Ein Sommer-
nachtstraum

Ballett von Cathy Marston
nach William Shakespeares Komödie
«A Midsummer Night’s Dream»

Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy und
Gabriel Prokofiev

Von 11. Oktober 2026 bis 3. Juli 2027

Die Vorstellung am 03. Juli wird im Rahmen von «Opernhaus für alle» live auf den Sechseläutenplatz übertragen.

  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
    Matinee: Sa 26 Sep 2026
    © Plakatmotiv von Luc Girouard

Choreografie und Inszenierung:
Cathy Marston

Cathy Marston

Die international renommierte Choreografin Cathy Marston besitzt sowohl die britische als auch die schweizerische Staatsbürgerschaft. Seit August 2023 ist sie Direktorin des Balletts Zürich. Ihre Tanzausbildung erhielt sie in Cambridge und an der Royal Ballet School London. Zwischen 1994 und 1999 tanzte sie im Ballett Zürich, im Ballett des Luzerner Theaters und beim Konzert Theater Bern. Von 2002 bis 2006 war sie Associate Artist des Royal Opera House London und von 2007 bis 2013 Ballettdirektorin am Konzert Theater Bern. Seit Jahren höchst erfolgreich als freischaffende Choreografin tätig, wurde Cathy Marston von einer Vielzahl namhafter internationaler Compagnien und Institutionen eingeladen. Kreationen entstanden unter anderem für das Royal Ballet, das Hamburg Ballett, das Königlich Dänische Ballett, das English National Ballet, das Northern Ballet, das Finnische Nationalballett, das Ballet Black, das National Ballet of Cuba sowie für die Opera Australia und die Hong Kong Academy of Performing Arts. In den letzten Jahren arbeitete sie vermehrt in den USA, so für das San Francisco Ballet, das American Ballet Theatre, das Houston Ballet und das Joffrey Ballet Chicago. In ihren choreografischen Arbeiten lässt sie grosse literarische Vorlagen im Tanz lebendig werden, ausserdem nähert sie sich bedeutenden historischen Persönlichkeiten auf ungewohnte und originelle Weise. Grosse Erfolge feierte sie mit ihren Ballettadaptionen «Mrs. Robinson» (nach Charles Webbs Roman «The Graduate»), «Snowblind» (nach Edith Whartons Roman «Ethan Frome»), Charlotte Brontës «Jane Eyre» und John Steinbecks «Von Mäusen und Menschen». Ungewöhnliche Sichtweisen prägen auch ihre biografisch inspirierten Werke «The Cellist», «Victoria» und «Hexenhatz». Für ihr choreografisches Schaffen wurde Cathy Marston mehrfach ausgezeichnet, darunter mit einem South Bank Sky Arts Award und dem britischen National Dance Award. 2020 verlieh ihr das International Institute for Dance and Theatre einen Preis für Exzellenz im internationalen Tanz. Höhepunkt ihrer ersten Saison als Zürcher Ballettdirektorin war 2024 die Uraufführung von «Atonement» nach dem gleichnamigen Roman von Ian McEwan (Koproduktion mit dem Joffrey Ballet). Ausserdem waren in Zürich Cathy Marstons Stücke «The Cellist», «Snowblind» und «Mrs. Robinson» zu sehen. Jüngste Arbeiten sind das Clara-Schumann-Ballett «Clara», «Romeo und Julia» sowie «Ein Sommernachtstraum».

Ein Sommernachtstraum11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 Romeo und Julia20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027
Musikalische Leitung:
Robert Houssart

Robert Houssart

Robert Houssart wurde in Haarlem, Holland geboren und wuchs in England auf. Sein Debüt gab er am Adelaide Festival mit der australischen Premiere von Ligetis Le Grand Macabre. Seit Beginn seiner Karriere arbeitet er als Pianist, Gesangslehrer und Dirigent am La Monnaie, der English National Opera, der Opera North und der Opéra Comique sowie am Theater an der Wien. Weitere Engagements führten ihn an die Opéra National du Rhin in Stassbourg, an das Ballett der Semperoper in Dresden, ans Staatstheater Mainz, die Opera North, Opéra in Rouen, das Hallé Orchestra, Aalborg Symphony Orchestra, die Longborough Festival Opera, das Aalto Theater in Essen, Royal Conservatoire in Schottland, Luzerner Theater und an die Royal Opera, Covent Garden. Seit 2018 ist er Hausdirigent an der Königlichen Oper in Kopenhagen. Dort hat er rund 150 Opern- und Ballettaufführungen dirigiert, darunter neue Opern wie Manualen von Louise Alenius sowie The Exterminating Angel, Powder Her Face und The Dante Project von Thomas Adès. 2019 leitete er die Uraufführung von Hans Abrahamsens Die Schneekönigin. Dreimal wurde er mit dem dänischen Reumert-Preis für die «Oper des Jahres» ausgezeichnet.

