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Giselle

Ballett in zwei Akten von Patrice Bart nach Jean Coralli und Jules Perrot
Libretto von Théophile Gautier und Jules-Henri Vernoy de Saint-Georges
Musik von Adolphe Adam (1803-1856)
Zürcher Neufassung

Choreografie Patrice Bart Musikalische Leitung Paul Connelly Bühnenbild und Kostüme Luisa Spinatelli Lichtgestaltung Martin Gebhardt Choreografische Assistenz Raffaella Renzi
Herzog Albrecht
Herzog von Kurland
Zweite Wili
Bauern-Pas-de-deux
Bauern-Pas-de-deux
Solo-Viola
Valérie Szlávik
Giselle
Herzog Albrecht
Herzog von Kurland
Zweite Wili
Bauern-Pas-de-deux
Bauern-Pas-de-deux
Solo-Viola
Karen Forster
Solo-Viola
Valérie Szlávik
Solo-Viola
Valérie Szlávik
Solo-Viola
Karen Forster
Giselle
Herzog Albrecht
Herzog von Kurland
Zweite Wili
Bauern-Pas-de-deux
Bauern-Pas-de-deux
Solo-Viola
Valérie Szlávik
Giselle
Herzog Albrecht
Herzog von Kurland
Zweite Wili
Bauern-Pas-de-deux
Bauern-Pas-de-deux
Solo-Viola
Karen Forster
Solo-Viola
Valérie Szlávik

Dauer 2 Std. 15 Min. inkl. Pause. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Vergangene Termine

November 2015

So

22

Nov
20.00

Giselle

Ballett von Patrice Bart, Wiederaufnahme, Ballett-Abo Gross

Dezember 2015

Mi

02

Dez
19.00

Giselle

Ballett von Patrice Bart, Mittwoch-Abo B

Sa

05

Dez
19.00

Giselle

Ballett von Patrice Bart, Samstag-Abo

Do

17

Dez
19.00

Giselle

Ballett von Patrice Bart, Donnerstag-Abo B

Januar 2016

Sa

02

Jan
20.00

Giselle

Ballett von Patrice Bart, Wahl-Abo

So

10

Jan
20.00

Giselle

Ballett von Patrice Bart, AMAG Volksvorstellung

Sa

16

Jan
19.00

Giselle

Ballett von Patrice Bart

Fr

22

Jan
19.30

Giselle

Ballett von Patrice Bart, Freitag-Abo A

Gut zu wissen

Video 
Trailer «Giselle» - Ballett Zürich

Gespräch


Nurejew war mein Lehrmeister

Vor der Premiere in der Spielzeit 2014/15 sprach die französische Ballettlegende Patrice Bart über die Kunst, ein romantisches Ballett zum Leben zu erwecken.

Patrice Bart, fast 175 Jahre sind seit der Uraufführung von Giselle vergangen. Was zieht uns bis heute in den Bann dieses Balletts?

Giselle ist das unerreichte Meisterwerk des romantischen Balletts. Das Libretto aus dem romantischen Geist Théophile Gautiers, die Vorlage von Heinrich Heine und die Musik von Adolphe Adam sind eine glückliche Verbindung mit der Choreografie von Coralli und Perrot eingegangen. Es ist ein sehr komplexes Werk. Mit Giselle haben die beiden Uraufführungschoreografen eine der anspruchsvollsten Rollen für eine Primaballerina geschaffen, die von den grössten Tänzerinnen der Ballettgeschichte interpretiert wurde. Von Generation wurde der Giselle-«Code» von Ballerina zu Ballerina, aber auch von Ballettmeister zu Ballettmeister weitergegeben. Und jeder wollte daran Anteil haben.

Giselle gilt als Inkarnation des romantischen Balletts, aber was heisst das genau?

Mit der Romantik, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, beginnt die geistige Gegenbewegung zum Rationalismus der Aufklärung. Man versucht die Kräfte des Gefühls, der Fantasie, des Unbewussten zu wecken und die dem Bewusstsein nicht zugänglichen Bereiche zu erfassen. Bevorzugte Themen sind die Rätsel und Abgründe der menschlichen Seele, das Unergründlich-Geheimnisvolle der Natur und der Ausbruch aus der Begrenzung der bürgerlichen Gesellschaft, und genau diese Themen stehen im Zentrum des romantischen Balletts. Die Ballerina wird zur zentralen Figur des Bühnengeschehens. Ihr Tanz, vor allem auf Spitze, vermittelt einen schwebenden Eindruck. Oft sind es geheimnisvoll-bedrohliche Schauplätze wie Waldlichtungen oder Ruinen bei Mondlicht, an denen die Handlung spielt. Hauptfiguren des romantischen Balletts sind Elementarwesen wie Luft-, Wasser- oder Erdgeister, die auf den Mann eine unwiderstehliche Anziehungskraft ausüben.

Eine besondere Faszination bezieht Giselle natürlich auch aus der Tatsache, dass der Tanz hier selbst zum Thema gemacht wird. Giselle ist Tänzerin in der Handlung.

Nicht nur Giselle, sondern auch ihre Winzerfreundinnen im ersten Akt sind von dieser Leidenschaft für den Tanz erfüllt. Nachdem Giselle an der Verzweiflung über ihre unerfüllte Liebe gestorben ist, wird sie zur Wili, einer jener Geistererscheinungen verlassener Bräute, die ihre untreuen Liebhaber zu Tode tanzen. Das ganze Ballett ist eine Apotheose des Tanzes.

Ihre Karriere ist über 50 Jahre hinweg mit der Pariser Opéra verbunden, wo Sie ein halbes Jahrhundert Ballettgeschichte mitgeschrieben haben.

Es stimmt, ich habe dort mein ganzes Leben verbracht. Sämtliche Stufen einer Tanz-Laufbahn habe ich durchlaufen. Ich habe im Corps de ballet begonnen, brachte es zum Étoile der Pariser Oper, war Assistent von Rudolf Nurejew, wurde Chef des Balletts, war Associate Director. Vor allem die Erfahrungen aus meiner sechsjährigen Zusammenarbeit mit Rudolf Nurejew haben entscheidend dazu beigetragen, dass ich selbst Choreograf wurde.

Haben Sie selbst in Giselle getanzt?

Albrecht war immer meine Lieblingsrolle. Es ist eine Traumrolle für jeden klassischen Tänzer. Man kann so viele Seiten eines Charakters zeigen. Am Anfang ist er der sich als Dorfbewohner ausgebende Edelmann, der auf eine etwas machohafte Art seinen Spass sucht. Doch ehe er sich’s versieht, verliebt er sich in Giselle und betritt durch sie eine für ihn völlig neue Gefühlswelt. Mit dem Tod Giselles erfährt die Rolle eine dramatische Steigerung. Dabei hat mich immer fasziniert, dass die Musik die ganze Geschichte erzählt und einen fast automatisch in die jeweilige Stimmung versetzt. Wenn man gern spielt, macht sie es einem leicht und trägt einen durch das Stück.

Dieser Albrecht, der der naiven Giselle den verliebten Bauernjungen vorgaukelt, ist aber alles andere als ein Sympathieträger …

Natürlich ist er ein Lügner, und seine Unehrlichkeit ist ein entscheidender Wesenszug. Er ist ja nicht nur unaufrichtig gegenüber Giselle, sondern auch gegenüber seiner Verlobten Bathilde und der Hofgesellschaft. Es ist eine Herausforderung für jeden Interpreten, ihn so darzustellen, dass man trotzdem Anteil an seinem Schicksal nimmt.

Hat sich Ihre Auffassung Albrechts beim Wechsel der Perspektive vom Tänzer zum Choreografen verändert?

Mich hat Albrecht von Beginn meiner Tänzerkarriere an interessiert, und ich habe versucht, mich auch von den grossen Interpreten der Rolle inspirieren zu lassen. Serge Lifar, einen der besten Darsteller des Albrecht, habe ich am Ende seiner Karriere selbst noch erlebt. Auch wenn da tänzerisch nicht mehr alles perfekt war, so hat er mich doch hingerissen mit seiner Darstellung. Andere Tänzer zu beobachten, ist immer hilfreich. Ich habe da unheimlich viel für meine eigene Interpretation gelernt. Als ich anfing, Giselle als Choreograf für die Bühne wiederzubeleben, habe ich mich auch mit den anderen Rollen des Balletts im Detail auseinandergesetzt, um die ganz unterschiedlichen Charaktere richtig zu erfassen. Und im Laufe meines Lebens hat sich mein Wissen in der Beschäftigung mit Giselle ständig erweitert. Sechs oder sieben Mal habe ich das Ballett inzwischen auf die Bühne gebracht, wobei ich immer offen für Adaptionen bin, zu denen mich die verschiedenen Giselles und Albrechts inspirieren. Jede neue Version ist mit den jeweiligen Interpreten verbunden, denn jede Compagnie bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit.

