Alice im Wunderland

Pierangelo Valtinoni

Kinderoper
Libretto von Paolo Madron nach Lewis Carroll
Deutsche Fassung von Hanna Francesconi

Von 8. November 2026 bis 17. Januar 2027

  • Dauer:
    ca. 2 Std. Inkl. Pause nach ca. 50 Min.
  • Sprache:
    In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung mit deutscher Übertitelung.
  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Musikalische Leitung:
Michael Richter

Michael Richter

Michael Richter wurde in Wien geboren und studierte Orchesterdirigieren bei Leopold Hager sowie Korrepetition bei Konrad Leitner an der dortigen Universität für Musik und Darstellende Kunst. Von 2000 bis 2003 war er als Solokorrepetitor mit Dirigierverpflichtung am Badischen Staatstheater Karlsruhe engagiert und dirigierte dort u. a. Aufführungen von «Le nozze di Figaro», «Die Fledermaus» und Prokofjews «Romeo und Julia». Seit 2003 ist Michael Richter am Opernhaus Zürich engagiert, zunächst als Solokorrepetitor und seit 2012 als Studienleiter. Er hat mit namhaften Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Ingo Metzmacher, Gianandrea Noseda und Fabio Luisi sowie mit Sänger:innen wie Diana Damrau, Piotr Beczała und Jonas Kaufmann zusammengearbeitet und Konzerte als Pianist und Dirigent in verschiedenen Ländern Europas gegeben. Zudem arbeitete er für die Salzburger Festspiele und das Lucerne Festival. Am Opernhaus Zürich dirigierte er zuletzt u. a. die Familienopern «In 80 Tagen um die Welt» und «Alice im Wunderland», die Kammeroper «Der Traum von Dir», «Hänsel und Gretel» sowie das Ballett «Anna Karenina».

Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027
Inszenierung:
Nadja Loschky

Nadja Loschky

Nadja Loschky studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Parallel dazu assistierte sie Hans Neuenfels und arbeitete als freie Regisseurin an den Städtischen Bühnen Osnabrück. 2006 wurde ihre Inszenierung von «Das Tagebuch der Anne Frank» zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen. 2011 debütierte sie mit der Uraufführung der Familienoper «Mikropolis» von Christian Jost an der Komischen Oper Berlin. Sie inszenierte u. a.  «Faust» und «A Midsummer Night’s Dream» am Staatstheater Kassel, «Die Entführung aus dem Serail», «Così fan tutte» und «Le nozze di Figaro» am Theater Heidelberg, «Simon Boccanegra» am Theater Aachen, «La dame blanche» und «Macbeth» in Oldenburg, «Alcina» und «Norma» am Luzerner Theater, «Rusalka» und «Die Vögel» an der Oper Köln, «Ariane et Barbe-Bleue» und «Die Passagierin» an der Oper Graz sowie «Giulio Cesare» und «Lulu» an der Oper Frankfurt. Für «Madama Butterfly» am Theater Bielefeld wurde sie 2015 mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet und für «Death in Venice» von der Zeitschrift Opernwelt als «Beste Regisseurin» nominiert. 2018 wurde sie Hausregisseurin am Theater Bielefeld und brachte dort seither u. a. «Jakob Lenz», «La traviata» und «Aida» sowie «Orpheus in der Unterwelt» in einer Neufassung auf die Bühne. 2019 übernahm sie die Künstlerische Leitung des Musiktheaters und ist seit der Spielzeit 2023 Intendantin des Hauses. 2026/27 sind «Carmen» in Dresden und «Rinaldo» am Theater an der Wien geplant. Neben ihrer Regietätigkeit doziert Nadja Loschky an der Hochschule für Musik Hanns Eisler sowie an der UdK Berlin. Am Opernhaus Zürich inszenierte sie «Die Schatzinsel» sowie die Uraufführung von Christian Josts «Roter Laterne».

Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027
Konzeptionelle Mitarbeit:
Yvonne Gebauer

Yvonne Gebauer

Die 1972 in Berlin geborene Dramaturgin studierte Germanistik, Philosophie und Religionswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seit 1998 arbeitet sie im Schauspiel und vor allem in der Oper. Eine mehr als zwanzigjährige Arbeitsbeziehung verband sie mit dem Regisseur Hans Neuenfels. Sie arbeitete darüber hinaus mit Regisseur:innen wie Kazuko Watanabe, Johan Simons, Frank Hilbrich, Tobias Kratzer, David Hermann und Amélie Niermeyer. Über die Jahre entstanden langjährige Kollaborationen mit Claus Guth, Christof Loy und Nadja Loschky, die bis heute andauern. Aktuell ist sie in weiteren engen Arbeitsbeziehungen mit Ulrich Rasche, Shirin Neshat und Barbara Lluch. Sie war Dozentin für Dramaturgie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft in Hamburg (Kostümklasse Reinhard von der Thannen), an der Akademie für Angewandte Kunst in Wien (Bühnenbildklasse Erich Wonder), am Mozarteum in Salzburg (Regieklasse Amélie Niermeyer), an der Kunsthochschule Weissensee in Berlin (Bühnenbildklasse Stefan Hageneier) und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Von 2001 bis 2008 war sie freie Mitarbeiterin der Süddeutschen Zeitung im Ressort Literatur. Von 2009 bis 2018 arbeitete sie an der Bayerischen Staatsoper als Bilddramaturgin und war Bildredakteurin des Magazins «Max Joseph».

Scylla et Glaucus27 / 29 / 31 März / 2 / 6 / 30 Apr. / 2 Mai 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027
Bühnenbild:
Étienne Pluss

Étienne Pluss

Étienne Pluss wurde in Genf geboren, wo er zunächst eine Kunstgalerie leitete, bevor er ein Bühnenbildstudium an der Universität der Künste in Berlin aufnahm. Seine Theaterlaufbahn begann er als Ausstattungsassistent von Achim Freyer und Karl-Ernst Herrmann. Seit 2000 ist er als freischaffender Bühnenbildner tätig und arbeitet seither an zahlreichen renommierten Häusern im Schauspiel und in der Oper. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Claus Guth. Für dessen Inszenierungen entstanden unter anderem die Bühnenbilder zu Beat Furrers «Violetter Schnee» an der Staatsoper Unter den Linden (FAUST-Theaterpreis 2019), «La bohème» an der Opéra National de Paris, «Die Sache Makropulos» an der Staatsoper Berlin, Dusapins «Il Viaggio, Dante» beim Festival d’Aix-en-Provence, «Don Carlo» am Teatro San Carlo in Neapel, «Salome» am Bolschoi-Theater in Moskau in Kooperation mit der Metropolitan Opera New York sowie «Bluthaus» an der Bayerischen Staatsoper. Ausserdem schuf er die Bühnenbilder für Weinbergs «Die Passagierin» an der Oper Graz und «Hamlet» an der Komischen Oper Berlin, beide in der Regie von Nadja Loschky. Für «Il trittico» bei den Salzburger Festspielen arbeitete er mit Christof Loy. Mit Richard Brunel realisierte er die Bühnenbilder zu Boesmans «On purge bébé» an La Monnaie in Brüssel sowie zu Escaichs Oper «Shirine» in Lyon. Mit Evgeny Titov erarbeitete er Shakespeares «Richard III.» am Schauspielhaus Düsseldorf. 1998 wurde er zum Berliner Theatertreffen eingeladen, im darauffolgenden Jahr erhielt er die Kainz-Medaille für seine Arbeit an Thomas Bernhards «Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen». In Zürich entwarf er zuletzt das Bühnenbild für «Alice».

