Curtain Call mit Benjamin Bernheim und dem Opernstudio

Konzert mit Benjamin Bernheim und Nachwuchskünstler*innen aus dem Internationalen Opernstudio
mit Szenen und Arien aus Verdis Rigoletto, wie auch Massenets Manon und Werther.

16. Dezember 2020

  • Weitere Informationen:
    Tickets à CHF 60 für die Konzerte können ab Mittwoch, 9. Dezember 2020, 11.00 Uhr, ausschliesslich telefonisch unter +41 44 268 66 66 bezogen werden. Die Billettkasse ist telefonisch erreichbar von Montag bis Freitag, jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr.  Gemäss Schutzkonzept des Opernhauses und Vorgaben des Bundes werden maximal 50 Tickets verkauft.

Besetzung


Sopran Ziyi Dai 16 Dez


Sopran Lina Dambrauskaité 16 Dez


Sopran Sandra Hamaoui 16 Dez


Mezzosopran Siena Licht Miller


Tenor Benjamin Bernheim


Bariton Yannick Debus


Klavier Joanna Laszczkowska


Klavier William Green


Klavier Adam Rogala


Englischhorn Clément Noël

Ziyi Dai

Ziyi Dai, Sopran, stammt aus China und studierte am China Conservatory of Music in Peking, sowie an der Manhattan School of Music und am Curtis Institute of Music in New York. Meisterkurse besuchte sie u.a. bei Javier Camarena, Enza Ferrari, Eric Owens und Ferruccio Furlanetto. Sie war Preisträgerin beim Huang Long Music Festival, beim Premiere Opera Foundation Gesangswettbewerb und beim Daniel Biaggi Palm Beach Opera Preis. Im Rahmen des Curtis Institute of Music sang sie Zerlina in Don Giovanni, Belinda in Dido and Aeneas und Miss Wordworth in Albert Herring. Zusammen mit ihrem Vater, dem Opernsänger Dai Yuqiang, sang sie in der Carnegie Hall in New York und am Kimmel Center for the Performing Arts Konzerte mit Arien von Verdi, Puccini und Lehár sowie mit bekannten Chinesischen Volksliedern. Von 2019 bis 2022 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios und hier u.a. als Comtesse Adèle in Le Comte Ory, Marmeladenverkäuferin/Königstochter in Das tapfere Schneiderlein, als Athene in Die Odyssee, als Flaminia (Il mondo della luna) und als Barbarina in Le nozze di Figaro zu erleben. 2022/23 sang sie am Opernhaus Zürich Papagena in Die Zauberflöte und beim Buxton International Festival Amina in La sonnambula.

Lina Dambrauskaité

Lina Dambrauskaité stammt aus Litauen und hat ihre Gesangsaubildung bei Sigute Stonyte an der Litauischen Musik- und Theaterakademie abgeschlossen. Ausserdem belegte sie Kurse bei Lillian Watson und Jonathan Papp an der Royal Academy Opera, wo sie 2017 ihr Londoner Debüt als Zerlina in Mozarts Don Giovanni gab. Zuvor debütierte sie 2015 als Barbarina in Mozart’s Le nozze di Figaro am Litauischen Nationaltheater für Oper und Ballett. Zu ihrem Repertoire gehören Thais in Händels Das Alexanderfest, Yniold in Debussys Pelléas et Mélisande sowie die Titelpartie in Händels Semele, Le Feu/Le Rossignol (L’Enfant et les sortilèges) und Vixen (The Cunning Little Vixen). Zudem hat sie an der Weltaustellung «Expo 2015» in Mailand Litauen repräsentiert und diverse Solopartien in Konzerten gesungen. Im Frühjahr 2019 hat Lina Dambrauskaité die Titelrolle in Leoš Janáčeks Das schlaue Füchslein an der Royal Academy Opera gesungen und im Herbst 2019 Cunigonde (Candide) am Litauischen Nationaltheater. Ab 2019/20 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich und sang hier u.a. in Belshazzar, Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse, der Zauberflöte und Iphigénie en Tauride. Für ihre Interpretation von Marie (La Fille du regiment) und von Sophie (Der Rosenkavalier) erhielt sie 2022 den Golden Cross of the Stage.

