Vertragsverlängerung
Ballettdirektorin
Cathy Marston

Ballettdirektorin Cathy Marston bleibt bis zur Saison 2029/30

Das Opernhaus Zürich freut sich, die Vertragsverlängerung von Cathy Marston bekanntzugeben. Damit wird die Ballettdirektorin und Chefchoreografin ihre erfolgreiche programmatische Linie bis zur Saison 2029/30 fortführen. Die Vertragslaufzeit von Cathy Marston, die seit 2023/24 die Compagnie leitet, orientiert sich dabei an der aktuellen Amtszeit des Intendanten Matthias Schulz.

Matthias Schulz, Intendant des Opernhauses Zürich: «Das Ballett Zürich zählt zu den profiliertesten Compagnien Europas. Es steht international für stilistische Vielfalt, eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Weiterentwicklung des zeitgenössischen Tanzes und dessen Verschränkung mit dem klassischen Repertoire. Wir freuen uns sehr, dass Cathy Marston ihre wunderbare Arbeit am Ballett Zürich fortsetzt und die Compagnie mit ihrer so einnehmenden Art und ihrem Sinn für diese Verbindung weiter prägen wird».

Cathy Marston, Direktorin Ballett Zürich: «Ich freue mich sehr, das Angebot von Matthias Schulz anzunehmen und meinen Vertrag als Direktorin des Balletts Zürich bis Juli 2030 zu verlängern. In den vergangenen zweieinhalb Jahren hatte ich die Möglichkeit, das Ballett Zürich gemeinsam mit seinen aussergewöhnlichen Tänzerinnen und Tänzern kontinuierlich weiterzuentwickeln und ein Repertoire zu pflegen, das klassische und zeitgenössische Werke ebenso umfasst wie international gefeierte Meisterwerke und viel beachtete Uraufführungen. Ich freue mich darauf, mit Matthias Schulz weiter zusammenzuarbeiten, unsere Begeisterung für Tanz und Musik mit unserem Zürcher Publikum zu teilen – und den Ruf des Opernhauses Zürich und des Balletts Zürich für Exzellenz und Innovation weltweit zu festigen».

Wie Cathy Marstons künstlerische Vision im Repertoirealltag des Balletts Zürich umgesetzt wird, lässt sich exemplarisch am neuen Ballettabend «Timeframed» ablesen, der am 17. Januar zur Premiere kommt. Stücke der Tanzlegenden William Forsythe und des im Dezember verstorbenen Hans van Manen treten hier in einen spannungsreichen Dialog mit zwei Uraufführungen von Choreografen der nächsten Generation. Der international vielgefragte griechischen Choreografen Andonis Foniadakis wird erstmals für das Ballett Zürich kreieren. Der Brasilianer Lucas Valente, der seit 2017 als Tänzer mit dem Ensemble verbunden ist,  kreierte 2025 bereits für das Junior Ballett und startet nun in eine vielversprechende Laufbahn als freier Choreograf.

Über Cathy Marston

Die international renommierte Choreografin Cathy Marston besitzt sowohl die britische als auch die schweizerische Staatsbürgerschaft. Ab August 2023 ist sie neue Direktorin des Balletts Zürich. Ihre Tanzausbildung erhielt sie in Cambridge und an der Royal Ballet School London. Zwischen 1994 und 1999 tanzte sie im Ballett Zürich, im Ballett des Luzerner Theaters und beim Konzert Theater Bern. Von 2002 bis 2006 war sie Associate Artist des Royal Opera House London und von 2007 bis 2013 Ballettdirektorin am Konzert Theater Bern. Seit Jahren höchst erfolgreich als freischaffende Choreografin tätig, wurde Cathy Marston von einer Vielzahl namhafter internationaler Compagnien und Institutionen eingeladen. Kreationen entstanden unter anderem für das Royal Ballet, das Königlich Dänische Ballett, das English National Ballet, das Northern Ballet, das Finnische Nationalballett, das Ballet Black, das National Ballet of Cuba sowie für die Opera Australia und die Hong Kong Academy of Performing Arts.

In den letzten Jahren arbeitete sie vermehrt in den USA, so für das San Francisco Ballet, das American Ballet Theatre, das Houston Ballet und das Joffrey Ballet Chicago. In ihren choreografischen Arbeiten lässt sie grosse literarische Vorlagen im Tanz lebendig werden, ausserdem nähert sie sich bedeutenden historischen Persönlichkeiten auf ungewohnte und originelle Weise. Grosse Erfolge feierte sie mit ihren Ballettadaptionen «Mrs. Robinson» (nach Charles Webbs Roman «The Graduate»), «Snowblind» (nach Edith Whartons Roman «Ethan Frome»), Charlotte Brontës «Jane Eyre» und John Steinbecks «Of Mice and Men». Ungewöhnliche Sichtweisen prägen auch ihre biografisch inspirierten Werke «The Cellist», «Victoria» und «Hexenhatz». Für ihr choreografisches Schaffen wurde Cathy Marston mehrfach ausgezeichnet, darunter mit einem South Bank Sky Arts Award und dem britischen National Dance Award. 2020 verlieh ihr das International Institute for Dance and Theatre einen Preis für Exzellenz im internationalen Tanz.