Monster's Paradise

Olga Neuwirth

Eine Grand Guignol Opéra
Libretto von Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth,
nach einer Idee der Komponistin

Von 8. März 2026 bis 12. April 2026

  • Sprache:
    In deutscher und englischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
    Koproduktion mit der Staatsoper Hamburg und der Oper Graz

    Preview: 28 Feb 2026
    Portrait-Konzert Olga Neuwirth: 28 Feb 2026

    © Plakatmotiv von Marco Brambilla (Heaven's Gate)

Musikalische Leitung:
Titus Engel

Titus Engel

Titus Engel wurde in Zürich geboren. Er studierte Musikwissenschaft und Philosophie in Zürich und Berlin und Dirigieren in Dresden. Gastengagements führten ihn u.a. an das Grand Théâtre de Genève, die Opéra National de Lyon, die Staatsopern in Berlin und Hamburg, an das Theater an der Wien und das Wiener Konzerthaus, an die Komische Oper Berlin, das Theater Basel, die Opera Vlaanderen, das Teatro Real in Madrid, zur Ruhrtriennale, den Berliner und Salzburger Festspielen sowie zum Lucerne Festival und den Donaueschinger Musiktagen. 2020 wurde er vom Magazin Opernwelt zum Dirigenten des Jahres gekürt. In jüngerer Zeit dirigierte er u.a. Olivier Messiaens Saint François d'Assise an der Staatsoper Stuttgart und Hans Werner Henzes Floss der Medusa im Hangar 1 des Berliner Flughafens Tempelhof, einer temporären Spielstätte der Komischen Oper Berlin. In der Saison 2024/25 kehrt er mit Aribert Reimanns L’invisible sowie der Wiederaufnahme von La Damoiselle élue / Jeanne d’Arc au bûcher an der Oper Frankfurt zurück und leitet die Uraufführung von Michael Wertmüllers Echo 72. Israel in München an der Staatsoper Hannover. In Konzerten ist er beim Musikfest Berlin mit der Bigband und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin und beim Konzerthausorchester Berlin zu Gast. Mit der Basel Sinfonietta, als deren Principal Conductor Titus Engel in der vergangenen Saison mit einem Gastkonzert bei der Ruhrtriennale antrat, reist er zum Warschauer Herbst und zum Musikfest Hamburg in der Elbphilharmonie. Am Theater Basel dirigiert er anlässlich der Frauen-Fussball-EM in der Schweiz Moritz Eggerts Fussballoratorium Der 7. Himmel.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
Inszenierung:
Tobias Kratzer

Tobias Kratzer

Tobias Kratzer wurde in Landshut geboren. Er studierte Kunstgeschichte und Philosophie in München und Bern sowie Schauspiel- und Opernregie an der Theaterakademie August Everding. Ab der Spielzeit 2025/26 ist Tobias Kratzer Intendant der Staatsoper Hamburg. Er inszenierte u. a. an der Deutschen Oper Berlin (Der Zwerg, Arabella, Intermezzo, Die Frau ohne Schatten), an der Komischen Oper Berlin (Das Floss der Medusa), an der Bayerischen Staatsoper München (Weinbergs Die Passagierin, «Aufführung des Jahres» in der «Opernwelt»), an der Oper Frankfurt (L’Africaine, La forza del destino, Nielsens Maskerade und Stephans Die ersten Menschen), an der Opéra de Paris (Gounods Faust), am Royal Opera House in London (Beethovens Fidelio), dem Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel (Mozarts Lucio Silla sowie Puccinis Il trittico), an der Oper Amsterdam (Offenbachs Les Contes d’Hoffmann), an den Bühnen Bern (Liebesgesang von Georg Friedrich Haas) sowie beim Festival d'Aix-en-Provence (Rossinis Moïse et Pharaon) und am Theater an der Wien (La gazza ladra und Schwanda der Dudelsackpfeifer). Er ist Preisträger des Ring Award 2008 und des deutschen Theaterpreises DER FAUST für seine Götterdämmerung am Badischen Staatstheater Karlsruhe. 2018 wurde er in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Die Deutsche Bühne zum «Opernregisseur des Jahres» gewählt und 2019/2020 für Tannhäuser bei den Bayreuther Festspielen und Rossinis Guillaume Tell an der Opéra de Lyon in der Kritikerumfrage der «Opernwelt» zum «Regisseur des Jahres». An der Bayerischen Staatsoper München inszeniert er zurzeit den Ring des Nibelungen, der in der Spielzeit 2024/25 mit Das Rheingold startete.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
Szenische Einstudierung:
Matthias Piro

Matthias Piro

Matthias Piro, geboren in Saarbrücken, studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, wo er unter anderem eine Bühnenadaption von Max Frischs «Der Mensch erscheint im Holozän» erarbeitete. Eine erste Regiearbeit führte ihn mit «Don Giovanni» zur Jungen Oper Baden. Er arbeitete als freier Regieassistent u. a. an der Oper Graz, der Staatsoper Stuttgart, dem Theater an der Wien, dem Théâtre Royal de la Monnaie Brüssel sowie dem Deutschen Nationaltheater Weimar und dem Badischen Staatstheater Karlsruhe. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Lydia Steier, mit der er «The Rake’s Progress» am Theater Basel und «Die Zauberflöte» bei den Salzburger Festspielen realisierte. Am Luzerner Theater führte er mit ihr Co-Regie bei «Staatstheater» und «Der Rosenkavalier». Matthias Piro arbeitet regelmässig als Assistent und Co-Regisseur mit Tobias Kratzer, u. a. bei der Uraufführung von G. F. Haas’ «Liebesgesang» in Bern sowie «Die Passagierin» und «Der Ring des Nibelungen» an der Bayerischen Staatsoper München. In der Spielzeit 24/25 inszenierte er u. a. «Die Winterreise» am Volkstheater Rostock, «Der Triumph der Treue» am Staatstheater Darmstadt sowie «Attila» bei den Opernfestspielen Heidenheim. Mit der aktuellen Spielzeit ist Matthias Piro als Referent des Intendanten für den szenischen Bereich an der Hamburgischen Staatsoper tätig und führt dort Co-Regie bei «Monster‘s Paradise» und «Die Gänsemagd». 