Sandra Hamaoui

Die französisch-amerikanische Sopranistin Sandra Hamaoui studierte am Konservatorium in San Francisco und an der Juilliard School in New York. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe; unter anderem war sie Halbfinalistin bei den Metropolitan Opera National Council Auditions und gewann jeweils den ersten Preis bei den New England Regional Finals, beim West Bay Opera League Wettbewerb und bei der Mary Trueman Vocal Competition. Noch während ihrer Studienzeit sang sie die Titelpartie in Gounods «Roméo et Juliette» mit dem Canadian Vocal Arts Institute sowie Adina in «L’elisir d’amore» mit dem San Francisco Conservatory of Music am Kennedy Center. In der Spielzeit 2017/18 war sie Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin, wo sie unter anderem Ninetta in «Die Liebe zu den drei Orangen» und Pamina in «Die Zauberflöte» sang. Als Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich war sie unter anderem als Susanna in «Le nozze di Figaro», Gilda in «Rigoletto», Nanetta in «Falstaff», Gretel in «Hänsel und Gretel» und Lisette in «La rondine» zu erleben. Zu ihren jüngsten Engagements zählen die Titelpartie in «Roméo et Juliette» mit dem Orchestre de Chambre de Genève, Leïla in «Les pêcheurs de perles» am Théâtre des Champs-Élysées sowie die Eröffnung der Saison 2024/25 an der Staatsoper Hamburg mit der Hauptpartie in «Trionfi» unter Kent Nagano.

Le nozze di Figaro24 / 29 Jan. / 1 / 5 / 7 / 10 / 14 Feb. 2026 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026

Siena Licht Miller

Siena Licht Miller, deutsch-amerikanische Mezzosopranistin, studierte am Curtis Institute of Music und am Oberlin Conservatory of Music Gesang. Sie vervollständigte ihre Ausbildung mit Kursen an der Opera Philadelphia, der Santa Fe Opera, dem Opera Theatre of St. Louis und beim Aspen Music Festival. Sie ist Stipendiatin der Bagby Foundation, Preisträgerin der Metropolitan Opera National Council Auditions, der Marilyn Horne Rubin Foundation und der Gerda Lissner Foundation. Höhepunkte ihrer bisherigen Karriere waren die Rollendebüts als Hermia in «A Midsummer Night’s Dream», Zweite Dame in «Die Zauberflöte» und eine der zwei Solopartien in der Uraufführung von «Denis and Katya» von Philip Venables an der Opera Philadelphia. Am Aspen Opera Center sang sie die Titelrolle in Ravels «L’Enfant et les sortilèges» unter der Leitung von Robert Spano. Regelmässig widmet sie sich zudem dem Liedgesang. So sang sie bei der Reihe «The Song Continues» in der Carnegie Hall zur Feier ihrer Mentorin Marilyn Horne und ging mit einem Rezital zusammen mit dem Pianisten Kevin Murphy auf USA-Tournee. In der Spielzeit 2020/21 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich und sang hier u. a. in «Maria Stuarda», «Simon Boccanegra», «Viva la mamma», «Salome», «Odyssee», im Ballett «Monteverdi», in «L’italiana in Algeri» sowie Flosshilde in «Das Rheingold». Seit der Spielzeit 2022/23 gehört sie zum Ensemble des Opernhauses Zürich, wo sie zuletzt u. a. als Lucilla («La scala di seta») und Hänsel («Hänsel und Gretel) zu erleben war

