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Norma

Tragedia lirica in zwei Akten von Vincenzo Bellini (1801-1835)
Libretto von Felice Romani
Nach der Tragödie «Norma ou L’Infanticide» von Alexandre Soumet

Musikalische Leitung Fabio Luisi Inszenierung, Bühnenbild und Lichtkonzept Robert Wilson Co-Bühnenbild Stephanie Engeln Kostüme Moidele Bickel Lichtgestaltung AJ Weissbard, Hans-Rudolf Kunz Choreinstudierung Ernst Raffelsberger Dramaturgie Konrad Kuhn

In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer 3 Std. 05 Min. inkl. Pause nach dem 1. Akt nach ca. 1 Std. 25 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Termine & Tickets

Juni 2019

So

02

Jun
20.15

Norma

Oper von Vincenzo Bellini, Wiederaufnahme
Preise H: CHF 75 / 59 / 44 / 25 / 15 / 11
AMAG Volksvorstellung

Mi

05

Jun
19.00

Norma

Oper von Vincenzo Bellini
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Mittwoch-Abo B, Italienische Oper-Abo

Sa

08

Jun
19.00

Norma

Oper von Vincenzo Bellini
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Kombi-Abo, Wahl-Abo

Mi

12

Jun
19.00

Norma

Oper von Vincenzo Bellini
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Mittwoch-Abo A

Sa

15

Jun
19.00

Norma

Oper von Vincenzo Bellini
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Misch-Abo B, Belcanto-Abo

Do

20

Jun
19.30

Norma

Oper von Vincenzo Bellini
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Donnerstag-Abo B

Gut zu wissen

Kurzgefasst

Norma

Kurzgefasst

Norma

Fotogalerie

 

Szenenbilder «Norma»


Die geniale Stelle


Ergriffenes Schweigen

Eine Generalpause in Vincenzo Bellinis «Norma»

Was für ein Theatercoup! Aus der Tiefe des Orchesters ertönt im weichen Streicherklang eine wiegende, behutsam modulierende Begleitfigur, ein weicher Klangteppich, auf dem dann die Flöte eine jener Melodien von geradezu überirdischer Schönheit intoniert, wie sie nur Bellini erfinden konnte. (In der Bewunderung dieser langen melodischen Linien waren sich selbst die Antipoden Verdi und Wagner vollkommen einig.) Auf der Bühne sieht man den im hellen Mondschein daliegenden heiligen Eichenhain, in dem die weiss gewandete Priesterin mit ausgebreiteten Armen heran­schreitet, um die heilige Handlung zu vollziehen. Schier endlos scheint sich der Gesang der Flöte auszubreiten, ein betörendes Schweben und Weben, der Zeit enthoben wie das Lied der Seele, die von der Nähe der Gottheit ergriffen ist. Die Harmonie gleitet in eine Mollwendung, die mit einer subtilen dynamischen Steigerung verbun­den ist, dann verringert sich das Tempo, und die Musik kommt auf der Dominante und mit einem Vorhalt ganz zum Stehen. Ein Moment der Stille, des ergriffenen Schweigens, der Erwartung eines bedeutenden, eines heiligen Ereignisses. Und es tritt ein: Die Priesterin beginnt zu singen, durch die helle Nacht klingt ihre Stimme, die «keusche Göttin» preisend und ihre Gnade erflehend. Diese Einleitung, diese Fügung aus vorweggenommener Begleitfigur, instrumentaler Darstellung des Hauptthemas der Arie, Ersterben der Musik, erwartungsvoller Stille und dem folgenden Gesangseinsatz – das scheint ein genialer Einfall des Komponisten zu sein, der die ideale musikalische Darstellung der Situation gefunden hat.

So suggestiv die Wirkung dieser Komposition ist, und so vollkommen sie auf die vorgestellte szenische Situation bezogen ist, wer die Partitur der Norma oder anderer italienischer Opern des 19. Jahrhunderts durchblättert, wird bald feststellen, dass nahezu jede Arie mit einer Einleitung von dieser Struktur versehen ist. Bellini arbeitet hier ungebrochen in den Bahnen der etablierten Konvention, die er freilich mit atemberaubender Virtuosität so anzuwenden weiss, dass das Ergebnis ganz originell wirkt, ganz sein Eigen ist.