Scylla et Glaucus27 / 29 / 31 März / 2 / 6 / 30 Apr. / 2 Mai 2026 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027
Kostüme:
Irina Spreckelmeyer

Irina Spreckelmeyer

Irina Spreckelmeyer absolvierte ihr Bachelorstudium im Fach Kostümbild bei Prof. Maren Christensen an der Hochschule Hannover und schloss mit Jelineks Prinzessinnendramen das Studium ab. An der Universität der Künste Berlin setzte sie 2016 ihr Masterstudium bei Florence von Gerkan fort. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) sind seit 2017 verschiedene Kurzfilme entstanden, u.a. mit dem Regisseur Gian Suhner (Abdrift, Der Besuch) und mit der Regisseurin Florinda Frisardi (Die andere Welt). 2017 entwarf sie am Schauspiel Frankfurt die Kostüme für Andreas Kriegenburgs Inszenierung von Drei Tage auf dem Land. Seit 2017 arbeitet sie regelmässig mit Nadja Loschky zusammen. Nach der Oper Jakob Lenz am Theater Bielefeld führte sie ihr gemeinsamer Weg im März 2019 mit der Produktion Rusalka an die Oper Köln. In der Spielzeit 2019/20 setzte sich die Zusammenarbeit mit Aida am Theater Bielefeld fort, zudem schuf sie in der gleichen Spielzeit das Kostümbild von Wolfgang Nägeles Inszenierungen von Paradise Reloaded am Theater Bielefeld und Le vin herbé im Gartentheater Herrenhausen der Staatsoper Hannover. Für Mieczysław Weinbergs Oper Die Passagierin, die an der Oper Graz die Spielzeit 2020/21 eröffnete und für Die Vögel an der Oper Köln arbeitete Irina Spreckelmeyer erneut mit Nadja Loschky zusammen.

Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027
Lichtgestaltung:
Franck Evin

Franck Evin

Franck Evin, geboren in Nantes, ging mit 19 Jahren nach Paris, um Klavier zu studieren. Nachts begleitete er Sänger im Café Théâtre Le Connetable und begann sich auch für Beleuchtung zu interessieren. Schliesslich entschied er sich für die Kombination aus Musik und Technik. Dank eines Stipendiums des französischen Kulturministeriums wurde er 1983 Assistent des Beleuchtungschefs an der Opéra de Lyon. Hier arbeitete er u. a. mit Ken Russel und Robert Wilson zusammen. Am Düsseldorfer Schauspielhaus begann er 1986 als selbstständiger Lichtdesigner zu arbeiten und legte 1993 die Beleuchtungsmeisterprüfung ab. Besonders eng war in dieser Zeit die Zusammenarbeit mit Werner Schröter und mit dem Dirigenten Eberhard Kloke. Es folgten Produktionen u. a. in Nantes, Strassburg, Paris, Lyon, Wien, Bonn, Brüssel und Los Angeles. Von 1995 bis 2012 war er Künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung der Komischen Oper Berlin und dort verantwortlich für alle Neuproduktionen. Hier wurden besonders Andreas Homoki, Barrie Kosky, Calixto Bieito und Hans Neuenfels wichtige Partner für ihn. 2006 wurde Franck Evin mit dem «OPUS» in der Kategorie Lichtdesign ausgezeichnet. Von 2012/13 bis 2024/25 arbeitete er als künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung an der Oper Zürich. Neben seiner Tätigkeit in Zürich wirkte er weiterhin als Gast in internationalen Produktionen mit, etwa an den Opernhäusern von Oslo, Stockholm, Tokio, Amsterdam, München, Graz sowie der Opéra Bastille, der Mailänder Scala, dem Teatro La Fenice, der Vlaamse Opera und bei den Bayreuther Festspielen.

Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Madama Butterfly30 Dez. 2025 / 3 / 9 / 11 / 13 / 16 Jan. 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 Fidelio3 / 6 / 10 / 14 / 16 Mai 2026 Così fan tutte3 / 7 / 9 / 12 Juli 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 / 9 März 2027 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. / 10 März 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Siegfried12 März 2027 Götterdämmerung14 März 2027 Don Pasquale23 / 27 / 30 Mai / 4 / 6 / 11 Juni 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027
Choreinstudierung:
Alice Lapasin Zorzit

Alice Lapasin Zorzit

Alice Lapasin Zorzit absolvierte ihr Klavierstudium am Conservatorio di Musica Luigi Boccherini in Lucca und setzte ihre Ausbildung an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz fort, wo sie 2018 ihren Bachelor in Chorleitung mit Auszeichnung abschloss. Während dieser Zeit sammelte sie ihre ersten Erfahrungen in der Opernwelt als Chorrepetitorin am Landestheater Linz. 2017 nahm sie an der Riccardo Muti Italian Opera Academy teil und war während der Spielzeit 2018/19 Korrepetitorin an der Orchesterakademie des Opernhaus Zürich. In der Spielzeit 2019/20 folgte ein Engagement als stellvertretende Kinderchorleiterin und Gastpianistin an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Anschliessend führte sie ihre Tätigkeit an das Staatstheater Darmstadt, wo sie in den Jahren 2020–2022 als stellvertretende Chordirektorin und Kinderchorleiterin wirkte. Parallel zu ihrer beruflichen Entwicklung setzte sie ihre akademische Ausbildung fort: 2021 schloss sie an der Kunstuniversität Graz ihren Master in Dirigieren und Musiktheaterkorrepetition ab, 2022 folgte ein berufsbegleitender Master in Kulturmanagement (EMAA) an der Universität Zürich. Als Kulturmanagerin war sie Stipendiatin der Deutschen Bank Stiftung (AMH) und gründete 2024 die Künstleragentur ArteMIS. Von 2023 bis 2025 war Alice Lapasin Zorzit Chordirektorin mit Dirigierverpflichtung am Landestheater Coburg und wirkte im Sommer 2025 als Chorassistentin bei den Bayreuther Festspielen mit. Seit Januar 2026 ist sie stellvertretende Chordirektorin am Opernhaus Zürich.

Werther14 / 19 Juni / 1 / 4 / 10 Juli 2026 Così fan tutte3 / 7 / 9 / 12 Juli 2026 Giulio Cesare in Egitto11 / 13 / 15 / 17 / 21 / 25 / 28 März 2026 Scylla et Glaucus27 / 29 / 31 März / 2 / 6 / 30 Apr. / 2 Mai 2026 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Tosca11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Don Pasquale23 / 27 / 30 Mai / 4 / 6 / 11 Juni 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Herr der Diebe27 Feb. / 2 / 4 / 6 / 7 / 9 / 10 / 11 März 2027
Dramaturgie:
Beate Breidenbach

Beate Breidenbach

Beate Breidenbach studierte zuerst Violine, dann Musikwissenschaft und Slawistik in Nowosibirsk, Berlin und St. Petersburg. Nach Assistenzen an der Staatsoper Stuttgart und der Staatsoper Unter den Linden Berlin wurde sie als Musikdramaturgin ans Theater St. Gallen engagiert, drei Jahre später wechselte sie als Dramaturgin für Oper und Tanz ans Theater Basel. Anschliessend ging sie als Operndramaturgin ans Opernhaus Zürich, wo sie bisher mit Regisseurinnen und Regisseuren wie Calixto Bieito, Dmitri Tcherniakov, Andreas Homoki, Herbert Fritsch, Nadja Loschky, Kirill Serebrennikov und anderen arbeitete und die Entstehung neuer Opern von Pierangelo Valtinoni, Michael Pelzel, Samuel Penderbayne und Jonathan Dove betreute. Gastdramaturgien führten sie u.a. an die Potsdamer Winteroper (Le nozze di Figaro, Regie: Andreas Dresen), zum Schweizer Fernsehen (La bohème im Hochhaus) und 2021 an die Opéra de Génève (Krieg und Frieden, Regie: Calixto Bieito). Mit Beginn der Spielzeit 2026/27 wird sie als Chefdramaturgin an die Deutsche Oper Berlin wechseln.