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
Ausstattung:
Rainer Sellmaier

Rainer Sellmaier

Rainer Sellmaier, geboren in München, studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität sowie Bühnen- und Kostümbild am Mozarteum Salzburg. Von 2006 bis 2009 war er Ausstattungsleiter am Theater Regensburg, seitdem arbeitet er freischaffend. Engagements führten ihn u. a. an die Deutsche Oper Berlin, die Komische Oper Berlin, die Oper Frankfurt, De Nationale Opera Amsterdam, das Opernhaus Lyon, das Royal Opera House Covent Garden London, die Wiener Staatsoper, das Opernhaus Zürich, die Opéra National de Paris sowie zu den Bayreuther Festspielen. Zu seinen Arbeiten zählen Bühnen- und Kostümbilder für Produktionen wie u. a. «Così fan tutte», «Rigoletto», «Der Rosenkavalier», «Lohengrin», «Die Zauberflöte», «Anna Bolena», «Aida» und «Lucrezia Borgia». Für seine Arbeit wurde er mehrfach von der Fachzeitschrift Opernwelt als Bühnenbildner des Jahres nominiert. Er ist Mitglied in der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Seit 2001 arbeiten Tobias Kratzer und Rainer Sellmaier regelmässig zusammen und gewannen 2008 gemeinsam den Ring Award in Graz. Unter ihren gemeinsamen Arbeiten finden sich u. a. «Les Contes d’Hoffmann», «L’Africaine/Vasco da Gama», «Tannhäuser» «Arabella» sowie «Faust». An der Hamburgischen Staatsoper gestaltet Rainer Sellmaier in der Spielzeit 2025/26 Bühne und Kostüme für «Das Paradies und die Peri», «Die Gänsemagd», «Monster’s Paradise» und «Frauenliebe und -sterben».

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
Video:
Janic Bebi,

Janic Bebi

Janic Bebi, geboren in der Schweiz, arbeitet als Visual Artist und bewegt sich an der Schnittstelle unterschiedlicher visueller Medien wie 3D, Film und Videokunst. Nach mehreren Jahren als Video-Creator und Kameraperson für verschiedene Kultureinrichtungen wie das Berliner Ensemble, die Komische Oper Berlin, die Staatsoper Stuttgart und das VRHAM! Festival assistierte Janic Bebi bei den Bayreuther Festspielen und an der Deutschen Oper Berlin. Parallel entstanden erste eigene künstlerische Produktionen u. a. an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, der HfMT Hamburg und in der freien Szene. Janic Bebi arbeitete als Visual Artist und Videokünstler u.a. für die Bayerische Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, die Semperoper Dresden, die Opéra national de Paris, das Teatro Regio di Torino, das Theater an der Wien, das Volkstheater Rostock, die Opernfestspiele Heidenheim sowie für Konzert und Theater St. Gallen. Janic Bebi verbindet eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Manuel Braun, Jonas Dahl und dem künstlerischen Team von Regisseur Tobias Kratzer sowie mit Regisseur Matthias Piro.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
Jonas Dahl

Jonas Dahl

Jonas Dahl wurde in Frankfurt am Main geboren und studierte Zeitbasierte Medien an der Hochschule Mainz. Seit 2020 arbeitet er als freischaffender Videokünstler. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Regisseur und Intendanten der Hamburgischen Staatsoper Tobias Kratzer und dem Videokünstler Manuel Braun. Zu den gemeinsamen Produktionen gehören u. a. «Moise et Pharaon» beim Festival d'Aix en Provence, «La gazza ladra» am MusikTheater an der Wien, «Die Passagierin» an der Bayerischen Staatsoper München, «Il trittico» am Teatro Regio di Torino sowie «Arabella» an der Deutschen Oper Berlin, für die Jonas Dahl gemeinsam mit Manuel Braun 2023 den Theaterpreis DER FAUST verliehen bekam. Weitere Gastengagements führten ihn an Häuser wie die Bühnen Bern, das Deutsche Theater Göttingen, die Opéra de Lille, das Staatstheater Mainz und die NorrlandsOperan in Umeå, Schweden.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
Lichtgestaltung:
Michael Bauer

Michael Bauer

Michael Bauer ist seit 1998 Leiter der Beleuchtung an der Bayerischen Staatsoper in München. Als Lichtdesigner gestaltete er Produktionen an vielen namhaften Häusern, u. a. Residenztheater München, Den Norske Opera Oslo, Bunka Kaikan Tokyo, Royal Opera House Covent Garden London, Theater Basel, Opéra de Lyon, Teatro Arriaga Bilbao, Opéra National de Paris, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Semperoper Dresden, English National Opera, Teatro Real Madrid, San Francisco Opera, Metropolitan Opera New York, Teatro alla Scala Mailand, und Wiener Staatsoper. Zu seinen mitgestalteten Produktionen gehören u. a. «Die Nase», «Krieg und Frieden», «Giulio Cesare», «Tristan und Isolde», sowie «Bluthaus». Mit Tobias Kratzer arbeitete Michael Bauer zuletzt für «Faust» an der Opéra de Bastille Paris, «La gazza ladra» und «Schwanda der Dudelsackpfeifer» am Theater an der Wien sowie Tobias Kratzers Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper München, «Die Passagierin» und «Das Rheingold», zusammen. An der Staatsoper Hamburg war er bereits mehrmals zu Gast, in der Spielzeit 2025/26 ist er für das Licht bei «Das Paradies und die Peri», «Monster’s Paradise» sowie «Frauenliebe und -sterben» künstlerisch verantwortlich.

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Live-Elektronik:
Markus Noisternig

Markus Noisternig

Markus Noisternig wurde in Salzburg geboren und studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität Graz und Computermusik an der Kunstuniversität Graz. Er promovierte in den Bereichen akustische Signalverarbeitung und Psychoakustik. Er arbeitet als Computermusiker und Forscher u. a. als Leiter der musikalischen Forschung am Sciences et Technologies de la Musique et du Son des IRCAM Instituts in Paris. Er ist zudem als Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste, am Institut für Elektronische Musik und Akustik der Kunstuniversität Graz und an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe tätig. Künstlerische Engagements führten ihn zu Ensembles wie dem Klangforum Wien, dem Ensemble Modern Frankfurt und der Oper Frankfurt. Er arbeitete mehrmals mit Olga Neuwirth, u. a. für die Aufnahme ihrer Oper «Lost Highway», als Berater für akustische und kognitive Räume bei ihrem Hörtheater «Le Encantadas» und als Elektronikkünstler bei ihrer Oper «Orlando».