Das ist möglich, weil es sich bei dieser Struktur mit der bedeutungsvollen Generalpause nicht um ein gedankenlos angewandtes lebloses Schema handelt, sondern um eines der Kernstücke der italienischen Oper. Die stufenförmige Vorbereitung des Gesangseinsatzes, verleiht ihm die Aura des ganz Besonderen, ja des Heiligen. Es ist, als würde ein Altar errichtet, auf dem das unbegreifliche Wunder der menschlichen Stimme verehrt werden kann. Die wunderbare Gabe des Gesangs mit seinen unendlich subtilen, die geheimsten Seelenregungen ausdrückenden Nuancen.

Man spöttelt gern über die quasi religiöse Verehrung der Sänger, die man in italienischen Opernhäusern erleben kann, und die mit ebenso religiösem Eifer geführten Kämpfe zwischen den Anhängern rivalisierender Künstler. Solche vulkanischen Ausbrüche, die dem Bewohner nördlicherer Gegenden unbegreiflich bleiben, entspringen demselben Punkt, aus dem auch die beschriebene Struktur entsteht: Die Liebe, die Verehrung für die menschliche Stimme, dieses im Wortsinne wunderbarste aller Musikinstrumente, das jedem Menschen gegeben ist, um dem Ausdruck zu verleihen, was er mit trockenen Worten nicht sagen kann. Es ist die Verehrung für den Gesang, der das Herzstück der Oper und die ursprünglichste Quelle aller Musik ist. Eines der Wunder dieser Welt, auf die ergriffenes Schweigen wohl die einzig angemessene Antwort ist.


Text von Werner Hintze.
Dieser Artikel ist erschienen in MAG 69, Mai 2019.
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Programmbuch

Norma

Norma

Synopsis

Norma

Synopsis

Norma

Biografien


Fabio Luisi, Musikalische Leitung

Fabio Luisi

Fabio Luisi stammt aus Genua. Er ist Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich, Chefdirigent des Danish National Symphony Orchestra, Musikdirektor des Maggio Musicale Fiorentino und designierter Music Director des Dallas Symphony Orchestra ab 2020. Von 2011 bis 2017 war Fabio Luisi Principal Conductor der Metropolitan Opera in New York, zuvor Chefdirigent der Wiener Symphoniker (2005-2013), Generalmusikdirektor der Staatskapelle Dresden und der Sächsischen Staatsoper (2007-2010), Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters Leipzig (1999-2007) und Musikdirektor des Orchestre de la Suisse Romande (1997-2002), mit dem er zahlreiche CDs aufnahm (Poulenc, Respighi, Mahler, Liszt, eine Gesamtaufnahme der sinfonischen Werke von Arthur Honegger und Verdis Jérusalem und Alzira). Er ist Musikdirektor des «Festival della Valle d’Itria» in Martina Franca (Apulien) und Gastdirigent renommierter Klangkörper, darunter das Philadelphia Orchestra, das Cleveland Orchestra, das NHK Tokio, die Münchener Philharmoniker, die Filarmonica della Scala, das London Symphony Orchestra, das Concertgebouw Orkest Amsterdam, das Saito Kinen Orchester sowie zahlreiche namhafte Opernorchester. Bei den Salzburger Festspielen trat er mit Richard Strauss’ Die Liebe der Danae und Die Ägyptische Helena hervor. Zu seinen bedeutendsten Dirigaten am Opernhaus Zürich zählen bisher u.a. die Neuproduktionen von drei Bellini-Opern sowie Rigoletto, Fidelio, Wozzeck und Verdis Messa da Requiem. Wichtige CD-Aufnahmen sind Verdis Aroldo, Bellinis I puritani und I Capuleti e i Montecchi, sämtliche Sinfonien von Robert Schumann sowie Sinfonien und das Oratorium Das Buch mit sieben Siegeln des vergessenen österreichischen Komponisten Franz Schmidt. Ausserdem liegen verschiedene sinfonische Dichtungen von Richard Strauss und eine hochgelobte Aufnahme von Bruckners 9. Sinfonie mit der Staatskapelle Dresden vor. Für die Einspielungen von Siegfried und Götterdämmerung mit dem Orchester der Met erhielt er einen Grammy, 2013 wurde ihm der begehrte italienische Kritikerpreis Premio Franco Abbiati und 2014 der Grifo d’Oro der Stadt Genua verliehen. Er ist Träger des Bruckner-Ringes der Wiener Symphoniker sowie Kavalier der italienischen Republik. Im 2015 neu gegründeten Label «Philharmonia Records» der Philharmonia Zürich erschienen unter seiner Leitung bisher Werke von Berlioz, Wagner, Verdi, Rachmaninow, Bruckner, Rimski-Korsakow und Frank Martin sowie die DVDs zu Rigoletto (Regie: Tatjana Gürbaca), Wozzeck (Regie: Andreas Homoki), I Capuleti e i Montecchi (Regie: Christof Loy), die Messa da Requiem (Regie/Choreografie: Christian Spuck)und Das Land des Lächelns (Regie: Andreas Homoki).