Così fan tutte3 / 7 / 9 / 12 Juli 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 / 9 März 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. / 10 März 2027 Siegfried12 März 2027 Götterdämmerung14 März 2027

Besetzung

Alice Marie Maidowski 08, 15, 26, 28 Nov / 08, 10 Jan


Alice Thalia Cook-Hansen 19, 21 Nov / 06 Dez / 02, 07, 17 Jan


Herzogin / Raupe Ruben Drole 08, 15, 21, 28 Nov / 06 Dez / 08 Jan


Herzogin / Raupe Gary Martin 19, 26 Nov / 02, 07, 10, 17 Jan

Herzkönig Christian Tintori


Märzhase / Zwiddeldei Salvador Villanueva


Schlafmaus / Zwiddeldum Valeriy Murga 08, 15, 19, 28 Nov / 02, 08, 17 Jan


Schlafmaus / Zwiddeldum Andrew Moore 21, 26 Nov / 06 Dez / 07, 10 Jan


Herzkönigin Irène Friedli 08, 15, 28 Nov / 06 Dez / 07, 08, 10, 17 Jan

Herzkönigin Marcela Rahal 19, 21, 26 Nov / 02 Jan


Der verrückte Hutmacher Anthony León 08, 21, 26, 28 Nov / 08, 17 Jan


Der verrückte Hutmacher Johan Krogius 15, 19 Nov / 06 Dez


Der verrückte Hutmacher Lukas Siebert 02, 07, 10 Jan


Das weisse Kaninchen Daniel Hajdu


Grinsekatze Kjell Brutscheidt

Köchin Ursula Wiederkehr

Froschpage Helen Wills

Fischpage Olivia Minder

Thalia Cook-Hansen

Thalia Cook-Hansen, Sopran, stammt aus den USA. Nach Gesangsstudien in den USA und Kanada absolvierte sie ihr Masterstudium an der Dutch National Opera Academy. Ergänzend dazu besuchte sie Meisterkurse bei u. a. Elliot Madore, Floris Visser und Lynne Dawson. In Amsterdam war sie u. a. als Nerina in Haydns «La fedeltà premiata», Fanny in Rossinis «La cambiale di matrimonio», Bastienne in Mozarts «Bastien et Bastienne» sowie als Adele in der «Fledermaus» zu erleben. Sie sang Barbarina («Le nozze di Figaro») am Ständetheater in Prag sowie die Erste Dame («Die Zauberflöte») und Mademoiselle Silberklang («Der Schauspieldirektor») in Toronto. Zu ihrem Repertoire zählen zudem Rollen wie Bubikopf in Viktor Ullmanns «Der Kaiser von Atlantis», Sängerin Nr. 1 in Conrad Susas «Transformations», Amore in Monteverdis «Il ritorno d’Ulisse in patria» und die Titelpartie in Donizettis «Lucia di Lammermoor». Seit der Spielzeit 2025/26 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich.

Werther14 / 19 Juni / 1 / 4 / 10 Juli 2026 Der Rosenkavalier26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 Macbeth8 / 11 / 14 / 19 / 22 / 30 Nov. 2025 Gianni Schicchi2 / 6 / 8 / 10 / 13 Mai 2026 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Alice im Wunderland19 / 21 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 17 Jan. 2027 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Angels in America7 / 9 / 19 / 21 / 23 Mai 2027 c-Moll-Messe17 März 2027

Ruben Drole

Ruben Drole, Bassbariton, stammt aus Winterthur und studierte an der Musikhochschule Zürich. 2004 wurde er ins Opernstudio und 2005 ins Ensemble des Opernhauses Zürich aufgenommen, wo er u. a. als Lucio Cinna (J.C. Bachs «Lucio Silla»), Haly («L’italiana in Algeri»), Argante («Rinaldo»), Wurm («Luisa Miller») und als Papageno in der von Nikolaus Harnoncourt geleiteten «Zauberflöte» zu erleben war. Als Papageno hat er 2015 auch sein Debüt an der Semperoper Dresden gegeben. Weitere Projekte mit Harnoncourt waren u. a. Kezal («Die verkaufte Braut») und Haydns «Schöpfung» bei der Styriarte Graz, Beethovens «Christus am Ölberg» in Wien und Luzern, eine Japan-Tournee (Mozarts «Requiem» und Händels «Messiah») sowie Leporello («Don Giovanni») am Theater an der Wien. Im Zürcher Zyklus der Mozart/Da Ponte-Opern von Sven-Eric Bechtolf und Franz Welser-Möst wirkte er als Guglielmo («Così fan tutte»), Figaro («Le nozze di Figaro») und Leporello mit. Dieselben Partien interpretierte er unter Welser-Möst auch mit dem Cleveland Orchestra. Bei den Salzburger Festspielen 2012 sang er den Achilla («Giulio Cesare») und trat dort 2013 in Haydns «Il ritorno di Tobia» und in Walter Braunfels’ «Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna» auf. In Zürich sang er u. a. Papageno («Die Zauberflöte»), Alaskawolfjoe («Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny»), Soldat («Die Geschichte vom Soldaten»), Odysseus («Die Odyssee»), Herzogin/Raupe in «Alice im Wunderland» sowie Frank («Die Fledermaus»). Ausserdem war er jüngst im Ballettabend «Nachtträume» zu erleben.

Die Fledermaus7 / 10 / 12 / 14 / 18 / 26 / 28 / 31 Dez. 2025 / 2 / 4 / 6 / 10 Jan. / 29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026 Nachtträume20 / 25 / 28 / 30 Juni / 4 Juli 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 21 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 8 Jan. 2027 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Herr der Diebe27 Feb. / 2 / 4 / 6 / 7 / 9 / 10 / 11 März 2027

Gary Martin

Gary Martin, Bariton, stammt aus den USA und war von 1993 bis 1995 Mitglied des Young Artists Program der Chicago Lyric Opera. Später kehrte er als Gast an dieses Haus zurück, u.a. an der Seite von Placido Domingo in Fedora. Sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York erfolgte in der Spielzeit 1998/99 in Lohengrin und Carmen. Im Jahr 2000 kam er aus den USA für ein Festengagement am Staatstheater am Gärtnerplatz in München nach Europa. Bis 2012 sang er dort Partien wie Don Giovanni, Figaro (Il barbiere di Siviglia), Il Conte (Le nozze di Figaro), Escamillo (Carmen), Giorgio Germont (La traviata), Ford (Falstaff), Tonio (Baiazzo), Jaroslav Prus (Die Sache Makropulos), Marcello (La bohème), The Traveller (Death in Venice), Nick Shadow (The Rake’s Progress), Leander (Die Liebe zu den drei Orangen) sowie 2015 die Titelrolle in Detlev Glanerts Josef Süss. Im Juli 2013 gab er sein Debüt als Wotan, Wanderer und Gunther in Der Ring an einem Abend in Bayreuth. Im Oktober 2013 sang er Carmina Burana in Berlin mit den Berliner Symphonikern, 2014 die Titelrolle in Sweeney Todd am Gärtnerplatztheater. 2015 trat er in der Verdi-Trilogie an einem Abend (Rigoletto, Il trovatore, La traviata) am Theater an der Rott auf; 2016 folgte am Theater Münster Ford in Verdis Falstaff. Zu seinem Repertoire im Konzertbereich gehören zudem Partien in Verdis Requiem, Händels Messias und Beethovens 9. Sinfonie. Am Opernhaus Zürich war er zuletzt in Alice im Wunderland und Jim Knopf zu hören.

Alice im Wunderland19 / 26 Nov. 2026 / 2 / 7 / 10 / 17 Jan. 2027

Salvador Villanueva

Salvador Villanueva ist ein mexikanischer Tenor. Er absolvierte seine Gesangsausbildung an der Universidad de Sonora sowie anschliessend am Mexican Opera Studio. Dort sang er u. a. Goro in «Madama Butterfly» und Remendado in «Carmen». In den Spielzeiten 2023/24 und 2024/25 war er Mitglied des Opernstudios an der Oper Amsterdam, wo er Partien wie Gastone («La traviata»), Borsa («Rigoletto»), die Tenor-Rolle in Tom Johnsons «The Four Note Opera» und den Seemann («Dido und Aeneas») übernahm. 2024 kehrte er als Titelfigur in Gounods «Roméo et Juliette» nach Mexiko zurück. Salvador Villanueva war Finalist in Gesangswettbewerben in Mexiko City und ’s-Hertogenbosch. Er ist seit der Spielzeit 2025/26 Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich.

