Julia Lwowski studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» in Berlin. Seit 2009 inszeniert sie performatives Musiktheater, Oper, Schauspiel und Tanz, unter anderem an der Staatsoper Stuttgart, der Deutschen Oper Berlin, der Bayerischen Staatsoper, am Theater Regensburg, am Deutschen Nationaltheater Weimar, am Staatstheater Kassel, am HAU Berlin, in den Sophiensælen, im Ballhaus Ost, am Théâtre de l’Athénée in Paris und in der Roten Fabrik Zürich. 2012 gründete sie in der Berliner Galerina Steiner gemeinsam mit Partner:innen das Musiktheaterkollektiv Hauen und Stechen als Labor für zeitgenössisches, genreübergreifendes Musiktheater. Das Kollektiv erregte mit der gleichnamigen Performancereihe Aufsehen und wird für die Jahre 2024 bis 2027 von der Stadt Berlin basisgefördert. Als Produktionsleiterin und Dolmetscherin arbeitete Julia Lwowski von 2013 bis 2026 unter anderem bei der Ruhrtriennale, bei den Salzburger Festspielen und den Schwetzinger Festspielen mit Dirigenten wie Mariss Jansons, Teodor Currentzis und René Jacobs zusammen. Im Sommer 2022 kuratierte sie das Opernfestival «Sound of the City» an der Oper Wuppertal. Mit Verdis «La traviata» eröffnete sie die Spielzeit 2020/21 an der Oper Halle. 2021 debütierte sie an der Staatsoper Stuttgart mit Dessaus «Die Verurteilung des Lukullus», wofür sie für den Theaterpreis Der Faust nominiert wurde. Weitere wichtige Arbeiten waren «The Tempest» am Staatstheater Kassel, «Norma. Eine Séance» am Deutschen Nationaltheater Weimar, «M’Orpheo» am Theater Regensburg, «Tristan und Isolde oder Luft! Luft! Mir erstickt das Herz» mit dem Theater HORA, «Die Jungfrau von Orléans» am Saarländischen Staatstheater, «Nixon in China» an der Deutschen Oper Berlin sowie die Uraufführung von «Don’t you NOMI?» an der Staatsoper Unter den Linden / Linden 21. Ihr Schweiz-Debüt gab sie im Frühjahr 2026 mit «La forza del destino» an Bühnen Bern. In der Spielzeit 2026/27 inszeniert Julia Lwowski am Opernhaus Zürich Donizettis «L’elisir d’amore».