Marco Armiliato studierte Klavier am Paganini-Konservatorium seiner Heimatstadt Genua und begann seine Dirigententätigkeit 1989 mit «L’elisir d’amore» in Lima (Peru). 1995 debütierte er mit «Il barbiere di Siviglia» am Teatro La Fenice in Venedig, ein Jahr darauf an der Wiener Staatsoper mit «Andrea Chénier» und an der San Francisco Opera mit «La bohème». Seither führte ihn seine Karriere weiter an die renommiertesten Opernhäuser, darunter die Bayerische Staatsoper München, die Deutsche Oper Berlin, das Royal Opera House Covent Garden, die Opéra National de Paris, das Teatro Real in Madrid, das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, die Mailänder Scala und die Lyric Opera of Chicago. Bei den Salzburger Festspielen dirigierte er u. a. «Tosca» und «Andrea Chénier» sowie konzertante Aufführungen von «Manon Lescaut», «Lucrezia Borgia» und «I Capuleti e i Montecchi». 2022 war er Musikalischer Leiter des Festivals Arena di Verona. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Metropolitan Opera New York, wo er seit seinem Debüt 1998 fast 500 Aufführungen geleitet hat, darunter «Il trovatore», «La bohème», «Aida», «Turandot», «Rigoletto» und «Lucia di Lammermoor». Seine Einspielung «Verismo» (2009) mit Renée Fleming wurde mit einem Grammy Award und die Aufnahme «Romantic Arias» (2008) mit Jonas Kaufmann mit einem Diapason d’Or ausgezeichnet. An der Wiener Staatsoper, wo er seit 2019 Ehrenmitglied ist, leitete er bereits eine Vielzahl an Werken des italienischen und französischen Repertoires sowie Galas und Festkonzerte. Am Opernhaus Zürich dirigierte er in jüngerer Zeit «La traviata», «Otello», «La bohème», «Manon», «Simon Boccanegra», «La rondine», «Messa da Requiem» und «Tosca».