18. Dezember 2016

Fabio Luisi, Dirigent
Okka von der Damerau, Alt

Philharmonia Zürich

FRANZ SCHUBERT
Sinfonie Nr. 8 h-Moll D 759
«Unvollendete»

FRANK MARTIN
Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke

  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Musikalische Leitung:
Fabio Luisi

Fabio Luisi

Fabio Luisi stammt aus Genua. Der ehemalige Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich (2012-2021) ist Musikdirektor des Dallas Symphony Orchestra, Chefdirigent des Danish National Symphony Orchestra und Chefdirigent des NHK-Orchesters in Tokio. Er ist ausserdem Musikdirektor des Festivals Valle d'Itria in Apulien und Ehrendirigent des RAI National Symphony Orchestra in Turin. Zuvor hatte er wichtige Positionen bei Orchestern und Opernhäusern inne, darunter die Dresdner Staatskapelle, die Wiener Symphoniker und die Metropolitan Opera in New York. Er gastiert regelmässig u.a. beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Cleveland Orchestra, der Tschechischen Philharmonie, dem Orchester der Mailänder Scala, dem London Symphony Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris, dem Philadelphia Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem San Francisco Symphony Orchestra und den Wiener Philharmonikern und leitet Produktionen an der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Berlin, der Mailänder Scala, den Salzburger Festspielen, der Wiener Staatsoper u.a.. Am Opernhaus Zürich dirigierte er u.a. die Neuproduktionen von drei Bellini-Opern sowie «Rigoletto», «Fidelio», «Wozzeck», «Das Land des Lächelns» und Verdis «Messa da Requiem». Eine umfangreiche Diskografie ergänzt sein künstlerisches Schaffen. Am Opernhaus Zürich gründete er das Label «Philharmonia Records» der Philharmonia Zürich (Orchester der Oper Zürich). Der aus Genua stammende Fabio Luisi studierte am Conservatorio Niccolò Paganini seiner Heimatstadt und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, Österreich. Zu seinen Auszeichnungen zählen das Österreichische Verdienstkreuz für Wissenschaft und Kunst, der italienische Cavaliere della Repubblica Italiana, der Commendatore della Stella d’Italia, der Grifo d’Oro von Genua, das dänische Ritterkreuz und eine Ehrendoktorwürde der St. Bonaventure University in New York. Abseits des Podiums ist er Komponist und Parfümhersteller, der seine Kreationen für sein eigenes Unternehmen produziert.

Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026

Besetzung


Mezzo Okka von der Damerau

Okka von der Damerau

Okka von der Damerau, geboren in Hamburg, begann ihr Gesangsstudium in Rostock und schloss es an der Hochschule für Musik in Freiburg ab. Erste Engagements führten sie an die Theater in Rostock und Freiburg. Von 2006 bis 2010 war sie Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover und wirkte u.a. in der Uraufführung von Edward Rushtons Die fromme Helene mit, sang Erda (Das Rheingold), Maddalena (Rigoletto) und Dritte Dame (Die Zauberflöte). Nachdem sie als Erste Magd (Elektra) an der Bayerischen Staatsoper debütierte, ist sie dort seit der Spielzeit 2010/11 Ensemblemitglied. Zu den Partien, die sie dort interpretierte gehören Flosshilde, Grimgerde, Erda, Waltraute, Erste Norn (Der Ring des Nibelungen), Mary (Der fliegende Holländer), Hänsel (Hänsel und Gretel), Dritte Dame (Die Zauberflöte), Dryade (Ariadne auf Naxos) und Suzuki (Madama Butterfly). In der Spielzeit 2013/14 sang sie an der Bayerischen Staatsoper Charlotte in der Neuproduktion von Zimmermanns Soldaten und gab ihre Debüts an der Deutschen Oper Berlin mit Flosshilde und an der Berliner Staatsoper mit dem Pagen in Strauss’ Salome. Im Sommer 2014 war sie als Flosshilde, Grimgerde, und Erste Norn im Bayreuther Ring des Nibelungen (Petrenko/Castorf) zu erleben. 2014/15 folgten die genannten Ring-Partien und Geneviève (Pelléas et Mélisande) an der Bayerischen Staatsoper. Ausserdem debütierte Okka von der Damerau mit Charlotte (Die Soldaten) an der Scala in Mailand und trat in Strauss’ Ägyptischer Helena an der Oper Frankfurt auf. 2015/16 folgten an der Bayerischen Staatsoper Auftritte in drei Neuproduktionen: Äbtissin (Der feurige Engel), Ulrica (Un ballo in maschera) und Magdalena (Die Meistersinger von Nürnberg). Zu ihrem Repertoire zählen zudem die großen Mezzo- und Alt-Partien der Oratoriums- und Konzertliteratur. In naher Zukunft sind Debüts an der Wiener Staatsoper und der Oper Chicago geplant.

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Philharmonia Zürich

1985 entstand in Folge der Trennung des traditionsreichen Tonhalle- und Theaterorchesters das Orchester der Oper Zürich. 2012, mit Beginn der Intendanz von Andreas Homoki und dem Amtsantritt des neuen Generalmusikdirektors Fabio Luisi, wird das Orchester der Oper Zürich zur Philharmonia Zürich. Pro Saison ist das Orchester in rund 250 Opern- und Ballettvorstellungen des Opernhauses Zürich zu hören. Als Podium für das Konzertrepertoire werden zusätzlich die Philharmonischen Konzerte veranstaltet. Soiréen und Kammermusikmatinéen ergänzen das künstlerische Spektrum des Orchesters. Bevor Fabio Luisi mit der Saison 2012/13 als Generalmusikdirektor die künstlerische Leitung des Orchesters übernommen hat, haben u. a. Franz Welser-Möst (1995-2008, ab 2005 als Generalmusikdirektor) und zuletzt Daniele Gatti als Chefdirigent (2009-2012) das Orchester geleitet. 2000/01 fanden die Beständigkeit der Leistungen des Orchesters der Oper Zürich und die Breite seines Könnens mit der Wahl zum «Orchester des Jahres» in der Umfrage der Zeitschrift «Opernwelt» weit verbreitete internationale Anerkennung.

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Kurzgefasst

«Es ist, als ob dieser Text ein Teil meines Lebens geworden wäre», schrieb der Schweizer Komponist Frank Martin über Rainer Maria Rilkes berühmte Erzählung Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke, die ihm als Basis für seine Komposition für Altstimme und kleines Orchester diente. Rilkes kurzer Text schildert auf eindringliche Weise das Schicksal eines jungen Soldaten, der in den Türkenkriegen des 17. Jahrhunderts sinnlos in den Tod reitet. Frank Martin setzte sich während des Zweiten Weltkrieges akribisch mit dieser Dichtung auseinander, die «sogar in der Schilderung der brutalen Rohheiten des Krieges eine unglaubliche Sensibilität» bewahrt.

Generalmusikdirektor Fabio Luisi schwärmt für dieses Werk des Schweizer Komponisten und bringt es mit der Philharmonia Zürich zur Aufführung. Die Altpartie, die das Schicksal des Cornets als Beobachterin und Mitleidende schildert, gestaltet die gefeierte deutsche Sängerin Okka von der Damerau.

Eingeleitet wird das Konzert mit Franz Schuberts rätselumwobener Achter Sinfonie h-Moll («Unvollendete») aus dem Jahr 1822. Dieses nur zwei Sätze umfassende Werk zählt zu den innovativsten und zugleich beliebtesten Kompositionen Schuberts.

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