Giselle wurde 1841 in Paris uraufgeführt, doch für die Werkgeschichte war auch Marius Petipa wichtig, der das Ballett in St. Petersburg weiterentwickelte.

Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Die Veränderungen, die Petipa an Giselle vornahm, betrachte ich eher als eine Art Missverständnis. In Russland hat man Giselle an den dortigen Stil angepasst, der wenig mit dem zu tun hatte, was sich Théophile Gautier und Adolphe Adam in Paris ausgedacht hatten. Im ersten Akt wurde beispielsweise ein grosses Solo für Giselle eingefügt, dessen Musik nicht von Adolphe Adam, sondern von Ludwig Minkus stammt. Aber bis heute ist die Rollenauffassung vieler Ballerinen natürlich von der Petipa-Tradition geprägt, und man kommt nur schwer daran vorbei.

Welche Quellen benutzen Sie für Ihre Inszenierung?

Meine Fassung baut auf zwei Säulen auf. Das ist zum einen der unverfälschte französische Stil, den ich mir im Laufe der Jahre an der Pariser Oper angeeignet habe. Und es sind Erkenntnisse, die ich der 1984 verstorbenen Mary Skeaping, einer ehemaligen Ballerina aus England, verdanke. 1925 tanzte sie in der Compagnie von Anna Pavlova und trat in zahlreichen Giselle-Versionen auf. Sie stellte umfangreiche Recherchen in den Archiven der Pariser Oper an und rekonstruierte viele Details der ersten Giselle-Aufführungen. Als profunde Kennerin des Balletts in seiner französischen Urform versuchte sie, das romantische Ballett des 19. Jahrhunderts einem heutigen Publikum zu erschliessen, unter anderem mit einer berühmt gewordenen Inszenierung für das London Festival Ballet im Jahr 1971. Durch Mary Skeaping habe ich begriffen, dass Giselle etwas ganz Besonderes ist und man eine neue Version möglichst eng mit der Entstehungszeit verbinden muss. Von dieser Position aus kann man Giselle mit frischem Leben erfüllen.

Sie berufen sich auf Coralli und Perrot, aber worin besteht der choreografische Anteil von Patrice Bart?

Das ist eine gute Frage. Niemand kann sagen, wie diese Ballette im 19. Jahrhundert genau ausgesehen haben. Wir verfügen heute zwar über ein grosses Wissen, aber den exakten Ablauf der Choreografie kennt keiner. Man kann ein romantisches Ballett heute nicht mehr so inszenieren wie 1841. Ein respektvoller Umgang mit der Tradition ist mir wichtig, doch das bedeutet nicht, in Ehrfurcht zu erstarren. Ich sehe meine Verantwortung vor allem in der Reorganisation der Choreografie und versuche, ausgehend von meiner Tänzererfahrung, Kleinigkeiten dazu zu erfinden. Gerade wenn man diese Ballette am Leben erhalten will, muss man einige Aspekte der Choreografie reorganisieren, vor allem in den pantomimischen Szenen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, als würden in diesen Szenen Komödienschauspieler aus dem 19. Jahrhundert agieren. Das ist nicht mehr zeitgemäss. Gerade in den Pantomimen versuche ich zu verkürzen und zu reduzieren. Den Tänzern sage ich: «Macht das so, wie ihr es draussen auf der Strasse machen würdet, im normalen Leben. Gestikuliert nicht wie schlechte Tänzer! Seid normal! Wenn ihr ‹Hallo› sagt, ist das auch nicht mit einem Rede- und Gestenschwall verbunden.» Das Geheimnis besteht in der Kombination von Reduktion und Genauigkeit. Nur wenn die Interpretation genau und im Einklang mit der Musik ist, wird sie verstanden.

Als Teil einer grossen Balletttradition sind Sie besonderen Erwartungen ausgesetzt, was die Authentizität angeht. Wie wird diese Tradition eigentlich bewahrt?

Die Überlieferung erfolgt mündlich als ein Weitergeben persönlicher Erfahrung. In fünfzig Jahren ist da einiges zusammengekommen. Ich habe keine Bücher, keine Aufzeichnungen. Gar nichts. Natürlich lese ich viel über Aufführungsgeschichte und schaue mir Filmaufnahmen von Ballerinen aus der Vergangenheit an. Ich habe Lifar gesehen und die unvergleichlich Yvette Chauviré, für mich die wunderbarste Giselle überhaupt. Da lernt man so viel über die Essenz und das «Aroma» dieser Ballette. Am Ende sollte man keine Ansammlung von tänzerischen Attraktionen, sondern ein Stück sehen. Davon muss man die jungen Tänzer überzeugen. Und sich selbst. Sonst funktioniert es nicht. Es ist beeindruckend, wie die Tänzer hier in Zürich ein wirkliches Gespür für ihre Rollen entwickeln und eine Geschichte erzählen wollen. Die Arbeit am tänzerischen Detail ist sehr wichtig. Der romantische Stil definiert sich zum grossen Teil über Kopfpositionen. Es geht um Handbewegungen, um Blicke. Aber all diese Details müssen an der richtigen Stelle sitzen und mit der Musik verbunden sein.

Hier in Zürich arbeiten Sie einmal mehr mit der grossen italienischen Bühnen- und Kostümbildnerin Luisa Spinatelli zusammen, die viele Aufführungen an den bedeutendsten Theatern der Welt ausgestattet hat. Was ist das Geheimnis Ihrer Zusammenarbeit?

Luisa Spinatelli verfügt über eine unerschöpfliche Kenntnis der verschiedenen Stilepochen und beeindruckt mich immer wieder mit ihrem untrüglichen Stilempfinden und ihrem Zeitgefühl. Ihre Ausstattungen bestechen durch eine Detailtreue, die immer aus dem jeweiligen Geist einer Epoche abgeleitet ist. Wir haben uns entschlossen, bei unserer Giselle das gängige Mittelalter-Ambiente zu verlassen und unsere Inszenierung im 19. Jahrhundert, zur Zeit der Romantik, anzusiedeln. Das funktioniert sehr gut, weil es konsequent aus dem Geist des Librettos und der Musik entwickelt ist, und es gewährt eine neue Perspektive auf die Choreografie von Coralli und Perrot.

Wie erleben Sie Ihre Zusammenarbeit mit dem Ballett Zürich? Was ist anders als in Paris?

Mich hat vor allem die Lebendigkeit überrascht, die man hier vom Direktor bis zu den Tänzern spürt. Es ist nicht diese typische Stimmung einer Ballettcompagnie, wo sich gelegentlich eine gewisse Routine breit macht. Jeden Tag spüre ich die Freude, mit der alle bei der Sache sind. Im 21. Jahrhundert haben sich hier wie überall moderne Aspekte in den Vordergrund geschoben, es geht nicht mehr um Tradition allein. Deshalb erkläre ich hier sehr viel. Vielen Tänzern ist die Handlung von Giselle vertraut, aber ich erläutere die einzelnen Situationen immer noch einmal. Wir sind nicht an der Pariser Oper, wo man mit Balletten wie diesem sein ganzes Leben verbringt. Das Ballett in Paris ist sehr viel hierarchischer organisiert, was in Zeiten eines gewandelten Demokratieverständnisses gelegentlich natürlich auch zu Problemen führen kann. Aber Ballett funktioniert anders. Ich würde es mit einer Pyramide vergleichen – mit einer Person an der Spitze und einer breiten Basis. Und gerade jungen Tänzern kann man nur schwer erklären, warum jemand Giselle tanzt und ein anderer «nur» Bauer ist.

Sie haben auch viele eigene Ballette kreiert, wie etwa Das flammende Herz, La Petite Danseuse de Degas oder Tschaikowsky. Wie würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?

