Arabella

Richard Strauss

Lyrische Komödie in drei Aufzügen
Libretto von Hugo von Hofmannsthal

Von 14. April 2026 bis 28. April 2026

  • Dauer:
    3 Std. Inkl. Pause nach ca. 1 Std.
  • Sprache:
    In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Musikalische Leitung:
Markus Poschner

Markus Poschner

Seit der Auszeichnung mit dem Deutschen Dirigentenpreis gastiert Markus Poschner bei den renommiertesten Orchestern und Opernhäusern, darunter das Deutsche Symphonieorchester Berlin, die Staatskapelle Berlin, die Sächsische Staatskapelle Dresden, das SWR Symphonieorchester, die Bamberger Symphoniker, die Wiener Symphoniker, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das NHK Tokio sowie an den Staatsopern Berlin, Wien, München und Hamburg und am Opernhaus Zürich. 2022 eröffnete er die Bayreuther Festspiele mit einer Neuproduktion von «Tristan und Isolde» und leitete diese auch 2023. 2026/27 wird der gebürtige Münchner, der zudem leidenschaftlicher Jazz-Pianist ist, neuer Chefdirigent des traditionsreichen ORF Radio-Symphonieorchester Wien. Seit 2025/26 ist er Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel und übernimmt ab 2027/28 ausserdem die Position des Music Director beim Utah Symphony Orchestra. Von 2015 bis 2025 war er Chefdirigent des Orchestra della Svizzera italiana, mit dem er 2018 den renommierten International Classical Music Award für die Gesamteinspielung der Brahms-Sinfonien sowie erneut 2025 für seine Hindemith- und Schnittke-Einspielung gewann. Seine Aufnahme von Offenbachs «Maître Péronilla» mit dem Orchestre National de France wurde mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2021 bedacht. Für die Gesamtaufnahme aller Bruckner-Sinfonien mit dem Bruckner Orchester Linz, dessen Chefdirigent Poschner seit 2017 ist, und dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, erhielt er 2024 den Special Achievement Award der Jury der International Classical Music Awards. 2020 erhielten Poschner und das Bruckner Orchester Linz den Österreichischen Musikpreis.

Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026
Inszenierung:
Robert Carsen

Robert Carsen

Robert Carsen, geboren in Kanada, gehört zu den weltweit gefragtesten Regisseuren, Bühnen- und Lichtdesigner für Theater und Oper. Nach einer Ausbildung als Schauspieler an der York University in Toronto und an der Bristol Old Vic Theatre School hatte er als Regisseur erste Erfolge an den Opern in Genf, Paris und Antwerpen. Seither inszeniert er an den grossen Bühnen der Welt, u. a. «Die tote Stadt» an der Komischen Oper Berlin, «Der Rosenkavalier» und «Falstaff» am Royal Opera House London und an der Metropolitan Opera New York, «Jewgeni Onegin» in Rom, «La traviata» am La Fenice in Venedig, «A Midsummer Night’s Dream» und «Rigoletto» beim Festival d’Aix-en-Provence, «Wozzeck», «Agrippina» und «Platée» am Theater an der Wien, «Rinaldo» und «L’incoronazione di Poppea» in Glyndebourne, «Tannhäuser», «Elektra», «Rusalka», «Lohengrin» und «Manon Lescaut» an der Pariser Oper, «Salome» und «Idomeneo» in Madrid, «Falstaff», «Don Giovanni» und «Alcina» an der Mailänder Scala sowie u. a. «Tosca», «Semele» und «Arabella» am Opernhaus Zürich. Er inszenierte ausserdem Theater- und Musicalproduktionen, u. a. «Singin’ in the Rain», «My Fair Lady» und «Candide» am Theatre du Châtelet sowie die Uraufführung von Andrew Lloyd Webbers «The Beautiful Game» im Londoner West End. Robert Carsen wirkte als Kurator und Szenograph u. a. im Grand Palais, im Musée d’Orsay und an der Opéra Garnier, an der Royal Academy of Arts, am Art Institute of Chicago sowie beim Filmfestival von Cannes. Er ist «Officier des Arts et des Lettres» und «Officer of the Order of Canada», erhielt 2021 den Opera Award als «Bester Regisseur» und 2023 den ersten Grand Prix de l’Académie des beaux-arts in Paris.

Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026
Ausstattung:
Gideon Davey

Gideon Davey

Gideon Davey, geboren in Bristol, ist Kostüm- und Bühnenbildner für Theater, Film und Fernsehen. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit den Regisseuren David Alden und Robert Carsen. Zudem wirkte er u. a. in Produktionsteams von Andreas Homoki, Jetske Mijnssen, Floris Visser, Stephen Lawless und Jasmina Hadziahmetovic mit. Seine Kostüme für David Aldens Inszenierung von «Il ritorno d’Ulisse in patria» an der Staatsoper in München brachten ihm die Auszeichnung «Kostümbildner des Jahres 2005» der Zeitschrift Opernwelt ein. 2015 wurde er mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet. Zu seinen Arbeiten gehören «Wozzeck», «Agrippina» und «Platée» am Theater an der Wien mit Robert Carsen, «Luisa Miller» an der Staatsoper Hamburg mit Andreas Homoki, «Semele» bei den Händel-Festspielen Karlsruhe mit Floris Visser, Alfredo Catalanis «Loreley» am Theater St. Gallen und «Pique Dame» an der English National Opera sowie Luigi Rossis «Orfeo» an der Opéra national de Lorraine. Am Opernhaus Zürich entwarf er bisher das Kostüm- bzw. Bühnenbild für «Das Gespenst von Canterville», «Robin Hood», «Der Zauberer von Oz», «Idomeneo», «Arabella», «Hippolyte et Aricie», «Maria Stuarda», «Hänsel und Gretel», «Anna Bolena», «Dialogues des Carmélites» und «Roberto Devereux». Er schuf die Kostüme für Aldens «Lohengrin» am Royal Opera House London, Bühne und Kostüme für Carsens «Giulio Cesare» und «Peter Grimes» an der Mailänder Scala sowie für «Il trionfo del Tempo e del Disinganno» bei den Salzburger Festspielen. Jüngst kreierte er die Bühne für Evgeny Titov bei «Wozzeck» in Graz.

Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026
Lichtgestaltung:
Robert Carsen,

Robert Carsen

Robert Carsen, geboren in Kanada, gehört zu den weltweit gefragtesten Regisseuren, Bühnen- und Lichtdesigner für Theater und Oper. Nach einer Ausbildung als Schauspieler an der York University in Toronto und an der Bristol Old Vic Theatre School hatte er als Regisseur erste Erfolge an den Opern in Genf, Paris und Antwerpen. Seither inszeniert er an den grossen Bühnen der Welt, u. a. «Die tote Stadt» an der Komischen Oper Berlin, «Der Rosenkavalier» und «Falstaff» am Royal Opera House London und an der Metropolitan Opera New York, «Jewgeni Onegin» in Rom, «La traviata» am La Fenice in Venedig, «A Midsummer Night’s Dream» und «Rigoletto» beim Festival d’Aix-en-Provence, «Wozzeck», «Agrippina» und «Platée» am Theater an der Wien, «Rinaldo» und «L’incoronazione di Poppea» in Glyndebourne, «Tannhäuser», «Elektra», «Rusalka», «Lohengrin» und «Manon Lescaut» an der Pariser Oper, «Salome» und «Idomeneo» in Madrid, «Falstaff», «Don Giovanni» und «Alcina» an der Mailänder Scala sowie u. a. «Tosca», «Semele» und «Arabella» am Opernhaus Zürich. Er inszenierte ausserdem Theater- und Musicalproduktionen, u. a. «Singin’ in the Rain», «My Fair Lady» und «Candide» am Theatre du Châtelet sowie die Uraufführung von Andrew Lloyd Webbers «The Beautiful Game» im Londoner West End. Robert Carsen wirkte als Kurator und Szenograph u. a. im Grand Palais, im Musée d’Orsay und an der Opéra Garnier, an der Royal Academy of Arts, am Art Institute of Chicago sowie beim Filmfestival von Cannes. Er ist «Officier des Arts et des Lettres» und «Officer of the Order of Canada», erhielt 2021 den Opera Award als «Bester Regisseur» und 2023 den ersten Grand Prix de l’Académie des beaux-arts in Paris.

Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026
Peter van Praet

Peter van Praet

Peter van Praet stammt aus Belgien. Er war Lichtdesigner an der Opera Ballet Vlaanderen, wo seine langjährige Zusammenarbeit mit Robert Carsen begann. Mit ihm entstanden Arbeiten wie «Jenůfa», «Káťa Kabanová» und Battisellis «Richard III» an der Vlaamse Opera, «Rusalka» und «Capriccio» an der Pariser Opéra, «Fidelio» in Amsterdam und Florenz, «Tosca» in Barcelona, «Der Rosenkavalier» bei den Salzburger Festspielen, «The Turn of the Screw» am Theater an der Wien, «Rinaldo» am Glyndebourne Festival, «Candide» und «Don Giovanni» an der Mailänder Scala und «Iphigénie en Tauride» sowie «Falstaff» und «Der Rosenkavalier» an der Royal Opera in London, «Die tote Stadt» an der Komischen Oper Berlin und die Uraufführung von Detlev Glanerts «Oceane» an der Deutschen Oper Berlin. Er arbeitet zudem regelmässig als Lichtdesigner für die Theatergruppe La Fura dels Baus, mit der er u. a. den «Ring des Nibelungen» und «Le Grand Macabre» erarbeitete. Mit Christophe Coppens schuf er «Das schlaue Füchslein» und «Herzog Blaubarts Burg» in Kombination mit dem «Wunderbaren Mandarin» am La Monnaie in Brüssel. Mit Valentina Carrasco entstanden ausserdem «Carmen» und «Les Vêspres siciliennes» an der Oper in Rom, der «Ring des Nibelungen» am Teatro Colón in Buenos Aires sowie «Nixon in China» an der Opéra de Paris.

Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026
Choreografie:
Philippe Giraudeau

Philippe Giraudeau

Philippe Giraudeau studierte Tanz in seiner Heimatstadt La Rochelle und war als Tänzer in Frankreich tätig, bevor er dem London Contemporary Dance Theatre und der Second Stride Dance Company beitrat. 1988 gewann er den London Dance and Performance Award. Zu seinen Arbeiten als Choreograf in Opernproduktionen zählen u. a. «Ein Sommernachtstraum», «Die lustige Witwe» und «Der Rosenkavalier» für die Metropolitan Opera New York, «Aus einem Totenhaus», «Boris Godunow» und «Les Troyens» für die English National Opera sowie «Der fliegende Holländer» und «The Minotaur» für die Royal Opera London. In seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Robert Carsen choreografierte Philippe Giraudeau u. a. bereits «Semele», «Das schlaue Füchslein» und «Káťa Kabanová» an der Vlaamse Opera, «Dialogues des Carmélites» und «Don Giovanni» für die Scala, «Les Contes d’Hoffmann», «Alcina» und «Rusalka» an der Opéra in Paris, «La traviata» für das Fenice in Venedig, «Elektra» in Tokyo, «Manon Lescaut» in Wien, «Iphigénie en Tauride» in Chicago, «Salome» in Turin, «Rinaldo» für Glyndebourne, «Die Liebe zu den drei Orangen» an der Deutschen Oper in Berlin, «Rigoletto» in Aix-en-Provence, «Aus einem Totenhaus» in Strassburg und «Il trovatore» für die Bregenzer Festspiele. Ausserdem ist er verantwortlich für Choreografien in Opernproduktionen von Richard Jones, Rolando Villazón, Antony McDonald, Stephen Langridge, John Fuljames, Tim Albery, Waut Koeken und Bruno Ravella.

Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026
Choreinstudierung:
Ernst Raffelsberger

Ernst Raffelsberger

Ernst Raffelsberger stammt aus Gmunden, Oberösterreich. Er studierte Musikpädagogik und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien sowie Chordirigieren am Salzburger Mozarteum. Von 1983 bis 1986 war er Kapellmeister der Wiener Sängerknaben. In dieser Zeit leitete er das Ensemble in Wien und auf Tourneen durch Europa, Südafrika, Kanada und die USA. Ab 1986 war Ernst Raffelsberger Chordirektor und Kapellmeister am Landestheater Salzburg (Mitwirkung bei der Salzburger Mozartwoche und den Salzburger Festspielen). 1989 wechselte er als Chordirektor und Kapellmeister an das Theater in Freiburg/Breisgau. Seit Herbst 1993 ist Ernst Raffelsberger am Opernhaus Zürich als Chordirektor engagiert. Hier hat er inzwischen ca. 150 Premieren und unzählige Wiederaufnahmen betreut und mit vielen namhaften Dirigenten wie Marco Armiliato, Riccardo Chailly, Teodor Currentzis, Christoph von Dohnányi, Sir John Eliot Gardiner, Daniele Gatti, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Gianandrea Noseda und Franz Welser-Möst zusammengearbeitet. Gastspiele mit dem Opernhaus Zürich führten ihn nach Wien, London, Paris und Tokio. Ab dem Sommer 2012 begann zusätzlich eine 10 Jahre dauernde Tätigkeit als Chordirektor der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor bei den Salzburger Festspielen. Hier kam es zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit u. a. mit Riccardo Muti, Mariss Jansons und Sir Simon Rattle. Nachdem Ernst Raffelsberger diese Arbeit mit dem Festspielsommer 2021 beendete, ist er seit 2025 auf Wunsch von Maestro Muti wieder für die Choreinstudierung zu dessen Festspielkonzerten in Salzburg verantwortlich. Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen dokumentieren seine Arbeit in Zürich wie in Salzburg.

Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 La clemenza di Tito26 / 29 Apr. / 3 / 8 / 15 / 17 / 20 / 25 Mai 2026 Madama Butterfly30 Dez. 2025 / 3 / 9 / 11 / 13 / 16 Jan. 2026 Le nozze di Figaro24 / 29 Jan. / 1 / 5 / 7 / 10 / 14 Feb. 2026 Die Fledermaus7 / 10 / 12 / 14 / 18 / 26 / 28 / 31 Dez. 2025 / 2 / 4 / 6 / 10 Jan. 2026 Messa da Requiem20 / 22 / 28 Feb. / 1 / 5 / 7 März / 6 Apr. 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026
Dramaturgie:
Ian Burton,

Ian Burton

Ian Burton, in Yorkshire geboren, ist Schriftsteller und Dramaturg. Seit 1987 arbeitet er mit Robert Carsen zusammen. Dabei entstanden u. a. «Candide» am Théâtre du Châtelet in Paris, an der Mailänder Scala und der English National Opera, «L’incoronazione di Poppea» in Glyndebourne, «Mitridate» in Brüssel, «Iphigénie en Tauride» und «Orfeo ed Euridice» in Chicago sowie «Tannhäuser» in Tokio und an der Pariser Oper. Seine Veröffentlichungen umfassen Bücher über Musik und Drama und acht Lyrik-Bände (darunter «Dorset Street» und «Rouflaquettes»). Er schrieb Stücke für die Bühne und für BBC Radio 3. Er schrieb auch Libretti, darunter «Richard III» nach Shakespeare für Giorgio Battistelli (uraufgeführt unter Robert Carsen in Antwerpen), «The Duchess of Malfi» für Torsten Rasch als Auftrag der English National Opera, eine Rockoper «POP’PEA» für Michael Torke (uraufgeführt 2012 am Théâtre du Châtelet in Paris) und «JJR – Citoyen de Genève» (mit Musik von Philippe Fénelon), 2012 in Genf aufgeführt. Battistellis Oper «CO2» wurde 2015 unter Robert Carsens an der Mailänder Scala uraufgeführt, eine neue Version der «Beggar’s Opera» ebenfalls unter Carsen folgte 2018 bei den Bouffes du Nord. Er verfasste ausserdem das Libretto zur Uraufführung «Animal Farm» für den Komponisten Alexander Raskatov in Amsterdam.

Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026
Kathrin Brunner

Kathrin Brunner

Kathrin Brunner wurde in Zürich geboren. Sie studierte in ihrer Heimatstadt sowie an der Humboldt-Universität Berlin Germanistik, Musikwissenschaft und Französisch. Nach diversen Regiehospitanzen (u. a. «Die Dreigroschenoper» am Luzerner Theater; Regie: Vera Nemirova) und Dramaturgiehospitanzen ist sie seit 2008 Dramaturgin am Opernhaus Zürich. Hier arbeitete sie mit Regisseur:innen wie Achim Freyer («Moses und Aron»), Harry Kupfer («Die Meistersinger von Nürnberg», «Tannhäuser»), Stephan Müller, Guy Joosten, Damiano Michieletto, Christof Loy («La straniera», «Alcina», «I Capuleti e i Montecchi», «Don Pasquale», «La rondine»), Willy Decker («Il ritorno d'Ulisse in patria», «The Turn of the Screw»), Andreas Homoki («Wozzeck», «Das Land des Lächelns», «La forza del destino»), Christoph Marthaler («Il viaggio a Reims», «Orphée et Euridice»), Barrie Kosky («Die Gezeichneten», «Boris Godunow»), Nadja Loschky, Nina Russi, Jan Essinger und Jetske Mijnssen («Idomeneo», «Hippolyte et Aricie», «Platée»). Bei den Salzburger Festspielen 2012 erarbeitete sie «La bohème» mit Damiano Michieletto. Während der Corona-Pandemie war sie Co-Gründerin der Konzertreihe «Altchemie live» in der Alten Chemie Uetikon. 2025 betreute sie als Dramaturgin Jetske Mijnssens Inszenierung von Francesco Cavallis «La Calisto» beim Festival d’Aix-en-Provence.

Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 La clemenza di Tito26 / 29 Apr. / 3 / 8 / 15 / 17 / 20 / 25 Mai 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Cardillac18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026

Besetzung


Graf Waldner Wolfgang Bankl


Adelaide Stephanie Houtzeel


Arabella Diana Damrau


Zdenka Anett Fritsch


Mandryka Michael Volle


Matteo Pavol Breslik


Graf Elemer Johan Krogius


Graf Dominik Felix Gygli


Graf Lamoral Brent Michael Smith


Die Fiakermilli Yewon Han


Eine Kartenaufschlägerin Irène Friedli


Ein Zimmerkellner Samuel Wallace


Welko Martin Zysset

Djura Ruedi Auwärter


Jankel Christoph Uhlemann

Wolfgang Bankl

Wolfgang Bankl ist seit 1993 Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper, wo er u. a. als Leporello («Don Giovanni»), Papageno («Die Zauberflöte»), Don Alfonso («Così fan tutte»), Graf Waldner («Arabella»), Klingsor («Parsifal»), La Roche («Capriccio»), Doktor («Wozzeck»), Baron Ochs («Der Rosenkavalier»), Figaro («Le nozze di Figaro»), in Alban Bergs «Lulu» sowie als Doktor Bartolo zu hören war. Bei der Uraufführung der Oper «Animal Farm» von Alexander Raskatov übernahm er 2024 die Hauptrolle des Napoleon. Gastengagements führten ihn u. a. an die Opéra National du Rhin, an die Semperoper Dresden, an die Staatsoper und Deutsche Oper Berlin, an die Oper Graz, nach München, Budapest, New York und Leipzig, an die Wiener und Berliner Festwochen sowie an das Gran Teatre del Liceu in Barcelona. 2015 wurde die konzertante Fassung von «Parsifal» in Birmingham, in der er Klingsor verkörperte, zum britischen Kulturereignis des Jahres gewählt. 2019 debütierte er als Oberlin in «Jakob Lenz» beim Festival d‘Aix-en-Provence. Er arbeitet regelmässig mit Dirigenten wie Bertrand de Billy, Michael Boder, Franz Welser-Möst, Zubin Mehta, Philippe Jordan, Adam Fischer, Christian Thielemann, Simone Young, Ingo Metzmacher, Martin Haselböck und Marco Armiliato. Als Konzertsänger und Liedinterpret gastierte er u. a. an der Accademia di Santa Cecilia in Rom, im Musikverein und Konzerthaus in Wien, am Gasteig in München, in der New Yorker Carnegie Hall sowie in der Schoenberg Hall in Los Angeles. Seit 2007 ist er Dozent beim Festival Allegro Vivo und seit 2014 österreichischer Kammersänger. Gemeinsam mit dem Dirigenten Norbert Pfafflmeyer ist er eines der Gründungsmitglieder des fahrenden Kammermusikfestivals Giro d’Arte.

Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026

Stephanie Houtzeel

Stephanie Houtzeel wurde in Kassel geboren und wuchs in Boston auf. Sie studierte an der Juilliard School in New York und ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe. Engagements führten sie u. a. an die Opéra de Paris, die Semperoper Dresden, das Washington Kennedy Center, die New York City Opera, das Theater an der Wien, die Opéra de Lyon, die Opéra National du Rhin, die Royal Danish Opera, das Teatro Nacional de Sao Carlos, die Israeli Opera, die Oper Graz, die Komische Oper Berlin, die Deutsche Oper am Rhein sowie nach Bayreuth und zu den Salzburger Festspielen. Seit 2010 ist sie Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper, wo sie u. a. als Komponist («Ariadne auf Naxos»), Octavian («Der Rosenkavalier»), Dorabella («Così fan tutte»), Siébel («Faust»), Varvara («Kátja Kabanová»), Nicklausse («Les Contes d’Hoffmann»), Kreusa («Medea»), Miranda («The Tempest»), Orlofsky («Die Fledermaus») und Jenny Hill («Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny») zu sehen war. Neben den grossen Strauss- und Mozart-Rollen ihres Stimmfachs umfasst ihr Repertoire u. a. Charlotte in «Werther», Glucks Orfeo, Händels Ariodante, Ottavia oder Marguerite in «La Damnation de Faust». Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Jaap van Zweden, Christoph Eschenbach, Adam Fischer, Dennis Russell Davies, Philippe Jordan, Phillippe Herreweghe und Teodor Currentzis. Als Konzertsängerin war sie im Lincoln Center New York, im Wiener Musikverein, in Rom, Brüssel, Washington, Amsterdam, Rotterdam, Leipzig, Novosibirsk und in Santiago de Compostela zu hören. 2016 ist ihre CD »Nostalgia« mit Werken von Mahler, Ives und Piazzolla erschienen.

Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026

Diana Damrau

Diana Damrau ist ständiger Gast auf den Bühnen der international führenden Opern- und Konzerthäuser. Ihr umfangreiches Repertoire liegt im lyrischen und Koloraturfach und beinhaltet u. a. die Titelrollen in Donizettis «Lucia di Lammermoor», Massenets «Manon» sowie die Königin der Nacht in Mozarts «Zauberflöte». Regelmässig ist sie an den bedeutendsten Häusern wie etwa der Bayerischen Staatsoper, der Metropolitan Opera in New York und der Mailänder Scala zu erleben. Speziell für sie komponiert wurden Rollen in den Opern «A Harlot’s Progress» von Iain Bell (Theater an der Wien, 2013) und «1984» von Lorin Maazel (Royal Opera House, 2005). Diana Damrau veröffentlichte zahlreiche preisgekrönte CD- und DVD-Aufnahmen. Als Liedinterpretin tritt sie regelmässig in renommierten Konzertsälen wie der Londoner Wigmore Hall, der Carnegie Hall in New York und der Berliner Philharmonie auf. Eine enge künstlerische Partnerschaft verbindet sie mit dem Pianisten Helmut Deutsch und dem Tenor Jonas Kaufmann, mit denen sie im Frühjahr und Sommer 2025 bereits zum dritten Mal eine erfolgreiche Liederabend-Tournee u. a. beim Festival d’Aix-en-Provence und bei den Salzburger Festspielen präsentierte. Auf der Opernbühne sang sie zuletzt u. a. die Marschallin («Der Rosenkavalier») an der Berliner Staatsoper und am Opernhaus Zürich. Sie ist Kammersängerin der Bayerischen Staatsoper, Trägerin des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst sowie des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland. Seit Herbst 2024 unterrichtet sie als Hauptfachdozentin Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste.

Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 26 Okt. 2025 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026

Anett Fritsch

Anett Fritsch, in Sachsen geboren, studierte an der Musikhochschule Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. 2001 gewann sie den ersten Preis beim Johann Sebastian Bach Wettbewerb Leipzig sowie 2006 und 2007 den internationalen Wettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg. 2009 bis 2015 gehörte sie zum Ensemble der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie 2011 mit ihrem Debüt beim Glyndebourne Festival als Almirena in Händels «Rinaldo», sowie als Merione in Glucks «Telemaco» am Theater an der Wien. Wichtige Engagements waren später Fiordiligi («Così fan tutte») am Teatro Real Madrid – eine Produktion, die auch am Théâtre de la Monnaie Brüssel und bei den Wiener Festwochen zu erleben war – eine Europatournee von «Le nozze di Figaro» als Cherubino mit René Jacobs und dem Freiburger Barockorchester, ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen 2014 als Donna Elvira in «Don Giovanni», wohin sie 2015 und 2016 auch als Contessa zurückkehrte. An der Bayerischen Staatsoper München debütierte sie als Susanna. 2024/25 gab sie an der Staatsoper Stuttgart ihr Haus- und Rollendebüt als Idamante in Bastian Krafts Neuproduktion von «Idomeneo» sowie am La Monnaie in Brüssel ihr Rollendebüt als Gutrune in Pierre Audis Neuproduktion von Wagners «Götterdämmerung», wo sie bereits in der vorhergehenden Spielzeit als Freia in Romeo Castelluccis Neuproduktion von «Das Rheingold» zu erleben war. Ausserdem kehrte sie als Hannah Glawari («Die lustige Witwe») und Frau Fluth («Die lustigen Weiber von Windsor») an die Volksoper Wien zurück. Darüber hinaus war sie mit Giovanni Antonini und dem Ensemble Il Giardino Armonico in Händels «Il trionfo del tempo e del disinganno» beim Wratislavia Cantans Festival und als Contessa in Mozarts «Le nozze di Figaro» im Casino Basel, der Philharmonie Luxemburg, am Théâtre des Champs-Elysées und in der Elbphilharmonie in Hamburg zu erleben, ehe sie beim Rheingau Festival mit dem hr-Sinfonieorchester unter Alain Altinoglu in Gounods «Cäcilienmesse» zu erleben war. Am Opernhaus Zürich sang sie in dieser Saison bereits die Tochter in «Cardillac».

Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026

Michael Volle

Michael Volle war nach Engagements an den Opernhäusern in Mannheim, Bonn, Düsseldorf und Köln Mitglied des Ensembles des Opernhauses Zürich und der Bayerischen Staatsoper in München. 2008 und 2023 wählte ihn die Zeitschrift Opernwelt zum «Sänger des Jahres», 2009 wurde er mit dem Deutschen Theaterpreis «Der Faust» ausgezeichnet und erhielt 2023 als Anerkennung für seine Leistungen einen Oper!Award. Als Gastkünstler erhielt er Einladungen an die Staatsopern in Berlin, Hamburg und Wien, an die Semperoper Dresden, das Festspielhaus Baden-Baden, die Opéra de Paris, die Royal Opera London, das Teatro Real in Madrid, das Liceu in Barcelona, die Mailänder Scala, die New Yorker Met sowie zu den Salzburger, Bregenzer und Bayreuther Festspielen. Michael Volle hat sich vor allem als Wagner-Sänger sowie mit den Partien Richard Strauss’ und der Interpretation der grossen italienischen Baritonpartien, darunter die Opern Verdis, einen Namen gemacht. In jüngster Zeit war er in David McVicars «Ring» an der Mailänder Scala zu erleben, kehrte er in der Titelpartie von «Falstaff» an die Berliner Staatsoper zurück, wo er auch Wotan/den Wanderer verkörperte. Im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Bayreuther Festspiele singt er dort 2026 zwei «Ring»-Zyklen sowie Amfortas («Parsifal»). Am Opernhaus Zürich war er u. a. als Jewgeni Onegin, Jeletzki («Pique Dame»), Roland («Fierrabras»), Sixtus Beckmesser, Hans Sachs («Die Meistersinger von Nürnberg»), Golaud («Pelléas et Mélisande»), Wolfram («Tannhäuser»), Holländer, Nabucco und Boris Godunow sowie in Schuberts «Winterreise» zu hören.

Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Liederabend für «Zukunft Oper»27 Apr. 2026

Pavol Breslik

Der slowakische Tenor Pavol Breslik war von 2003 bis 2006 an der Berliner Staatsoper engagiert und wurde 2005 von der Fachzeitschrift Opernwelt zum «Nachwuchssänger des Jahres» gekürt. Seit 2006 ist er regelmässiger Gast an den grossen europäischen Opernhäusern. An der Wiener Staatsoper sang er Lenski («Jewgeni Onegin»), Nemorino («L’elisir d’amore»), Don Ottavio («Don Giovanni») und Alfredo («La traviata»). An der Bayerischen Staatsoper gab er Rollendebüts als Gennaro («Lucrezia Borgia») an der Seite von Edita Gruberova und Edgardo («Lucia di Lammermoor») mit Diana Damrau. An der Royal Opera London war er als Lenski sowie als Ferrando («Così fan tutte»), Don Ottavio und Tamino («Die Zauberflöte») zu hören. Am Nationaltheater Prag debütierte er in der Rolle des Prinzen («Rusalka»). Ausserdem gastierte er an der Opéra de Paris, dem Liceu Barcelona, dem Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, der Berliner Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen, beim Festival d’Aix-en-Provence, am Theater an der Wien, der Semperoper Dresden und am Grand Théâtre de Genève. Von 2012 bis 2018 war Pavol Breslik Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich, wo er u. a. Števa («Jenůfa»), Don Ottavio, Nadir («Les pêcheurs de perles»), Peter Quint («The Turn of the Screw») und Leicester («Maria Stuarda») sang. 2021 wurde ihm der Ehrentitel des Bayerischen Kammersängers verliehen.

Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026

Johan Krogius

Johan Krogius begann seine musikalische Ausbildung im Knabenchor der Domkantorei Cantores Minores in Helsinki. Er studierte später in Helsinki und Stockholm, gewann 2021 den Timo-Mustakallio-Gesangswettbewerb und wurde im selben Jahr beim Helsinki-Liedwettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Im Opernbereich sang er Partien wie Jaquino («Fidelio») und Pong («Turandot») in Helsinki, First Man und Juhana in «The Last Temptations» an der Oper in Jyväskylä, Don Ottavio («Don Giovanni») an der Finnischen Nationaloper, Kuska («Chowanschtschina») mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen in Helsinki und Stockholm sowie Tamino («Die Zauberflöte») an der Oper in Tampere und beim Savonlinna Opera Festival, wo er 2024 auch als Don Ottavio und Ismaele («Nabucco») und 2025 als Macduff («Macbeth») zu hören war. Von 2022 bis 2024 gehörte er dem Internationalen Opernstudio der Berliner Staatsoper an. Dort verkörperte er u. a. Leukippos (Strauss’ «Daphne»), Tamino, Erster Geharnischter und Erster Priester («Die Zauberflöte»), Wirt und Haushofmeister bei Faninal («Der Rosenkavalier»), Trojaner («Idomeneo»), Parpignol («La bohème») und Borsa («Rigoletto»). Als Gast kehrte er u. a. als Tybalt («Roméo et Juliette») an die Berliner Staatsoper zurück. Auf der Konzertbühne trat er u. a. mit der Jyväskylä Sinfonia, dem Helsinki Baroque Orchestra, der Tapiola Sinfonietta und dem Turku Philharmonic Orchestra auf und debütierte 2024 mit Mozarts «Requiem» in der Berliner Philharmonie. Seit 2025/26 ist er Mitglied im Ensemble des Opernhauses Zürich, wo er im «Rosenkavalier», in «Tosca» und «Carmen» zu hören war.

Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 Tannhäuser21 / 24 / 27 Juni / 2 / 5 / 8 / 11 Juli 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Johannes-Passion24 März 2026

Felix Gygli

Der Schweizer Felix Gygli absolvierte seine Ausbildung an der Guildhall School of Music and Drama in London und an der Schola Cantorum Basiliensis. Er ist Gewinner der Kathleen Ferrier Awards 2023 und des Lied-Preises der Queen Sonja Competition 2024 sowie u. a. Stipendiat der Hildegard Zadek Stiftung. Er ist Samling Artist und war 2022/23 «Young Artist» im National Opera Studio in London und Mitglied der Académie Lyrique des Verbier Festivals 2023, wo er mit dem Prix Thierry Mermod als «Vielversprechendsten Sänger» ausgezeichnet wurde. Von 2023 bis 2025 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich. 2024 nahm er am Carnegie Hall SongStudio unter der Schirmherrschaft von Renée Fleming teil. 2022 debütierte er als Papageno in «Die Zauberflöte» mit Ouverture Opéra Sion und sang beim Verbier Festival 2023 den 2. Handwerksburschen («Wozzeck»). Mit dem Opéra Orchestre National de Montpellier gab er ein Opern-Gala-Konzert und trat mit dem Theater Orchester Biel Solothurn als Solist im Brahms-Requiem auf. Als Liedsänger gab er Liederabende in Grossbritannien, Frankreich und der Schweiz. Sein US-Debüt gab er mit einer Aufführung von Schuberts «Winterreise» beim Boston Text and Tone Festival. Zu seinem Oratorienrepertoire gehören u. a. Faurés «Requiem» und Bachs «Matthäuspassion». Am Opernhaus Zürich sang er u. a. Starveling in Brittens «Midsummer Night’s Dream» und sprang 2025 in der Titelpartie von «Elias» ein. 2025/26 debütierte er als Schaunard («La bohème») am Konzert und Theater St. Gallen.

Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Gianni Schicchi2 / 6 / 8 / 10 / 13 Mai 2026

Brent Michael Smith

Brent Michael Smith stammt aus den USA. Er studierte Gesang an der Academy of Vocal Arts in Philadelphia und an der University of Northern Iowa sowie Klavier am Hope College in Michigan. Er war Finalist bei der Queen Sonja International Music Competition (2021) sowie Halbfinalist bei den Metropolitan Opera Council Auditions (2020) und ging als Preisträger bei internationalen Gesangswettbewerben hervor. Ausserdem erhielt er Stipendien der Loren L. Zachary Society und der Young Patronesses of the Opera Competition in Miami. In den USA sang er u. a. Zuniga («Carmen»), Friedrich Bhaer (Mark Adamos «Little Women») und Ashby («La fanciulla del West») an der Michigan Opera, Antonio («Le nozze di Figaro») an der Toledo Opera, Ariodante («Xerxes») beim Glimmerglass Festival, Lakai («Ariadne auf Naxos») an der Santa Fe Opera sowie Celio (Prokofjews «Die Liebe zu den drei Orangen») und Peter Quince («A Midsummer Night’s Dream») an der Opera Philadelphia. 2020/21 war er Mitglied des IOS am Opernhaus Zürich und wurde hier in der darauffolgenden Spielzeit in das Ensemble aufgenommen. Am Opernhaus Zürich war er seither u. a. als Sparafucile («Rigoletto»), Raimondo («Lucia di Lammermoor»), Fürst Gremin («Jewgeni Onegin»), Frère Laurent («Roméo et Juliette»), Fafner («Das Rheingold»), Cesare Angelotti («Tosca») und in «Cardillac» zu hören.

Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 Tannhäuser21 / 24 / 27 Juni / 2 / 5 / 8 / 11 Juli 2026 Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 Rigoletto20 / 23 / 27 Dez. 2025 / 1 / 4 Jan. 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026

Yewon Han

Yewon Han ist eine südkoreanische Sopranistin. Sie absolvierte ihr Bachelorstudium an der Seoul National University und setzte ihre Ausbildung im Young Artist Program des Korea National Opera Studio sowie 2022 bis 2024 im Internationalen Opernstudio Zürich fort. Sie hat eine Vielzahl von Rollen in Korea und Europa interpretiert, darunter Lauretta in «Gianni Schicchi», Papagena in «Die Zauberflöte», Adele in «Die Fledermaus», Romilda in «Serse», Li Si in «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer», Titania in «A Midsummer Night’s Dream» sowie Najade in «Ariadne auf Naxos». 2025 war sie als Ophelia in «Hamlet» beim Buxton International Festival zu erleben. Sie wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter der erste Preis beim 60. Concurso Tenor Viñas (2023), der dritte Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb Neue Stimmen (2022) sowie mehrere erste Preise bei bedeutenden Gesangswettbewerben in Südkorea. Seit 2025/26 ist sie festes Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich und war hier jüngst in «Hänsel und Gretel», «Manon» und «Carmen» zu erleben und wird als Servilia in «La clemenza di Tito» zu hören sein.

Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 La clemenza di Tito26 / 29 Apr. / 3 / 8 / 15 / 17 / 20 / 25 Mai 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Hänsel und Gretel20 / 23 Nov. / 2 / 4 / 16 / 18 Dez. 2025 / 2 / 24 / 25 / 31 Jan. 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Tannhäuser21 / 24 / 27 Juni / 2 / 5 / 8 / 11 Juli 2026

Irène Friedli

Irène Friedli ist in Räuchlisberg, Schweiz, aufgewachsen und schloss ihr Studium an der Musik-Akademie Basel mit dem Solistendiplom ab. Die Altistin ergänzte ihre Studien in der Interpretationsklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin, nahm an Meisterkursen von Brigitte Fassbaender teil und bildete sich bei Helen Keller weiter. Sie gewann zahlreiche Preise bei internationalen Liedwettbewerben. Seit 1994 ist sie Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich. Hier sang sie u. a. Zweite und Dritte Dame («Die Zauberflöte»), Mercédès («Carmen»), die Titelrolle in Ravels «L’Enfant et les sortilèges», Elsbeth in «Schlafes Bruder», Lily in «Harley», Annina und Flora («La traviata»), Flosshilde («Das Rheingold», «Götterdämmerung»), Marcellina («Le nozze di Figaro»), Emilia («Otello»), Lucia («Cavalleria rusticana»), Olga in Peter Eötvös’ «Drei Schwestern», Marthe in Gounods «Faust», Margret («Wozzeck»), Lovis in «Ronja Räubertochter» von Jörn Arnecke, Blumenmädchen und Stimme aus der Höhe («Parsifal»), Gertrud/Knusperhexe («Hänsel und Gretel»), Clotilde («Norma»), Mutter/Andermutter («Coraline»), Kartenaufschlägerin («Arabella») und Amme («Boris Godunow»). In der Uraufführung der Familienoper «Odyssee» verkörperte sie Eurykleia/Mutter und in «Girl with a Pearl Earring» Tanneke. 2012 gastierte sie an der Opéra Bastille in Paris. Zuletzt trat sie in Zürich u. a. als Herzkönigin in «Alice im Wunderland», Filipjewna in «Jewgeni Onegin», Tisbe in «La Cenerentola», Miss Bentson in «Lakmé», Frau Waas/Frau Mahlzahn in «Jim Knopf», Die Oberköchin in «Amerika», Ninetta in «I vespri siciliani», Annina im «Rosenkavalier» und Gertrud/Knusperhexe in «Hänsel und Gretel» auf.

Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 Hänsel und Gretel20 / 23 Nov. / 2 / 4 / 16 / 18 Dez. 2025 / 2 / 24 / 25 / 31 Jan. 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026

Samuel Wallace

Samuel Wallace stammt aus Brasilien, wo er bei Lício Bruno Gesang studierte. 2024 erhielt er ein Stipendium des Mozarteum Brasileiro und nahm in der Folge an Rolf Becks Internationaler Chorakademie Lübeck teil. Konzerte führten ihn während dieser Zeit nach Deutschland sowie in die Philharmonie de Paris unter Raphaël Pichon. Zu seinem Opernrepertoire gehören Rollen wie Tamino («Die Zauberflöte») und die Titelpartie in Guilherme Bernsteins Oper «Serafim und der Ort, an dem man nicht stirbt». 2024 verkörperte er Dorvil in Rossinis «La scala di seta» und nahm an der Gala Lírica des 13. Tenortreffens Brasiliens im Teatro Amazonas in Manaus teil. Er war Semifinalist bei der Paris Opera Competition, Finalist beim Maria-Callas-Wettbewerb und Preisträger bei den Gesangswettbewerben Joaquina Lapinha und Natércia Lopes. Seit 2025/26 ist er Mitglied des IOS am Opernhaus Zürich.

Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Sillons de Mémoires5 / 6 / 7 Feb. 2026

Martin Zysset

Martin Zysset ist in Solothurn geboren und aufgewachsen. Er liess sich im Fach Klarinette ausbilden und absolvierte gleichzeitig ein Gesangsstudium, das er mit Meisterklassen bei Ernst Haefliger und Edith Mathis abrundete. 1990/91 war er Mitglied des IOS am Opernhaus Zürich und gleichzeitig Stipendiat des Migros-Genossenschaftsbundes sowie Preisträger des Pro Arte Lyrica-Wettbewerbs in Lausanne. Seit 1992 ist er ständiger Gast der Sommerspiele in Selzach. Am Opernhaus Zürich ist er seit 1991 fest engagiert. Hier konnte er sich ein breites Repertoire von buffonesken wie dramatischen Rollen erarbeiten, u. a. Pedrillo, Monostatos, Spoletta, Incredibile («Andrea Chénier»), Jaquino, Kudrjasch («Káťa Kabanová»), Alfred («Die Fledermaus»), Tamino, Tybalt, Dancaïro, Arturo, Knusperhexe, Brighella sowie die männliche Hauptrolle in der «Weissen Rose» von Udo Zimmermann. Er verkörperte Simplicius in der gleichnamigen Operette von Johann Strauss, die auch auf CD und DVD veröffentlicht wurde. Gastspiele führten ihn durch ganz Europa, nach Shanghai sowie mit der «Zauberflöte», «Le nozze di Figaro», «Fidelio» und «Tannhäuser» nach San Diego. Für den Bayerischen Rundfunk hat er die Lehár-Operette «Paganini» aufgenommen. In Zürich sang er zuletzt u. a. Don Basilio («Le nozze di Figaro»), Tschekalinski («Pique Dame»), Triquet («Jewgeni Onegin»), den Obereunuchen («Das Land des Lächelns»), Goro («Madama Butterfly»), Spoletta («Tosca»), Dormont («La scala di seta»), den weissen Minister («Le Grand Macabre»), den Teufel/Erzähler («Die Geschichte vom Soldaten»), den Dritten Juden («Salome»), Schmidt («Werther»), Feri («Die Csárdásfürstin») und Don Curzio («Le nozze di Figaro»).