Madama Butterfly30 Nov; 02, 08, 14 Dez 2018 Beethoven / Schubert10 Feb 2019 Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019 Nabucco26, 29 Jun; 02, 05, 09, 12 Jul; 27 Sep; 03, 10, 13 Okt 2019 La forza del destino04, 07, 10, 13 Jul 2019 Beethoven14 Jul 2019 Beethoven / Wagner10 Nov 2019 Beethoven / Debussy / Ravel23 Feb 2020 Beethoven / Bruckner12 Jul 2020 La traviata29 Sep; 06, 11 Okt 2019 Messa da Requiem22 Dez 2019 Arabella04, 07, 11, 15, 19, 22, 28 Mär 2020 Operettengala03, 05 Jun 2020 I vespri siciliani24, 27 Jun; 01, 04, 07, 10 Jul 2020


Robert Wilson, Inszenierung, Bühnenbild und Lichtkonzept

Robert Wilson

Robert Wilson wurde 1941 in Waco/Texas geboren. Nach dem Architekturstudium erregte er in den 60er Jahren Aufsehen mit ersten experimentellen Aufführungen: Baby Blood (1967), Life and Times of Sigmund Freud (1969) und Deafman Glance, einer fünfstündigen stillen Oper. Gemeinsam mit Philip Glass entstand die Oper Einstein on the Beach. Ende der 70er Jahre arbeitete Wilson erstmalig an Theatern in Deutschland: An der Berliner Schaubühne entstand Death, Destruction and Detroit (1979,1987), an den Münchner Kammerspielen Die goldenen Fenster (1982). Zwei Jahre später traf Wilson auf Heiner Müller, der am deutschsprachigen Teil von CIVILwarS mitarbeitete, einem Stück, das in fünf Orten weltweit entstand und bei den Olympischen Spielen in Los Angeles zusammengeführt wurde. Am Hamburger Thalia Theater entstand The Black Rider (1991). 2003 inszenierte er am Berliner Ensemble Leonce und Lena (Musik: H. Grönemeyer), 2007 Die Dreigroschenoper von Brecht/Weill und 2009 Sonette (Musik: Rufus Wainwright). In Zürich und am Châtelet in Paris inszenierte er Wagners Ring des Nibelungen, in Zürich ausserdem Lohengrin, an der Scala und der Pariser Oper, den Salzburger Festspielen und in Los Angeles die Opern Monteverdis. Neben fünf Einladungen zum Berliner Theatertreffen erhielt er u.a. den «Goldenen Löwen» der Biennale Venedig, den «Obie-Award» für Regie und die Nominierung zum Pulitzer-Preis für Theater. 1992 gründete Wilson das Watermill Center, eine Kultureinrichtung auf Long Island, die die Arbeit und Entwicklung von jungen Künstlern unterstützt. Zu seinen jüngeren Inszenierungen gehören u.a. Life and Death of Marina Abramovic, Faust (Berliner Ensemble), Adam’s Passion von Arvo Pärt, Edda am Norske Teatret Oslo und Pushkin’s Fairy Tales am Theater of Nations in Moskau. Geplant ist zudem u.a. Jungle Book in Zusammenarbeit mit CocoRosie in Luxembourg.

Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019


Stephanie Engeln, Co-Bühnenbild

Stephanie Engeln

Stephanie Engeln stammt aus Düsseldorf. Sie studierte Innenarchitektur und Design. Seit 1985 gestaltet sie nicht nur Bühnenbilder, Kostüme und Lichtdesign in Schauspiel und Oper, sondern zeichnet auch für das Design von Ausstellungen, Museumsinstallationen und Hoteleinrichtungen verantwortlich. Seit 1989 arbeitet sie eng mit Robert Wilson zusammen, u.a. an der Metropolitan Opera New York, an der Opéra de Paris, bei den den Salzburger Festspielen, am Teatro Real Madrid, beim Maggio Musicale Fio-rentino und am Bolshoi Theater in Moskau. Sie war bei Robert Wilsons berühmten Produktionen wie Madame Butterfly, Pelléas et Mélisande sowie der Ruhrtriennale Produktion The Temtations of St. Anthony als Bühnenbildnerin beteiligt. Wichtige Ausstellungen waren u.a. «Mr. Bojangles Memory» am Centre Pompidou in Paris, «Giorgio Armani Show Exhibition» am Guggenheim Museum New York und «Mozart’s Birthplace» in Salzburg.

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Moidele Bickel, Kostüme

Moidele Bickel

Moidele Bickel wurde in München geboren. Sie begann ihre Karriere als Kostümbildnerin am Theater am Turm in Frankfurt. 1970 zog sie nach Berlin und arbeitete dort während 22 Jahren zusammen mit Peter Stein. Zunächst waren sie an der Schaubühne am Halleschen Ufer tätig und ab 1981 an der Schaubühne am Lehniner Platz. Ab Anfang der 1970er Jahre war Bickel auch immer wieder für Film- und Fernsehproduktionen tätig und arbeitete an Theatern und Festivals in ganz Europa. Sie arbeitete regelmässig mit Regisseuren wie Luc Bondy, Robert Wilson und Patrice Chéreau. Mit Luc Bondy entstand u.a. The Turn oft he Screw beim Festival d’Aix-en-Provence und Schnitzlers Anatol bei den Wiener Festwochen. Für Robert Wilson entwarf sie zahlreiche Kostüme, u.a. für Die Frau ohne Schatten an der Opéra de Paris und für das Stück The White Raven bei der Expo 98. Sie zeichnet sich zudem für das Kostümbild der Romanverfilmung von La Reine Margon (Die Bartholomäusnacht) verantwortlich und wurde dafür 1995 für den Oscar für das beste Kostüm-Design nominiert. 2009 gestaltete sie die Kostüme bei Michael Hanekes Kinofilm «Das weisse Band – Eine deutsche Kindergeschichte». Der Film erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen, Moidele Bickel wurde mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Moidele Bickel starb 2016 in Berlin.

Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019


AJ Weissbard, Lichtgestaltung

AJ Weissbard

Der amerikanische Lichtdesigner AJ Weissbard ist weltweit in den Bereichen Theater, Video, Ausstellungen und Architektur tätig. Zu den Künstlern, mit denen er arbeitet, gehören Robert Wilson, Peter Stein, Luca Ronconi, Daniele Abbado, Marina Abramovic, Bernard Sobel, Peter Greenaway, William Kentridge, Giorgio Armani, Hugo Boss, und die Martha Graham Dance Company. Für Oper, Schauspiel und Ballett arbeitete er u.a. am Lincoln Center New York, an der Brooklyn Academy of Music, an der  Opéra Garnier und am Théâtre du Châtelet Paris, am Théâtre La Monnaie in Brüssel, am Teatro Real Madrid, an der Mailänder Scala, am Piccolo Teatro Milano, an der Schaubühne Berlin, am Esplanade Singapore und am Bunka Kaikan in Tokio. Multimedia-Projekte und Ausstellungen führten ihn ans Guggenheim Museum New York und Bilbao, an die Royal Academy London, ins Petit Palais Paris, ins Vitra Design Museum, zur Milano Triennale, in den Palazzo Reale Milano, ins Kunstindustrimuseum Kopenhagen und ins Shanghai Art Museum. Ausserdem war er an der Aichi World Expo 2005, der Biennale di Venezia, beim Salone del Mobile Milan und an der Biennale Valencia vertreten. Er wurde mit dem «IFSArts award for Lighting Design» und 2014 mit der „Goldenen Maske“ ausgezeichnet.