Mein Stil ist geprägt vom Einfluss vieler Künstler, mit denen ich im Laufe der Jahre zusammengearbeitet habe, aber in erster Linie, wie schon angedeutet, von Rudolf Nurejew, dessen Assistent ich war und mit dem mich eine enge Freundschaft verband. Von ihm habe ich nicht nur gelernt zu choreografieren, sondern auch sehr viel über die Auswahl von Ausstattern, Lichtdesignern, Dirigenten erfahren … Theaterpraxis eben. Rudolf war für mich nicht nur ein grosser Tänzer, sondern ein wirklicher Theatermensch. Manchmal wird mir vorgeworfen, ihn zu kopieren. Aber das stimmt nicht. Die Zusammenarbeit mit ihm hat mich geprägt, das ist in mein Blut übergegangen. Ich habe meine eigene Art – meine eigene Musikalität, meine Energie. Choreografie ist für mich keine wahl lose Positionierung von Tänzern, sondern fast wie die Komposition eines Gemäldes. Gerade in Giselle ist es nicht zuletzt auch die hohe Kunst der Geometrie. Die allerdings darf nicht der bestimmende Eindruck sein, sondern es geht um das Leben, mit dem man die Geometrie erfüllt.

Das Gespräch führte Michael Küster

Dieser Artikel ist erschienen in MAG27, März 2015
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Szenenbilder «Giselle»


Fragebogen


Mélanie Borel

Mélanie Borel ist Französin. Nach ersten Engagements in Bordeaux und im Peter Schaufuss Ballet in Dänemark wurde sie 2008 ins Zürcher Ballett engagiert, wo sie in vielen Produktionen zu erleben ist.

Aus welcher Welt kommen Sie gerade?
In Marco Goeckes Ballett Nijinski bin ich alternierend gerade als Nijinskis Ehefrau Romola und als Matka, seine Mutter, zu erleben. Beide Rollen führen in eine Welt der Emotionen, der Leidenschaft, der Fürsorge und Liebe, der Präzision und Intensität. In Marcos Choreografie erlebe ich das in jeder Vorstellung als poetisch und berührend, traurig und wunderschön zugleich.

Worauf freuen Sie sich in Giselle am meisten?
Ich mag es, wenn ich mich mit einem bestimmten Stil auseinandersetzen kann. Giselle ist die Inkarnation des romantischen Balletts. Das bedeutet sehr hohe Anforderungen, was die Genauigkeit und Disziplin in der Bewegung angeht. Ich werde erneut die Bathilde verkörpern, die adlige Verlobte von Herzog Albrecht. Dass er bereits vergeben ist, hat er der Winzerin Giselle natürlich verschwiegen. Ich finde es immer wieder bereichernd, dass auch das Schauspielen zum Tänzerberuf gehört. Ich mag es, mich mit unterschiedlichen Rollencharakteren auseinanderzusetzen und in neue Rollen zu schlüpfen.

Welches Bildungserlebnis hat Sie besonders geprägt?
Während meiner Ausbildung an der Ballettschule der Pariser Oper hatte ich Gelegenheit, die unglaubliche kulturelle Vielfalt von Paris zu entdecken. Theater, Oper, Ausstellungen, Museen, die endlose Liste der Baudenkmäler … Falls Sie es noch nicht kennen, empfehle ich Ihnen einen Besuch im Musée Jacquemart-André. In dem prunkvollen Stadtpalais am Boulevard Haussmann ist eine grossartige Kunstsammlung zu bestaunen, die von altitalienischen Meisterwerken bis zu französischen Arbeiten des 19. Jahrhunderts reicht.

Welches Buch würden Sie niemals weggeben?
Molières Komödien begleiten mich seit meiner Schulzeit. Bei allem Humor und ihrem Sinn für beste Unterhaltung verfügen all diese Stücke über eine Moral, über die es sich auch 350 Jahre später noch nachzudenken lohnt.

Welche CD hören Sie immer wieder?
Puccinis La bohème höre ich immer wieder gern. Wenn sie auf dem Spielplan steht, verpasse ich keine Gelegenheit, in die Oper zu gehen. Im Internet kann ich mich stundenlang durch die verschiedensten Einspielungen hören.

Welchen überflüssigen Gegenstand in Ihrer Wohnung lieben Sie am meisten?
Ich sammle sämtliche Programme der Aufführungen, die ich gesehen habe oder in denen ich aufgetreten bin. Von Zeit zu Zeit nehme ich sie zur Hand und erinnere mich an kostbare und unvergessliche künstlerische Momente.

Mit welchem Künstler würden Sie gerne einmal essen gehen?
Ein Abendessen mit dem französischen Schauspieler Fabrice Luchini würde ich wahrscheinlich sehr geniessen. Gern würde ich mir von ihm einige Fabeln von La Fontaine oder einen anderen französischen Klassiker vorlesen lassen. Als Sprecher ist er wirklich einzigartig, weil er über die grossartige Gabe verfügt, der Literatur Leben einzuhauchen.

Nennen Sie drei Gründe, warum das Leben schön ist!
1. Die Schönheit der Natur.
2. Weil die Sonne nach einem Sturm irgendwann wieder auftaucht.
3. Weil das Leben so unberechenbar ist.


Foto von Jos Schmid.
Dieser Artikel ist erschienen in MAG 67, März 2019.
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Bilder aus den Proben von «Giselle»


Special Guests


Für die Wiederaufnahme von «Giselle» in dieser Spielzeit dürfen wir uns auf zwei besondere Gäste freuen: Am Donnerstag, 30. Mai werden Polina Semionova und Friedemann Vogel die Rollen von Giselle und Herzog Albrecht tanzen!


Audio-Einführung zu «Giselle»

  1. Audio-Einführung zu «Giselle»
    Unser Dramaturg Michael Küster gibt einen Einblick in «Giselle». Live-Einführungen finden jeweils 45 Minuten vor der Vorstellung im Opernhaus statt.

Programmbuch

Giselle

Giselle

Synopsis

Giselle

Synopsis

Giselle

Biografien


Patrice Bart, Choreografie

Patrice Bart

Patrice Bart, Jahrgang 1945, ist untrennbar mit dem Ballett und der Ballettschule der Opéra de Paris verbunden. 1957 trat er in die Schule ein und wurde bereits 1959 Mitglied des Corps de ballet. Als Coryphée erhielt er 1963 den Prix René Blum, der den vielversprechendsten jungen Tänzern verliehen wird. 1969 gewann er als Premier danseur die Goldmedaille beim Tänzerwettbewerb in Moskau und wurde 1972 zum Etoile ernannt. Patrice Bart tanzte die männlichen Hauptrollen in Balletten wie Schwanensee, Petruschka, Dornröschen, Don Quixote, Der verlorene Sohn und trat in Kreationen wie Constellations (Serge Lifar, 1969), Mouvances (Roland Petit, 1976) und Métaboles (Kenneth McMillan, 1978) auf. Von 1970 bis 1982 gastierte Bart regelmässig als Etoile beim London Festival Ballet, dem jetzigen English National Ballet. Er war ausserdem mit zahlreichen Compagnien auf den bedeutendsten internationalen Bühnen zu sehen. Noch vor seinem offiziellen Bühnenabschied im Jahre 1989 begann Patrice Barts Karriere als Ballettmeister, der sich mehr und mehr mit Direktionsaufgaben befasste, nach dem Weggang von Rudolf Nurejew auch, zusammen mit Eugen Poljakow, für einige Zeit als Interimsdirektor. Danach war Patrice Bart über mehr als zwei Jahrzehnte als der Direktion assoziierter Ballettmeister wesentlich mitverantwortlich für die Aufrechterhaltung und Weiterführung der aussergewöhnlichen Tradition und des hohen Standards der französischen Elite-Compagnie. 1991 inszenierte er, zusammen mit Eugen Poljakow, die Pariser Giselle-Produktion aus Anlass des 150. Jahrestags der Uraufführung. 1992 assistierte er Rudolf Nurejew bei der Einstudierung von La Bayadère. 1993 brachte er seine eigene Don Quixote-Produktion an der Berliner Staatsoper heraus, die auch vom Finnischen Nationaltheater übernommen wurde. Für die Mailänder Scala inszenierte er eine neue Giselle, deren Premiere 1996 im Fernsehen europaweit live übertragen wurde. Ebenfalls 1996 brachte er mit Coppélia seine erste abendfüllende Eigenproduktion für die Opéra de Paris heraus. 1997 hatte seine Neufassung von Schwanensee an der Deutschen Staatsoper in Berlin Premiere. 1998 schuf er für das Bayerische Staatsballett eine neue, komplettierte Fassung von Petipas La Bayadère. Es folgten für Berlin Der Nussknacker (1999) und Romeo und Julia (2002). Ausserdem kreierte er einige ganz neue, eigene Stoffe: Verdiana (Berlin 1999, Florenz 2001), La Petite Danseuse de Degas (Paris 2003), Tschaikowsky (Helsinki 2005), Gustav III. (Stockholm 2008), Das flammende Herz (Berlin 2009) und Chopin (Warschau 2010). Jüngste Projekt waren Giselle für das Koreanische Nationalballett in Seoul und das Balletto di Roma (2011) sowie – ebenfalls in Rom – Romeo und Julia (2011) und Schwanensee (2013). Patrice Bart ist Commandeur des Arts et Lettres, Officier de l’Ordre national du Mérite und Chevalier de la Légion d’honneur.

