Marco Armiliato studierte Klavier am Paganini-Konservatorium seiner Heimatstadt Genua und begann seine Dirigententätigkeit 1989 mit «L’elisir d’amore» in Lima (Peru). 1995 debütierte er mit «Il barbiere di Siviglia» am Teatro La Fenice in Venedig, ein Jahr darauf an der Wiener Staatsoper mit «Andrea Chénier» und an der San Francisco Opera mit «La bohème». Seither führte ihn seine Karriere weiter an die renommiertesten Opernhäuser, darunter die Bayerische Staatsoper München, die Deutsche Oper Berlin, das Royal Opera House Covent Garden, die Opéra National de Paris, das Teatro Real in Madrid, das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, die Mailänder Scala und die Lyric Opera of Chicago. Bei den Salzburger Festspielen dirigierte er u. a. «Tosca» und «Andrea Chénier» sowie konzertante Aufführungen von «Manon Lescaut», «Lucrezia Borgia» und «I Capuleti e i Montecchi». 2022 war er Musikalischer Leiter des Festivals Arena di Verona. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Metropolitan Opera New York, wo er seit seinem Debüt 1998 fast 500 Aufführungen geleitet hat, darunter «Il trovatore», «La bohème», «Aida», «Turandot», «Rigoletto» und «Lucia di Lammermoor». Seine Einspielung «Verismo» (2009) mit Renée Fleming wurde mit einem Grammy Award und die Aufnahme «Romantic Arias» (2008) mit Jonas Kaufmann mit einem Diapason d’Or ausgezeichnet. An der Wiener Staatsoper, wo er seit 2019 Ehrenmitglied ist, leitete er bereits eine Vielzahl an Werken des italienischen und französischen Repertoires sowie Galas und Festkonzerte. Am Opernhaus Zürich dirigierte er in jüngerer Zeit «La traviata», «Otello», «La bohème», «Manon», «Simon Boccanegra», «La rondine», «Messa da Requiem» und «Tosca».
Manon Lescaut
Giacomo Puccini
Libretto von Domenico Oliva, Luigi Illica u. a.
nach Abbé Prévosts «Histoire du Chevalier Des Grieux
et de Manon Lescaut»
Von 9. Februar 2025 bis 22. März 2025
-
Dauer:
2 Std. 30 Min. Inkl. Pause. -
Sprache:
In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. -
Weitere Informationen:
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Marco Armiliato
Barrie Kosky
Barrie Kosky war von 2012 bis 2022 Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin. Er inszeniert u. a. an Opernhäusern wie der Bayerischen Staatsoper, der Pariser Oper, dem Royal Opera House Covent Garden und der Wiener Staatsoper, bei den Salzburger und den Bayreuther Festspielen, dem Glyndebourne Festival sowie an Schauspielhäusern wie dem Deutschen Theater Berlin und dem Schauspiel Frankfurt. 1996 war er Künstlerischer Leiter des Adelaide Festivals und von 2001 bis 2005 Co-Direktor des Schauspielhauses Wien. Seine preisgekrönte Inszenierung der «Zauberflöte» (zusammen mit 1927) an der Komischen Oper Berlin war mittlerweile weltweit in über 45 Städten zu sehen. Für «Aus einem Totenhaus» an der Staatsoper Hannover erhielt er 2009 den Theaterpreis «Der Faust», für «Castor et Pollux» an der English National Opera 2011 den Laurence Olivier Award. Seine Bayreuther Inszenierung von «Die Meistersinger von Nürnberg» wurde 2017 in der Kritikerumfrage der Opernwelt zur «Aufführung des Jahres» gewählt. Unter seiner Leitung wurde die Komische Oper Berlin für die Spielzeit 2012/13 zum «Opernhaus des Jahres» ernannt, 2015 folgte der International Opera Award in der Kategorie «Ensemble des Jahres». Barrie Kosky wurde mehrfach als «Regisseur des Jahres» ausgezeichnet, u. a. 2014 bei den International Opera Awards, 2016 in der Kritikerumfrage der Opernwelt und 2020 von der Zeitschrift Die deutsche Bühne. 2022 erhielt er den Verdienstorden Berlins und wurde 2024 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Am Opernhaus Zürich inszenierte Barrie Kosky «La fanciulla del West», «Macbeth», «Eugen Onegin», «Die Gezeichneten», «Boris Godunow» und «Manon Lescaut».
