14. Mai 2017

Fabio Luisi, Dirigent
Anne-Sophie Mutter, Violine
Philharmonia Zürich


TORU TAKEMITSU
 «Nostalghia – In Memory of Andrei Tarkovskij» für Solovioline und Streichorchester

MAX BRUCH
Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26

JOHANNES BRAHMS
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

 

Gastspiele Philharmonia Zürich

Liederhalle Stuttgart
Fr 12 Mai 2O17

Gasteig München
Di 16 Mai 2O17

Brucknerhaus Linz
Mi 17 Mai 2O17

Semperoper Dresden
Do 18 Mai 2O17

Philharmonie Essen
Sa 20 Mai 2O17

Philharmonie Köln
So 21 Mai 2O17

Philharmonie Luxembourg
Mo 22 Mai 2O17

Alte Oper Frankfurt
Di 23 Mai 2O17

 

  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Musikalische Leitung:
Fabio Luisi

Fabio Luisi

Fabio Luisi stammt aus Genua. Der ehemalige Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich (2012-2021) ist Musikdirektor des Dallas Symphony Orchestra, Chefdirigent des Danish National Symphony Orchestra und Chefdirigent des NHK-Orchesters in Tokio. Er ist ausserdem Musikdirektor des Festivals Valle d'Itria in Apulien und Ehrendirigent des RAI National Symphony Orchestra in Turin. Zuvor hatte er wichtige Positionen bei Orchestern und Opernhäusern inne, darunter die Dresdner Staatskapelle, die Wiener Symphoniker und die Metropolitan Opera in New York. Er gastiert regelmässig u.a. beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Cleveland Orchestra, der Tschechischen Philharmonie, dem Orchester der Mailänder Scala, dem London Symphony Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris, dem Philadelphia Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem San Francisco Symphony Orchestra und den Wiener Philharmonikern und leitet Produktionen an der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Berlin, der Mailänder Scala, den Salzburger Festspielen, der Wiener Staatsoper u.a.. Am Opernhaus Zürich dirigierte er u.a. die Neuproduktionen von drei Bellini-Opern sowie «Rigoletto», «Fidelio», «Wozzeck», «Das Land des Lächelns» und Verdis «Messa da Requiem». Eine umfangreiche Diskografie ergänzt sein künstlerisches Schaffen. Am Opernhaus Zürich gründete er das Label «Philharmonia Records» der Philharmonia Zürich (Orchester der Oper Zürich). Der aus Genua stammende Fabio Luisi studierte am Conservatorio Niccolò Paganini seiner Heimatstadt und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, Österreich. Zu seinen Auszeichnungen zählen das Österreichische Verdienstkreuz für Wissenschaft und Kunst, der italienische Cavaliere della Repubblica Italiana, der Commendatore della Stella d’Italia, der Grifo d’Oro von Genua, das dänische Ritterkreuz und eine Ehrendoktorwürde der St. Bonaventure University in New York. Abseits des Podiums ist er Komponist und Parfümhersteller, der seine Kreationen für sein eigenes Unternehmen produziert.

Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026

Besetzung

Violine Anne-Sophie Mutter

Anne-Sophie Mutter

Anne-Sophie Mutter gehört seit vier Jahrzehnten zu den grossen Geigen-Virtuosen unserer Zeit. Im badischen Rheinfelden geboren, erhielt sie mit fünf Jahren den ersten Geigenunterricht; später studierte sie bei Aida Stucki am Konservatorium in Winterthur. Sie begann ihre aussergewöhnliche Karriere 1976 bei den Festspielen in Luzern; ein Jahr später trat sie als Solistin bei den Salzburger Pfingstkonzerten unter der Leitung Herbert von Karajans auf. Seither konzertiert sie weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und stellt neben dem klassischen Repertoirekanon auch immer wieder neue Werke vor: Insgesamt 24 Partituren hat Anne-Sophie Mutter zur Uraufführung gebracht, darunter Kompositionen von Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutosławski, Krzysztof Penderecki, André Previn und Wolfgang Rihm. Ihre Popularität setzt sie gezielt für Benefizprojekte und die Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses ein: Zu diesem Zweck hat sie 2008 die «Anne-Sophie Mutter Stiftung» gegründet und präsentiert sich mit ihrem Stipendiaten-Ensemble «Mutter’s Virtuosi» in aller Welt, so zuletzt im Frühjahr 2016 mit einer Europatournee. Weitere Höhepunkte der vergangenen Saison bildeten ihr Auftritt im Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker sowie Konzerte mit den Wiener Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem London, dem Pittsburgh und dem Sydney Symphony. Zu den zahlreichen Würdigungen, die Anne-Sophie Mutter zuteilwurden, zählen der «Ernst von Siemens Musikpreis» und der Leipziger Mendelssohn-Preis. Viermal erhielt sie den begehrten «Grammy», neunmal den «ECHO Klassik». Sie ist Trägerin des Grossen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens und des Grossen Österreichischen Ehrenzeichens. 2013 wurde sie zum Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences, 2015 zum Honorary Fellow des Keble College der Universität Oxford ernannt.

Ganze Besetzung anzeigen Weniger anzeigen

Philharmonia Zürich

1985 entstand in Folge der Trennung des traditionsreichen Tonhalle- und Theaterorchesters das Orchester der Oper Zürich. 2012, mit Beginn der Intendanz von Andreas Homoki und dem Amtsantritt des neuen Generalmusikdirektors Fabio Luisi, wird das Orchester der Oper Zürich zur Philharmonia Zürich. Pro Saison ist das Orchester in rund 250 Opern- und Ballettvorstellungen des Opernhauses Zürich zu hören. Als Podium für das Konzertrepertoire werden zusätzlich die Philharmonischen Konzerte veranstaltet. Soiréen und Kammermusikmatinéen ergänzen das künstlerische Spektrum des Orchesters. Bevor Fabio Luisi mit der Saison 2012/13 als Generalmusikdirektor die künstlerische Leitung des Orchesters übernommen hat, haben u. a. Franz Welser-Möst (1995-2008, ab 2005 als Generalmusikdirektor) und zuletzt Daniele Gatti als Chefdirigent (2009-2012) das Orchester geleitet. 2000/01 fanden die Beständigkeit der Leistungen des Orchesters der Oper Zürich und die Breite seines Könnens mit der Wahl zum «Orchester des Jahres» in der Umfrage der Zeitschrift «Opernwelt» weit verbreitete internationale Anerkennung.

Mehr Informationen zur Philharmonia Zürich finden Sie hier


Kurzgefasst

Achtzehn Jahre alt war die Ausnahmegeigerin Anne-Sophie Mutter, als sie 1981 das Erste Violinkonzert von Max Bruch mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung ihres wichtigsten Mentors und Förderers, Herbert von Karajan, einspielte; die Aufnahme ist legendär geworden. Das 1866-68 entstandene Violinkonzert in g-Moll gilt als erfolgreichstes Werk des Kölner Komponisten Max Bruch und ist beim Publikum, dank seiner Klangschönheit und der ausdrucksstarken Melodik, seit jeher sehr beliebt. Gemeinsam mit der Philharmonia Zürich und Fabio Luisi wird sich Anne-Sophie Mutter in Zürich und auf Tournee erneut diesem Werk widmen, das zum festen Bestand ihres Repertoires gehört.

Doch auch neue und zeitgenössische Musik ist der Geigerin stets ein Anliegen: Zu Beginn des Konzerts interpretiert sie Toru Takemitsus Nostalghia (1987), ein Werk für Violine und Streicher, das dem Andenken an den berühmten sowjetischen Filmemacher Andrei Tarkowski gewidmet ist.

Ein Meilenstein des sinfonischen Repertoires, die Sinfonie Nr. 4 in e-Moll von Johannes Brahms, erklingt im zweiten Teil des Konzerts.

Mehr lesen Weniger anzeigen