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Paul Connelly, Musikalische Leitung

Paul Connelly

Paul Connelly studierte am New England Conservatory in Boston und debütierte als Dirigent mit Gershwins Porgy and Bess im Rahmen einer Tournee der Houston Grand Opera. 1980 wurde er auf Einladung von Michail Baryshnikov Erster Kapellmeister des American Ballet Theatre und arbeitete dort mit Choreografen wie Jerome Robbins, George Balanchine und Anthony Tudor. Während dieser Zeit dirigierte er auch Vorstellungen des New York City Ballet sowie Gala-Veranstaltungen wie Nureyev and Friends und Baryshnikov and Co., ausserdem war er Gastdirigent beim National Ballet of Canada. Während der Zeit beim ABT war er an zahlreichen Film- und Fernsehprojekten beteiligt (u.a. Don Quixote). Zu seinen Opernaktivitäten in dieser Zeit gehören Brittens Death in Venice, Debussys Pelléas et Mélisande sowie Purcells Dido and Aeneas. Nach der musikalischen Leitung einer Ballettgala an der Wiener Staatsoper wurde ihm dort Rossinis Barbiere di Siviglia anvertraut, ein Erfolg, der den Anfang einer intensiven Dirigententätigkeit in Europa markiert. Einladungen führten ihn zum Staatsballett Berlin, das Ballett der Opéra Paris (Verfilmungen von Neumeiers Sylvia, Balanchines Jewels, Giselle, Roland-Petit-Abend), zum Orchestre Colonne in Paris, an das Opernhaus Nizza, ans Teatro di San Carlo in Neapel, an die Oper Oslo, zum Royal Ballet in London und in Birmingham, zum Het Nationale Ballet in Amsterdam, zum Tokyo Ballet, zum Semperoper Ballett Dresden und an die Mailänder Scala, wo er auf Einladung von Riccardo Muti die Opern Il turco in Italia, Die Zauberflöte oder Don Giovanni dirigierte. An der Scala leitete er auch eine Reihe von Ballettaufführungen, unter anderem Giselle, die auch verfilmt wurde. Auf DVD erschienen jüngst Mauro Bigonzettis Caravaggio mit dem Staatsballett Berlin und Nureyews Nussknacker mit dem Ballett der Wiener Staatsoper. Geplant sind weitere Ballettdirigate in Wien, Berlin, Dresden und Mailand.

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Luisa Spinatelli, Bühnenbild und Kostüme

Luisa Spinatelli

Luisa Spinatelli wurde an der Akademie der Schönen Künste im italienischen Brera zur Bühnen- und Kostümbildnerin ausgebildet. Heute ist sie dort als Dozentin tätig. Ihr erstes Bühnenbild entwarf sie 1965 an der Mailänder Scala für das Ballett Francesca da Rimini. Auch auf dem Gebiet des Schauspiels und der Oper machte sie sich bald einen Namen. Opern wie Attila, La forza del destino, Andrea Chénier oder Fedora waren an der Mailänder Scala in ihrem Bühnenbild zu sehen. Für das Teatro Regio in Turin entwarf sie die Ausstattung für Kiss me, Kate und Die Jungfrau von Orléans sowie für das Teatro Massimo in Palermo Luisa Miller. Ihre ureigenste Domäne ist aber stets das Ballett geblieben. In ihrer Ausstattung gelangte 1976 Der Nussknacker in der Arena di Verona zur Aufführung, den Klassiker stattete sie auch 1999 für die Staatsoper Unter den Linden und 2002 beim Tulsa Ballett aus.Sie entwarf Bühnenbilder und Kostüme für Robert Norths Choreografhie Orlando am Teatro dell’Opera in Rom, für die Dornröschen-Inszenierung des Royal Opera House Covent Garden, für Pierre Lacottes Paquita am Bolschoi Theater Moskau, für eine Inszenierung der Pique Dame am Nationaltheater Tokio oder für George Balanchines Choreografie Ein Sommernachtstraum an der Mailänder Scala. Für ihre Ausstattung von Schwanensee, den Patrice Bart 1997 für die Staatsoper Unter den Linden choreografiert hat, wurde sie mit dem Benois de la danse ausgezeichnet, und 2005 wurde ihr für die Ausstattung von Raymonda in Tokio der Premio Akiko Tachibana verliehen. Luisa Spinatelli und Patrice Bart haben bereits mehrfach zusammengearbeitet.

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Martin Gebhardt, Lichtgestaltung

Martin Gebhardt

Martin Gebhardt war Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister bei John Neumeiers Hamburg Ballett. Ab 2002 arbeitete er mit Heinz Spoerli und dem Ballett Zürich zusammen. Ballettproduktionen der bei­den Compagnien führten ihn an re­nom­mierte Theater in Eu­ro­pa, Asien und Amerika. Am Opernhaus Zürich schuf er das Lichtdesign für Inszenie­run­gen von Jürgen Flimm, Grischa Asagaroff, Matthias Hartmann, David Pountney, Moshe Leiser/Patrice Caurier, Da­miano Mi­chie­letto und Achim Freyer. Bei den Salzburger Festspielen kreierte er die Lichtgestaltung für La bohème und eine Neufassung von Spoerlis Der Tod und das Mädchen. Mit Christoph Mar­tha­ler und Anna Viebrock arbeitete er beim Händel-Abend Sale und Rossinis Il viaggio a Reims zusammen. Seit der Spielzeit 2012/13 ist Martin Gebhardt Leiter des Beleuchtungswesens am Opernhaus Zürich. Eine enge Zu­sam­men­arbeit verbindet ihn heute mit dem Choreografen Christian Spuck (Anna Karenina, Woyzeck, Der Sandmann, Sonett, Leonce und Lena, Paysage obscure). In jüngster Zeit war er ausserdem Lichtdesigner für die Choreografen Alexei Ratmansky, Wayne McGregor, Marco Goecke, Douglas Lee und Edward Clug.

Giselle02, 05, 17 Dez 2015; 02, 10, 16, 22 Jan 2016 Il viaggio a Reims11, 13, 16, 18, 23, 27 Dez 2015; 01, 03, 05, 07, 09 Jan 2016 Schwanensee07, 21, 26, 28 Feb; 02, 28 Mär; 30 Apr; 01, 04, 05, 06, 16, 22 Mai 2016 Le Comte Ory09, 12, 17, 19 Mär 2016 Carmen31 Mär; 02, 07, 10, 14 Apr 2016 Der Sandmann04, 09, 11, 12, 26, 30 Jun 2016


Viktorina Kapitonova, Giselle / Myrtha

Viktorina Kapitonova

Die Russin Viktorina Kapitonova studierte an der Ballettschule Kasan und an der Moskauer Bolshoi Theater Akademie. Sie war Gewinnerin des Wettbewerbs «The Young Ballet of Russia» und des Arabesque-Wettbewerbes. Am Dzhalilja-Opernhaus Kasan tanzte sie Solopartien in Schwanensee, Dornröschen, Don Quixote, La Bayadère, Coppélia und Der Nussknacker. 2008/09 war sie Mitglied des Stanislawski-Balletts. Seit 2010 ist sie Mitglied des Balletts Zürich. Hier tanzte sie u.a. Odette/Odile in Heinz Spoerlis Schwanensee, Soloparts in Spoerlis Ein Sommernachtstraum, ...und mied den Wind und Goldberg-Variationen, Rosetta in Christian Spucks Leonce und Lena, die Amme in Spucks Romeo und Julia und die Titelrolle in Spucks Anna Karenina. Ausserdem war sie in Choreografien von Balanchine, Ek, Forsythe, Kylián, Lee, McGregor und Schläpfer zu sehen. In der Reihe «Junge Choreografen» präsentierte sie ihre Choreografie Two Bodies – One Soul. Als Giselle/Myrtha (Giselle) war sie an der Seite von Roberto Bolle und Friedemann Vogel zu sehen. 2015 wurde sie mit dem «Tanzpreis der Freunde des Balletts Zürich» ausgezeichnet. Sie tanzte Odette/Odile in Ratmanskys Schwanensee-Rekonstruktion und Olimpia in Christian Spucks Sandmann.