Rufus Didwiszus
Rufus Didwiszus studierte Bühnen- und Kostümbild in Stuttgart bei Jürgen Rose und arbeitet seither als freier Bühnenbildner in Theater-, Opern- und Tanzproduktionen, u. a. mit Barrie Kosky (La Belle Hélène, Die Perlen der Cleopatra und Anatevka an der Komischen Oper Berlin; La fanciulla del West, Die Gezeichneten und Boris Godunow am Opernhaus Zürich; Orphée aux enfers, Salzburger Festspiele; Fürst Igor, Opéra de Paris; Der Rosenkavalier, Bayerische Staatsoper), Thomas Ostermeier (u.a. Shoppen &Ficken in der Baracke des Deutschen Theaters Berlin mit Einladung zum Berliner Theatertreffen und nach Avignon; Der blaue Vogel am Deutschen Theater, Feuergesicht am Schauspielhaus Hamburg, Der Name bei den Salzburger Festspielen und an der Berliner Schaubühne, The Girl on the Sofa beim Edinburgh International Festival und an der Schaubühne, Vor Sonnenaufgang an den Münchner Kammerspielen), Sasha Waltz, Tom Kühnel, Christian Stückl, Stefan Larsson, Tomas Alfredson und Christian Lollike. Seit 2004 entwirft und inszeniert Rufus Didwiszus mit Joanna Dudley eigene Musik-Theater-Performances, u. a. in den Sophiensaelen, an der Schaubühne und im Radialsystem in Berlin sowie im BOZAR in Brüssel. Mit seiner Band «Friedrichs» war er in Der weisse Wolf am Staatstheater Stuttgart zu sehen. Zudem war er als Gastdozent an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee tätig. Für Christian Spuck entstanden die Bühnenbilder zu Der fliegende Holländer an der Deutschen Oper Berlin, Nussknacker und Mausekönig, Winterreise, Das Mädchen mit den Schwefelhölzern, Dornröschen und Monteverdi beim Ballett Zürich sowie Orlando am Moskauer Bolschoitheater.
Klaus Bruns
Klaus Bruns studierte Bühnenbild und Kostümentwurf am Mozarteum in Salzburg. Seit fast 30 Jahren ist er als Kostümbildner tätig, u. a. an den Schauspielhäusern von Stuttgart, Graz, Frankfurt, Zürich, Köln, Leipzig, dem Burgtheater in Wien, dem Thalia-Theater Hamburg, der Schaubühne und dem Deutschen Theater Berlin sowie dem Residenztheater und den Kammerspielen in München. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Karin Henkel. In der Oper arbeitet er u. a. mit Barrie Kosky, Michael Talke, Andreas Homoki, Olivier Tambosi, Michael Schulz, Harry Kupfer, Götz Friedrich und Christof Loy, u. a. an den drei Berliner Opernhäusern, der Nürnberger Oper, der Vlaamse Opera Antwerpen, der Bayerischen Staatsoper München, der Oper Leipzig, dem Teatro Regio Turin, dem Theater an der Wien, den Nationaltheatern in Mannheim und Weimar, dem Rossini Opera Festival in Pesaro und der Oper Amsterdam. Mit Barrie Kosky entstanden u. a. «Der Ring des Nibelungen» an der Staatsoper Hannover, «Rusalka», «Moses und Aron», «Jewgeni Onegin», «Anatevka» und «Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny» an der Komischen Oper Berlin, «La fanciulla del West», «Macbeth», «Die Gezeichneten», «Jewgeni Onegin», «Boris Godunow» und «Manon Lescaut» am Opernhaus Zürich, «Prinz Igor» an der Opéra Bastille in Paris, «Fiddler on the Roof» an der Lyric Opera of Chicago und «Agrippina» an der Hamburgischen Staatsoper. Für die Kostüme von Koskys Bayreuther Inszenierung von «Die Meistersinger von Nürnberg» wurde Klaus Bruns von der Zeitschrift Opernwelt 2018 zum «Kostümbildner des Jahres» gewählt. 2024 erhielt er den Oper! Award als bester Kostümbildner für die Uraufführung von Alexander Raskatovs «Animal Farm» in Amsterdam.
