Monster's Paradise

Olga Neuwirth

Eine Grand Guignol Opéra
Libretto von Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth,
nach einer Idee der Komponistin

Von 8. März 2026 bis 12. April 2026

  • Dauer:
    ca. 2 Std. 55 Min. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. 30 Min.
  • Sprache:
    In deutscher und englischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
    Koproduktion mit der Staatsoper Hamburg und der Oper Graz
    © Plakatmotiv von Marco Brambilla (Heaven's Gate)

Musikalische Leitung:
Titus Engel

Titus Engel

Titus Engel, geboren in Zürich, studierte zunächst Musikwissenschaft in seiner Heimatstadt und in Berlin und im Anschluss Dirigieren bei Christian Kluttig an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Engagements führten ihn u. a. an die Staatsoper Stuttgart, die Oper Frankfurt, die Semperoper Dresden, die Bayerische Staatsoper in München, alle drei Opernhäuser Berlins, das Teatro Real Madrid, das Theater Basel und das Grand Théâtre de Genève. Er dirigierte Orchester wie u. a. das Konzerthausorchester Berlin, das Philharmonia Orchestra London, das Mozarteumorchester Salzburg, das SWR-Sinfonieorchester und das Mahler Chamber Orchestra. Titus Engel dirigierte zahlreiche Uraufführungen u. a. von Komponist:innen wie Rebecca Saunders, Chaya Czernowin, Charles Wuorinen und Olga Neuwirth. Er dirigierte u. a. bei den Salzburger Festspielen, den Berliner Festspielen, dem Lucerne Festival, der Ruhrtriennale und am Wiener Konzerthaus. Seit 2023 ist er Principal Conductor der Basel Sinfonietta. 2020 wurde er von der Fachzeitschrift Opernwelt zum Dirigenten des Jahres gekürt, 2025 erhielt er den Schweizer Musikpreis für herausragendes musikalisches Schaffen. Im Herbst 2025 wurde Titus Engel als designiertes Mitglied des neuen musikalischen Führungstrios der Deutschen Oper Berlin vorgestellt, das ab der Spielzeit 2026/27 die Leitung des Hauses übernehmen wird.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
Inszenierung:
Tobias Kratzer

Tobias Kratzer

Tobias Kratzer wurde in Landshut geboren. Er studierte Kunstgeschichte und Philosophie in München und Bern sowie Schauspiel- und Opernregie an der Theaterakademie August Everding. Seit der Spielzeit 2025/26 ist Tobias Kratzer Intendant der Staatsoper Hamburg, wo er seither auch Schumanns «Das Paradies und die Peri» inszenierte. Er inszenierte u. a. an der Deutschen Oper Berlin («Der Zwerg», «Arabella», «Intermezzo», «Die Frau ohne Schatten»), an der Komischen Oper Berlin («Das Floss der Medusa»), an der Bayerischen Staatsoper München (Weinbergs «Die Passagierin», «Aufführung des Jahres» in der «Opernwelt»), an der Oper Frankfurt («L’Africaine», «La forza del destino», Nielsens «Maskerade» und Stephans «Die ersten Menschen»), an der Opéra de Paris (Gounods «Faust»), am Royal Opera House in London (Beethovens «Fidelio»), dem Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel (Mozarts «Lucio Silla» sowie Puccinis «Il trittico»), an der Oper Amsterdam (Offenbachs «Les Contes d’Hoffmann»), an den Bühnen Bern («Liebesgesang» von Georg Friedrich Haas) sowie beim Festival d’Aix-en-Provence (Rossinis «Moïse et Pharaon») und am Theater an der Wien («La gazza ladra» und «Schwanda der Dudelsackpfeifer»). Er ist Preisträger des Ring Award 2008 und des deutschen Theaterpreises DER FAUST für seine «Götterdämmerung» am Badischen Staatstheater Karlsruhe. 2018 wurde er in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Die Deutsche Bühne zum «Opernregisseur des Jahres» gewählt und 2019/2020 für «Tannhäuser» bei den Bayreuther Festspielen und Rossinis «Guillaume Tell» an der Opéra de Lyon in der Kritikerumfrage der «Opernwelt» zum «Regisseur des Jahres». An der Bayerischen Staatsoper München inszeniert er zurzeit den «Ring des Nibelungen», der in der Spielzeit 2024/25 mit «Das Rheingold» startete.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
Co-Regie/ Szenische Einstudierung:
Matthias Piro

Matthias Piro

Matthias Piro, geboren in Saarbrücken, studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Eine erste Regiearbeit führte ihn mit «Don Giovanni» zur Jungen Oper Baden. Er arbeitete als freier Regieassistent u. a. an der Oper Graz, der Staatsoper Stuttgart, dem Theater an der Wien, dem Théâtre Royal de la Monnaie Brüssel sowie dem Deutschen Nationaltheater Weimar und dem Badischen Staatstheater Karlsruhe. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Lydia Steier, mit der er «The Rake’s Progress» am Theater Basel und «Die Zauberflöte» bei den Salzburger Festspielen realisierte. Am Luzerner Theater führte er mit ihr Co-Regie bei «Staatstheater» und «Der Rosenkavalier». Matthias Piro arbeitet regelmässig als Assistent und Co-Regisseur mit Tobias Kratzer, u. a. bei der Uraufführung von G. F. Haas’ «Liebesgesang» in Bern sowie «Die Passagierin» und «Der Ring des Nibelungen» an der Bayerischen Staatsoper München. In der Spielzeit 24/25 inszenierte er u. a. «Die Winterreise» am Volkstheater Rostock, «Der Triumph der Treue» am Staatstheater Darmstadt sowie «Attila» bei den Opernfestspielen Heidenheim. Mit der aktuellen Spielzeit ist Matthias Piro als Referent des Intendanten für den szenischen Bereich an der Hamburgischen Staatsoper tätig.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
Szenische Einstudierung:
Johanna Schulz-Bongert
Ausstattung:
Rainer Sellmaier

Rainer Sellmaier

Rainer Sellmaier, geboren in München, studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität sowie Bühnen- und Kostümbild am Mozarteum Salzburg. Von 2006 bis 2009 war er Ausstattungsleiter am Theater Regensburg, seitdem arbeitet er freischaffend. Engagements führten ihn u. a. an die Deutsche Oper Berlin, die Komische Oper Berlin, die Oper Frankfurt, De Nationale Opera Amsterdam, das Opernhaus Lyon, das Royal Opera House Covent Garden London, die Wiener Staatsoper, das Opernhaus Zürich, die Opéra National de Paris sowie zu den Bayreuther Festspielen. Er ist Mitglied in der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Seit 2001 arbeiten Tobias Kratzer und Rainer Sellmaier regelmässig zusammen und gewannen 2008 gemeinsam den Ring Award in Graz. Unter ihren gemeinsamen Arbeiten finden sich u. a. «Les Contes d’Hoffmann», «L’Africaine/Vasco da Gama», «Tannhäuser» «Arabella» sowie «Faust». An der Hamburgischen Staatsoper gestaltet Rainer Sellmaier in der Spielzeit 2025/26 Bühne und Kostüme für «Das Paradies und die Peri», «Die Gänsemagd», «Monster’s Paradise» und «Frauenliebe und -sterben».

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
Video:
Janic Bebi,

Janic Bebi

Janic Bebi, geboren in der Schweiz, arbeitet als Visual Artist und bewegt sich an der Schnittstelle unterschiedlicher visueller Medien wie 3D, Film und Videokunst. Nach mehreren Jahren als Video-Creator und Kameraperson für Kultureinrichtungen wie das Berliner Ensemble, die Komische Oper Berlin, die Staatsoper Stuttgart und das VRHAM! Festival assistierte Janic Bebi bei den Bayreuther Festspielen und an der Deutschen Oper Berlin. Parallel entstanden erste eigene künstlerische Produktionen u. a. an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, der HfMT Hamburg und in der freien Szene. Janic Bebi arbeitete u.a. für die Bayerische Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, die Semperoper Dresden, die Opéra national de Paris, das Teatro Regio di Torino, das Theater an der Wien, das Volkstheater Rostock, die Opernfestspiele Heidenheim sowie für Konzert und Theater St. Gallen. Janic Bebi verbindet eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Manuel Braun, Jonas Dahl und dem künstlerischen Team von Regisseur Tobias Kratzer sowie mit Regisseur Matthias Piro.

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Jonas Dahl

Jonas Dahl

Jonas Dahl wurde in Frankfurt am Main geboren und studierte Zeitbasierte Medien an der Hochschule Mainz. Seit 2020 arbeitet er als freischaffender Videokünstler. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Regisseur  Tobias Kratzer und dem Videokünstler Manuel Braun. Zu den gemeinsamen Produktionen gehören u. a. «Moise et Pharaon» beim Festival d’Aix en Provence, «La gazza ladra» am MusikTheater an der Wien, «Die Passagierin» an der Bayerischen Staatsoper München, «Il trittico» am Teatro Regio di Torino sowie «Arabella» an der Deutschen Oper Berlin, für die Jonas Dahl gemeinsam mit Manuel Braun 2023 den Theaterpreis DER FAUST verliehen bekam. Weitere Gastengagements führten ihn an Häuser wie die Bühnen Bern, das Deutsche Theater Göttingen, die Opéra de Lille, das Staatstheater Mainz und die NorrlandsOperan in Umeå, Schweden.