Giselle02, 05, 17 Dez 2015; 02, 22 Jan 2016 Schwanensee21, 26, 28 Feb; 02, 28 Mär; 30 Apr; 01, 05, 16 Mai 2016 Romeo und Julia29 Apr; 17 Jun 2016 Der Sandmann09, 11, 12, 26, 30 Jun 2016


Polina Semionova a.G., Giselle

Polina Semionova a.G.

Polina Semionova stammt aus Moskau. Sie erhielt ihre Ballettausbildung an der Bolschoi Ballettschule und wurde direkt nach ihrem Abschluss im Alter von 17 Jahren als Erste Solotänzerin an das Ballett der Staatsoper Unter den Linden verpflichtet. Seit September 2012 ist sie Principal Dancer beim American Ballet Theatre, Principal Guest beim Mikhailovsky Theater St. Petersburg und beim Bayerischen Staatsballett München. Polina Semionova tanzt nahezu alle grossen Partien des klassischen Balletts: Odette-­Odile (Schwanensee), Nikia (La Bayadère), Marie (Der Nussknacker), Prinzessin Aurora (Dorn­röschen), Swanilda (Coppélia), Kitri (Don Quixote), Giselle und Myrtha (Giselle), Tatjana (John Crankos Onegin), Sieglinde und Brünnhilde (Maurice Béjarts Ring um den Ring), Manon (Titelrolle), Julia (in Kenneth MacMillans, Leonid Lawrowskis sowie Nacho Duatos Versionen von Romeo und Julia), Michail Fokins Scheherazade und Les Sylphides, die Titelrollen in Vladimir Malakhovs Cinderella, in Roland Petits Carmen oder Frederick Ashtons Sylvia. Zu ihrem Repertoire zählen ausserdem Werke von Robbins, Balanchine, Forsythe, Neumeier, Kylián und Tudor. Choreografen wie Nacho Duato, Mauro Bi­gon­­zetti, Patrice Bart, Renato Zanella, Uwe Scholz, Alexei Ratmansky, Giorgio Madia, Twyla Tharp und Christian Spuck arbeiteten mit ihr und kreierten Rollen für sie. Einladungen führten Polina Semionova an die Mailänder Scala, zum American Ballet Theatre, zum Bayerischen Staatsballett, ans Mikhailovsky Theater St. Petersburg, zum Dresden Semperoper Ballett, zum English National Ballet, zum Tokyo Ballet, zum Ballett der Wiener Staatsoper, zum Ballett Zürich, zum Ballett des Mariinsky Theaters St. Pe­ters­burg, zum Bolschoi Ballett Moskau, zum  Stutt­garter Ballett und zum Ballett der Opera di Roma. Polina Semionova wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter die Gold­­medaille beim Internationalen Ballettwett­be­werb in Moskau, der Erste Preis des Waganowa-­Ballettwettbewerbs St. Petersburg, der Ju­­nior­preis des Internationalen Ballettwettbewerbs Nagoya (Japan), der Berliner Publikumspreis «Daphne», der Deutsche Kritikerpreis und der Deutsche Tanzpreis «Zukunft». 2007 wurde sie vom deutschen Ballettmagazin tanz zur «Tänzerin des Jahres» gekürt und erhielt 2008 den Heinz-Spoerli-Preis. 2014 wurde ihr der derzeit wohl wichtigste Preis der Ballettwelt, der «Benois de la danse», verliehen. 2013 wurde sie von der Staatlichen Ballettschule Berlin als Professorin berufen.

Giselle22 Jan 2016


Yen Han, Giselle

Yen Han

Die US-Chinesin Yen Han studierte bei Stefan Mucsi und Paul Maure in Los Angeles, an der Hartford Ballet School, beim San Francisco Ballet und an der Beijing Dance Academy. Nach Engagements beim Jeune Ballet de France und beim Ballet de Nice wurde sie 1994 als Solistin in das Ballett Zürich engagiert, wo sie seitdem als eine der vielseitigsten und charismatischsten Tänzerinnen in vielen Hauptrollen zu erleben ist. Heinz Spoerli kreierte für sie u.a. Le Sacre du printemps, Peer Gynt, Daphnis et Chloé, Romeo und Julia und Ein Sommernachtstraum. Mit Mats Ek arbeitete sie bei Sleeping Beauty (Aurora) und an der Royal Swedish Opera bei Julia & Romeo (Julia) zusammen. Weitere wichtige Choreografen waren Nicholas Beriozoff, Hans van Manen, Jiří Kylián, William Forsythe, Mauro Bigonzetti, Twyla Tharp, Christopher Wheel­­­don, Patrice Bart, Lin Hwai Min, Sol León/Paul Lightfoot, Martin Schläpfer und Filipe Portugal. In Choreografien von Christian Spuck war sie als Julia (Romeo und Julia), Hof­meister (Leonce und Lena), Kitty (Anna Karenina), in Messa da Requiem und als Clown (Nussknacker und Mausekönig) zu sehen. 2013 wurde sie mit dem «Tanz­preis der Freunde des Balletts Zürich» und als «Herausragen­de Darstellerin» bei den Schweizer Tanzpreisen geehrt.

Giselle02 Dez 2015; 10, 16 Jan 2016


Anna Khamzina, Giselle

Anna Khamzina

Anna Khamzina stammt aus Russland und erhielt ihre Tanzausbildung an der Natalia Trishina and Yuly Med­ve­dev School of Classic Dance. Sie war Solistin am Sta­nis­lawski-und-Nemi­ro­witsch-Dantschenko-Theater in Mos­­­­­kau und war dort u.a. als Giselle, in der Titelpartie von John Neumeiers Die kleine Meerjungfrau (Aus­zeich­nung mit dem Theaterpreis Goldene Maske) so­wie in Vladimir Burmeisters Schwanensee und La Es­me­ralda, Dmitry Bryantsevs Illusive Ball und Pierre Lacot­tes La Sylphide zu erleben. Darüber hinaus arbei­te­te sie mit Cho­reografen wie Jiří Kylián, Jorma Elo und Nacho Duato. Von 2013 bis 2015 tanzte sie beim Aalto Ballett Theater Essen. Dort war sie u.a. als Gute Fee (Cin­derella), Titania (Ein Sommernachtstraum) und Giselle (David Dawson) zu sehen. Seit 2015/16 ist sie Mit­glied des Balletts Zürich. U. a. war sie als Odette/Odile in Alexei Ratmanskys Schwanensee-Re­kons­truk­­tion, als Olimpia in Christian Spucks Sand­mann, in Forsythes Quintett und Godanis rituals from another when sowie in der Titelrolle von Christian Spucks Anna Karenina zu sehen. 

Giselle05 Dez 2015 Schwanensee07 Feb; 01, 04, 06, 22 Mai 2016 Der Sandmann04, 26 Jun 2016


Denis Vieira, Herzog Albrecht

Denis Vieira

Denis Vieira ist Brasilianer. Seine Ausbildung absolvierte er an der brasilianischen Bolshoi Theatre School. Am Teatro Municipal in Rio de Janeiro tanzte er u.a. in John Crankos Onegin (Onegin/Lensky) und Romeo und Julia (Romeo), Uwe Scholz’ Adam und Eva (Adam), Peter Wrights Giselle (Albrecht) und Yelena Pankovas Schwanensee (Prinz Siegfried). Seit 2014 ist er Mitglied des Balletts Zürich und tanzte in Schläpfers Forellenquintett, Kyliáns Wings of Wax, Kairos von Wayne McGregor und Sonett von Christian Spuck. In Spucks Romeo und Julia war er als Tybalt und Romeo zu sehen, in Anna Karenina tanzte er den Wronski. Weitere Rollen waren Albrecht in Patrice Barts Giselle und Leonce in Christian Spucks Leonce und Lena. 2015 wurde er mit dem «Tanzpreis der Freunde des Balletts Zürich» ausgezeichnet.

Giselle02 Dez 2015 Schwanensee07 Feb; 02 Mär; 01, 04, 06, 22 Mai 2016 Romeo und Julia22 Apr; 05 Jun 2016


Friedemann Vogel a.G., Herzog Albrecht

Friedemann Vogel a.G.

