Gründung der
«Kühne-Akademie»

Opernhaus Zürich und Kühne-Stiftung stärken gemeinsam die Ausbildung von Opernsänger:innen und zukünftigen Intendant:innen

Mit der Gründung der „Kühne-Akademie“ wird die Förderung junger Opernsänger:innen ausgebaut und erstmals ein gezieltes Entwicklungsprogramm für zukünftige Intendant:innen geschaffen. Das Opernhaus Zürich und die Kühne-Stiftung setzen gemeinsam ein zukunftsweisendes Zeichen für Qualität und Innovationskraft im Musiktheater und verbinden künstlerische Spitzenförderung mit gezielter Leadership-Entwicklung. Der Standort Zürich soll so zum internationalen Zentrum für die Ausbildung von Talenten im Bereich Musiktheater werden.

Die Kühne-Stiftung gründet die „Kühne-Akademie – Zukunft Musiktheater“, um gemeinsam mit dem Opernhaus Zürich ein international ausstrahlendes und ganzheitliches Ausbildungsprogramm für die nächsten Generation von Sänger:innen und Intendant:innen zu etablieren. Die Akademie verfolgt das Ziel, junge Talente umfassend auf den Berufseinstieg und eine nachhaltige Karriere vorzubereiten. Sie verbindet künstlerische Ausbildung, Führungskompetenzen und individuelle Karriereentwicklung miteinander und zeichnet sich durch eine ganzheitliche, personalisierte, praxisnahe und internationale Ausrichtung sowie durch die Zusammenarbeit mit universitären Partnern aus.

Die Akademie startet ab Herbst 2026 mit ersten Ausbildungsmodulen für Sänger:innen. Ergänzend zur künstlerischen Arbeit des Internationalen Opernstudios Zürich werden karriererelevante Kompetenzen wie Vertrags- und Finanzwissen, Vermarktung, Mental Health vermittelt. Darüber hinaus wird die Akademie individuelle Coaching- und Mentoringformate anbieten, die den Weg in eine erfolgreiche Berufskarriere unterstützen sollen. Auch die bestehende künstlerische Ausbildung am Opernstudio soll durch die Zusammenarbeit weiter gestärkt werden. Im Herbst 2027 folgt das Intendant:innenprogramm mit dem Fokus auf Leadership, Strategie, Innovation und individuelle Entwicklung. Durch den parallelen Aufbau eines Alumni- und Partner-Netzwerkes, wird die langfristige Karriereentwicklung der Teilnehmenden zusätzlich unterstützt.

Emilie Reichmann, verantwortlich für die Kulturprojekte der Kühne-Stiftung: „Mit der Kühne-Akademie schaffen wir gemeinsam mit dem Opernhaus Zürich einen Ort, an dem künstlerische Exzellenz und strategische Führungskompetenz gleichermassen wachsen können. Die Zukunft des Musiktheaters braucht starke Persönlichkeiten – auf und hinter der Bühne. Genau dazu möchten wir als Kühne-Stiftung einen nachhaltigen Beitrag leisten.“

Matthias Schulz, Intendant des Opernhaus Zürich: „Die Gründung der Kühne-Akademie ist ein wichtiger Schritt, um die nächste Generation von Opernsänger:innen und Führungspersönlichkeiten im Musiktheater zu fördern. Sie schafft einen einzigartigen Lern- und Erfahrungsraum, in dem junge Talente nicht nur auf den künstlerischen, sondern auch auf den strategischen Umgang mit den Herausforderungen unserer Branche vorbereitet werden. Zürich wird damit zu einem internationalen Zentrum für Ausbildung, Innovation und nachhaltige Karriereentwicklung im Musiktheater.“

Die Kühne-Stiftung mit Sitz in Schindellegi (SZ) wurde 1976 von der Familie Kühne gegründet und ist heute eine der bedeutendsten Stiftungen Europas. Ihre umfassenden Programme liegen in den Bereichen Logistik, Medizin, Klima, und Humanitäres. Seit vielen Jahren ist sie zudem in der Kulturförderung aktiv. Im Februar 2025 hat die Stiftung angekündigt, ein neues Opernhaus in Hamburg zu errichten und dieses nach der Fertigstellung der Hamburgischen Staatsoper mäzenatisch zu überlassen.

Die Stiftung versteht sich als operativ tätige Organisation und setzt ihre Projekte meist selbst um. Sie verfügt über Stiftungsmittel von aktuell CHF 64 Millionen p.a. und beschäftigt weltweit rund 800 Personen. Die Kühne-Stiftung feiert im Jahr 2026 ihr 50-jähriges Bestehen.

Das Opernhaus Zürich ist die grösste Kulturinstitution der Schweiz und zählt zu den produktivsten Bühnen Europas. Mit 15 bis 17 Neuproduktionen jährlich, zahlreichen Wiederaufnahmen, Konzerten, Liederabenden, einer Reihe für experimentelles Musiktheater, innovativen Vermittlungsformaten, Kooperationen mit Ausbildungsinstitutionen und über 300 Vorstellungen werden Oper und Ballett in einzigartiger Dichte erlebbar - vom Barock bis zur Gegenwart, von Klassikern bis zu Uraufführungen. Die künstlerische Handschrift des Hauses wird durch den Intendanten Matthias Schulz in Zusammenarbeit mit Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda und Ballettdirektorin Cathy Marston geformt. Das Opernhaus Zürich versteht sich als kultureller Ankerpunkt, als offener Ort für alle Altersgruppen und Schichten, als Bühne für außergewöhnliche künstlerische Erlebnisse, die sich der Schnelllebigkeit des Alltags bewusst entgegenstellen und gerade dadurch ihre Kraft entfalten. So verbindet das Opernhaus Zürich Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Erneuerung, lokales Engagement und internationale Ausstrahlung.

Das Internationale Opernstudio (IOS) am Opernhaus Zürich besteht seit 1961 und gehört damit zu den weltweit renommiertesten seiner Art. Es wurde unter dem Patronat der Freunde der Oper Zürich gegründet und hat sich seither als eine der bedeutendsten Talentschmieden für den Opernnachwuchs etabliert. Jährlich erhalten junge Sänger:innen aus aller Welt die Möglichkeit, unter professionellen Bedingungen und in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Künstlerpersönlichkeiten ihre ersten Schritte im internationalen Opernbetrieb zu machen. Das IOS bildet damit eine zentrale Brücke zwischen abgeschlossener Gesangsausbildung und dem Einstieg in eine professionelle Laufbahn.

Neben kontinuierlichem Unterricht in Stimmbildung und szenischer Arbeit sowie Meisterkursen mit renommierten Persönlichkeiten aus Gesang, Regie und Dirigat übernehmen die Mitglieder des Opernstudios regelmässig kleinere und grössere Partien auf der Bühne des Opernhauses Zürich und sammeln so wertvolle Bühnenerfahrung im Repertoirebetrieb.

Das Opernhaus Zürich und die Kühne-Stiftung verbindet bereits seit vielen Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Programmförderung.