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Ernst Raffelsberger, Choreinstudierung

Ernst Raffelsberger

Ernst Raffelsberger, Chorleitung, stammt aus Gmunden, Oberösterreich. Er studierte Mu­sikpädagogik und Kirchenmusik an der Hoch­schule für Musik und dar­stel­lende Kunst in Wien (Chor­leitung bei Prof. Erwin Ortner) und anschlies­send Chor­dirigieren am Salzburger Mozarteum bei Prof. Walter Hagen-Groll. Von 1983 bis 1986 war er Kapellmeister der Wiener Sängerknaben. In die­ser Zeit leitete er das Ensemble in Wien und auf Tourneen durch Europa, Südafrika, Kanada und die USA. Ab 1986 war Ernst Raffelsberger Chordirektor und Kapellmeister am Landestheater Salzburg (Mitwirkung bei der Salzburger Mozartwoche und den Salzburger Festspielen). 1989 wurde er von Donald Runnicles als Chordirektor und Kapellmeister an das Theater in Freiburg/Breis­gau berufen. Seit Herbst 1993 ist Ernst Raffelsberger am Opernhaus Zürich als Chordirektor engagiert. Hier hat er inzwischen über 100 Pre­mieren betreut und mit vielen nam­haften Dirigenten wie Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Vladimir Fedoseyev, Sir John Eliot Gardiner, Daniele Gatti, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Franz Welser-Möst und Teodor Currentzis zusammengearbeitet. Gastspiele mit dem Opernhaus Zürich führten ihn nach Wien, London, Paris und Tokio. Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen dokumentieren diese Arbeit. Im Sommer 2012 begann zusätzlich seine Tätigkeit als Chordirek­tor der Salzburger Festspiele. Er ist dort für die Produktionen der Konzertver­einigung Wiener Staats­opernchor verant­wort­lich. Dort kam es u.a. zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Riccardo Muti, Sir Simon Rattle und Mariss Jansons.

Il turco in Italia02, 05, 10, 14, 18, 23, 26, 29 Mai; 13, 19, 28 Dez 2019; 03 Jan 2020 Così fan tutte08, 11, 13, 16, 21, 24, 28 Nov; 01 Dez 2018; 26, 30 Okt; 02, 08 Nov 2019 Madama Butterfly30 Nov; 02, 08, 14 Dez 2018 Nussknacker und MausekönigVorstellung am 15, 18, 26, 29 Dez 2018; 01 Jan 2019; 05, 06, 10, 20, 24, 29 Mär; 03 Apr 2020 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019 Le Grand Macabre07, 10, 13, 16, 21, 24 Feb; 02 Mär 2019 Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Tannhäuser27, 31 Mär; 05 Apr 2019 Manon10, 13, 18, 22, 26 Apr; 04, 12, 15 Mai 2019 La sonnambula09, 12 Mai 2019 Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019 Il barbiere di Siviglia17, 19, 22, 25 Mai 2019 Die Sache Makropulos25, 28 Sep; 06, 09, 13, 17, 22 Okt 2019 Der Freischütz04, 16, 19, 27 Okt 2019 Die Zauberflöte16, 18, 24, 26 Jan 2020 La cenerentola31 Dez 2019; 02, 05, 12 Jan 2020 Messa da Requiem24, 29 Nov; 01, 07, 11, 14, 22, 29 Dez 2019 Don Pasquale12, 15, 21, 26, 29 Dez 2019; 01, 04, 09 Jan 2020 Arabella04, 07, 11, 15, 19, 22, 28, 31 Mär 2020 La bohème12, 18, 22, 25, 29 Mär 2020 Aida25, 28 Apr; 03, 06, 10 Mai 2020 Faust14, 17, 20, 23 Mai 2020