Franck Evin
Franck Evin, geboren in Nantes, ging mit 19 Jahren nach Paris, um Klavier zu studieren. Nachts begleitete er Sänger im Café Théâtre Le Connetable und begann sich auch für Beleuchtung zu interessieren. Schliesslich entschied er sich für die Kombination aus Musik und Technik. Dank eines Stipendiums des französischen Kulturministeriums wurde er 1983 Assistent des Beleuchtungschefs an der Opéra de Lyon. Hier arbeitete er u. a. mit Ken Russel und Robert Wilson zusammen. Am Düsseldorfer Schauspielhaus begann er 1986 als selbstständiger Lichtdesigner zu arbeiten und legte 1993 die Beleuchtungsmeisterprüfung ab. Besonders eng war in dieser Zeit die Zusammenarbeit mit Werner Schröter und mit dem Dirigenten Eberhard Kloke. Es folgten Produktionen u. a. in Nantes, Strassburg, Paris, Lyon, Wien, Bonn, Brüssel und Los Angeles. Von 1995 bis 2012 war er Künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung der Komischen Oper Berlin und dort verantwortlich für alle Neuproduktionen. Hier wurden besonders Andreas Homoki, Barrie Kosky, Calixto Bieito und Hans Neuenfels wichtige Partner für ihn. 2006 wurde Franck Evin mit dem «OPUS» in der Kategorie Lichtdesign ausgezeichnet. Von 2012/13 bis 2024/25 arbeitete er als künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung an der Oper Zürich. Neben seiner Tätigkeit in Zürich wirkte er weiterhin als Gast in internationalen Produktionen mit, etwa an den Opernhäusern von Oslo, Stockholm, Tokio, Amsterdam, München, Graz sowie der Opéra Bastille, der Mailänder Scala, dem Teatro La Fenice, der Vlaamse Opera und bei den Bayreuther Festspielen.
Ernst Raffelsberger
Ernst Raffelsberger stammt aus Gmunden, Oberösterreich. Er studierte Musikpädagogik und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien sowie Chordirigieren am Salzburger Mozarteum. Von 1983 bis 1986 war er Kapellmeister der Wiener Sängerknaben. In dieser Zeit leitete er das Ensemble in Wien und auf Tourneen durch Europa, Südafrika, Kanada und die USA. Ab 1986 war Ernst Raffelsberger Chordirektor und Kapellmeister am Landestheater Salzburg (Mitwirkung bei der Salzburger Mozartwoche und den Salzburger Festspielen). 1989 wechselte er als Chordirektor und Kapellmeister an das Theater in Freiburg/Breisgau. Seit Herbst 1993 ist Ernst Raffelsberger am Opernhaus Zürich als Chordirektor engagiert. Hier hat er inzwischen ca. 150 Premieren und unzählige Wiederaufnahmen betreut und mit vielen namhaften Dirigenten wie Marco Armiliato, Riccardo Chailly, Teodor Currentzis, Christoph von Dohnányi, Sir John Eliot Gardiner, Daniele Gatti, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Gianandrea Noseda und Franz Welser-Möst zusammengearbeitet. Gastspiele mit dem Opernhaus Zürich führten ihn nach Wien, London, Paris und Tokio. Ab dem Sommer 2012 begann zusätzlich eine 10 Jahre dauernde Tätigkeit als Chordirektor der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor bei den Salzburger Festspielen. Hier kam es zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit u. a. mit Riccardo Muti, Mariss Jansons und Sir Simon Rattle. Nachdem Ernst Raffelsberger diese Arbeit mit dem Festspielsommer 2021 beendete, ist er seit 2025 auf Wunsch von Maestro Muti wieder für die Choreinstudierung zu dessen Festspielkonzerten in Salzburg verantwortlich. Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen dokumentieren seine Arbeit in Zürich wie in Salzburg.
Fabio Dietsche
Fabio Dietsche studierte Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste sowie Querflöte bei Maria Goldschmidt in Zürich und bei Karl-Heinz Schütz in Wien. Erste Erfahrungen als Dramaturg sammelte er 2012/13 bei Xavier Zuber am Konzert Theater Bern, wo er u.a. Matthias Rebstocks Inszenierung von neither (Beckett/Feldman) in der Berner Reithalle begleitete. Seit 2013 ist er Dramaturg am Opernhaus Zürich, wo er sein Studium mit der Produktionsdramaturgie von Puccinis La bohème abschloss. Hier wirkte er u.a. bei den Uraufführungen von Stefan Wirths Girl with a Pearl Earring und Leonard Evers Odyssee, an der Kammeroper Jakob Lenz von Wolfgang Rihm und an der Schweizerischen Erstaufführung von Manfred Trojahns Orest mit. Er arbeitete u.a. mit Robert Carsen, Tatjana Gürbaca, Rainer Holzapfel, Andreas Homoki, Ted Huffman, Mélanie Huber, Barrie Kosky, Hans Neuenfels und Kai Anne Schuhmacher zusammen. Zurzeit studiert er berufsbegleitend Kulturmanagement an der Universität Zürich.
