George Balanchine (eigtl. Georgi Balantschiwadse) wurde 1904 als Sohn eines georgischen Komponisten in St. Petersburg geboren. An der Kaiserlichen Ballett-Akademie wurde er zum Tänzer ausgebildet und trat nach dem Abschlussexamen 1921 sein erstes Engagement an. Gleichzeitig studierte er während dreier Jahre Klavier und Komposition am Konservatorium seiner Heimatstadt. Bereits ab 1920 entstanden erste eigene Choreografien. 1924 nutzte er eine Deutschland-Tournée der Sowjetischen Staatstänzer dazu, sich Serge Diaghilew vorzustellen, der ihn als Tänzer und Choreograf in seine «Ballets russes» engagierte. Dies war auch der Beginn der intensiven Zusammenarbeit und Freundschaft mit Igor Strawinsky. Nach dem Tod von Diaghilew im Jahre 1929 arbeitete Balanchine sporadisch in London, Kopenhagen, Monte-Carlo und Paris und gründete seine Truppe «Les Ballets 1933». Auf Einladung von Lincoln Kirstein übersiedelte er im August 1933 nach New York und wurde Leiter der neu ins Leben gerufenen «School of American Ballet», aus deren Schülern er seine erste amerikanische Compagnie zusammenstellte, die 1935 als «American Ballet» ihr New Yorker Debüt gab. Zwischen 1935 und 1951 choreografierte Balanchine gelegentlich für den Broadway und für einige Hollywood-Filme, aber das Schwergewicht seiner Arbeit lag bei der «Ballet Society», zu deren Mitbegründern er gehörte. Sie wurde 1948 in das «New York City Ballet» umgewandelt und zog ins City Center ein. Hier entstanden Balanchines bedeutendste Choreografien, mit denen er auch auf Europa-Tournée ging. 1962 reiste er mit dem New York City Ballet erstmals in die Sowjetunion. Im Frühjahr 1964 bezogen Balanchine und seine Compagnie das nach seinen Wünschen erbaute New York State Theater. George Balanchine starb 1983 in New York. Seine Choreografien werden heute weltweit vom Balanchine Trust betreut.
Choreografie von George Balanchine
Choreografie:
Musik:
Pjotr I. Tschaikowski
Kostüme:
Karinska
Lichtgestaltung:
Mark Stanley