Mozart / Strauss / Schostakowitsch

1. Philharmonisches Konzert

28. Oktober 2018

Wolfgang Amadeus Mozart
Rondo A-Dur KV 386

Richard Strauss
Burleske für Klavier und Orchester in d-Moll TrV 145

Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47

  • Dauer:
    2 Std. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 30 Min.
  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Musikalische Leitung:
Daniele Rustioni

Daniele Rustioni

Daniele Rustioni studierte in Mailand Orgel, Komposition und Klavier sowie Dirigieren bei Gilberto Serembe. Seit Beginn der Spielzeit 2025/26 ist er Erster Gastdirigent an der Metropolitan Opera New York, wo er 2017 mit «Aida» debütierte. Davor hatte er bis 2025 während acht Spielzeiten die Position des Chefdirigenten an der Opéra National de Lyon innegehabt. Seine Karriere begann Daniele Rustioni als Jette Parker Young Artist am Royal Opera House Covent Garden in London, wo er Antonio Pappano assistierte. Später folgten Chefpositionen am Teatro Petruzzelli in Bari, beim Orchestra della Toscana sowie bis 2024 beim Ulster Orchestra in Belfast. Von 2021 bis 2023 war er Erster Gastdirigent an der Bayerischen Staatsoper München. 2013 wurde er bei den International Opera Awards als «Nachwuchskünstler des Jahres» ausgezeichnet, 2022 folgte der Preis in der Kategorie «Bester Dirigent». Daniele Rustioni gastierte bereits an den international renommiertesten Opernhäusern, darunter die Mailänder Scala, das Teatro La Fenice, die Opéra Bastille und das Théâtre des Champs-Élysées in Paris. Engagements im Bereich des sinfonischen Repertoires führten ihn u. a. zum Danish National Symphony Orchestra, zum Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI sowie zum Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, wo er in der Spielzeit 2025/26 Erster Gastdirigent ist. Zu seiner Diskografie gehören ein Album mit Aigul Akhmetshina und dem Royal Philharmonic Orchestra sowie die Einspielung von Bellinis erster Oper «Adelson e Salvini». Am Opernhaus Zürich dirigierte er u. a. «Cavalleria rusticana/Pagliacci» und «Madama Butterfly».

Jussen & Rustioni8 Feb. 2026

Besetzung


Klavier Francesco Piemontesi

Francesco Piemontesi

Francesco Piemontesi wurde in Locarno in der Schweiz geboren und studierte bei Arie Vardi, Alfred Brendel, Murray Perahia, Cécile Ousset und Alexis Weissenberg. 2009 wurde er BBC New Generation Artist. Er spielte u.a. mit dem Cleveland Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester, den Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem hr-Sinfonieorchester, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem London Philharmonic, dem BBC Symphony und dem Los Angeles Philharmonic. Zu seinen Partnern am Dirigentenpult zählen Marek Janowski, Vasily Petrenko, Manfred Honeck, Mirga Gražinytė-Tyla, Charles Dutoit, Sir Roger Norrington, Zubin Mehta, Gianandrea Noseda und Sir Antonio Pappano. Er gastierte u.a. im Amsterdamer Concertgebouw, im Konzertsaal De Doelen Rotterdam, der Carnegie Hall, der Berliner Philharmonie, der Tonhalle Zürich, dem Wiener Konzerthaus, bei den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival, den BBC Proms oder dem Mostly Mozart Festival New York. Ausserdem legte er bereits mehrere viel gelobte CD-Einspielungen vor. Neben seiner solistischen Tätigkeit spielt er auch regelmässig Kammermusik und musizierte u.a. mit Yuri Bashmet, Renaud und Gautier Capuçon, Martha Argerich, Heinrich Schiff, Christian Tetzlaff, Tabea Zimmermann, Augustin Hadelich und Jörg Widmann. Mit dem Schubertiade Festival und der Londoner Wigmore Hall verbindet ihn eine langjährige Beziehung: Nachdem er bereits Konzertzyklen mit den Klavierwerken von Schubert und Mozart spielte, wird er dort ab 2025 Beethovens Klaviersonaten aufführen. Seit 2012 ist Francesco Piemontesi künstlerischer Leiter des Festivals Settimane Musicali di Ascona.

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Philharmonia Zürich

1985 entstand in Folge der Trennung des traditionsreichen Tonhalle- und Theaterorchesters das Orchester der Oper Zürich. 2012, mit Beginn der Intendanz von Andreas Homoki und dem Amtsantritt des neuen Generalmusikdirektors Fabio Luisi, wird das Orchester der Oper Zürich zur Philharmonia Zürich. Pro Saison ist das Orchester in rund 250 Opern- und Ballettvorstellungen des Opernhauses Zürich zu hören. Als Podium für das Konzertrepertoire werden zusätzlich die Philharmonischen Konzerte veranstaltet. Soiréen und Kammermusikmatinéen ergänzen das künstlerische Spektrum des Orchesters. Bevor Fabio Luisi mit der Saison 2012/13 als Generalmusikdirektor die künstlerische Leitung des Orchesters übernommen hat, haben u. a. Franz Welser-Möst (1995-2008, ab 2005 als Generalmusikdirektor) und zuletzt Daniele Gatti als Chefdirigent (2009-2012) das Orchester geleitet. 2000/01 fanden die Beständigkeit der Leistungen des Orchesters der Oper Zürich und die Breite seines Könnens mit der Wahl zum «Orchester des Jahres» in der Umfrage der Zeitschrift «Opernwelt» weit verbreitete internationale Anerkennung.

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Kurzgefasst

Francesco Piemontesi, geboren und aufgewachsen in Locarno, gehört zu den herausragenden Schweizer Pianisten unserer Zeit. Einladungen renommierter Orchester führen ihn um die ganze Welt. Unter der Leitung von Daniele Rustioni, der am Opernhaus Zürich zuletzt Puccinis Madama Butterfly dirigierte, gastiert er nun zum ersten Mal bei der Philharmonia Zürich. Der Pianist stellt sich gleich mit zwei Werken vor: Auf das 1782 in Wien entstandene Rondo A-Dur KV 386 von Mozart folgt die Burleske für Klavier und Orchester d-Moll von Richard Strauss. Dem erst 21-jährigen Komponisten ist damit ein freches Werk voller Humor und Schalk gelungen, das bereits an die Possen des Till Eulenspiegel denken lässt und höchste Ansprüche an den Solisten stellt.

Mit seiner formal klassisch angelegten Fünften Sinfonie reagierte Dmitri Schostakowitsch auf die vernichtende Kritik des Stalin-Regimes: Nachdem seine Oper Lady Macbeth von Mzensk 1936 als «Chaos statt Musik» verrissen worden war, gelang dem Komponisten mit seiner Fünften ein grosser Publikumserfolg; ihr lärmendes Jubelfinale wurde als Verherrlichung des Regimes verstanden. Doch der Jubel ist erzwungen. Entgegen der äusserlichen Anpassung ist die Sinfonie von heftigem inneren Widerstand und tiefer Resignation geprägt.

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