Besetzung
Elena Stikhina
Die russische Sopranistinnen Elena Stikhina gehört zu den führenden Sängerinnen ihrer Generation. Sie wird regelmässig an renommierte Opernhäuser eingeladen, darunter die Metropolitan Opera in New York, die Mailänder Scala, die Opéra National de Paris, die Wiener Staatsoper, die Bayerische Staatsoper, die Salzburger Festspiele und das Royal Opera House Covent Garden in London. 2025/26 singt sie u. a. die Titelrolle in «Tosca» an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam, an der Wiener Staatsoper und an der Pariser Opéra. Darüber hinaus ist sie in der Titelpartie von Tschaikowskis «Jungfrau von Orléans» in Amsterdam, als Salome an der Lyric Opera in Chicago, als Cio-Cio-San («Madama Butterfly») an der Deutschen Oper Berlin und der New Yorker Met, als Senta («Der fliegende Holländer») und Elisabetta («Don Carlo») an der Wiener Staatsoper sowie als Amelia («Un ballo in maschera») am Opernhaus Zürich zu erleben. Elena Stikhina studierte am Moskauer Konservatorium und am Galina Wischnewskaja Opera Singing Centre. Nach ersten Auftritten auf der Primorski-Bühne des Marinski-Theaters in Wladiwostok debütierte sie am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg als Salome, woraufhin sie dort Ensemblemitglied wurde.
Konstantin Shushakov
Konstantin Shushakov stammt aus Russland und studierte am Izhevsk Music College und an der Russischen Akademie für Theaterkunst. 2009 wurde er Mitglied des Young Artist Program am Bolschoi-Theater in Moskau. 2011 war er Preisträger des Queen Elisabeth Wettbewerbs in Brüssel und gewann im selben Jahr den 2. Preis beim Operalia Wettbewerb in Moskau. Ein Jahr später wurde er Ensemblemitglied am Bolschoi-Theater, wo er u.a. als Morales (Carmen), Almaviva (Le nozze di Figaro), Marullo (Rigoletto), Malatesta (Don Pasquale), Schaunard und Marcello (La bohème), Lebedjev (Der Idiot), Robert (Iolanta), Papageno und Figaro (Il barbiere di Siviglia) zu erleben war. Gastengagements führten ihn 2014 als Guglielmo (Così fan tutte) an die Scala, 2016 als Ford (Falstaff) nach Genf und als Prinz Afron (Der goldene Hahn) ans Théâtre de la Monnaie in Brüssel. 2018 gastierte er in Vancouver in der Titelrolle von Jewgeni Onegin sowie als Jelezki (Pique Dame) beim Savonlinna Festival und an der Oper in Oslo. Er ist ausserdem regelmässig als Konzertsänger zu erleben; er sang in Brahms’ Ein deutsches Requiem zusammen mit dem Russischen National Orchester in der Tschaikovsky Concert Hall unter Mikhail Pletnev und in Mozarts c-Moll-Messe mit dem Musica Viva Chamber Orchestra Moskau. 2019 bis 2023 gehörte er zum Ensemble am Opernhaus Zürich und war hier u.a. als Don Giovanni, Guglielmo, Malatesta, Marcello, Andrei Tchelkalov (Boris Godunow), Ernesto (Il pirata), Ford, Valentin (Faust) und in Ein deutsches Requiem unter Gianandrea Noseda zu hören.
