Orpheus beklagt den Tod Eurydikes und fleht Gott Jupiter an, er möge die geliebte Gefährtin zurück ins Leben holen. Sollte Jupiter sich verweigern, werde er, Orpheus, in den Hades hinabsteigen und Eurydike selbst aus dem Totenreich herausführen. Wenig später erscheint der Liebesgott Amor und berichtet Orpheus, dass ihm die Befreiung Eurydikes gestattet werde. Allerdings müsse Orpheus zunächst die Wächter des Hades für sich einnehmen und dürfe sich auf dem Rückweg keinesfalls nach Eurydike umsehen.
Orpheus begibt sich in den Hades und trifft dort auf die Furien, die den Eingang des Totenreichs bewachen. Mit seinem Gesang versucht er, die wilden Gestalten zu besänftigen, was ihm nach einiger Zeit gelingt.
Im Elysium besingen Eurydike und einige selige Geister die Schönheit dieses himmlischen Ortes. Als Orpheus eintrifft, ist Eurydike zunächst nicht zu sehen. Als sie schliesslich erscheint, kann sie ihr Glück kaum fassen. Doch als Orpheus ihrem Blick ausweicht, gerät sie in Zweifel. Liebt Orpheus sie noch? Weshalb hat er den Weg auf sich genommen, wenn er sie nicht mehr ansehen möchte?
Orpheus ignoriert schliesslich die Bedingung der Götter und dreht sich zu Eurydike um. In diesem Moment stirbt die Geliebte. Als Orpheus dies erkennt, entscheidet er, sich selbst zu töten, um bei Eurydike sein zu können. Da erscheint erneut Gott Amor und führt Eurydike zurück ins Leben.