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Lichtgestaltung:
Michael Bauer

Michael Bauer

Michael Bauer ist seit 1998 Leiter der Beleuchtung an der Bayerischen Staatsoper in München. Als Lichtdesigner gestaltete er Produktionen an vielen namhaften Häusern, u. a. Residenztheater München, Den Norske Opera Oslo, Bunka Kaikan Tokyo, Royal Opera House Covent Garden London, Theater Basel, Opéra de Lyon, Teatro Arriaga Bilbao, Opéra National de Paris, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Semperoper Dresden, English National Opera, Teatro Real Madrid, San Francisco Opera, Metropolitan Opera New York, Teatro alla Scala Mailand, und Wiener Staatsoper. Mit Tobias Kratzer arbeitete Michael Bauer zuletzt für «Faust» an der Opéra de Bastille Paris, «La gazza ladra» und «Schwanda der Dudelsackpfeifer» am Theater an der Wien, für «Die Passagierin» und «Das Rheingold» an der Bayerischen Staatsoper München sowie für «Das Paradies und die Peri» und «Monster‘s Paradise» an der Staatsoper Hamburg zusammen.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
Live-Elektronik:
Markus Noisternig

Markus Noisternig

Markus Noisternig wurde in Salzburg geboren und absolvierte ein Studium zum Elektrotechnik-Toningenieur an der Technischen Universität sowie in Computermusik an der Kunstuniversität Graz. Er arbeitet als Computermusiker und Forscher, u.a. als stellvertretender Direktor des STMS-Labors, der Forschungsabteilung des IRCAM in Paris. Zudem unterrichtet er an der Sorbonne-Universität, der École Nationale Supérieure Louis-Lumière in Paris, dem Institut für Elektronische Musik und Akustik der Kunstuniversität Graz sowie an der École supérieure d’art et de design in Le Mans. Künstlerische Engagements führten ihn zu Ensembles wie dem Klangforum Wien, dem Ensemble Modern Frankfurt, dem Ensemble intercontemporain Paris und dem International Contemporary Ensemble New York sowie an Opern- und Konzerthäuser weltweit. Seit vielen Jahren arbeitet Markus Noisternig regelmässig als Computermusiker und Sounddesigner mit der Komponistin Olga Neuwirth zusammen. Die Zusammenarbeit umfasst zahlreiche Produktionen, darunter die Opern «Bählamms Fest», «Lost Highway» und «Orlando» sowie die Orchesterwerke «Ce qui arrive» und «Le Encantadas».

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Klangregie und Tonmeister:
Julien Aléonard

Julien Aléonard

Julien Aléonard studierte am Pariser Konservatorium und spezialisierte sich auf Musik- und Tontechnik. Seine berufliche Laufbahn begann er am Forschungs- und Musikzentrum IRCAM in Paris, wo er mehrere Jahre als Toningenieur tätig war. Seit 2015 arbeitet er freiberuflich im Bereich zeitgenössischer Musik, elektroakustischer Produktionen und experimenteller Klangprojekte. Er arbeitete mit Komponist:innen wie Philippe Manoury, Luca Francesconi, Georges Aperghis, Tristan Murail, Peter Eötvös, Matthias Pintscher, Michaël Jarrell, Wolfgang Rihm und Helmut Lachenmann sowie mit zahlreichen Ensembles und Orchestern, darunter das Orchester der Wiener Staatsoper, das Gürzenich‑Orchester Köln, das Orchester des Teatro alla Scala Mailand, das Orchestre de Paris, das Orchestre National de Lyon, das Orchestre Philharmonique de Radio France und das Orchestre National de France. Bei der Uraufführung von Olga Neuwirths «Orlando» an der Wiener Staatsoper sowie bei der Uraufführung von «Monster‘s Paradise» an der Hamburgischen Staatsoper war er als Klangregisseur beteiligt.

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Dramaturgie:
Christopher Warmuth,

Christopher Warmuth

Christopher Warmuth, geboren bei Würzburg, studierte Musikjournalismus, Kultur- und Medienmanagement sowie Psychologie. Er publizierte regelmässig im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Als freischaffender Musikpublizist war er u. a. für den BR, DLF und WDR im Hörfunk tätig sowie für Print- und Onlinemagazine. Er war Stipendiat und anschliessend Dozent der Akademie für Musikjournalismus unter der Leitung von Dr. Eleonore Büning. Anschliessend war er beim Musikfestival Heidelberger Frühling als Leitung der Akademien tätig, gestaltete dort das LAB, verantwortete die Digitalstrategie und war Referent des Intendanten. Von 2021 bis 2024 war er Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper unter der Intendanz von Serge Dorny. Einen seiner dortigen Schwerpunkte bildeten digitale künstlerische Projekte, er war u. a. Host des Gesprächspodcasts «Hand aufs Hirn». Er arbeitete in München mit Regisseur:innen wie Christopher Rüping, Anna Bernreitner, Barrie Kosky, Claus Guth und Tobias Kratzer («Die Passagierin», Opernwelt 2020 Aufführung des Jahres). Seit 2024 unterrichtet er als Dozent an der Theaterakademie Hamburg. 2023 wurde er als Stellvertretender Chefdramaturg der Staatsoper Hamburg unter der Intendanz von Tobias Kratzer ab der Spielzeit 2025/26 berufen.

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Fabio Dietsche

Fabio Dietsche

Fabio Dietsche studierte Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste sowie Querflöte bei Maria Goldschmidt in Zürich und bei Karl-Heinz Schütz in Wien. Erste Erfahrungen als Dramaturg sammelte er 2012/13 bei Xavier Zuber am Konzert Theater Bern, wo er u.a. Matthias Rebstocks Inszenierung von neither (Beckett/Feldman) in der Berner Reithalle begleitete. Seit 2013 ist er Dramaturg am Opernhaus Zürich, wo er sein Studium mit der Produktionsdramaturgie von Puccinis La bohème abschloss. Hier wirkte er u.a. bei den Uraufführungen von Stefan Wirths Girl with a Pearl Earring und Leonard Evers Odyssee, an der Kammeroper Jakob Lenz von Wolfgang Rihm und an der Schweizerischen Erstaufführung von Manfred Trojahns Orest mit. Er arbeitete u.a. mit Robert Carsen, Tatjana Gürbaca, Rainer Holzapfel, Andreas Homoki, Ted Huffman, Mélanie Huber, Barrie Kosky, Hans Neuenfels und Kai Anne Schuhmacher zusammen. Zurzeit studiert er berufsbegleitend Kulturmanagement an der Universität Zürich.

Madama Butterfly30 Dez. 2025 / 3 / 9 / 11 / 13 / 16 Jan. 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 La forza del destino2 / 7 / 12 / 15 / 18 / 21 / 26 / 29 Nov. / 17 / 21 Dez. 2025 Monster's Paradise8 März 2026 Gianni Schicchi2 / 6 / 8 / 10 / 13 Mai 2026

Besetzung


Vampi Sarah Defrise


Vampi (Schauspielerin) Sylvie Rohrer


Bampi Kristina Stanek


Bampi (Schauspielerin) Ruth Rosenfeld


Der König-Präsident Georg Nigl 08 Mär / 10, 12 Apr


Der König-Präsident Robin Adams 14, 18 Mär


Gorgonzilla Anna Clementi


Mickey Andrew Watts


Tuckey Eric Jurenas


Ein Bär Ruben Drole


Drumkit Lucas Niggli

E-Gitarre Seth Josel

Sarah Defrise

Sarah Defrise wurde in Brüssel geboren und studierte Gesang am dortigen Koninklijk Conservatorium sowie an der École Normale de Musique Alfred Cortot in Paris. 2021 debütierte sie am Théâtre de la Monnaie in Brüssel in der Partie des Teenager in «Is this the end?» von Jean-Luc Fafchamps. 2021/22 sang sie The Girl in Péter Eötvös’ «Sleepless» an der Staatsoper Berlin und am Grand Théâtre de Genève. An der Nouvel Opéra Fribourg war sie in Eötvös’ «Der goldene Drache» zu hören. Als Zerlina («Don Giovanni») gab sie ihr Debüt an der Opéra Royal de Walllonie. Als Zdenka in Strauss’ «Arabella» debütierte sie am Teatro Real Madrid. Sie kehrte als Naomi in Bernard Foccroulles Oper «Cassandra» zurück an die Berliner Staatsoper, debütierte am Theater an der Wien als Jungfrau (Schumanns «Das Paradies und die Peri») und an der Komischen Oper Berlin als Suzanne (Offenbachs «Robinson Crusoe»). Zu ihrer Diskografie zählt das Solo-Album «For Cathy», eine Hommage an die Sängerin Cathy Berberian.