Rigoletto20 / 23 / 27 Dez. 2025 / 1 / 4 Jan. 2026 Macbeth8 / 11 / 14 / 19 / 22 / 30 Nov. 2025 Der Rosenkavalier1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 Gianni Schicchi2 / 6 / 8 / 10 / 13 Mai 2026 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027

Valeriy Murga

Der Bass Valeriy Murga studierte an der Nationalen Musikakademie der Ukraine in Kiew. Sowohl beim 41. Internationalen Gesangswettbewerb in Toulouse (1996) als auch beim 7. Julian-Gayarre-Wettbewerb in Pamplona (1998) gehörte er zu den Finalisten. 1997 gewann er den zweiten Preis beim Maria Callas Grand Prix in Athen und nahm 1999 am Cardiff Singer of the World-Wettbewerb teil. Von 1997 bis 1999 war er Solist an der Ukrainischen Nationaloper in Kiew, wo er u. a. die Rollen Figaro («Le nozze di Figaro»), Escamillo («Carmen»), Schaunard («La bohème») und die Titelpartien in «Jewgeni Onegin», «Don Giovanni» und «Fürst Igor» verkörperte. Sein Repertoire umfasst ausserdem u. a. die Partien des Marchese di Posa («Don Carlo») und Schaklowity («Chowanschtschina»). Am Opernhaus Zürich war Valeriy Murga zunächst Mitglied des Internationalen Opernstudios und trat in dieser Zeit u. a. als Sciarrone und Schliesser («Tosca») sowie als Monterone («Rigoletto») auf. Seit Beginn der Spielzeit 2000/01 ist er festes Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich und war hier seither u. a. als Fürst Jelezki («Pique Dame»), Moralès («Carmen»), Zweiter Soldat («Salome»), Alessio («La sonnambula»), Ali («L’italiana in Algeri»), Wagner («Faust»), Mesner («Tosca»), Butler («La rondine») und Bogdanowitsch («Die lustige Witwe») sowie in Familienopern wie u. a. «Das Gespenst von Canterville», «Robin Hood», «Das verzauberte Schwein», «Jim Knopf» und «Wir pfeifen auf den Gurkenkönig» zu hören. Ausserdem gastierte er in Eugen d’Alberts «Tiefland» am Liceu in Barcelona und in «L’italiana in Algeri» an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 / 11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 Werther14 / 19 Juni / 1 / 4 / 10 Juli 2026 Hänsel und Gretel20 / 23 Nov. / 2 / 16 / 18 Dez. 2025 / 2 / 24 / 25 / 31 Jan. 2026 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 28 Nov. 2026 / 2 / 8 / 17 Jan. 2027 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Herr der Diebe27 Feb. / 2 / 4 / 6 / 7 / 9 / 10 / 11 März 2027

Andrew Moore

Andrew Moore, amerikanischer Bassbariton aus New Jersey, erhielt seine Ausbildung an der Rutgers University (Mason Gross School of the Arts) sowie am renommierten Curtis Institute of Music in Philadelphia. 2019 erreichte er das New England Region Finale der Metropolitan Opera National Council Auditions und wurde dort mit dem Susan Eastman Encouragement Award ausgezeichnet. Weitere wichtige künstlerische Stationen waren das Merola Opera Program in San Francisco sowie die Santa Fe Opera, wo er als Apprentice Singer u. a. in «La bohème», «Così fan tutte» und «Jenůfa» auftrat. Von 2020 bis 2022 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios Opernhaus Zürich. Anschliessend wurde er in das Ensemble des Hauses übernommen, dem er seit der Spielzeit 2022/23 angehört. Hier war er seither u. a. als Figaro («Le nozze di Figaro»), Paolo Albiani («Simon Boccanegra»), Don Fernando («Fidelio»), De Brétigny («Manon»), Marullo («Rigoletto»), Paris («Roméo et Juliette»), Marchese d’Obigny («La traviata»), Pritschitsch («Die lustige Witwe»), Johann («Werther») sowie Fix («In 80 Tagen um die Welt») zu erleben. Zu den jüngsten internationalen Engagements zählen sein Debüt bei der Warsaw Philharmonic als Basssolist in Beethovens 9. Sinfonie sowie sein Salzburg-Debüt als Marchese d’Obigny («La traviata»). Im Sommer 2026 wird er bei den Salzburger Festspielen als Johann («Werther») zu erleben sein. Zu seinem Repertoire zählen ausserdem Partien wie Leporello («Don Giovanni»), Publio («La clemenza di Tito»), Guglielmo («Così fan tutte») und Rocco («Fidelio»).

Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 La clemenza di Tito26 / 29 Apr. / 3 / 8 / 15 / 17 / 20 / 25 Mai 2026 / 7 / 10 / 12 / 16 / 18 / 21 März 2027 Tannhäuser21 / 24 / 27 Juni / 2 / 5 / 8 / 11 Juli / 26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Le nozze di Figaro24 / 29 Jan. / 1 / 5 / 7 / 10 / 14 Feb. 2026 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 Alice im Wunderland21 / 26 Nov. / 6 Dez. 2026 / 7 / 10 Jan. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027

Irène Friedli

Irène Friedli ist in Räuchlisberg, Schweiz, aufgewachsen und schloss ihr Studium an der Musik-Akademie Basel mit dem Solistendiplom ab. Die Altistin ergänzte ihre Studien in der Interpretationsklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin, nahm an Meisterkursen von Brigitte Fassbaender teil und bildete sich bei Helen Keller weiter. Sie gewann zahlreiche Preise bei internationalen Liedwettbewerben. Seit 1994 ist sie Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich. Hier sang sie u. a. Zweite und Dritte Dame («Die Zauberflöte»), Mercédès («Carmen»), die Titelrolle in Ravels «L’Enfant et les sortilèges», Elsbeth in «Schlafes Bruder», Lily in «Harley», Annina und Flora («La traviata»), Flosshilde («Das Rheingold», «Götterdämmerung»), Marcellina («Le nozze di Figaro»), Emilia («Otello»), Lucia («Cavalleria rusticana»), Olga in Peter Eötvös’ «Drei Schwestern», Marthe in Gounods «Faust», Margret («Wozzeck»), Lovis in «Ronja Räubertochter» von Jörn Arnecke, Blumenmädchen und Stimme aus der Höhe («Parsifal»), Gertrud/Knusperhexe («Hänsel und Gretel»), Clotilde («Norma»), Mutter/Andermutter («Coraline»), Kartenaufschlägerin («Arabella») und Amme («Boris Godunow»). In der Uraufführung der Familienoper «Odyssee» verkörperte sie Eurykleia/Mutter und in «Girl with a Pearl Earring» Tanneke. 2012 gastierte sie an der Opéra Bastille in Paris. Zuletzt trat sie in Zürich u. a. als Herzkönigin in «Alice im Wunderland», Filipjewna in «Jewgeni Onegin», Tisbe in «La Cenerentola», Miss Bentson in «Lakmé», Frau Waas/Frau Mahlzahn in «Jim Knopf», Die Oberköchin in «Amerika», Ninetta in «I vespri siciliani», Annina im «Rosenkavalier» und Gertrud/Knusperhexe in «Hänsel und Gretel» auf.

Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 Hänsel und Gretel20 / 23 Nov. / 2 / 4 / 16 / 18 Dez. 2025 / 2 / 24 / 25 / 31 Jan. 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Herr der Diebe27 Feb. / 7 / 9 / 11 März 2027 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026

Anthony León

Der kubanisch-kolumbianische Tenor Anthony León studierte an der La Sierra University in Riverside (Kalifornien) sowie am New England Conservatory of Music in Boston (Massachusetts). Er wurde mit zahlreichen bedeutenden Auszeichnungen geehrt. 2024 war er Finalist des Rising Star Award der International Opera Awards und erhielt den Richard Tucker Career Grant. 2023 gewann er die Metropolitan Opera Laffont Competition; bei Operalia 2022 wurde er mit dem Ersten Preis sowie dem Don Plácido Domingo Ferrer Zarzuela Prize ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt er einen Career Development Grant der Sullivan Foundation und wurde unter anderem in «Opera News» porträtiert. In der Saison 2025/26 gibt er am Teatro Regio di Torino sein Haus- und Rollendebüt als Belmonte in «Die Entführung aus dem Serail» und singt diese Partie erstmals auch in Glyndebourne. Ausserdem debütiert er an der Lyric Opera of Chicago als Ferrando in «Così fan tutte» und kehrt an die LA Opera zurück, wo er erstmals Fenton in «Falstaff» singt. Zu seinem Repertoire zählen darüber hinaus Partien wie Graf Almaviva in «Il barbiere di Siviglia», Remendado in «Carmen», Nemorino in «L’elisir d’amore», Tamino in «Die Zauberflöte», Don Ottavio in «Don Giovanni» und Spoletta in «Tosca». Von 2022 bis 2023 war er Mitglied des Domingo-Colburn-Stein Young Artist Program der Los Angeles Opera. Gastengagements führten ihn unter anderem an die Oper Köln, an das Théâtre des Champs-Élysées in Paris, an die Santa Fe Opera, zum Festival d’Aix-en-Provence sowie zu den Salzburger Festspielen.