Ein Sommernachtstraum11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027
Szenarium:
Cathy Marston,

Cathy Marston

Die international renommierte Choreografin Cathy Marston besitzt sowohl die britische als auch die schweizerische Staatsbürgerschaft. Seit August 2023 ist sie Direktorin des Balletts Zürich. Ihre Tanzausbildung erhielt sie in Cambridge und an der Royal Ballet School London. Zwischen 1994 und 1999 tanzte sie im Ballett Zürich, im Ballett des Luzerner Theaters und beim Konzert Theater Bern. Von 2002 bis 2006 war sie Associate Artist des Royal Opera House London und von 2007 bis 2013 Ballettdirektorin am Konzert Theater Bern. Seit Jahren höchst erfolgreich als freischaffende Choreografin tätig, wurde Cathy Marston von einer Vielzahl namhafter internationaler Compagnien und Institutionen eingeladen. Kreationen entstanden unter anderem für das Royal Ballet, das Hamburg Ballett, das Königlich Dänische Ballett, das English National Ballet, das Northern Ballet, das Finnische Nationalballett, das Ballet Black, das National Ballet of Cuba sowie für die Opera Australia und die Hong Kong Academy of Performing Arts. In den letzten Jahren arbeitete sie vermehrt in den USA, so für das San Francisco Ballet, das American Ballet Theatre, das Houston Ballet und das Joffrey Ballet Chicago. In ihren choreografischen Arbeiten lässt sie grosse literarische Vorlagen im Tanz lebendig werden, ausserdem nähert sie sich bedeutenden historischen Persönlichkeiten auf ungewohnte und originelle Weise. Grosse Erfolge feierte sie mit ihren Ballettadaptionen «Mrs. Robinson» (nach Charles Webbs Roman «The Graduate»), «Snowblind» (nach Edith Whartons Roman «Ethan Frome»), Charlotte Brontës «Jane Eyre» und John Steinbecks «Von Mäusen und Menschen». Ungewöhnliche Sichtweisen prägen auch ihre biografisch inspirierten Werke «The Cellist», «Victoria» und «Hexenhatz». Für ihr choreografisches Schaffen wurde Cathy Marston mehrfach ausgezeichnet, darunter mit einem South Bank Sky Arts Award und dem britischen National Dance Award. 2020 verlieh ihr das International Institute for Dance and Theatre einen Preis für Exzellenz im internationalen Tanz. Höhepunkt ihrer ersten Saison als Zürcher Ballettdirektorin war 2024 die Uraufführung von «Atonement» nach dem gleichnamigen Roman von Ian McEwan (Koproduktion mit dem Joffrey Ballet). Ausserdem waren in Zürich Cathy Marstons Stücke «The Cellist», «Snowblind» und «Mrs. Robinson» zu sehen. Jüngste Arbeiten sind das Clara-Schumann-Ballett «Clara», «Romeo und Julia» sowie «Ein Sommernachtstraum».

Ein Sommernachtstraum11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 Romeo und Julia20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027
Edward Kemp

Edward Kemp

Edward Kemp, geboren in Oxford, hat mit Cathy Marston bei über zwanzig Balletten zusammengearbeitet, darunter sieben für das Bern Ballett. Zu den jüngsten Kooperationen gehören «Summer & Smoke» (Houston/American Ballet Theatre), «Of Mice and Men» (Joffrey), «Mrs. Robinson» (San Francisco), «The Cellist» (Royal Ballet), «The Suit» (Ballet Black), «Lady Chatterley’s Lover» (Les Grands Ballets Canadiens de Montréal), «Liaisons Dangereuses» (Royal Danish Ballet) und ein Drehbuch für Disney+. Er hat Texte für Komponist:innen wie Sally Beamish, Victoria Borisova Ollas, Jason Carr, Tansy Davies, Terry Davies, Péter Eötvös, Stuart MacRae, Julian Philips und Gary Yershon verfasst.  Im Schauspiel entstanden u. a. «King James Bible» (National Theatre), «The Mysteries» (Royal Shakespeare Company) sowie Dramatisierungen von Bulgakows «Meister und Margarita» (Chichester/Complicite/Avignon), Lessings «Nathan der Weise» (Chichester/Off-Broadway/Shaw Festival) und Faulkners «As I Lay Dying» (Baton Rouge). Ausserdem übertrug er Werke von Brecht, Goldoni, Kleist, Lorca, Prokofjew, Molière, Racine und Sibelius auf die Bühne und übersetzte Romane von Paul Auster, Eca De Queiros, Charles Dickens, Knut Hamsun, Ted Hughes, Salman Rushdie und WG Sebald. Er schrieb Dramen und Komödien für BBC Radio und führte Regie bei Theaterstücken und Musicals in Grossbritannien und in den USA, von Autoren wie Gertrude Stein und William Shakespeare bis hin zu Alan Bennett und Stephen Sondheim. Von 2008 bis 2021 war er Direktor und Chief Executive der Royal Academy of Dramatic Art (RADA). Heute ist er Chief Executive des Royal Literary Fund, der ältesten literarischen Wohltätigkeitsorganisation Grossbritanniens.