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Sylvie Rohrer

Sylvie Rohrer wurde in Bern geboren und besuchte die Schauspielakademie in Zürich. Erste Stationen ihrer Karriere waren das Schauspielhaus Zürich, das Schauspielhaus Dortmund und von 1995 bis 1999 das Thalia Theater in Hamburg. 1995 wurde sie von der Zeitschrift Theater heute als «Beste Nachwuchsschauspielerin» ausgezeichnet, 1996 erhielt sie den Boy-Gobert-Preis und wurde im selben Jahr erneut zur «Besten Nachwuchsschauspielerin» gewählt. Seit 1999 ist Sylvie Rohrer Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Dort arbeitete sie mit Regisseur:innen wie u. a. Barbara Frey, Johan Simons, Ulrich Rasche, Adena Jacobs, Martin Kušej und Bastian Kraft zusammen. Für die Rolle der Medea sowie für Elfriede Jelineks «Über Tiere» erhielt sie 2007 den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie «Beste Schauspielerin». Gastengagements führten sie u. a. zum Berliner Ensemble etwa für den Robert Wilson-Abend «Shakespeares Sonette» sowie «Mass für Mass» in der Regie von Claus Peymann. Bei den Salzburger Festspielen war sie 2004 in Henry Purcells «King Arthur» und 2010 in Jean Racines «Phädra» zu sehen. 2026 kehrt sie in «Jedermann» nach Salzburg zurück.

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Kristina Stanek

Kristina Stanek wurde in Krefeld geboren und studierte an der Royal Academy of Music in London. Seit 2020/21 gehört sie dem Ensemble der Hamburgischen Staatsoper an, zuvor war sie Ensemblemitglied am Theater Basel, am Staatstheater Karlsruhe und am Theater Trier. Gastengagements führten sie u. a. an die Staatsoper Unter den Linden, die Semperoper Dresden, die Staatsoper Stuttgart, zur Ruhrtriennale und zum Gstaad Menuhin Festival. In den vergangenen Spielzeiten debütierte sie als Kundry («Parsifal») beim Glyndebourne Festival sowie als Brangäne («Tristan und Isolde») am Grand Théâtre de Genève. Zuvor gab sie ihr Hausdebüt als Carmen an der Staatsoper Stuttgart. In der Spielzeit 2025/26 folgt ihr Rollen- und Hausdebüt als Charlotte («Werther») am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Ihr Repertoire umfasst ausserdem Partien wie Prinzessin Eboli («Don Carlos»), Azucena («Il trovatore»), und Orlofsky («Die Fledermaus»), sowie Soprano 4 in Luigi Nonos «Al gran sole carico d’amore» und Mary Shelly in Michael Werthmüllers «Diodati».

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Ruth Rosenfeld

Ruth Rosenfeld wurde in Los Angeles geboren und wuchs in New York sowie in Tel Aviv auf. Sie studierte zunächst E-Bass und absolvierte anschliessend ein Gesangsstudium an der Rubin Academy of Music in Tel Aviv sowie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Sie war von 2006 bis 2015 Ensemblemitglied an der Volksbühne Berlin und ist seit der Spielzeit 2017/18 Ensemblemitglied an der Schaubühne Berlin. Sie gastierte an Häusern wie der Berliner Philharmonie, dem Theater Basel, dem Lucerne Festival., dem Théâtre Naional in Brüssel, dem Théâtre de l’Odéon Paris, am Schauspielhaus sowie am Opernhaus Zürich (2016 in Herbert Fritschs Inszenierung von Purcells «King Arthur»). Sie arbeitete u.a. mit Frank Castorf, Herbert Gritsch, David Marton, Dimiter Gotscheff und Jette Steckel. Zum Berliner Theatertreffen war sie eingeladen mit den Produktionen «Ohne Titel Nr. 1» (2014), «der die mann» (2015) und «Pfusch» (2016), alle in der Regie von Herbert Fritsch. Für Film und TV arbeitete sie u.a. in «Bibi & Tina – Voll verhext» (Regie: Detlev Buck, 2014), «Piaffe» (Regie: Ann Oren, 2022) und «Das Haus der Träume» (Regie: Sherry Hormann, 2022).

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Georg Nigl

Georg Nigl wurde in Wien geboren. Er war Sopransolist der Wiener Sängerknaben, anschliessend studierte er Gesang bei Hilde Zadek. Gastengagements führten ihn u. a. an die Staatsoper Berlin, an die Bayerische Staatsoper München, an die Wiener Staatsoper, ans Teatro alla Scala in Mailand, ans Théâtre des Champs-Élysées in Paris, an die Oper Amsterdam, ans Théâtre de La Monnaie in Brüssel und ans Bolschoi-Theater in Moskau sowie zu den Festspielen in Salzburg und Aix-en-Provence, zur Ruhrtriennale und zu den Wiener Festwochen. Sein Repertoire umfasst Partien wie Papageno («Die Zauberflöte»), Don Alfonso («Così fan tutte»), Nekrotzar («Le Grand Macabre») und die Titelpartien in «Le nozze di Figaro», «L’Orfeo», «Wozzeck», «Jakob Lenz», «Il ritorno d’Ulisse» in patria und Manfred Trojahns «Orest». Besondere Anerkennung verschaffte sich Georg Nigl als Solist und Impulsgeber zahlreicher Uraufführungen, u.a. von Friedrich Cerha, Pascal Dusapin, Georg Friedrich Haas, Olga Neuwirth und Wolfgang Rihm. 2015 wurde er vom Magazin Opernwelt zum Sänger des Jahres gekürt. Höhepunkte der letzten Saisons waren u.a. die Uraufführung von Beat Furrers «Violetter Schnee» an der Staatsoper Berlin, Wolfgang Rihms «Jakob Lenz» bei den Salzburger Festspielen sowie Clov in György Kurtágs «Fin de partie» an der Wiener Staatsoper. In der Spielzeit 2025/26 singt er erstmals Alberich («Der Ring des Nibelungen») an der Wiener Staatsoper.

Monster's Paradise8 März / 10 / 12 Apr. 2026

Robin Adams

Der Bariton Robin Adams stammt aus England. Er war Ensemblemitglied des Landestheaters Linz und des Theaters Bern, wo er zentrale Partien seines Fachs gesungen hat, darunter Don Giovanni, Eugen Onegin, Macbeth, Wozzeck, Billy Budd und Marcello («La bohème»). 2011 debütierte er als Vicomte de Valmont in der Uraufführung von Luca Francesconis «Quartett» an der Mailänder Scala. Diese Rolle sang er u.a. auch bei den Wiener Festwochen, am Liceu Barcelona, am Teatro Colón in Buenos Aires, an der Cité de la Musique Paris und beim Holland Festival. Als gefragter Interpret von zeitgenössischer Musik war er u.a. in Wim Henderickx’ «Triumph of Spirit over Matter» am Théâtre de le Monnaie Brüssel, in Philippe Boesmans «Winter‘s Tale» am Liceu Barcelona, in George Benjamins «Written on Skin» an der Oper Köln, in John Adams’ «Nixon in China » im Concertgebouw Amsterdam, in Donnacha Dennehy’s «The Last Hotel» beim Edinburgh Festival sowie im Linbury Studio des Royal Opera House London, in Missy Mazzolis «Breaking the Waves» am Theater St. Gallen, in Mark-Anthony Turnages «Coraline» am Opernhaus Zürich und in «Liebesgesang» von Georg Friedrich Haas am Theater Bern zu erleben. In jüngerer Zeit hat er ausserdem u.a. Alberich («Das Rheingold») in Stuttgart und Bern, Henzes Prinz von Homburg in Stuttgart, Mandryka («Arabella») in Bern, Messiaëns François d‘Assise in Genf, Jaroslav Prus («Die Sache Makropulos») in Lille, Nekrotzar (Ligetis «Le Grand Macabre») in Paris und Bukarest sowie Wozzeck in Antwerpen, São Paolo und Peking gesungen.

