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Nicolas B.

«Für mich steht das Opernhaus im Allgemeinen für grosse Kultur, und es wirkt für mich auch etwas weit weg vom Alltag. Ein offenes Haus, wie ich es geplant habe, könnte diese Distanz verkleinern. Vielleicht bekommt man ja dann Lust, doch einmal ein Konzert zu besuchen, oder man kann über einen Bildschirm eine Kostprobe hören und so fast live dabei sein. Mein Gebäude soll mehr sein als nur ein Erweiterungsbau für das Opernhaus. Man soll dort Live-Übertragungen vom Opernhaus sehen können, Stand-Up-Comedy oder Theaterstücke erleben können, Freunde treffen, Picknicken und chillen, zeichnen, basteln oder Lego bauen, Instrumente spielen und lernen und vieles mehr…! Es soll Platz geben für Musik, Theater, Rap, Street Dance, Comedy oder Gesang aber auch Gespräche. 

Von oben hat das Offene Haus die Form eines Kreises. Ich habe den Kreis gewählt, weil er für Offenheit steht.  Niemand steht aussen. Vorne gibt es eine breite Treppe, die auch für Rollstühle oder Kinderwagen geeignet ist. Es gibt direkt oben beim Eingang eine rundum verlaufende 360 Grad Terrasse, auf der man etwas trinken und sich hinsetzen kann. Diese Terrasse verfügt natürlich auch über Sitzgelegenheiten und Wasserspender.

Während des Projekts habe ich mir sehr viele Gedanken über jedes Detail gemacht. Es war viel Ausprobieren, Verwerfen und neu Planen. Ich habe im Offcut-Kurs damit begonnen und das Projekt danach zu Hause weiterentwickelt und verfeinert. Zudem habe ich an einem Kurs von Spacecake teilgenommen und an einem Projekt mitgearbeitet. Am Ende ist das Offene Haus, in das ich selbst gerne gehen würde, weil ich weiss, dass es da immer etwas zu tun, zu erleben und zu beobachten gibt.»

14 Jahre