Tannhäuser

Richard Wagner

Handlung in drei Aufzügen
Dichtung vom Komponisten

Von 26. September 2026 bis 13. Oktober 2026

  • Dauer:
    ca. 4 Std. 15 Min. Inkl. Pausen nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. und nach dem 2. Teil nach ca. 2 Std. 45 Min.
  • Sprache:
    In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
    © Plakatmotiv von Paolo Barretta (Untitled)

Musikalische Leitung:
Markus Poschner

Markus Poschner

Seit der Auszeichnung mit dem Deutschen Dirigentenpreis gastiert Markus Poschner bei
den renommiertesten Orchestern und Opernhäusern weltweit, darunter das Deutsche
Symphonieorchester Berlin, die Staatskapelle Berlin, die Sächsische Staatskapelle Dresden,
das SWR Symphonieorchester, die Bamberger Symphoniker, die Wiener Symphoniker, das
Orchestre Philharmonique de Radio France, das NHK Tokio. Zudem dirigierte er an den
Staatsopern Berlin, Wien, München und Hamburg sowie am Opernhaus Zürich. Von 2007
bis 2017 war er GMD der Bremer Philharmoniker. 2022 eröffnete er die Bayreuther
Festspiele mit einer Neuproduktion von «Tristan und Isolde», die er auch 2023 leitete. In der
Saison 2026/27 wird der gebürtige Münchner, der zugleich leidenschaftlicher Jazz-Pianist
ist, neuer Chefdirigent des traditionsreichen ORF Radio-Symphonieorchester Wien. Seit
2025/26 ist er Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel und übernimmt ab 2027/28
ausserdem die Position des Music Director beim Utah Symphony Orchestra. Von 2015 bis
2025 war Poschner Chefdirigent des Orchestra della Svizzera italiana, mit dem er 2018 den
renommierten International Classical Music Award für die Gesamteinspielung der Brahms-
Sinfonien sowie erneut 2025 für seine Hindemith- und Schnittke-Einspielung gewann. Seine
Aufnahme von Offenbachs «Maître Péronilla» mit dem Orchestre National de France wurde
mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2021 ausgezeichnet. Für die
Gesamtaufnahme aller Bruckner-Sinfonien mit dem Bruckner Orchester Linz, dessen
Chefdirigent Poschner seit 2017 ist, und dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, erhielt
er 2024 den Special Achievement Award der Jury der International Classical Music Awards.
2020 erhielten Poschner und das Bruckner Orchester Linz den Österreichischen Musikpreis.

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026
Inszenierung:
Thorleifur Örn Arnarsson

Thorleifur Örn Arnarsson

Thorleifur Örn Arnarsson wurde 1978 in Reykjavik geboren. Nach dem Schauspielstudium an der Kunstakademie in Island arbeitete er als Regisseur an verschiedenen Häusern in Island, Finnland und Australien. Von 2005 bis 2009 studierte er an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» in Berlin. In der Spielzeit 2010/2011 war er Chefregisseur am Konstanzer Stadttheater. Er inszenierte am Staatstheater Mainz, war leitender Regisseur am Staatstheater Wiesbaden und eröffnete 2016 die Ibsen-Festspiele in Oslo. Am Theater Augsburg inszenierte er die Opern «Die Fledermaus», «La bohème» und «Lohengrin». 2016/17 inszenierte er erstmals am Schauspiel Hannover («Hamlet»), gefolgt von einer Neuerzählung der «Edda», für die er 2018 mit dem Faust-Preis in der Kategorie Regie ausgezeichnet wurde, «Macbeth» und «Die verlorene Oper. Ruhr-Epos» (gemeinsam mit Albert Ostermeier und in Zusammenarbeit mit den Ruhrfestspielen). Weitere Arbeiten entstanden für das Norwegische Nationaltheater in Oslo («Faust»), das Theater Basel («Die Räuber») und das Theater Dortmund. Von 2019 bis 21 war Thorleifur Örn Arnarsson Schauspieldirektor an der Volksbühne Berlin. In den vergangenen Jahren arbeitete er unter anderem am Wiener Burgtheater und am Thalia Theater in Hamburg statt. Am Staatstheater Kassel realisierte er im Sommer 2022 das genreübergreifende Musiktheater-Projekt «Temple of Alternative Histories». In der Spielzeit 2023/24 inszenierte Arnarsson «Parsifal» an der Staatsoper Hannover, «Peer Gynt» am Burgtheater in Wien und «Tristan und Isolde» bei den Festspielen in Bayreuth. «Tannhäuser» ist Arnarssons erste Inszenierung am Opernhaus Zürich.

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026
Bühnenbild:
Erna Mist

Erna Mist

Erna Mist (geb. 1998 in Reykjavík) ist eine isländische Künstlerin, die vor allem für ihre surrealen Gemälde bekannt ist. Sie schloss ihr Studium an der Slade School of Fine Art im Jahr 2023 ab und lebt und arbeitet derzeit in Reykjavík. Trotz ihres jungen Alters wurden ihre Werke bereits international ausgestellt, unter anderem in London, Mailand, Los Angeles, New York, auf der Art Basel, Miami, in Reykjavík und zuletzt im United Art Center in Peking, China. Neben ihrer Malerei hat sie Meinungsbeiträge in allen großen isländischen Zeitungen veröffentlicht und Bühnenbilder für das Stadttheater Reykjavík entworfen.

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026
Kostüme:
Teresa Vergho

Teresa Vergho

Teresa Vergho, geboren 1980 in Regensburg studierte nach einer Schneiderlehre Bühnen- und Kostümbild an der HfbK Dresden und der UdK Berlin. Anschliessend war sie als feste Ausstattungsassistentin an den Münchner Kammerspielen engagiert. Seit 2012 arbeitet sie als Bühnen- und Kostümbildnerin unter anderem mit den RegisseurInnen Ersan Mondtag, Pinar Karabulut, Karin Henkel, Susanne Kennedy, Johan Simons, Jossi Wieler, Benny Claessens, Falk Richter, Marie Schleef und Wilke Weermann zusammen. Es entstanden Arbeiten an den Münchner Kammerspielen, dem Maxim Gorki Theater, der Volksbühne Berlin, dem Hamburger Schauspielhaus, dem Schauspiel Köln, der Ruhrtriennale, der Deutschen Oper Berlin, den Wiener Festwochen, am Burgtheater Wien, den Salzburger Festspielen und der Opéra de Lyon. Sie war als Kostümbildnerin mit mehreren Produktion zum Berliner Theatertreffen eingeladen, unter anderem 2012 mit «Gesäubert/ Gier/ 4.48 Psychose» in der Regie von Johan Simons, 2014 «Tauberbach» in der Regie von Alain Platel, 2022 mit «Like Lovers Do» in der Regie von Pinar Karabulut und zuletzt 2025 mit «Double Serpent» in der Regie von Ersan Mondtag. Ihr Kostümbild für «Die Selbstmordschwestern» in der Regie von Susanne Kennedy wurde 2017 in der Kategorie Bühnen- und Kostümbild für den deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert und sie wurde in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute in der Spielzeit 24/25 zur Kostümbildnerin des Jahres gewählt. Teresa Vergho lebt in Berlin.