Michael Spyres, Pollione

Michael Spyres

Michael Spyres stammt aus Mansfield (Missouri). Er absolvierte seine Gesangsausbildung in den USA und am Wiener Konservatorium. Als einer der gefragtesten Tenöre seiner Generation ist er regelmässiger Gast an allen wichtigen Opernhäusern der Welt. So sang er an der Mailänder Scala Belfiore (Il viaggio a Reims) und Rodrigo (La donna del lago), am Londoner Covent Garden ebenfalls Rodrigo sowie die Titelpartie in Mitridate, re di ponto, am Gran Teatre del Liceu Hoffmann (Les Contes d’Hoffmann), an der Semperoper Dresden Gianetto (La gazza ladra), an der Oper von Amsterdam Libenskoff (Il viaggio a Reims), an der Deutschen Oper Berlin Tamino und an der Lyric Opera in Chicago Alfred (Die Fledermaus) sowie Camille de Rosillon (Die lustige Witwe). Ausserdem trat er bei den BBC Proms (Missa Solemnis), den Salzburger Festspielen (Betulia Liberata) sowie beim Festival d’Aix-en-Provence (Tempo in Il trionfo del tempo e del disinganno) auf. In der Spielzeit 2017/18 gab er u.a. sein Debüt an der Pariser Opéra in der Titelrolle von La clemenza di Tito sowie Rollendebüts als Vasco da Gama in einer Neuproduktion von L’Africaine an der Oper Frankfurt und als Almaviva (Il barbiere di Siviglia) bei den Chorégies d’Orange. In der Saison 2018/19 debütiert Michael Spyres an der Wiener Staatsoper (Don Ramiro in La cenerentola) und an der Philadelphia Opera (Edgardo in Lucia di Lammermoor). Zudem singt er u.a. Florestan in konzertanten Aufführungen von Fidelio mit dem Basler Kammerorchester, Gualtiero (Il pirata) am Grand Théâtre de Genève und in Le Postillon de Lonjumeau an der Opéra Comique in Paris. Am Opernhaus Zürich war Michael Spyres zuletz in der Titelrolle von Haydns Orlando paladino zu erleben.

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Ildo Song, Oroveso

Ildo Song

Ildo Song, Bass, stammt aus Südkorea. Er absolvierte seine Gesangsausbildung an der Universität von Seoul und ist Preisträger zahlreicher südkoreanischer Wettbewerbe. In Europa wurde er 2014 mit dem 3. Preis beim Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb in Düsseldorf ausgezeichnet. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Sarastro (Die Zauberflöte), Sparafucile (Rigoletto), die Titelpartie in Le nozze di Figaro und Don Alfonso (Così fan tutte), die er auf verschiedenen Bühnen in Seoul, darunter das Seoul Art Center, verkörperte. Von Herbst 2015 bis Sommer 2017 gehörte er zum Internationalen Opernstudio in Zürich und war hier u.a. in Il viaggio a Reims, La traviata, Orlando paladino, Don Carlo, Un ballo in maschera und L’Heure espagnole/L’Enfant et les sortilèges zu erleben. Seit der Spielzeit 2017/18 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich. Zuletzt sang er den Onkel Bonze in Madama Butterfly, Le Fauteuil / L’arbre in der Wiederaufnahme von L’Enfant et les sortilèges, La Voce in Idomeneo, Mandarin in Turandot, Doktor Grenvil in La traviata, Julian Pinelli in Die Gezeichneten, Il Conte di Ceprano in Rigoletto und Alessio in der konzertanten Aufführung von La sonnambula.

Die Gezeichneten26 Sep; 02, 09, 12, 17, 20, 23 Okt 2018 Madama Butterfly30 Nov; 02, 08, 14 Dez 2018 Rigoletto20, 23, 30 Jan; 06, 09 Feb 2019 La sonnambula09, 12 Mai 2019 Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019 Der Freischütz04, 16, 19, 27 Okt 2019 La traviata29 Sep; 06, 11 Okt 2019 Otello21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020 I vespri siciliani24, 27 Jun; 01, 04, 07, 10 Jul 2020