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Ausstattung:
Richard Hudson

Richard Hudson

Richard Hudson wurde in Simbabwe geboren und  studierte an der Wimbledon School of Art. Er entwarf Bühnenbilder und Kostüme für Operninszenierungen in Glyndebourne, Covent Garden, an der Metropolitan Opera New York, der Mailänder Scala, dem Maggio Musicale Florenz, der English National Opera, der Scottish Opera, der Kent Opera, der Opera North, der Wiener Staatsoper, der Opéra de Paris sowie für die Opernhäuser in München, Chicago, Kopenhagen, Tokio, Athen, Bregenz, Amsterdam, Zürich, Barcelona, Madrid, Brüssel, Chicago, Houston, Washington, Toronto, St. Petersburg, Venedig, Pesaro, Genua, Turin, Bologna und Rom. Ausserdem arbeitete er für das Aldeburgh Festival, das Royal Ballet, die Royal Shakespeare Company, das National Theatre, das Royal Court, das Almeida und das Young Vic. 1988 gewann er einen Olivier Award für eine Spielzeit am Old Vic, für den König der Löwen erhielt er 1998 einen Tony Award.  Er ist Royal Designer for Industry (RDI). 2003 gewann er die Goldmedaille für Bühnenbild bei der Prager Quadrenniale, 2005 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität of Surrey verliehen. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören Bühnenbilder und Kostüme für Peer Gynt am National Theatre, London, Der Nussknacker beim American Ballet Theatre, Romeo und Julia beim National Ballet of Canada, Le Coq D'or, La Bayadère und Raymonda beim Royal Danish Ballet, Der Ring des Nibelungen  am Teatro Massimo, Palermo, Versailles am Donmar Warehouse, La traviata  für die Grange Park Oper, The Sleeping Beauty  beim American Ballet Theatre und an der Mailänder Scala, Morgen und Abend (Royal Opera House/Deutsche Oper), Romeo und Julia (Bolshoi Ballett Moskau), Wake (Birmingham Opera Company) und The Outsider (The Print Room, London). Er kreierte die Kostüme für Yumé (Opéra de Reims), Peter Grimes (Opéra de Lyon) und Asters (New National Opera of Japan) sowie die Bühnenbilder für Leopoldstadt von Tom Stoppard (Wyndham's Theatre, London), und Un ballo in Maschera (Teatro Regio, Parma). 2024 wurde Richard Hudson bei den Irene Sharaff Awards in New York mit dem Robert L. B. Tobin Award for Sustained Excellence in Theatrical Design ausgezeichnet.

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Lichtgestaltung:
Martin Gebhardt

Martin Gebhardt

Martin Gebhardt war Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister bei John Neumeiers Hamburg Ballett. Ab 2002 arbeitete er mit Heinz Spoerli und dem Ballett Zürich zusammen. Ballettproduktionen der beiden Compagnien führten ihn an renommierte Theater in Europa, Asien und Amerika. Am Opernhaus Zürich schuf er das Lichtdesign für Inszenierungen von Jürgen Flimm, David Alden, Jan Philipp Gloger, Grischa Asagaroff, Matthias Hartmann, David Pountney, Moshe Leiser/Patrice Caurier, Damiano Michieletto und Achim Freyer. Bei den Salzburger Festspielen kreierte er die Lichtgestaltung für «La bohème» und eine Neufassung von Spoerlis «Der Tod und das Mädchen». Seit der Spielzeit 2012/13 ist Martin Gebhardt Leiter des Beleuchtungswesens am Opernhaus Zürich. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn heute mit dem Choreografen Christian Spuck (u. a. «Winterreise», «Nussknacker und Mausekönig», «Messa da Requiem», «Anna Karenina», «Woyzeck», «Der Sandmann», «Leonce und Lena», «Das Mädchen mit den Schwefelhölzern»). Er war ausserdem Lichtdesigner für die Choreografen Edward Clug (u. a. «Strings», «Le Sacre du printemps» und «Faust» in Zürich), Alexei Ratmansky, Wayne McGregor, Marco Goecke und Douglas Lee. Mit Christoph Marthaler und Anna Viebrock arbeitete er beim Händel-Abend «Sale» und Rossinis «Il viaggio a Reims» in Zürich sowie bei «Lulu» an der Hamburgischen Staatsoper zusammen und mit Jossi Wieler und Sergio Morabito an der Oper Genf für «Les Huguenots». 2023 gestaltete er das Licht für Spucks Ballett «Bovary» beim Staatsballett Berlin und 2024 Rossinis «Tancredi» an den Bregenzer Festspielen. Ausserdem war er Lichtdesigner bei «Atonement» von Cathy Marston am Opernhaus Zürich.