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026
Lichtgestaltung:
Martin Gebhardt

Martin Gebhardt

Martin Gebhardt war Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister bei John Neumeiers Hamburg Ballett. Ab 2002 arbeitete er mit Heinz Spoerli und dem Ballett Zürich zusammen. Ballettproduktionen der beiden Compagnien führten ihn an renommierte Theater in Europa, Asien und Amerika. Am Opernhaus Zürich schuf er das Lichtdesign für Inszenierungen von Jürgen Flimm, David Alden, Jan Philipp Gloger, Grischa Asagaroff, Matthias Hartmann, David Pountney, Moshe Leiser/Patrice Caurier, Damiano Michieletto und Achim Freyer. Bei den Salzburger Festspielen kreierte er die Lichtgestaltung für «La bohème» und eine Neufassung von Spoerlis «Der Tod und das Mädchen». Seit der Spielzeit 2012/13 ist Martin Gebhardt Leiter des Beleuchtungswesens am Opernhaus Zürich. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn heute mit dem Choreografen Christian Spuck (u. a. «Winterreise», «Nussknacker und Mausekönig», «Messa da Requiem», «Anna Karenina», «Woyzeck», «Der Sandmann», «Leonce und Lena», «Das Mädchen mit den Schwefelhölzern»). Er war ausserdem Lichtdesigner für die Choreografen Edward Clug (u. a. «Strings», «Le Sacre du printemps» und «Faust» in Zürich), Alexei Ratmansky, Wayne McGregor, Marco Goecke und Douglas Lee. Mit Christoph Marthaler und Anna Viebrock arbeitete er beim Händel-Abend «Sale» und Rossinis «Il viaggio a Reims» in Zürich sowie bei «Lulu» an der Hamburgischen Staatsoper zusammen und mit Jossi Wieler und Sergio Morabito an der Oper Genf für «Les Huguenots». 2023 gestaltete er das Licht für Spucks Ballett «Bovary» beim Staatsballett Berlin und 2024 Rossinis «Tancredi» an den Bregenzer Festspielen. Ausserdem war er Lichtdesigner bei «Atonement» von Cathy Marston am Opernhaus Zürich.

Oiseaux Rebelles11 / 13 / 16 / 18 / 27 Sept. 2026 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Ein Sommernachtstraum11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 Romeo und Julia20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Slow Rush16 / 17 / 22 / 28 / 30 Jan. / 5 / 10 / 13 / 17 / 21 Feb. / 29 / 30 Mai / 3 Juni 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Timeframed27 Feb. / 6 / 24 März / 1 / 3 / 9 / 18 / 22 / 28 / 30 Apr. / 1 Mai 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027
Choreografie:
Sebastian Zuber

Sebastian Zuber

Sebastian Zuber schloss 2015 die Salzburg Experimental Academy of Dance ab. Er arbeitete mit dem Choreografen Eyal Bromberg und wurde Ensemblemitglied in der Produktion «More Than Naked» von Doris Uhlich, bevor er 2016 für fünf Jahre der Johannes Wieland Company am Staatstheater Kassel beitrat. Seither tritt er spartenübergreifend auf, sowohl in Opernproduktionen von Christoph Marthaler, Sebastian Baumgarten und Herbert Fritsch als auch in zeitgenössischen Arbeiten der Susanna Leinonen Company, Panorama Dance Company, Saar Magal, Judith Sanchez Ruiz, Helder Seabra und Joachim Schloemer. Mit seiner eigenen Company kreiert und produziert er seit 2016 Stücke wie «Accalia, «Industrial Seagrass» und «Shallow Waters». Zu seinen choreografischen Auftragsarbeiten zählen «Aggro Alan» von Alexander Nerlich am Staatstheater Mainz, «Turandot» unter der Regie von Sebastian Baumgarten und «Tannhäuser» unter der Regie von Thorleifur Arnarsson am Opernhaus Zürich sowie «WILT and Shine» von Florian Zumkehr. In der Spielzeit 2024/25 war er Associated Artist am Tanzhaus Basel und brachte seine neueste Produktion «Honeymoon» zur Uraufführung.

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026
Choreinstudierung:
Klaas-Jan de Groot

Klaas-Jan de Groot

Klaas-Jan de Groot ist ein niederländischer Dirigent und Chorleiter. Seit der Spielzeit 2025/26 ist er Chordirektor des Opernhauses Zürich. Nach seinem Studium in Den Haag und Cardiff war er von 2016 bis 2022 Assistent der Chordirektorin Ching-Lien Wu an der Niederländischen Oper in Amsterdam, wo er mit dem Opernchor mehrere Produktionen und Projekte einstudierte. Seit 2018 arbeitet er regelmässig mit dem Niederländischen Rundfunkchor (Groot Omroepkoor) zusammen. Von 2018 bis 2024 war er jährlich als Assistent von Chordirektor Eberhard Friedrich bei den Bayreuther Festspielen tätig. Er dirigierte verschiedene Konzerte und Aufführungen mit der Opera Zuid sowie mit dem Orchestra of the 18th Century und den Essener Philharmonikern. Von 2022 bis 2025 war er Chordirektor des Aalto-Theaters in Essen. Seit 2023 arbeitet er regelmässig mit dem NDR Vokalensemble in Hamburg. 2024 gab er sein Debüt beim MDR-Rundfunkchor sowie beim Rundfunkchor Berlin. Im Rahmen der Förderung von Nachwuchstalenten wurde Klaas-Jan de Groot 2021 mit dem renommierten niederländischen Dirigierpreis des Anton Kersjes-Fonds ausgezeichnet.

Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Ascanio in Alba13 / 20 März 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027 Requiem pour Ophélie4 / 7 / 9 Mai 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027
Dramaturgie:
Jana Beckmann,

Jana Beckmann

Jana Beckmann ist Dramaturgin und Kuratorin. Sie studierte Choreografie in Buenos Aires, Dramaturgie in Hamburg sowie Musik und Philosophie in Oldenburg und arbeitete international für Opern-, Theater- und Festivalinstitutionen, darunter am Tanzhaus Zürich, auf Kampnagel, am Grand Théâtre de Genève, am Goethe Institut Buenos Aires. Von 2018 bis 2023 war sie Dramaturgin an der Staatsoper Unter den Linden. Sie arbeitete u.a. mit den Regisseur:innen Romeo Castellucci, Kornél Mundruczó, Christiane Jatahy, Calixto Bieito, Dimitri Tcherniakov, Philipp Stölzl, Barbora Horáková, Thorleifur Örn Arnarsson. Von 2023 bis 2025 gehörte sie dem Leitungskollektiv Dramaturgie der Wiener Festwochen unter der Intendanz von Milo Rau an. Dort verantwortete und betreute sie zentrale Produktionen des Festivalprogramms, darunter «Sancta» von Florentina Holzinger. Seit der Spielzeit 2025/26 ist sie Dramaturgin am Opernhaus Zürich sowie freie Kuratorin der Wiener Festwochen. Darüber hinaus übernimmt sie Lehr- und Jurytätigkeiten und war Autorin einer Rundfunkoper über Joseph Beuys für den SWR. Als Kuratorin entwickelte und leitete sie Formate, die ästhetische Innovation mit Fragen von Teilhabe und kultureller Transformation verbinden, darunter das mit dem Opus Klassik nominierte Konzertperformance-Format «Sustainable Listening» und die «Akademie Zweite Moderne».