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
Dramaturgie:
Christopher Warmuth,

Christopher Warmuth

Christopher Warmuth, geboren bei Würzburg, studierte Musikjournalismus, Kultur- und Medienmanagement sowie Psychologie. Er publizierte regelmässig im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Als freischaffender Musikpublizist war er u. a. für den BR, DLF und WDR im Hörfunk tätig sowie für Print- und Onlinemagazine. Er war Stipendiat und anschliessend Dozent der Akademie für Musikjournalismus unter der Leitung von Dr. Eleonore Büning. Anschliessend war er beim Musikfestival Heidelberger Frühling als Leitung der Akademien tätig, gestaltete dort das LAB, verantwortete die Digitalstrategie und war Referent des Intendanten. Von 2021 bis 2024 war er Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper unter der Intendanz von Serge Dorny. Einen seiner dortigen Schwerpunkte bildeten digitale künstlerische Projekte, er war u. a. Host des Gesprächspodcasts «Hand aufs Hirn». Er arbeitete in München mit Regisseur:innen wie Christopher Rüping, Anna Bernreitner, Barrie Kosky, Claus Guth und Tobias Kratzer («Die Passagierin», Opernwelt 2020 Aufführung des Jahres). Seit 2024 unterrichtet er als Dozent an der Theaterakademie Hamburg. 2023 wurde er als Stellvertretender Chefdramaturg der Staatsoper Hamburg unter der Intendanz von Tobias Kratzer ab der Spielzeit 2025/26 berufen. 

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Fabio Dietsche

Fabio Dietsche

Fabio Dietsche studierte Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste sowie Querflöte bei Maria Goldschmidt in Zürich und bei Karl-Heinz Schütz in Wien. Erste Erfahrungen als Dramaturg sammelte er 2012/13 bei Xavier Zuber am Konzert Theater Bern, wo er u.a. Matthias Rebstocks Inszenierung von neither (Beckett/Feldman) in der Berner Reithalle begleitete. Seit 2013 ist er Dramaturg am Opernhaus Zürich, wo er sein Studium mit der Produktionsdramaturgie von Puccinis La bohème abschloss. Hier wirkte er u.a. bei den Uraufführungen von Stefan Wirths Girl with a Pearl Earring und Leonard Evers Odyssee, an der Kammeroper Jakob Lenz von Wolfgang Rihm und an der Schweizerischen Erstaufführung von Manfred Trojahns Orest mit. Er arbeitete u.a. mit Robert Carsen, Tatjana Gürbaca, Rainer Holzapfel, Andreas Homoki, Ted Huffman, Mélanie Huber, Barrie Kosky, Hans Neuenfels und Kai Anne Schuhmacher zusammen. Zurzeit studiert er berufsbegleitend Kulturmanagement an der Universität Zürich.

Madama Butterfly30 Dez. 2025 / 3 / 9 / 11 / 13 / 16 Jan. 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 La forza del destino2 / 7 / 12 / 15 / 18 / 21 / 26 / 29 Nov. / 17 / 21 Dez. 2025 Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026 Gianni Schicchi2 / 6 / 8 / 10 / 13 Mai 2026

Besetzung


Vampi Sarah Defrise


Vampi (Schauspielerin) Sylvie Rohrer


Bampi Kristina Stanek


Bampi (Schauspielerin) Ruth Rosenfeld


Der König-Präsident Georg Nigl


Der König-Präsident Robin Adams 14, 18 Mär

Gorgonzilla Anna Clementi


Mickey Andrew Watts


Tuckey Eric Jurenas


Ein Bär Ruben Drole


Drumkit Lucas Niggli

E-Gitarre Seth Josel

Sarah Defrise

Die belgische Sopranistin Sarah Defrise wurde 2022 vom belgischen Presseverband zur Nachwuchsmusikerin des Jahres gewählt. Sie studierte Gesang am Königlichen Konservatorium Brüssel und an der École normale de musique de Paris, zuvor Romanistik und Schauspiel. Früh profilierte sie sich im Bereich zeitgenössischer Musik. Ihr Debüt 2021 am La Monnaie in Brüssel als Teenager in «Is this the end?» von Jean-Luc Fafchamps markierte den Beginn ihrer internationalen Karriere. 2021/22 sang sie The Girl in Péter Eötvös’ «Sleepless» an der Staatsoper Berlin und am Grand Théâtre de Genève. Dort sowie an der Nouvel Opéra Fribourg war sie auch in Eötvös’ «Der goldene Drache» zu hören, in Fribourg zudem als Mélisande in Nicholas Stücklins gleichnamiger Oper. Als Zdenka in Strauss’ «Arabella» debütierte sie am Teatro Real Madrid. Am La Monnaie war sie in Fafchamps’ Trilogie «Here’s the Woman» und als Naomi in Bernard Foccroulles Oper «Cassandra» zu erleben, die 2025 in Berlin wiederaufgenommen wurde. Weitere Engagements führten sie als Zerlina («Don Giovanni») an die Opéra Royal de Wallonie, als Jungfrau in Schumanns «Das Paradies und die Peri» ans Theater an der Wien und als Suzanne in Offenbachs «Robinson Crusoe» an die Komische Oper Berlin. Auf der Konzertbühne war sie u. a. in Góreckis 3. Sinfonie mit dem Orchestre Philharmonique de Liège zu hören und war 2023 zu Gast beim Ligeti 100 Festival in Budapest. Mit ihrem Solo-Programm «I Hate New Music!» trat Sarah Defrise jüngst an der Nouvel Opéra de Fribourg, am La Monnaie und am Théâtre des Martyrs in Brüssel auf. Zu ihrer Diskografie zählt das Solo-Album «For Cathy», eine Hommage an die Sängerin Cathy Berberian.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Sylvie Rohrer