Friedemann Vogel wurde in Stuttgart geboren. Er absolvierte seine Ballettausbildung zunächst an der John Cranko Schule in Stuttgart und danach als Stipendiat des John Gilpin Fonds bei Marika Besobrasova an der Académie de Danse Classi­que «Princesse Grace» in Monte Carlo. Er war Preisträger zahlreicher internationaler Ballettwettbe­werbe. 1997 gewann er innerhalb eines Jahres den Prix de Lausanne, die Junior-­Gold­medaille beim Prix de Luxembourg und bei der Eurocity Competition in Italien, 1998 war er Gewinner der Jackson Competition in den USA. 1998 wurde Friedemann Vogel Mitglied des Stuttgarter Balletts, wo er 2002 zum Ersten Solisten ernannt wurde. In diesem Jahr gewann er auch den renommierten Erik-Bruhn-Preis. 2010 wurde er von der Zeitschrift tanz zum «Tänzer des Jahres» gewählt, 2012 wurde er mit dem italienischen «Danza&Danza Award» als «Bester Tänzer» ausgezeichnet. Sein Repertoire um­fasst die grossen klassischen Rollen ebenso wie Hauptrollen in Choreografien von Cranko, Balanchine, Robbins, Kylián, Neumeier, Forsythe und McGregor. Friedemann Vogel begleitet das Stuttgarter Ballett auf Tourneen in die ganze Welt. Als Solist gastierte er am Mariinsky-Theater in St. Petersburg, beim Bolschoi Ballett Moskau, an der Mailänder Scala, beim English National Ballet, dem National Ballet of China, dem Tokyo Ballet, dem Hong Kong Ballet, den Ballets de Santiago de Chile, dem Finnish National Ballet, dem Staats­ballett Berlin, dem Bayerischen Staatsballett, dem Ballett der Opera di Roma, dem Ballett der Wiener Staatsoper, dem Royal Swedish Ballet und dem Béjart Ballet Lausanne. Seit September 2014 ist Friedemann Vogel Gast­solist am Mikhailovsky Theater in St. Petersburg.

Giselle17 Dez 2015; 02 Jan 2016


Alexander Jones, Herzog Albrecht

Alexander Jones

Alexander Jones stammt aus Grossbritannien. Seine Tanzausbildung erhielt er an der Royal Ballet School in London. 2004 gewann er die Goldmedaille beim Ade­li­ne-Genée-Wettbewerb; aus­ser­dem erhielt er den Dame Ninette de Valois-Preis. In der Spielzeit 2005/06 wurde er Mitglied des Stuttgarter Balletts, wo er 2011/12 zum Ersten Solisten ernannt wurde. In Stuttgart war er u. a. als Armand Duval in Neumeiers Kameliendame, Romeo in Crankos Romeo und Julia, in den Titelrollen von Crankos Onegin und Kevin O’Days Hamlet, als Basilio in Maximiliano Guerras Don Qui­xote sowie in MacMillans Lied von der Erde zu erleben. Ausserdem tanz­­te er in Choreografien von Balanchine, Robbins, Ashton, Schaufuss, Tetley, Béjart, Haydée, van Manen, Forsythe, Lee, McGregor, Clug und Spuck. Seit 2015/16 ist Alexander Jones Solist des Balletts Zürich. U. a. tanzte er Prinz Siegfried in Alexei Ratmanskys Schwa­nen­see-­Rekonstruktion, Albrecht in Patrice Barts Giselle sowie Romeo in Romeo und Julia, Nathanael in Der Sandmann und Wronski in Anna Karenina (alle von Christian Spuck).

Giselle05 Dez 2015; 22 Jan 2016 Schwanensee21, 26, 28 Feb; 28 Mär; 30 Apr; 01, 05, 16 Mai 2016 Romeo und Julia24 Apr; 16 Jun 2016 Der Sandmann04, 26 Jun 2016


Wei Chen, Herzog Albrecht

Wei Chen

Wei Chen stammt aus den USA und erhielt seine Aus­bil­­­dung an der Boston Ballet School, der Margo Mar­shall’s School of Ballet, der Walnut Hill School sowie der Houston Ballet’s Ben Stevenson Academy. Im Royal Ballet of Flanders tanzte er in Marcia Haydées Schwa­nen­see (Siegfried) und Dornröschen (Prince Desiré) sowie in Crankos Onegin (Lenski). Ausser­dem war er in Choreografien von Balanchine, Bournonville, Dawson, For­sythe, Godani, McGregor, Nureyev, Pite, Stevenson und Wheeldon zu sehen. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Mitglied des Balletts Zürich und war hier u.a. in Choreografien von Douglas Lee, Jiří Kylián, Marco Goecke, Edward Clug und Crystal Pite zu erleben. Ausserdem tanzte er den Romeo in Spucks Romeo und Julia, Benno in Ratmanskys Schwanensee und Coppelius in Spucks Sandmann.

Giselle10, 16 Jan 2016 Der Sandmann04, 09, 11, 12, 26, 30 Jun 2016


Katja Wünsche, Myrtha / Erste Wili

Katja Wünsche

Katja Wünsche stammt aus Dresden und wurde an der Staatlichen Ballett­schule Berlin aus­ge­bildet. Sie war Preisträgerin zahlreicher Ballettwettbewerbe. Von 1999 bis 2012 tanzte sie im Stutt­­garter Ballett, seit 2006 als Erste Solistin. Sie tanzte in Hauptrollen in Choreogra­fien von John Cran­ko (Romeo und Julia, Der Wider­spens­tigen Zähmung, Onegin), John Neu­meier (Endstation Sehnsucht, Die Ka­me­lien­dame), Marcia Haydée (Dorn­rös­chen, La Sylphide, La Fille mal gardée) und Christian Spuck (Lulu, Der Sand­­mann, Leonce und Lena, Das Fräulein von S.) sowie in Balletten von For­sythe, Kylián, León/Lightfoot und Goecke. 2007 wurden ihr der Deutsche Tanzpreis Zukunft und der Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen. Seit 2012/13 ist Katja Wünsche Solistin beim Ballett Zürich. Hier tanzte sie u. a. die Julia in Spucks Romeo und Julia, Lena in Leonce und Lena, Marie in Woyzeck, Anna Karenina und Kitty in Anna Karenina sowie Clara in Der Sandmann. Ausserdem trat sie in Zürich in Choreografien von Sol León/Paul Lightfoot, Douglas Lee, Martin Schläpfer, Wayne McGregor und Marco Goecke auf. 2014 wurde sie mit dem «Tanzpreis der Freun­de des Balletts Zürich» ausgezeichnet.

Giselle05, 17 Dez 2015; 02 Jan 2016 Woyzeck05, 08 Apr 2016 Romeo und Julia29 Apr; 17 Jun 2016 Der Sandmann09, 11, 12, 26, 30 Jun 2016


Pornpim Karchai, Myrtha

Pornpim Karchai

Die aus Thailand stammende Pornpim Karchai erhielt ihre Ausbildung an der Australian Ballet School in Melbourne. Nach zwei Spielzeiten im Junior Ballett ist sie seit der Saison 2005/06 Mitglied des Balletts Zürich. Im Rahmen der Vorstellungsreihe «Junge Choreografen» präsentierte sie die Arbeiten The Other Side, Interference und Sense(less). U. a. war sie als Myrtha in Patrice Barts Giselle zu erleben.

Giselle10, 16 Jan 2016


Cristian Alex Assis, Hilarion

Cristian Alex Assis

Cristian Alex Assis stammt aus Brasilien. Mit einem Stipendium des «Brasilia International Dance Seminar» studierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim. Von 2010 bis 2012 war er Mitglied des Bayerischen Staatsballetts in München. Seit der Saison 2012/13 gehört er zum Ballett Zürich und war hier u.a. als Wronski in Christian Spucks Anna Karenina, Tybalt in Spucks Romeo und Julia, Tambour­major und Hauptmann in Spucks Woyzeck, in Martin Schläpfers Forellenquintett sowie in Choreografien von William Forsythe undEdward Clug zu sehen. In Alexei Ratmanskys Schwanensee tanzte er Rotbart.

