Kurzgefasst
Sergej Prokofjew sammelte sein musikalisches Material oft lange, bevor er es in seinen Kompositionen verarbeitete. Für seine Dritte Sinfonie etwa verwendete er zahlreiche Themen aus seiner Oper «Der feurige Engel», die zu seinen Lebzeiten nicht aufgeführt wurde. Die Handlung der Oper spiele für die Sinfonie zwar keine Rolle, betonte Prokofjew. Die düstere Stimmung dieses Dramas um Wahn, Beschwörung und Inquisition, spiegelt sich in der c-Moll-Sinfonie aber dennoch deutlich wider. Auch das Sinfonische Konzert für Violoncello und Orchester basiert auf dem musikalischen Material von Prokofjews früherem Violoncellokonzert, das er auf Anregung des Cellisten Mstislaw Rostropowitsch neu bearbeitete. Im Rahmen unseres Prokofjew-Zyklus interpretiert Sol Gabetta dieses letzte konzertante Werk von Prokofjew. Gianandrea Noseda dirigiert die Werke von Prokofjew sowie das 2002 entstandene Stück «core» des Schweizer Komponisten Dieter Ammann am Pult des Orchesters der Oper Zürich.