La scala di seta25 / 28 Sept. / 19 / 24 Okt. 2025 La clemenza di Tito26 / 29 Apr. / 3 / 8 / 15 / 17 / 20 / 25 Mai 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Madama Butterfly30 Dez. 2025 / 3 / 9 / 11 / 13 / 16 Jan. 2026 Così fan tutte3 / 7 / 9 / 12 Juli 2026 Hänsel und Gretel20 / 23 Nov. / 2 / 16 / 18 Dez. 2025 / 2 / 24 / 25 / 31 Jan. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 / 9 März 2027 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. / 10 März 2027 Götterdämmerung14 März 2027

Benjamin Bernheim

Benjamin Bernheim studierte bei Gary Magby in Lausanne und war Mitglied des Internationalen Opernstudios sowie des Ensembles am Opernhaus Zürich. Der französische Tenor hat sich inzwischen als regelmässiger Gast an den renommiertesten Bühnen etabliert, darunter an der Opéra national de Paris, an der Wiener Staatsoper, an der Staatsoper Unter den Linden und am Royal Opera House Covent Garden, wo er führende Tenorpartien des romantischen Repertoires singt. Er trat bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris sowie bei der Wiedereröffnung der Notre-Dame de Paris im Dezember 2024 auf. Ausgezeichnet wurde er unter anderem bei den Victoires de la Musique als Opernsänger des Jahres, vom Syndicat professionnel de la critique als Musikalische Persönlichkeit des Jahres und zuletzt bei Opus Klassik 2025 als Sänger des Jahres. Seine Diskografie umfasst mehrere Alben, darunter sein Debütalbum, das mit einem Diapason d’Or und einem Choc de Classica ausgezeichnet wurde, «Douce France: Mélodies & Chansons» sowie das 2022 erschienene «Boulevard des Italiens». Zu den Höhepunkten seiner Karriere zählen die Titelpartien in «Les contes d’Hoffmann» und «Faust», Rodolfo in «La bohème», Des Grieux in «Manon» und Edgardo in «Lucia di Lammermoor».

Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 Open-Air-Konzert28 Juni 2026 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026

Yannick Debus

Yannick Debus studierte Gesang an der Musikhochschule Lübeck, an der Hochschule für Musik Basel und an der Schola Cantorum Basiliensis. Zu seinen ersten Engagements zählen der Vater in «Hänsel und Gretel» am Schloss Weikersheim, Guglielmo in «Così fan tutte» an der Kammeroper Schloss Rheinsberg, der Kaiser in Ullmanns «Der Kaiser von Atlantis» sowie Figaro in Milhauds «La mère coupable» am Theater Basel und Emireno in Händels «Ottone» bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Von 2020 bis 2022 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit René Jacobs, unter dessen Leitung er u. a. als Jesus («Johannes-Passion») im Concertgebouw Amsterdam, als Apollo (Händels «Apollo e Dafne»), als Kilian und Ottokar («Der Freischütz») u. a. in der Elbphilharmonie Hamburg, in Händels «Israel in Egypt» in der Philharmonie de Paris, dem Konzerthaus Freiburg und der Berliner Philharmonie sowie in der Titelpartie in Monteverdis «Orfeo» mit dem Freiburger Barockorchester u. a. in der Berliner Philharmonie, der Philharmonie de Paris und am Liceu in Barcelona zu erleben war. Ebenfalls mit dem Freiburger Barockorchester sang er Jesus («Matthäus-Passion») unter Francesco Corti auf Tour u. a. in Frankfurt, Madrid, Budapest, Zürich und Seoul. Seit der Spielzeit 2024/25 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich. Hier sang er zuletzt Harlekin («Ariadne auf Naxos»), Lesbo («Agrippina»), die Titelpartie in Wolfgang Rihms «Jakob Lenz», Schaunard in «La bohème», Lescaut in Massenets «Manon» und Dr. Falke in der «Fledermaus».

Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 Okt. 2025 Fidelio3 / 6 / 10 / 14 / 16 Mai 2026 Così fan tutte3 / 7 / 9 / 12 Juli 2026 Die Fledermaus7 / 10 / 12 / 14 / 18 / 26 / 28 / 31 Dez. 2025 / 2 / 4 / 6 / 10 Jan. 2026 Johannes-Passion24 März 2026 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027

Joanna Laszczkowska

Joanna Laszczkowska wurde in Warschau geboren und schloss ihre Klavierausbildung an der Fryderyk Chopin Universität in Warschau ab. 2016 war sie Mitglied der Opera Academy am Teatr Wielki in Warschau und besuchte dort u.a. Workshops bei Eytan Pessen, Helmut Deutsch, Brenda Hurley, Neil Shicoff und Hedwig Fassbender. Als Korrepetitorin war sie im Rahmen der Opera Academy für die Produktionen About the Kingdom of Day and Night and Enchanted Instruments (Die Zauberflöte für Kinder) und The Miracle, or the Cracovians and the Highlanders tätig. Zudem war sie Teilnehmerin des ENOA Outreach Workshops in Aix-en-Provence und spielte 2019 Les Noces von Strawinsky am Teatr Wielki. 2019 war sie zudem Teilnehmerin beim Solti-Peretti Korrepetitions-Kurs in Venedig, wo sie von Richard Bonynge, Jonathan Papp und Anthony Legge unterrichtet wurde und beim Britten-Pears Young-Artist-Programme, welches von Antonio Pappano, Pamela Bullock und Julia Fisher geleitet wurde. Als Pianistin war sie beim Winter Vocal Course in Duszniki-Zdrój und bei der International Stanisław Moniuszko Vocal Competition engagiert. 2019 gewann sie am Teatro dell’Opera in Rom den Wettbewerb für Korrepetition des «Fabbrica» Young Artist Programs. Seit der Spielzeit 2020/21 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich.

William Green

William Green stammt aus Grossbritannien. Er studierte in Oxford Musik und schloss 2013 sein Studium mit Auszeichnung ab. Im Anschluss doktorierte er in Liverpool in Musikanalyse zu Richard Wagners Der Ring des Nibelungen. Er ist Preisträger des «Clifford Smith Prize» und erhielt 2013 das Duncan Norman Stipendium. Während seines Studiums dirigierte er sowohl das Oxford University String Ensemble als auch das Christ Church Orchestra in Oxford. Als Pianist war er u.a. mit Klavierkonzerten von Beethoven, Brahms, Mozart, Ravel, Rachmaninoff und Tschaikowsky zu erleben. Von 2018-2019 war er als Korrepetitor Mitglied des National Opera Studios in London. 2018 arbeitete er als Assistent der Musikalischen Leitung an der Hampstead Garden Opera in London für La traviata, als Korrepetitor an der British Youth Opera für The Rake’s Progress, für The Turn of the Screw am Barnes Music Festival und 2019 beim Monteverdi Chor mit dem Orchester Révolutionnaire et Romantique unter John Eliot Gardiner für Benvenuto Cellini von Berlioz. Im April 2019 gewann er den «Help Musicians UK Accompanist’s Prize» bei den Kathleen Ferrier Awards, und im Juli 2019 übernahm der die Musikalische Leitung für Violetta (einer reduzierten Version von La traviata) beim Grimeborn Festival. Seit der Spielzeit 2019/20 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich.

Adam Rogala

Adam Rogala ist Pianist, Korrepetitor und Vocal Coach und seit der Spielzeit 2019/20 Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich. Er stammt aus Polen, wo er Musik und Korrepetition an der Feliks Nowowiejski Akademie in Bydgoszcz studierte. Er besuchte Meisterkurse in Klavier und Kammermusik u.a. bei Kevin Kenner, Andrzej Jasiński und Helmut Deutsch, in Gesang und Oper bei Neil Schicoff, Hedwig Fassbender und Fausto Nardi. Von 2016 bis 2019 war er Mitglied des «Opera Academy – Young Talents Development Programme» an der Nationaloper in Warschau in der Klasse von Eytan Pessen. Dort spielte er u.a. in About the Kingdom of Day and Night and Magic Instruments, einer Adaption von Mozarts Zauberflöte. 2018 erschien sein Album mit Liedern von Feliks Nowowiejski zusammen mit der Sopranistin Beata Gramza.

