurchschaubaren Verwandtschafts- bzw. Bekanntschaftsverhältnissen, dazu noch fünf weitere kleine Rollen – so etwas stellt einen zu Probenbeginn vor einige Probleme. Für meine Arbeit ist von zentraler Bedeutung, sich die Zeit zu nehmen, um die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, erst einmal kennenzulernen. Anders kann ich gar nicht anfangen. Dieser Prozess hat bei Il viaggio entsprechend viel Raum eingenommen und den Moment verschoben, an dem wir uns bewusst wurden, dass der Handlungsstillstand, von dem diese Oper berichtet, nicht nur ein inspirierendes Phänomen darstellt, sondern ziemlich grundsätzliche Fragen an die Herangehensweise stellt. Ganz abgesehen von dem Umstand, dass es uns nach den schockierenden Ereignissen in Paris vom 13. November fragwürdig erscheint, sich mit einem Stoff zu beschäftigen, der sich auf vornehmlich alberne Weise mit Frankreich auseinandersetzt, mit Krönungsfeierlichkeiten, teuren Hotels und verschwundenen Pferden. Manchmal kommt es mir so vor, als täten wir beim Inszenieren von Il viaggio in diesen Tagen nichts anderes als das, was auch die Figuren aus Rossinis Oper betreiben: sich in Zeiten beklemmender gesellschaftlicher Entwicklungen mit groben Nebensächlichkeiten zu beschäftigen. Ich frage mich dann, ob man das überhaupt machen kann und soll.

Mit dem Händel-Projekt Sale haben Sie am Opernhaus Zürich vor drei Jahren eine Art «Pasticcio» auf die Bühne gebracht, das sich aus Arien, Duetten und Instrumentalstücken verschiedener Opern Händels zusammensetzte. Auch Il viaggio hat durchaus etwas Revuehaftes: Rossini präsentierte sich in Paris mit einer Oper, die aus einer Aneinanderreihung von Arien, Duetten und Ensembles besteht. Das «Singen» an sich steht also sehr im Vordergrund. Wie steht es um die Geschichte in dieser Oper?
Il viaggio ist diesbezüglich wirklich perfide, weil die Figuren beim Abwarten ja keinen Lagerkoller erleiden und in Agonie verfallen, sondern durchaus aktiv sind; dies aber immer nur im Rahmen kleinerer Episoden, die verhältnismässig unverbunden nebeneinander stehen. Man hat es also mit einer sehr einfachen Rahmenerzählung zu tun sowie mit zahllosen Miniaturgeschichten, die grösstenteils weder vorbereitet werden, noch irgendeine Entwicklung erfahren. Insofern trifft die Gattungsbezeichnung «Kantate», mit der Rossini sein Werk ursprünglich versehen hat, absolut zu: ein eher konzertant konzipiertes Werk mit Handlungselementen, bei dessen Aufführung sich die Sänger auf ihre Stimme konzentrieren können (und müssen). Dazu kommt, dass man sich nie ganz sicher sein kann, inwieweit Il viaggio insgesamt eine Parodie darstellt auf die zu Rossinis Zeit vorherrschenden Opernmodelle. Mir kommt es schon so vor, als wenn er bestimmte tradierte Opernelemente ad absurdum führt. Auch auf der Handlungsebene. Anstatt sich einer einzigen Geschichte zuzuwenden, die in die eine oder andere Verwicklung abgleitet, reisst er unglaublich viele kleine Situationen an, fast so, als befände man sich inmitten einer zugespitzten Form von Telenovela, bei der sich kaum noch jemand an den Ausgangsplot erinnern kann. Und selbst dieser ist in Il viaggio nicht ganz eindeutig. Gleich zu Beginn tritt nämlich ein Arzt in Erscheinung, der den Hotelgästen attestiert, sie seien noch nicht in der Verfassung, um ihre Reise zur Krönung Karls des Zehnten anzutreten. Da kommt man durcheinander. Sind die fehlenden Pferde(stärken) der Grund für die nicht stattfindende Reise, oder handelt es sich beim «Hotel zur goldenen Lilie» (wie der Aufenthaltsort der Figuren in der Partitur genannt wird) doch eher um eine Klinik, in der ziemlich angeschlagene Patienten davon abgehalten werden müssen, sich ihrem Zustand entsprechend unvernünftig zu verhalten? Vielleicht hat man es also entgegen aller Angaben mit einem Ort für elitäre Behandlungen zu tun, die nur für Mitglieder einer elitären Gesellschaft erschwinglich sind; mit einer Klinik für psychosomatische Problemfälle, in der man nebenbei auch Teile seines Körpers korrigieren kann und viel Geld dafür ausgibt, einer ausgeprägten Selbstbezogenheit nachgehen zu können. Wollen oder dürfen oder können die Figuren ihren Aufenthaltsort nicht verlassen? Rossini lässt in Il viaggio diesbezüglich einiges in der Schwebe. Dies erinnert immer wieder an die Gesetze des Unverhältnismässigen aus den Filmen Luis Buñuels. Insbesondere Der diskrete Charme der Bourgeoisie und Das Gespenst der Freiheit kommen einem in den Sinn. Und bilden in unserem Fall auch konkrete Inspirationsquellen für die Kostüme der Hauptfiguren.

Was genau sind das für Menschen, denen wir in Rossinis Oper begegnen?
In unserer Zürcher Besetzung stellt es sich folgendermassen dar: Der Russe ist ein Mexikaner, die Polin eine Russin, die Österreicherin eine Italienerin, der Deutsche ein Ukrainer, der Franzose ein Sänger aus Uruguay, der Engländer ein Argentinier, der Italiener ein Amerikaner und der Spanier ein Bariton aus der Slowakei. Nur die Französin, La Contessa di Folleville, ist tatsächlich eine Französin. Man könnte also sagen, dass das Figurenverzeichnis aus Viaggio und die Nationalitäten unserer Sänger ein Babylon von überforderndem Ausmass ergeben. Sich vorzustellen, dass diese Gesellschaft zur Krönung eines französischen Königs reisen möchte, erscheint vollkommen abwegig. Da die historischen Umstände, denen Rossini seine Oper widmete, uns heute sehr weit weg erscheinen, kann es in einer gegenwärtigen Inszenierung von Il viaggio in keinem Fall um den historischen Karl X. gehen. Und auch nicht um die Verherrlichung einer einzigen grossen französischen Nation (so wie es am Ende der Oper offensichtlich geschieht). Vielmehr rückt etwas in den Vordergrund, was man als Zustandsbeschreibung einer europäischen Gesellschaft bezeichnen könnte. Als Versammlung sehr konträrer nationaler Biografien, die alles andere als eine harmonische Einheit verkörpern.