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027
Roman Reeger

Roman Reeger

Roman Reeger studierte Historische Musikwissenschaft und Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg. Erste Theatererfahrungen sammelte er als Hospitant und Assistent an den Theatern in Oldenburg, Kiel sowie an der Staatsoper und der Schaubühne Berlin. 2013 trat er in die Dramaturgie der Staatsoper Unter den Linden ein. Von 2020 bis 2025 war er als leitender Dramaturg Mitglied der Operndirektion am Theater Basel. Gastengagements führten ihn unter anderem zu den Osterfestspielen Baden-Baden und zur Münchener Biennale für neues Musiktheater. Er arbeitete mit Regisseur:innen wie Christoph Marthaler, Herbert Fritsch, Thom Luz, Benedikt von Peter, Philippe Quesne, Claus Guth, Andreas Kriegenburg, Anna Bergmann, Eva-Maria Höckmayr und Jürgen Flimm zusammen und betreute Uraufführungen von Komponist:innen wie Jörg Widmann, Oscar Strasnoy, Lucia Ronchetti, Manos Tsangaris, Beat Furrer, Hèctor Parra und Herbert Grönemeyer. Als freier Autor veröffentlichte er Beiträge für Fachmagazine, Ausstellungskataloge und CD-Booklets, hält regelmässig Vorträge und lehrte als Lehrbeauftragter an der Universität der Künste Berlin. Seit der Spielzeit 2025/26 ist er Leitender Dramaturg am Opernhaus Zürich.

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027 Werckmeister Harmonien22 / 23 / 24 / 27 / 30 Apr. / 2 Mai 2027

Besetzung


Hermann, Landgraf von Thüringen Christof Fischesser


Tannhäuser Eric Cutler


Elisabeth Christina Nilsson


Venus Rachael Wilson


Biterolf Andrew Moore


Wolfram von Eschenbach Andrè Schuen


Walther von der Vogelweide Johan Krogius


Heinrich der Schreiber Nathan Haller


Reinmar von Zweter Brent Michael Smith


Ein junger Hirt Thalia Cook-Hansen

Christof Fischesser

Der Bass Christof Fischesser, geboren in Wiesbaden, studierte Gesang bei Martin Gründler an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Im Jahr 2000 gewann er den Ersten Preis beim Bundeswettbewerb für Gesang in Berlin, worauf ein Engagement am Badischen Staatstheater Karlsruhe folgte. 2004 wechselte er an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Von 2012 bis 2015 war er Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich, mit dem ihn seither eine enge Zusammenarbeit verbindet. Gastengagements führten ihn u. a. an die Wiener Staatsoper, das Royal Opera House in London, die Opéra national de Paris, das Teatro Real in Madrid, die Bayerische Staatsoper München, die Komische Oper Berlin, die Semperoper Dresden, die Opéra de Lyon, das Théâtre du Capitole de Toulouse, die Houston Grand Opera, die Lyric Opera of Chicago sowie an das Opernhaus von Antwerpen. Sein breit gefächertes Repertoire umfasst Partien wie König Marke in «Tristan und Isolde», Landgraf in «Tannhäuser», König Heinrich in «Lohengrin», Gurnemanz in «Parsifal», Sarastro in «Die Zauberflöte», Figaro in «Le nozze di Figaro», Banquo in «Macbeth», Méphistophélès in «Faust» und Baron Ochs auf Lerchenau in «Der Rosenkavalier». Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen. Am Opernhaus Zürich war er u. a. als König Heinrich, Orest in «Elektra», Kaspar, Daland, Gremin, Gurnemanz, Marchese di Calatrava und Padre Guardiano in «La forza del destino», Hunding in «Die Walküre» sowie als Jacopo Fiesco in «Simon Boccanegra» zu erleben. In der Spielzeit 2026/27 ist er am Opernhaus Zürich erneut in Wagner-Opern zu sehen, darunter «Tannhäuser» und «Die Walküre».

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027

Eric Cutler

Eric Cutler, geboren in Iowa, absolvierte sein Studium am Luther College und dem Lindemann Young Artists Development Program der Met. 2005 gewann er den Richard Tucker Award. Er ist an internationalen Opernhäusern zu Gast, u. a. der New Yorker Met, der Bayerischen Staatsoper, dem Royal Opera House in London, der Pariser Oper, dem La Fenice in Venedig, der Lyric Opera of Chicago, dem Teatro dell'Opera in Rom, der Canadian Opera Company, der Santa Fe Opera sowie an den Festivals in Salzburg, Glyndebourne und Bayreuth. Nach Anfängen im Mozart- und Belcanto-Repertoire sowie lyrischen Partien von Bellini, Donizetti, Bizet und Gounod u. a. an der New Yorker Met, der Bayerischen Staatsoper München, dem Royal Opera House, der Pariser Oper und bei den Festspielen in Salzburg und Glyndebourne singt er nun insbesondere Partien des jugendlichen Heldenfachs. Jüngste Höhepunkte waren u. a. die Titelrolle in «Lohengrin» (Staatsoper Hamburg, Salzburger Osterfestspiele und Staatsoper Berlin), Siegmund in «Die Walküre» (Staatsoper Berlin), Florestan in «Fidelio» (Royal Opera House, Dutch National Opera & Ballet und Opernhaus Zürich), Peter Grimes (Theater an der Wien) sowie Kaiser in Richard Strauss' «Die Frau ohne Schatten» (Semperoper Dresden). Frühere Höhepunkte waren u. a. die Titelrolle in Offenbachs «Les Contes d'Hoffmann» (Brüssel und Dresden), Bacchus in «Ariadne auf Naxos» (Festival d'Aix-en-Provence), Max in Webers «Der Freischütz» und Erik in «Der fliegende Holländer» (Bayerische Staatsoper und Bayreuther Festspiele). Am Opernhaus Zürich debütierte er 2022/23 als Siegmund in «Die Walküre», 2025 als Paul in Korngolds «Die tote Stadt» und kehrt in der Saison 2026/27 hierin als Tannhäuser und Siegmund zurück.

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027

Christina Nilsson

Christina Nilsson absolvierte ihr Gesangsstudium am University College of Opera in Stockholm. Die mehrfach ausgezeichnete Sopranistin — u. a. Preisträgerin des Renata Tebaldi International Voice Competition (2017) und des Operalia-Wettbewerbs (2019) — wurde 2025 von König Carl XVI. Gustaf zur Hovsångerska ernannt. Ihren internationalen Durchbruch erzielte die gebürtige Schwedin in der Saison 2017/18 als Aida an der Königlichen Oper Stockholm, wo sie in der Folge zahlreiche bedeutende Partien wie Tosca, Ariadne und Gräfin Almaviva («Le nozze di Figaro») verkörperte. Sie gastiert an internationalen Opernhäusern, u. a. der New Yorker Met, dem Royal Opera House in London, der Bayerischen Staatsoper München, der Semperoper Dresden, der Deutschen Oper Berlin sowie der Oper Frankfurt. Jüngste Höhepunkte waren ihre Debüts bei den Bayreuther Festspielen als Freia («Das Rheingold») sowie ihr Rollendebüt als Eva in «Die Meistersinger von Nürnberg» unter Daniele Gatti, das Hausdebüt an der Metropolitan Opera in New York als Aida, das Rollendebüt als Chrysothemis in «Elektra» an der Königlichen Oper Stockholm sowie Elisabeth in «Tannhäuser» und Aida an der Oper Frankfurt. Weitere wichtige Engagements umfassen Rosalinde («Die Fledermaus») an der Bayerischen Staatsoper sowie Aida am Royal Opera House und an der Semperoper Dresden. Auf dem Konzertpodium sang sie zuletzt Schönbergs «Gurre-Lieder» unter Alan Gilbert mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, Verdis Requiem unter Andrés Orozco-Estrada mit den Göteborger Symphonikern sowie Beethovens 9. Sinfonie unter Alan Gilbert mit dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra. Im Opernhaus Zürich ist sie in der Saison 2026/27 wieder als Elisabeth in «Tannhäuser» zu erleben.

