«Als mein Gotti mich auf den Architekturwettbewerb aufmerksam machte, wusste ich sofort: Das ist etwas für mich! Es macht mir nämlich unglaublich viel Spass, zu entwerfen und zu gestalten. Begonnen hat alles mit einer Analyse der Umgebung und der umliegenden Gebäude. Anschliessend wurde skizziert, ausprobiert und mit der 3D-Software Blender verschiedene Varianten getestet. Am Schluss ist das Modell entstanden - Lego hat sich dafür wunderbar angeboten.
Beschrieb:
Das Hauptthema des Entwurfs ist die Kombination von Alt und Neu. Der Entwurf weist - wie das Opernhaus und die umliegenden Gebäude - eine klassische Gliederung in Sockel, Mittelteil und Dach auf. Dieses Prinzip wird bewusst weitergeführt und auf den Neubau übertragen. Der Sockel des Opernhauses wird beim Anbau fortgeführt und bildet eine gemeinsame Basis, die Alt und Neu verbindet. Der Mittelteil des Anbaus ragt teilweise weit über den Sockel hinaus. Besonders zum Sechseläutenplatz hin bildet er eine überdachte Erweiterung des Platzes. Das Foyer des Haupteingangs ist lediglich durch einen Vorhang aus Glas abgetrennt. In kleinerem Masse geschieht dies auch an der Kreuzung Falkenstrasse - Utoquai beim Hintereingang. Geprägt ist der Mittelteil von runden Fenstern, die gezielte Einblicke in das Innere ermöglichen. Sie machen die Vielfalt der darin stattfindenden Tätigkeiten sichtbar und verleihen dem Gebäude Offenheit und Lebendigkeit. Den Abschluss bildet das Dach mit einer Terrasse. Aus Sicht des Sees reiht sich der Neubau unter die bestehenden Gebäude ein und bildet mit gleicher Traufhöhe den prominenten Abschluss der Reihe. Mit seinen Schrägen und dem Dach wird er so zu einem markanten Teil der Stadtsilhouette.
Der Anbau ist vom Opernhaus genauso weit entfernt wie das Opernhaus vom NZZ-Gebäude. Dadurch bleibt die Symmetrie des Opernhauses gewahrt. Äusserlich dockt der Neubau nicht direkt an das Opernhaus an, sondern wahrt bewusst Abstand - auch ein Zeichen des Respekts gegenüber dem historischen Bau. Im entstehenden Zwischenraum entwickelt sich eine belebte, durchgängige Zone, die den Sechseläutenplatz mit der Falkenstrasse verbindet. Zentrum dieses Raumes ist ein Musikpavillon für Konzerte oder andere Aufführungen. Dahinter erhebt sich der Sechseläutenplatz und wird zur Tribüne. Unter dieser Tribüne befindet sich die mehrstöckige, unterirdische Verbindung zum Opernhaus.»
Fabio Good, 18 Jahre
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