Im Schlussteil dieser Oper singt jeder Einzelne dieser eigenartigen europäischen Versammlung eine Hymne seines Landes. Die deutsche Hymne hat den versöhnlichsten, ja beinahe paneuropäischen Text: «Nun, da unter den Völkern friedvolle Eintracht herrscht, möge Europas Schicksal immer vollkommen glücklich sein»...
Solchen Beschwörungsformeln begegnet man ja im heutigen europäischen Politikbetrieb dauernd. Gerade jetzt, wo die Mitgliedstaaten der EU sich mehr als jemals zuvor in der Geschichte dieses Verbundes nationalistisch ausrichten, wird die Bedeutung der Union von einigen Staatsoberhäuptern wie ein Mantra wiederholt. Was wenig verwunderlich ist und wohl als Ausdruck von Panik verstanden werden muss. Die Sorge um das Auseinanderbrechen des mühsam errichteten politischen Staatenverbundes ist ja wesentlich wirtschaftlich begründet. Was geschieht, wenn die Einheitswährung fällt? Welche Auswirkungen hätte eine Einschränkung des offenen Warenflusses auf die Wirtschaftslage der einzelnen Nationen? Diese Fragen werden in Rossinis Oper so natürlich nicht gestellt. Aber dass es sich bei den Anwesenden im «Hotel zur goldenen Lilie» um privilegierte Personen handelt, die um den Verlust des elitären Status bangen, lässt sich durchaus ableiten. So betrachtet, treten Rossinis Figuren als Delegierte eines von nicht minder schwerwiegenden Krankheiten befallenen Europas in Erscheinung, die sich in einem gegen alle Aussenwelt abgeschotteten «Schloss Elmau» zur Regeneration verabredet haben. Die Banalität der Ereignisse, die Liebes- und Eifersuchtsgeschichten, die sich in Il viaggio ausbreiten, kommen einem angesichts dieses Hintergrunds wie Verdrängungsmechanismen vor. Und der Jubelchor am Schluss wie der verzweifelte und zum Scheitern verurteilte Versuch, eine gesamteuropäische Hymne anzustimmen.

Sie nennen Schloss Elmau, den Versammlungsort eines G7-Gipfels der jüngeren Vergangenheit. Spielt Ihr Viaggio in einer solchen Welt?
Das lässt sich nicht so leicht beantworten. Denn angesichts der Tatsache, dass es sich aus unserer Sicht beim «Hotel zur goldenen Lilie» sowohl um ein Hotel, eine Klinik und einen Ort offizieller politischer Begegnungen handeln könnte, hat Anna Viebrock sich dafür entschieden, Rossinis Oper in den Räumlichkeiten des sogenannten Bonner «Kanzlerbungalows» anzusiedeln. Dieses Gebäude, das im Zeitraum der Teilung Deutschlands dem Bundeskanzler der BRD als Wohnung diente, war stets vielmehr als dies. Die Kanzler, unter ihnen zum Beispiel Helmut Kohl, empfingen im Kanzlerbungalow internationale Staatsgäste und führten wichtige politische Verhandlungen. Am Abend dann, wenn alle Gäste gegangen waren, ging Kohl am gleichen Ort, an dem soeben über eine mögliche Wiedervereinigung des Landes gesprochen wurde, ins Bad, um sich vorm Schlafengehen die Zähne zu putzen. Dieser Ort, an dem Privates und Öffentliches kaum zu trennen waren, stellt für uns ein äusserst spezielles Äquivalent zum «Hotel zur goldenen Lilie» dar. Sehr deprimierend finde ich allerdings, dass Rossini mir keine Möglichkeit bietet, an diesem Ort ein paar Schlafschleifen stattfinden zu lassen. Dafür ist seine Partitur schlicht und ergreifend zu rasant.

In Anna Viebrocks Bühnenbild lehnen verstreut zahlreiche Gemälde von prominenten Politikerpersönlichkeiten an den Wänden.
Diese Ahnengalerie versammelt Portraits von solchen Menschen, die in der Vergangenheit oder Gegenwart auf sehr unterschiedliche Weise eingewirkt haben auf die Entwicklungen der Europäischen Union. Es lässt sich aber nicht sagen, ob man ihnen einen Ehrenplatz an der Wand zukommen lassen möchte oder sie lieber so schnell wie möglich in den Bunker des Kanzlerbungalows (den Anna Viebrock in ihrem Bühnenbild als Dachboden umgedeutet hat) verfrachten sollte. In manchen Fällen erscheint diese Unentschiedenheit überflüssig. Zum Beispiel in Bezug auf einen demokratisch gewählten Schweizer Politiker, der gleichzeitig als Chefredakteur einer Zeitung fungiert und diese als Plattform für die Verbreitung seiner politischen Auffassungen verwendet. Aber es bin ja nicht ich, der in diesen Räumen lebt, sondern Rossinis Europaabgeordnete, die möglicherweise ein wenig anders auf die Dinge blicken.

Meistens bauen Sie sich Ihre musikalisch-dramatischen Stückerfindungen selbst. Nun haben Sie hier eine Partitur vorliegen, die vieles von vornherein festlegt. Empfinden Sie das als Einengung, oder ergibt sich daraus möglicherweise eine noch grössere Freiheit?
Mein Theater geht immer von musikalischen Überlegungen aus, unabhängig davon, ob es sich dabei um eine freie Erfindung, einen Stücktext oder eine Opernpartitur handelt. Zwar sind die Bedingungen, unter denen eine Schauspiel- bzw. eine Operninszenierung entstehen, sehr unterschiedlich, aber letztlich ist es ja so, dass man sowohl mit Musik als auch mit Text oder choreografischen Ereignissen musikalisch oder unmusikalisch umgehen kann. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob man es mit Festlegungen oder freier Auswahl zu tun hat. Es ist immer eine Gratwanderung, die im Fall von Il viaggio allerdings besonders tiefe Blicke in mögliche Abgründe bereithält. Die Art und Weise, mit der Rossini dem durch die Rahmenerzählung vorgegebenen Schwebezustand mit hochvirtuosen Arien, komplizierten Ensemblegesängen sowie massiven symphonischen Orchesterklängen begegnet, und nicht selten hochemotionale Textinhalte in fragilste und leise Gesänge übersetzt, ist widersprüchlich und unüberschaubar.

Das Gespräch führten Kathrin Brunner und Malte Ubenauf.
Foto von Bjoern Jensen.
Dieser Artikel erschien im MAG 34, Dezember 2015.
Das MAG können Sie hier abonnieren.


Pressestimmen

«Viaggio a Reims‘ ist eine Oper, die wirklich komisch ist, die Witz hat und absurd ist.»
Journal21.ch vom 04. Dezember 2015

«Das Zürcher Publikum feiert Christoph Marthaler für seine Rossini-Inszenierung Il viaggio a Reims am Opernhaus Zürich.»
Tagblatt.ch vom 08. Dezember 2015

Fotogalerie

 

Szenenbilder «Il viaggio a Reims»