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026

Rachael Wilson

Rachael Wilson, geboren in Las Vegas, absolvierte ihre Gesangsausbildung an der Juilliard School in New York. Von 2013 bis 2015 war sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper und anschliessend bis 2019 Ensemblemitglied des Hauses. Hier sang sie u. a. Dorabella («Così fan tutte»), Hänsel («Hänsel und Gretel»), Cherubino («Le nozze di Figaro») sowie Fatime in Webers «Oberon», wofür sie den Bayerischen Festspielpreis erhielt. Sie ist ferner auch Trägerin des Bayerischen Kunstpreises. Von 2019 bis 2023 war sie Ensemblemitglied an der Staatsoper Stuttgart, wo sie ihr Rollendebüt als Fricka («Das Rheingold») gab und u. a. die Titelrollen in «Carmen» und Vivaldis «Juditha triumphans» sowie Charlotte («Werther») sang. Als freischaffende Künstlerin gastierte sie seither u. a. am Teatro Real in Madrid, am Theater Basel, an der Komischen Oper Berlin, an der Staatsoper Hamburg, als Lola («Cavalleria rusticana») am Royal Opera House Covent Garden in London und als Varvara («Káťa Kabanová») beim Glyndebourne Festival. Am Opernhaus Zürich war sie bereits als Balkis («Barkouf») und als Olga («Eugen Onegin») zu erleben.  Zu ihren jüngsten Rollendebüts zählen Blanche de la Force in Poulencs «Dialogues des Carmélites» an der Staatsoper Stuttgart, Armida in Händels «Rinaldo», Donna Elvira in «Don Giovanni» an der Santa Fe Opera sowie Venus in Wagners «Tannhäuser» im Opernhaus Zürich.

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026

Andrew Moore

Andrew Moore, amerikanischer Bassbariton aus New Jersey, erhielt seine Ausbildung an der Rutgers University (Mason Gross School of the Arts) sowie am renommierten Curtis Institute of Music in Philadelphia. 2019 erreichte er das New England Region Finale der Metropolitan Opera National Council Auditions und wurde dort mit dem Susan Eastman Encouragement Award ausgezeichnet. Weitere wichtige künstlerische Stationen waren das Merola Opera Program in San Francisco sowie die Santa Fe Opera, wo er als Apprentice Singer u. a. in «La bohème», «Così fan tutte» und «Jenůfa» auftrat. Von 2020 bis 2022 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich. Anschliessend wurde er in das Ensemble des Hauses übernommen, dem er seit der Spielzeit 2022/23 angehört. Hier war er seither u. a. als Figaro («Le nozze di Figaro»), Paolo Albiani («Simon Boccanegra»), Don Fernando («Fidelio»), De Brétigny («Manon»), Marullo («Rigoletto»), Paris («Roméo et Juliette»), Marchese d’Obigny («La traviata»), Pritschitsch («Die lustige Witwe»), Johann («Werther») sowie Fix («In 80 Tagen um die Welt») zu erleben. Zu den jüngsten internationalen Engagements zählen sein Debüt bei der Warsaw Philharmonic als Basssolist in Beethovens 9. Sinfonie sowie sein Salzburg-Debüt als Marchese d’Obigny («La traviata»). Im Sommer 2026 war er bei den Salzburger Festspielen als Johann («Werther») zu erleben.

Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Alice im Wunderland26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 10 Jan. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 La clemenza di Tito7 / 10 / 12 / 16 / 18 / 21 März 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027

Andrè Schuen

Andrè Schuen stammt aus Südtirol. Ursprünglich ein leidenschaftlicher Cellist, entschied er sich später für ein Gesangsstudium am renommierten Mozarteum Salzburg. Nach seinem Studium verbrachte er die ersten Jahre als Ensemblemitglied an der Oper Graz. Im Opernbereich ist der Bariton heute an führenden Häusern wie der Bayerischen und der Wiener Staatsoper, dem Royal Opera House Covent Garden oder dem Teatro Real Madrid gefragt und wurde zu Festivals in Aix-en-Provence, Luzern und Salzburg eingeladen. Sein Repertoire der jüngsten Zeit umfasst Partien wie Titelrollen in «Le nozze di Figaro», «Così fan tutte», «Don Giovanni», Heerrufer («Lohengrin»), Sharpless («Madama Butterfly»), Donner («Das Rheingold»), Ford («Falstaff») und Posa («Don Carlo»). Vergangene Highlights auf der Konzertbühne waren Auftritte mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle, beim WDR Sinfonieorchester unter Jukka-Pekka Saraste oder beim Leipziger Gewandhausorchester unter Andris Nelsons. Liederabende führten den Sänger bisher u. a. in den Wiener Musikverein, die Wigmore Hall London, das Concertgebouw Amsterdam und das Teatro della Zarzuela in Madrid sowie zur Schubertiade Schwarzenberg und zum Rheingau Musik Festival. Seit 2021 ist Andrè Schuen Exclusive Recording Artist der Deutschen Grammophon. Seine umfangreiche Diskografie, insbesondere die Aufnahmen von Schuberts «Die Schöne Müllerin» (2022) und «Winterreise» (2024) brachten ihm zweimal den Opus Klassik-Preis ein. In der Saison 2026/27 kehrt er als Wolfram in «Tannhäuser» an das Opernhaus Zürich, die Staatsoper Unter den Linden sowie das Teatro Real Madrid zurück. An der Wiener Staatsoper gibt er sein Rollendebüt als Frank/Fritz in Korngolds «Die tote Stadt».

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026

Johan Krogius

Johan Krogius begann seine musikalische Ausbildung im Knabenchor der Domkantorei Cantores Minores in Helsinki. Er studierte später in Helsinki und Stockholm, gewann 2021 den Timo-Mustakallio-Gesangswettbewerb und wurde im selben Jahr beim Helsinki-Liedwettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Im Opernbereich sang er Partien wie Jaquino («Fidelio») und Pong («Turandot») in Helsinki, First Man und Juhana in «The Last Temptations» an der Oper in Jyväskylä, Don Ottavio («Don Giovanni») an der Finnischen Nationaloper, Kuska («Chowanschtschina») mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen in Helsinki und Stockholm sowie Tamino («Die Zauberflöte») an der Oper in Tampere und beim Savonlinna Opera Festival, wo er 2024 auch als Don Ottavio und Ismaele («Nabucco») sowie 2025 als Macduff («Macbeth») zu hören war. Von 2022 bis 2024 gehörte er dem Internationalen Opernstudio der Berliner Staatsoper an. Dort verkörperte er u. a. Leukippos (Strauss’ «Daphne»), Tamino, Erster Geharnischter und Erster Priester («Die Zauberflöte»), Wirt und Haushofmeister bei Faninal («Der Rosenkavalier»), Trojaner («Idomeneo»), Parpignol («La bohème») und Borsa («Rigoletto»). Auf der Konzertbühne trat er u. a. mit der Jyväskylä Sinfonia, dem Helsinki Baroque Orchestra, der Tapiola Sinfonietta und dem Turku Philharmonic Orchestra auf und debütierte 2024 mit Mozarts «Requiem» in der Berliner Philharmonie. Seit 2025/26 ist er Mitglied im Ensemble des Opernhauses Zürich, wo er u. a. in «Der Rosenkavalier», «Tosca» und «Carmen» zu hören war und in der Saison 2026/27 in «Tannhäuser», «Die Fledermaus», «Das Rheingold», «La fanciulla del west» und «Die Zauberflöte» auftritt.