Alice im Wunderland8 / 21 / 26 / 28 Nov. 2026 / 8 / 17 Jan. 2027 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027 c-Moll-Messe17 März 2027

Johan Krogius

Johan Krogius begann seine musikalische Ausbildung im Knabenchor der Domkantorei Cantores Minores in Helsinki. Er studierte später in Helsinki und Stockholm, gewann 2021 den Timo-Mustakallio-Gesangswettbewerb und wurde im selben Jahr beim Helsinki-Liedwettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Im Opernbereich sang er Partien wie Jaquino («Fidelio») und Pong («Turandot») in Helsinki, First Man und Juhana in «The Last Temptations» an der Oper in Jyväskylä, Don Ottavio («Don Giovanni») an der Finnischen Nationaloper, Kuska («Chowanschtschina») mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen in Helsinki und Stockholm sowie Tamino («Die Zauberflöte») an der Oper in Tampere und beim Savonlinna Opera Festival, wo er 2024 auch als Don Ottavio und Ismaele («Nabucco») und 2025 als Macduff («Macbeth») zu hören war. Von 2022 bis 2024 gehörte er dem Internationalen Opernstudio der Berliner Staatsoper an. Dort verkörperte er u. a. Leukippos (Strauss’ «Daphne»), Tamino, Erster Geharnischter und Erster Priester («Die Zauberflöte»), Wirt und Haushofmeister bei Faninal («Der Rosenkavalier»), Trojaner («Idomeneo»), Parpignol («La bohème») und Borsa («Rigoletto»). Als Gast kehrte er u. a. als Tybalt («Roméo et Juliette») an die Berliner Staatsoper zurück. Auf der Konzertbühne trat er u. a. mit der Jyväskylä Sinfonia, dem Helsinki Baroque Orchestra, der Tapiola Sinfonietta und dem Turku Philharmonic Orchestra auf und debütierte 2024 mit Mozarts «Requiem» in der Berliner Philharmonie. Seit 2025/26 ist er Mitglied im Ensemble des Opernhauses Zürich, wo er im «Rosenkavalier», in «Tosca» und «Carmen» zu hören war.

Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 Tannhäuser21 / 24 / 27 Juni / 2 / 5 / 8 / 11 Juli / 26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Johannes-Passion24 März 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Alice im Wunderland15 / 19 Nov. / 6 Dez. 2026 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 / 9 März 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Die Zauberflöte2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027

Lukas Siebert

Lukas Siebert, Tenor, studiert zunächst Schulmusik in Frankfurt und anschliessend Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München. Meisterkurse besuchte er bei Helmut Deutsch und Hedwig Fassbender. Aktuell studiert er Chor- und Orchesterdirigieren in Frankfurt bei Prof. Vassilis Christopoulos und ist Stipendiat des «Forum Dirigieren» des Deutschen Musikrates. Im Rahmen seiner Dirgierausbildung arbeitete er bereits mit dem MDR Rundfunkchor sowie der Philharmonie Neubrandenburg. Schon während seines Schulmusikstudiums sammelte er am Staatstheater Mainz erste Erfahrungen als Solist und gestaltete mit Hilko Dumno mehrere Liederabende u.a. an der Oper Frankfurt. Im Konzertfach führte ihn Mendelssohns Lobgesang in einem Hochschulkonzert zu den Münchner Symphonikern. In der Spielzeit 2021/22 gab er sein Debüt als Melot in Wagners Tristan und Isolde bei den Musikfestspielen Königswinkel und sang an der Bayerischen Staatsoper in Georg Friedrich Haas’ Bluthaus, einer Produktion des dortigen Opernstudios, unter der musikalischen Leitung von Titus Engel und in der Inszenierung von Claus Guth. Zusammen mit seinem Liedduopartner Viktor Jugovic war er mit Liedern von Paul Ben-Haim live auf Deutschlandfunk Kultur zu hören und im Sommer 2022 bei einem Liederabend im Rahmen der Opernfestspiele Heidenheim.

Alice im Wunderland2 / 7 / 10 Jan. 2027

Daniel Hajdu

Daniel Hajdu, geboren in Göttingen, erhielt seine Schauspielausbildung an der Folkwang-Hochschule in Essen. Er gastierte zunächst an den Schauspielhäusern in Düsseldorf und Essen. Feste Engagements führten ihn dann von Wuppertal über Basel nach Heidelberg, unterbrochen von Gastrollen am Zürcher Neumarkttheater und dem Volkstheater München. In den letzten Jahren gastierte Daniel Hajdu am Schauspielhaus Zürich und regelmässig am Theater Biel Solothurn. Er wirkte in zahlreichen TV-Filmen und Fernsehserien mit, so war er u. a. im Tatort und in der Serie Bella Block zu sehen. 1988 spielte er eine Hauptrolle im international ausgezeichneten Fernsehmehrteiler Die Bertinis (nach dem Roman von Ralph Giordano, Regie: Egon Monk). Daniel Hajdu war am Theater Kanton Zürich in Jordi Galcerans Karneval, in Ben Jonsons Volpone, in Mozarts Der Schauspieldirektor, in Labiches Die Affäre Rue de Lourcine und als Bürgermeister in Der Besuch der alten Dame zu sehen.

Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027

Kjell Brutscheidt

Kjell Brutscheidt, geboren 1996 in Düsseldorf, absolvierte von 2014 bis 2018 sein Schauspielstudium an der Theaterakademie August Everding. Gastengagements führten ihn u.a. ans Residenztheater, das Düsseldorfer Schauspielhaus, die Münchner Kammerspiele und die Bad Hersfelder Festspiele. In der Spielzeit 2019/20 war er Teil des ersten spartenübergreifenden Studios am Theater Bielefeld und arbeitete dort in Oper, Spiel und Tanz. Kjell Brutscheidt ist regelmäßig für Film & Fernsehproduktionen tätig, zuletzt u.a. für The Hunger Games: The Ballad of Songbirds and SnakesSarah Kohr - Irrlichter, sowie für Disko BochumZERV und die mehrfach ausgezeichnete Instagram-Serie @ichbinsophiescholl

Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027
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SoprAlti der Oper Zürich

Als während der Spielzeit 1999/00 für die verschiedensten Opern und Operetten ausschliesslich die älteren Mitglieder des Kinderchores benötigt wurden, begann das Ensemble durch das häufige gemeinsame Proben bald eine eigene Dynamik zu entwickeln und entsprang schlussendlich im Juli 2002, zur Première von Carmen, definitiv dem Kinderchor: Der Jugendchor war informell geboren. Zu Beginn der Spielzeit 2010/11 wurde der Name des Chores in "SoprAlti der Oper Zürich" umgeändert.Heute ist der Chor fester Bestandteil des Zürcher Opernhauses. Aktuell besteht er aus rund 25 begeisterten Sängerinnen im Alter zwischen etwa 16 und 30 Jahre. Pro Spielzeit hat er durchschnittlich zwischen 40 und 80 Auftritte. Er unterstützt dabei den Kinderchor oder tritt gemeinsam mit dem Zusatz- und dem Berufschor auf. In einigen Opern bestreitet er auch eigene Auftritte, etwa in Königskinder (Kinder des Besenbinders), Le Cid (Jeunes filles) oder Das schlaue Füchslein (Hühner). Zudem sind einzelne Mitglieder in verschiedenen Opern wie Tosca, Macbeth, Tannhäuser, L'Amore dei tre Re und Königskinder als Solistinnen zu hören.Ausserhalb des Opernhauses gehören eigene Konzerte, auswärtige Gastspiele, Messen an kirchlichen Feiertagen oder auch geschlossene Veranstaltungen von Firmen und Stiftungen ebenso zum Jahresprogramm wie Auftritte in den grossen Konzerthäusern.Die intensiven Freundschaften, die im Chor über das musikalische Engagement hinaus gepflegt werden, führen heute zu einem mühelosen aufeinander ab- und einstimmen der Sängerinnen. So entwickelt sich der Chor laufend weiter und kann nebenbei auch den Anforderungen des Spielplans gerecht werden.