Oiseaux Rebelles11 / 13 / 16 / 18 / 27 Sept. 2026 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Ein Sommernachtstraum11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 Romeo und Julia20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Slow Rush16 / 17 / 22 / 28 / 30 Jan. / 5 / 10 / 13 / 17 / 21 Feb. / 29 / 30 Mai / 3 Juni 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Timeframed27 Feb. / 6 / 24 März / 1 / 3 / 9 / 18 / 22 / 28 / 30 Apr. / 1 Mai 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027
Dramaturgie:
Michael Küster,

Michael Küster

Michael Küster stammt aus Deutschland. Nach dem Studium der Germanistik, Kunst- und Sprechwissenschaft an der Universität Halle war er Moderator, Autor und Sprecher bei verschiedenen Rundfunkanstalten in Deutschland. Dort präsentierte er eine Vielzahl von Klassik-Programmen und Live-Übertragungen wichtiger Konzertereignisse, u. a. aus der Metropolitan Opera New York, der Semperoper Dresden und dem Leipziger Gewandhaus. Bis heute ist er dem Hörfunkprogramm SWR Kultur verbunden. Seit 2002 ist er Dramaturg am Opernhaus Zürich, u. a. für Regisseure wie Matthias Hartmann, David Alden, Robert Carsen, Moshe Leiser/Patrice Caurier, Damiano Michieletto, David Pountney, Johannes Schaaf und Graham Vick. Als Dramaturg des Balletts Zürich arbeitete Michael Küster seit 2012 u. a. mit Cathy Marston, Marco Goecke, Marcos Morau, Kim Brandstrup, Edward Clug, Alexei Ratmansky, William Forsythe, Jiří Kylián, Mats Ek und Hans van Manen zusammen. Mit Christian Spuck entstanden u. a. «Winterreise» («Prix Benois de la Danse»), «Romeo und Julia», «Messa da Requiem» und «Dornröschen». An der Mailänder Scala war Michael Küster Dramaturg für Matthias Hartmanns Operninszenierungen von «Der Freischütz», «Idomeneo» und «Pique Dame».

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Edward Kemp

Edward Kemp

Edward Kemp, geboren in Oxford, hat mit Cathy Marston bei über zwanzig Balletten zusammengearbeitet, darunter sieben für das Bern Ballett. Zu den jüngsten Kooperationen gehören «Summer & Smoke» (Houston/American Ballet Theatre), «Of Mice and Men» (Joffrey), «Mrs. Robinson» (San Francisco), «The Cellist» (Royal Ballet), «The Suit» (Ballet Black), «Lady Chatterley’s Lover» (Les Grands Ballets Canadiens de Montréal), «Liaisons Dangereuses» (Royal Danish Ballet) und ein Drehbuch für Disney+. Er hat Texte für Komponist:innen wie Sally Beamish, Victoria Borisova Ollas, Jason Carr, Tansy Davies, Terry Davies, Péter Eötvös, Stuart MacRae, Julian Philips und Gary Yershon verfasst.  Im Schauspiel entstanden u. a. «King James Bible» (National Theatre), «The Mysteries» (Royal Shakespeare Company) sowie Dramatisierungen von Bulgakows «Meister und Margarita» (Chichester/Complicite/Avignon), Lessings «Nathan der Weise» (Chichester/Off-Broadway/Shaw Festival) und Faulkners «As I Lay Dying» (Baton Rouge). Ausserdem übertrug er Werke von Brecht, Goldoni, Kleist, Lorca, Prokofjew, Molière, Racine und Sibelius auf die Bühne und übersetzte Romane von Paul Auster, Eca De Queiros, Charles Dickens, Knut Hamsun, Ted Hughes, Salman Rushdie und WG Sebald. Er schrieb Dramen und Komödien für BBC Radio und führte Regie bei Theaterstücken und Musicals in Grossbritannien und in den USA, von Autoren wie Gertrude Stein und William Shakespeare bis hin zu Alan Bennett und Stephen Sondheim. Von 2008 bis 2021 war er Direktor und Chief Executive der Royal Academy of Dramatic Art (RADA). Heute ist er Chief Executive des Royal Literary Fund, der ältesten literarischen Wohltätigkeitsorganisation Grossbritanniens.