Clément Noël

Der in Nancy geborene Clément Noël begann sein Oboenstudium in der Klasse von Jean-Paul Hansen am Konservatorium von Esch-sur-Alzette (Luxemburg). Anschließend studierte er bei Christian Schmitt und Pascal Saumon und wurde dann in die Klasse von Jean-Louis Capezzali, Jérôme Guichard und Fabien Thouand am CNSMD in Lyon aufgenommen. Er perfektionierte seine Ausbildung – weiterhin in der Klasse von Jean-Louis Capezzali – an der HEMU Lausanne, wo er einen Master als Solist sowie den Prix Jost erhielt. Seit 2010 ist Clément Solo-Englischhornist im Orchester der Oper Zürich und wird regelmäßig von anderen Orchestern wie dem Lucerne Festival Orchestra, dem London Symphony Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Bayerischen Rundfunkorchester oder dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam eingeladen. Das ehemalige Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters war zwischen 2013 und 2020 auch Mitglied des Budapest Festival Orchestra.  Clément zeigte schon früh Interesse am Unterrichten seines Instruments: nach einigen Jahren als Assistent von Fabien Thouand am Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano wurde er 2023 zum Professor für Oboe und Englischhorn an der HEMU berufen und übernahm zugleich die Funktion als Mentor im Programm der Akademie der Oper Zürich.  Als Solist trat Clément Noël mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne und dem Budapest Festival Orchestra auf. Er gewann mehrere Preise bei Wettbewerben für junge Talente, darunter einen Sonderpreis beim European Music Prize of Youth (2003, Linz), einen Sonderpreis beim Barbirolli International Oboe Competition sowie den ersten Preis und den SACEM-Preis beim International Competition for Young Soloists in Luxemburg. Clément ist Gründungsmitglied des Labyrinth Ensemble und des Colloredo Ensemble. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geschichte (Paris VII) und einen Master-Abschluss in Politikwissenschaften vom Institut d'Études Politiques in Lyon, war als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Musikabteilung der Bibliothèque nationale de France tätig und bereitet derzeit unter der Leitung von Rémy Campos eine Dissertation in Geschichte und Musik an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris vor.

Clément Noël spielt auf Marigaux-Instrumenten und leitet zudem eine dem romantischen Oboe gewidmete Serie beim Verlag Billaudot.

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Kurzgefasst

In der Adventszeit präsentieren wir mit Hilfe der grosszügigen Unterstützung der Zürich Versicherung und der Freunde der Oper Zürich die Serie Curtain Call. Prominente Sängerpersönlichkeiten treffen sich mit den Nachwuchstalenten des Internationalen Opernstudios auf Augenhöhe und gestalten gemeinsam einen Konzertabend. Im Rahmen eines dreitägigen Workshops erarbeiten Diana Damrau, Anna Bonitatibus, Thomas Hampson und Benjamin Bernheim mit den jungen Sänger*innen Schlüsselwerke des vokalen Repertoires, Szenen aus Opern des 18. und 19. Jahrhunderts sowie klassisches Lied-Repertoire und präsentieren diese zusammen live auf der Bühne vor einem kleinen Publikumskreis. Die 50 Zuschauer*innen haben dabei die einmalige Gelegenheit das Konzert aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu verfolgen. Diese Konzertreihe ist zudem der Auftakt in unser Jubiläumsjahr - 60 Jahre Freunde der Oper Zürich und 60 Jahre Internationales Opernstudio.

