«Ich möchte, dass die Oper für alle Menschen verständlicher und sichtbarer wird. Viele Leute sehen nur die Aufführung, aber nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt. Darum habe ich einen neuen Anbau entworfen.
Das neue Gebäude sieht moderner aus als das alte, aber beim Louvre kann man sehen, dass das trotzdem passt und nicht stört.
Mein Gebäude funktioniert wie ein Setzkasten. Das bedeutet: Es gibt viele einzelne Räume, und in jedem Raum passiert etwas anderes zum Beispiel Schneiderei, Maskenbildnerei, Bühnenbild-Werkstatt oder Chorprobe.
In der Fassade gibt es Öffnungen. Dort kann man hineinschauen und sehen, wie Oper gemacht wird. Es ist wie heimlich durch das Schlüsselloch schauen. Man sieht nicht alles, aber trotzdem so viel, dass man verstehen kann, was dort passiert. Dazu kann es Infotafeln geben. Wie im Lindt Home of Chocolate.
Man kann auf zwei Arten durch das Gebäude gehen. Unter dem Gebäude durch als Abkürzung zum See. Oder man nimmt den Erlebnisweg. Der führt aussen als Rampe nach oben und auch durch einen Glastunnel durch das Gebäude hindurch.
Beim Hochgehen kann man überall hineinblicken. Ganz oben gibt es einen öffentlichen Dachgarten mit Restaurant. Dort können alle Menschen hin auch ohne Opernticket. Dort können auch kleine Konzerte stattfinden.
Meine Idee ist: Die Oper gehört allen. Und mein Gebäude zeigt, dass Oper Teamarbeit ist.»
Quentin Louis G., 10 Jahre