Haydn - Die Schöpfung

2. Philharmonisches Konzert / 1. La Scintilla-Konzert

22. Dezember 2019

Joseph Haydn
Die Schöpfung, Oratorium Hob. XXI:2

  • Dauer:
    2 Std. 30 Min. Inkl. Pause nach ca. 1 Std. 20 Min.
  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Dirigent:
Riccardo Minasi

Riccardo Minasi

Riccardo Minasi ist Erster Gastdirigent des Ensemble Resonanz, das in der Hamburger Elbphilharmonie beheimatet ist, und war künstlerischer Leiter des Orchestra La Scintilla an der Oper Zürich. Zuvor war er von 2011 bis 2016 Mitbegründer und Dirigent von Il Pomo d’Oro, von 2017 bis 2022 Chefdirigent des Salzburger Mozarteumorchesters und von 2022 bis 2025 Musikdirektor des Teatro Carlo Felice in Genua. Als Dirigent leitete er zahlreiche renommierte Orchester weltweit, darunter das Tokyo Metropolitan Orchestra, die Berliner Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Concertgebouw-Orchester Amsterdam, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Orchestre Philharmonique de Radio France, die Münchner Philharmoniker und das SWR Symphonieorchester Stuttgart. Engagements als musikalischer Leiter diverser Opernproduktionen führten ihn u. a. an die Salzburger Festspiele, das Opernhaus Zürich, an die Staatsoper Hamburg und die Dutch National Opera. Darüber hinaus war er musikhistorischer Berater des Orchestre Symphonique de Montréal und gab mit Maurizio Biondi die kritische Ausgabe von Bellinis «Norma» bei Bärenreiter heraus. Als Solist trat Riccardo Minasi mit den bedeutendsten Ensembles der Alten-Musik-Szene auf, darunter Il Giardino Armonico und Le Concert des Nations. Zu Minasis reicher Diskografie gehören Aufnahmen mit Künstlern wie Joyce DiDonato, Juan Diego Flórez und Philippe Jaroussky. Vier seiner Alben haben den renommierten ECHO Klassik Award gewonnen. Zu den Einspielungen gehören Haydns «Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze» und C.P.E. Bachs Violoncellokonzerte mit Jean-Guihen Queyras beim Label Harmonia Mundi.

Bezuidenhout & Minasi15 März 2026

Besetzung


Sopran (Gabriel / Eva) Rebecca Bottone


Tenor (Uriel) Mauro Peter


Bariton (Raphael / Adam) Morgan Pearse

Rebecca Bottone

Die englische Sopranistin Rebecca Bottone studierte an der Royal Academy of Music in London. Ihr Debüt am Royal Opera House Covent Garden gab sie 2008 in der Uraufführung von The Minotaur von Harrison Birtwistle und kehrte als Maid in Powder Her Face von Thomas Adès, als Semira in Artaxerces von Thomas Arne und als erste Nichte in Peter Grimes an das Haus zurück. Als Blonde in Entführung aus dem Serail war sie unter Marc Minkowski an der Scottish Opera und am Festival d’Aix-en-Provence zu erleben. Zu ihrem Repertoire gehören zudem Partien wie Amanda in Ligetis Le Grand Macabre, Titania in Brittens A Midsummer Night’s Dream, Giunia in Mozarts Lucio Silla, Yniold in Pelléas et Mélisande und Ilia in Idomeneo. Gastengagements führten sie u. a. an die English National Opera in London, die Scottish Opera in Glasgow, die Welsh National Opera in Cardiff und ans Théâtre du Châtelet in Paris. Als Konzertsängerin ist sie u.a. mit dem Scottish Chamber Orchestra, dem Royal Scottish National Orchestra, dem Tonhalle Orchester Zürich, der Manchester Camerata und der Academy of Ancient Music unter Dirigenten wie Stephen Bell, Mark Elder, Christopher Hogwood, Charles Mackerras und Paul McCreesh aufgetreten.

Mauro Peter

Der Tenor Mauro Peter wurde in Luzern geboren und studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in München. 2012 gewann er den ersten Preis und den Publikumspreis beim Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb. Seither tritt er in führenden Konzert- und Opernhäusern weltweit auf darunter die Wigmore Hall in London, Philharmonie de Paris, Carnegie Hall, Kölner Philharmonie, Elbphilharmonie, Hamburger Laeiszhalle, der Musikverein Wien, das Wiener Konzerthaus, Verbier Festival, Lucerne Festival, Montréal Symphony Orchestra, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Muziekgebouw Amsterdam, das Opernhaus Zürich, der Pierre-Boulez-Saal, die Staatsoper Unter den Linden Berlin, Salzburger Festspiele, Semperoper Dresden, Musikfest Dresden, Bregenzer Festspiele, Opéra National de Paris. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Andres («Wozzeck»), Ferrando («Così fan tutte»), Tamino («Zauberflöte»), Loge («Rheingold»), Naraboth («Salome»), Nemorino («Elisir d’amore»), Eisenstein («Fledermaus»), Prinz («Die Liebe zu den drei Orangen»), Max («Der Freischütz»). Als international gefragter Konzertsolist war er unter der Musikalischen Leitung namhafter Dirgent:innen zu erleben, wie Ivor Bolton, Teodor Currentzis, Gustavo Dudamel, Iván Fischer, Philippe Herreweghe, Nikolaus Harnoncourt, Marie Jacquot, Vladimir Jurowski, Fabio Luisi, Joana Mallwitz, Antonello Manacorda, Zubin Mehta, Riccardo Minasi, Andris Nelsons, Andrés Orozco-Estrada, Trevor Pinnock, Simone Young und Christian Thielemann.