Der junge französisch-schweizerische Tenor Benjamin Bernheim ist auf dem Weg zu einer Weltkarriere. Bei den französischen Victoire de la Musique wurde er in diesem Jahr als «Sänger des Jahres» ausgezeichnet. Einst Mitglied des Internationalen Opernstudios, ist Benjamin Bernheim mittlerweile regelmässig an der Opéra de Paris, an der Wiener Staatsoper oder an der Bayerischen Staatsoper in grossen Rollen seines Fachs zu hören, u.a. als Herzog von Mantua in Verdis Rigoletto, als Chevalier Des Grieux in Manon und schon bald auch als Werther in der gleichnamigen Oper von Jules Massenet. Den verschiedenen Facetten von Leidenschaft und romantischer Liebe in diesen drei Opern spürt Benjamin Bernheim gemeinsam mit jungen Künstlerinnen und Künstlern Internationalen Opernstudios nach. 

Alle Konzerte werden mit mehreren Kameras aufgezeichnet. Zusätzlich begleitet ein Kamerateam alle Künstler*Innen in den Workshops und beobachtet die Entstehung des musikalischen Programms backstage. Diese Impressionen werden als kurze Dokumentarfilme präsentiert. Die digitale Ausstrahlung der Curtain Call- Konzerte und Dokumentationen erfolgt über Weihnachten und Silvester auf unserer Website.

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Gut zu wissen

Ziyi Dai

Sag mal Ziyi...

«Opernsängerin zu sein, erfüllt mich mit Freude und Vergnügen. Wenn du mit deiner Figur in die Handlung eintauchst, ihre psychologischen Veränderungen erlebst und auslebst, wenn du hörst, wie das Publikum dir applaudiert, wirst du spüren, wie schön das Leben ist.»

Wann und weshalb hast du dich entschieden, Opernsängerin zu werden?
Ich bin in einer musikalischen Familie geboren, meine Eltern singen beide. Mein Vater ist Tenor und meine Mutter ist Chinesische Volksmusiksängerin. Ich singe seit ich ein Kind bin, ich habe in einem Chor angefangen. Der offizielle Beginn meiner Opernkarriere war das Musikgymnasium. Das ist jetzt 10 Jahre her. Opern singen zu lernen ist ein Geschenk, das ich von meinem Vater bekommen habe. Er unterstützt mich immer als Gesangslehrer.

Wenn ich nicht Opernsängerin geworden wäre, wäre ich…
Ich denke, ich habe ein Gefühl für die Kunst und ich wäre gern eine Malerin, wenn ich keine Sängerin wäre.

Was war deine bisher wertvollste Erfahrung auf der Bühne?
Ich spielte die Rolle des Hirtenjungen in «Tosca», als ich acht Jahre alt war. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich wirklich erlebte, was Oper ist und wie man mit Dirigenten und Orchestern zusammenarbeitet. Ich habe nur ein paar Zeilen gesungen, aber es war eine sehr wertvolle Erfahrung für mich.

… der peinlichste Moment?
Ich hatte nie wirklich einen peinlichen Moment. Das Peinlichste war, dass ich auf mein Kleid getreten bin und beinahe umgefallen wäre.

… die grösste Herausforderung?
Als ich 17 war, hatte ich ein Konzert mit meinem Vater in der Great Hall of the People. Es war das erste Mal, dass ich vor einem Publikum mit 10'000 Menschen gesungen habe.

Was wäre dein grösster Traum?
Für Chinesen ist es eine grosse Chance, in einem anderen Land zu studieren und in einem grossen Opernhaus zu arbeiten. Ich hoffe, ich singe noch in vielen anderen Häusern in der Zukunft, so dass die Menschen die Stimmen von Chinesischen Sänger*innen verstehen können.

Hast du einen Glücksbringer oder ein Ritual, bevor Du auf die Bühne gehst?
Einem selbst sagen, dass man die Beste ist! Und mit einer guten, positiven Einstellung auf die Bühne zu gehen.

Meine Geheimwaffe, um Heiserkeit zu verhindern:
Ich habe keine besonderen Mittel. Gesund Essen und gut Schlafen und das Wichtigste ist, glücklich zu sein.

Mit welcher Opernrolle identifizierst du dich am meisten und warum?
Ich mag Adina in «L’elisir d’Amore». Sie ist selbstbewusst, klug und weiss, was sie will.