La scala di seta25 / 28 Sept. / 19 / 24 Okt. 2025 Madama Butterfly30 Dez. 2025 / 3 / 9 / 11 / 13 / 16 Jan. 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 Le nozze di Figaro24 / 29 Jan. / 1 / 5 / 7 / 10 / 14 Feb. 2026 Werther14 / 19 Juni / 1 / 4 / 10 Juli 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026

Christoph Uhlemann

Christoph Uhlemann stammt aus Basel und ist gelernter Landschaftsgärtner. Er begann seine Komparsentätigkeit 1993 am Theater Basel in «Jesus Christ Superstar», wo er auch in Herbert Wernickes «Israel in Egypt» zu sehen war. 2004 zog er nach Zürich und gelangte dort über ein Casting für Heinz Spoerlis «Schwanensee» in die Statisterie der Oper Zürich. Seit der Spielzeit 2008/09 ist er festes Mitglied des Statistenvereins am Opernhaus Zürich. Seither war er u.a. in Opernproduktionen von Jetske Mijnssen, Tatjana Gürbaca, Nina Russi,  Harry Kupfer, Hans Neuenfels, Robert Carsen, Barrie Kosky, Claus Guth, Davide Livermore und Andreas Homoki zu sehen. Während der Intendanz von Alexander Pereira war er mit der «Zauberflöte für Kinder» auf Gastspiel in Winterthur, Schaan und Karlsruhe. Während der Ära Homoki war er mit Calixto Bieitos Inszenierung von Bernd Alois Zimmermanns «Die Soldaten» an der Komischen Oper Berlin und am Teatro Real Madrid zu Gast. In der Spielzeit 2024/25 verkörperte er die Rolle Sergio in «Don Pasquale».

Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026
Ganze Besetzung anzeigen Weniger anzeigen

Chor der Oper Zürich

Der Chor der Oper Zürich bildet mit seinen 60 festangestellten Mitgliedern und der Mitwirkung von bis zu 160 Vorstellungen pro Saison einen wesentlichen Eckpfeiler des künstlerischen Ensembles am Opernhaus Zürich. Er vereinigt unter dem Dach des traditionsreichsten schweizerischen Opernhauses Sängerinnen und Sänger auf höchstem professionellen Niveau, deren musikalische und stilistische Versiertheit sich mit darstellerischer Gestaltungskraft und spontaner Spielfreude verbinden. Regelmässig stellen seine Mitglieder auch als Solisten ihr künstlerisches Format unter Beweis. Der Chor spiegelt in seiner internationalen Zusammensetzung den Anspruch und die Strahlkraft der Oper Zürich wieder, die sich durch zahlreiche DVD-Aufnahmen erwiesen haben und 2104 mit dem Preis der «Opera Company of the Year» ausgezeichnet wurden. Wichtige musikalische Impulse erhielten die Chormitglieder durch die Arbeit mit Dirigenten wie Nello Santi, Nikolaus Harnoncourt, Franz Welser-Möst, Bernard Haitink, Riccardo Chailly, Valery Gergiev, Daniele Gatti, Zubin Mehta und Fabio Luisi. Ihre schauspielerischen Fähigkeiten entwickelten sie im Dialog mit Regisseuren wie David Pountney, Robert Wilson, Harry Kupfer, Peter Stein, Peter Konwitschny oder Andreas Homoki. Gastspiele führten den Chor nach Tokio (Der Rosenkavalier und La traviata), London (Die Meistersinger von Nürnberg, Tannhäuser, Der fliegende Holländer), Paris (La cenerentola, Fierrabras), Athen (Carmen, Idomeneo) oder nach Rom, wo er anässlich einer Papstmesse zur Feier des 500-jährigen Bestehens der Schweizer Garde Mozarts Krönungsmesse aufführte. Als «International Chamber Vocalists» wirkte der Chor der Oper Zürich in der 2014 mit einem Echo-Preis ausgezeichneten Neueinspielung von Vincenzo Bellinis Norma mit.

Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 La clemenza di Tito26 / 29 Apr. / 3 / 8 / 15 / 17 / 20 / 25 Mai 2026 Tannhäuser21 / 24 / 27 Juni / 2 / 5 / 8 / 11 Juli 2026 Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026 La Damnation de Faust10 / 14 / 17 Mai 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Madama Butterfly30 Dez. 2025 / 3 / 9 / 11 / 13 / 16 Jan. 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 La forza del destino2 / 7 / 12 / 15 / 18 / 21 / 26 / 29 Nov. / 17 / 21 Dez. 2025 Rigoletto20 / 23 / 27 Dez. 2025 / 1 / 4 Jan. 2026 Le nozze di Figaro24 / 29 Jan. / 1 / 5 / 7 / 10 / 14 Feb. 2026 Fidelio3 / 6 / 10 / 14 / 16 Mai 2026 Così fan tutte3 / 7 / 9 / 12 Juli 2026 Macbeth8 / 11 / 14 / 19 / 22 / 30 Nov. 2025 Die Fledermaus7 / 10 / 12 / 14 / 18 / 26 / 28 / 31 Dez. 2025 / 2 / 4 / 6 / 10 Jan. 2026 Messa da Requiem20 / 22 / 28 Feb. / 1 / 5 / 7 März / 6 Apr. 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Europa-Tournee 2026 «Messa da Requiem»22 / 23 / 25 / 26 / 29 / 31 März 2026

Statistenverein am Opernhaus Zürich

Der Statistenverein am Opernhaus Zürich wurde im Jahr 1900 gegründet und dürfte damit einer der traditionsreichsten Vereine auf dem Kulturplatz Zürich sein. Rund hundert Frauen und Männer im Alter von 16 bis 70 Jahren bereichern das Bühnengeschehen in zahlreichen Inszenierungen.Statisten, früher auch als Figuranten bezeichnet, haben generell nicht sprechende Rollen. Ihre Einsätze am Opernhaus Zürich fallen je nach Inszenierung unterschiedlich umfangreich aus. Während früher Massenszenen im Vordergrund standen, sind die Statistinnen und Statisten seit der Ära Pereira und der Intendanz von Andreas Homoki zunehmend auch für aufwändigere Einzelauftritte sowie für anspruchsvolle technische Einsätze gefragt. Die Mitglieder des Statistenvereins üben ihre Einsätze in der Freizeit und ohne finanzielle Interessen aus. Sie bringen Begeisterung für Musik und Theater mit.

Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 La scala di seta25 / 28 Sept. / 19 / 24 Okt. 2025 Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 Madama Butterfly30 Dez. 2025 / 3 / 9 / 11 / 13 / 16 Jan. 2026 Rigoletto20 / 23 / 27 Dez. 2025 / 1 / 4 Jan. 2026 Le nozze di Figaro24 / 29 Jan. / 1 / 5 / 7 / 10 / 14 Feb. 2026 Werther14 / 19 Juni / 1 / 4 / 10 Juli 2026 Così fan tutte3 / 7 / 9 / 12 Juli 2026 Macbeth8 / 11 / 14 / 19 / 22 / 30 Nov. 2025 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 La clemenza di Tito26 / 29 Apr. / 3 / 8 / 15 / 17 / 20 / 25 Mai 2026 Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026 Hänsel und Gretel16 / 20 / 23 / 28 / 30 Nov. / 2 / 4 / 11 / 16 / 18 / 21 Dez. 2025 / 2 / 24 / 25 / 31 Jan. 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 Die Fledermaus7 / 10 / 12 / 14 / 18 / 26 / 28 / 31 Dez. 2025 / 2 / 4 / 6 / 10 Jan. 2026 Giulio Cesare in Egitto11 / 13 / 15 / 17 / 21 / 25 / 28 März 2026 Scylla et Glaucus27 / 29 / 31 März / 2 / 6 / 30 Apr. / 2 Mai 2026 La forza del destino2 / 7 / 12 / 15 / 18 / 21 / 26 / 29 Nov. / 17 / 21 Dez. 2025 Sillons de Mémoires5 / 6 / 7 Feb. 2026 Gianni Schicchi2 / 6 / 8 / 10 / 13 Mai 2026 Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026

Kurzgefasst

Umgeben von zahlreichen Verehrern, erträumt sich Arabella den einzig «Richtigen». Sie findet ihn im kroatischen Grossgrundbesitzer Mandryka. Die letzte idealisierte Liebesheirat in der Operngeschichte ist ein Tanz auf dem Vulkan: Die Oper ist in Zeiten tiefer gesellschaftlicher Verunsicherung entstanden. Der operettenhafte Ton in Strauss’ «Lyrischer Komödie» ist merkwürdig gebrochen. 1933 in Dresden uraufgeführt, wurde es von den Nazis zu Propagandazwecken instrumentalisiert. Regisseur Robert Carsen blendet diese gesellschaftspolitischen Umstände nicht aus und verlegt die Handlung in die Hochphase des Dritten Reichs. Die Besetzung vereint unter anderem Diana Damrau, Michael Volle und Pavol Breslik.

Mehr lesen Weniger anzeigen

Szenenbilder «Arabella»


Gut zu wissen

Gebrochene Walzer

Mit der Oper «Arabella» wollten Richard Strauss und sein Textdichter Hugo von Hofmannsthal einen zweiten «Rosenkavalier» schaffen. Doch 20 Jahre nach der Uraufführung ihrer Erfolgsoper hatte sich vieles in der Welt verändert, auch Wien und seine Walzer. Regisseur Robert Carsen, ein grosser Strauss-Kenner, erläutert seine Sicht auf «Arabella» in einem Gespräch.

Dieser Artikel erschien im Februar 2020.

Robert, du setzt dich schon lange mit den Werken von Richard Strauss auseinander: 1999 hast du Die Frau ohne Schatten an der Wiener Staatsoper inszeniert, dann folgten 2004 Der Rosenkavalier in Salzburg und Capriccio in Paris, 2005 Elektra in Tokio, Salome in Turin sowie Ariadne auf Naxos in München. Einige seiner Opern hast du sogar mehrfach inszeniert. Was verbindet dich mit diesem Komponisten?
Strauss ist ein brillanter, ja begnadeter Komponist, das steht für mich ausser Frage. Aber ich muss gestehen, dass mich an seinen Bühnenwerken zunächst einmal die Libretti faszinieren, darunter besonders diejenigen von Hugo von Hofmannsthal. Er war der ideale Partner für Strauss und half ihm mit seinen Stoffen, Strauss’ gigantisches Vorbild Richard Wagner und dessen Opern zu überwinden und einen eigenen Weg zu gehen. Hofmannsthal hatte ein grosses Selbstbewusstsein als Dichter und betrachtete seine Libretti als eigenständige Texte. Strauss wusste, wie viel er ihm zu verdanken hatte. Als Hofmannstahl während der Arbeit an Arabella überraschend starb, muss das ein sehr grosser Schock für Strauss gewesen sein.

Was ist für dich das Besondere an Hofmannsthals Libretti?
Hofmannsthal war ein wacher und hochsensibler Künstler, der sehr genau spürte, was um ihn herum geschah. Seine Texte widerspiegeln auf eine sehr besondere Weise den Zeitgeist. Das gilt selbst für Stoffe, die im 18. Jahrhundert spielen wie der Rosenkavalier, oder bei den alten Griechen wie Elektra. Die Geschichten sind eng mit ihrer Entstehungszeit verbunden und erzählen viel über die damalige Wiener Gesellschaft. Sowohl im Rosenkavalier wie auch in Arabella werden die Unterschiede der sozialen Klassen thematisiert, der Graben zwischen der Aristokratie und dem verarmten Adel, der versucht, wieder zu Geld zu kommen, wie wir es bei Ochs auf Lerchenau im Rosenkavalier oder bei Graf Waldner in der Arabella beobachten können. Und es gibt den Aufstieg der Neureichen, verkörpert durch Faninal oder Mandryka. Das sind Dinge, die uns auch heute nicht fremd sind.