Programmbuch

Il viaggio a Reims

Il viaggio a Reims

Synopsis

Il viaggio a Reims

Synopsis

Il viaggio a Reims

Biografien


Riccardo Minasi, Musikalische Leitung

Riccardo Minasi

Riccardo Minasi wurde in Rom geboren. Als Solist und Konzertmeister arbeitete er mit Ensembles wie Le Concert des Nations, der Accademia Bizantina und Il Giardino Armonico zusammen. Von 2012 bis 2015 war er Dirigent des Ensembles Il pomo d’oro. Unlängst dirigierte er beim Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, NDR Radiophilharmonie, Stavanger Symphony Orchestra, Orchestre de Chambre de Lausanne, Portland Baroque Orchestra und Los Angeles Chamber Orchestra sowie Opernprojekte wie Les Pêcheurs de Perles bei den Salzburger Festspielen, Iphigénie en Tauride an der Hamburgischen Staatsoper, Carmen an der Opéra National de Lyon und Rinaldo am Theater an der Wien. Jüngste Engagements umfassen u.a. Händels Alcina an der Hamburgischen Staatsoper, Projekte mit Werken von Bach und Wagner mit dem Orchestre national de Lyon sowie sein Debüt beim Konzerthausorchester Berlin. Am Opernhaus Zürich dirigierte er bereits Il matrimonio segreto, das Ballett Der Sandmann, Don Giovanni, Orlando paladino sowie Die Entführung aus dem Serail. Er stand dem Orchestre Symphonique de Montréal als musikhistorischer Berater zur Seite und wirkte gemeinsam mit Maurizio Bondi als Kurator und Herausgeber der kritischen Bärenreiter-Edition 2016 der Oper Norma. 2016 war er an vier mit dem ECHO Klassik ausgezeichneten Alben beteiligt, darunter sein Album mit Haydn-Konzerten sowie Leonardo Vincis Catone in Utica. Als Sologeiger nahm er die Rosenkranz-Sonaten von Biber auf. Seit September 2017 ist er Chefdirigent des Mozarteum-Orchesters Salzburg und «Artist in Residence» vom Ensemble Resonanz bei der Elbphilharmonie Hamburg. In der Saison 2018/19 gestaltete Riccardo Minasi am Opernhaus Zürich in enger Zusammenarbeit mit dem La Scintilla Orchester eine Reihe von vier Konzerten.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Johannes-Passion08 Mär 2021 Neapolitanische Reise11 Jul 2021 Bachs Söhne21 Dez 2020 Im galanten Stil06, 07 Dez 2020


Christoph Marthaler, Inszenierung

Christoph Marthaler

Christoph Marthaler stammt aus Zürich und arbeitete nach Musik- und Theaterstudien in Zürich und Paris als Komponist und Theatermusiker an mehreren grossen deutschsprachigen Bühnen und hat darüber hinaus auch eigene Theaterproduktionen entwickelt. Mit der Inszenierung Murx den Europäer! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn ab!, die 1993 an der Berliner Volksbühne am Rosa­Luxemburg-Platz herauskam, gelang der Durchbruch und seine neuartige Theatersprache wurde auf den deutschen Bühnen bekannt. In den folgenden Jahren entstanden Inszenierungen am Schauspielhaus Hamburg und der Berliner Volksbühne, die regelmässig zum Berliner Theatertreffen sowie zu Festivals auf der ganzen Welt eingeladen wurden und Marthaler zahlreiche Auszeichnungen einbrachten (u.a. Konrad-Wolf-Preis, Fritz-Kortner-Preis, Bayerischer Theaterpreis, Europäischer Theaterpreis). Von 2000 bis 2004 war Marthaler Intendant des Schauspielhauses Zürich, welches in den Jahren 2000 und 2001 von der Zeitschrift Theater heute zum «Theater des Jahres» gewählt wurde. In der Spielzeit 2004/05 gewann er für Schutz vor der Zukunft (Wiener Festwochen) den Nestroy-Theaterpreis für Beste Regie. Bei den Bayreuther Festspielen 2005 inszenierte er Tristan und Isolde. Jüngst inszenierte er  am Schauspielhaus Zürich Mir nämeds uf öis und 44 Harmonies from Apartment House 1776 sowie für die Ruhrtriennale 2018 in Zusammenarbeit mit Anna Viebrock und Titus Engel Universe, incomplete. Am Opernhaus entstand 2012 der Händel-Abend Sale und 2015 Il viaggio a Reims. 2015 wurde Marthaler mit dem Goldenen Löwen an der Biennale in Venedig ausgezeichnet, 2017 gewann er den Zürcher Kunstpreis und 2018 den Internationalen Ibsen Preis.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Orphée et Euridice14, 18, 21, 26, 28 Feb; 05, 14, 19, 23 Mär 2021


Anna Viebrock, Ausstattung

Anna Viebrock

Anna Viebrock studierte Bühnenbild bei Karl Kneidl an der Kunstakademie Düsseldorf. Die Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler führte sie an zahlreiche Schauspiel- und Opernhäuser, darunter das Theater Basel, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, das Schauspielhaus Hamburg, die Oper Frankfurt, die Opéra national de Paris und das Schauspielhaus Zürich, in dessen Leitungsteam sie bis Sommer 2004 tätig war. Ausserdem war sie mit Marthaler bei Festivals wie den Bayreuther Festspielen (Tristan und Isolde), den Wiener Festwochen, dem Festival d’Avignon und den Salzburger Festspielen (Pierrot lunaire/Quatuor pour la fin du temps, Katja Kabanowa, Zur schönen Aussicht, Le nozze di Figaro) zu Gast. Eine regelmässige Zusammenarbeit verbindet Anna Viebrock seit 1994 auch mit dem Regieteam Jossi Wieler/Sergio Morabito, für deren Operninszenierungen sie u.a. bei den Salzburger Festspielen (Ariadne auf Naxos), am Theater Basel, an der Nederlandse Opera Amsterdam und vor allem an der Staatsoper Stuttgart Bühne und Kostüme verantwortete. Anna Viebrock ist aus der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute mehrmals als Bühnenbildnerin des Jahres und Kostümbildnerin des Jahres hervorgegangen. Neben ihrer Tätigkeit als Ausstatterin arbeitet Anna Viebrock in jüngerer Zeit auch vermehrt als Regisseurin. An der Staatsoper Hannover inszenierte sie iOPAL, eine Uraufführung von Hans-Joachim Hespos, und an der Opéra Bastille in Paris Paul Dukas’ Ariane et Barbe-bleu. Weitere Regiearbeiten in eigener Ausstattung waren In Vain oder Reproduktion verboten und Geschwister Tanner am Schauspielhaus Zürich, Ohne Leben Tod am HAU in Berlin, die Uraufführung der Oper Arbeit Nahrung Wohnung von Enno Poppe bei der Münchener Biennale und in der letzten Spielzeit die Uraufführung von Gabe / Gift (Händl Klaus) am Schauspiel Köln. Seit dem Wintersemester 13/14 ist Anna Viebrock Professorin an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Orphée et Euridice14, 18, 21, 26, 28 Feb; 05, 14, 19, 23 Mär 2021