Monster's Paradise14 / 18 März 2026

Anna Clementi

Anna Clementi, geboren in Lugano, studierte Flöte, Schauspiel und Gesang in Rom. 1986 wechselte sie an die Hochschule der Künste in Berlin, wo sie experimentelle Vokalmusik und Musiktheater studierte. Ihre Arbeit zeichnet sich durch die Suche nach einer Verschmelzung von Stimme, Gestik, Sprache, Tanz und Theater aus. Anna Clementis Repertoire zeichnet sich durch eine grosse Bandbreite aus, die von zeitgenössischen akustischen Werken über Musiktheater bis hin zu elektroakustischer und Club-Musik reicht. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit stellt das Werk von John Cage dar, so hat sie u.a. mehrere Versionen seiner «Song Books» interpretiert und seine Werke «Variations» und «Theatre Pieces» inszeniert. Sie arbeitete eng mit Dieter Schnebel und dessen Ensemble Die Maulwerker zusammen. Ausserdem arbeitete sie u.a. mit Komponist:innen wie Michael Hirsch, Rupert Huber, Iris ter Schiphorst, Laurie Schwartz, Fast Forward und Elliott Sharp zusammen. 2019 übernahm sie die Partie Erzähler:in in Olga Neuwirths «Orlando» an der Wiener Staatsoper und 2022 die Partie des Bartleby in Neuwirths «The Outcast» in der Pariser Philharmonie.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Andrew Watts

Andrew Watts wurde in Middlesex, Grossbritannien, geboren und an der Royal Academy of Music ausgebildet. Engagements führten den Countertenor u. a. an das Royal Opera House London, das Glyndebourne Festival, die Mailänder Scala, das Teatro La Fenice in Venedig, die Staatsoper Berlin, die Opéra de Lyon sowie zu den Festivals in Salzburg, Bregenz, Luzern, Aldeburgh, Edinburgh und zur Ruhrtriennale. Als Edgar in Reimans «Lear» war er u.a. an der Staatsoper Hamburg, der Opéra de Paris, an der Bayerischen Staatsoper München und am Teatro Real Madrid zu erleben. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Ottone («Agrippina»), Athamas («Semele»), Arsamene («Xerxes»), Oberon («A Midsummer Night’s Dream»), Fürst Go-Go («Le Grand Macabre»), Baba the Turk («The Rake’s Progress») und Orlofsky («Die Fledermaus»). Andrew Watts wirkte zudem bei Uraufführungen u.a. von Olga Neuwirth, Harrison Birtwistle, Jörg Widmann und Unsuk Chin mit. Zuletzt war er u.a. in Olga Neuwirths «Keyframes for a Hippogriff» mit der New York Philharmonic, als Orlofsky an der Bayerischen Staatsoper München sowie in Unsuk Chins «Alice in Wonderland» am Theater an der Wien zu erleben.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026 Portrait-Konzert Olga Neuwirth28 Feb. 2026

Eric Jurenas

Eric Jurenas, geboren in Fairfax, Virginia, USA studierte an der Juilliard School of Music New York. Internationale Engagements führen ihn u. a. an das Royal Opera House Covent Garden London, die Metropolitan Opera in New York, an die Opéra de Versailles, an die Oper Frankfurt, die Komische Oper Berlin, das Theater an der Wien, die Wiener Staatsoper, die Bayerische Staatsoper München, die Irish National Opera sowie zu den Händelfestspielen in Karlsruhe, Göttingen und Halle und den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Sein Repertoire umfasst zahlreiche Barockpartien, darunter die Titelrollen in Händels «Giulio Cesare», «Serse», «Tolomeo», «Tamerlano» und «Rinaldo». Dazu kommen Partien wie Natascha (Eötvös’ «Drei Schwestern»), Fürst Go-Go (Ligetis «Le Grand Macabre»), Prinz Orlofsky («Die Fledermaus»), Peter Pan (Richard Ayres’ «Peter Pan) und Guildenstern (Brett Deans «Hamlet»). Eric Jurenas war zudem an zahlreichen Uraufführungen beteiligt, u. a. in Avner Dormans «Wahnfried», Donnacha Dennehys «The First Child», Olga Neuwirths «Orlando», Kevin Puts’ «The Hours», Suzanne Farrins «Dolce la Morte», Claire van Kampens Schauspiel «Farinelli and the King», sowie in Aribert Reimanns «Sinnig zwischen beyden Welten» mit Daniel Barenboim am Klavier.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Ruben Drole

Ruben Drole, Bassbariton, stammt aus Winterthur und studierte an der Musikhochschule Zürich. 2004 wurde er ins Opernstudio und 2005 ins Ensemble des Opernhauses Zürich aufgenommen, wo er u. a. als Lucio Cinna (J.C. Bachs «Lucio Silla»), Haly («L’italiana in Algeri»), Argante («Rinaldo»), Wurm («Luisa Miller») und als Papageno in der von Nikolaus Harnoncourt geleiteten «Zauberflöte» zu erleben war. Als Papageno hat er 2015 auch sein Debüt an der Semperoper Dresden gegeben. Weitere Projekte mit Harnoncourt waren u. a. Kezal («Die verkaufte Braut») und Haydns «Schöpfung» bei der Styriarte Graz, Beethovens «Christus am Ölberg» in Wien und Luzern, eine Japan-Tournee (Mozarts «Requiem» und Händels «Messiah») sowie Leporello («Don Giovanni») am Theater an der Wien. Im Zürcher Zyklus der Mozart/Da Ponte-Opern von Sven-Eric Bechtolf und Franz Welser-Möst wirkte er als Guglielmo («Così fan tutte»), Figaro («Le nozze di Figaro») und Leporello mit. Dieselben Partien interpretierte er unter Welser-Möst auch mit dem Cleveland Orchestra. Bei den Salzburger Festspielen 2012 sang er den Achilla («Giulio Cesare») und trat dort 2013 in Haydns «Il ritorno di Tobia» und in Walter Braunfels’ «Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna» auf. In Zürich sang er u. a. Papageno («Die Zauberflöte»), Alaskawolfjoe («Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny»), Soldat («Die Geschichte vom Soldaten»), Odysseus («Die Odyssee»), Herzogin/Raupe in «Alice im Wunderland» sowie Frank («Die Fledermaus»). Ausserdem war er jüngst im Ballettabend «Nachtträume» zu erleben.

Die Fledermaus7 / 10 / 12 / 14 / 18 / 26 / 28 / 31 Dez. 2025 / 2 / 4 / 6 / 10 Jan. 2026 Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026 Nachtträume20 / 25 / 28 / 30 Juni / 4 Juli 2026

Lucas Niggli

Der Schweizer Schlagzeuger und Perkussionist Lucas Niggli gilt als einer der interessantesten Drummer in der europäischen Szene zeitgenössischer Musik und musiziert im Grenzbereich von improvisierter und komponierter Musik. Mit verschiedenen Formationen tourt Lucas Niggli weltweit. Er ist gerngesehener Gast an den grossen Jazz Festivals in Vancouver, Berlin, Willisau, Saalfelden, Moers, Rom, Nürnberg, Capetown oder Zürich. Ebenso spielt er an grossen Festivals für zeitgenössische Musik wie Donaueschingen, Huddersfield (UK), Ultima Oslo (N) und MaerzMusik Berlin (D). Zu seinen aktuellen Formationen gehören Steamboat Switzerland, Biondini - Godard – Niggli, Kalo Yele (mit Aly Keïta) und das Duo mit dem Sänger Andreas Schaerer. Lucas Niggli führt regelmässig Werke zeitgenössischer Komponisten wie David Dramm, Michael Wertmüller, Sam Hayden, Felix Profos, Mauricio Kagel, John Cage und andere auf. In seinen Bands und Projekten arbeitete Lucas Niggli Hand in Hand mit grossen Musiker/innen wie Barry Guy, Pierre Favre, Butch Morris, Trevor Watts, Fred Frith, John Cale, Sylvie Courvoisier, Hans Koch, Peter Waters, Samul Nori, Xu Fengxia, Tom Cora, Ikue Mori, Michel Wintsch, Collegium Novum, Erika Stucky, Jacques Demierre, Arkadij Shilklopper, Jean-Luis Matinier, Irene Schweizer, Wu Wei, Phil Minton, ARTE Quartet, Flea, Andreas Schaerer und vielen anderen mehr. Lucas Niggli komponierte Werke für Chor, Orchester und kleinere Ensembles und ist als Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) tätig. Seine Diskographie umfasst 50 Titel, davon 17 CDs als Leader und Komponist, zumeist auf dem Label INTAKT Records.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Seth Josel

Seth Josel, geboren in New York, USA, studierte an der Manhattan School of Music sowie an der Yale University. Als Solist konzertiert er in Europa, Japan, den USA und Kanada. Er gastiert bei Orchestern und Ensembles, darunter das BBC Symphony Orchestra, die Berliner Philharmoniker, das Rundfunksinfonieorchester Berlin, der Chor des Süddeutschen Rundfunks, die Staatskapelle Berlin, das Boulez Ensemble und das Schönberg Ensemble Amsterdam, und war bei Festivals zu Gast wie den Salzburger Festspielen, Ars Musica, Donaueschingen, dem Holland Festival, der Münchner Biennale und dem Londoner South Bank Festival. Von 1991 bis 2000 war er ständiges Mitglied der musikFabrik. Er arbeitete mit Dirigenten wie Simon Rattle, Zubin Mehta, Kirill Petrenko, Marek Janowski, Vladimir Jurowski, Jonathan Nott und Iván Fischer.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
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Statistenverein am Opernhaus Zürich

Der Statistenverein am Opernhaus Zürich wurde im Jahr 1900 gegründet und dürfte damit einer der traditionsreichsten Vereine auf dem Kulturplatz Zürich sein. Rund hundert Frauen und Männer im Alter von 16 bis 70 Jahren bereichern das Bühnengeschehen in zahlreichen Inszenierungen.Statisten, früher auch als Figuranten bezeichnet, haben generell nicht sprechende Rollen. Ihre Einsätze am Opernhaus Zürich fallen je nach Inszenierung unterschiedlich umfangreich aus. Während früher Massenszenen im Vordergrund standen, sind die Statistinnen und Statisten seit der Ära Pereira und der Intendanz von Andreas Homoki zunehmend auch für aufwändigere Einzelauftritte sowie für anspruchsvolle technische Einsätze gefragt. Die Mitglieder des Statistenvereins üben ihre Einsätze in der Freizeit und ohne finanzielle Interessen aus. Sie bringen Begeisterung für Musik und Theater mit.

Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 La scala di seta25 / 28 Sept. / 19 / 24 Okt. 2025 Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 Madama Butterfly30 Dez. 2025 / 3 / 9 / 11 / 13 / 16 Jan. 2026 Rigoletto20 / 23 / 27 Dez. 2025 / 1 / 4 Jan. 2026 Le nozze di Figaro24 / 29 Jan. / 1 / 5 / 7 / 10 / 14 Feb. 2026 Werther14 / 19 Juni / 1 / 4 / 10 Juli 2026 Così fan tutte3 / 7 / 9 / 12 Juli 2026 Macbeth8 / 11 / 14 / 19 / 22 / 30 Nov. 2025 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 La clemenza di Tito26 / 29 Apr. / 3 / 8 / 15 / 17 / 20 / 25 Mai 2026 Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026 Hänsel und Gretel16 / 20 / 23 / 28 / 30 Nov. / 2 / 4 / 11 / 16 / 18 / 21 Dez. 2025 / 2 / 24 / 25 / 31 Jan. 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 Die Fledermaus7 / 10 / 12 / 14 / 18 / 26 / 28 / 31 Dez. 2025 / 2 / 4 / 6 / 10 Jan. 2026 Giulio Cesare in Egitto11 / 13 / 15 / 17 / 21 / 25 / 28 März 2026 Scylla et Glaucus27 / 29 / 31 März / 2 / 6 / 30 Apr. / 2 Mai 2026 La forza del destino2 / 7 / 12 / 15 / 18 / 21 / 26 / 29 Nov. / 17 / 21 Dez. 2025 Sillons de Mémoires5 / 6 / 7 Feb. 2026 Gianni Schicchi2 / 6 / 8 / 10 / 13 Mai 2026 Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Kurzgefasst

Olga Neuwirth gehört zu den herausragenden Komponistinnen unserer Zeit. Zusammen mit der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek schreibt sie an einem neuen Musiktheater. Als Avatarinnen ihrer selbst schicken sie zwei «Vampiretten» auf eine Reise um die Welt. Sie beobachten den Niedergang der Menschheit, während ein tyrannischer König und ein von ihm selbst heraufbeschworenes Seemonster um die Macht kämpfen. « Monster’s Paradise» ist Tragödie und Satyrspiel zugleich. Der Regisseur und Intendant der Staatsoper Hamburg, Tobias Kratzer, präsentiert sich mit dieser brandneuen Politgroteske erstmals am Opernhaus Zürich. Mit dem Schweizer Dirigenten Titus Engel steht ein Experte für zeitgenössische Musik am Pult.

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Trailer «Monster's Paradise»


Koproduktion mit der Hamburgischen Staatsoper | Pressestimmen

«Eine Oper als schrille Fuck-Trump-Party. […] Diese Uraufführung muss man wohl ein Manifest und ein Fest nennen.»

Süddeutsche Zeitung, 02.02.2026

«Hier wird klar, was Kunst zu schaffen vermag.»

CH Media, 09.03.2026

«Eine überbordende, fantasievolle Inszenierung, die das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute fesselt.»

AP News, 03.02.2026

«Das jüngste Werk von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek ist ein schriller, bitterböser Spass.»

NZZ, 10.03.2026

«Zum Lachen und Weinen schön. Zum Schreien kitschig. Poetisch, rührselig, rätselhaft»

Die Zeit, 02.02.2026

«Eine wilde, ziemlich wirre Untergangsstory, surreal und bizarr, und gleichzeitig sehr politisch»

SRF, 09.03.2026


Das Plakatmotiv zu «Monster's Paradise» © Marco Brambilla (Heaven's Gate)


Fotogalerie «Monster’s Paradise»


Gut zu wissen

Das Schräge verhindert, dass wir uns an das Falsche gewöhnen

Der Dirigent Titus Engel über die Partitur von Olga Neuwirth

Unsere Welt funktioniert zwar noch, aber so wie sie ist, stimmt sie einfach nicht mehr. Und damit wird es schräg. Nicht etwa mal kurz in der Musik, für Sekunden, sondern dauerhaft. Aus Notwendigkeit heraus. Das zueinander Verschobene ist in «Monster’s Paradise» kein Randphänomen, sondern der Grundzustand des Werkes. Gemeint ist damit nicht das radikal Andere, nicht der offene Bruch, sondern jene dauerhafte, kaum merkliche Dejustierung, bei der zwar alles weiterhin funktioniert, aber: Es passt nicht mehr. Die Welt sei aus den Fugen geraten, heisst es häufig, sie stehe am Abgrund, sie drehe durch. Gemeint ist stets dasselbe Gefühl: dass nichts mehr selbstverständlich ineinandergreift, dass vertraute Abläufe ihre innere Logik verloren haben. Und das erfahren wir über die meisterliche Kompositionsweise von Olga Neuwirth am eigenen Leib, wenn wir dieses Werk hören.

Die Geschichte von «Monster’s Paradise» ist in ihrem Kern ja bereits absurd: ein König-Präsident, ein Monster, Vampiretten, Untergang und Rettung in grotesker Eskalation. Die Grand Guignol Opéra operiert bewusst jenseits realistischer Plausibilität und nutzt das Absurde nicht als Dystopie, sondern mittlerweile als Spiegel einer entgleisten Welt. Entscheidend ist, dass die Komposition dieses Absurde nicht einfach illustriert. Die Musik entzieht der Handlung den sicheren Rahmen der Groteske und überführt es in eine permanente harmonische Schieflage. Damit wird es hörbar zu unserem Spiegel.

Schrägheit ist von Beginn an gesetzt. Das Stück eröffnet mit einer klassischen Opernfanfare – kraftvoll, eindeutig, aufgeladen –, die jedoch bereits nach wenigen Takten durch die permanent zu hoch gestimmte E-Gitarre konterkariert wird. Hinzu kommen mikrotonale Verschiebungen in den Bläsern, Vierteltöne, die nicht ornamentieren, sondern irritieren. Diese Verstimmung ist kein punktueller Effekt, sondern wie bereits erwähnt ein ganzheitliches Prinzip. Auch das Klavier ist bewusst zu tief gestimmt; die Abweichung ist präzise gesetzt, mathematisch kalkuliert, weder tonale Farbe noch spektrale Auflösung. Sie bleibt bestehen und löst sich nicht auf. Man lacht nicht über das Geschehen, sondern hört ihm zu, und dann, lacht man – und merkt anschliessend, dass etwas nicht aufgeht. Tief in einem drinnen.

In der zeitgenössischen Musik ist Musik mit Anspruch auf Witz oder Satire erstaunlich selten. Der überwiegende Teil bleibt im Grundgestus ernst. «Monster’s Paradise» stellt eine andere Frage: Wie lässt sich Witz musikalisch herstellen, ohne ihn zur Nummer zu machen?

Der Witz entsteht zuallererst durch gebrochene Wiedererkennbarkeit. Neuwirth arbeitet mit Versatzstücken aus der Musikgeschichte, die man als Hörer zwar sofort identifizieren – aber in ihrer Fülle gar nicht greifen kann: Opernfanfaren, Walzerassoziationen, Musicalidiome, Mozart- und Rossini-Gesten, amerikanische Filmmusik, bis hin zu Momenten, die an das Neujahrskonzert erinnern. Doch diese Fragmente erscheinen nie «richtig». Ein besonderer Moment ist der Beginn des 2. Bildes, wenn dem König-Präsidenten alle möglichen theatralischen Acts vorgestellt werden, die er alle wegbuzzert. Jede «Kleinkünstler:in» hat da ihre eigene Musik. Die Abfolge ist faszinierend hochtourig, es ist eine fast filmische Arbeitsweise mit sehr vielen Schnitten, was Olga Neuwirth hier zur Meisterschaft treibt.

Nun zum Orchester: Neben einem weitgehend klassischen sinfonischen Apparat, existiert eine zweite klangliche Ebene – Drumset, Saxophon, Bass- und Kontrabassklarinette sowie die verstimmte E-Gitarre und das Klavier bilden immer neue variierende bandartige Konstellationen, welche die verschiedenen Musikidiome verlangen. Im Orchester werden alle Spieltechniken der Neuen Musik abverlangt, aber nie als «l’art pour l’art», sondern immer theatralisch eingesetzt. Es wird gekratzt, geschabt, es gibt Vierteltoncluster neben romantischen Melodien. Und ein unglaublich differenziert eingesetztes Schlagzeug-Instrumentarium.