Geld und Besitz sind zentrale Themen in Arabella. Der Vater Waldner hat durch seine Spielsucht das Vermögen der Familie durchgebracht, nun soll die ältere Tochter Arabella geldkräftig verheiratet werden, während die jüngere Schwester Zdenka aus Kostengründen als Junge aufgezogen wird. Das ist ein klassischer Operettenstoff, könnte man meinen.
Ja. Aber das Stück ist vertrackter. Strauss selbst bezeichnet Arabella im Untertitel als «Lyrische Komödie». Arabella ist eine soziale Komödie, in der die Form im Vergleich zum Inhalt äusserst elaboriert ist. Da gibt es zum einen diese unglaublich komplexe, emotionale Musik, die dem Stück eine existenzielle Grundierung gibt; es geht ums finanzielle Überleben und um grosse innere Seelennöte. In ihrer Angespanntheit ist die Partitur durchaus vergleichbar mit früheren Werken wie Salome oder Elektra. Zum anderen ist auch Hofmannsthals Libretto alles andere als oberflächlich und keinesfalls Schwarz-Weiss gezeichnet, sondern mit unzähligen Zwischentönen und Ambivalenzen. Da gilt es, genau hinzuschauen. Als ich den Rosenkavalier 2004 in Salzburg und später in London und New York machte, waren solche Details im Libretto für mich von grosser Bedeutung. War die Hauptfigur in einem ersten Entwurf die Prinzessin Marie Theres von und zu Werdenberg, machte sie Hofmannsthal zu einem späteren Zeitpunkt zur Ehefrau des Feldmarschalls, des Obersten der österreichischen Armee, der nicht einmal auftritt. Faninal wiederum bekam das Attribut eines Waffenhändlers. Das sind zwar Dinge, die für die eigentliche Geschichte völlig irrelevant sind, aber dem Werk doch einen eigenen Stempel aufdrücken. Sie sind eng mit der militärischen Situation der damaligen Zeit verknüpft.

Hofmannsthal starb 1929. Danach veränderte sich die Welt schlagartig. Strauss vollendete Arabella im Oktober 1932, die Uraufführung fand im Juli 1933 in Dresden statt. Spielt dieser gesellschaftlich­historische Hintergrund für deine Inszenierung eine Rolle?
Ja. Das alles kann ich bei diesem Werk nicht ausblenden. Ein halbes Jahr vor der Uraufführung wurde Adolf Hitler Reichskanzler. Noch im selben Jahr übernahm Strauss den neugeschaffenen Posten des Präsidenten der Reichsmusikkammer. Der Dresdner Generalmusikdirektor Fritz Busch, der die Uraufführung hätte dirigieren sollen, wurde wegen seiner Solidarität zu jüdischen Künstlern aus dem Amt gejagt, wie auch der damalige Intendant der Oper, Alfred Reucker. Ihnen beiden widmete Strauss zuvor seine Oper, erlaubte dann aber Clemens Krauss, an Buschs Stelle die Premiere zu dirigieren. Strauss’ Verknüpfung mit den Machthabern des NS-Regimes war problematisch, das bleibt ein Fakt. Der Nationalsozialismus war um 1933 in Deutschland bereits vorherrschend, in Österreich gab es 1934 mit dem Juliputsch bereits einen nationalsozialistischen Umsturzversuch, der zwar noch scheiterte, doch dann erfolgte 1938 der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. In diesem Wien von 1938 spielt auch meine Inszenierung. Hofmannsthal war ein Seismograph und hat gespürt, was in der Luft lag. Seine Arabella-Figuren reden übrigens explizit von Juden oder Zigeunern, und man stolpert über das nationalistische Gebaren von Arabellas auftrumpfendem Verehrer Elemer, der Mandryka abschätzig einen Wallachen nennt.

Das Wien der Arabella ist jedenfalls nicht mehr das Wien des Rosenkavaliers. Hofmannsthal meinte, es sei ein «gefährliches Wien» und käme, auch wenn die Handlung um 1860 spiele, ihrer eigenen Zeit schon sehr nahe.
Arabellas Mutter Adelaide beklagt sich ja auch ständig über dieses schreckliche Wien, das «Wien der Médisance und der Intrige». In diesem Stück ist der Verfall deutlich spürbar. Es gibt keine Stabilität, auch musikalisch.

Das machen auch gleich die Anfangstakte der Oper deutlich: fallende Linien, die sich durchs ganze Stück ziehen. Auch gibt es keine ungetrübte Walzerseligkeit mehr: Die Walzer erscheinen wie gebrochen, ja sie klingen zuweilen fast grob, gewalttätig.
Die Figuren stehen immer mit einem Bein am Rande des Abgrundes, alle sind leicht überspannt und neurotisch. Auch das Hotel als Spielort ist eine Metapher für Instabilität: Die Familie Waldner hat kein Geld mehr, sie musste ihr eigenes Haus offenbar verkaufen und lebt nun in einem Hotel, einer Durchgangsstation. Alles ist temporär und spielt sich in einem öffentlichen Raum ab. Auch dieses ewige Kommen und Gehen der Personen – diese kurzen Szenen geben der Oper insgesamt einen fragmentierten Anstrich. Gleichzeitig gibt es natürlich auch diesen lustspielhaften Ton sowie Figuren, die in ihrem übertriebenen Verhalten eine groteske Lächerlichkeit an den Tag legen.

Wie machen sich denn die beiden Hauptfiguren Arabella und Mandryka in diesem Umfeld aus?
Es sind beides Menschen, die in diese Welt, die Hofmannsthal hier beschreibt, nicht wirklich hineinpassen. Mandryka kommt von weither, aus Slawonien, der östlichsten Ecke Kroatiens, und fühlt sich in Wien wie ein Fremdkörper. Arabella, die einst eine Affäre mit Matteo hatte und nun von ihren drei oberflächlichen Verehrern bedrängt wird, erträumt sich mit dem «Richtigen» jemanden, der sich von ihnen absetzt.

Arabella steht sehr unter Druck. Ist Mandryka für Arabella auch eine Art Fluchtpunkt innerhalb dieser Gesellschaft? Fast eine Erlöserfigur?
Soweit würde ich nicht gehen. Zunächst ist sie einfach etwas gar romantisch in ihrer Sehnsucht, dass der «Richtige» eines Tages vor ihr stehen werde. Sie projiziert anfangs ihre ganzen Wünsche in Mandryka, sie idealisiert ihn. Ein Erwartungsträger, dessen Eigenleben vorerst nicht gefragt ist. Mandryka aber ist nicht einfach der klassische Märchenprinz mit viel Geld und Besitz, sondern er hat viele Probleme und hat bereits einiges erlebt. Er ist ein sehr einnehmender, charmanter Mann, aber es gibt auch diese dunkle Seite an ihm. Er hat ein aufbrausendes Temperament, wird schnell eifersüchtig und ist durchaus narzisstisch. Arabella erkennt im Laufe der Geschichte, dass es den «Richtigen» im wirklichen Leben nicht geben kann, und gewinnt am Ende eine sehr realistische Sicht auf Mandryka. Das Missverständnis mit dem Schlüssel im zweiten und dritten Akt, das ihre Beziehung um ein Haar zerstört hätte, führt Arabella und Mandryka jedoch zu einem tieferen gegenseitigen Verständnis. Liebe zu einem anderen Menschen bedeutet eben, mehr über sich selbst zu erfahren und den anderen mit all seinen Schwächen zu akzeptieren. Es ist bemerkenswert, dass Arabella am Ende der Oper bei ihrem Liebesgelübde zunächst die negativen Punkte (über die sie sich zuvor nie Gedanken gemacht hätte) erwähnt, bevor sie zu den positiven Aspekten kommt: «Und so sind wir Verlobte und Verbundene / auf Leid und Freud und Wehtun und Verzeihn!» Diese Oper ist wirklich kein Märchen.

Wenn Mandryka an Arabellas Treue zweifelt, wenn er zynisch und übergriffig wird, würde man Arabella aber doch fast raten, die Finger von ihm zu lassen. 
Er liess sich durch das kleine Missverständnis mit dem Schlüssel auf dem Ball zu einem Eifersuchtsausbruch hinreissen, wurde roh und ordinär, das stimmt. Er hatte kein Vertrauen in sie und hätte sofort merken müssen, dass die Episode mit dem Schlüssel ein Irrtum war. Mandryka hätte Arabella so gut einschätzen müssen, dass sie ihn nie so leichtfertig aufgegeben hätte. Hier haben ihm seine eigene Eitelkeit und seine Unsicherheit einen Streich gespielt. Aber er ist am Schluss fähig, seinen Irrtum einzugestehen, und er reift an der Begegnung mit Arabella. Wir wissen natürlich nicht, wie es für die beiden in Zukunft weitergehen wird, da bleiben viele Fragezeichen. Für Mandryka dürfte es darum gehen, sensibler zu werden und mehr Verständnis für Arabella aufzubringen, während Arabella weniger anspruchsvoll und verwöhnt sein sollte. Der ganze Fokus lag ja in der Familie von Anfang an auf ihr, während ihre Schwester Zdenka völlig in Arabellas Schatten stand...

Zdenka entspricht der Hauptfigur Lucidor in Hofmannsthals gleichnamiger Novelle von 1910. Hofmannsthal und Strauss hegten von Anfang an eine besondere Liebe zur Figur der Zdenka.
Auf der einen Seite ist die Rolle eine Referenz an Hosenrollen wie Cherubino, Octavian oder den Komponisten aus Ariadne, aber im Unterschied dazu handelt es sich hier wirklich um ein Mädchen in Verkleidung, das ist nochmals etwas komplexer. Zdenka ist leidenschaftlicher und impulsiver als Arabella und löst dadurch einiges aus. Indem sie durch ihr doppeltes Spiel Matteo gegenüber – dem sie in Arabellas Namen gefälschte Liebesbriefe schreibt – und durch ihre verzweifelte Intrige mit dem Schlüssel alles zum Zusammenbruch bringt, erfolgt aber letztlich ein Befreiungsprozess für alle. Die Masken fallen. Zdenka findet den Mut und die Kraft, sich zu öffnen und zu ihrer wahren Natur zu stehen. In der Liebe kommt am Ende immer die Wahrheit ans Licht, das machen uns Hofmannsthal und Strauss deutlich. Und es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass trotz der immensen Anstrengungen der Eltern nicht Arabella, sondern Zdenka diejenige ist, die ihre grosse Liebe als erste findet. Es ist sehr berührend, dass Arabella in diesem Moment voller Wertschätzung gegenüber ihrer hingebungsvollen Schwester ist: «Zdenkerl, du bist die Bessere von uns zweien. / Du hast das liebevollere Herz... / Ich dank dir schön, du gibst mir eine gute Lehre, / dass wir nichts wollen dürfen, nichts verlangen, / abwägen nicht und markten nicht und geizen nicht, / nur geben und liebhaben immerfort!» Vielleicht ist das ja auch der Kernsatz dieser Oper.

