Beethoven / Debussy / Ravel

4. Philharmonisches Konzert

23. Februar 2020

Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58

Claude Debussy
La Mer

Maurice Ravel
La Valse

  • Dauer:
    ca. 1 Std. 55 Min. Inkl. Pause nach ca. 45 Min.
  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Dirigent:
Fabio Luisi

Fabio Luisi

Fabio Luisi stammt aus Genua. Der ehemalige Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich (2012-2021) ist Musikdirektor des Dallas Symphony Orchestra, Chefdirigent des Danish National Symphony Orchestra und Chefdirigent des NHK-Orchesters in Tokio. Er ist ausserdem Musikdirektor des Festivals Valle d'Itria in Apulien und Ehrendirigent des RAI National Symphony Orchestra in Turin. Zuvor hatte er wichtige Positionen bei Orchestern und Opernhäusern inne, darunter die Dresdner Staatskapelle, die Wiener Symphoniker und die Metropolitan Opera in New York. Er gastiert regelmässig u.a. beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Cleveland Orchestra, der Tschechischen Philharmonie, dem Orchester der Mailänder Scala, dem London Symphony Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris, dem Philadelphia Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem San Francisco Symphony Orchestra und den Wiener Philharmonikern und leitet Produktionen an der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Berlin, der Mailänder Scala, den Salzburger Festspielen, der Wiener Staatsoper u.a.. Am Opernhaus Zürich dirigierte er u.a. die Neuproduktionen von drei Bellini-Opern sowie «Rigoletto», «Fidelio», «Wozzeck», «Das Land des Lächelns» und Verdis «Messa da Requiem». Eine umfangreiche Diskografie ergänzt sein künstlerisches Schaffen. Am Opernhaus Zürich gründete er das Label «Philharmonia Records» der Philharmonia Zürich (Orchester der Oper Zürich). Der aus Genua stammende Fabio Luisi studierte am Conservatorio Niccolò Paganini seiner Heimatstadt und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, Österreich. Zu seinen Auszeichnungen zählen das Österreichische Verdienstkreuz für Wissenschaft und Kunst, der italienische Cavaliere della Repubblica Italiana, der Commendatore della Stella d’Italia, der Grifo d’Oro von Genua, das dänische Ritterkreuz und eine Ehrendoktorwürde der St. Bonaventure University in New York. Abseits des Podiums ist er Komponist und Parfümhersteller, der seine Kreationen für sein eigenes Unternehmen produziert.

Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026

Besetzung


Klavier Beatrice Rana

Beatrice Rana

Beatrice Rana wurde in Italien geboren und studierte bei Benedetto Lupo in Monopoli sowie an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe, darunter 2013 die Silbermedaille und den Publikumspreis beim renommierten «Van Cliburn International Piano Competition». 2011 gewann sie ausserdem den Ersten Preis und sämtliche Sonderpreise der Montreal International Competition. Als Solistin gastierte Beatrice Rana u.a. bereits in der Tonhalle Zürich, dem Wiener Musikverein, der Berliner Philharmonie, im Amsterdamer Concertgebouw, in der Carnegie Hall, der Londoner Wigmore Hall sowie beim Verbier Festival. Als Gast verschiedener internationaler Orchester konzertierte sie u.a. mit dem London Philharmonic, dem Philadelphia Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, der Los Angeles Philharmonic, der Detroit Symphony, der NHK Symphony, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, der Filarmonica della Scala, dem Royal Concertgebouw Orchestra sowie dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Gustavo Dudamel, Antonio Pappano, Yannick Nézet-Séguin, Fabio Luisi, Yuri Temirkanov, Gianandrea Noseda, Andrés Orozco-Estrada, Kent Nagano, Zubin Mehta und Vladimir Jurowski. Beatrice Rana ist Exklusivkünstlerin bei Warner Classics und hat für ihr Debütalbum Prokofjews Klavierkonzert Nr. 2 und Tschaikowskis Klavierkonzert Nr. 1 eingespielt, begleitet vom Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter der Leitung von Antonio Pappano. Für ihr zweites Album hat sie Bachs Goldberg-Variationen aufgenommen, mit welchem sie einen Gramophone Award als «Young Artist of the Year» gewann. Im Oktober 2019 erschien ihr drittes Album mit Werken von Strawinsky und Ravel.