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Alice im Wunderland15 / 19 Nov. / 6 Dez. 2026 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Die Zauberflöte2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027

Nathan Haller

Nathan Haller stammt aus Kanada und studierte Gesang an der Juilliard School in New York. 2013 war er Teilnehmer der Internationalen Meistersinger Akademie in Neumarkt. Von 2015 bis 2017 war er Mitglied des Opernstudios OperAvenir am Theater Basel, wo er u. a. Tamino («Die Zauberflöte»), Romeo («Romeo und Julia») und Oronte («Alcina») sang. 2016 gastierte er u. a. als Belmonte («Die Entführung aus dem Serail») am Akko Opera Festival in Israel und  2017/18 als François in Leonard Bernsteins «A Quiet Place» an der Neuen Oper Wien. Weitere Engagements führten ihn an die Bayerische Staatsoper in München, das Teatro Massimo di Palermo, die Wiener Volksoper, die Oper in Malmö und an die Deutsche Oper am Rhein. Auf der Konzertbühne war er u. a. am New York Festival of Song in der Carnegie Hall sowie in Händels «La Resurrezione» mit William Christie zu hören. Am Opernhaus Zürich debütierte er 2018 in Schrekers «Die Gezeichneten» und kehrte im Jahr darauf als Albazar («Il turco in Italia») sowie später in der Hauptrolle von Mitterers «Tapferen Schneiderlein» hierher zurück. Seit der Spielzeit 2021/22 gehört Nathan Haller dem Ensemble des Opernhaus Zürich an. Hier sang er in jüngerer Zeit u. a. Mercure in Rameaus «Platée», Gobin/Un giovane/Adolfo in Puccinis «La rondine», Pong («Turandot»), Ein Tanzmeister («Ariadne auf Naxos»), die Partie des Andrès in «Les contes d'Hoffmann», Erster Jude («Salome»), Victorin («Die tote Stadt»), Raoul de St. Brioche («Die lustige Witwe»), Goro («Madama Butterfly»), Valzacchi («Der Rosenkavalier»), Dr. Blind («Die Fledermaus») und Ein junger Diener («Elektra»). Zudem ist er in der Schweizer Erstaufführung von John Adams’ «Doctor Atomic» in dieser Saison zu erleben.

Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027

Brent Michael Smith

Brent Michael Smith stammt aus den USA. Er studierte Gesang an der Academy of Vocal Arts in Philadelphia und an der University of Northern Iowa sowie Klavier am Hope College in Michigan. Er gewann den zweiten Preis bei der Giargiari Belcanto Competition 2018, den dritten Preis beim Concorso Lirico da Portofino 2021 und war Finalist bei der Queen Sonja International Music Competition 2020. In den USA sang er u. a. Friedrich Bhaer («Little Women»), Colline («La bohème») und Ashby («La fanciulla del West») an der Detroit Opera, Ariodante («Xerxes») beim Glimmerglass Festival sowie Celio (Prokofjews «Die Liebe zu den drei Orangen») und Peter Quince («A Midsummer Night’s Dream») an der Opera Philadelphia. Ausserdem war er u. a. an der Santa Fe Opera, am La Monnaie in Brüssel und an der Opéra Royal de Wallonie-Liège zu erleben. 2025 sang er Frère Laurent («Roméo et Juliette») an der Semperoper Dresden. 2020/21 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich. Seither ist er Mitglied des Ensembles und war hier u. a. als Sparafucile («Rigoletto»), Raimondo («Lucia di Lammermoor»), Fürst Gremin («Eugen Onegin»), Frère Laurent («Roméo et Juliette»), Fafner («Das Rheingold») und Angelotti («Tosca»), Der Pfleger des Orest («Elektra»), Jake Wallace («La fanciulla del West») zu hören.

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Zauberflöte18 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027

Thalia Cook-Hansen

Thalia Cook-Hansen stammt aus den USA. Nach Gesangsstudien in den USA und Kanada
absolvierte sie ihr Masterstudium an der Dutch National Opera Academy. Ergänzend dazu
besuchte sie Meisterkurse bei u. a. Elliot Madore, Floris Visser und Lynne Dawson. In
Amsterdam war sie u. a. als Nerina in Haydns «La fedeltà premiata», Fanny in Rossinis «La
cambiale di matrimonio», Bastienne in Mozarts «Bastien et Bastienne» sowie als Adele in
der «Fledermaus» zu erleben. Sie sang Barbarina («Le nozze di Figaro») am Ständetheater
in Prag sowie die Erste Dame («Die Zauberflöte») und Mademoiselle Silberklang («Der
Schauspieldirektor») in Toronto. Zu ihrem Repertoire zählen zudem Rollen wie Bubikopf in
Viktor Ullmanns «Der Kaiser von Atlantis», Sängerin Nr. 1 in Conrad Susas
«Transformations», Amore in Monteverdis «Il ritorno d’Ulisse in patria» und die Titelpartie in
Donizettis «Lucia di Lammermoor». Seit der Spielzeit 2025/26 ist sie Mitglied des
Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich. Hier war sie zuletzt u. a. in «Gianni
Schicchi» und «Der Rosenkavalier» zu hören. In der Saison 2026/27 übernimmt sie Rollen
in «La rondine», «Alice im Wunderland», «Die lustige Witwe» und «Angels in America».

La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Alice im Wunderland19 / 21 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 17 Jan. 2027 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Angels in America7 / 9 / 19 / 21 / 23 Mai 2027 c-Moll-Messe17 März 2027
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SoprAlti der Oper Zürich

Als während der Spielzeit 1999/00 für die verschiedensten Opern und Operetten ausschliesslich die älteren Mitglieder des Kinderchores benötigt wurden, begann das Ensemble durch das häufige gemeinsame Proben bald eine eigene Dynamik zu entwickeln und entsprang schlussendlich im Juli 2002, zur Première von Carmen, definitiv dem Kinderchor: Der Jugendchor war informell geboren. Zu Beginn der Spielzeit 2010/11 wurde der Name des Chores in "SoprAlti der Oper Zürich" umgeändert.Heute ist der Chor fester Bestandteil des Zürcher Opernhauses. Aktuell besteht er aus rund 25 begeisterten Sängerinnen im Alter zwischen etwa 16 und 30 Jahre. Pro Spielzeit hat er durchschnittlich zwischen 40 und 80 Auftritte. Er unterstützt dabei den Kinderchor oder tritt gemeinsam mit dem Zusatz- und dem Berufschor auf. In einigen Opern bestreitet er auch eigene Auftritte, etwa in Königskinder (Kinder des Besenbinders), Le Cid (Jeunes filles) oder Das schlaue Füchslein (Hühner). Zudem sind einzelne Mitglieder in verschiedenen Opern wie Tosca, Macbeth, Tannhäuser, L'Amore dei tre Re und Königskinder als Solistinnen zu hören.Ausserhalb des Opernhauses gehören eigene Konzerte, auswärtige Gastspiele, Messen an kirchlichen Feiertagen oder auch geschlossene Veranstaltungen von Firmen und Stiftungen ebenso zum Jahresprogramm wie Auftritte in den grossen Konzerthäusern.Die intensiven Freundschaften, die im Chor über das musikalische Engagement hinaus gepflegt werden, führen heute zu einem mühelosen aufeinander ab- und einstimmen der Sängerinnen. So entwickelt sich der Chor laufend weiter und kann nebenbei auch den Anforderungen des Spielplans gerecht werden.

