La finta gardiniera - Vorstellung - Opernhaus Zürich

La finta gardiniera

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Musikalische Leitung Gianluca Capuano
Inszenierung Tatjana Gürbaca
Bühne Henrik Ahr
Kostüme Barbara Drosihn
Lichtgestaltung Elfried Roller
Dramaturgie Claus Spahn
Fabio Dietsche


Don Anchise, Podestà von Lagonero Mitglied des IOS
Marchesa Violante Onesti, unter dem Namen Sandrina als Gärtnerin verkleidet Mitglied des IOS
Contino Belfiore Mitglied des IOS
Arminda, ein edles Fräulein aus Mailand, Nichte des Podestà Mitglied des IOS
Cavaliere Ramiro, Nachbar des Podestà Mitglied des IOS
Serpetta, Kammermädchen beim Podestà Mitglied des IOS
Roberto, Diener der Marchesa Violante, unter dem Namen Nardo Gärtnerbursche beim Podestà Mitglied des IOS

Musikkollegium Winterthur

Mit freundlicher Unterstützung derFreunde der Oper Zürich

Termine

05 Mai 2018, 19:30
Premiere
Preise Winterthur

08 Mai 2018, 19:30
Preise Winterthur

13 Mai 2018, 14:30
Preise Winterthur

16 Mai 2018, 19:30
Preise Winterthur

18 Mai 2018, 19:30
Preise Winterthur

Ort

Theater Winterthur

 

La finta gardiniera

Dramma giocoso in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Libretto von Giuseppe Petrosellini

Nach ersten grossen Erfolgen mit Mitridate und Lucio Silla in Italien erhielt Mozart als 18-Jähriger den Auftrag, eine Oper zum Karneval in München zu komponieren. Das Textbuch war, wie damals meist üblich, durch den Auftraggeber vorgeschrieben: La finta giardiniera stammte vom versierten Komödienschreiber Giuseppe Petrosellini. Von einer Opera buffa erwartete das Publikum burleske Verwechslungs- und Verkleidungsszenen, überraschende Enthüllungsmomente, parodistische, aber auch gefühlsbetonte Nummern. All das liefert die verwickelte Handlung rund um die Gärtnerin Sandrina, die eigentlich eine Gräfin ist und Violante Onesti heisst. Die Premiere gefiel, und der Komponist berichtete stolz: «Nach einer jeden Aria war alzeit ein erschröckliches getös mit glatschen, und viva Maestro schreyen». Doch La finta giardiniera wurde nur dreimal gespielt. Nur wenige erkannten damals schon Mozarts Bedeutung als Opernkomponist. Dabei ist seine raffinierte musikalische Charakterisierungskunst in diesem Werk bereits voll ausgeprägt: dem melancholischen Ramiro, dem selbstverliebten Belfiore, der intriganten Arminda oder dem alternden Lüstling Don Anchise – allen hat Mozart eine ganz eigene musikalische Sphäre zugedacht. Tatjana Gürbaca wird gemeinsam mit den Sängerinnen und Sängern des Internationalen Opernstudios den Gefühlsverwirrungen von Mozarts Protagonisten nachspüren. Am Pult steht der temperamentvolle Gianluca Capuano, der mit dem Musikkollegium Winterthur bereits Haydns Orlando paladino erarbeitet hat und dem man als Dirigent eine grosse Zukunft speziell im Repertoire des 18. Jahrhunderts voraussagen darf.

