Zelenka

2. La Scintilla-Konzert

9. März 2020

Arien und Instrumentalwerke von
Jan Dismas Zelenka
Johann David Heinichen
Francesco Maria Veracini
Georg Philipp Telemann

  • Dauer:
    ca. 2 Std. 05 Min. Inkl. Pause nach ca. 50 Min.

Dirigent und Violine:
Riccardo Minasi

Riccardo Minasi

Riccardo Minasi ist Erster Gastdirigent des Ensemble Resonanz, das in der Hamburger Elbphilharmonie beheimatet ist, sowie künstlerischer Leiter des Orchesters La Scintilla an der Oper Zürich, Positionen, die er seit 2022 innehat. Zuvor war er von 2011 bis 2016 Mitbegründer und Dirigent von Il Pomo d’Oro, von 2017 bis 2022 Chefdirigent des Salzburger Mozarteumorchesters und von 2022 bis 2025 Musikdirektor des Teatro Carlo Felice in Genua. Als Dirigent leitete er zahlreiche renommierte Orchester weltweit, darunter das Tokyo Metropolitan Orchestra, die Berliner Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Concertgebouw-Orchester Amsterdam, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Orchestre Philharmonique de Radio France, die Münchner Philharmoniker und das SWR Symphonieorchester Stuttgart. Engagements als musikalischer Leiter diverser Opernproduktionen führten ihn u. a. an die Salzburger Festspiele, das Opernhaus Zürich, an die Staatsoper Hamburg und die Dutch National Opera. Darüber hinaus war er musikhistorischer Berater des Orchestre Symphonique de Montréal und gab mit Maurizio Biondi die kritische Ausgabe von Bellinis «Norma» bei Bärenreiter heraus. Als Solist trat Ricardo Minasi mit den bedeutendsten Ensembles der Alten-Musik-Szene auf, darunter Il Giardino Armonico und Le Concert des Nations. Zu Minasis reicher Diskografie gehören Aufnahmen mit Künstlern wie Joyce DiDonato, Juan Diego Flórez und Philippe Jaroussky. Vier seiner Alben haben den renommierten ECHO Klassik Award gewonnen. Zu den Einspielungen gehören Haydns «Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze» und C.P.E. Bachs Violoncellokonzerte mit Jean-Guihen Queyras beim Label Harmonia Mundi.

Bezuidenhout & Minasi15 März 2026

Besetzung


Sopran Anna Devin

Anna Devin

Anna Devin studierte an der Royal Irish Academy of Music, der Guildhall School of Music and Drama, im Rahmen des Britten-Pears Young Artist Program sowie am National Opera Studio und schloss ihre Ausbildung 2012 beim Jette Parker Young Artists Programme am Royal Opera House London ab. In der Spielzeit 2018/19 debütierte sie am Opernhaus Zürich als Rosane in Vivaldis La verità in cimento und sang am Teatro Real Madrid die Titelpartie in Cavallis La Calisto. Zu den weiteren Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit zählen Pamina (Die Zauberflöte) an der Irish National Opera, Michal (Saul) beim Glyndebourne Festival, Cleopatra (Giulio Cesare) bei der Early Opera Company, Nanetta (Falstaff) und Lauretta (Gianni Schicchi) am Royal Opera House, Susanna (Le nozze di Figaro) an der Welsh National Opera und der Scottish Opera, Sophie (Werther) und Zerlina (Don Giovanni) an der Scottish Opera sowie Hirtin/Fledermaus (L'enfant et les sortilèges) an der Mailänder Scala. Auf der Konzertbühne war sie u.a. in Mahlers Vierter Sinfonie mit der St. Petersburg Philharmonic sowie in Händels Messiah mit der Royal Northern Sinfonia, dem Royal Philharmonic Orchestra und dem RTE Concert Orchestra zu hören. In der Spielzeit 2019/20 ist sie u.a. als Amirena (Rinaldo) mit Glyndbourne on Tour zu hören und singt Michal (Saul) am Théâtre du Châtelet in Paris, Romilda (Xerxes) beim London Handel-Festival sowie Iphis (Jephta) an der Komischen Oper Berlin.