Giselle05, 17 Dez 2015; 02, 10, 22 Jan 2016 Schwanensee07, 21, 26, 28 Feb; 02 Mär; 01, 04, 06, 22 Mai 2016 Woyzeck24 Mär; 05, 08, 20 Apr 2016 Romeo und Julia22, 24, 29 Apr 2016


Filipe Portugal, Hilarion / Herzog von Kurland

Filipe Portugal

Filipe Portugal studierte in Lissabon und wurde nach einem ersten Engagement beim Portugiesischen Na­tio­­­nal­­ballett 2002 ans Ballett Zürich engagiert. Hier tanzte er Solopartien in vielen Choreografien von Heinz Spoerli (u. a. Cinderella, Der Nussknacker, Schwa­nensee, Don Quixote, Coppélia, Giselle und Ein Sommernachtstraum). Von 2009 bis 2011 war er Principal Dancer beim Portugiesischen Na­tio­­nal­­ballett. Seit 2011 ist er wieder Mitglied des Balletts Zürich und war hier in Hauptrollen zahlreicher Ballette von Christian Spuck zu sehen, so als Pater Loren­zo in Romeo und Julia, König Peter in Leonce und Lena, als Doktor in Woyzeck, Karenin in Anna Karenina und Spalanzani in Der Sand­mann. Aus­serdem trat er in Choreografien von Mats Ek, Jiří Kylián, Hans van Manen, William Forsythe, Douglas Lee und Martin Schläpfer auf. Paral­lel zu seiner Tän­zer­karriere arbeitet Filipe Portugal erfolgreich als Choreograf. Zu seinen jüngsten Arbeiten für das Ballett Zürich gehören Dialogos zur Musik des Schweizer Jazzmusikers Nik Bärtsch und disTANZ. Ausserdem choreografiert er für das Charlotte Ballet (USA) und die Stuttgarter Noverre-Gesellschaft. 2014 wurde Filipe Por­tu­gal mit dem «Tanzpreis der Freun­de des Balletts Zürich» ausgezeichnet.

Giselle02, 05, 17 Dez 2015; 02, 10, 16, 22 Jan 2016 Woyzeck24 Mär; 05, 08 Apr 2016 Romeo und Julia24, 29 Apr; 05, 16, 17 Jun 2016 Der Sandmann09, 11, 12, 26, 30 Jun 2016


Eva Dewaele, Berthe

Eva Dewaele

Eva Dewaele stammt aus Belgien. Ausgebildet an der Königlichen Ballettschule in Antwerpen, führten sie En­gagements an das Hessische Staatstheater Wies­ba­den, das Theater Luzern, die Oper Göteborg, die Opéra de Lyon, zum Cullberg Ballett und zum Royal Ballet of Flanders. Sie tanzte in Choreografien von William Forsythe, Mats Ek und Jiří Kylián sowie in Uraufführungen von Jacopo Godani, Douglas Lee, David Dawson und Christian Spuck. Darüber hinaus ist Eva Dewaele in mehreren Spielfilmen aufgetreten. Seit der Spielzeit 2012/13 war sie Mitglied des Balletts Zürich und zusätzlich Ballettmeisterin beim Junior Ballett. Sie tanzte die Lady Capulet in Christian Spucks Romeo und Julia, die Rosetta in Leonce und Lena und die Dark Lady in Spucks Sonett. Als Choreografin schuf Eva Dewaele das Stück Mit Blick auf für die Hodler-Retrospektive der Fondation Beyeler und präsentierte in der Reihe «Junge Choreografen» das Stück Miss(es). Für das Junior Ballett entstand die Choreografie Passing by. Seit der Saison 2014/15 ist sie Ballettmeisterin des Balletts Zürich. Sie leitete die Einstudierung von Christian Spucks Anna Karenina am Stanislawski-Theater in Moskau, beim Koreanischen Nationalballett und beim Bayerischen Staatsballett.

Giselle02, 05, 17 Dez 2015; 02, 10, 16, 22 Jan 2016 Romeo und Julia24, 29 Apr; 16, 17 Jun 2016


Matthew Knight, Wilfried

Matthew Knight

Matthew Knight ist Brite. Seine Ausbildung absol­vier­­­te er an der Elmhurst School und an der Royal Ballet School in London. Nach einer Spielzeit im Junior Ballett ist er seit der Saison 2013/14 Mitglied des Balletts Zürich. In der Reihe «Junge Cho­­reo­­grafen» prä­sen­tierte er die Cho­reo­­grafien Jane Doe und Mocambo. Er tanzte in Choreografien von Mats Ek (Kavalier in Dornröschen), William Forsythe, Marco Goecke (Mohr in Petruschka), Jiří Kylián, Douglas Lee, Sol León/Paul Lightfoot, Hans van Manen, Wayne McGregor, Ohad Naharin, Crystal Pite und Filipe Portugal. Er war Leonce in Christian Spucks Leonce und Lena, als Nathanael in Spucks Sandmann und als Clown in Spucks Nussknacker und Mausekönig zu erleben. Ausserdem war er 2018 als Faust im gleichnamigen Ballett von Edward Clug zu sehen. 2016 wurde er mit dem «Tanzpreis der Freunde des Balletts Zürich» ausgezeichnet.

Giselle02, 05, 17 Dez 2015; 02, 10, 16, 22 Jan 2016 Woyzeck24 Mär; 20 Apr 2016 Der Sandmann09, 11, 12, 26, 30 Jun 2016


Manuel Renard, Herzog von Kurland

Manuel Renard

Manuel Renard wurde auf Guadeloupe (Frankreich) geboren. Er studierte an der Académie Internationale de Danse des Antilles, am Alvin Ailey Dance Center in New York sowie am Atelier Rudra-Béjart in Lausanne. 1998 und 1999 gewann er den 1. Preis beim Wettbewerb der Confédération Nationale Française de Danse. Bei Engagements in Béjarts Compagnie M, den Ballets de Monte-Carlo und beim Ballett Basel tanzte er in Choreografien von Béjart, Bigonzetti, Brumachon, Cherkaoui, Duato, Inger, Preljocai und Wherlock. Seit der Saison 2012/13 gehört er zum Ballett Zürich und tanzte hier u. a. Pater Lorenzo in Christian Spucks Romeo und Julia, Rotbart in Spoerlis Schwanensee, den Doktor in Spucks Woyzeck und Karenin in Anna Karenina. Ferner trat er in Choreografien von Forsythe, León/Lightfoot, Ek und McGregor auf. In der Reihe «Junge Choreografen» präsentierte Manuel Renard seine Stücke La Part des Anges und Indignons-nous. In Alexei Ratmanskys Schwanensee-Rekonstruktion tanzte er Rotbart, ausserdem war er als Coppola in Christian Spucks Sandmann zu erleben.

Giselle02 Dez 2015; 16 Jan 2016 Schwanensee28 Mär; 30 Apr; 01, 05, 16 Mai 2016 Woyzeck05, 08 Apr 2016 Romeo und Julia22, 24, 29 Apr; 05, 16, 17 Jun 2016 Der Sandmann04, 26, 30 Jun 2016


Juliette Brunner, Bathilde

Juliette Brunner

Juliette Brunner ist Schweizerin. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Ballettschule des Theaters Basel, an der Ballettschule von Brenda Hamlyn in Florenz, bei Malou Fenaroli in Zürich und an der School of American Ballet in New York. Nach Engagements beim Ballett der Deutschen Oper am Rhein, beim Leipziger Ballett und den Ballets de Monte-Carlo ist sie seit der Saison 2007/08 Mitglied des Balletts Zürich. Sie tanzte Hauptrollen in Heinz Spoerlis Peer Gynt, Bella Figura, Wäre heute morgen und gestern jetzt, Orma, Abschied und Don Juan sowie in Mats Eks Sleeping Beauty und Forsythes The vertiginous thrill of exactitude. In jüngster Zeit war sie als Anna Karenina, Lady Capulet in Christian Spucks Romeo und Julia und Gouvernante in Spucks Leonce und Lena sowie in Choreografien von Martin Schläpfer, Wayne McGregor und Marco Goecke zu sehen.

Giselle02, 05, 17 Dez 2015; 02, 10, 16, 22 Jan 2016 Woyzeck24 Mär; 20 Apr 2016 Romeo und Julia22 Apr; 05 Jun 2016


Alba Sempere Torres, Erste Wili

Alba Sempere Torres

Alba Sempere Torres ist Spanierin. Ausgebildet am Institut del Teatro in Barcelona und an der John Cranko Schule in Stuttgart, war sie Gewinnerin des Ballett­wett­­bewerbs in Castellón und tanzte im Ballett der Wiener Staatsoper, im Staatsballett Berlin sowie von 2008 bis 2014 im Bayerischen Staatsballett. Sie trat u. a. in Cho­reografien von Jo Strømgren, Peter Wright, Jiří Kylián, Vladimir Malakhov, John Neumeier und Mats Ek auf. Seit der Saison 2014/15 gehört sie zum Ballett Zürich. Hier war sie u.a. in Choreografien von Jiří Kylián, Hans van Manen, George Balanchine, Patrice Bart, Martin Schläpfer und Christian Spuck zu sehen.