Sylvie Rohrer, geboren in Bern, besuchte die Schauspielakademie in Zürich. Erste Engagements brachten sie an das Schauspielhaus Zürich, von 1992 bis 1995 an das Schauspielhaus Dortmund und von 1995 bis 1999 an das Thalia Theater in Hamburg. 1995 wurde sie von der Zeitschrift Theater heute als «Beste Nachwuchsschauspielerin» ausgezeichnet, 1996 erhielt sie den Boy-Gobert-Preis und wurde im selben Jahr erneut zur «Besten Nachwuchsschauspielerin» gewählt. Seit 1999 ist Sylvie Rohrer Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Hier arbeitete sie mit Regisseur:innen wie u. a. Barbara Frey, Johan Simons, Ulrich Rasche, Adena Jacobs, Martin Kušej und Bastian Kraft zusammen. Für die Rolle der Medea sowie für Elfriede Jelineks «Über Tiere» erhielt sie 2007 den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie «Beste Schauspielerin». Gastengagements führten sie u. a. zum Berliner Ensemble für den Robert Wilson-Abend «Shakespeares Sonette», «Mass für Mass» in der Regie von Claus Peymann sowie Philip Tiedemanns Zweipersonenstück «Die schönen Tage von Aranjuez». Bei den Salzburger Festspielen war sie 2004 in Henry Purcells «King Arthur» und 2010 in Jean Racines «Phädra» zu sehen. 2026 kehrt sie in «Jedermann» nach Salzburg zurück.  Sylvie Rohrer ist ebenfalls in Lesungen sowie in Film- und Fernsehrollen zu sehen. 2019 wurde sie vom Österreichischen Rundfunk für das Hörspiel «Weil immer das Meer vor der Liebe ist» zur «Schauspielerin des Jahres» gewählt. Sie trat auch international als Sprecherin in konzertanten Projekten wie «Pierrot Lunaire», «Jeanne d’Arc au bûcher», «Perséphone» und zuletzt in der Uraufführung von René Staars «Schwarzer Schnee» in der Düsseldorfer Tonhalle auf.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Kristina Stanek

Kristina Stanek stammt aus Krefeld und studierte an der Royal Academy of Music in London. Seit 2020/21 gehört Kristina Stanek dem Ensemble der Staatsoper Hamburg an, zuvor war sie Ensemblemitglied am Theater Basel, am Staatstheater Karlsruhe und am Theater Trier. Zu ihrem Repertoire zählen Partien wie Prinzessin Eboli (Don Carlos), Azucena (Il trovatore), Brangäne (Tristan und Isolde), Carmen, 2. Norn (Götterdämmerung), Concepción (L'Heure espagnole), Maddalena (Rigoletto), Orlofsky (Die Fledermaus), Suzuki (Madama Butterfly) sowie Soprano 4 in Luigi Nonos Al gran sole carico d'amore, Mary Shelly in Michael Werthmüllers Diodati. Unendlich und Veronica Quaife in The Fly von Howard Shore. Gastengagements führten sie u.a. an die Staatsoper Berlin, die Semperoper Dresden, die Staatsoper Stuttgart, die Ruhrtriennale und zum Gstaad Menuhin Festival. Höhepunkte der jüngeren Zeit waren ihr Hausdebüt als Carmen an der Staatsoper Stuttgart, ihr Rollendebüt als Azucena an der Staatsoper Hamburg sowie Azucena in Stuttgart. Zu Beginn der Spielzeit 2024/25 debütierte sie als Brangäne am Grand Théâtre de Genève. Sie singt in dieser Saison ausserdem Azucena und Federica (Luisa Miller) an der Staatsoper Hamburg und debütiert als Kundry (Parsifal) beim Glyndebourne Festival.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Ruth Rosenfeld

Ruth Rosenfeld wurde in Los Angeles geboren und wuchs in New York sowie in Tel Aviv auf. Sie lernte zunächst E-Bass und absolvierte anschliessend ein Gesangsstudium an der Rubin Academy of Music in Tel Aviv sowie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Noch während des Studiums wurde sie Ensemble-Mitglied an der Berliner Volksbühne. Gastengagements führten sie bisher u.a. in die Berliner Philharmonie, ans Manchester Opera House, das Theater Basel, Musiktheater am Revier Gelsenkirchen, Staatstheater Braunschweig, zu den Bregenzer Festspielen, an die Oper Prag, die Vlaamse Opera Gent, das Lucerne Festival, das Königliche Dänische Theater in Kopenhagen, das Théâtre National in Brüssel, Théâtre de l’Odéon in Paris sowie ans Schauspielhaus Zürich. Als Spezialistin für zeitgenössische Musik wirkte sie bei Uraufführungen u.a. von Werken Morton Subotnicks, Bernhard Langs, Lucia Ronchettis, Bernhard Ganders und Michael Wertmüllers mit. Dabei arbeitete sie mit RegisseurInnen wie Frank Castorf, David Marton, Cordula Däuper, Mirella Weingarten, Dimiter Gotscheff, Jette Steckel und Herbert Fritsch sowie mit renommierten Künstlern wie Keren Cytter, Anri Sala und Douglas Gordon zusammen. In der aktuellen Spielzeit ist sie u.a. an der Staatsoper Hamburg (Weine nicht, singe), am Theater Basel (Bound to hurt) und an der Berliner Volksbühne (der die mann) zu erleben.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Georg Nigl