Joachim Rathke, Regiemitarbeit

Joachim Rathke

Joachim Rathke wurde in Kiel geboren. Nach dem Studium der Musikwissenschaft und Romanistik in Hamburg und der Opernregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin war er am Opernhaus Kiel, der Folkoperan Stockholm, dem Staatstheater Braunschweig und an der Oper Frankfurt als Regieassistent engagiert. Hier begann seine langjährige Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler. 1998 wurde er als Spielleiter an die Staatsoper Berlin engagiert. Seit 2001 ist er als freischaffender Regisseur tätig. Seine Inszenierungen führten ihn u.a. nach Aachen (La traviata), Regensburg (La bohème), Koblenz (Il trovatore), Halle (Rigoletto, Der fliegende Holländer), Salzburg (Hänsel und Gretel), zum Opernfestival Engadin nach St. Moritz (Lucrezia Borgia, Un giorno di regno, Otello) an die Opera Irland, zum Opernfestival Riehen und als Co-Regisseur an der Seite von Christoph Marthaler an die Opéra National de Paris. Für die Münchener Biennale für neues Musiktheater entstand die Uraufführung der Oper Maldoror von Philipp Maintz. Weitere wichtige Stationen sind die Young Opera Factory Freiburg (I Was Looking at the Ceiling, Kein Ort. Nirgends, L’Heure espagnole) sowie das Stadttheater Giessen (Lo schiavo, Maria Tudor). Lehraufträge führten ihn an die Hochschule für Musik und Theater «Felix Mendelssohn Bartholdy» in Leipzig, an die Musikhochschule Nürnberg, die Mahidol-University of Bangkok sowie an die Hochschule für Film und Fernsehen in München. Zuletzt erarbeitete er für die Musikhochschule Nürnberg La fedeltà premiata, für ConcertIA Iowa (USA) Le nozze di Figaro sowie The Carbon Copy Building für die Opera Factory Freiburg.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Orphée et Euridice14, 18, 21, 26, 28 Feb; 05, 14, 19, 23 Mär 2021


Martin Gebhardt, Lichtgestaltung

Martin Gebhardt

Martin Gebhardt war Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister bei John Neumeiers Hamburg Ballett. Ab 2002 arbeitete er mit Heinz Spoerli und dem Ballett Zürich zusammen. Ballettpro­duk­­­tionen der bei­den Compagnien führten ihn an re­­­­nom­­­mierte Theater in Eu­ro­­pa, Asien und Amerika. Am Opernhaus Zürich schuf er das Lichtdesign für In­szenie­run­gen von Jürgen Flimm, Grischa Asagaroff, Matthias Hartmann, David Pountney, Moshe Leiser/Patrice Caurier, Da­miano Mi­chie­­letto und Achim Freyer. Bei den Salzburger Festspielen kreierte er die Lichtgestaltung für La bohème und eine Neufassung von Spoerlis Der Tod und das Mädchen. Seit der Spielzeit 2012/13 ist Martin Gebhardt Leiter des Beleuchtungswesens am Opernhaus Zürich. Eine enge Zu­sam­men­arbeit verbindet ihn heute mit dem Cho­reo­grafen Christian Spuck (u.a. Win­ter­­reise, Nussknacker und Mause­könig, Messa da Requiem, Anna Karenina, Woy­zeck, Der Sandmann, Leonce und Lena, Das Mädchen mit den Schwefelhölzern). In jüngster Zeit war er ausserdem Lichtdesigner für die Choreografen Edward Clug (u.a. Strings, Le Sacre du printemps und Faust in Zürich; Petruschka am Moskauer Bolschoitheater), Alexei Ratmansky, Wayne McGregor, Marco Goecke, und Douglas Lee. Mit Christoph Mar­tha­ler und Anna Viebrock arbeitete er beim Händel-Abend Sale und Rossinis Il viaggio a Reims in Zürich sowie bei Lulu an der Hamburgischen Staatsoper zu­sam­men. 2020 gestaltet er das Licht an der Oper Genf für Les Huguenots in der Regie von Jossi Wieler und Sergio Morabito.

Die Csárdásfürstin24, 27 Sep; 04, 08, 11 Okt 2020 Maria Stuarda27 Sep; 04, 07, 11, 15 Okt 2020 Dornröschen10, 14, 17, 18, 27, 29, 31 Okt; 07, 08 Nov; 18, 20, 26 Dez 2020; 11, 24, 28 Mär 2021 Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Balcão de Amor16, 17, 20, 22, 24, 27, 29, 30, 31 Jan; 05 Feb 2021 Winterreise13, 19, 20, 21, 28 Feb; 04 Mär; 07, 17 Apr 2021 Orphée et Euridice14, 18, 21, 26, 28 Feb; 05, 14, 19, 23 Mär 2021 Impulse24, 25, 26, 27 Feb; 21 Mär; 09 Apr 2021 Anna Karenina15, 20, 27, 29 Nov; 04, 11, 12 Dez 2020


Janko Kastelic, Choreinstudierung

Janko Kastelic

Janko Kastelic ist seit Mai 2017 als Nachfolger von Jürg Hämmerli Chordirektor am Opernhaus Zürich. Der slowenisch-kanadische Pianist, Organist und Dirigent, studierte Komposition, Dirigieren und Musiktheorie an der University of Toronto, Faculty of Music. Nach seinem Studium zog es Janko Kastelic nach Europa, wo er unter anderem an der Pariser Opéra National als Korrepetitor und an der Wiener Staatsoper als Korrepetitor, zweiter Chordirektor und stellvertretender Leiter der Opernschule tätig war. Von 2008 bis 2011 war er Generalmusikdirektor und Operndirektor des Slowenischen Nationaltheaters Maribor. 2011 kehrte er nach Wien zurück, wo er an der Wiener Staatsoper die musikalische Leitung der Kinderopern Aladdin und die Wunderlampe und Die Feen übernahm. Von 2012 bis 2013 war er Gastchordirektor an der Staatsoper Hamburg und seit 2013 ist er künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten CULTUREpoint Piran. 2015-17 war er an der Kammeroper des Theaters an der Wien als Studienleiter tätig. Ebenfalls seit 2015 ist er Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle. Janko Kastelic hat sich als freischaffender Dirigent, Korrepetitor und Komponist neben der barocken Musik ebenfalls der modernen Musik gewidmet. Sein vielseitiges musikalisches Schaffen umfasst neben zahlreichen Arrangements auch Kompositionen von Pop- und Filmmusik sowie Solo- und Kammermusik. Es ist ihm ein Anliegen, junges Publikum für Musik zu begeistern und die Liebe zur Musik an die nächste Generation weiterzugeben.

Simon Boccanegra06, 10, 13, 16, 19, 22 Dez 2020; 03, 08, 12 Jan 2021 Les Contes d’Hoffmann11, 14, 18, 22, 25, 28 Apr; 04, 08, 13, 16 Mai 2021 I vespri siciliani22, 25, 29 Sep; 02, 06 Okt 2020 Die Csárdásfürstin24, 27 Sep; 04, 08, 11 Okt 2020 Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Sweeney Todd17 Jan 2021 Werther28 Mär 2021 Peer Gynt01, 07, 09, 16, 21 Mai; 01, 02, 05, 13, 16 Jun 2021 Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny13 Mai 2021 Lucia di Lammermoor20, 24, 26 Jun; 01, 04, 07, 10 Jul 2021 Don Carlo27, 30 Jun; 03, 06, 09 Jul 2021 Idomeneo29 Jun 2021