Saimir Pirgu
Der Tenor Saimir Pirgu wurde in Albanien geboren und studierte am Claudio Monteverdi-Konservatorium in Bozen. Er ist regelmässiger Gast auf Bühnen wie dem Teatro alla Scala in Mailand, der Wiener Staatsoper, der Royal Opera London, der Staatsoper Unter den Linden Berlin und der Bayerischen Staatsoper München und arbeitete mit Dirigenten wie Riccardo Muti, Christian Thielemann, Philippe Jordan, Zubin Mehta und Sir Antonio Pappano zusammen. 2009 wurde er mit dem Franco Corelli-Preis ausgezeichnet und erhielt 2013 den renommierten Pavarotti d'Oro. Im Konzert sang er u. a. Beethovens «Missa Solemnis» mit Gianandrea Noseda und dem Washington National Symphony Orchestra, die Solopartie in Beethovens 9. Sinfonie in Bucharest sowie eine konzertante Aufführung von «Carmen» mit dem Copenhagen Philharmonic und Verdis «Requiem» mit dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Daniel Harding und mit dem Bergen Philharmonic. Jüngere Engagements umfassen das Rollendebüt als Mario Cavaradossi («Tosca») beim Roma Caracalla Festival, Don José («Carmen») beim Edinburgh International Festival, die Titelpartie in Verdis «Ernani» bei den Bregenzer Festspielen, Pinkerton («Madama Butterfly») am Teatro di San Carlo und an der Wiener Staatsoper, den Herzog von Mantua («Rigoletto») und Rodolfo («La bohème») an der Royal Opera London, Lensky («Jewgeni Onegin») in Rom sowie Rodolfo an der Wiener und der Berliner Staatsoper. Bei Opus Arte veröffentlichte er 2016 das Soloalbum «Il Mio Canto» und 2024 die Ariensammlung «Saimir». Am Opernhaus Zürich verkörperte er zuletzt die Titelrolle in «Les Contes d’Hoffmann» sowie den Chevalier des Grieux in «Manon Lescaut» und kehrt als Faust («La Damnation de Faust») konzertant hierher zurück.
Shavleg Armasi
Der georgische Bass Shavleg Armasi studierte Gesang in seiner Heimatstadt Tiflis, wo er bereits während seines Studiums als Solist an der Staatlichen Oper engagiert wurde. Anschliessend absolvierte er ein ergänzendes Studium im Opernstudio der Kunstuniversität Graz und wurde im darauffolgenden Jahr Ensemblemitglied der Oper Graz. Er war Finalist beim X. Internationalen Gesangswettbewerb «Ferruccio Tagliavini», Preisträger der internationalen Opernwerkstatt im Schloss Laubach sowie Stipendiat des American Institute of Musical Studies und der Richard Wagner-Stiftung. Seit der Spielzeit 2006/07 ist er Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover, wo er u.a. die Partien Filippo II (Don Carlo), Banco (Macbeth), Méphistophélès (Faust), Padre Guardiano (La forza del destino), Mefistofele (Boitos Mefistofele), Raimondo Bidebent (Lucia di Lammermoor), Figaro (Le nozze di Figaro), Don Magnifico (La Cenerentola), Osmin (Die Entführung aus dem Serail), Fasolt (Das Rheingold), Gurnemanz (Parsifal), Gremien (Eugen Onegin) und Ramfis (Aida) sowie die Solostimme in Verdis Messa da Requiem sang. Gastengagements führten ihn als Don Basilio (Il barbiere di Siviglia) an die Sommerfestspiele Savonlinna, als Boris (Boris Godunow) und Hagen (Götterdämmerung) an das Staatstheater Wiesbaden sowie u.a. an die Opern in Frankfurt, Stuttgart, Lissabon, Basel, Hamburg, Tokio und Berlin.
Daniel Norman
Der englische Tenor Daniel Norman begann seine musikalische Laufbahn als Knabensopran der Kathedrale von Lichfield und als Chorstipendiat am New College in Oxford. Er studierte zunächst Ingenieurswissenschaften, bevor er seine Gesangsausbildung u. a. in Tanglewood fortsetzte und Liedgesang an der Britten-Pears School studierte. Anschliessend war er Mitglied des Opernstudios der Royal Academy of Music London. Sein besonderes Engagement für den Liedgesang führte ihn für Konzerte u. a. in die Wigmore Hall, den Kings Place in London sowie zum Oxford Lieder Festival. Im Opernfach war Daniel Norman u. a. an Opernhäusern wie dem Royal Opera House Covent Garden, der English National Opera, Nederlandse Reisopera, Opera Boston, Opéra National de Paris, Bayerischen Staatsoper München, New Israeli Opera, Scottish Opera Glasgow, Arena di Verona und dem Mariinsky Theater in St. Petersburg zu Gast. Sein Repertoire reicht vom frühen Barock bis zu zeitgenössischen Werken, mit besonderem Schwerpunkt in der Musik von Benjamin Britten. Eine Solo-CD erschien mit Brittens «Winter Words» und «Who Are These Children». In jüngster Zeit debütierte er mit «Nixon in China» an der Staatsoper Hannover und gastierte am Opernhaus Zürich in «Barkouf», Sondheims «Sweeney Todd» sowie im «Rosenkavalier» und in Massenets «Manon».