Maria Agresta, Norma

Maria Agresta

Maria Agresta studierte Gesang am Konservatorium von Salerno und wurde u.a. 2014 mit dem Premio Franco Abbiati als beste Sopranistin ausgezeichnet. Ihre internationale Karriere begann 2011 am Teatro Regio in Turin mit I vespri siciliani unter der Leitung von Gianandrea Noseda. Es folgten Norma in Tel Aviv, La bohème in der Arena di Verona, München, Turin und beim Puccini-Festival in Torre del Lago, Gemma di Vergy in Bergamo und Don Giovanni an der Mailänder Scala. 2012 war Maria Agresta an der Mailänder Scala als Mimì zu hören, 2013 als Leonora (Verdis Oberto), 2014 als Leonora in Il trovatore und 2015 als Liù in Turandot. Konzerte führten sie nach Graz, Dresden, Rom, Venedig, Neapel, Berlin und Valencia unter Dirigenten wie Riccardo Muti, Zubin Mehta und Nicola Luisotti. In jüngster Zeit sang Maria Agresta u.a. Norma und Desdemona in Zürich, Turandot an der Lyric Opera of Chicago, Norma in Turin, am Théâtre des Champs-Elysées sowie in Madrid und Violetta Valéry in London, Paris, München, Palermo und an der Deutschen Oper Berlin. Sie gab ihr Debüt an der Metropolitan Opera mit La bohème und kehrte mit Turandot und Carmen dorthin zurück. Nach ihrem Debüt am Royal Opera House Covent Garden 2014 (I due foscari) gastierte sie dort erneut als Violetta Valéry, Leonora, Desdemona und Mimì. Bei den Salzburger Festspielen 2016 sang sie Marguerite in Faust, 2017 sang sie ebendort Lucrezia Contarini in I due foscari. 2018/19 war sie als Mimì an der Lyric Opera of Chicago, als Maria Boccanegra an der Opéra National de Paris, als Anna Bolena am Teatro dell’Opera in Rom und als Desdemona in Monte-Carlo zu hören.

Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019 I vespri siciliani24, 27 Jun; 01, 04, 07, 10 Jul 2020


Anna Goryachova, Adalgisa

Anna Goryachova

Anna Goryachova stammt aus St. Petersburg, wo sie 2008 ihre Ausbildung bei Galina Kiseleva abschloss. Anschliessend studierte sie an der Accademia di Santa Cecilia in Rom bei Renata Scotto. 2009 war sie als Carmen beim Classic Open Air in Berlin zu hören und trat in einer Neuproduktion von Philip Glass’ Witches of Venice in Rom auf. 2011 sang sie Melibea (Il viaggio a Reims) an der Vlaamse Opera Antwerpen unter Alberto Zedda, wohin sie 2012 als Carmen unter Dmitri Jurowski zurückkehrte. Beim Rossini Festival in Pesaro debütierte sie als Edoardo in Matilde di Shabran, sang dort 2013 ihre erste Isabella in L’italiana in Algeri und war 2015 in Rossinis Stabat mater zu hören. Ihr Debüt an der Pariser Oper gab sie 2014 als Ruggiero in Händels Alcina. 2015 war sie als Melibea an der Amsterdamer Oper zu erleben. Seit der Spielzeit 2012/13 gehört Anna Goryachova zum Ensemble des Opernhauses Zürich, wo sie bisher u.a. in Rinaldo (Eustazio), Drei Schwestern (Mascha), Don Giovanni (Zerlina), Pique Dame (Polina), Il barbiere di Siviglia (Rosina), Die Meistersinger von Nürnberg (Magdalena), Rote Laterne (Yen-Er), Il viaggio a Reims (Melibea), Orlando Paladino (Alcina) und La verità in cimento (Zelim) zu hören war. In der Spielzeit 2017/18 sang sie Carmen am Teatro de Real de Madrid, am Covent Garden in London sowie in der Arena von Verona und war als Sesto (La clemenza di Tito) an der Opera Vlaanderen und als Rosina beim Musikfest Bremen zu erleben. In der Spielzeit 2018/19 sang sie in Zürich Dorabella in Così fan tutte, Melibea am Bolshoi in Moskau, Polina am ROH London und Clara D’Almanza (Die Verlobung im Kloster) an der Staatsoper unter den Linden Berlin.