Malte Ubenauf, Dramaturgie

Malte Ubenauf

Malte Ubenauf arbeitete zunächst als Regisseur (u.a. Zürcher Schauspielhaus, Kampnagel Hamburg, Theater Aachen), bevor er 2003 als Dramaturg zu Christoph Marthaler an das Zürcher Schauspielhaus wechselte. Danach war er bei Frank Castorf an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin sowie am Hamburger Thalia Theater engagiert. Seit 2005 ist Malte Ubenauf vorwiegend als freiberuflicher Schauspiel- und Musiktheaterdramaturg tätig. Er begleitete Produktionen von Luk Perceval, Armin Petras, Karin Henkel, Christopher Rüping, Jonathan Meese, Falk Richter, Robert Lehniger und arbeitet kontinuierlich mit Christoph Marthaler, Anna Viebrock, Christiane Pohle sowie Sven Holm/Novoflot zusammen. Stationen seiner Theatertätigkeit waren u.a. das Teatro Real Madrid, Theater Basel, die Opéra National de Paris, das Kunstenfestival in Brüssel, die Salzburger Festspiele, das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, die Bayreuther Festspiele, die Ruhrtriennale, das HAU Berlin, die Münchner Kammerspiele, die Wiener Festwochen sowie das Festival d’Avignon. Am Zürcher Opernhaus begleitete er zuletzt Christoph Marthalers Produktion Sale.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Orphée et Euridice14, 18, 21, 26, 28 Feb; 05, 14, 19, 23 Mär 2021


Serena Farnocchia, Madama Cortese

Serena Farnocchia

Serena Farnocchia stammt aus Italien. Sie war Preisträgerin bei der «Luciano Pavarotti Competition» in Philadelphia und gehörte zum Opernstudio der Mailänder Scala. Unter Riccardo Muti gab sie dort ihr Debüt auf der grossen Bühne als Donna Anna (Don Giovanni). Seither kehrt sie nicht nur regelmässig nach Mailand zurück, sondern ist durch wiederholte Zusammenarbeiten mit Häusern wie der Bayerischen Staatsoper München, dem Opernhaus Zürich, dem Teatro La Fenice, dem New National Theatre Tokyo, der Semperoper Dresden, dem Grand Théâtre de Genève, dem Maggio Musicale in Florenz und der Deutschen Oper am Rhein verbunden. Ausserdem gastierte sie u.a. an der Opera de Lille, dem Teatro San Carlo in Neapel, dem Santa Fe Opera Festival, der Lyric Opera Chicago, der Canadian Opera Company in Toronto, dem Glyndebourne Festival, der San Francisco Opera, der Oper Frankfurt, in Essen, in Israel und an vielen anderen Orten rund um die Welt. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Fiordiligi (Così fan tutte), Contessa (Le nozze di Figaro), die Titelpartie in Luisa Miller, Leonora (Il trovatore), Amelia (Simon Boccanegra), Elisabetta (Don Carlo), Desdemona (Otello), Alice Ford (Falstaff), Adalgisa (Norma), Liù (Turandot), Mimì (La bohème) und Micaëla (Carmen). Unlängst sang sie u.a. Elettra (Idomeneo) an der Opera Vlaanderen in Antwerpen, Desdemona am New National Theatre in Tokio, Elisabetta (Don Carlo) am Verdi-Festival in Parma, Amelia in München, Cio-Cio San (Madama Butterfly) in Hamburg und Venedig sowie Mimì in St. Gallen. Am Opernhaus Zürich war sie zuletzt als Alice Ford (Falstaff), Madama Cortese in Rossinis Il viaggio a Reims sowie in Messa da Requiem zu hören.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021


Alexey Neklyudov, Il Cavaliere Belfiore

Alexey Neklyudov

Alexey Neklyudov, Tenor, studierte am Galina Wischnewskaja Opera Centre in seiner Heimatstadt Moskau sowie bei Svetlana Nesterenko am Moskauer Gnessin-Institut. Bereits als Student gewann er mehrere Gesangswettbewerbe. 2012 erhielt er ein Stipendium der Russischen Nationalphilharmonie, 2013 eines der Müslüm Maqomayev-Stiftung und 2015 nahm er an der Akademie des Festivals in Aix-en-Provence teil. 2010 debütierte er mit der Russischen Nationalphilharmonie unter der Leitung von Vladimir Spivakov, der ihn 2013 und 2014 zum Internationalen Musikfestival nach Colmar einlud. 2013 wurde er Ensemblemitglied der Neuen Oper Moskau (Novaya Opera), wo er u. a. Lensky in Jewgeni Onegin, Tebaldo in I Capuleti e i Montecchi, Zar Barendej in Rimsky-Korsakows Schneeflöckchen, Alfredo in La traviata und Narraboth in Salome sang. 2014 feierte er sein Debüt am Bolschoi-Theater in Moskau als Ferrando in Così fan tutte unter der Musikalischen Leitung von Stefano Montanari. Am Badischen Staatstheater Karlsruhe gab er 2017 als Nemorino in L’elisir d’amore sein Debüt. Am selben Haus folgten Rollendebüts als Tamino (Die Zauberflöte), Oronte (Alcina) und Percy (Anna Bolena). Mit dem Moscow Chamber Orchestra unter Stefano Montanari gab er 2018 sein Debüt als Don Ottavio in einer konzertanten Aufführung von Don Giovanni in der Tschaikowsky Concert Hall. Zu seinen Verpflichtungen in der Saison 2018/19 zählten sein Debüt an der Deutschen Oper am Rhein als Alfredo, eine Neuproduktion von Il viaggio a Reims am Bolshoi Theater Moskau, Nemorino am Theater St. Gallen sowie – erneut am Bolshoi Moskau – Lenski in einer Neuproduktion von Jewgeni Onegin. Diese Partie sang er im Sommer 2019 auch im Rahmen der Bregenzer Festspiele.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021


Maxim Mironov, Il Conte di Libenskof

Maxim Mironov

Maxim Mironov absolvierte seine Gesangsausbildung am Gnessin-Institut in Moskau. 2003 gewann er den internationalen Gesangswettbewerb «Neue Stimmen» in Deutschland, was ihm zu seinem Durchbruch verhalf. Mironov hat sich insbesondere als gefeierter Rossini-Tenor einen Namen gemacht. So sang er bislang u.a. Don Ramiro (La cenerentola) an der Opéra National de Paris, an der Semperoper, an der Wiener Staatsoper und an der Staatsoper Hamburg, Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia) am Teatro La Fenice, an der Wiener Staatsoper, an der Staatsoper unter den Linden sowie an der Semperoper, Dorvil (La scala di seta) am Teatro alla Scala, Rodrigo (Otello) an der Opera Vlaanderen, Il Conte di Libenskof (Il viaggio a Reims) sowie Ricciardo (Ricciardo e Zoraide) am Rossini-Festival in Wildbad und Alberto (La gazzetta) am Rossini­Festival Pesaro. Des Weiteren war er als Achille (Iphigenie en Aulide) am Theater an der Wien, als Don Ottavio (Don Giovanni) an der Opéra de Monte-Carlo, als Ernesto (Don Pasquale) im Palau de les Arts Reina Sofía sowie als Lord Riccardo Percy (Anna Bolena) am Teatro Donizetti Bergamo zu erleben. In der Spielzeit 2016/17 sang er u.a. Mr. Ford (Antonio Salieris Falstaff) am Theater an der Wien, Don Ramiro an der Wiener Staatsoper, war als Conte Almaviva am Nationaltheater Tokyo und als Lindoro (L’italiana in Algeri) in Wien und Florenz zu erleben. Im Sommer 2017 kehrte er als Conte Alberto (L’occasione fa il ladro) ans Rossini Festival in Pesaro zurück. Geplant sind Ernesto und Don Ramiro an der Wiener Staatsoper, Orfeo (Orfeo ed Euridice) an der Los Angeles Opera und Tonio (La Fille du régiment) in Bologna.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021