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027

Orchester der Oper Zürich

Besetzung

Oiseaux Rebelles11 / 13 / 16 / 18 / 27 Sept. 2026 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Ein Sommernachtstraum11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 Mutter & González-Granados3 Okt. 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Romeo und Julia20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 Gabetta & Noseda7 Nov. 2026 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Fuchs & Jordan1 / 2 Jan. 2027 Trifonov & Järvi16 Jan. 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Sorita & Lyniv14 Feb. 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Tosca11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Balanas & Peltokoski18 Apr. 2027 Requiem pour Ophélie4 / 7 / 9 Mai 2027 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027 Don Pasquale23 / 27 / 30 Mai / 4 / 6 / 11 Juni 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027 Viotti29 Mai 2027 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Benefizkonzert «amiamusica»2 Okt. 2026 Open-Air-Konzert4 Juli 2027

Statistenverein am Opernhaus Zürich

Der Statistenverein am Opernhaus Zürich wurde im Jahr 1900 gegründet und dürfte damit einer der traditionsreichsten Vereine auf dem Kulturplatz Zürich sein. Rund hundert Frauen und Männer im Alter von 16 bis 70 Jahren bereichern das Bühnengeschehen in zahlreichen Inszenierungen.Statisten, früher auch als Figuranten bezeichnet, haben generell nicht sprechende Rollen. Ihre Einsätze am Opernhaus Zürich fallen je nach Inszenierung unterschiedlich umfangreich aus. Während früher Massenszenen im Vordergrund standen, sind die Statistinnen und Statisten seit der Ära Pereira und der Intendanz von Andreas Homoki zunehmend auch für aufwändigere Einzelauftritte sowie für anspruchsvolle technische Einsätze gefragt. Die Mitglieder des Statistenvereins üben ihre Einsätze in der Freizeit und ohne finanzielle Interessen aus. Sie bringen Begeisterung für Musik und Theater mit.

Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Tosca11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Rinaldo14 / 19 / 23 / 25 / 27 / 29 März 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027

Kurzgefasst

Sieben Jahre lebte Tannhäuser in der Traumwelt des Venus bergs, doch auch die Rückkehr in die sinnesfeindliche Gesellschaft der Wartburg bringt keine Erfüllung. Pilgernd zwischen den Welten ist er heimatlos. Der isländische Regis seur Thorleifur Örn Arnarsson, bekannt für seine eindringlichen Deutungen mythischer Stoffe und grosser Erzählungen, inszeniert «Tannhäuser» als existenzielles Identitätsdrama und surreale Reise ins Innere eines Menschen. Die Suche nach Sinn und Halt in einer Welt, die zu entgleiten scheint, hat Wagner zur philosophischen Weltbeschreibung verdichtet.

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Trailer «Tannhäuser»


Pressestimmen «Tannhäuser»

«Eine Sternstunde!»

Tages-Anzeiger, 22.06.2026

«Eine konsequent kluge Regie»

Süddeutsche Zeitung, 23.6.2026

«Musikalisch gelingt dem Opernhaus ein Triumph.»

CH Media, 22.06.2026

«farbenprächtige, fast schon skulptural schöne Kostüme»

Süddeutsche Zeitung, 23.6.2026


Fotogalerie «Tannhäuser»


Das Plakatmotiv zu «Tannhäuser» © Paolo Barretta (Untitled)


Gut zu wissen

Flucht als Lebensmodus

Der Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson und Dramaturgin Jana Beckmann im Gespräch.

In seiner Neuinszenierung erzählt Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson Tannhäuser als eine Geschichte über Heimatlosigkeit. Gefangen im eigenen Bewusstsein begibt er sich auf eine Reise ins Innere zwischen Selbsttäuschung und Scheitern.

 Was bedeutet Heimatlosigkeit für Tannhäuser? 

Tannhäuser ist nicht nur heimatlos in der Welt, sondern auch heimatlos in sich. Er hat sich selbst verloren. Er ist immer auf der Flucht, getrieben von Unruhe und seiner eigenen Zerrissenheit. Wenn ihm ein Zuhause angeboten wird, kann er es nicht annehmen, weil er sich nirgendwo zu Hause fühlt. Tannhäuser befindet sich in einem Teufelskreis der permanenten Selbsttäuschung, die er auch auf seine Aussenwelt überträgt. Vielleicht ist das auch die allerschlimmste Form von Heimatlosigkeit und Einsamkeit. Diese existenzielle Heimatlosigkeit ist der Ausgangspunkt seiner Reise ins Innere, zu sich selbst.
 

Annie Ernaux schreibt: «Ein Pilger sucht nicht den Weg – der Weg formt ihn». 
Ist Tannhäuser für dich eine Figur, die erst durch das Scheitern zu sich findet? 

TA: Beim Pilgern geht es nicht ums Ankommen. Es geht darum, was man auf dem Weg über sich, über seinen Platz in der Welt und über seine innere Stimme erfährt. Pilgern bedeutet, bereit zu sein, eine spirituelle Wandlung zu durchlaufen, Demut zu erleben und seine Fehler anzunehmen. Tannhäuser ist dazu nicht in der Lage, was in Widerspruch zu seinem Selbstbild steht. Er erlebt in unserer Inszenierung eine Art Fegefeuer und befindet sich in einem sich ständig wiederholenden existenziellen Traum, dem er nicht entkommen kann. Ein Traum, in dem er immer wieder vor seinen Entscheidungen steht und in welchem er dazu verdammt ist, dieselben Fehler zu wiederholen – eine Reise des gescheiterten Heldentums, der gescheiterten Erlösung und der gescheiterten Liebe in Dauerschleife.
 

Wagners «Tannhäuser» lebt musikalisch von Brüchen und Widersprüchen, Theodor W. Adorno hat in Bezug auf diese Oper den Begriff der Phantasmagorie geprägt. Wie spiegelt sich dies in der Inszenierung?

TA: «Tannhäuser» steht im Kontrast zu Wagners späteren Musiktheaterwerken, die viel dichter komponiert sind. Die Musikdramaturgie lebt von Brüchen. Das hat uns dazu geführt, eine Traumlogik zu etablieren, um jedes Puzzleteil in dieser Bruchhaftigkeit, und in der Ernsthaftigkeit für sich betrachten zu können: Die gesamte Handlung findet in Tannhäusers Kopf statt. Durch die Logik des Traums, befinden wir uns in einem Raum, in dem das Unterbewusstsein, das im Traum wach wird, die Realität verzerrt und überschreibt oder das Geschehen lenkt nach ganz eigenen Regeln verhandelt. Das sehen wir u. a. durch die Vervielfachung seines Ichs. Als Pilger wandert er durch die Landschaft seines Inneren. Aber die Wahrhaftigkeiten der Erscheinungen sind flüchtig, entrinnen ihm. Was eben noch als schön empfunden wurde, kann im nächsten Moment zum Albtraum werden. Am Ende einer Traumsequenz kommt Tannhäuser zum nächsten Ort und eine weitere Prüfung erwartet ihn. Es geht um die Kipppunkte im Leben. Seine Reise ist eine von Brüchen und Widersprüchen und sie führt uns durch verschiedene emotionale Zustände. Diesen Brüchen spüren wir nach.
 

«Tannhäuser» ist eine Reise ins Innere.  Der Raum der bildenden Künstlerin Erna Mist ist ein Abbild von Tannhäusers Seelenzustand – und zugleich eine surreale Landschaft.  