Così fan tutte08, 11, 13, 16, 21, 24, 28 Nov; 01 Dez 2018; 26, 30 Okt; 02, 08 Nov 2019 Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019


Irène Friedli, Clotilde

Irène Friedli

Irène Friedli, Alt, ist in Räuchlisberg, Schweiz, aufgewachsen. Sie studierte an der Musikakademie in Basel, wo sie mit dem Solistendiplom abschloss. Sie ergänzte ihre Studien in der Interpretationsklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin, nahm an Meisterkursen von Brigitte Fassbaender teil und bildete sich bei Helen Keller weiter. Sie gewann zahlreiche Preise bei internationalen Liedwettbewerben. Seit 1994/95 ist sie Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich, wo sie u.a. als Suzuki, 2. und 3. Zauberflöten-Dame, Mercédès, Titelheldin in Ravels Kind und die Zauberwelt, Elsbeth in Schlafes Bruder (UA), Lily in Harley (UA), Tisbe (La cenerentola), Annina und Flora (La traviata), Flosshilde (Rheingold, Götterdämmerung), Polina, Hänsel, Marcellina (Le nozze di Figaro), Emilia (Otello) und Lucia (Cavalleria rusticana) zu hören war. 2012 gastierte Irène Friedli an der Opéra Bastille in Paris. Am Opernhaus Zürich war sie in letzter Zeit u.a. als Olga in Peter Eötvös’ Drei Schwestern, als Marthe in Gounods Faust, als Margret (Wozzeck), als Lovis in Ronja Räubertochter von Jörn Arnecke, als Tasse und als Libelle in L’Enfant et les sortilèges, als 6. Blumenmädchen und Stimme aus der Höhe in Parsifal und als Mercédès in Carmen zu hören.

Hänsel und Gretel12, 13, 15 Dez 2018; 18, 20, 27 Jan; 24 Mär 2019 Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019 Elektra11, 14 Jul 2019 Konrad oder Das Kind aus der KonservenbüchseVorstellung am 23, 26, 29 Sep; 03 Okt; 05, 14, 18, 19, 20, 22, 23 Dez 2018; 12 Jan; 29 Sep; 02, 03 Okt 2019; 08, 15 Jan; 19, 29 Apr 2020 Girl with a Pearl Earring28 Mai; 01, 07, 14, 17, 19 Jun 2020 Die Sache Makropulos25, 28 Sep; 06, 09, 13, 17, 22 Okt 2019 Coraline29 Nov; 10, 13 Dez 2019; 02 Jan; 16, 29 Feb 2020 Wozzeck12, 15, 18 Feb 2020 Arabella04, 07, 11, 15, 19, 22, 28, 31 Mär 2020


Thobela Ntshanyana, Flavio

Thobela Ntshanyana

Thobela Ntshanyana stammt aus Capetown (Südafrika) und studierte in seiner Heimatstadt sowie am Royal College of Music in London. Zu seinem Opernrepertoire gehören Partien wie Alfredo (La traviata), Rinuccio (Gianni Schicchi), Mr. Owen (Dominick Argentos Postcard from Morocco), Chevalier (Dialogues des Carmélites), Parpignol (La bohème), Un ufficiale (Il barbiere di Siviglia) und Zefirino (Il viaggio a Reims). Er gewann u.a. erste Preise beim Schock Foundaton Prize for Singing 2014 in Capetown und beim Clonter Opera Prize 2016 in Cheshire. Im Konzertfach sang er bisher Dvořáks Stabat mater, Mendelssohns Elias, Haydns Schöpfung, Gounods Messe solennelle en l’honneur de Sainte-Cécile sowie verschiedene Mozart-Messen. Seit 2017/18 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios und singt hier neben dem 1. Priester in der Zauberflöte, Harry (La fanciulla del West), Belfiore (La finta giardiniera) sowie in Le Comte Ory, Parsifal, L’incoronazione di Poppea und La traviata.

Die Gezeichneten26 Sep; 02, 09, 12, 17, 20, 23 Okt 2018 Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019 Sweeney Todd13, 16, 21, 23, 28, 30 Dez 2018; 02, 05, 11 Jan 2019