Georg Nigl wurde in Wien geboren. Er war Sopransolist der Wiener Sängerknaben, anschliessend studierte er Gesang bei Hilde Zadek. Gastengagements führten ihn u. a. an die Staatsoper Berlin, an die Bayerische Staatsoper München, an die Wiener Staatsoper, ans Teatro alla Scala in Mailand, ans Théâtre des Champs-Élysées in Paris, an die Oper Amsterdam, ans Théâtre de La Monnaie in Brüssel und ans Bolschoi-Theater in Moskau sowie zu den Festspielen in Salzburg und Aix-en-Provence, zur Ruhrtriennale und zu den Wiener Festwochen. Sein Repertoire umfasst Partien wie Papageno (Die Zauberflöte), Don Alfonso (Così fan tutte), Nekrotzar (Le Grand Macabre) und die Titelpartien in Le nozze di Figaro, L’Orfeo, Wozzeck, Jakob Lenz, Il ritorno d’Ulisse in patria und Manfred Trojahns Orest. Besondere Anerkennung verschaffte sich Georg Nigl nicht nur als ausführender Solist zahlreicher Uraufführungen, sondern auch als Impulsgeber für Kompositionen und Publikationen, unter anderem von Friedrich Cerha, Pascal Dusapin, Georg Friedrich Haas, Wolfgang Mitterer, Olga Neuwirth und Wolfgang Rihm. 2015 wurde er vom Magazin Opernwelt zum Sänger des Jahres gekürt. Höhepunkte der letzten Saisons waren u.a. die Uraufführung von Beat Furrers Violetter Schnee an der Staatsoper Berlin sowie eine konzertante Aufführung von Wolfgang Rihms Jakob Lenz bei den Salzburger Festspielen. In der Saison 2024/25 ist er u.a. als Clov (Kurtágs Fin de partie), als Ulisse und Eisenstein (Die Fledermaus) an der Wiener Staatsoper, in der Titelpartie von Gordon Kampes Despot an der Hamburgischen Staatsoper, als Eisenstein und Don Alfonso an der Bayerischen Staatsoper sowie als Klingsor (Parsifal) bei den Tiroler Festspielen in Erl zu erleben.

Monster's Paradise8 März / 10 / 12 Apr. 2026

Robin Adams

Robin Adams wurde in England geboren und studierte Gesang, Klavier und Violoncello in England und Wien. 2011 debütierte er an der Mailänder Scala als Valmont in der Uraufführung des Zweipersonenstücks Quartett von Luca Francesconi. Die Produktion wurde seitdem u.a. bei den Wiener Festwochen, am Royal Opera House London, am Gran Teatre de Liceu in Barcelona, in der Cité de la Musique in Paris, beim Holland Festival Amsterdam, an der Opéra de Lille, am Opernhaus Dortmund und der Casa de Música in Porto gezeigt. Als Ensemblemitglied am Stadttheater Bern war er u.a. als Don Giovanni, Eugen Onegin, Kurwenal (Tristan und Isolde), Nick Shadow (The Rake’s Progress), Conte d’Almaviva (Le nozze di Figaro), Enrico (Lucia di Lammermoor), Balstrode (Peter Grimes), Ford (Falstaff) und als Papageno zu erleben. Am Landestheater Linz trat er als Dandini in La cenerentola, als Wolfram in Tannhäuser und als Guglielmo in Così fan tutte auf. Am Theater Basel war er als Oronte in Charpentiers Médée, am Theater Augsburg als Wozzeck und am Theater Freiburg als Prior Walter in Angels in America zu erleben. Am Théâtre du Châtelet Paris sang er in Henzes Die Bassariden, an der Staatsoper Stuttgart die Titelfigur in Henzes Der Prinz von Homburg. Als Interpret von zeitgenössischer Musik wirkte er am La Monnaie Brüssel in The Lighthouse von Peter Maxwell Davies sowie in Triumph of Spirit over Matter von Wim Henderickx mit, in Boesmans Winter’s Tale am Liceu Barcelona sowie in Leonce and Lena von Christian Henking am Theater Bern. Als Konzertsänger interpretierte er u. a. Zemlinskys Lyrische Symphonie mit dem Moscow Symphony Orchestra und Bachs Magnificat mit dem English Chamber Orchestra am Barbican in London.

Monster's Paradise14 / 18 März 2026

Anna Clementi

Anna Clementi, geboren in Lugano, studierte Flöte, Schauspiel und Gesang in Rom. 1986 wechselte sie an die Hochschule der Künste in Berlin, wo sie experimentelle Vokalmusik und Musiktheater studierte. Sie arbeitete eng mit Dieter Schnebel und dessen Ensemble Die Maulwerker zusammen. Anna Clementis Repertoire zeichnet sich durch eine grosse Bandbreite aus, die von zeitgenössischen akustischen Werken über Musiktheater bis hin zu elektroakustischer und Club-Musik reicht. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit stellt das Werk von John Cage dar. 2019 übernahm sie die Partie Erzähler:in in Olga Neuwirths «Orlando» an der Wiener Staatsoper und 2022 die Partie des Bartleby in Neuwirths «The Outcast» in der Pariser Philharmonie.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Andrew Watts

Andrew Watts wurde in Middlesex, Grossbritannien, geboren und an der Royal Academy of Music ausgebildet. Engagements führten den Countertenor u. a. an das Royal Opera House London, das Glyndebourne Festival, die Mailänder Scala, das Teatro La Fenice in Venedig, die Staatsoper Berlin, die Opéra de Lyon sowie zu den Festivals in Salzburg, Bregenz, Luzern, Aldeburgh, Edinburgh und zur Ruhrtriennale. Als Edgar in Reimans «Lear» war er u.a. an der Staatsoper Hamburg, der Opéra de Paris, an der Bayerischen Staatsoper München und am Teatro Real Madrid zu erleben. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Ottone («Agrippina»), Athamas («Semele»), Arsamene («Xerxes»), Oberon («A Midsummer Night's Dream»), Fürst Go-Go («Le Grand Macabre»), Baba the Turk («The Rake’s Progress») und Orlofsky («Die Fledermaus»). Andrew Watts wirkte zudem bei Uraufführungen u.a. von Olga Neuwirth, Harrison Birtwistle, Jörg Widmann und Unsuk Chin mit. Zuletzt war er u.a. in Olga Neuwirths «Keyframes for a Hippogriff» mit der New York Philharmonic, als Orlofsky an der Bayerischen Staatsoper München sowie in Unsuk Chins «Alice in Wonderland» am Theater an der Wien zu erleben.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026 Portrait-Konzert Olga Neuwirth28 Feb. 2026