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Besetzung

Live DJ Mr Switch

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Mr Switch

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Ballett Zürich

Die grösste professionelle Ballettcompagnie der Schweiz wird seit der Saison 2012/13 von Christian Spuck geleitet.  Beheimatet am Opernhaus Zürich, bestreitet das 36 Tänzerinnen und Tänzer umfassende Ensemble mit seinen Produktionen nicht nur einen wesentlichen Teil des Opernhaus-Spielplans, sondern wird regelmässig auch auf internationalen Gastspielen gefeiert. Hervorgegangen aus dem einstigen Ballett des Stadttheaters Zürich, wurde die Compagnie von ihren Direktoren Nicholas Beriozoff, Patricia Neary, Uwe Scholz und Bernd Bienert geprägt. Der Schweizer Choreograf Heinz Spoerli, Ballettdirektor von 1996 bis 2012, etablierte die Compagnie innerhalb weniger Jahre unter den führenden europäischen Ballettformationen.

Mehr Informationen zum Ballett Zürich finden Sie hier

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Junior Ballett

Das Junior Ballett ist die Nachwuchscompagnie des Balletts Zürich. Seit seiner Gründung im Jahr 2001 erhalten hier ausgewählte junge Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt die Möglichkeit, nach Ende ihrer Ballettausbildung unter fachkundiger Betreuung in das tänzerische Berufsleben einzusteigen. Im Rahmen eines nicht länger als zwei Jahre währenden Engagements trainieren sie gemeinsam mit den Mitgliedern des Balletts Zürich, tanzen mit ihnen in ausgewählten Vorstellungen des Repertoires und sammeln so die für eine Tänzerlaufbahn notwendige Bühnenerfahrung. Einmal pro Spielzeit stellt das Junior Ballett in einem eigenen Ballettabend mit Werken international renommierter Choreografen seine hohe Leistungsfähigkeit und tänzerische Kreativität unter Beweis. In der Saison 2014/15 vereint das Junior Ballett dreizehn Tänzerinnen und Tänzer aus acht Nationen.

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Orchester der Oper Zürich

Besetzung

Oiseaux Rebelles11 / 13 / 16 / 18 / 27 Sept. 2026 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Ein Sommernachtstraum11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 Mutter & González-Granados3 Okt. 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Romeo und Julia20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 Gabetta & Noseda7 Nov. 2026 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Fuchs & Jordan1 / 2 Jan. 2027 Trifonov & Järvi16 Jan. 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Sorita & Lyniv14 Feb. 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Tosca11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Balanas & Peltokoski18 Apr. 2027 Requiem pour Ophélie4 / 7 / 9 Mai 2027 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027 Don Pasquale23 / 27 / 30 Mai / 4 / 6 / 11 Juni 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027 Viotti29 Mai 2027 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Benefizkonzert Anne-Sophie Mutter2 Okt. 2026 Open-Air-Konzert4 Juli 2027

Kurzgefasst

Eine Geschichte von Liebe und Verwandlung erzählt William Shakespeare in seiner Komödie «A Midsummer Nightʼs Dream». Wege und Irrwege des Eros hat er in mehreren Handlungssträngen so miteinander verwoben, dass es unweigerlich zu Verwechslungen, Missverständnissen und urkomischen Szenen kommt. Ballettdirektorin Cathy Marston und Designer Richard Hudson lassen ihren «Sommernachtstraum» auf einem in die Jahre gekommenen, verlassenen Rummelplatz spielen. Einen Kontrapunkt zur berühmten Schauspielmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy setzt das «Concerto for Turntables and Orchestra Nr. 1» von Gabriel Prokofiev. Robert Houssart am Pult des Orchesters der Oper Zürich erhält kompetente Unterstützung vom angesagten britischen DJ Mr. Switch.

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Gut zu wissen

Choreografin Cathy Marston über ihren «Sommernachtstraum»

Cathy Marston bringt Shakespeares «Sommernachtstraum» auf die Bühne des Balletts Zürich. Mit Michael Küster spricht die Choreografin über ihre Inszenierung auf einem verlassenen Rummelplatz – und über das seltsame Spiel der Liebe, die uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel treffen und im Innersten verwandeln kann.

Cathy, fast am Schluss seines «Sommernachtstraums» lässt Shakespeare Theseus, den Herzog von Athen, sagen: «Verliebten und Verrückten kocht das Hirn, die Fantasie treibt Blüten, fabuliert mehr als ein klarer Kopf verstehen kann.» Die Essenz der Komödie scheint hier sehr treffend auf den Punkt gebracht. Was bedeutet der «Sommernachtstraum» für dich, und welche Rolle hat er in deinem bisherigen Leben gespielt?