Valeriy Murga
Der Bass Valeriy Murga studierte an der Nationalen Musikakademie der Ukraine in Kiew. Sowohl beim 41. Internationalen Gesangswettbewerb in Toulouse (1996) als auch beim 7. Julian-Gayarre-Wettbewerb in Pamplona (1998) gehörte er zu den Finalisten. 1997 gewann er den zweiten Preis beim Maria Callas Grand Prix in Athen und nahm 1999 am Cardiff Singer of the World-Wettbewerb teil. Von 1997 bis 1999 war er Solist an der Ukrainischen Nationaloper in Kiew, wo er u. a. die Rollen Figaro («Le nozze di Figaro»), Escamillo («Carmen»), Schaunard («La bohème») und die Titelpartien in «Jewgeni Onegin», «Don Giovanni» und «Fürst Igor» verkörperte. Sein Repertoire umfasst ausserdem u. a. die Partien des Marchese di Posa («Don Carlo») und Schaklowity («Chowanschtschina»). Am Opernhaus Zürich war Valeriy Murga zunächst Mitglied des Internationalen Opernstudios und trat in dieser Zeit u. a. als Sciarrone und Schliesser («Tosca») sowie als Monterone («Rigoletto») auf. Seit Beginn der Spielzeit 2000/01 ist er festes Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich und war hier seither u. a. als Fürst Jelezki («Pique Dame»), Moralès («Carmen»), Zweiter Soldat («Salome»), Alessio («La sonnambula»), Ali («L’italiana in Algeri»), Wagner («Faust»), Mesner («Tosca»), Butler («La rondine») und Bogdanowitsch («Die lustige Witwe») sowie in Familienopern wie u. a. «Das Gespenst von Canterville», «Robin Hood», «Das verzauberte Schwein», «Jim Knopf» und «Wir pfeifen auf den Gurkenkönig» zu hören. Ausserdem gastierte er in Eugen d’Alberts «Tiefland» am Liceu in Barcelona und in «L’italiana in Algeri» an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.
Siena Licht Miller
Siena Licht Miller, deutsch-amerikanische Mezzosopranistin, studierte am Curtis Institute of Music und am Oberlin Conservatory of Music Gesang. Sie vervollständigte ihre Ausbildung mit Kursen an der Opera Philadelphia, der Santa Fe Opera, dem Opera Theatre of St. Louis und beim Aspen Music Festival. Sie ist Stipendiatin der Bagby Foundation, Preisträgerin der Metropolitan Opera National Council Auditions, der Marilyn Horne Rubin Foundation und der Gerda Lissner Foundation. Höhepunkte ihrer bisherigen Karriere waren die Rollendebüts als Hermia in «A Midsummer Night’s Dream», Zweite Dame in «Die Zauberflöte» und eine der zwei Solopartien in der Uraufführung von «Denis and Katya» von Philip Venables an der Opera Philadelphia. Am Aspen Opera Center sang sie die Titelrolle in Ravels «L’Enfant et les sortilèges» unter der Leitung von Robert Spano. Regelmässig widmet sie sich zudem dem Liedgesang. So sang sie bei der Reihe «The Song Continues» in der Carnegie Hall zur Feier ihrer Mentorin Marilyn Horne und ging mit einem Rezital zusammen mit dem Pianisten Kevin Murphy auf USA-Tournee. In der Spielzeit 2020/21 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich und sang hier u. a. in «Maria Stuarda», «Simon Boccanegra», «Viva la mamma», «Salome», «Odyssee», im Ballett «Monteverdi», in «L’italiana in Algeri» sowie Flosshilde in «Das Rheingold». Seit der Spielzeit 2022/23 gehört sie zum Ensemble des Opernhauses Zürich, wo sie zuletzt u. a. als Lucilla («La scala di seta») und Hänsel («Hänsel und Gretel) zu erleben war
Álvaro Diana Sanchez