Ruben Drole

Ruben Drole, Bassbariton, stammt aus Winterthur und studierte an der Musikhochschule Zürich. 2004 wurde er ins IOS und 2005 ins Ensemble des Opernhauses Zürich aufgenommen, wo er u. a. als Lucio Cinna (J.C. Bachs «Lucio Silla»), Haly («L’italiana in Algeri»), Argante («Rinaldo»), Wurm («Luisa Miller») und als Papageno in der von Nikolaus Harnoncourt geleiteten «Zauberflöte» zu erleben war. Als Papageno hat er 2015 auch sein Debüt an der Semperoper Dresden gegeben. Weitere Projekte mit Harnoncourt waren u. a. Kezal («Die verkaufte Braut») und Haydns «Schöpfung» bei der Styriarte Graz, Beethovens «Christus am Ölberg» in Wien und Luzern, eine Japan-Tournee (Mozarts «Requiem» und Händels «Messiah») sowie Leporello («Don Giovanni») am Theater an der Wien. Im Zürcher Zyklus der Mozart/Da Ponte-Opern von Sven-Eric Bechtolf und Franz Welser-Möst wirkte er als Guglielmo («Così fan tutte»), Figaro («Le nozze di Figaro») und Leporello mit. Dieselben Partien interpretierte er unter Welser-Möst auch mit dem Cleveland Orchestra. Bei den Salzburger Festspielen 2012 sang er den Achilla («Giulio Cesare») und trat dort 2013 in Haydns «Il ritorno di Tobia» und in Walter Braunfels’ «Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna» auf. In Zürich sang er u. a. Papageno («Die Zauberflöte»), Alaskawolfjoe («Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny»), Soldat («Die Geschichte vom Soldaten»), Odysseus («Die Odyssee»), Antonio («Le nozze di Figaro») sowie Herzogin/Raupe in «Alice im Wunderland». Ausserdem war er jüngst in «Amerika» und im Ballettabend «Nachtträume» zu erleben.

Die Fledermaus7 / 10 / 12 / 14 / 18 / 26 / 28 / 31 Dez. 2025 / 2 / 4 / 6 / 10 Jan. 2026 Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026 Nachtträume20 / 25 / 28 / 30 Juni / 4 Juli 2026

Lucas Niggli

Der Schweizer Schlagzeuger und Perkussionist Lucas Niggli gilt als einer der interessantesten Drummer in der europäischen Szene zeitgenössischer Musik und musiziert im Grenzbereich von improvisierter und komponierter Musik. Mit verschiedenen Formationen tourt Lucas Niggli weltweit. Er ist gerngesehener Gast an den grossen Jazz Festivals in Vancouver, Berlin, Willisau, Saalfelden, Moers, Rom, Nürnberg, Capetown oder Zürich. Ebenso spielt er an grossen Festivals für zeitgenössische Musik wie Donaueschingen, Huddersfield (UK), Ultima Oslo (N) und MaerzMusik Berlin (D). Zu seinen aktuellen Formationen gehören Steamboat Switzerland, Biondini - Godard – Niggli, Kalo Yele (mit Aly Keïta) und das Duo mit dem Sänger Andreas Schaerer. Lucas Niggli führt regelmässig Werke zeitgenössischer Komponisten wie David Dramm, Michael Wertmüller, Sam Hayden, Felix Profos, Mauricio Kagel, John Cage und andere auf. In seinen Bands und Projekten arbeitete Lucas Niggli Hand in Hand mit grossen Musiker/innen wie Barry Guy, Pierre Favre, Butch Morris, Trevor Watts, Fred Frith, John Cale, Sylvie Courvoisier, Hans Koch, Peter Waters, Samul Nori, Xu Fengxia, Tom Cora, Ikue Mori, Michel Wintsch, Collegium Novum, Erika Stucky, Jacques Demierre, Arkadij Shilklopper, Jean-Luis Matinier, Irene Schweizer, Wu Wei, Phil Minton, ARTE Quartet, Flea, Andreas Schaerer und vielen anderen mehr. Lucas Niggli komponierte Werke für Chor, Orchester und kleinere Ensembles und ist als Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) tätig. Seine Diskographie umfasst 50 Titel, davon 17 CDs als Leader und Komponist, zumeist auf dem Label INTAKT Records.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Seth Josel

Seth Josel, geboren in New York, USA, studierte an der Manhattan School of Music sowie an der Yale University. Als Solist konzertiert er in Europa, Japan, den USA und Kanada. Er gastiert bei Orchestern und Ensembles, darunter das BBC Symphony Orchestra, die Berliner Philharmoniker, das Rundfunksinfonieorchester Berlin, der Chor des Süddeutschen Rundfunks, die Staatskapelle Berlin, das Boulez Ensemble und das Schönberg Ensemble Amsterdam, und war bei Festivals zu Gast wie den Salzburger Festspielen, Ars Musica, Donaueschingen, dem Holland Festival, der Münchner Biennale und dem Londoner South Bank Festival. Von 1991 bis 2000 war er ständiges Mitglied der musikFabrik. Er arbeitete mit Dirigenten wie Simon Rattle, Zubin Mehta, Kirill Petrenko, Marek Janowski, Vladimir Jurowski, Jonathan Nott und Iván Fischer.

Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026
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Kurzgefasst

Olga Neuwirth gehört zu den herausragenden Komponistinnen unserer Zeit. Zusammen mit der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek schreibt sie an einem neuen Musiktheater. Als Avatarinnen ihrer selbst schicken sie zwei «Vampiretten» auf eine Reise um die Welt. Sie beobachten den Niedergang der Menschheit, während ein tyrannischer König und ein von ihm selbst heraufbeschworenes Seemonster um die Macht kämpfen. « Monster’s Paradise» ist Tragödie und Satyrspiel zugleich. Der Regisseur und Intendant der Staatsoper Hamburg, Tobias Kratzer, präsentiert sich mit dieser brandneuen Politgroteske erstmals am Opernhaus Zürich. Mit dem Schweizer Dirigenten Titus Engel steht ein Experte für zeitgenössische Musik am Pult.

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Gut zu wissen

Wird ein Monster die Welt retten?

Mit «Monster’s Paradise» hat die Komponistin Olga Neuwirth eine brandaktuelle Politgroteske für die Opernbühne geschaffen, die wir als Koproduktion mit der Hamburgischen Staatsoper zeigen. Ein Gespräch mit dem Regisseur Tobias Kratzer.

Tobias Kratzer, du hast neulich etwas überspitzt gesagt, du seist eigentlich nur Intendant geworden, um bei Olga Neuwirth ein neues Musiktheater-Werk in Auftrag geben zu können. Woher kommt diese Begeisterung?