Diese Ebenen fügen sich manchmal zu einer Einheit, aber oft konkurrieren sie auch miteinander. Schmalzige Musicalmelodien tauchen auf, werden abrupt abgebrochen, kippen in Katastrophenflächen oder treiben mit enorm rhythmischem Drive voran. Gerade diese Energie ist zentral: Viele Passagen ziehen massiv, sind hochmotorisiert, beinahe überdreht. Der Drive verhindert, dass das Groteske dekorativ wird. Auch die Stimme ist in diesem Stück nie eindeutig.

Schauspielerinnen singen, Sängerinnen sprechen. Stimmen wechseln permanent zwischen Gesang, Sprechgesang, Sprache und Effekt. Auf die Spitze treibt es der König-Präsident, er singt in allen höchsten und tiefsten Lagen, in allen Farben, senza vibrato, molto vibrato, gepresst, falsettiert, geschrien. Sein Gegenspieler Gorgonzilla spricht und singt oft in – vom Nō-Theater inspirierten – Gesang: einem Chanting, wofür Olga Neuwirth eine eigene Notation erfunden hat, aber an besonderen Stellen, wenn das Monster gut gelaunt ist, darf es auch jazzige Melodien singen. Er wird von einer Sängerschauspielerin interpretiert, deren Stimme mit Hilfe von Live-Elektronik in die Monsterstimme transformiert wird, welche die Stimme mit Harmonizern in zum Teil drei übereinanderliegende harmonisch verschobene Stimmen verwandelt.

Dazu kommt ein Chor in verschiedenen Konstellationen, der manchmal sehr schön singt, aber auch summt und schreit, wie ein finnischer Schreichor. Er hat die Funktion eines griechischen Chores wie bei Bertolt Brecht. Er kommentiert und ist manchmal plötzlich doch Teil der Handlung. Die Stimme verliert ihre Funktion als stabiler Träger von Identität. Sie wird Material, Oberfläche, Störung.

Neben Orchester, Solist:innen und Chor gibt es eine weitere entscheidende Ebene: die Samples. Für Olga Neuwirth war das schon immer ein wichtiges Element. Teilweise erklingen Geräusche der Handlung, wie die Klospülung oder Rülpser des König-Präsidenten oder das Gelächter der Vampirinnen. Teilweise sind es elektronische Klangflächen für die Goddess, welche die Handlung als Gegenpart des Chores kommentiert.

Dass Olga Neuwirth all diese Ebenen in ihrem Kompositionsprozess gleichzeitig denkt, ist herausragend. Sie schreibt, im Gegensatz zu anderen, die zuerst nur die Gesangsstimmen komponieren, sofort eine unglaublich detailreich instrumentierte Partitur mit wirklich allen Anmerkungen der elektronischen Parts. Das Besondere an der Probenarbeit ist, dass sie für jedes Detail eine ganz klare Vorstellung hat und sich mit grosser Intensität dafür einsetzt, dass sie alle Wirklichkeit werden. Nicht nur hört sie genau jedes Detail in der Partitur und die Nuancierungen in den Gesangsstimmen, auch hat sie eine grosse Kenntnis der technischen Anforderungen für die Umsetzungen ihrer Samples und Effekte. Es ist ein absoluter Gewinn, sie im Probenprozess, auch am Mischpult, selbst dabei zu haben.

Ihre Energie und Konzentration zu spüren und die Gelöstheit, wenn wieder eine Etappe geschafft ist, ist ein besonderes Erlebnis für mich, ebenso wie das lockere Gespräch nach Proben, das in ganz musikferne Sphären abschweifen kann. Das macht sie als grosse Künstlerin aus, dass sie nicht nur in einem «Spezial»-Gebiet Meisterin ist, sondern einen enorm weiten Blick durch ihre lebenslange Beschäftigung mit jeglicher Form von Kultur beweist. So ist sie nicht nur eine versierte Kennerin der klassischen, romantischen und modernen Musikgeschichte, sie hat sich auch immer für das Punkige, das Anarchische und die Comic-, Pop-, und Trashkultur interessiert und verdichtet das alles in «Monster’s Paradise» zu einem Gesamtkunstwerk.

In der Verdichtung liegt die politische Schärfe der Komposition. Die Musik bietet so der Geschichte keine Entlastung. Sie erlaubt kein souveränes Lachen von aussen. Sie zwingt zur Teilnahme an der globalen Irritation, deren Teil wir auch sind. Wir können den Zustand der Welt hier in gewisser Weise körperlich erfahren. In einer Zeit, in der alles blindlings weiterläuft, global synchronisiert und technisch effizient, aber innerlich falsch, ist diese Erfahrung vielleicht die genaueste Form von Gegenwartskunst. Das Schräge wird uns nicht retten. Aber es verhindert, dass wir uns an das Falsche gewöhnen. Und darin könnte eine Rettung liegen.

Die Komponistin Olga Neuwirth

Die österreichische Komponistin Olga Neuwirth gehört zu den wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Musik. Ihr Werk verbindet Musik mit Literatur, Film und multimedialen Formen und umfasst Opern, Orchesterwerke, Installationen und Filme. Erfahren Sie mehr über Leben, Einflüsse und zentrale Werke der Komponistin.

Olga Neuwirth, geboren in Graz, studierte Komposition in San Francisco, Wien und Paris sowie Malerei und Film in San Francisco. Wesentliche Anregungen für ihr künstlerisches Schaffen erhielt sie u. a. durch Begegnungen mit Adriana Hölszky, Tristan Murail und Luigi Nono. Seit 2021 ist Olga Neuwirth Kompositionsprofessorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Die Komposition der Mini-Opern «Körperliche Veränderungen» und «Der Wald» (1989/1990) markierte den Beginn einer engen Zusammenarbeit mit Elfriede Jelinek. Weitere gemeinsame Projekte der beiden waren u. a. die Multimedia-Opern «Bählamms Fest» nach Leonora Carrington (1999) und «Lost Highway» (2002/2003) nach David Lynch, «Der Tod und das Mädchen II» (2000) sowie Olga Neuwirths Film «Die Schöpfung» (2010). Olga Neuwirth komponierte darüber hinaus mehrere musikdramatische Werke, darunter «The Outcast» (2010/2011) nach Herman Melville, «American Lulu» (2006/2011) nach Alban Berg sowie «Orlando» (2018/2019) nach Virginia Woolf als Auftragswerk für die Wiener Staatsoper. Zu ihren weiteren Kompositionen zählen u.a. «Hommage à Klaus Nomi» (1998/2006), «…miramondo multiplo…» für Trompete und Orchester (2006), «Kloing!» für verstimmtes selbstspielendes Klavier und Live-Pianist (2008), «Remnants of Songs – an Amphigory» für Viola und Orchester (2009) und «Aello – Ballet mécanomorphe» für Flöte und Ensemble (2018). «Clinamen / Nodus» (2000) wurde vom London Symphony Orchestra unter Pierre Boulez uraufgeführt, «Masaot/Clocks without Hands» (2014) von den Wiener Philharmonikern unter Daniel Harding, «Keyframes for a Hippogriff» (2019/20) von Andrew Watts, den Berliner Philharmoniker und Jakub Hrůša und «Zones of Blue» für Klarinette und Orchester (2024) von Jörg Widman, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Simon Rattle. 2007 war Olga Neuwirth mit einer Klanginstallation bei der documenta in Kassel präsent. Sie ist Trägerin zahlreicher Preise und Auszeichnungen, darunter der Grosse Österreichische Staatspreis für Musik (2010), das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst (2019), der Wolf Prize for Music (2021), der Opus Klassik (2021), der Grawemeyer Award (2022) für «Orlando» und der Ernst von Siemens Musikpreis (2022) sowie die Ehrendoktorwürde der Kunstuniversität Graz (2025).

Wird ein Monster die Welt retten?

Mit «Monster’s Paradise» hat die Komponistin Olga Neuwirth eine brandaktuelle Politgroteske für die Opernbühne geschaffen, die wir als Koproduktion mit der Hamburgischen Staatsoper zeigen. Ein Gespräch mit dem Regisseur Tobias Kratzer.

Tobias Kratzer, du hast neulich etwas überspitzt gesagt, du seist eigentlich nur Intendant geworden, um bei Olga Neuwirth ein neues Musiktheater-Werk in Auftrag geben zu können. Woher kommt diese Begeisterung?

Ich verfolge das Schaffen von Olga Neuwirth schon seit vielen Jahren und halte sie für eine der wichtigsten Komponistinnen unserer Zeit. Sie schafft es, sowohl High Avantgarde als auch alles andere, was musikalisch so in unserer Welt existiert, zu einem sehr eigenen Amalgam zu verschmelzen. Und das auch noch mit viel Humor, was in der zeitgenössischen Musik gar nicht so oft vorkommt. Olga Neuwirth schafft keine Werke, die sich einfach so leicht umsetzen und wegkonsumieren lassen, und ich glaube, das zeichnet die Werke grosser Künstlerinnen und Künstler aus: dass sie immer ein bisschen über die Möglichkeiten ihrer Zeit hinausweisen und einen Hauch von Unaufführbarkeit mit sich bringen. Diese Aufgabe, die sich uns jetzt auch mit «Monster’s Paradise» stellt, reizt mich als Intendant und Regisseur, weil sie auch die Weiterentwicklung der musiktheatralischen Form an sich herausfordert.