Pietro Spagnoli, Don Profondo

Pietro Spagnoli

Pietro Spagnoli, geboren in Rom, ist seit vielen Jahren ständiger Gast auf den grossen Opernbühnen der Welt. Zum international gefragten Bariton wurde er vor allem mit Partien von Mozart, Rossini und Donizetti, darunter Figaro und Conte Almaviva (Le nozze di Figaro), die Titelrolle in Don Giovanni, Guglielmo und Don Alfonso (Così fan tutte), Figaro (Il barbiere di Siviglia), Dandini und Don Magnifico (La cenerentola), Belcore und Dulcamara (L’elisir d’amore), Malatesta (Don Pasquale) sowie Sulpice (La fille du régiment). An der Metropolitan Opera in New York debütierte er als Dandini an der Seite von Juan Diego Flórez, Javier Camarena und Joyce di Donato, er sang Prosdocimo in Il turco in Italia in Aix-en-Provence sowie beim Rossini Festival in Pesaro, Sulpice am Teatro Real in Madrid, Don Magnifico, Belcore und Malatesta an der Wiener Staatsoper, Delirio in einer Neuproduktion von Gassmanns L’opera seria unter der Leitung von René Jacobs am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, die Titelrolle in Falstaff an der Oper Shanghai, Almaviva am New National Theatre in Tokio, Don Profondo (Il viaggio a Reims) am Gran Teatre del Liceu in Barcelona und Don Alfonso an der Bayerischen Staatsoper. In der Spielzeit 2017/18 gab Pietro Spagnoli u.a. sein Debüt als Melitone in der Neuproduktion von La forza del destino an der Semperoper Dresden, sang Don Alfonso an der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Hamburg und der Deutschen Oper Berlin sowie die Titelrolle in Donizettis Don Pasquale in Brüssel. In der Spielzeit 2018/19 sang er u.a. Don Alfonso in Hamburg, Don Magnifico in Wien, Don Pasquale in Brüssel, Sharpless in Bari und Sulpice Pingot (La fille du régiment) in London.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Don Pasquale16, 20, 26 Mär; 03, 10, 18 Apr 2021


Dean Murphy, Don Alvaro

Dean Murphy

Dean Murphy, Bariton, absolvierte seine Gesangsausbildung an der Hartt School of Music und an der Yale School of Music. Er war Stipendiat der Bel Canto Vocal Scholarship Foundation und der Opera Foundation, in deren Zusammenhang er Mitglied im Ensemble der Deutschen Oper Berlin war. Zudem war er Preisträger beim Lynne Strow Piccolo Award, bei der Amici Vocal Competition, der Peter Elvins Vocal Competition und der Classical Singer Competition. 2013/14 war er Ensemblemitglied an der Opera Connecticut, wo er in Gianni Schicchi, in Pasatieris Signor Deluso und in Salieris Kleine Harlekinade zu erleben war. Zudem sang er Melisso in Alcina, Yamadori in Madama Butterfly an der Connecticut Lyric Opera und Peter in Hänsel und Gretel. Auf der Konzertbühne sang er u.a. in Brahms’ Ein deutsches Requiem, in Händels Messiah, in Faurés Requiem, in Charpentiers Magnificat und in Händels Esther. An der Deutschen Oper Berlin war er 2017/18 u.a. als Fiorello (Il barbiere di Siviglia), als Dancaïre (Carmen), als zweiter Richter (Das Wunder der Heliane), als Polizist (Lady Macbeth von Mzensk), Silvano (Un ballo in maschera), als Schaunard (La bohème) sowie als Wagner in Faust zu erleben. Seit 2018/19 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und sang hier u.a. den 2. Senator in Schrekers Die Gezeichneten, Schobiak in Le Grand Macabre, Figaro in Il barbiere di Siviglia am Theater Winterthur und Carlotto in Don Pasquale. Im Sommer 2019 gastierte er zudem beim Rossini Festival in Pesaro als Lord Sidney und Don Alvaro in Il viaggio a Reims.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Il barbiere di Siviglia06, 12 Feb 2021


Oliver Widmer, Don Prudenzio

Oliver Widmer

Oliver Widmer, in Zürich geboren, studierte bei seinem Vater Kurt Widmer in Basel, bei Dietrich Fischer-Dieskau und Silvana Bazzoni. Preise gewann er u.a. beim ARD-Wettbewerb München, beim Internationalen Hugo-Wolf-Wettbewerb Stuttgart und beim Othmar-Schoeck-Wettbewerb Luzern. Mit Liederabenden war er bei der Schubertiade Feldkirch, den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, in der Londoner Wigmore Hall, in der Berliner Philharmonie, der Münchner Residenz, der Alten Oper Frankfurt, im Pariser Louvre, bei den Fêtes musicales en Touraine (mit Svjatoslav Richter), beim Aldeburgh Festival und im Lincoln Center New York mit Partnern wie Vladimir Ashkenazy, Hartmut Höll, Graham Johnson, András Schiff und Roger Vignoles zu Gast. Als gefragter Solist in Konzert und Oper unter Dirigenten wie Chailly, Dohnányi, Dutoit, Gardiner, Jansons, Harnoncourt, Henze, Hogwood, Koopman, Luisi, Santi, Schreier und Welser-Möst singt er mit den grossen Orchestern Europas (u.a. Wiener und Berliner Philharmoniker) und Amerikas (Pittsburgh Symphony, San Francisco Symphony etc.) Werke von Bach bis Holliger. 1991/92 kam er als lyrischer Bariton zum Ensemble des Opernhauses Zürich, wo er u.a. als Papageno, Guglielmo, Olivier (Capriccio), Harlekin (Ariadne auf Naxos), Agamemnon (La Belle Hélène), Dandini (La cenerentola), Figaro (Il barbiere di Siviglia), Belcore, Malatesta, Graf Almaviva, Dr. Falke, Valentin, Wolfram, Barbier (Die schweigsame Frau), Raimbaud (Le comte Ory), Ottokar (Der Freischütz), Don Alfonso und Schwarzer Minister (Le Grand Macabre) zu hören war. Über 20 CD-Aufnahmen entstanden mit ihm, u.a. unter Harnoncourt und Gardiner sowie mit verschiedenen Liedrezitalen.