 

Bios

La finta gardiniera

Gianluca Capuano

Musikalische Leitung

Gianluca Capuano studierte Orgel, Kompo­si­tion und Orchesterleitung am Konservatorium seiner Heimatstadt Mailand. Seine Kenntnisse in historischer Aufführungspraxis und Quellenstudium vertiefte er u.a. an der Civica Scuola di Musica in Mailand. Als Dirigent, Organist und Continuo-Spieler tritt er in ganz Europa, den USA, Russland und Japan auf. Er ist regelmässig bei renommierten Festivals für Alte Musik zu Gast und arbeitet mit Künstlern wie Michael Chance, Emma Kirkby, Cecilia Bartoli, Max Emanuel Cencic, Philippe Jaroussky, Diego Fasolis sowie Lorenzo und Vittorio Ghielmi zusammen. Ausserdem ist er Organist der Basilika San Simpliciano in Mailand. 2006 gründete er das Vokal- und Instrumentalensemble Il canto di Orfeo, mit dem er Hauptwerke der europäischen Barockmusik in historisch informierten Interpretationen zur Aufführung bringt. Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Komitees für das Werk von Giacomo Carissimi am Istituto Italiano per la Storia della Musica und Musikverantwortlicher der Associazione Giacomo Carissimi Archivio G.M. Manusardi in Mailand. Gianluca Capuano arbeitet regelmässig mit dem Ensemble I Barocchisti und Concerto Köln zusammen und hat an verschiedenen Einspielungen für bedeutende Labels mitgewirkt. 2012 dirigierte er an der Oper Köln eine viel beachtete Produktion von Leonardo Vincis Artaserse. 2013 feierten er und Il canto di Orfeo einen grossen Erfolg mit der Produktion von Alexander Raskatows Oper A Dog’s Heart an der Mailänder Scala, die 2014 auch in Lyon zu sehen war. 2014 dirigierte er das Concerto Köln in Hasses Leucippo an der Oper Köln. Im März 2015 gab er mit Händels Orlando sein Debüt an der Dresdner Semperoper und kehrte anschliessend für die Choreinstudierung in Iphigénie en Tauride nach Salzburg zurück. Im Mai 2016 debütiert er mit Haydns Orlando paladino am Opernhaus Zürich. Als Forscher widmet sich Gianluca Capuano, der auch ein Studium der Theoretischen Philosophie absolviert hat, hauptsächlich der Musikästhetik.

La finta gardiniera

05 Mai 2018, 08 Mai 2018, 13 Mai 2018, 16 Mai 2018, 18 Mai 2018

Tatjana Gürbaca

Regie

Tatjana Gürbaca studierte Regie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in ihrer Heimatstadt Berlin und wurde 2000 beim Internationalen Regiewettbewerb für Musiktheater in Graz mit dem Ring Award ausgezeichnet. Seit 2001 ist sie als freiberufliche Opernregisseurin tätig. Das Spektrum ihrer Produktionen reicht von Opern des Barock (Purcells Dido and Aeneas am Festspielhaus Baden-Baden) bis zu zeitgenössischen Musiktheaterwerken wie Dallapiccolas Il prigioniero (Volksoper Wien), Philippe Hersants Le moine noir (Uraufführung an der Oper Leipzig) und Ligetis Le Grand macabre (Bremer Theater). Sie inszenierte ausserdem einen Tschaikowsky-Zyklus an der Vlaamse Opera Antwerpen (Mazeppa, Eugen Onegin und Tsjarodejka) und an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf (Strauss’ Salome). Weitere Engagements führten sie u.a. an die Staatsoper Unter den Linden sowie die Deutsche Oper in Berlin, die Deutsche Oper am Rhein, die Oper Graz, das Prinzregententheater München, die Oper Köln, das Luzerner Theater, das Stadttheater Bern, die Oper Novosibirsk, die Oper Oslo, das Theater an der Wien und ans Lucerne Festival. Von 2011 bis 2014 war Tatjana Gürbaca Operndirektorin am Staatstheater Mainz, wo sie u.a. Smetanas Die verkaufte Braut, Sciarrinos Macbeth, Verdis Un ballo in maschera und Scarlattis Il primo omicidio overo Cain inszenierte. In der Saison 2012/13 inszenierte sie Parsifal an der Vlaamse Opera, Macbeth am Staatstheater Mainz sowie Rigoletto am Opernhaus Zürich und wurde von der Zeitschrift «Opernwelt» zur Regisseurin des Jahres gewählt. Ihre jüngsten Regiearbeiten am Opernhaus Zürich waren Aida in der Spielzeit 2013/14 und Die Zauberflöte in der Spielzeit 2014/15.