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Philharmonia Zürich

1985 entstand in Folge der Trennung des traditionsreichen Tonhalle- und Theaterorchesters das Orchester der Oper Zürich. 2012, mit Beginn der Intendanz von Andreas Homoki und dem Amtsantritt des neuen Generalmusikdirektors Fabio Luisi, wird das Orchester der Oper Zürich zur Philharmonia Zürich. Pro Saison ist das Orchester in rund 250 Opern- und Ballettvorstellungen des Opernhauses Zürich zu hören. Als Podium für das Konzertrepertoire werden zusätzlich die Philharmonischen Konzerte veranstaltet. Soiréen und Kammermusikmatinéen ergänzen das künstlerische Spektrum des Orchesters. Bevor Fabio Luisi mit der Saison 2012/13 als Generalmusikdirektor die künstlerische Leitung des Orchesters übernommen hat, haben u. a. Franz Welser-Möst (1995-2008, ab 2005 als Generalmusikdirektor) und zuletzt Daniele Gatti als Chefdirigent (2009-2012) das Orchester geleitet. 2000/01 fanden die Beständigkeit der Leistungen des Orchesters der Oper Zürich und die Breite seines Könnens mit der Wahl zum «Orchester des Jahres» in der Umfrage der Zeitschrift «Opernwelt» weit verbreitete internationale Anerkennung.

Mehr Informationen zur Philharmonia Zürich finden Sie hier


Kurzgefasst

Generalmusikdirektor Fabio Luisi und die Pianistin Beatrice Rana setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Februar mit einem weiteren Klavierkonzert des diesjährigen Jubilars Ludwig van Beethoven fort. Dessen Viertes Klavierkonzert G-Dur gehört zu den Höhepunkten der Gattung. Entstanden 1805 und damit zeitgleich zu Beethovens Fünfter und Sechster Sinfonie, ist das Klavierkonzert ganz vom sinfonischen Gestus durchdrungen. Die Allgemeine Musikalische Zeitung in Leipzig befand, es sei das «wunderbarste, eigentümlichste und schwierigste» von allen Klavierkonzerten Beethovens. Nach der Pause stehen zwei Hauptwerke des 20. Jahrhunderts auf dem Programm. Claude Debussy begann sein beliebtes Orchesterwerk La Mer (1905) nicht etwa in unmittelbarer Nähe zum Meer, sondern zwischen Weinbergen im Burgund, doch arbeitete er «mit unzähligen Erinnerungen» an das Wasser. La Mer ist weit entfernt von Programmmusik, sondern ist eine Ode an die Natur - der Mensch scheint darin nicht vorzukommen. Gezackte, glatte, gekräuselte Wellenformen erklingen, eine Welle, die gerade noch aufschäumt, verebbt im nächsten Moment. Debussys Wellen führen uns dann in ein weiteres Wiegen und Wogen, nämlich in das Auf und Ab des Walzers: La Valse von Maurice Ravel aus dem Jahr 1919, das ein Auftragswerk von Sergei Diaghilew war, dem Direktor der Pariser «Ballets russes». «Wien und seine Walzer» sollte das Thema sein, doch Ravel, der noch ganz unter dem Eindruck des 1. Weltkrieges litt, beschreibt keine ungetrübte Walzerwelt, sondern lässt den Dreivierteltakt immer wieder diabolisch aus dem Tritt geraten, verzerrt ihn fratzenhaft, bis am Ende alles aus den Fugen gerät.

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