Manon22, 25, 28 Nov; 03, 05 Dez 2020 Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Werther28 Mär; 05, 08, 16, 24 Apr 2021


Liliana Nikiteanu, Maddalena

Liliana Nikiteanu

Liliana Nikiteanu studierte am Konservatorium in Bukarest. Ihr erstes Festengagement erhielt sie 1986 im Musiktheater Galati. Sie gewann zahlreiche Preise: 1984 Francesco Viñas, 1986 Belgrad, 1989 Wien Belvedere und 1991 Genf. Im Jahr 2000 wählte sie die Opernwelt zur Besten Nachwuchssängerin des Jahres. Ihr Repertoire beinhaltet über 80 Rollen, die sie in Zürich, wo sie seit 1991 Ensemblemitglied ist, oder in anderen Opernhäusern gesungen hat, u.a. Octavian (Der Rosenkavalier) an der Bastille, der Wiener und Hamburger Staatsoper, Ježibaba (Rusalka) in Montreal, Sesto (La clemenza di Tito) in Dresden, Rosina (Il barbiere di Siviglia) in Wien und München, Dorabella (Così fan tutte) in Dresden, München, Salzburg, Aix-en-Provence, Fjodor (Boris Godunow) in Salzburg, Orfeo (Gluck) in der Cité de la Musique Paris, Margarethe (Damnation de Faust) in Brüssel und Dulcinée (Don Quichotte) im Theater an der Wien. In Zürich verkörperte sie alle Mozartpartien ihres Faches sowie Partien im dramatischeren Fach wie Ljubascha (Die Zarenbraut), Amme (Dukas’ Blaubart) und Fricka (Das Rheingold). Als Konzertsängerin hat sie ein Repertoire von Bach bis Berio. In Bamberg sang sie Berenice von Haydn unter Adam Fischer, in Paris Berlioz’ Les Nuits d’Eté unter Holliger, in Kopenhagen Verdis Requiem und in Tel Aviv und Haifa Bruckners Te Deum unter Mehta. 2005 trat sie im Petersdom zur 500-Jahr-Feier der Schweizergarde des Papstes auf. Zu den Dirigenten, die sie geprägt haben, gehören Nikolaus Harnoncourt, Claudio Abbado, Fabio Luisi, Franz Welser-Möst und Philippe Jordan. In letzter Zeit war sie in Zürich u.a. als Beggar Woman (Sweeney Todd), als Teresa (La sonnambula) und als Tisbe (La Cenerentola) zu erleben und sang im Sommer 2019 an der Komischen Oper und beim Edinburgh International Festival Larina in Eugen Onegin. 2020 ist sie zudem als Ragonde (Le Comte Ory) in Monte Carlo zu erleben.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Sweeney Todd17, 19, 21, 23, 26, 31 Jan 2021 Jewgeni Onegin23, 27 Apr; 02, 09, 14 Mai 2021


Sandra Hamaoui, Modestina

Sandra Hamaoui

Sandra Hamaoui, französisch-amerikanische Sopranistin, studierte am Konservatorium San Francisco und an der Juilliard School of Music in New York. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe; u.a. war sie Finalistin bei den Metropolitan Opera National Council Auditions und gewann jeweils den ersten Preis bei den New England Regional Finals, beim West Bay Opera Leage Wettbewerb und beim Mary Trueman Gesangswettbewerb. Zudem war sie Stipendiatin der Opera Foundation, der Schuyler Foundation und vom Henry & Maria Holt Memorial Fund. Noch während ihrer Studienzeit sang sie die Titelpartie von Gounods Roméo et Juliette mit dem Canadian Vocal Arts Institute und Adina in L’Elisir d’amore mit dem San Francisco Conservatory of Music am Kennedy Center. In der Spielzeit 2017/18 war sie Mitglied des Ensembles der Deutschen Oper Berlin, wo sie u.a. Annina (La traviata), Ninetta (Die Liebe zu den drei Orangen), Die Vertraute (Elektra) und Pamina sang. Im Sommer 2018 gastierte sie am Verbier Festival, wo sie in Adriana Lecouvreur und in Rigoletto zu hören war. Im selben Jahr gab sie ihr Debüt an der Opéra de Dijon in Schuberts Stabat Mater sowie in Zürich als Gretel in Hänsel und Gretel.

Capriccio24, 27, 30 Mai; 03, 06, 10, 13 Jun 2021 Alice im Wunderland14 Nov; 04, 26 Dez 2020; 10, 22, 23 Jan 2021 Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Werther28 Mär; 05, 08, 16, 24 Apr 2021


Vladyslav Tlushch, Antonio

Vladyslav Tlushch

Vladyslav Tlushch ­wurde in Ternopil (Ukraine) geboren und studierte von 2012 bis 2018 in Lwiw an der National Music Academy. 2017 debütierte er als Figaro in Le nozze di Figaro an der Oper von Lwiw. 2018 war er Preisträger des Ukrainischen Gesangswettbewerb für junge Sänger. Im gleichen Jahr war er Solist in der Orgelhalle von Lwiw. 2019 erhielt er im Finale des Klaudia Taey Wettbewerbs einen Spezialpreis für seine Interpretation von Schuberts Ave Maria. Er besuchte Meisterkurse bei Vladimir Chernov, Eytan Pessen und Olga Pasichnyk. 2019 war er Mitglied der Opernakademie am Teatr Wielki in Warschau, seit der Spielzeit 2019/20 gehört er zum internationalen Opernstudio in Zürich.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Don Pasquale16, 20, 26 Mär; 03, 10, 18 Apr 2021 Don Carlo27, 30 Jun; 03, 06, 09 Jul 2021 Viva la mamma08, 12, 14, 16, 19 Mai 2021 Galakonzert Internationales Opernstudio05 Jul 2021


Marc Bodnar, Günter Bröhl

Marc Bodnar

Marc Bodnar stammt aus Sainte Jamme (Frankreich) und begann seine Karriere im Alter von 17 Jahren am Théâtre du Radeau unter der Leitzung von François Tanguy. Seit dem Abschluss seines Studiums bei Antoine Vitez, Jean-Marie Willing and Andreï Severyn an
der École de Chaillot arbeitete er mit verschiedenen Regisseuren wie z.B. Didier George Gabily, Claude Régy, Stanislas Nordey, Alain Françon, Laurent Gutmann, André Wilms, Rodrigo Garcia und Jean-François Peyret. Im Jahre 2006 begann seine Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler bei Winch Only, gefolgt von Maeterlinck, Riesenbutzbach – eine Dauerkolonie, Papperlapapp und ±0 – Ein subpolares Basislager. Ausserdem trat er in Filmen unter der Regie von Jean-Paul Rappeneau, Xavier de Choudens, Xabi Molia, Arnaud Desplechin, Michel Hazanavicius, Laurence Ferreira Barbosa, Jacques Maillot, Alix Dellaporte, Steven Soderbergh und Fernsehfilmen von Élisabeth Rappenneau, Olivier Panchot, Henry Helman, Jean Daniel Verhaeghe, Éric Rochant und Virginie Wagon hervor.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Orphée et Euridice14, 18, 21, 26, 28 Feb; 05, 14, 19, 23 Mär 2021