Für das Libretto hat Olga Neuwirth mit Elfriede Jelinek zusammengearbeitet. Was verbindet die beiden?

Eine lange künstlerische Freundschaft und Zusammenarbeit. Ich glaube, Olga war sechzehn, als sie Elfriede kennengelernt hat. Einige Jahre später hat sie bereits zwei erfolgreiche Miniaturopern nach ihren Texten komponiert. Die grosse Bewunderung für Olga und ihr Werk hat nun auch dazu beigetragen, dass sich Elfriede noch einmal an ein Opernlibretto gemacht hat. Sie hat ein grosses Libretto-Konvolut geschrieben, aus dem Olga dann das Libretto zur Vertonung eingerichtet hat. Elfriede Jelinek ist dafür bekannt, dass sie für die Bühne fast nur noch sogenannte Textflächen mit spärlich verteilten Rollen schreibt. Ich finde es daher spektakulär, dass sie in diesem Fall ein Libretto geschrieben hat, das Rollen und Dialoge im klassischen Sinn enthält. Zudem ist «Monster’s Paradise» ein originaler Jelinek-Stoff geworden, während sie für die früheren Opern von Olga Neuwirth bestehende Stoffe bearbeitet hatte: ein Drama von Leonora Carrington für «Bählamms Fest», oder das Drehbuch zu David Lynchs Film für «Lost Highway».

Eine der Hauptfiguren in «Monster’s Paradise» ist ein despotischer König-Präsident. Wie ist dieser Stoff im Werk von Elfriede Jelinek zu verorten?

«Monster’s Paradise» knüpft beim Theaterstoff «Am Königsweg» an, den Elfriede 2016 nach der Wahl Donald Trumps in seine erste Amtszeit geschrieben hat. Das Libretto für «Monster’s Paradise» haben Olga und Elfriede übrigens konzipiert und verfasst, bevor Trump zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt wurde. Es zeugt quasi von der seherischen Qualität dieser beiden Künstlerinnen, dass sie den aktuellen Verlauf der amerikanischen und weltweiten Geschichte in vielen Details vorausgeahnt haben. Durch die zweite Wahl Trumps hat das Stück unterdessen noch einmal radikal an Aktualität gewonnen. Trotzdem sagen beide – und das versuchen wir auch in der Inszenierung so zu zeigen –, dass es kein «Trump-Stück» ist. Trump ist ja nicht als Einzelperson, sondern als Symptom interessant: als ein besonders exemplarischer Fall für einen populistischen Herrscher, oder für eine Regierungsform, die man seit der Aufklärung in demokratischen Staaten – vielleicht in einem verfrühten Optimismus – nicht mehr für möglich gehalten hätte. Dass dieser Typus jetzt so massiv auf die Weltbühne zurückkehrt, verleiht dem Stück seine brennende Aktualität.

Durch die langen Planungsvorläufe und Kompositionsprozesse hinkt die Oper der politischen Aktualität üblicherweise ja eher hinterher...

Hier müssen wir uns eher beeilen, dass die Realität nicht unsere Theaterideen einholt! Für den Palast des König-Präsidenten haben wir uns etwa ein bisschen vom Oval Office im Weissen Haus inspirieren lassen, das wir in Gold kleideten. Dieses Bühnenbild hatten wir schon entworfen, bevor Trump zu Beginn seiner zweiten Präsidentschaft tatsächlich damit begonnen hat, sein Oval Office immer mehr zu vergolden...

Das Stück mit dem etwas Blockbuster-artigen Titel «Monster’s Paradise» heisst im Untertitel «eine Grand Guignol Opéra». Was ist das für eine Welt?

Die Genrebezeichnung Grand Guignol bezeichnet ein «niederes» Genre des 19. Jahrhunderts in Frankreich. Es ist eigentlich ein Unterhaltungstheater der Grausamkeiten mit Blut und Schockeffekten, aber auch eine höhere Art des Kasperle-Theaters für Erwachsene. Das ist eine Form, die sich heute am ehesten in der Populärkultur, in Superhelden- oder Monsterfilmen fortschreibt, aber weniger auf der Theaterbühne. Olga zitiert diese Form auf eine ironische Weise, um zu zeigen, dass dies vielleicht die einzige Form ist, mit der man den heutigen Irrationalitäten der Welt überhaupt noch begegnen kann. Wenn weder das postdramatische noch das psychologische Theater noch das Well-made play die Welt noch adäquat fassen können, ist dieses höhere Kasperle-Theater dem Thema vielleicht am meisten angemessen. Aber auch musikalisch bringt diese revue- oder cabaretartige Form eine besondere Ausdrucksweise mit sich, die teilweise an Bänkelgesang erinnert, und sich eben mit «Opéra» koppelt, also dem Inbegriff der «hohen» Form. Diese Kombination ist nicht nur ein Widerspruch in sich, sondern auch eine völlig eigene Form.

Der bereits genannte König-Präsident trifft darin auf das Seemonster Gorgonzilla, das aber kein eindimensionaler Bösewicht ist. Wie verstehst du diese Figur?

Das Monster ist eine hochambivalente Figur. Man weiss nie genau, auf welcher Seite es steht, ob es die Menschheit vor dem tyrannischen König retten wird, oder ob es eigene Ziele verfolgt. Immerhin scheint das Monster die einzige Instanz zu sein, die gegen die realen Monster der Welt überhaupt noch ankämpfen kann. Man kann es also auch als Symbol dafür lesen, dass jegliche Opposition per se monströs werden muss, um gegen ein Monster auf dem Präsidentenstuhl kämpfen zu können. Andererseits heisst es im Libretto auch, dass das Monster durch einen vom König-Präsidenten verursachten Reaktorunfall verursacht wurde... Diese schillernde Ambivalenz stellt sich eigentlich bereits im Titel: Ist das «Paradise» die Insel, auf der das Monster wohnt? Oder ist es inzwischen unsere Welt, in der sich Monster so wohl fühlen wie früher nur in ihren Drachenhöhlen? Ambivalent ist übrigens auch die Stimme dieser Figur, die von einer Frau gesungen, aber elektronisch so verfremdet wird, dass sie eigentlich eine geschlechtlose Klangwelt eröffnet.

Neben einer Goddess, einem Bären oder Zombies bewegen sich durch diese arg zugerichtete Welt auch die beiden Vampiretten Vampi und Bampi...

Olga und Elfriede haben dieses Werk nicht nur geschaffen, sondern sie bewegen sich als handelnde Figuren auch darin. Das finde ich ganz faszinierend! In der Verkleidung als Vampiretten steigen die beiden noch einmal in die Welt hinab und reflektieren darüber, was sie bisher mit ihren künstlerischen Anstrengungen so erreicht haben. Dem Wesen des Vampirs entsprechend, das immer schon irgendwie dabei war, aber qua seiner Natur gar nicht so viel verändern kann, haben die beiden grundsätzlich eine fatalistische Sicht. Dennoch, oder gerade «weil’s eh schon wurscht is», wie man auf Österreichisch sagt, wollen sie es noch einmal versuchen. Und das trifft eigentlich ganz gut den Schaffensimpuls der Künstlerinnen. Dieses Zurückblicken auf das eigene Schaffen, das bei Elfriede Jelinek vielleicht schon Züge eines Alterswerks hat, macht das Stück sehr vielschichtig. Man ist als Zuschauer nicht nur mit Monsterkämpfen konfrontiert, sondern wird dabei von den beiden Vampiretten bei der Hand genommen.

Der Stoff dieses neuen Stückes ist zutiefst politisch. Provokation oder beissende Kritik scheinen aber nicht die zentralen Mittel zu sein. Was bedeutet das für deine Inszenierung?

«Monster’s Paradise» ist lose an das Theaterstück «König Ubu» von Alfred Jarry angelehnt, das in der Tradition des absurden Theaters steht. Für mich geht es darum, gerade in dieser grotesken Form eine Reflexion über unsere Welt zu machen und nicht etwa ein bürgerliches Publikum zu provozieren. Ich glaube ohnehin, dass diese Zeit des Provozierens vorbei ist. Das sogenannte Regietheater hat sich viele Jahrzehnte lang daran abgearbeitet, eine traditionelle Opernkultur zu dekonstruieren. Unterdessen ist es aber selber zum Goldstandard geworden. Als Intendant suche ich deshalb auch nach interessanten Wegen, wie man durch die Erschliessung von selten gespielten Werken, Uraufführungen und einen anderen Zugriff auf das Repertoire gar nicht mehr mit jeder Aufführung versucht, eine weitere Neuinterpretation eines Klassikers anzubieten, sondern, im Gegenteil, eine Art von unmittelbarer Sinnlichkeit zu erzeugen.