Das Gespräch führte Kathrin Brunner.
Dieser Artikel ist erschienen im MAG 76, Februar 2020.
Das MAG können Sie hier abonnieren.

Eine unrühmliche Liaison

Robert Carsens Inszenierung von Strauss' «Arabella» thematisiert die Nähe des Komponisten zu den Nazis, die 1933, im Jahr der «Arabella»-Uraufführung, in Deutschland an die Macht kamen. Der Theaterwissenschaftler Dominik Frank legt für uns noch einmal die Verstrickung von Richard Strauss in den Nationalsozialismus in einem Essay offen.

Dieser Artikel erschien im Februar 2020.

Am Anfang stand die Widmung des neuen Werkes Arabella an die Leitung der Dresdner Oper, Generalmusikdirektor Fritz Busch und Generalintendant Alfred Reucker, ein Team, dem Strauss schon mehrere gelungene Uraufführungen verdankte. In der Vorbereitung schrieb Strauss am 23. September 1931 an Busch in Anspielung auf den erstarkenden Nationalsozialismus: «Gott sei Dank, dass Sie trotz der gräulichen ‹Kulturpest›, die jetzt auch noch über Deutschland hereingebrochen ist, noch guten Mutes u. arbeitsfreudig sind. Auch mir ist der Schreibtisch der einzige Tröster, wenn ich sehen muss, wie die glorreiche deutsche Republik langsam aber sicher auf das Niveau des Fussball spielenden u. boxenden England herabsinkt. […] Es lebe die Demokratie!»

Busch und Reucker wurden jedoch im Frühjahr 1933, kurz nach der sogenannten «Machtergreifung» und wenige Monate vor der geplanten Arabella-Uraufführung, Opfer der ersten kulturpolitischen «Säuberungswelle» der Nationalsozialisten. Wie Jürgen Schläder in seinen Recherchen zur Uraufführung in den Akten der Semperoper belegen konnte, wollte Busch die «künstlerischen Stellen in der Oper nach Fähigkeit und Leistung und nicht nach arischem Geburtsausweis besetzen». Die Nationalsozialisten reagierten mit einem inszenierten ‹Skandal›: Als Busch am 7. März 1933 für eine Rigoletto-Repertoire-Vorstellung den Orchestergraben betrat, wurde er von einem im Publikum platzierten SA-Mob niedergebrüllt, so dass die Aufführung nicht beginnen konnte. Busch verliess nach einigen Minuten den Graben und die Oper – er sollte sie nicht wieder betreten. Laut Vorstellungsbericht schlossen sich ihm zwei Orchestermusiker aus Solidarität an, die übrige Besetzung spielte die Rigoletto-Aufführung unter Leitung des Kapellmeisters Kutzschbach – ungestört. Am folgenden Tag wurde auch Generalintendant Reucker ohne Begründung seiner Geschäfte entbunden, fünf Tage später folgte eine Stellungnahme von Solist*innen des Hauses, in der GMD und Opern direktor Busch für «unfähig [befunden wurde], die Semperoper künstlerisch zu leiten». Mit Kurt Böhme (Graf Dominik), Margit Bokor (Zdenka), Ludwig Eybisch (Zimmerkellner), Martin Kremer (Matteo), Friedrich Plaschke (Graf Waldner) und Rudolf Schmalnauer (Djura) unterzeichneten auch sechs Solist*innen, die kurz darauf in der Arabella singen sollten.

Nach diesen Vorgängen plante Fritz Busch, die ihm gewidmete Arabella in Buenos Aires uraufzuführen – ein Vorhaben, dem Strauss, vorsichtig ausgedrückt, reserviert gegenüberstand. Und obwohl Strauss noch Ende März 1933 an Busch telegrafiert, dass die Dresdner Uraufführung am 1. Juli ohne diesen und Reucker «völlig ausgeschlossen» sei, gibt er schon am 10. April seine Zustimmung, dass der Wiener Dirigent Clemens Krauss die Uraufführung dirigieren und seine Partnerin Viorica Ursuleac die Titelrolle übernehmen sollten. Damit war die Traumbesetzung der späteren, für die NS-Kulturpolitik und Hitler persönlich als Vorzeige-Prestige-Projekt angelegten Neuformierung der Münchner Staatsoper gefunden: Strauss als Komponist, Krauss als GMD und Ursuleac als erste Sopranistin. Über die nun doch planmässig stattfindende, wenn auch künstlerisch völlig umbesetzte Uraufführung schrieben die Dresdner Nachrichten: «Das Ereignis […] hatte ein glänzendes Publikum im festlich mit den Reichsfarben und dem Hakenkreuz geschmückten Semperhause versammelt.» Seinen Meinungsumschwung komplettierte Strauss, als er im April 1935 das Arabella-Autograf dem «Reichsmarschall» Hermann Göring als Hochzeitsgeschenk überreichte.

Richard Strauss war sicher kein Antisemit, wie allein seine enge und wertschätzende Zusammenarbeit mit den Librettisten Hugo von Hofmannsthal und Stefan Zweig zeigt. Trotzdem war für ihn die Kollaboration mit den Nationalsozialisten nicht nur – wie später dargestellt – Zwang, sondern auch von ideologischer Überzeugung getragen: Einerseits schmeichelte die Hofierung der neuen Machthaber Strauss und seiner sehr grossen Selbstüberzeugung, andererseits ergab sich unter dem nationalsozialistischen Regime für Strauss die Möglichkeit, seine elitären, protofaschistischen Ideen in der Musikpolitik durchzusetzen. Diese Ideen, die er als Präsident der sogenannten «Reichsmusikkammer» (1933-1935) zu verwirklichen suchte, gingen dabei sogar noch über das aus einer falschen Darwin-Interpretation abgeleitete Elite-Denken des NS hinaus. Strauss schwebte eine Verbesserung und Adelung der «deutschen Kunst» vor, was für ihn vor allem aus einer «Verbannung» (sprich: Verbot) der von ihm verachteten Operetten und atonalen Musik aus dem staatlichen Kulturbetrieb sowie einer strengen Leistungsprüfung für Berufsmusiker bestand. Das in seinen Plänen verwendete Vokabular, mit dem er etwa über Arnold Schönberg schreibt («soll lieber Schnee schaufeln», «gehört zum Irrenarzt», «Papiervollkritzler», «Bockmist») nimmt die Haltung und Sprache der NS-Kulturpolitik voraus. Nur mit der Verbannung der Atonalität war Strauss allerdings erfolgreich, die Ächtung der Operette und die Leistungsprüfungen wurden von Propagandaminister Goebbels kassiert. Der Musikwissenschaftler Gerhard Splitt, der Strauss’ Verstrickungen mit dem NS-Regime detailliert aufarbeitet, kommt in seiner Analyse zu dem Schluss, dass Strauss mit jedem diktatorischen Regime zusammengearbeitet hätte, denn seine eigenen Gedanken (das Selektionsprinzip, das «Ausmerzen von Schlechtem», die Erziehung des Volks zum «Wahren») tragen faschistische Züge. Bei weiteren musikpolitischen Vorschlägen von Strauss – etwa der Erhöhung der Tantiemen für «ernste» Komponisten zuungunsten der Unterhaltungsmusik sowie der Pflichterhöhung des Anteils der deutschen Standard werke auf den Opernbühnen (gemeint sind Mozart, Wagner und natürlich Strauss) – hatte dieser auch seinen eigenen, nicht selten auch finanziellen Vorteil im Blick.

Bei all seinen Aktivitäten war sich Strauss seines Status’ als Komponist von Weltrang und der damit verbundenen Prestige-Wirkung für das nationalsozialistische Regime (auch im Ausland) sehr bewusst. Allein dafür, so schrieb er am 25. März 1936 an seine Frau Pauline, verdiene er «eigentlich schon die goldenste Medaille des Propagandaministeriums». Dass Strauss allerdings auch keine Hemmungen hatte, sich den Machthabern anzubiedern und daraus persönliche Vorteile zu ziehen, lässt sich durch mehrere Beispiele belegen, hier sollen zwei besonders markante vorgestellt werden: Zum einen das Huldigungsgedicht Wer tritt herein? aus Strauss’ Feder an den als «Polenschlächter» bekannt gewordenen Hans Frank, in welchem er den NS-Politiker in eine Reihe mit Wagners Schwanenritter setzt: «Wer tritt herein? / Es ist der Freund Minister Frank / Wie Lohengrin von Gott gesandt, / hat Unheil von uns abgewandt, / Drum ruf ich Lob und tausend Dank / dem lieben Freund Minister Frank.» Der Anlass für diese Lobhudelei war eine Kohlenlieferung aus Krakau nach Garmisch in die Villa Strauss. Noch übertroffen wird diese Lyrik von der Vertonung eines fälschlich Goethe zugeschriebenen Gedichts mit dem Titel Das Bächlein. Den scheinbar harmlosen Text vertonte Strauss anlässlich seiner Ernennung zum Präsidenten der Reichsmusikkammer und widmete ihn Goebbels persönlich. Im Sinne der NS-Ideologie sinnfällig wird die letzte Zeile des Gedichts, die Strauss, mit grosser musikalisch ausgemalter Coda, gleich dreimal vertont: «Der mich gerufen aus dem Stein / der, denk ich, wird mein Führer sein». Der musikalische Akzent liegt dabei eindeutig auf «mein Führer».

Eine – vorübergehende – Verstimmung im Verhältnis von Strauss und den Nationalsozialisten ergab sich aus Strauss’ Egomanie und dem falschen Glauben, er, der grosse Komponist, könne sich über die Regeln des faschistischen Systems hinwegsetzen: Er wollte weiter mit dem jüdischen Autor Stefan Zweig zusammenarbeiten, in dem er nach dem Tode Hofmannsthals einen neuen Librettisten als künstlerischen Partner gefunden zu haben glaubte. Als Zweig auf die Schwierigkeiten angesichts der politischen Lage und Strauss’ Kollaboration mit den Nationalsozialisten aufmerksam machte, schrieb dieser ihm in zynischen Worten und typischem NS-Vokabular am 17. Juni 1935: «Dieser jüdische Eigensinn! Da soll man nicht Antisemit werden! […] Wer hat Ihnen denn gesagt, dass ich politisch soweit vorgetreten bin? Weil ich für den [von den Nazis boykottierten] schmierigen Lauselumpen Bruno Walter ein Concert dirigiert habe? […] Das hat mit Politik nichts zu tun. Dass ich den Präsidenten der Reichsmusikkammer mime? Um Gutes zu tun und grösseres Unglück zu verhindern.»

