Fortführung der Tradition bürgerschaftlichen Engagements bis heute
«Aus Bürgergunst geweiht der Kunst» – so steht es an der Fassade des Opernhauses zu lesen. Das Engagement von Privatpersonen für das Opernhaus Zürich, zu denen später auch Unternehmen und Stiftungen traten, hat eine lange Tradition. Auf der anderen Seite ist es keine Selbstverständlichkeit für ein relativ kleines Gemeinwesen wie Zürich, die Finanzierung einer Institution mit so hohem künstlerischem Niveau und internationaler Ausstrahlung durch öffentliche Zuschüsse sicherzustellen. Deshalb war es Alexander Pereira von Beginn seiner Intendanz an ein besonderes Anliegen, systematisch ein Netz von Sponsoren aufzubauen. Die grosszügige Unterstützung privater Geldgeber trägt inzwischen mit bis zu 12 Mio. CHF pro Jahr zum Jahresbudget (von derzeit ca. 131 Mio. CHF) bei. Insgesamt erwirtschaftet das Opernhaus Zürich mit bis zu 45% Eigenanteil am Gesamtetat (um eine Zahl aus dem Jahr 2008 zu nennen) einen aussergewöhnlich hohen Eigendeckungsgrad. Seit 1995 ist nicht mehr die Stadt Zürich, sondern der Kanton Zürich für das Opernhaus zuständig und fungiert als Hauptsubventionsgeber.
Bedeutende Investitionen in die Infrastruktur konnten in den letzten Jahren auch durch Neuemission von Aktien mitfinanziert werden. So konnten die Probebühne Escher-Wyss in Betrieb genommen, ein neuer Orchesterproberaum angemietet und adaptiert, das Werkstättengebäude erweitert und im angrenzenden Neubau an der Kreuzstrasse grosszügige Räumlichkeiten für das IOS, für die Personalabteilung und die Dramaturgie geschaffen werden. Das Aktienkapital beläuft sich derzeit auf ca. 6.5 Mio. CHF (siehe auch den Link zur Aktiengesellschaft!).
In jüngerer Zeit engagiert sich Alexander Pereira mit Nachdruck für eine aktive und vielfältige Kinder- und Jugendarbeit und für die wachsende Präsenz der Zürcher Opernproduktionen auf dem internationalen DVD-Markt. Annähernd 50 Titel sind derzeit lieferbar. – Ein internationales Publikum von über 1 Mio. Zuschauern erreichte «La Traviata am Hauptbahnhof», am 30. September 2008 von Schweizer Fernsehen und Arte live aus dem Zürcher Hauptbahnhof übertragen.