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Orchestra La Scintilla

Die Pflege der historischen Aufführungspraxis hat am Opern­haus Zürich seit dem Monteverdi-Zyklus in den 1970er Jahren Tradition. Bei der folgenden Reihe der Mozart-Opern mit dem Lei­tungs­­­team Harnoncourt/Ponnelle wurde weiter Pio­nierarbeit geleistet, und die Musikerinnen und Musiker passten ihre Spieltechnik den neue­sten Erkenntnissen der historischen Aufführungspraxis an. 1996 formierte sich aus dem Orchester der Oper ein eigenständiges Ensemble von erstklassigen spezialisierten MusikerInnen, das sich einen hervorragenden Ruf erwerben konnte. Der Funke der Begeisterung an neuer «Alter Musik» gab dem Ensemble seinen Namen: La Scintilla – der Funke. Aufführungen mit Koryphäen des Faches wie Nikolaus Har­non­court (u.a. Il ritorno d’Ulisse in patria, Idomeneo), William Christie (u.a. Orphée et Euridice, Les Indes galantes, Orlando), Mark Minkowski (Les Boréades, Giulio Cesare), Reinhard Goebel und Giuliano Carmignola gerieten so erfolgreich, dass das Opernhaus Zürich alle barocken und fast alle aus der klassischen Zeit stammenden Opern von seiner Barockforma­tion La Scintilla spielen liess und lässt. Ausserdem konzertiert das Orchestra La Scintilla der Oper Zürich mit namhaften Solisten – Instrumentalisten wie Sängern – und tritt unter der Leitung von Ada Pesch regelmässig in den gros­­sen Konzertsälen Europas wie der Londoner Royal Festival Hall, dem Concertgebouw Am­sterdam, der Philharmonie Berlin und dem KKL Luzern auf. Äusserst erfolgreich begleitete das Orchester Cecilia Bartoli auf mehrwöchigen Konzertreisen in Nordamerika und Europa (u.a. in der Carnegie Hall).

La clemenza di Tito26 / 29 Apr. / 3 / 8 / 15 / 17 / 20 / 25 Mai 2026 2. Konzert La Scintilla15 Dez. 2025 Giulio Cesare in Egitto11 / 13 / 15 / 17 / 21 / 25 / 28 März 2026 3. Konzert La Scintilla18 Mai 2026 Bezuidenhout & Minasi15 März 2026 Aci, Galatea e Polifemo20 / 29 März 2026 Johannes-Passion24 März 2026

Kurzgefasst

Barock in Dresden – damit befasst sich das Orchestra La Scintilla in seinem zweiten Konzert der Spielzeit 2019/20. Am 9. März wird es Concerti und Arien von vier verschiedenen Komponisten aus dem Barockzeitalter spielen: Neben Johann David Heinichen, Francesco Maria Veracini und Georg Philipp Telemann (die sich alle zu einer ähnlichen Zeit in Dresden aufhielten) liegt der Fokus des Abends auf dem tschechischen Komponisten Jan Dismas Zelenka (1679-1745), dem «Böhmen in Dresden» – ein Komponist, der zu seiner Zeit nie so erfolgreich war, wie er es verdient hätte. In Dresden wurde er als Kontrabassist Mitglied des Orchesters am Hof. Daraufhin komponierte er klassische Musik für den Dresdner Hof und wurde dann zum «Kirchen-Compositeur» ernannt. Doch für den Titel des «Kapellmeisters» reichte es nie, denn Johann Adolf Hasse wurde ihm gegenüber bevorzugt. Dennoch blieb Zelenka bis zu seinem Tod in Dresden. Seine Musik ist virtuos, unglaublich originell und für die Zeit des Barocks sehr modern.
In dieser Spielzeit ist es bereits das zweite Konzert, das das Orchestra La Scintilla unter der Leitung des Dirigenten und Violinisten Riccardo Minasi spielt. Die irische Sopranistin Anna Devin singt u.a. Arien aus dem Oratorium Gesù al calvario sowie aus der Hochzeitsmusik Il Diamante von Zelenka. Anna Devin hatte bereits in der Spielzeit 2018/19 als Rosane in Vivaldis La verità in cimento am Opernhaus Zürich einen grossen Erfolg.
Ein musikalischer Abend, der das Publikum in die Zeit des Barocks in Dresden zurückversetzen und ihm vier unterschiedliche Komponisten näherbringen wird.

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Gut zu wissen

Vivaldi/Verdi: Vier Jahreszeiten

CD-Taufe

Um 18.15 Uhr, 45 Minuten vor Konzertbeginn, laden wir Sie herzlich ein im Spiegelsaal zusammen mit den Musikerinnen und Musikern und Ricardo Minasi an der feierlichen CD-Taufe teilzunehmen.

In dieser Spielzeit ist es bereits das zweite Konzert, in dem das Ensemble unter der Leitung des Dirigenten und Violinisten Riccardo Minasi spielt. Gemeinsam mit den erstklassigen, auf historische Spielweise spezialisierten Musikerinnen und Musikern hat Riccardo Minasi bei Philharmonia Records, unserem hauseigenen Label, zwei ganz unterschiedliche Kompositionen mit dem Titel «Vier Jahreszeiten» eingespielt: Neben den vier berühmten Konzerten von Antonio Vivaldi, in denen sich Minasi als brillanter Solist beweist, bietet die 125 Jahre später entstandene Ballettmusik von  Giuseppe Verdi dem Ensemble die Möglichkeit, die Bandbreite seines Repertoires und seine grosse Flexibilität vorzustellen. Verdi auf originalem Instrumentarium: ein ganz neues Klangerlebnis!

Um 18.15 Uhr, 45 Minuten vor Konzertbeginn, laden wir Sie herzlich ein im Spiegelsaal zusammen mit den Musikerinnen und Musikern und Ricardo Minasi an der feierlichen CD-Taufe teilzunehmen. Die CD werden wir bei der Gelegenheit zum reduzierten Preis von CHF 18 anstelle CHF 22 anbieten.