Nikolaus Harnoncourt dirigiert Monteverdi und Mozart (1970er und 1980er Jahre)

Claus Helmut Drese, von 1975 bis 1986 Direktor des Opernhauses, brachte den Dirigenten Nikolaus Harnoncourt mit dem Regisseur und Bühnenbildner Jean-Pierre Ponnelle für einen  Zyklus der drei Monteverdi-Opern zusammen. Die heute legendären Aufführungen dieser damals kaum gespielten Werke aus der Frühzeit des Genres gastierten auch auf zahlreichen internationalen Bühnen, darunter der Mailänder Scala. Die Realisierung eines Mozart-Zyklus wurde ebenfalls dem Team Harnoncourt/Ponnelle übertragen. Weitere prägende Regisseure in der Direktionszeit von Claus Helmut Drese waren Götz Friedrich und Nikolaus Lehnhoff. Das Ensemble versammelte viele international renommierte Künstler. Der Spielplan wurde nach dem Semi-Stagione-Prinzip disponiert. – Nikolaus Harnoncourt ist dem Opernhaus Zürich bis heute verbunden.

Christoph Groszer, von 1986 bis 1991 Nachfolger von Drese (der als Direktor an die Wiener Staatsoper ging), brachte den Mozart-Zyklus zu Ende. Auch eine Neuinszenierung des «Ring des Nibelungen» (musikalische Leitung: Ralf Weikert, Inszenierung: Claus Helmut Drese) fällt in seine Direktionszeit. Der Spielplan reichte vom Barock (die Händelopern «Xerxes» und «Deidamia») bis hin zu John Cages «Europeras 1 & 2». Eine Reihe weiterer zeitgenössischer Werke (u. a. von Hans Werner Henze, Udo Zimmermann und Bruno Maderna) wurde aufgeführt. Unter den Regisseuren seien Ruth Berghaus, Michael Hampe und Yuri Ljubimov genannt.

175 Jahre Opernhaus Zürich

Hier finden Sie die Festschrift zum 175-jährigen Jubiläum der «Theater-Actiengesellschaft».
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