Ich verfolge das Schaffen von Olga Neuwirth schon seit vielen Jahren und halte sie für eine der wichtigsten Komponistinnen unserer Zeit. Sie schafft es, sowohl High Avantgarde als auch alles andere, was musikalisch so in unserer Welt existiert, zu einem sehr eigenen Amalgam zu verschmelzen. Und das auch noch mit viel Humor, was in der zeitgenössischen Musik gar nicht so oft vorkommt. Olga Neuwirth schafft keine Werke, die sich einfach so leicht umsetzen und wegkonsumieren lassen, und ich glaube, das zeichnet die Werke grosser Künstlerinnen und Künstler aus: dass sie immer ein bisschen über die Möglichkeiten ihrer Zeit hinausweisen und einen Hauch von Unaufführbarkeit mit sich bringen. Diese Aufgabe, die sich uns jetzt auch mit «Monster’s Paradise» stellt, reizt mich als Intendant und Regisseur, weil sie auch die Weiterentwicklung der musiktheatralischen Form an sich herausfordert.

Für das Libretto hat Olga Neuwirth mit Elfriede Jelinek zusammengearbeitet. Was verbindet die beiden?

Eine lange künstlerische Freundschaft und Zusammenarbeit. Ich glaube, Olga war sechzehn, als sie Elfriede kennengelernt hat. Einige Jahre später hat sie bereits zwei erfolgreiche Miniaturopern nach ihren Texten komponiert. Die grosse Bewunderung für Olga und ihr Werk hat nun auch dazu beigetragen, dass sich Elfriede noch einmal an ein Opernlibretto gemacht hat. Sie hat ein grosses Libretto-Konvolut geschrieben, aus dem Olga dann das Libretto zur Vertonung eingerichtet hat. Elfriede Jelinek ist dafür bekannt, dass sie für die Bühne fast nur noch sogenannte Textflächen mit spärlich verteilten Rollen schreibt. Ich finde es daher spektakulär, dass sie in diesem Fall ein Libretto geschrieben hat, das Rollen und Dialoge im klassischen Sinn enthält. Zudem ist «Monster’s Paradise» ein originaler Jelinek-Stoff geworden, während sie für die früheren Opern von Olga Neuwirth bestehende Stoffe bearbeitet hatte: ein Drama von Leonora Carrington für «Bählamms Fest», oder das Drehbuch zu David Lynchs Film für «Lost Highway».

Eine der Hauptfiguren in «Monster’s Paradise» ist ein despotischer König-Präsident. Wie ist dieser Stoff im Werk von Elfriede Jelinek zu verorten?

«Monster’s Paradise» knüpft beim Theaterstoff «Am Königsweg» an, den Elfriede 2016 nach der Wahl Donald Trumps in seine erste Amtszeit geschrieben hat. Das Libretto für «Monster’s Paradise» haben Olga und Elfriede übrigens konzipiert und verfasst, bevor Trump zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt wurde. Es zeugt quasi von der seherischen Qualität dieser beiden Künstlerinnen, dass sie den aktuellen Verlauf der amerikanischen und weltweiten Geschichte in vielen Details vorausgeahnt haben. Durch die zweite Wahl Trumps hat das Stück unterdessen noch einmal radikal an Aktualität gewonnen. Trotzdem sagen beide – und das versuchen wir auch in der Inszenierung so zu zeigen –, dass es kein «Trump-Stück» ist. Trump ist ja nicht als Einzelperson, sondern als Symptom interessant: als ein besonders exemplarischer Fall für einen populistischen Herrscher, oder für eine Regierungsform, die man seit der Aufklärung in demokratischen Staaten – vielleicht in einem verfrühten Optimismus – nicht mehr für möglich gehalten hätte. Dass dieser Typus jetzt so massiv auf die Weltbühne zurückkehrt, verleiht dem Stück seine brennende Aktualität.

Durch die langen Planungsvorläufe und Kompositionsprozesse hinkt die Oper der politischen Aktualität üblicherweise ja eher hinterher...

Hier müssen wir uns eher beeilen, dass die Realität nicht unsere Theaterideen einholt! Für den Palast des König-Präsidenten haben wir uns etwa ein bisschen vom Oval Office im Weissen Haus inspirieren lassen, das wir in Gold kleideten. Dieses Bühnenbild hatten wir schon entworfen, bevor Trump zu Beginn seiner zweiten Präsidentschaft tatsächlich damit begonnen hat, sein Oval Office immer mehr zu vergolden...

Das Stück mit dem etwas Blockbuster-artigen Titel «Monster’s Paradise» heisst im Untertitel «eine Grand Guignol Opéra». Was ist das für eine Welt?

Die Genrebezeichnung Grand Guignol bezeichnet ein «niederes» Genre des 19. Jahrhunderts in Frankreich. Es ist eigentlich ein Unterhaltungstheater der Grausamkeiten mit Blut und Schockeffekten, aber auch eine höhere Art des Kasperle-Theaters für Erwachsene. Das ist eine Form, die sich heute am ehesten in der Populärkultur, in Superhelden- oder Monsterfilmen fortschreibt, aber weniger auf der Theaterbühne. Olga zitiert diese Form auf eine ironische Weise, um zu zeigen, dass dies vielleicht die einzige Form ist, mit der man den heutigen Irrationalitäten der Welt überhaupt noch begegnen kann. Wenn weder das postdramatische noch das psychologische Theater noch das Well-made play die Welt noch adäquat fassen können, ist dieses höhere Kasperle-Theater dem Thema vielleicht am meisten angemessen. Aber auch musikalisch bringt diese revue- oder cabaretartige Form eine besondere Ausdrucksweise mit sich, die teilweise an Bänkelgesang erinnert, und sich eben mit «Opéra» koppelt, also dem Inbegriff der «hohen» Form. Diese Kombination ist nicht nur ein Widerspruch in sich, sondern auch eine völlig eigene Form.

Der bereits genannte König-Präsident trifft darin auf das Seemonster Gorgonzilla, das aber kein eindimensionaler Bösewicht ist. Wie verstehst du diese Figur?