Olga Neuwirths Partitur ist kurz vor Probenbeginn fertig geworden, dein Inszenierungskonzept ist parallel dazu entstanden. Wie bringst du das jetzt zusammen?

Es war mir wichtig, Regie- und Raumkonzept mit einer gewissen Offenheit auszustatten, die eine spielerische Improvisation auf den Proben ermöglicht. Die genauen Bewegungsfolgen entstehen natürlich aufgrund der Partitur, die wir jetzt auch in Zusammenarbeit mit Olga erarbeiten. Das Libretto liegt aber schon länger vor und hat verschiedene Ebenen: In der Mikrostruktur ist es – wie die einzelnen Noten der Partitur – unglaublich präzise, in dem es etwa «Trumpschen Sprachmüll» auf kluge Weise aufsammelt und so Realitäten der Sprache aufdeckt. Für die Regie ist aber gerade auch die Makrostruktur interessant, in der die einzelnen Bilder eigentlich die Form von Parabeln haben, die über diese Details hinausweisen. Als Regisseur finde ich es spannend, diesen Rahmen deutlich zu erzählen, damit sich die grosse Fülle und der kleinteilige Aberwitz des Stücks darin entfalten können. 

Das Monster Gorgonzilla beendet das Stück mit dem Satz: «Die Freiheit lockt jetzt doch mich auch sehr!» Da sind wir dann doch sehr nah bei einem Topos der klassischen Oper...

Ich sage immer: die Opern von Olga Neuwirth stehen für unser Jahrhundert wie Beethovens «Fidelio» für den Beginn des 19. Jahrhunderts. Und tatsächlich könnte man «Monster’s Paradise» als eine Art «dystopische Rettungsoper» in der Tradition des «Fidelio» verstehen. Das letzte Wort hat allerdings nicht das Monster, sondern die Musik. An seine Worte schliesst sich nämlich ein musikalischer Epilog an, in dem durch ein verstimmtes Klavier hindurch Musik von Franz Schubert zitiert wird, die sich aber zusammen mit den beiden Vampiretten in der Ferne verliert. Das finde ich ein wichtiges Statement, dass vielleicht die Musik dann doch länger klingt, als der Mensch argumentiert.
 



Das Gespräch führte Fabio Dietsche

Schriftstellerin Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek prägt seit Jahrzehnten die deutschsprachige Gegenwartsliteratur. In ihren Romanen und Theatertexten legt sie mit radikaler Sprache gesellschaftliche Machtverhältnisse und Klischees offen. Der folgende Artikel gibt einen Einblick ins Leben und Werk der Nobelpreisträgerin.

Elfriede Jelinek, geboren in Mürzzuschlag (Steiermark), aufgewachsen in Wien, ist eine der wichtigsten deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen. 2004 erhielt sie den Nobelpreis «für den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, der mit aussergewöhnlicher sprachlicher Leidenschaft die Absurdität gesellschaftlicher Klischees und ihre beherrschende Macht offenlegt». Jelinek begann ihre künstlerische Laufbahn mit einer intensiven musikalischen Ausbildung und absolvierte ein Frühstudium am Wiener Konservatorium mit Unterricht u. a. in Klavier, Orgel, Geige, Bratsche und Blockflöte, das sie mit einem Diplom als Organistin abschloss. Ergänzend dazu studierte sie Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Wien. Die Komposition der Mini-Opern «Körperliche Veränderungen» und «Der Wald» (1989/1990) markierte den Beginn einer engen Zusammenarbeit mit Olga Neuwirth. Weitere gemeinsame Projekte der beiden waren u. a. die Multimedia-Opern «Bählamms Fest» (1999) und «Lost Highway» (2002/2003) nach David Lynch. Die Werke von Jelinek analysieren in radikal zugespitzter Sprache gesellschaftliche Machtverhältnisse, insbesondere im Zusammenhang von Geschlecht, Sexualität, Kapitalismus und nationaler Verdrängung. Zu ihren bekanntesten Romanen zählen u. a. «Die Liebhaberinnen» (1975), «Die Klavierspielerin» (1983), «Lust» (1989), «Die Kinder der Toten» (1995) und «Gier» (2000). Als Dramatikerin schrieb sie u. a. «Wolken.Heim», «Ein Sportstück», «Bambiland», «Das Werk», «Rechnitz (Der Würgeengel)», «Winterreise» und «Am Königsweg». Für ihr Werk erhielt Jelinek u. a. den Georg-Büchner-Preis (1998), den Franz-Kafka-Preis (2004), den Nestroy-Autorenpreis (2013) und den Deutschen Theaterpreis Der Faust für das Lebenswerk (2017). 2024 wurde sie zum Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt und mit dem Grossen Goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet.

Synopsis

BILD I

Ein Prolog im Himmel: Die zwei «Vampiretten» Vampi und Bampi schweben über den Dingen. Sie erwarten den Weltuntergang, den «Wärmetod des Universums». Generalbass der Szene ist die Klage der beiden, dass ihre Warnungen nicht gehört werden. Ihre «Lieder [werden] nicht aufgenommen», ihre Körper nicht mehr beachtet.

Dennoch beschliessen die beiden ein letztes Mal in die Welt aufzubrechen! Wenn ohnehin alles egal ist, kann man es genauso gut nochmal versuchen ...

Aus der Ferne tönen die Lockungen des Seemonsters Gorgonzilla: Er, den die Explosion eines Kernkraftwerks entstehen liess, bietet sich als Retter und Schutzpatron der Menschheit an.

 

BILD II

Ein überladener Palast. Der König-Präsident fiebert, befeuert von seinen zwei servilen «Adlati» Mickey und Tuckey, seiner Wiederwahl entgegen. Die Vampiretten – verkleidet als Miss Piggy und Kermit – versuchen den König-Präsidenten zu töten, aber er ist nicht kaputtzukriegen.

Stattdessen entgleitet ihr Ziel ins monströse Gegenteil: Der König-Präsident wächst zu Riesengrösse an. Und Miss Piggy und Kermit vervielfachen sich. Unter den erschrockenen Augen Vampis und Bampis töten die neu entstandenen Kermits alle Miss Piggies.

Ein Bär überbringt die Glückwünsche des Volkes. Ein entfesselter Mob von Zombies entert den Palast. Und von oben ertönt immer wieder als warnende Stimme eine weibliche Goddess.

Gorgonzilla rettet die Vampiretten aus dem allgemeinen Pandämonium.

 

BILD III

Gorgonzilla haust auf einer utopischen Insel: ein Refugium für alle, «die friedlich sind und es bleiben wollen». Militärische Angriffe wehrt er mit seinen Superresilienzkräften ab.

Der König-Präsident besucht Gorgonzilla und versucht ihn mit hämischen Anmerkungen aus der Reserve zu locken. Aber Gorgonzilla lässt ihn abblitzen und zieht seines Weges: in Richtung des zerstörten Präsidentenpalastes.

 

BILD IV

Vampi und Bampi durchwandern die Welt. Um sie herum toben Kriege und Naturkatastrophen. Je grösser das Rasen von Mensch und Natur, desto mehr treten auch Verwerfungen und Gereiztheiten zwischen den Vampiretten auf. Aber alle Schutzräume erweisen sich als zerstört: «Der Platz Gottes ist derzeit verwaist.»

Vampi und Bampi bleibt nichts als zuzuschauen und mit ihren Smartphones zu filmen. Zu spät kommend werden sie Zeuginnen eines epischen Kampfes: Inmitten von Nebel und Stimmengewirr treffen Gorgonzilla und der König-Präsident wieder aufeinander und attackieren sich in patriarchalem Kräftemessen.

Für einmal scheint der Richtige zu gewinnen. Gorgonzillla besiegt und frisst den Präsidenten und tritt an dessen Stelle. Aber die Zerstörung hat schon um sich gegriffen. «Nimmt das denn nie ein Ende?»

 

BILD V

Gorgonzilla hat die Herrschaft übernommen: «ein Monster sitzt jetzt auf [dem] Thron». Aber die Rettung der zerstörten Erde überfordert auch die Superkräfte des Seemonsters. Eine neue Menschheit dämmert herauf («Frauen inzwischen auch dabei, wer hätte das gedacht!») und kurzzeitig scheint sich die Natur zu erholen; aber das in den Katastrophen der Vergangenheit entfesselte Feuer lässt sich nicht mehr eindämmen.

Gorgonzilla wirft die Krone von sich und nimmt zumindest Vampi und Bampi noch mit auf seine utopische escape route: Als letzte Rettung lockt «der Ozean» ...

Ein Happy End so überzeichnet wie die Groteske zuvor: Während Gorgonzilla am Ende verschwunden bleibt, tauchen die Vampiretten auf einem Floss wieder auf. Darauf auch ein Klavier, das «weiter und weiter» spielt. Als könnte die Kunst noch etwas retten?