Dieses Lied spricht mir aus dem Herzen:
Manons Gavotte sagt: «Verbringe deine Tage, ohne sie zu zählen, alle deine Tage! Lasst uns lieben, lachen und singen, solange wir immer noch zwanzig sind! » Das ist es, woran ich immer geglaubt habe und was ich immer getan habe. Die Menschen müssen glücklich bleiben, um jeden Tag zu geniessen und allen Menschen Glück zu bringen. Ich habe diese Arie auch gesungen, als ich für das IOS am Opernhaus Zürich vorgesungen habe.

Welcher ist dein Lieblingsort in Zürich und wieso?
Ich war noch nicht an vielen Orten, aufgrund der globalen Krise, aber ich mag es, beim See zu sitzen und mit Freunden zu plaudern.

Ziyi Dai, Sopran, stammt aus China. 
Die Vierundzwanzigjährige ist seit der Spielzeit 2O/21 beim IOS.

Lina Dambrauskaité

Sag mal Lina...

«Wenn ich auf der Bühne bin, bin ich in einer völlig anderen Welt, irgendwo, wo die Zeit anders fliesst und ich sein kann, wer ich will. Für mich ist die Oper die schönste Form des Geschichtenerzählens und jeder Charakter, den ich spiele, findet seinen Weg in mein Herz. Die Geschichten sind zeitlos und wir alle können uns in ihnen irgendwie wiederfinden.»

Wann und weshalb hast Du dich entschieden, Opernsängerin zu werden?
Ich habe mich augenblicklich in die Oper verliebt, als ich eine Bühne betrat. Ich singe seit meinem fünften Lebensjahr, und als ich 14 war, bekam ich die Chance, in einer Produktion von «Boris Godunov» an der Litauischen Nationaloper mitzuwirken. Es war genau in diesem Moment, als ich mich wirklich in die Oper verliebte und ich habe nie daran gezweifelt. Für mich war und ist die Oper pure Magie. Ich betrachte die Oper wahrhaftig als einen der Höhepunkte der Kunst. Sie bringt das Beste von uns zum Vorschein, die Menschlichkeit und das, wozu wir fähig sind, wenn wir zusammenarbeiten. Die Geschichten, die die Oper erzählt, sind zeitlos. Jede und jeder von uns wird in der Oper eine Figur finden, mit der er oder sie sich identifizieren kann, denn in diesem Moment, auf der Bühne, erlebt diese Person etwas, das uns vertraut ist – Liebe, Trauer, Leidenschaft, Wut... Es macht mir so viel Freude, ein kleiner Teil einer Geschichte zu sein, die durch die schönste Sprache, die wir haben, zum Leben erweckt wird: die Musik.

Wenn ich nicht Opernsängerin geworden wäre, wäre ich…
… eine Kriminalpsychologin.

Was war Deine bisher wertvollste Erfahrung auf der Bühne?
Jeder Auftritt ist etwas ganz besonderes, aber die Eröffnungspremiere von Händels «Semele» in der Royal Academy Opera ist mir besonders geblieben. Ich hatte die Ehre, Semele selbst zu singen UND mit dem wunderbaren Laurence Cummings zu arbeiten!

… der peinlichste Moment?
Nicht wirklich peinlich, aber nervenauftreibend. Ich war sehr krank und habe eine Show gesungen, ohne sprechen zu können, aber aus irgendeinem Grund konnte ich problemlos singen. Das Problem war der gesprochene Dialog, den ich wie ein Frosch rausquakte.

… die grösste Herausforderung?
Auf der Bühne verschiedene Männer leidenschaftlich zu küssen, während mein Freund im Zuschauerraum sass. Aber er nimmt es gelassen!

Was wäre karrieremässig Dein grösster Traum?
Einfach weiter zu singen. 

Hast Du einen Glücksbringer oder ein Ritual, bevor Du auf die Bühne gehst?
Habe ich! Ich trage einen Anhänger, den mir meine Eltern als Glücksbringer geschenkt haben. Normalerweise darf man wegen der Kostüme nicht sehen, also stecke ich ihn in meinen Schuh!