Der «Sommernachtstraum» ist ein absoluter Klassiker der Weltliteratur. Als Britin ist Shakespeare natürlich Teil meiner DNA, und das Stück begleitet mich schon mein Leben lang. Ich habe es in verschiedenen Theaterinszenierungen gesehen, aber bezogen auf den Tanz, ist die berühmte Fassung von Frederick Ashton das konkreteste Bild, das ich davon im Kopf habe. Da ich das Stück selbst jedoch nie getanzt habe – genau wie übrigens «Romeo und Julia» –, hat mein Körper keinerlei physische Erinnerung daran. Das erlaubt es mir, ganz frei an meine eigene Kreation heranzugehen.

Der Zufall will es, dass bei dir gerade der eine auf den anderen Shakespeare folgt. Die vorige Saison stand im Zeichen von «Romeo und Julia», jetzt das möglicherweise heitere Gegenstück...

Es ist eine schöne Ironie der Geschichte, dass die beiden Stücke bei Shakespeare um 1595/1596 extrem dicht aufeinander folgten – genau wie bei mir jetzt auch! Was mich am «Sommernachtstraum» fasziniert, ist die Leichtigkeit, mit der er seine Figuren agieren lässt. Leichtigkeit meint für mich das Fehlen jeglicher Bedeutungsschwere – und darauf musste ich mich im Studio erst einmal einlassen. Normalerweise suche ich in meinen Handlungsballetten eine psychologische Tiefe oder zwingende Logik. Welche verschlungenen Wege die Liebe hier nimmt, entbehrt jeder Vernunft. Aber genau das ist der Punkt: Wir verlieben uns manchmal ohne Motivation, und von einer Sekunde auf die andere steht die Welt Kopf.

Shakespeare verwebt in seinem Stück mehrere Welten – zwei junge Paare im Liebeschaos, das zerstrittene Elfenpaar Oberon und Titania sowie eine Truppe von Handwerkern. Wie nah bist du an Shakespeare, und in welcher Welt lässt du deine Inszenierung spielen?

Anders als bei «Romeo und Julia» gönne ich mir deutlich mehr Freiheit. Das Szenarium habe ich mit meinem langjährigen Mitarbeiter Edward Kemp erarbeitet. Wir übernehmen zwar das Grundgerüst der Handlung, lassen aber die Rahmenhandlung mit Theseus und Hippolyta sowie Hermias Vater weg. Ohne diese zivilisatorischen Kontrollinstanzen kann ich choreografisch viel direkter zum emotionalen Kern der Geschichte vordringen. Schauplatz für meinen «Sommernachtstraum» ist ein alter, verlassener Rummelplatz. Der grossartige Bühnen- und Kostümbildner Richard Hudson hat für diese Idee einen fantastischen, atmosphärischen Raum geschaffen. Dieser Ort ist für mich die perfekte Metapher für die Liebe – mit all den Achterbahnfahrten, den Höhen und Tiefen, den Schmetterlingen im Bauch und dem flauen Gefühl im Magen. Die Dynamik der verschiedenen Fahrgeschäfte liefert wunderbare Bilder für dieses Auf und Ab der Gefühle. Im Dialog mit den Tänzerinnen und Tänzern haben wir für die vier Liebenden moderne Profile erarbeitet, die ihre psychologische Tiefe im Probensaal greifbar machen: Hermia ist die rebellische, wagemutige Literaturstudentin, Lysander der freigeistige Architekturstudent. Demetrius verkörpert den konventionellen, statusorientierten Jura-Studenten mit Blick auf die Wirtschaftswelt, während Helena sich im selben Studium auf Menschenrechte fokussiert und eine intellektuelle, wenn auch selbstzerstörerische Gegenposition einnimmt. Sie sind also alle in derselben Lebensphase und bringen dieses typisch studentische, jugendliche Element mit. Diese Biografien bleiben zwar unser Geheimnis hinter den Kulissen, aber sie gehören zu den vielen Details, die wir im Rahmen unserer Recherche gesammelt haben, um den Charakteren echtes Leben einzuhauchen.

Shakespeares Komödie zeigt Oberon und Titania als mächtiges Elfenkönigspaar, das in einem ständigen, heftigen Clinch miteinander liegt. Wer sind die beiden in deiner Version?

Titania und Oberon verkörpern bei mir keine magischen Elfenwesen im klassischen Sinne, sondern sind die gealterten Betreiber dieses verlassenen Rummelplatzes. Es sind zwei Menschen, die schlicht ihr ganzes Leben an diesem wundersamen Ort verbracht haben. Aber diese Welt ist, genau wie ihre Beziehung, merklich in die Jahre gekommen und rostig geworden. Sie stecken in einer tiefen Krise fest, weil sie sich über die Zukunft völlig uneins sind: Titania spürt, dass diese Ära unwiderruflich vorbei ist, und ist bereit, den Platz zu verlassen, während Oberon sich schlicht weigert zu akzeptieren, dass dieses Kapitel ihrer Jugend zu Ende geht. Die Elfen selbst und auch Puck sind in dieser Welt gar nicht real. Sie sind vielmehr eine Manifestation der Liebesgefühle, die auf diesem Rummelplatz über all die Zeit hinweg empfunden wurden – wie die Kratzer und Ritzereien im Lack der Fahrgeschäfte.