Giselle02, 17 Dez 2015; 02, 10, 16, 22 Jan 2016


Giulia Tonelli, Zweite Wili / Bauern-Pas-de-deux

Giulia Tonelli

Giulia Tonelli stammt aus Italien. Ihre Ausbildung ab­sol­vierte sie beim Balletto di Toscana und an der Ballett­schule der Wiener Staatsoper. Nach einem ersten Engagement an der Wiener Staatsoper tanzte sie von 2002 bis 2010 beim Royal Ballet of Flanders in Antwerpen, ab 2004 als Halbsolistin. Dort tanzte sie u.a. Giselle (Peti­pa) sowie Solopartien in Choreogra­fien von Forsythe, Balanchine, Kylián, Haydée und Spuck. Seit 2010/11 ist sie Mitglied des Balletts Zürich, wo sie in Balletten von Spoerli, Goecke, McGregor, Lee, Forsythe, Kylián und Balanchine auftrat. Sie tanzte Julia in Christian Spucks Romeo und Julia, Lena in Spucks Leonce und Lena und Betsy in Anna Karenina. In Alexei Ratmanskys Schwanensee-Re­kons­truk­­tion tanzte sie im Pas de trois, ausserdem war sie in Forsythes Quintett und Spucks Messa da Requiem zu erleben. Höhepunkte der vorigen Saison waren Emer­gence von Crystal Pite und Gretchen in Edward Clugs Faust – Das Ballett. Bei den «Jungen Choreografen» präsentierte sie ge­­meinsam mit Mélissa Ligurgo die Arbeiten Mind Games und Klastos. 2013 wurde sie mit dem Giuliana-Penzi-Preis ausgezeichnet. 2017 erhielt sie den «Tanzpreis der Freun­de des Balletts Zürich».

Giselle02, 05, 17 Dez 2015; 02, 10, 16, 22 Jan 2016 Romeo und Julia22 Apr; 05 Jun 2016


Andrei Cozlac, Bauern-Pas-de-deux

Andrei Cozlac

Andrei Cozlac wurde in Rumänien geboren. Er studierte an der Hochschule für Choreografie in Bukarest und an der Tanz Akademie Zürich. Drei Mal gewann er den Nationalen Tanzwettbewerb in Rumänien. 2011 erhielt er eine Goldmedaille beim «Tanzolymp Berlin», 2012 die Bronzemedaille beim Tanzwettbewerb in Helsinki. Nach zwei Spielzeiten im Junior Ballett ist er seit 2014/15 Mitglied des Balletts Zürich. Im Rahmen der Reihe «Junge Choreografen» präsentierte er die Arbeiten Midst Mettle, Milord(s) und Knotty Twine. 2013 wurde er mit dem «Tanzpreis der Freun­de des Balletts Zürich» ausgezeichnet. U. a. war er in Marco Goeckes Deer Vision, im Bauern-Pas-de-deux in Giselle sowie als Benno in Ratmanskys Schwanensee zu sehen.

Giselle02 Dez 2015; 16 Jan 2016 Schwanensee07 Feb 2016 Woyzeck05, 08 Apr 2016 Romeo und Julia22 Apr; 05 Jun 2016


Michelle Willems, Bauern-Pas-de-deux

Michelle Willems

Michelle Willems ist Französin. Sie studierte an der Bolshoi Ballet Academy und am Atelier Rudra-Béjart in Lausanne. Nach zwei Spielzeiten im Junior Ballett ist sie seit der Saison 2016/17 Mitglied des Balletts Zürich. Nach solistischen Aufgaben in Giselle und Schwanensee tanzte sie Kitty in Christian Spucks Anna Karenina, Marie in Spucks Nussknacker und Mausekönig sowie Gretchen in Edward Clugs Faust – Das Ballett. Ausserdem trat sie Choreografien von William Forsythe, Jiří Kylián, Marco Goecke, Crystal Pite und Filipe Portugal auf. 2018 erhielt sie den «Tanzpreis der Freun­de des Balletts Zürich».

Giselle17 Dez 2015; 02 Jan 2016


Surimu Fukushi, Bauern-Pas-de-deux

Surimu Fukushi

Surimu Fukushi ist Japaner. Er wurde an der School of the Tokyo Ballet, dem Ballet Studio Duo in Tokio und an der Tanzakademie «Princess Grace» in Monte Carlo ausgebildet. Beim «Youth America Grand Prix» gewann er 2011 die Silbermedaille im Finale (New York) sowie die Goldmedaille im Halbfinale (Japan). Zudem gewann er eine Goldmedaille bei der «NBA Ballet Competition». Bereits während der Ausbildung trat er u. a. mehrfach an der Opéra Garnier de Monte-Carlo auf. Nach zwei Spielzeiten im Junior Ballett ist er seit dieser Saison Mitglied des Balletts Zürich. Er war u. a. in Kairos von Wayne McGregor, Forellenquintett von Martin Schläpfer und mit Ben Van Cauwenberghs Solo Les Bourgeois zu sehen. 2015 wurde er mit dem «Tanzpreis der Freunde des Balletts Zürich» ausgezeichnet.

Giselle17 Dez 2015; 02 Jan 2016


Chinatsu Sugishima, Bauern-Pas-de-deux

Chinatsu Sugishima

Chinatsu Sugishima ist Japanerin. Sie studierte am Reika Otsuka Ballet Studio in Tokio sowie an der Ballettakademie München. Beim Nationalen Tanzwettbewerb im japanischen Saitana gewann sie den 2. Preis. Sie war Volontärin beim Bayerischen Staatsballett und ist nach einer Spielzeit im Junior Ballett seit der Saison 2014/15 Mitglied des Balletts Zürich. Hier war sie u.a. in Forsythes In the middle, Somewhat Elevated und im Bauern-Pas de deux in Giselle zu sehen.

Giselle05 Dez 2015; 22 Jan 2016


Tigran Mkrtchyan, Bauern-Pas-de-deux

Tigran Mkrtchyan

Tigran Mkrtchyan stammt aus Armenien. Er wurde an der Armenischen Ballettschule und an der Tanzakademie Zürich ausgebildet. Er war Finalist beim Prix de Lau­sanne. Nach zwei Spielzeiten im Junior Ballett ist er seit der Saison 2011/12 Mitglied des Balletts Zürich. Er tanzte in Choreografien von Heinz Spoerli, Jiří Kylián, Mats Ek, William Forsythe, Sol León/Paul Light­foot, George Balanchine und Eric Gautier (Ballett 101), ausserdem war er als Tybalt in Christian Spucks Romeo und Julia, als Stiwa in Anna Karenina, als Mohr in Goeckes Petruschka und als Prinz in Ratmanskys Schwanensee zu erleben. In der Reihe «Junge Choreografen» zeigte er seine Cho­reo­grafie The Rose that Grew from Concrete. 2017 wurde er mit dem «Preis der Freun­de des Balletts Zürich» ausgezeichnet.

Giselle05 Dez 2015; 22 Jan 2016 Romeo und Julia22 Apr; 16, 17 Jun 2016


Dmitry Khamzin, Bauern-Pas-de-deux

Dmitry Khamzin

Dmitry Khamzin stammt aus Russland. Ausgebildet an der Ballettschule in Perm, war er Solist am Stanislawski­und-Nemirowitsch-Dantschenko-Theater in Moskau. Dort tanzte er Hauptrollen in Choreografien von John Neumeier (Die Möwe, Die kleine Meerjungfrau), Coralli/Petipa (Albrecht in Giselle), Pierre Lacotte (James in La Sylphide), August Bournonville (Gennaro in Napoli), Vasily Vainonen (Prinz in Der Nussknacker) und Vladimir Burmeister (Schwanensee). Ausserdem trat er in Choreografien von Jiří Kylián, Nacho Duato und Jorma Elo auf. Zweimal wurde er für den Theaterpreis «Goldene Maske» nominiert. Nach einem Engagement am Aalto Ballett Theater Essen (2013 bis 2015) ist er seit voriger Saison Mitglied des Balletts Zürich. U. a. war er als Spalanzani in Christian Spucks Sandmann zu erleben. In der Reihe «Junge Choreografen» zeigte er seine Choreografie Work Space.

Giselle10 Jan 2016 Woyzeck24 Mär; 20 Apr 2016 Der Sandmann04, 26 Jun 2016