Raphael Clamer, Carlo Enzio Scrittore

Raphael Clamer

Raphael Clamer stammt aus Basel und studierte nach einer abgebrochenen Hubschrauberpiloten-Ausbildung von 1993 bis 1996 an der Neuen Münchner Schauspielschule. Es folgten Gastengagements an verschiedenen deutschen Theatern. 1998 hatte er sein Debüt am Opernhaus Zürich in Carl Maria von Webers Oberon, oder der Schwur des Elfenkönigs als Oberon (Schauspieler) in der Inszenierung von Johannes Schaaf. In Ruth Berghaus’ Zürcher Freischütz-Inszenierung übernahm er die Rolle des Samiel. Es folgten mehrjährige Festengagements am Nationaltheater Mannheim und am Schauspielhaus Zürich unter der Intendanz von Christoph Marthaler. Seither arbeitet Raphael Clamer als freier Schauspieler für Theater, Film und Fernsehen sowie als Sprecher für Hörspiel und Hörbuch. Er spielte unter anderem am Wiener Burgtheater, den Ruhrfestspielen, den Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen, dem Festival d’Avignon, an der Opéra National de Paris und am Theater Basel. Raphael Clamer arbeitet regelmässig mit Christoph Marthaler zusammen, u.a. in Platz Mangel, Das Theater mit dem Waldhaus, Riesenbutzbach, La Grande-duchesse de Gérolstein, Papperlapapp, ±0 – Ein subpolares Basislager, Sale am Opernhaus Zürich, Das Weisse vom Ei und Isoldes Abendbrot. Seit 2013 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit der jungen Berliner Opernkompanie Novoflot um Sven Holm, Malte Ubenauf und Vicente Larrañaga. Es entstanden bisher drei Projekte: Der Sieg über die Sonne, T-House-Tour und Nationaloper. Darüber hinaus arbeitete Raphael Clamer u.a. mit Sven-Eric Bechtolf, Luc Bondy, Jan Bosse, Andreas Kriegenburg, Isabel Osthues, Christiane Pohle, Stefan Pucher und Christina Rast zusammen.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021


Altea Garrido, Madama Diedenhofer

Altea Garrido

Altea Garrido stammt aus San José / Costa Rica. Sie studierte an der Universidad de Costa Rica Musikwissenschaft und schloss in Essen ihr Studium als Bühnentänzerin unter der Leitung von Pina Bausch ab. In ihren Arbeiten verbindet Altea Garrido Tanz, Schauspiel und Choreografie. Von 1995-2000 war sie Ensemblemitglied an der Volksbühne am Rosa- Luxemburg-Platz unter der Leitung von Johann Kresnik und gehörte unter der Intendanz von Christoph Marthaler von 2000-2004 zum Ensemble des Schauspielhauses Zürich. Seither arbeitet sie regelmässig mit ihm zusammen, so etwa für La traviata an der Pariser Opéra Garnier, La Grande-Duchesse de Gérolstein sowie Lo Stimolatore Cardiaco am Theater Basel, Les Contes d’Hoffmann am Teatro Real Madrid, Tessa Blomstedt gibt nicht auf an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und erst kürzlich für Der Entertainer am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Als Choreografin und Darstellerin war sie überdies in Jossi Wielers und Sergio Morabitos Rusalka bei den Salzburger Festspielen, Frank Castorfs Der Marterpfahl an der Volksbühne und in Anna Viebrocks Projekt Der letzte Riesenalk am Schauspiel Köln zu sehen. Von 2009-2011 war sie Dozentin für interdisziplinäre Projekte an der Zürcher Hochschule der Künste.

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Evelyn Angela Gugolz, Signora Gemello-Fraterno

Evelyn Angela Gugolz

Evelyn Angela Gugolz hat ihre Heimat im Tessin( CH)
Ihre Ausbildung für professionellen, zeitgenössischen Bühnentanz hat sie an der Zürich Tanz Theater Schule (ZTTS) absolviert, wo sie auch das Nachdiplom «Choreo Dance Project» (CDP),erfolgreich abgeschlossen hat. Nach Tanzprojekten wie Paeonnias oder «luce sotto la pelle» hatte sie ihr erstes Engagement mit dem Weimarer Nationaltheater im Rahmen des Schiller Jubiläums 2004.(Choreografie Philip Ducou).  Weitergebildet hat sie sich u.a. an der Performing Art School in Wien und in zahlreichen Masterclasses und researches u.a mit Ismael Ivo, Jochen Heckmann und Julie Anne Stanzak(Pina Bausch). Seither arbeitet Evelyn als freischaffende, zeitgenössische Bühnentänzerin im In- und Ausland. Ein dreimonatiges Engagement auf der MS Albatros führte sie von St.Petersburg über Island bis nach Spitzbergen. Sie war bei Produktionen wie «Haute Couture», «Alltag ist nicht all Tag» «Julius Caesar» oder «Random Scream» von Davis Freeman(B) dabei. Drei Jahre war sie Mitglied der Tanzkompanie ’d’Schwyz tanzt’(CH) und bei Danceforce(CH). Es folgten zahlreiche und spannende Engagements am Opernhaus Zürich als Tänzerin in Opernproduktionen u. a. mit Regisseuren wie Christoph Marthaler, Harry Kupfer, Hans Neuenfels, Andreas Homoki, Sebastian Baumgarten, Jan Philip Gloger und Herbert Fritsch. Dabei durfte sie mit Choreografen wie Philip Egli, Beate Vollack, Ramses Sigl oder Kinsun Chan zusammenarbeiten. Im Theater Basel war sie 2016 Gast in einer solistischen Rolle als Eva-Tänzerin in der Oper «Donnerstag aus Licht» zu sehen, bei der sie auch an der Aufführung am Internationalen Musikfest in Hamburg mitwirkte. 2020 wird sie die choreografische Wiedereinstudierung von den Opern Zauberflöte und Faust übernehmen. Immer wieder choreografiert sie auch eigene Solos oder gibt Unterricht und Workshops in zeitgenössischem Tanz, zuletzt im Sultanat Oman, zu dem sie eine langjährige Verbindung hat.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny13, 15, 19, 22, 28 Mai 2021


Sebastian Zuber, Barone Tensione del Collo

Sebastian Zuber

Sebastian Zuber wurde 1986 geboren und wuchs in Basel auf. Nach einem abgeschlossenen Bachelorstudium in Jura studierte er zeitgenössischen Tanz an der Salzburg Experimental Academy of Dance und machte dort 2015 seinen Abschluss. Er war Mitglied im Ensemble der international erfolgreichen Tanzproduktion More than naked der Choreografin Doris Uhlich und erhielt Engagements am Opernhaus Zürich unter anderem bei Christoph Marthaler in Il viaggio a Reims, Sebastian Baumgarten in Hamletmaschine und bei Herbert Fritsch in Der Freischütz. Er ist Gründungsmitglied des Yugsamas Movement Kollektives, mit welchem er Let the body speak und Collage me herausbrachte. Seit 2016 ist er Tänzer der Johannes Wieland Company und performte in Mariannengraben, Rite of spring, You will never be my number one fan, Stück ohne Titel und in der Wiederaufnahme You will be removed. Als Ensemblemitglied entstanden Zusammenarbeiten mit den Gastchoreografen Tom Weinberger in Segments on notes und Helder Seabra in Röntgen. Als Choreograf und Produzent brachte er die Uraufführungen Professional failure, Lowball, Accalia und Industrial Seagrass auf die Bühne. Unter der Serie Quercimovers lancierte er eine exklusive Workshopreihe auf Korsika.

Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Orphée et Euridice14, 18, 21, 26, 28 Feb; 05, 14, 19, 23 Mär 2021 Amerika07, 10, 18, 21, 27 Mär; 01, 05 Apr 2021