Der Bühnenraum schafft eine Reihe innerer Landschaften – eine traumlogische Welt, in der Tannhäusers Zustand seine Umgebung durchdringt. Das räumliche Konzept entspringt Tannhäusers existenziellem, Sisyphus artigem Leiden. Der Venusberg ist eine Landschaft aus leeren Gläsern auf einem scheinbar unendlichen Tisch, während die Wartburg einem goldenen Käfig gleicht, dessen Wände sich mit klaustrophobischer Wucht allmählich zusammenziehen. Hinter jeder Oberfläche verbirgt sich ein Gefühl der Einsamkeit und Entfremdung, und am Ende verliert sich Tannhäuser in einem Spiegellabyrinth seines eigenen zersplitterten Selbst. Ebenso unbeständig ist seine Beziehung zur Liebe und da es die Idee der Liebe ist, die ihn verzehrt, und nicht die Liebe selbst, haben wir beschlossen, Elisabeth in eine Statue und Venus in eine Illusion zu verwandeln. Der gleichen Traumlogik folgend, sind die Pilger blosse Projektionen, die sein eigenes Unterbewusstsein verkörpern. Was wir auf der Bühne sehen, ist in Wirklichkeit Tannhäusers psychologische Landschaft, seine existenzielle Architektur und sein wechselndes emotionales Klima. 
 

Die Welt bietet keine Wahrheiten, sondern Liebesmöglichkeiten. Du hast gesagt, dass es dir weniger um die Polarität – ein Entweder-Venusberg-oder-Wartburg – geht als um die Überwindung dieser zwei Welten …

TA: Es gibt Situationen im Leben, da träumt man von etwas, und wenn es Wirklichkeit wird, merkt man, dass der Traum und die Realität nichts miteinander zu tun haben. Wenn Tannhäuser merkt, dass weder Venus noch Elisabeth ihm geben wonach er sucht, erkennt er, dass er sich getäuscht hat, ohne eine Lehre aus der Selbstbegegnung zu ziehen. Er scheitert, denn er bleibt derselbe Mann mit denselben Problemen, mit denselben Charakterschwächen. Venus zeigt, wie gefährlich und toxisch diese Beziehung ist. Sie ist das Gegenteil von Elisabeth, die für eine andere Art von Liebe, auch eine andere Art von Weltsicht steht. Die Wartburg und Elisabeth als Prinzip der Konformität und Konventionen zu verstehen, und die freie Liebe des Venusbergs als Gegensatz zu begreifen, scheint mir nur ein Teil der Wahrheit zu sein. Ich möchte darüber hinaus die existenzielle Reise einer Figur auf einer persönlicheren Ebene betrachten: Die rastlose Suche nach Erfüllung verurteilt ihn dazu, niemals Frieden zu finden. Kaum ist ein Wunsch erfüllt, entsteht bereits der nächste; immer scheint das Glück anderswo zu liegen, das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite. So wird das Begehren selbst zum Motor einer endlosen Bewegung. Daher geht es mir nicht darum die Welten gegeneinander auszuspielen. Elisabeth und Venus repräsentieren Tannhäusers Auseinandersetzung mit der Liebe und seiner Unmöglichkeit zu lieben, zu leben und sich in der Welt zurechtzufinden. Es geht um Flucht als Lebensmodus.


Was erwartet ihn in der Wartburg?

TA: Die Party auf der Wartburg, zu der Tannhäuser eingeladen ist, kann zunächst sehr verlockend sein, gerade wenn man sich einsam fühlt. Vor allem wenn man dort aufgewachsen ist und ausgestossen wurde: Eine Hoffnung, eine Nostalgie und die Möglichkeit einer Rückkehr. Gezeigt wird das Bild einer neoliberalen Elite, eine Art «Champagne Socialists», die den uneingeschränkten Luxus eines gutbürgerlichen Lebens geniessen, während sie soziale Gerechtigkeit und Progressivität predigen. Die Wartburg beschreibt ein System, das im Kern aber zutiefst reaktionär und patriarchal ist. Männer sind Teil einer verachtenden Gesellschaft, denen es vor allem um die Aufrechterhaltung ihrer Privilegien geht. Frauen werden von ihnen als Eigentum betrachtet und verehrt – solange sie keine eigene Entscheidungsmacht ausüben. 
 

Warum ist Elisabeths Tod keine Selbstaufgabe, sondern ein Akt der Selbstbestimmung

TA: Elisabeth opfert sich nicht für Tannhäuser. Sie entzieht sich bewusst einer Welt, in der sie keinen Platz hat, einer Welt, die sie zur Projektionsfläche macht und objektifiziert. Als sie sich zwischen die Gesellschaft der Wartburg und Tannhäuser stellt, glaubt sie noch daran, dass ein Mensch sich ändern kann. Durch Tannhäuser sieht sie einen Weg in die Freiheit. Sie handelt nicht als Opfer, sondern als jemand, der wirklich an Veränderung glaubt – für ihn wie auch für sich. Wir zeigen sie als starke Frau, die wütend und zutiefst enttäuscht ist. Sie kennt ihre vorgezeichnete Rolle: Sie ist der Preis des Sängerkriegs. Aber sie stirbt nicht, weil Tannhäuser keine Erlösung findet. Sie geht, weil Tannhäuser die Idee verrät, für die er stehen könnte. Damit nimmt er ihr die Möglichkeit, anders und freier zu leben. Ihr Tod ist kein Opfer – es ist ein Akt der Selbstbestimmung. Sie verlässt eine Welt, in der ihre Hoffnung keine Zukunft hat.


Inwiefern spiegeln Zerrissenheit, Ohnmacht und das Gefühl des Scheiterns, das Tannhäuser erlebt, ein aktuelles gesellschaftliches Phänomen?

TA: Tannhäuser würde sich lieber in der Glückseligkeit der Unwissenheit und der Zerstreuung verlieren, als sich den ernsten und komplexen Fragen zu stellen, mit denen die Gesellschaft heute konfrontiert ist. Er steht zwischen der Sehnsucht nach einer vergangenen Welt und der Notwendigkeit von Veränderung. Dies spiegelt wider, was meiner Meinung nach viele Menschen heute empfinden: die Unfähigkeit echte Handlungsfähigkeit zu erlangen.

  

Innere Landschaften

Erna Mist gestaltet das Bühnenbild zu Wagners Oper «Tannhäuser».

Die bildende Künstlerin im Porträt
von Hannah Schmidt

Die Dystopie lodert nicht wie wildes Feuer, schon lange nicht mehr. Im Gegenteil, sie schimmert, kurzwellig, fahl, hellblau, und wir schauen jeden Tag in sie hinein. KI-Chatbots erklären uns darin die Welt, schemenhaft und unvollständig, und andere Menschen erleben wir nur noch zweidimensional. Wir wischen rechts und links statt einem potenziellen Gegenüber wirklich ins Gesicht zu schauen. «Ich habe keine Angst vor der Welt», schreibt Erna Mist in einem Artikel für eine isländische Webseite, «ich habe Angst vor dem Videospiel, das vorgibt, Realität zu sein.»