 

 

 

Die Zauberflöte

26 Sep 2017, 29 Sep 2017, 05 Okt 2017, 10 Okt 2017, 15 Okt 2017

La finta gardiniera

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Werther

10 Mai 2018, 13 Mai 2018, 18 Mai 2018, 21 Mai 2018, 24 Mai 2018, 29 Mai 2018

Henrik Ahr

Bühnenbild

Henrik Ahr, in Bensberg geboren, war nach einer Ausbildung zum Koch als freier Künstler tätig und studierte von 1995 bis 2001 Archi­tek­tur in Leipzig. Erste Büh­nen­bilder entwarf er 2000 für die Neue Szene in Leipzig und 2001 am Theaterhaus Jena für Palahniuks Fight Club. Seit 2005 lebt und arbeitet er als Bühnenbildner und Maler in Wien. Seit dem Herbst 2010 hält er zudem die Professur für Bühnengestaltung am Salzburger Mozarteum. Liebelei von Arthur Schnitzler 2002 am Thalia Theater Hamburg mit Regisseur Michael Thalheimer wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Mit Thalheimer realisierte er weitere Projekte u.a. Brechts Herr Puntila und sein Knecht Matti in Hamburg, Schuberts Winterreise am Deutschen Theater Berlin und Rigoletto am Theater Basel. Mit Christof Loy arbeitete er 2008 erstmals am Theater an der Wien (Richard Strauss’ Intermezzo), es folgten – ebenfalls mit Loy – an der Bayerischen Staatsoper Lucrezia Borgia sowie Der Tausch von Paul Claudel am Schauspielhaus Zürich. Am Deutschen Theater Berlin ent­­warf er die Bühnenbilder für Hauptmanns Einsa­me Menschen und Schnitzlers Der einsame Weg. Arabella ist nach Wagners Parsifal an der Vlaamse Oper Antwerpen, Hasses Leucippo bei den Schwetzinger Festspielen und an der Oper Köln sowie La traviata an der Oper Oslo die vierte Zusammenarbeit Henrik Ahrs mit der Regisseurin Tatjana Gürbaca. In der Spielzeit 2015/16 folgt u.a. das Bühnenbild zu Strauss’ Capriccio am Theater an der Wien mit Tatjana Gürbaca.

Fidelio

26 Nov 2017, 30 Nov 2017, 03 Dez 2017, 08 Dez 2017, 13 Dez 2017

La finta gardiniera

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Barbara Drosihn

Kostüme

Barbara Drosihn wurde in Hamburg geboren. Dort wurde sie zur Kostümschneiderin aus­­­gebildet und studierte Kostümdesign an der Hoch­schule für Angewandte Wissenschaften. Im Anschluss arbeitete sie als Ko­stüm­assistentin am Thalia Theater in Hamburg. In den ver­gan­ge­nen Spielzeiten ent­­warf sie Kostüme für In­sze­nierungen u.a. von Michael Thalheimer, Stephan Kimmig (u.a. 2006 für Torquato Tasso am Wiener Burgtheater), Nicolas Stemann, Jorinde Dröse, Andreas Krie­­gen­burg und Stefan Bachmann. Als freie Ko­stüm­­bildnerin ist sie deutsch­landweit an Theatern tätig, u.a. am Schauspielhaus Bochum, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Deut­schen Theater Berlin, am Münchner Volkstheater und am Schauspiel Dresden. Wagners Parsifal stattete sie in Antwerpen (Regie: Tatjana Gürbaca) und Stockholm (Regie: Christof Loy) aus, Beethovens Fidelio in Zürich (Regie: Andreas Homoki). Mit Tatjana Gürbaca hat sie bereits mehrmals zusammen gearbeitet, etwa bei Verdis La traviata an der Den Norske Opera in Oslo. Für die Oper entwarf sie zuletzt Kostüme zu Christof Loys Lucrezia Borgia an der Bayerischen Staatsoper München sowie zu Ta­tja­na Gürbacas Parsifal an der Vlaamse Opera Antwerpen und Christof Loys Parsifal an der Kungliga Operan Stockholm.