Tannhäuser21 / 24 / 27 Juni / 2 / 5 / 8 / 11 Juli / 26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 La Damnation de Faust10 / 14 / 17 Mai 2026 Hänsel und Gretel16 / 20 / 23 / 28 / 30 Nov. / 2 / 4 / 11 / 16 / 18 / 21 Dez. 2025 / 2 / 24 / 25 / 31 Jan. 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 La forza del destino2 / 7 / 12 / 15 / 18 / 21 / 26 / 29 Nov. / 17 / 21 Dez. 2025 Fidelio3 / 6 / 10 / 14 / 16 Mai 2026 Werther14 / 19 Juni / 1 / 4 / 10 Juli 2026 Giulio Cesare in Egitto11 / 13 / 15 / 17 / 21 / 25 / 28 März 2026 Sillons de Mémoires5 / 6 / 7 Feb. 2026 Matthäus-Passion26 März 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027

Statistenverein am Opernhaus Zürich

Der Statistenverein am Opernhaus Zürich wurde im Jahr 1900 gegründet und dürfte damit einer der traditionsreichsten Vereine auf dem Kulturplatz Zürich sein. Rund hundert Frauen und Männer im Alter von 16 bis 70 Jahren bereichern das Bühnengeschehen in zahlreichen Inszenierungen.Statisten, früher auch als Figuranten bezeichnet, haben generell nicht sprechende Rollen. Ihre Einsätze am Opernhaus Zürich fallen je nach Inszenierung unterschiedlich umfangreich aus. Während früher Massenszenen im Vordergrund standen, sind die Statistinnen und Statisten seit der Ära Pereira und der Intendanz von Andreas Homoki zunehmend auch für aufwändigere Einzelauftritte sowie für anspruchsvolle technische Einsätze gefragt. Die Mitglieder des Statistenvereins üben ihre Einsätze in der Freizeit und ohne finanzielle Interessen aus. Sie bringen Begeisterung für Musik und Theater mit.

Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 La scala di seta25 / 28 Sept. / 19 / 24 Okt. 2025 Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 / 11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 Madama Butterfly30 Dez. 2025 / 3 / 9 / 11 / 13 / 16 Jan. 2026 Rigoletto20 / 23 / 27 Dez. 2025 / 1 / 4 Jan. 2026 Le nozze di Figaro24 / 29 Jan. / 1 / 5 / 7 / 10 / 14 Feb. 2026 / 2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Werther14 / 19 Juni / 1 / 4 / 10 Juli 2026 Così fan tutte3 / 7 / 9 / 12 Juli 2026 Macbeth8 / 11 / 14 / 19 / 22 / 30 Nov. 2025 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 La clemenza di Tito26 / 29 Apr. / 3 / 8 / 15 / 17 / 20 / 25 Mai 2026 Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026 Hänsel und Gretel16 / 20 / 23 / 28 / 30 Nov. / 2 / 4 / 11 / 16 / 18 / 21 Dez. 2025 / 2 / 24 / 25 / 31 Jan. 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 Die Fledermaus7 / 10 / 12 / 14 / 18 / 26 / 28 / 31 Dez. 2025 / 2 / 4 / 6 / 10 Jan. / 29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Giulio Cesare in Egitto11 / 13 / 15 / 17 / 21 / 25 / 28 März 2026 Scylla et Glaucus27 / 29 / 31 März / 2 / 6 / 30 Apr. / 2 Mai 2026 La forza del destino2 / 7 / 12 / 15 / 18 / 21 / 26 / 29 Nov. / 17 / 21 Dez. 2025 Sillons de Mémoires5 / 6 / 7 Feb. 2026 Gianni Schicchi2 / 6 / 8 / 10 / 13 Mai 2026 Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. / 10 März 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Götterdämmerung14 März 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Rinaldo14 / 19 / 23 / 25 / 27 / 29 März 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026

Kurzgefasst

Ein Fläschchen mit der Aufschrift «Trink mich!», das einen schrumpfen lässt, ein Kuchen, nach dessen Verzehr man ins Unermessliche wächst, ein verrückter Hutmacher, der an 364 Tagen im Jahr Nichtgeburtstag feiert – solche und viele andere kuriose Abenteuer erlebt Alice, nachdem sie einem Kaninchen gefolgt und in ein Loch gefallen ist. Ob das wirklich alles nur ein Traum ist? Lewis Carrolls Kinderbuch-Klassiker hat viele Generationen von Theater- und Filmschaffenden fasziniert, so auch den italienischen Komponisten Pierangelo Valtinoni. Seine poetische Musik ebenso wie die fantasievolle und temporeiche Regie von Nadja Loschky begeisterten bereits bei der Zürcher Uraufführung.

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Trailer «Alice im Wunderland»


Pressestimmen «Alice im Wunderland»

«Die neu komponierte Musik von Pierangelo Valtinoni ist wunderbar melodiös und untermalt das temporeiche Bühnengeschehen wie Filmmusik. Es ist ein Genuss dem Orchester zuzuhören.»

SRF Kultur, 14.11.22

«In Bann hält, mit grosser musikalischer und szenischer Fantasie angerichtet, die Poesie und Turbulenz des Bühnengeschehens.»

Tagblatt Zürich, 16.11.22

«Mega cool!»

Emma (10) war für den Züri-Tipp an der Premiere



Gut zu wissen

Auf dem Weg zu sich selbst

Mit der Regisseurin Nadja Loschky haben wir über die Faszination des Stoffes aus «Alice im Wunderland» gesprochen, der schon so viele Künstlerinnen und Künstler inspiriert hat

Nadja, wann bist du der Figur Alice und ihrer Reise ins Wunderland zum ersten Mal begegnet?
Als Kind habe ich den wunderbaren alten Zeichentrickfilm von Walt Disney gesehen. Besonders beeindruckt hat mich damals die lilafarbene Katze, an die kann ich mich immer noch sehr gut erinnern!

Was gefällt dir heute an diesem Stoff?
Ich finde toll, dass diese Geschichte sowohl für Kinder als auch für Erwachsene interessant ist. Kinder sehen sicher andere Aspekte darin als Erwachsene, aber die Geschichte funktioniert für beide gleichermassen – das ist wirklich ein universaler Stoff! Ausserdem erforsche ich in meinen Arbeiten grundsätzlich gerne doppelte Realitäten, Traumzustände und surreale Welten, und da kommt mir dieser Stoff natürlich sehr entgegen.

Hast du dich während der Vorbereitung deiner Inszenierung mit anderen Bearbeitungen des Stoffes beschäftigt und alle Filme angeschaut, die es so gibt?
Nein, gar nicht. Den Film von Tim Burton habe ich zwar angefangen, dann aber nach einer halben Stunde wieder aufgehört, weil ich gemerkt habe, dass mich ganz andere Aspekte der Geschichte interessieren und mich der Film gar nicht inspiriert. Wir sind dann zusammen mit meinem Team sehr schnell auf eine eigene Bildwelt gekommen und hatten unsere eigenen Fantasien.

Was fasziniert dich an Alice?
Zu Beginn ist Alice erst mal ganz das Kind ihrer Eltern: Sie ist sehr verwachsen mit den Regeln, die in ihrem Elternhaus gelten. Das spürt man in der Erzählung von Lewis Carroll auch an ihrem etwas gestelzten Tonfall. Am Anfang habe ich mich beim Lesen daran gestossen und mich gefragt, warum dieses Mädchen eigentlich ständig wie eine 50-jährige Gouvernante redet. Dann ist mir eingefallen, dass ich – laut den Erzählungen meiner Mutter – als kleines Mädchen auch eine sehr altkluge Phase hatte, in der ich Wörter benutzt habe, die ich irgendwo aufgeschnappt hatte, aber noch gar nicht richtig anwenden konnte. So ähnlich ist das bei Alice auch, und das hat auch etwas sehr Liebenswertes. Im Laufe der Geschichte findet Alice immer mehr zu sich selbst und entwickelt ein starkes Selbstbewusstsein, sie lernt sich zu behaupten, wird immer frecher und durchbricht mehr und mehr die Konventionen. Sie entwickelt ihren eigenen Blick auf die Welt und geht zusehends experimenteller damit um. Das mag ich sehr.