Die Reaktion auf den von der Gestapo abgefangenen Brief liess nicht lange auf sich warten: Strauss musste als RMK-Präsident ‹freiwillig› zurücktreten, die Gunst der Nationalsozialisten hatte er vorerst verloren. Trotzdem blieb er für das Regime aufgrund seiner internationalen Bekanntheit ein Aushängeschild, weshalb man den «Skandal» auch nicht öffentlich machte – und Strauss tat alles, um sich bei den Machthabern wieder «lieb Kind» zu machen.

Die Münchner Uraufführung der Oper Friedenstag 1938 – wieder mit Clemens Krauss am Pult und Viorica Ursuleac in der weiblichen Hauptrolle – bediente perfekt die zu dieser Zeit vorherrschende Linie des Propagandaministeriums: Im Dreissigjährigen Krieg möchte ein deutscher Festungskommandant lieber die ganze Festung mitsamt allen Menschen und seiner Familie in die Luft sprengen als sie den feindlichen Schweden zu übergeben. Gelöst wird die Situation durch den wie ein deus-ex-machina vom Himmel fallenden Westfälischen Frieden: die beiden Kommandanten fallen sich in die Arme. Das deutsche Volk wird hier stereotyp NS-konform gezeichnet: zwar friedliebend, jedoch extrem kampf- und todesbereit und auf die eigene nationale Ehre bedacht. Friedenstag war jedoch nur ein Achtungserfolg, weitaus beliebter war weiterhin die Arabella: Für die Reichsmusiktage 1938 in Düsseldorf – eine positiv konnotierte Gegenveranstaltung zur gleichzeitig stattfindenden Ausstellung «Entartete Musik» – wurde eine Festaufführung unter der Leitung des Komponisten angesetzt. Dabei kam es auch zur offiziellen «Versöhnung» zwischen Strauss und Goebbels, die der Komponist stolz in seinem Tagebuch vermerkte. In Goebbels’ Aufzeichnungen heisst es: «[Strauss] ist froh, dass ich ihm ein paar freundliche Worte sage, inzwischen hat er genug gelitten.» Damit war der Weg frei für die nächste Arabella-Gala im «Glanze» des Nationalsozialismus: Für den sogenannten «Tag der deutschen Kunst» in München wurde ebenfalls eine mit Extra-Geldern aus der Privatschatulle des «Führers» finanzierte Festvorstellung in Auftrag gegeben.

Mit der nächsten – und letzten – Strauss-Uraufführung Capriccio 1942, natürlich wieder in München mit Ursuleac und Krauss, der diesmal auch das Libretto verfasste, brachte Strauss ein scheinbares Gegenstück zum Friedenstag, ein äusserlich völlig unpolitisches, im Frankreich zur Zeit Diderots spielendes Salon-Drama auf die Bühne. Die Capriccio-Premiere wurde eines der letzten grossen gesellschaftlichen Ereignisse des Regimes: Die Einladungslisten zeigen ein «Who-is-who» der NSDAP-Prominenz.

Dass Richard Strauss nach dem Ende des Krieges seine Kollaboration mit dem NS-Regime bedauert hätte, ist nicht überliefert. Vielmehr die auch von ihm selbst gerne kolportierte Anekdote, mit der er seinen internationalen Ruf auch bei der neuen Besatzungsmacht vorteilhaft ins Spiel brachte: Als amerikanische GIs durch Garmisch zogen, um Konfiszierungen durchzuführen, öffnete ihnen Strauss mit den Worten: «I’m Richard Strauss – the composer of the Rosenkavalier» und erreichte damit für seine Villa den Sonderstatus «Off limits»: Es wurde nichts konfisziert, stattdessen wurde Strauss ein beliebter Gastgeber für die amerikanischen Offiziere, es wurde viel und gerne über Musik, Kunst und Kultur geplaudert. Über Politik und die Zeit des Nationalsozialismus den Aufzeichnungen nach nicht.


Dominik Frank ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Musiktheater Thurnau der Universität Bayreuth und forscht dort unter anderem zu Oper in totalitären  Systemen.

Dieser Artikel ist erschienen im MAG 76, Februar 2020.
Das MAG können Sie hier abonnieren.

Audio-Einführung

Unsere Dramaturgin Kathrin Brunner gibt einen Einblick in die Oper «Arabella». Live-Einführungen finden jeweils 45 Minuten vor der Vorstellung im Opernhaus statt.
  1. Audio-Einführung zu «Arabella»
    Unsere Dramaturgin Kathrin Brunner gibt einen Einblick in die Oper «Arabella». Live-Einführungen finden jeweils 45 Minuten vor der Vorstellung im Opernhaus statt.

Synopsis

Entdecken Sie das Kernstück jeder Geschichte: Unsere Synopsen geben Orientierung zur Handlung des Stückes und Konflikten, die seine Charakteren bewegen.

Erster Aufzug
Die Familie des Grafen Waldner steht wegen dessen Spielsucht am Rande des finanziellen Ruins. Die Schuldner im Nacken, lebt sie bereits in einem Wiener Hotel. Die Eltern setzen ihre ganze Hoffnung in die ältere Tochter Arabella, die sie möglichst rasch geldkräftig verheiraten wollen. Die jüngere Tochter Zdenka wird unter dem Namen Zdenko in der Öffentlichkeit als Junge ausgegeben, da das Geld für die standesgemässe Ausstattung von zwei Töchtern fehlt.

Während Mutter Adelaide von einer Kartenaufschlägerin erfährt, dass Arabella zwar ein reicher Bräutigam bestimmt ist, die Verbindung aber durch die jüngere Schwester in Gefahr gerät, hat Graf Waldner seinerseits die Initiative ergriffen und einem alten, steinreichen Regimentskameraden geschrieben, dem er ein Bild von Arabella übermittelt hat.

Arabella ist umringt von Verehrern, darunter die drei Grafen Elemer, Dominik und Lamoral, die um ihre Gunst wetteifern. Auch der mittellose Offizier Matteo, mit dem Arabella eine kurze Liaison hatte, brennt nach wie vor für sie. Arabellas kaltes Benehmen ihm gegenüber verwirrt ihn, erhält er doch seit geraumer Zeit glühende Liebesbriefe von ihr. Matteo ahnt nicht, dass die Briefe in Wirklichkeit von Zdenka stammen, die sich in ihn verliebt hat, sich ihm gegenüber jedoch als Bruder Arabellas und sein Verbündeter ausgibt. Arabella, die keine tieferen Gefühle für ihre Verehrer empfindet, führt vorerst keine Entscheidung herbei. Hingegen erzählt sie Zdenka von einem fremden Mann, den sie in der Nähe des Hotels gesehen und dessen Blick sie zutiefst getroffen habe.

Bei Graf Waldner meldet sich ein gewisser Mandryka an. Es ist der Neffe und Erbe von Waldners mittlerweile verstorbenem Regimentskamerad und der Fremde, dessen Blick Arabella so seltsam berührte. Mandryka hatte den Brief an seinen Onkel geöffnet und sich auf der Stelle in Arabellas Bild verliebt. Er ist aus dem fernen Kroatien nach Wien angereist, um bei Graf Waldner um die Hand von Arabella anzuhalten. Waldners Einverständnis ist ihm sicher, zumal er ihm fürs Erste aus dessen peinlicher Geldverlegenheit geholfen hat. Nur allzu gerne ist Waldner bereit, Mandryka seine Tochter abends auf dem Fiakerball vorzustellen.
Während Arabella auf Zdenka wartet, kreisen ihre Gedanken um ihre Zukunft und ihre sehr unterschiedlichen Gefühle für Elemer, Matteo und den ihr unbekannten Mann.

Zweiter Aufzug
Das erste Zusammentreffen von Arabella und Mandryka am Ball bringt eine rasche Entscheidung. Arabella und Mandryka fühlen, dass sie füreinander bestimmt sind. Mandryka erzählt Arabella von einem alten Brauch in seiner Heimat, wonach ein Mädchen zum Zeichen der Verlobung ihrem Bräutigam ein Glas Wasser vom Brunnen reiche. Sie schwören sich ewige Verbundenheit.

Arabella will sich in der folgenden Stunde von den drei Grafen verabschieden, die sie durch die Fiaker­Milli zur Ballkönigin krönen.

Matteo verzweifelt an Arabellas Ignoranz und will fortgehen, um sie zu vergessen. Zdenka folgt ihm und überreicht ihm anstatt des versprochenen Briefes einen Umschlag mit dem Schlüssel zu Arabellas Zimmer. Dort will ihn Zdenka – verkleidet als Arabella – im Dunkeln erwarten.

Mandryka hat die Unterhaltung der beiden zufällig gehört und fühlt sich hintergangen. Als er erfährt, dass Arabella den Ball verlassen habe und zum Hotel zurückgekehrt sei, sieht er seinen Verdacht bestätigt. Er verliert die Beherrschung und bändelt mit der Fiaker­Milli an. Die Stimmung auf dem Ball wird zunehmend ausgelassener. Von Adelaide zur Rede gestellt, gibt sich Mandryka zynisch. Graf Waldner baut darauf, das Missverständnis sofort aufklären zu können und im Hotel von Arabella zu erfahren, was vorgefallen ist.

Dritter Aufzug
Arabella kehrt in den frühen Morgenstunden vom Ball zurück. Sie trifft auf Matteo, der fassungslos ist, sie in der Hotelhalle zu sehen, lag er doch gerade eben noch in ihren Armen. Arabella wiederum versteht sein Benehmen und seine anzüglichen Bemerkungen nicht – es kommt zu einer heftigen Auseinandersetzung.

In diesem Moment erscheinen Arabellas Eltern, gefolgt von Mandryka.

Dieser fühlt sich in seinem Verdacht bestätigt, als er Arabella mit Matteo antrifft.

Obwohl sich Arabella keinerlei Schuld bewusst ist, scheint die Situation eindeutig gegen sie zu sprechen. Auch Matteos Reaktionen tragen nichts zur Klärung bei. Die Situation eskaliert, und es kommt beinahe zum Duell. Erst als Zdenka hineinstürzt und sich als Frau zu erkennen gibt, klärt sich das Missverständnis auf. Mandryka ist zutiefst beschämt und hält für den völlig überforderten Matteo um Zdenkas Hand an.

Arabella zieht sich auf ihr Zimmer zurück. Mandryka ist verzweifelt und glaubt, Arabella für immer verloren zu haben. Doch Arabella kommt zu seiner Überraschung zurück und reicht ihm das Glas Wasser, so wie es in seinem Dorf Brauch ist. Die Liebenden sind nun «Verlobte und Verbundene auf Leid und Freud und Wehtun und Verzeihn».