Álvaro Diana Sanchez, Tenor, stammt aus Valencia (Spanien). Er studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt bei Charo Vallés und besuchte Meisterkurse bei u.a. David Menéndez, Isabel Rey, Tina Gorina, Marina Rodríguez Cusí sowie Aurelio Viribay. Ausserdem schloss er 2020 an der Universität in Valencia ein Studium in Tourismus ab. Zu seinem Repertoire gehören Rollen wie Ferrando (Così fan tutte), Don Ottavio (Don Giovanni), Basilio und Don Curzio (Le nozze di Figaro) sowie Rinuccio (Gianni Schicchi). Als Solist trat er in Haydns Schöpfung, Bachs Magnificat und Mozarts Requiem sowie in der Neuproduktion Cal·líope im Palau de les Arts auf. Álvaro Diana Sanchez ist Gewinner zahlreicher Internationaler Preise: Er war 2022 Finalist beim Concours Mirna Lacambra im spanischen Sabadell, gewann den Ersten Preis sowie den Publikumspreis beim Internationalen Habanera-Wettbewerb in Torrevieja, wurde im Albacete als «Bester Tenor» mit dem Preis «José Ferrero» ausgezeichnet und erreichte beim Lyrikwettbewerb AMAO in Tomelloso den Zweiten Platz. Ab der Spielzeit 2024/25 gehört er zum Internationalen Opernstudio am Opernhaus Zürich.
Raúl Gutiérrez
Raúl Gutiérrez, Tenor, studierte bei Emilio Pons in New York und Alejandro Armenta in Mexico-Stadt. Er war Mitglied der Vincerò Academy, in deren Rahmen er in der Carnegie Hall New York auftrat. 2022 war er
Finalist bei der New Yorker Opera Index Competition und Gewinner der Meistersinger Competition Graz. In der Opernstudio-Produktion der Bregenzer Festspiele 2023 sang er die Titelrolle in Massenets Werther. Seit der Spielzeit 2023/24 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich. Hier war er bisher u.a. in Sweeney Todd, Il turco in Italia, Jim Knopf, A Midsummer Night’s Dream und I vespri siciliani zu hören.
Samson Setu
Samson Setu, Bariton, begann seine Ausbildung in Neuseeland, wo er Mitglied des Dame Kiri Te Kanawa Programme for Young Singers war, und studierte am Royal College of Music in London. Ab 2020 war er Mitglied im Lindeman Young Artist Program der Metropolitan Opera New York, wo er in Don Carlo einen der Flämischen Deputierten sang. Er war Finalist bei der Dame Malvina Major Aria Competition und der IFAC Handa Australia Singing Competition. An der New Zealand Opera war er in Gilbert and Sullivans Trial By Jury als Usher zu hören. Seit der Spielzeit 2023/24 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich.
Lobel Barun
Lobel Barun, Bass, stammt aus Kroatien. Er studierte bei Alexei Tanovitski in Zagreb. 2023 gewann er beim Internationalen Gesangswettbewerb «Lazar Jovanović» in Belgrad den Spezialpreis «Željko Lučić». Im selben Jahr gab er am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb sein Debüt als Bacchus in Boris Papandopulos «Amphitryon». Ausserdem trat er mit der Zagreber Philharmonie auf und verkörperte Salieri in Rimski-Korsakows «Mozart und Salieri» im Opernstudio der Zagreber Hochschule. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Sarastro («Die Zauberflöte»), Commendatore und Masetto («Don Giovanni»), Don Basilio («Il barbiere di Siviglia»), Banco («Macbeth»), Padre Guardiano («La forza del destino»), Colline («La bohème»), Gremin («Eugen Onegin») und Zuniga («Carmen»). Bei den Bregenzer Festspielen debütierte er als Alidoro («La Cenerentola»). Zudem war er in Verdis Requiem mit dem Orquesta Reino de Aragón in Zaragoza zu hören. Seit der Spielzeit 2024/25 gehört er zum Internationalen Opernstudio.