Bei Shakespeare ist der Wald der rechtsfreie Raum ausserhalb der Zivilisation, in dem alle moralischen Regeln ausser Kraft gesetzt sind. Verfügt ein Jahrmarkt über ein ähnliches dramaturgisches Potenzial?

Der Rummelplatz funktioniert im Grunde ähnlich wie der Wald bei Shakespeare – als ein verlorener Ort komplett ausserhalb unseres Alltags. Was mich daran choreografisch besonders fasziniert, ist das Motiv des Kreises. Während im Wald der Zyklus der Natur die Bewegungen vorgibt, sind es auf dem Rummelplatz ganz real die Runden der Fahrgeschäfte. Unsere Handlung beginnt ganz bewusst ausserhalb dieses Kosmos: Das Gelände ist offiziell gesperrt und eingezäunt, weil es als Gefahrenzone gilt. Und genau deshalb kommt nun die Handwerker-Truppe ins Spiel, die bei uns als eine amtliche Abrissmannschaft, eine «Demolition Crew», auftritt. Angeführt wird sie von Shakespeares berühmtem Weber Nick Bottom – in der deutschen Übertragung ja als «Zettel» bekannt. Bei mir verwandelt sich diese Kultfigur in eine Sicherheitsinspektorin der Stadtverwaltung. Ihr Job ist es, diesen Trupp zu leiten und dafür zu sorgen, dass dieser gefährliche Ort endgültig abgeriegelt und plattgemacht wird. Dahinter steckt der Gedanke, den ich für die Inszenierung so spannend fand: Wenn dieser Rummelplatz für die Liebe steht, dann ist die Liebe für diese Frau etwas Unberechenbar-Gefährliches, dem man sich unter allen Umständen entziehen muss. Und genau aus dieser inneren Blockade heraus ist Bottom schliesslich die Figur, die im Laufe des Abends die drastischste Verwandlung von allen durchmacht.

Dieses Gefüge aus dem gealterten Schaustellerehepaar, den vier jungen Liebenden und der Abrissmannschaft bietet für dich als Choreografin unendliche, ungeahnte Möglichkeiten. Welche tänzerischen Sprachen treffen da aufeinander?

Das Schuhwerk, das wir für die einzelnen Gruppen ausgesucht haben, prägt die Bewegungen von Grund auf. Die Liebenden, Hermia und Helena, tanzen ebenso wie Titania klassisch auf Spitze. Die Abrissmannschaft trägt hingegen schwere Stiefel. Das gilt anfangs auch für die Elfen, weil sie bei uns einen ziemlich rebellischen Punk-Charakter haben und über und über mit Tattoos zum Thema Liebe bedeckt sind – das wollten wir direkt in die Choreografie und die Optik einfliessen lassen. Eine zusätzliche tänzerische Herausforderung kommt durch die Requisiten ins Spiel. Normalerweise reduzieren wir die Ausstattung in meinen Balletten auf ein absolutes Minimum, aber diesmal ist es genau umgekehrt: Wir arbeiten mit Autoscootern, Hula-Hoop-Reifen und anderen Gegenständen auf der Bühne. Für das Ensemble und mich bedeutet das im Studio zwar eine enorme Umstellung, aber genau diese Hindernisse zwingen uns zu ganz neuen, überraschenden Bewegungslösungen.

Bei jeder Aufführung des «Sommernachtstraums» hat das Publikum besondere Erwartungen an die Figur des Puck. Aus Shakespeares Komödie kennen wir ihn weniger als strategischen Strippenzieher, sondern eher als Befehlsempfänger Oberons, der bei der Ausführung der Aufträge ganz schön viel Chaos anrichtet und das Beziehungskarussell der Liebenden unfreiwillig beschleunigt. Welche Funktion und welche Rolle hat er in deiner Version?

Ich sehe ihn eher als eine Figur, die mit der Geschichte dieses Ortes so sehr eins ist, dass sie regelrecht mit dessen Struktur verschmilzt. Während die Menschen nur für ein paar flüchtige Stunden des Vergnügens über den Jahrmarkt schlendern und wieder verschwinden, bleibt er für immer. Puck wird diesen Rummelplatz niemals verlassen – er ist mit den Gehäusen, den Holzverkleidungen und den Karussellpferden fest verwachsen. Erst wenn die Besucher eintreffen, sich ganz dem Rausch hingeben und eins werden mit den Fahrgeschäften, wird er überhaupt sichtbar und stösst die Dinge an. Seine Bewegungssprache ist von grosser Verspieltheit geprägt – es ist ein rhythmisches Wiederholen, vorwärts, rückwärts, im Kreis.