Ihre Bilder, die sie unter anderem in London, New York, Los Angeles und Mailand ausgestellt hat, erzählen von dieser Angst. Sie ziehen die Betrachtenden hinein in ausweglose Labyrinthe, albtraumhafte weisse Räume, leere Ateliers und geometrische Bergwelten. Wenn menschlichen Körper darin vorkommen, wirken sie eher wie Möbelstücke, denn wie selbstbestimmte Individuen. Das hat bei Erna Mist Programm:

«Ich fühle mich sehr entfremdet von der Welt», sagt die Künstlerin im Interview im Juni. «Sehr isoliert. Das Wesen der menschlichen Natur, das vielleicht Verbindung ist, scheint sich durch die moderne Technologie mehr und mehr aufzulösen.» In einer Welt, in der sich unglaublich viel verändert, suchen Menschen nach neuem Halt, und finden ihn in der Digitalität. Gleichzeitig inspirieren die Künstlerin diese Unruhen: «Ich finde in all diesen Gefühlen viel Inspiration. Wie würde ein bestimmtes Gefühl aussehen, wenn ich es in eine emotionale Landschaft oder in eine Architektur verwandeln würde?»

Genau hier beginnt auch Erna Mists Weg als Künstlerin: In einer Künstler:innenfamilie wächst sie zwar nicht auf, ihre Eltern aber schenken ihr Stifte, Malblöcke und irgendwann Ölfarben. Was hat Erna Mist damals gezeichnet? «Ich glaube, es waren Fantasiewelten, Landschaften mit Natur und fantastischen Elementen. Rückblickend würde ich sagen, meine Bilder waren schon in meiner Jugend surreal. Sie haben real existierende Räume mit imaginären Orten vermischt. Mir ging es mir mehr darum, eine innere Welt abzubilden und nicht das, was ich vor mir sehe – vermutlich waren sie eine Form des Eskapismus.»

Über die Zeit werden aus Bleistiftzeichnungen farbige Bilder und Ölgemälde. Die innernen Landschaften als Thema bleiben, werden allerdings minimalistischer, eleganter. Als Jugendliche postet Erna Mist ihre Kunst erstmals auf Social Media. «Es dauerte nicht lang, da haben mich die ersten Leute angeschrieben und gefragt, ob sie meine Bilder kaufen können», erzählt sie. «Für meine Eltern war das erst einmal seltsam: Es klingelt, und draussen steht irgendeine fremde Person von Facebook, die eins meiner Bilder kauft.» Einer dieser Facbeook-Käufer bringt sie auf die Idee, an der Slade-Kunsthochschule des University College in London, eine der bedeutendsten britischen Kunstschulen, zu studieren. Bis dahin hatte Erna Mist keinen Unterricht im Zeichnen oder Malen gehabt, es ist ihr erster.

London fügt sich, wie alles andere davor, geradezu natürlich in Erna Mists künstlerische Karriere ein: « Als ich dort angekommen bin, hat sich gerade ein ziemlicher Surrealismus-Trend entwickelt», erzählt sie. «Figurativer Surrealismus war auf einmal in, und die Leute haben surrealistische Künstlerinnen wiederentdeckt wie Kay Sage, Dorothea Tanning und Leonora Carrington. Meine Arbeit hat einfach perfekt in diese Kategorie gepasst.» Inmitten eines boomenden Markts stellt Erna Mist ihre Bilder in Galerien aus, die wiederum Verbindungen haben zu Galerien in New York und Beijing. «Auf einmal war ich in China», erinnert sie sich.

Welche Künstler:innen inspieren sie? «Ich weiss noch, wie es war, zum ersten Mal einen Rothko oder van Gogh oder Monet zu sehen, oder piktorielle Welten, wenn man so etwas vorher noch nie gesehen hat. Das überwältigt dich. »Auch die Werke von Hieronymus Bosch hatten einen grossen Einfluss auf Erna Mist. «Bevor ich seine Bilder gesehen habe, war mir gar nicht klar, wie viele Motive, Figuren und Geschichten man in einem einzigen Rahmen erzählen kann.» Inspiration findet sie darüber hinaus auch in anderen Künsten, wie der Architektur der eben im Theater: zum Beispiel Florian Lösches aus zahllosen dicht gesteckten Eisenstäben bestehender Raum für Anton Tschechows «Die Vaterlosen» (Regie: Jette Steckel) an den Münchner Kammerspielen 2023.

Ihr eigenes Bühnenbild zum «Tannhäuser» in der Inszenierung von Thorleifur Arnarsson ist Erna Mists dritte Arbeit als Bühnenbildnerin. Darin erzählt sie eine – wie es zu ihrem künstlerischen Ansatz passt – innere Reise: «Wir waren uns recht schnell einig, dass die Oper eine psychologische Geschichte erzählt, keine reale. Deshalb haben wir viel über emotionale Landschaften nachgedacht und darüber, wie Tannhäuser zwischen seinem eigenen Traum und der Realität festsitzt. Seine Fantasie verwandelt sich in einen Albtraum – und das wiederum passt ja sehr zu unser aller Erfahrung in der Welt, die uns umgibt.»

Audio-Einführung

Unsere Dramaturgin Jana Beckmann gibt einen Einblick in die Oper «Tannhäuser». Live-Einführungen finden jeweils 45 Minuten vor der Vorstellung im Opernhaus statt.

Synopsis

Entdecken Sie das Kernstück jeder Geschichte: Unsere Synopsen geben Orientierung zur Handlung des Stückes und Konflikten, die seine Charakteren bewegen.

Erster Aufzug

Seit langer Zeit hat Tannhäuser sich im Venusberg verloren. Überdrüssig von den sinnlichen Freuden erinnert er sich an sein früheres Leben und beschliesst zurückzukehren. Venus versucht ihn erfolglos aufzuhalten. Landgraf Hermann erscheint mit seinen Freunden, einer Gruppe von Sängern. Sie fragen Tannhäuser, wo er sich so lange aufgehalten habe. Als der Sänger Wolfram, Elisabeth, die Nichte des Landgrafen erwähnt, kehrt Tannhäuser gemeinsam mit den anderen auf die Wartburg zurück. Er will Elisabeth wiedersehen. 
 

Zweiter Aufzug

Seit seinem Verschwinden begegnen sich Tannhäuser und Elisabeth zum ersten Mal wieder. Er gesteht ihr, dass er ihretwegen zurückgekehrt ist. Auch sie hat immer noch Gefühle für ihn, obwohl sie enttäuscht ist. Kurz darauf wird von Landgraf Hermann der Sängerwettstreit ausgerufen, an dem auch Tannhäuser teilnimmt. Tannhäuser besingt den sinnlichen Genuss und die anarchische Liebe. Er provoziert einen Skandal, als er sich dazu hinreissen lässt, Venus selbst zu beschwören. Obwohl Elisabeth von dem Gehörten zutiefst getroffen ist, stellt sie sich zwischen ihn und die vernichtenden Stimmen. Tannhäuser wird aus der Gesellschaft verstossen. Ihm wird auferlegt, nach Rom zu pilgern und den Papst um Vergebung seiner Sünden zu bitten.
 

Dritter Aufzug

Tannhäuser ist gescheitert und kehrt gebrochen zurück. Der Papst hat ihm die Absolution verweigert – nun droht ihm ewige Verdammnis. Elisabeth entscheidet sich für den Abschied von einer Welt, in der sie nicht vorkommt. Wolfram, der sie beobachtet stimmt ein Lied an, der ihren nahenden Tod vorausahnt. Tannhäuser berichtet Wolfram von seiner erfolglosen Pilgerreise nach Rom und wendet sich erneut Venus zu. Gleichzeitig ringt er mit der Erinnerung an Elisabeth – ihr Verschwinden stürzt ihn in tiefe Verzweiflung. Junge Pilger kehren aus Rom zurück und verkünden Tannhäusers Begnadigung.