Das Monster ist eine hochambivalente Figur. Man weiss nie genau, auf welcher Seite es steht, ob es die Menschheit vor dem tyrannischen König retten wird, oder ob es eigene Ziele verfolgt. Immerhin scheint das Monster die einzige Instanz zu sein, die gegen die realen Monster der Welt überhaupt noch ankämpfen kann. Man kann es also auch als Symbol dafür lesen, dass jegliche Opposition per se monströs werden muss, um gegen ein Monster auf dem Präsidentenstuhl kämpfen zu können. Andererseits heisst es im Libretto auch, dass das Monster durch einen vom König-Präsidenten verursachten Reaktorunfall verursacht wurde... Diese schillernde Ambivalenz stellt sich eigentlich bereits im Titel: Ist das «Paradise» die Insel, auf der das Monster wohnt? Oder ist es inzwischen unsere Welt, in der sich Monster so wohl fühlen wie früher nur in ihren Drachenhöhlen? Ambivalent ist übrigens auch die Stimme dieser Figur, die von einer Frau gesungen, aber elektronisch so verfremdet wird, dass sie eigentlich eine geschlechtlose Klangwelt eröffnet.

Neben einer Goddess, einem Bären oder Zombies bewegen sich durch diese arg zugerichtete Welt auch die beiden Vampiretten Vampi und Bampi...

Olga und Elfriede haben dieses Werk nicht nur geschaffen, sondern sie bewegen sich als handelnde Figuren auch darin. Das finde ich ganz faszinierend! In der Verkleidung als Vampiretten steigen die beiden noch einmal in die Welt hinab und reflektieren darüber, was sie bisher mit ihren künstlerischen Anstrengungen so erreicht haben. Dem Wesen des Vampirs entsprechend, das immer schon irgendwie dabei war, aber qua seiner Natur gar nicht so viel verändern kann, haben die beiden grundsätzlich eine fatalistische Sicht. Dennoch, oder gerade «weil’s eh schon wurscht is», wie man auf Österreichisch sagt, wollen sie es noch einmal versuchen. Und das trifft eigentlich ganz gut den Schaffensimpuls der Künstlerinnen. Dieses Zurückblicken auf das eigene Schaffen, das bei Elfriede Jelinek vielleicht schon Züge eines Alterswerks hat, macht das Stück sehr vielschichtig. Man ist als Zuschauer nicht nur mit Monsterkämpfen konfrontiert, sondern wird dabei von den beiden Vampiretten bei der Hand genommen.

Der Stoff dieses neuen Stückes ist zutiefst politisch. Provokation oder beissende Kritik scheinen aber nicht die zentralen Mittel zu sein. Was bedeutet das für deine Inszenierung?

«Monster’s Paradise» ist lose an das Theaterstück «König Ubu» von Alfred Jarry angelehnt, das in der Tradition des absurden Theaters steht. Für mich geht es darum, gerade in dieser grotesken Form eine Reflexion über unsere Welt zu machen und nicht etwa ein bürgerliches Publikum zu provozieren. Ich glaube ohnehin, dass diese Zeit des Provozierens vorbei ist. Das sogenannte Regietheater hat sich viele Jahrzehnte lang daran abgearbeitet, eine traditionelle Opernkultur zu dekonstruieren. Unterdessen ist es aber selber zum Goldstandard geworden. Als Intendant suche ich deshalb auch nach interessanten Wegen, wie man durch die Erschliessung von selten gespielten Werken, Uraufführungen und einen anderen Zugriff auf das Repertoire gar nicht mehr mit jeder Aufführung versucht, eine weitere Neuinterpretation eines Klassikers anzubieten, sondern, im Gegenteil, eine Art von unmittelbarer Sinnlichkeit zu erzeugen.

Olga Neuwirths Partitur ist kurz vor Probenbeginn fertig geworden, dein Inszenierungskonzept ist parallel dazu entstanden. Wie bringst du das jetzt zusammen?

Es war mir wichtig, Regie- und Raumkonzept mit einer gewissen Offenheit auszustatten, die eine spielerische Improvisation auf den Proben ermöglicht. Die genauen Bewegungsfolgen entstehen natürlich aufgrund der Partitur, die wir jetzt auch in Zusammenarbeit mit Olga erarbeiten. Das Libretto liegt aber schon länger vor und hat verschiedene Ebenen: In der Mikrostruktur ist es – wie die einzelnen Noten der Partitur – unglaublich präzise, in dem es etwa «Trumpschen Sprachmüll» auf kluge Weise aufsammelt und so Realitäten der Sprache aufdeckt. Für die Regie ist aber gerade auch die Makrostruktur interessant, in der die einzelnen Bilder eigentlich die Form von Parabeln haben, die über diese Details hinausweisen. Als Regisseur finde ich es spannend, diesen Rahmen deutlich zu erzählen, damit sich die grosse Fülle und der kleinteilige Aberwitz des Stücks darin entfalten können. Du hast es schon gesagt: Olga Neuwirths musikalische Sprache ist sehr heterogen. Selbst hat sich die Komponistin einmal als «Expediteurin zu den unterschiedlichsten Rändern der Welt» bezeichnet. Für wen ist dieses Stück geeignet? Für alle und jeden, wie es in Nietzsches «Zarathustra» heisst.

Das Monster Gorgonzilla beendet das Stück mit dem Satz: «Die Freiheit lockt jetzt doch mich auch sehr!» Da sind wir dann doch sehr nah bei einem Topos der klassischen Oper...

Ich sage immer: die Opern von Olga Neuwirth stehen für unser Jahrhundert wie Beethovens «Fidelio» für den Beginn des 19. Jahrhunderts. Und tatsächlich könnte man «Monster’s Paradise» als eine Art «dystopische Rettungsoper» in der Tradition des «Fidelio» verstehen. Das letzte Wort hat allerdings nicht das Monster, sondern die Musik. An seine Worte schliesst sich nämlich ein musikalischer Epilog an, in dem durch ein verstimmtes Klavier hindurch Musik von Franz Schubert zitiert wird, die sich aber zusammen mit den beiden Vampiretten in der Ferne verliert. Das finde ich ein wichtiges Statement, dass vielleicht die Musik dann doch länger klingt, als der Mensch argumentiert.