Fidelio

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La finta gardiniera

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Elfried Roller

Lichtgestaltung

Elfried Roller wurde 1968 in Stuttgart geboren. Während seines Studiums der Elektrotechnik arbeitete er nebenher in einem privaten Theater in Karlsruhe. Es folgte die Meisterausbildung während fünf Jahren am Opernhaus Stuttgart. Von dort wechselte er ans Staatstheater Kassel und entwarf das Lichtdesign u.a. für Armin Petras, Volker Schmalör, Schirin Khodadadian und Hans Henning Paar. Ausserdem entstand Die Entführung aus dem Serail mit Roman Hovenbitzer in Salvatore di Bahia, Brasilien. Seit 2008 ist er am Opernhaus Zürich tätig. Seither entstand u.a. das Licht für Adrian Marthalers Inszenierungen Die Entführung aus dem Serail und Guillaume Tell, ausserdem La Sylphide mit Johan Kobborg und die Uraufführungen von Teatro Minimo mit der daraus entstandenen Arbeit zu Stadt der Blinden von Anno Schreier unter der Regie von Stephan Müller. Gastspiele führten ihn u.a. nach Bogota, Marbella, Minsk, Tel Aviv, Tokio, Tscheljabinsk und Wien.

 

 

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

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La finta gardiniera

05 Mai 2018, 08 Mai 2018, 13 Mai 2018, 16 Mai 2018, 18 Mai 2018

La scala di seta

09 Feb 2018, 11 Feb 2018, 17 Feb 2018, 24 Feb 2018

Musikkollegium Winterthur

Orchester

Das Musikkollegium Winterthur hat sich unter seinem Chefdirigenten Douglas Boyd in der Schweiz und im Ausland einen erstklassigen Ruf aufbauen können. Einladungen in wichtige Konzertsäle wie die Kölner Philharmonie, das Festspielhaus Baden-Baden oder den Herkulessaal in München zeugen von der zunehmenden Beachtung, die das Musikkollegium Winterthur auch international geniesst. Mit Douglas Boyd hat das Musikkollegium Winterthur mittlerweile bereits fünf viel beachtete CD-Einspielungen realisiert, und weitere Aufnahmen sind in Vorbereitung. Diese erfreuliche Präsenz auf dem CD-Markt trägt ebenfalls dazu bei, den Namen des Musikkollegiums Winterthur über die Grenzen seiner Heimatstadt und der Schweiz hinaus bekannt zu machen. Das Musikkollegium Winterthur geht zurück auf eine 1629 gegründete Vereinigung musizierender Bürger. 1875 entstand daraus das Stadtorchester Winterthur. Bedeutende Komponisten wie Richard Strauss, Igor Strawinsky, Othmar Schoeck oder Anton von Webern komponierten für das Musikkollegium Winterthur. Das Orchester gibt heute pro Saison etwa 70 Konzerte, davon rund 40 in Winterthur im Rahmen seiner eigenen Konzertreihen im Stadthaus Winterthur. Solisten wie András Schiff, Fazil Say, Maurice Steger, Christian Tetzlaff und Gastdirigenten wie Michael Sanderling, Reinhard Goebel oder Heinz Holliger sind immer wieder gern in Winterthur zu Gast. Konzerte mit Künstlern wie Rudolf Buchbinder, Thomas Zehetmair oder Daniel Hope, die in Doppelfunktion als Solist und Dirigent auftreten, ergänzen das vielseitige künstlerische Profil.

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