«Prozess:
Nach dem Opernhaus-Besuch entstanden direkt erste Skizzen, um eine Grundidee zu finden. Als ich nach vielen Zeichnungen und Recherchen eine ungefähre Vorstellung des Gebäudes hatte, verfeinerte ich das Projekt im Workshop, zum Beispiel bei der Materialwahl. Dabei habe ich das Umfeld des Gebäudes berücksichtigt, wie den See, das Opernhaus und die Sicht auf den Uetliberg. Danach erstellte ich 3D-Modelle auf dem Computer, und auf Grundlage dieser vereinfachten Modelle habe ich schlussendlich die endgültigen Zeichnungen angefertigt.
Grundriss und Form:
Der Grundriss der Etagen nimmt die Form des Resonanzkörpers einer Geige an, was an die Geschichte und die Funktion des Opernhauses erinnert. Die Form des Gebäudes, mit den schräg verlaufenden Stockwerken, bringt Leben und Bewegung hinein und spiegelt die Wellen des Zürichsees wider. Durch diese geneigte Konstruktion sind zudem alle Terrassen miteinander verbunden, sodass ein Fussgänger das gesamte Gebäude besteigen kann, ohne es je betreten zu müssen. Dadurch wird der Aussenbereich zu einem unabhängigen, öffentlich zugänglichen Park.
Fassade:
In der Fassade zeigt sich der Übergang von alt zu neu. Sie besteht aus weissen Lamellen, die mit Glas kombiniert werden. Die weissen Betonlamellen greifen die Säulenarchitektur des historischen Opernhauses auf, während die gläserne Fassade Modernität vermittelt. Der Kontrast zeigt sich auch im Material: die matten Betonlamellen stehen der glänzenden Glasfassade gegenüber, die an schönen Tagen den See und den Uetliberg reflektiert.
Klimaziele 2040:
Das Gebäude mit seiner begrünten Terrasse ist heute besonders relevant, denn um Zürichs Klimaneutralitätsziele zu erreichen, braucht es mehr Vegetation im städtischen Raum. Die Erweiterung des Opernhauses kann als Vorbild für eine ökologisch durchdachte Architektur in Zürich dienen.»
Ethan C.-H., 14 Jahre