Philharmonia Zürich

12. Dezember 2020

Johannes Brahms
Violinkonzert D-Dur op. 77

Franz Schmidt
Sinfonie Nr. 4 C-Dur

  • Dauer:
    ca. 2 Std. Inkl. Pause.

Dirigent:
Fabio Luisi

Fabio Luisi

Fabio Luisi stammt aus Genua. Der ehemalige Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich (2012-2021) ist Musikdirektor des Dallas Symphony Orchestra, Chefdirigent des Danish National Symphony Orchestra und Chefdirigent des NHK-Orchesters in Tokio. Er ist ausserdem Musikdirektor des Festivals Valle d'Itria in Apulien und Ehrendirigent des RAI National Symphony Orchestra in Turin. Zuvor hatte er wichtige Positionen bei Orchestern und Opernhäusern inne, darunter die Dresdner Staatskapelle, die Wiener Symphoniker und die Metropolitan Opera in New York. Er gastiert regelmässig u.a. beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Cleveland Orchestra, der Tschechischen Philharmonie, dem Orchester der Mailänder Scala, dem London Symphony Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris, dem Philadelphia Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem San Francisco Symphony Orchestra und den Wiener Philharmonikern und leitet Produktionen an der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Berlin, der Mailänder Scala, den Salzburger Festspielen, der Wiener Staatsoper u.a.. Am Opernhaus Zürich dirigierte er u.a. die Neuproduktionen von drei Bellini-Opern sowie «Rigoletto», «Fidelio», «Wozzeck», «Das Land des Lächelns» und Verdis «Messa da Requiem». Eine umfangreiche Diskografie ergänzt sein künstlerisches Schaffen. Am Opernhaus Zürich gründete er das Label «Philharmonia Records» der Philharmonia Zürich (Orchester der Oper Zürich). Der aus Genua stammende Fabio Luisi studierte am Conservatorio Niccolò Paganini seiner Heimatstadt und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, Österreich. Zu seinen Auszeichnungen zählen das Österreichische Verdienstkreuz für Wissenschaft und Kunst, der italienische Cavaliere della Repubblica Italiana, der Commendatore della Stella d’Italia, der Grifo d’Oro von Genua, das dänische Ritterkreuz und eine Ehrendoktorwürde der St. Bonaventure University in New York. Abseits des Podiums ist er Komponist und Parfümhersteller, der seine Kreationen für sein eigenes Unternehmen produziert.

Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026

Besetzung


Violine Augustin Hadelich

Augustin Hadelich

Augustin Hadelich wurde 1984 als Sohn deutscher Eltern in Italien geboren. Heute ist er amerikanischer Staatsbürger und hat sich als einer der grossen Geiger seiner Generation etabliert. Er studierte bei Joel Smirnoff an der New Yorker Juilliard School und gewann 2016 die Goldmedaille beim Internationalen Violinwettbewerb von Indianapolis. Seitdem konzertierte er mit allen bedeutenden amerikanischen Orchestern und auf den Bühnen u. a. der Carnegie Hall, des Lincoln Center, der Chicago Symphony Hall und des Kennedy Center. Auch bei seinen immer zahlreicher werdenden Auftritten in Fernost, Südamerika, Neuseeland, Australien und Europa – etwa mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem City of Birmingham Symphony Orchestra, in der Londoner Wigmore Hall oder im Concertgebouw Amsterdam – eilt ihm ein phänomenaler Ruf voraus. Als Associate Artist des NDR Elbphilharmonie Orchesters ist er während drei Spielzeiten mehrfach in Hamburg zu erleben. 2016 erhielt er einen Grammy Award für seine Einspielung des Violinkonzerts L’Arbre des songes von Henri Dutilleux mit dem Seattle Symphony Orchestra. Kürzlich erschienen Paganinis 24 Capricen und die Violinkonzerte von Brahms und Ligeti bei Warner Classics. Hadelichs Aufnahmekatalog umfasst ausserdem Konzerte von Sibelius, Adès, Mendelssohn, Bartók und Haydn sowie Tschaikowskis Violinkonzert und Lalos Symphonie espagnole mit dem London Philharmonic Orchestra. Hadelich spielt die letzte Geige des berühmten Geigenbauers Giuseppe Guarneri. Die Geige mit dem Namen «Leduc» wurde 1744 gebaut.

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Philharmonia Zürich

1985 entstand in Folge der Trennung des traditionsreichen Tonhalle- und Theaterorchesters das Orchester der Oper Zürich. 2012, mit Beginn der Intendanz von Andreas Homoki und dem Amtsantritt des neuen Generalmusikdirektors Fabio Luisi, wird das Orchester der Oper Zürich zur Philharmonia Zürich. Pro Saison ist das Orchester in rund 250 Opern- und Ballettvorstellungen des Opernhauses Zürich zu hören. Als Podium für das Konzertrepertoire werden zusätzlich die Philharmonischen Konzerte veranstaltet. Soiréen und Kammermusikmatinéen ergänzen das künstlerische Spektrum des Orchesters. Bevor Fabio Luisi mit der Saison 2012/13 als Generalmusikdirektor die künstlerische Leitung des Orchesters übernommen hat, haben u. a. Franz Welser-Möst (1995-2008, ab 2005 als Generalmusikdirektor) und zuletzt Daniele Gatti als Chefdirigent (2009-2012) das Orchester geleitet. 2000/01 fanden die Beständigkeit der Leistungen des Orchesters der Oper Zürich und die Breite seines Könnens mit der Wahl zum «Orchester des Jahres» in der Umfrage der Zeitschrift «Opernwelt» weit verbreitete internationale Anerkennung.

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Kurzgefasst

Der in Italien geborene Geiger Augustin Hadelich studierte an der renommierten Juilliard School in New York und begann seine fulminante Karriere in den USA, wo er bereits mit allen bedeutenden Orchestern aufgetreten ist.
Mittlerweile stellt sich der junge, vielgelobte Solist und Grammy-Gewinner auch immer öfter in Europa vor, u.a. über drei Jahre hinweg als Associate Artist des NDR Elbphilharmonie Orchesters in Hamburg. Seit diesem Jahr spielt Hadelich die letzte Geige aus der Werkstatt des legendären Geigenbauers Giuseppe Guarneri, die 1744 gebaute «Leduc». Hadelich selbst beschreibt das Instrument, von dem er «nicht genug bekommen» könne, als «dunkel, leidenschaftlich, farbig und mit einem geradezu menschlichen Stimmklang». Im 2. Philharmonischen Konzert sind Hadelich und seine Geige mit dem berühmten Violinkonzert von Johannes Brahms zu hören.
Stilistisch stark von Brahms geprägt ist das Werk des österreichischen Komponisten Franz Schmidt, dessen 4. Sinfonie in diesem Konzert erklingt. Schmidt, der nicht den Weg der Avantgarde einschlug, sondern auf den konservativen Pfaden des 19. Jahrhunderts weiterschritt, komponierte diese Sinfonie 1932/33. Generalmusikdirektor Fabio Luisi, der sich leidenschaftlich für das Werk Schmidts einsetzt, interpretiert dessen Vierte am Pult der Philharmonia Zürich.

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Gut zu wissen

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