In was für einer Welt spielt «Alice im Wunderland» in deiner Inszenierung? Hat die Entstehungszeit der Erzählung – sie ist 1865 erstmals erschienen – bei der Entwicklung des Bühnenbildes und der Kostüme für dich eine Rolle gespielt?
Die Welt des 19. Jahrhunderts fasziniert mich sehr. Das war eine Zeit, die von Dunkelheit und Strenge geprägt war und für Kinder, gerade diejenigen aus reicheren Haushalten, nicht wirklich Platz hatte. Ein Kind musste vor allem lernen, hatte sich zu benehmen und durfte auf keinen Fall stören. Alice’ Realität ist geprägt von Zucht, Ordnung und Repression. Es gibt dort ein sehr starkes Regelwerk, das ein Kind schier erdrücken kann. Das war interessant für uns als Ausgangspunkt, weil man dazu eine tolle Gegenwelt entwerfen kann. Dieser ganze Stoff atmet eine andere Zeit, und diese Zeit haben wir im Kostüm und im Bühnenbild aufgenommen. Die Parallelen zu unserer heutigen Welt, in der die Eltern keine Zeit für ihre Kinder haben, weil sie permanent mit ihrem Smartphone oder dem Computer beschäftigt sind, ergeben sich dann von ganz allein.

Und im Wunderland werden diese Regeln ausser Kraft gesetzt?
Im ersten Moment könnte man denken, im Wunderland ist alles nur noch schön und angenehm und genau so, wie Kinder sich das erträumen würden. Bei genauerer Betrachtung ist das aber überhaupt nicht so! Alice trifft nämlich im Wunderland auf sehr viele ziemlich unsympathische Figuren, die ihr erst mal Angst machen. Die Herzkönigin zum Beispiel möchte ja viele ihrer Untertanen sofort köpfen lassen. Das ist teilweise gruselig, aber auch faszinierend und vor allem herausfordernd. Alice erlebt im Wunderland die Fülle des Lebens in verzerrter Form; alles wächst ins Monströse, Groteske, Humorvolle. Sie fällt von einer Emotion in die andere, wächst aber daran. Es ist toll, zu beobachten, wie es irgendwann nicht mehr die Situationen sind, die Alice kontrollieren, sondern wie sie selbst Oberwasser gewinnt und beginnt, die bedrohlichen Situationen mit ihrem Witz zu unterwandern. Darin zeigt sich ein Adoleszenzprozess, der nicht nur Kinder betrifft, sondern auch für alle Erwachsenen, die dafür offen sind, immer weiterläuft.

Was sind das für Figuren, denen Alice im Wunderland begegnet?
Die Wunderland-Figuren sind allesamt Zerrspiegel von Figuren, die sie aus dem realen Leben kennt. Ihre Mutter zum Beispiel wird im Wunderland zur Herzkönigin, eine Dame, die diese ganze Welt okkupiert, die eine grosse Faszination hat, aber auch etwas Abschreckendes. Die Butler werden zu Zwiddeldei und Zwiddeldum, zwei in der Realität im übertragenen Sinn ziemlich aufgeblasene Typen, die sich im Wunderland dann zu riesigen Kugeln aufblähen und kaum noch bewegen können. Die Gouvernante, die Alice in der realen Welt Unterricht gibt, wird zur verrückten Herzogin. Das weisse Kaninchen ist in der Realität Alice’ heissgeliebter Stoffhase, der ihr abhandenkommt, eine schreckliche Odyssee durch den Haushalt durchläuft, schliesslich in der Waschmaschine landet und als grosser, «realer» Hase wieder rauskommt. Er wird sie dann durch die Welt des Wunderlandes begleiten. In den Kostümen von Irina Spreckelmeyer wird man immer etwas entdecken können, was die Wunderland-Figur mit der Figur aus Alice’ Realität verbindet.

Was machst du anders, wenn du für Kinder inszenierst? Worauf kommt es an?
Ich habe ja schon einige Kinderopern inszeniert, hier in Zürich «Die Schatzinsel» und vorher an der Komischen Oper Berlin «Mikropolis». Mir hat das immer grossen Spass gemacht. Wenn man den Stoff «Alice im Wunderland» für Erwachsene erzählen würde, würde sicher das Psychoanalytische eine viel wichtigere Rolle spielen. Das würde aber vor allem das Stück selbst betreffen. In der Umsetzung der Szenen arbeite ich genauso, wie ich das bei einer Oper für Erwachsene machen würde. Inzwischen bin ich als Regisseurin sehr stark auf die grossen, tragischen Stoffe gebucht, und da macht es mir grosse Freude, ein Stück zu inszenieren, das auch das Abgründige beinhaltet, genauso aber auch die Momente, in denen Groteske, Leichtigkeit und Komik im Vordergrund stehen.

Am Schluss des Stückes kommt Alice wieder in der realen Welt an; was hat sich nach dieser Reise für sie verändert?
Ich glaube, sie hat durch ihre Erfahrungen im Wunderland gelernt, dass dieses Wunderland überall sein kann – man muss nur die richtige Tür aufmachen. Wie sagt Erich Kästner? «Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.»


Das Gespräch führte Beate Breidenbach.

Dieses Interview erschien erstmals in MAG 96 (Oktober 2022).

Frei von Logik und Moral

Der italienische Komponist Pierangelo Valtinoni hat mit «Alice im Wunderland» nach dem «Zauberer von Oz» zum zweiten Mal eine Familienoper für das Opernhaus Zürich geschrieben. Im Gespräch erzählt er, was aus seiner Sicht eine gute Familienoper ausmacht und warum es nicht einfach für ihn war, als Komponist seinen eigenen Weg zu gehen

Pierangelo, du hast bereits vier Kinderopern geschrieben; die erfolgreichste bisher war «Pinocchio» – er wurde in viele Sprachen übersetzt und hat die Kinderherzen von Berlin und Venedig über Moskau bis Hongkong erobert. Warum hast du dir nun Lewis Carrolls «Alice im Wunderland» ausgesucht?
Vor «Alice» schrieb ich neben «Pinocchio» «Die Schneekönigin» und «Der Zauberer von Oz», der ja hier in Zürich uraufgeführt wurde. In allen drei Stücken ist die Hauptfigur auf der Suche nach etwas oder jemandem: Pinocchio sucht seinen Vater, Gerda sucht Kai, und Dorothy sucht ihr Zuhause. In «Alice im Wunderland» ist das ein bisschen anders – Alice ist vor allem auf der Suche nach sich selbst. Das hat mich sofort fasziniert, neben der Tatsache, dass diese Geschichte so viel Nonsens enthält und so wunderbar moral­frei daherkommt. Es war allerdings nicht so ganz einfach, diesen Stoff in Musik zu setzen.

Warum?
Die Geschichte besteht aus Episoden, die sich nicht aufeinander beziehen und genauso gut auch in einer anderen Reihenfolge erzählt werden könnten. Es gibt keine Logik. Das ist für die Musik – für meine Musik – ein Problem: Sie kann sich nicht ohne eine gewisse innere Logik weiterentwickeln. Ich musste also ein System erfinden, einen Trick, um der Musik zu einer Logik zu verhelfen, während der Text unlogisch blieb. Die Lösung war für mich dann die Form der Variation: Der Schluss des ersten Aktes und der Epilog entsprechen dem Prolog. Die Idee ist immer dieselbe, aber sie wird variiert, und dem Zuhörer ist das vielleicht gar nicht bewusst. Für mich ist es wichtig, dass in einer Oper, die 90 Minuten dauert, die Musik sich so entwickelt, dass die einzelnen Teile nicht einfach austauschbar sind. Sonst empfinde ich das nicht als organisch.