Philharmonia Zürich
1985 entstand in Folge der Trennung des traditionsreichen Tonhalle- und Theaterorchesters das Orchester der Oper Zürich. 2012, mit Beginn der Intendanz von Andreas Homoki und dem Amtsantritt des neuen Generalmusikdirektors Fabio Luisi, wird das Orchester der Oper Zürich zur Philharmonia Zürich. Pro Saison ist das Orchester in rund 250 Opern- und Ballettvorstellungen des Opernhauses Zürich zu hören. Als Podium für das Konzertrepertoire werden zusätzlich die Philharmonischen Konzerte veranstaltet. Soiréen und Kammermusikmatinéen ergänzen das künstlerische Spektrum des Orchesters. Bevor Fabio Luisi mit der Saison 2012/13 als Generalmusikdirektor die künstlerische Leitung des Orchesters übernommen hat, haben u. a. Franz Welser-Möst (1995-2008, ab 2005 als Generalmusikdirektor) und zuletzt Daniele Gatti als Chefdirigent (2009-2012) das Orchester geleitet. 2000/01 fanden die Beständigkeit der Leistungen des Orchesters der Oper Zürich und die Breite seines Könnens mit der Wahl zum «Orchester des Jahres» in der Umfrage der Zeitschrift «Opernwelt» weit verbreitete internationale Anerkennung.
Mehr Informationen zur Philharmonia Zürich finden Sie hier
Chor der Oper Zürich
Der Chor der Oper Zürich bildet mit seinen 60 festangestellten Mitgliedern und der Mitwirkung von bis zu 160 Vorstellungen pro Saison einen wesentlichen Eckpfeiler des künstlerischen Ensembles am Opernhaus Zürich. Er vereinigt unter dem Dach des traditionsreichsten schweizerischen Opernhauses Sängerinnen und Sänger auf höchstem professionellen Niveau, deren musikalische und stilistische Versiertheit sich mit darstellerischer Gestaltungskraft und spontaner Spielfreude verbinden. Regelmässig stellen seine Mitglieder auch als Solisten ihr künstlerisches Format unter Beweis. Der Chor spiegelt in seiner internationalen Zusammensetzung den Anspruch und die Strahlkraft der Oper Zürich wieder, die sich durch zahlreiche DVD-Aufnahmen erwiesen haben und 2104 mit dem Preis der «Opera Company of the Year» ausgezeichnet wurden. Wichtige musikalische Impulse erhielten die Chormitglieder durch die Arbeit mit Dirigenten wie Nello Santi, Nikolaus Harnoncourt, Franz Welser-Möst, Bernard Haitink, Riccardo Chailly, Valery Gergiev, Daniele Gatti, Zubin Mehta und Fabio Luisi. Ihre schauspielerischen Fähigkeiten entwickelten sie im Dialog mit Regisseuren wie David Pountney, Robert Wilson, Harry Kupfer, Peter Stein, Peter Konwitschny oder Andreas Homoki. Gastspiele führten den Chor nach Tokio (Der Rosenkavalier und La traviata), London (Die Meistersinger von Nürnberg, Tannhäuser, Der fliegende Holländer), Paris (La cenerentola, Fierrabras), Athen (Carmen, Idomeneo) oder nach Rom, wo er anässlich einer Papstmesse zur Feier des 500-jährigen Bestehens der Schweizer Garde Mozarts Krönungsmesse aufführte. Als «International Chamber Vocalists» wirkte der Chor der Oper Zürich in der 2014 mit einem Echo-Preis ausgezeichneten Neueinspielung von Vincenzo Bellinis Norma mit.
Statistenverein am Opernhaus Zürich
Der Statistenverein am Opernhaus Zürich wurde im Jahr 1900 gegründet und dürfte damit einer der traditionsreichsten Vereine auf dem Kulturplatz Zürich sein. Rund hundert Frauen und Männer im Alter von 16 bis 70 Jahren bereichern das Bühnengeschehen in zahlreichen Inszenierungen.Statisten, früher auch als Figuranten bezeichnet, haben generell nicht sprechende Rollen. Ihre Einsätze am Opernhaus Zürich fallen je nach Inszenierung unterschiedlich umfangreich aus. Während früher Massenszenen im Vordergrund standen, sind die Statistinnen und Statisten seit der Ära Pereira und der Intendanz von Andreas Homoki zunehmend auch für aufwändigere Einzelauftritte sowie für anspruchsvolle technische Einsätze gefragt. Die Mitglieder des Statistenvereins üben ihre Einsätze in der Freizeit und ohne finanzielle Interessen aus. Sie bringen Begeisterung für Musik und Theater mit.