Morgan Pearse

Morgan Pearse wurde in Australien geboren und studierte an der Royal College of Music’s International Opera School. In der Spielzeit 2014/15 zählte er zum Opernstudio der Houston Grand Opera, wo er u.a. Papageno, Yamadori (Madama Butterfly) und Anthony (Sweeney Todd) sang. In jüngerer Zeit sang er Rollen wie Apoll in Monteverdis Orfeo auf einer Tournee des Australian Brandenburg Orchestra, die Bariton-Partien in Purcells Dioclesian, mehrere Händel-Partien beim London Handel Festival, Figaro (Il barbiere di Siviglia) an der English National Opera sowie die Titelpartie in Le nozze di Figaro und Papageno am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Als Konzertsänger war er in Schuberts Winterreise, in Faurés Requiem und in Händels Messias an der Oper Sydney zu hören, trat mit dem Russian National Orchestra unter Michail Pletnev auf, sang Brittens War Requiem in Polen und Mozarts Requiem mit dem English Chamber Orchestra. Er konzertierte u.a. in der Londoner Wigmore Hall, dem Purcell Room, der Melbourne Recital Hall, im Konserthuset Kopenhagen, in der Royal Festival Hall, der Queen Elizabeth Hall und beim Edinburgh Fringe Festival. 2019 war er u.a. als Escamillo (Carmen) an der State Opera South Australia sowie als Figaro (Il barbiere di Siviglia) und als Masetto (Don Giovanni) an der New Zealand Opera zu erleben. Auf der Opernbühne sang er zudem in der Spielzeit 2021/22 Araspe (Tolomeo, re d’egitto) am Badischen Staatstheater Karlsruhe und Farasmane (Radamisto) mit dem Philharmonia Baroque Orchestra & Chorale in der Bing Concert Hall in Stanford.

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La Cetra Vokalensemble

Orchestra La Scintilla

Die Pflege der historischen Aufführungspraxis hat am Opern­haus Zürich seit dem Monteverdi-Zyklus in den 1970er Jahren Tradition. Bei der folgenden Reihe der Mozart-Opern mit dem Lei­tungs­­­team Harnoncourt/Ponnelle wurde weiter Pio­nierarbeit geleistet, und die Musikerinnen und Musiker passten ihre Spieltechnik den neue­sten Erkenntnissen der historischen Aufführungspraxis an. 1996 formierte sich aus dem Orchester der Oper ein eigenständiges Ensemble von erstklassigen spezialisierten MusikerInnen, das sich einen hervorragenden Ruf erwerben konnte. Der Funke der Begeisterung an neuer «Alter Musik» gab dem Ensemble seinen Namen: La Scintilla – der Funke. Aufführungen mit Koryphäen des Faches wie Nikolaus Har­non­court (u.a. Il ritorno d’Ulisse in patria, Idomeneo), William Christie (u.a. Orphée et Euridice, Les Indes galantes, Orlando), Mark Minkowski (Les Boréades, Giulio Cesare), Reinhard Goebel und Giuliano Carmignola gerieten so erfolgreich, dass das Opernhaus Zürich alle barocken und fast alle aus der klassischen Zeit stammenden Opern von seiner Barockforma­tion La Scintilla spielen liess und lässt. Ausserdem konzertiert das Orchestra La Scintilla der Oper Zürich mit namhaften Solisten – Instrumentalisten wie Sängern – und tritt unter der Leitung von Ada Pesch regelmässig in den gros­­sen Konzertsälen Europas wie der Londoner Royal Festival Hall, dem Concertgebouw Am­sterdam, der Philharmonie Berlin und dem KKL Luzern auf. Äusserst erfolgreich begleitete das Orchester Cecilia Bartoli auf mehrwöchigen Konzertreisen in Nordamerika und Europa (u.a. in der Carnegie Hall).

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Kurzgefasst

In den 1790er-Jahren reiste Joseph Haydn wiederholt nach London, wo er die Oratorien von Georg Friedrich Händel hören konnte und zur eigenen Beschäftigung mit dieser Gattung angeregt wurde: 1798 gelangte schliesslich Die Schöpfung mit grossem Erfolg in Wien zur Uraufführung. Basierend auf den Erzählungen der Genesis und John Miltons Paradise Lost, gehört diese musikalische Schöpfungsgeschichte von Haydn zu den Meisterwerken der Wiener Klassik. Die grossangelegte Kom­position für Gesangssolisten, Chor und Orchester ist in drei Teile ge­gliedert: Auf das Chaos des Urbeginns, das Haydn in einer Orchester­einleitung schildert, folgen im ersten Teil die Erschaffung des Lichts, der Erde, des Himmels und des Wassers. Mit Witz und grossem Effekt schildert Haydn im zweiten Teil die Erschaffung der Geschöpfe, vom Gewürm und den Insekten bis hin zu den grossen Walfischen und dem brüllenden Löwen. Der dritte Teil thematisiert das Leben der ersten Menschen Adam und Eva und gipfelt in zwei abschliessenden Lob- und Dankeschören.

Am vierten Advents­sonntag gelangt Haydns Schöpfung unter der Leitung von Riccardo Mina­si zur Aufführung. Zu hören sind Rebecca Bottone (Sopran), Mauro Peter (Tenor) und Morgan Pearse (Bariton) sowie das La Cetra Vokalensemble und das Orchestra La Scintilla.

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