Spätestens an dieser Stelle müssen wir über die Musik sprechen. «Ein Sommernachtstraum», das bedeutet in der Ballettgeschichte vor allem Felix Mendelssohn Bartholdy. Seine Schauspielmusik aus dem Jahr 1842 bildet auch in deiner Choreografie das musikalische Zentrum. Mit einer reinen Spielzeit von etwa vierzig Minuten ist sie allerdings zu kurz für ein abendfüllendes Ballett. Welche Lösung hast du für dich gefunden?

Ich habe Gabriel Prokofiev kennengelernt – den Enkel von Sergej Prokofjew, der als Komponist in London lebt. Er schlägt eine unglaublich spannende Brücke, indem er klassische Orchester mit Live-Elektronik und DJs zusammenbringt. Den Kern unserer Partitur bildet sein «Concerto for Turntables and Orchestra», das mich sofort elektrisiert hat, weil es etwas unheimlich «Puckartiges» an sich hat. Das Besondere an diesem Werk ist, dass der DJ mit echten Vinyl-Schallplatten arbeitet, auf denen Aufnahmen des eigentlichen Orchestermaterials eingepresst sind. Diese Klänge spielt er dann live vorwärts und rückwärts ab, wodurch er im Orchestergraben zu einem echten Solisten wird. Die Plattenspieler sind hier nicht einfach nur für einen netten Beat da, sie werden als vollwertiges Instrument eingesetzt. Für dieses hochkomplexe Zusammenspiel konnten wir mit DJ Mr. Switch glücklicherweise eine absolute Koryphäe gewinnen – er ist mehrfacher Weltmeister an den Plattenspielern und bringt als Solist eine ungeheure, klassisch-virtuose Energie in den Orchestergraben. Ergänzend zu diesem Konzert hat Gabriel für unser Ballett zusätzlich ganz neue Musik komponiert. Diese elektronischen Klanglandschaften und neuen Übergänge legen sich wie Bindeglieder zwischen sein Werk und die bekannten Mendelssohn-Passagen. So entsteht eine fliessende, massgeschneiderte Collage, die uns am Ende die perfekte musikalische Übersetzung für die unvorhersehbare Stimme von Puck liefert.

Dadurch, dass DJ Mr. Switch das Orchestermaterial live auf den Plattenspielern manipuliert, bringt er eine unvorhersehbare Eigendynamik in die Vorstellung. Was bedeutet das für die Flexibilität der Tänzerinnen und Tänzer, und wie erlebst du das Ballett Zürich bei der Arbeit an diesem vielschichtigen Werk?

Das wird eine enorme rhythmische Herausforderung für die Tänzerinnen und Tänzer. Ich bin gespannt, wie das Zusammenspiel zwischen dem DJ im Orchester, dem Ensemble, dem Dirigenten und der Choreografie live auf der Bühne funktionieren wird. In den Clubs bauen die Leute eine unmittelbare Verbindung zum DJ auf – bei uns wird das in bestimmten Momenten ganz ähnlich sein. Es gibt im Stück Kadenzen, in denen ein echter Moment der kontrollierten Improvisation stattfindet, weil es keine festgeschriebene Choreografie gibt. Der allergrösste Teil des Balletts ist natürlich fest choreografiert. Das Ballett Zürich bringt für diese komplexe Aufgabe glücklicherweise genau die richtige stilistische Bandbreite, eine riesige Neugier und die nötige Wandlungsfähigkeit mit. Bei einem so charakterstarken Stück ist die richtige Besetzung für mich ohnehin das A und O: Ich suche im Probensaal nicht nach schablonenhaften Besetzungen, sondern nach Tänzerinnen und Tänzern, die diese Rollen mit ihrer ganz eigenen Persönlichkeit füllen können.

Du hast vorhin die Leichtigkeit des Stücks betont, aber das Jahrmarkt-Szenario und das ständige Beziehungskarussell deuten ja auf eine tiefere Ebene hin. Welche Dimension öffnet sich hier für dich?

Im Kern geht es um die Verwandlung. Es stimmt zwar, dass wir manchmal von einer Sekunde auf die andere ohne jeden Grund die Richtung unserer Liebe ändern. Aber die noch tiefere Wahrheit ist, dass die Liebe uns selbst verwandelt. Mir ist wichtig, dass dieser Abend der Leichtigkeit am Ende etwas Gewichtigeres erzählt. Es geht um den ewigen Kreislauf des Lebens und um die inneren Wandlungen, die wir darin durchlaufen.
 



Dieses Interview erschien im Magazin Nr.6, Saison 2026/27