Meine Geheimwaffe, um Heiserkeit zu verhindern:
Viel Schlaf, Wasser und keine Milchprodukte vor dem Singen.

Mein Idol:
Natalie Dessay. Sie ist eine Naturgewalt.

Mit welcher Opernrolle identifizierst Du dich am meisten und warum?
Vermutlich Susanna. Sie ist unglaublich klug, geistreich und einfallsreich. Sie hält immer an ihren Prinzipien fest und behält deshalb ihren Stolz. Ausserdem braucht sie weder Macht noch Geld, um glücklich zu sein, sie ist vollkommen zufrieden mit dem, was sie im Leben hat, und macht das Beste daraus!

Dieses Lied spricht mir aus dem Herzen:
Muse – «Butterflies and Hurricanes»

Welcher ist Dein Lieblingsort in Zürich und wieso?
Das Seeufer direkt neben dem Opernhaus. Es war das erste, was ich gesehen habe, als ich in Zürich ankam. Es war mitten in einem sehr heissen Sommer, und ich erinnere mich, dass ich die entspannte Atmosphäre um mich herum genoss, die vielen fröhlichen Menschen, die plauderten, schwammen und die Schwäne oder Möwen fütterten.

Welches ist Dein Lieblingswort in Schweizerdeutsch?
«Schätzli», die Bedeutung und das Wort an sich sind sehr süss.

Lina Dambrauskaite, Sopran, stammt aus Litauen. 
Die Achtundzwanzigjährige ist seit der Spielzeit 19/20 beim IOS.

Yannick Debus

Sag mal Yannick...

«Wenn ich auf der Bühne bin, kann ich sein, wer immer ich will, ich bin frei und erfüllt.»

Wann und weshalb hast Du dich entschieden, Opernsänger zu werden?
Als ich etwa 25 Jahre alt war und bereits an der Universität studierte. Irgendwie fiel es mir leichter, als ein Instrument zu spielen und es machte mir immer sehr viel Spass aufzutreten.

Wenn ich nicht Opernsänger geworden wäre, wäre ich…
Ich wäre Politikwissenschaftler.

Was war Deine bisher wertvollste Erfahrung auf der Bühne?
Im Chor unter der Leitung von Maestro Christoph Eschenbach die «Zweite Symphonie» von Gustav Mahler zu singen.

… der peinlichste Moment?
Das falsche Stück gelernt zu haben für ein Konzert und es dann während der Kostümprobe von der Seite zu lesen.

… die grösste Herausforderung?
Das Studieren und Auswendiglernen der Rolle des Leporello in zweieinhalb Wochen.

Was wäre Dein grösster Traum?
Nie die Liebe zur Musik zu verlieren.

Hast Du einen Glücksbringer oder ein Ritual, bevor Du auf die Bühne gehst?
Ich mache eine kurze Meditation, um mich zu konzentrieren.

Meine Geheimwaffe, um Heiserkeit zu verhindern:
Einen Tag die Woche frei zu nehmen und an diesem Tag überhaupt nicht zu singen.

Mein Idol:
Giorgio Zancanaro, Fritz Wunderlich und Tito Gobbi

Mit welcher Opernrolle identifizierst Du dich am meisten und warum?
Guglielmo von «Così fan tutte». Er denkt er sei cleverer als er eigentlich ist.

Dieses Lied spricht mir aus dem Herzen:
«Du bist die Ruh» (Schubert)

Welcher ist Dein Lieblingsort in Zürich und wieso?
Der See. Das Wasser ist so klar und einen Sommertag am See zu verbringen ist sehr entspannend.

Welches ist Dein Lieblingswort in Schweizerdeutsch?
«Chuchichäschtli»

Yannick Debus, Bariton, stammt aus Deutschland. 
Der Neunundzwanzigjährige ist seit der Spielzeit 2O/21 beim IOS.