Im Wunderland passieren ja in der Tat vor allem Dinge, die die Logik, die Alice bis dahin gewohnt war, auf den Kopf stellen …
Ja, denken wir zum Beispiel an die Grinsekatze: Alice sagt etwas, und die Katze sagt etwas vollkommen anderes, was überhaupt keinen Bezug hat zu dem, was vorher gesagt wurde. Alice geht ja durchaus bewusst ins Wunderland – ohne zu wissen, was sie dort erwartet –, weil sie sich in ihrer Welt, der Welt der Erwachsenen, ganz schrecklich langweilt. Im Verlauf dieser Reise wird Alice immer selbstbewusster, und schliesslich traut sie sich sogar, der Herzkönigin zu widersprechen. Es ist also auch eine Geschichte über das Erwachsenwerden.

«Alice im Wunderland» ist ein Stoff, der schon sehr oft bearbeitet wurde; hattest du bei der Stoffwahl keine Angst, dass deine neue Oper mit all den schon existierenden Versionen verglichen wird?
Doch, ein bisschen schon. Ich habe mich bemüht, jegliche Referenz an die Filme oder andere Bearbeitungen des Stoffes, die ich gesehen habe, zu vermeiden. Es gibt ja auch eine Oper nach diesem Stoff von Unsuk Chin, aber das ist eher eine Oper für Erwachsene und etwas ganz anderes. Zusammen mit meinem Librettisten Paolo Madron habe ich versucht, einen eigenen, originellen Umgang mit dem Stoff zu finden, und hoffe natürlich, dass das auch so wahrgenommen werden wird.

Was kann eine Oper deiner Meinung nach besser als ein Film?
In der Oper ist es immer die Musik, die die Situation bestimmt. Wenn ich den Text aus meinen Opern entfernen würde, würde das an der Musik nichts ändern. Und die Musik kann zwar die Geschichte vielleicht nicht so genau erzählen, ist aber immer ganz direkt emotional erfahrbar und zumindest für mich viel poetischer.

Du hast mir von weiteren Aufträgen für Kinderopern erzählt, die dich in Zukunft erwarten; was gefällt dir daran, für Kinder zu komponieren?
Es ist für mich kein Unterschied, ob ich Musik für Kinder oder für Erwachsene schreibe. Meine musikalische Sprache ändert sich nicht. Für mich besteht die Herausforderung einer Kinderoper vor allem darin, die Kinder nicht zu langweilen. Ich bemühe mich deshalb, mit unterschiedlichen Emotionen zu arbeiten. Eine langsame Arie, die eine Viertelstunde dauert, funktioniert in einer Kinderoper nicht. Wenn ich einen Auftrag für eine Oper für Erwachsene bekommen würde, dann würde ich das gerne machen. Aber im Moment habe ich mit Kinderopern sehr viel Erfolg; «Alice» war auch am Hongkong Arts Festival zu sehen. Ich habe das Gefühl, dass ich meine Fantasie sehr viel mehr ausleben kann, wenn ich für Kinder schreibe. Ich fühle mich dabei sehr frei.

Dir ist ja die Kommunikation mit dem Publikum sehr wichtig, und Kinder reagieren oft viel direkter als Erwachsene.
Als Komponist habe ich – wie die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen – verschiedene Phasen durchlaufen. Als junger Mensch habe ich mich sehr an der Avantgarde orientiert und im Stil Ligetis komponiert, was mir auch durchaus gelungen ist. Aber dann bin ich an einen Punkt gekommen, an dem ich nicht mehr verstanden habe, warum ich Musik schreiben soll, die mich persönlich nicht zufriedenstellt. Die zeitgenössische Musik erzählt – so ist jedenfalls mein Eindruck – ausschliesslich von dunklen, hässlichen Dingen, von Albträumen, vom Tod. Das hat mit der Art ihrer musikalischen Sprache zu tun. Mir hat das überhaupt nicht entsprochen. Also habe ich mich entschieden, anders zu komponieren. Das war riskant. Aber es war mir lieber, als weiter Musik zu schreiben, mit der ich mich nicht identifizieren konnte.

Bist du für diese Entscheidung von deinen Kolleginnen und Kollegen kritisiert worden?
Ja, durchaus. Meine Musik steht ja schliesslich überhaupt nicht im Einklang mit der Musik der Avantgarde. Und am Anfang war es auch nicht ganz einfach für mich. Inzwischen ist mir das egal. Für mich ist wichtig, dass man ehrlich zu sich selbst ist und seinen eigenen Weg geht.

Du hast mal gesagt, du schreibst Musik, um verstanden zu werden …
Es geht mir dabei aber nicht um den Applaus. Ich schreibe einfach so, wie es mir gefällt. Ich möchte mit meiner Musik kommunizieren, Emotionen bei den Menschen hervorrufen. Und das geht am besten, wenn die Musik, die ich schreibe, auch bei mir selbst Emotionen erzeugt.

Für die Kommunikation mit dem Publikum eignet sich Theatermusik natürlich sehr gut. Man merkt deiner Musik an, dass du das Theater liebst, deine Musik ist sehr gestisch und immer für die Bühne gedacht.
Man hat mir oft gesagt, dass man auch in meiner Instrumentalmusik das Theater spürt. Ja, ich liebe das Theater.

Kommen wir noch einmal zurück auf «Alice im Wunderland». Hier gibt es viele klar erkennbare Motive, die den einzelnen Figuren zugeordnet sind; die Katze zum Beispiel hat ein prägnantes Klarinettenmotiv. Hast du dich von Prokofjews «Peter und der Wolf» inspirieren lassen?
Ja, das habe ich. Natürlich hätte ich auch ein anderes Instrument wählen können. Aber die Klarinette hat wunderbar für die Katze funktioniert! Und für die Katze wollte ich ein besonders einprägsames Instrument mit einem charakteristischen Motiv verwenden, weil die Katze eine Figur ist, die nur spricht und nicht singt. Deshalb musste ihre Musik umso besser erkennbar sein.

Sehr einprägsam ist auch das orientalische Motiv der Raupe …
Darauf bin ich gekommen, weil es bei Lewis Carroll heisst, dass die Raupe Wasserpfeife raucht. Da war so ein Motiv natürlich naheliegend.

Daneben scheint es in deiner Musik auch den Einfluss des Jazz und der Unterhaltungsmusik zu geben.
Als ich beschloss, mich von der Avantgarde abzuwenden, habe ich auch entschieden, dass ich mich von jeder Art Musik beeinflussen lassen möchte, die ich als Jugendlicher gehört habe, und das waren neben klassischer Musik eben auch Jazz und Pop. Für mich ist die sogenannte Unterhaltungsmusik nicht grundsätzlich weniger wert als eine Sinfonie von Beethoven. Deshalb finden sich in meiner Musik die unterschiedlichsten Einflüsse.

Auch Tanzrhythmen spielen in deiner Musik eine wichtige Rolle.
Da habe ich mich ein bisschen von Bach inspirieren lassen, was sicher auch mit meiner Vergangenheit als Organist zu tun hat. Bach schreibt zum Beispiel Menuette, deren Rhythmus klar erkennbar ist, die aber viel komplexere Strukturen haben als ein Menuett, das als Tanzmusik gedacht ist. Bei mir gibt es Passagen, in denen man sofort den Walzerrhythmus erkennt, die aber in ihrer inneren Struktur über einen Walzer hinausweisen. Solche Tanzrhythmen – es gibt noch viele weitere in «Alice im Wunderland» – sind deshalb wichtig für mich, weil sie direkt in den Körper gehen.

Siehst du eigentlich die Szenen vor dir, wenn du sie komponierst?
Ja, ich sehe alles sehr konkret vor mir. Aber ich kann das, was ich beim Komponieren gesehen habe, dann auch wieder vergessen. Leichter wird es für mich, wenn mir das, was sich die Regisseurinnen und Regisseure ausgedacht haben, gefällt. Bisher haben mir bis auf eine Aufführung eigentlich alle Inszenierungen meiner Kinderopern gefallen. Ich bin also guten Mutes, dass das auch bei unserer «Alice» wieder so sein wird, und ich freue mich sehr darauf.


Das Gespräch führte Beate Breidenbach.
Dieses Interview erschien erstmals in MAG 96 (Oktober 2022).

Audio-Einführung für Kinder

Unsere ehemalige Dramaturgin Beate Breidenbach gibt einen Einblick für Kinder in die Familienoper «Alice im Wunderland».