Rachmaninow
Die drei Opern

Von 1. November 2026 bis 28. November 2026

  • Dauer:
    ca. 3 Std. 25 Min. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. 15 Min.
  • Sprache:
    In russischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
    © Plakatmotiv von Donald Sheridan

Musikalische Leitung:
Gianandrea Noseda

Gianandrea Noseda

Gianandrea Noseda ist seit der Spielzeit 2021/22 Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich. Zudem ist er Musikdirektor des National Symphony Orchestra und Erster Gastdirigent des London Symphony Orchestra. 2019 wurde er Musikdirektor des neu gegründeten Tsinandali Festivals und des georgischen Pan-Caucasian Youth Orchestra. 2007 bis 2018 amtierte Noseda als Generalmusikdirektor des Teatro Regio di Torino und hat das Opernhaus während dieser Zeit künstlerisch neu ausgerichtet. Noseda hat die wichtigsten internationalen Orchester (Berliner Philharmoniker, Chicago Symphony, Concertgebouw Orchestra, Wiener Philharmoniker) sowie an den bedeutendsten Opernhäusern (La Scala, Metropolitan Opera, Royal Opera House) und Festivals (BBC Proms, Edinburgh, Salzburg und Verbier) dirigiert. Er hat leitende Funktionen u. a. beim BBC Philharmonic (Chefdirigent), Israel Philharmonic Orchestra (Erster Gastdirigent), Mariinsky Theater (Erster Gastdirigent) und beim Stresa Festival (Künstlerischer Leiter) innegehabt. Seine Diskografie umfasst mehr als 80 CDs – einen besonderen Platz nimmt das Projekt «Musica Italiana» mit vernachlässigtem italienischem Repertoire des 20. Jahrhunderts ein. Der in Mailand geborene Noseda ist Commendatore al Merito della Repubblica Italiana und erhielt 2024 den Verdienstorden der Stadt Mailand. 2015 wurde er als «Musical America’s Conductor of the Year» geehrt, bei den International Opera Awards 2016 zum «Dirigenten des Jahres» ernannt und erhielt 2023 den Puccini-Preis. Im selben Jahr zeichneten die Oper!Awards Noseda als «Besten Dirigenten» aus, wobei insbesondere seine Interpretationen der ersten beiden «Ring»-Opern am Opernhaus Zürich hervorgehoben wurden.

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 Gabetta & Noseda7 Nov. 2026 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 Kinderopernorcherster23 / 27 / 31 Mai / 19 / 20 Juni / 4 Juli 2027 Open-Air-Konzert4 Juli 2027
Inszenierung und Bühnenbild:
Dmitri Tcherniakov

Dmitri Tcherniakov

Dmitri Tcherniakov wurde in Moskau geboren und studierte an der Russischen Akademie der Darstellenden Künste. Er entwirft die Bühnenbilder seiner Produktionen ausnahmslos selbst und ist Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter die «Goldene Maske», Russlands bedeutendster Theaterpreis. Mussorgskis «Boris Godunow» an der Staatsoper Berlin markierte den Beginn einer engen künstlerischen Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Daniel Barenboim, auf die weitere gemeinsame Produktionen folgten: Prokofiews «Der Spieler», Rimski-Korsakows «Die Zarenbraut», Wagners «Parsifal» sowie «Tristan und Isolde». In zahlreichen Metropolen wurde Tschaikowskis «Jewgeni Onegin» gezeigt, Bergs «Wozzeck» und Glinkas «Ruslan und Ludmilla» am Bolschoi Theater Moskau, Glinkas «Ein Leben für den Zaren» am Mariinski-Theater St. Petersburg, Schostakowitschs «Lady Macbeth aus Mzensk» u.a. an der Deutschen Oper am Rhein, Verdis «Macbeth» an der Pariser Opéra und «Simon Boccanegra» an der ENO, Mozarts «Don Giovanni» in Aix-en-Provence, Madrid und am Bolschoi Theater. Mussorgskis «Chowanschtschina», Poulencs «Dialogues des Carmélites» und Bergs «Lulu» in München bestärkten seine Bekanntheit in Deutschland, Verdis «La traviata» in Mailand und Borodins «Fürst Igor» an der Metropolitan Opera New York brachten ihm internationale Anerkennung. Zu weiteren Höhepunkten zählen Rimski-Korsakows «Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch» in Amsterdam, Janáčeks «Jenufa» und Debussys «Pelléas et Mélisande» am Opernhaus Zürich, die Verknüpfung von Tschaikowskis «Iolanta» und «Der Nussknacker» an der Opéra de Paris, «Elektra» und «Ariadne auf Naxos» an der Hamburgischen Staatsoper, «Der fliegende Holländer» bei den Bayreuther Festspielen, Verdis «Il trovatore» und Berlioz’ «Les Troyens» in Paris, Prokofjews «Die Verlobung im Kloster» und Wagners Ring-Zyklus an der Staatsoper Berlin. Zuletzt war Dimitri Tscherniakov mit Korngolds «Die tote Stadt» am Opernhaus Zürich zu erleben. In der Spielzeit 2026/27 kehrt er zurück und verknüpft die drei Operneinakter «Aleko», «Skupoi Rytsar» und «Francesca da Rimini» von Sergej Rachmaninow.

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Kostüme:
Elena Zaytseva

Elena Zaytseva

Elena Zaytseva stammt aus St. Petersburg, wo sie auch ihre Ausbildung an der Theaterakademie erhielt. Anschliessend arbeitete sie bei Lenfilm Studio als Kostümassistentin, später als Kostümbildnerin für den Film. 1997 wurde sie Kostümbildnerin am Mariinski-Theater St. Petersburg und entwarf u. a. die Kostüme für den «Fliegenden Holländer» und «Dornröschen». Daneben entwarf sie auch Kostüme für Inszenierungen am Sprechtheater. 2001 begann sie in Moskau für die New Opera Company zu arbeiten, 2003 ging sie ans Moskauer Bolschoj Theater, wo sie unter anderem die Kostüme für «Lady Macbeth von Mzensk» (2004), «Le Corsaire» (2007), «Ruslan and Ludmilla» (2011) und mehrere Ballettproduktionen verantwortete. Ausserdem arbeitete sie in Tscheljabinsk, Jekaterinburg («La Bayadère») und Berlin («Esmeralda»). Als Co-Kostümbildnerin von Dmitri Tcherniakov war sie an folgenden Produktionen beteiligt: «Chowanschtschina» (Bayerische Staatsoper), «Lady Macbeth von Mzensk» (Deutsche Oper am Rhein, English National Opera), «Der Spieler» (Berliner Staatsoper, Teatro alla Scala), «Wozzeck» (Bolschoj Theater), «Dialogues des Carmélites» (Bayerische Staatsoper), «Don Giovanni» (Aix-en-Provence, Bolschoi Theater, Canadian Opera Company), «Simon Boccanegra» (English National Opera, Bayerische Staatsoper), «Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch» (Nederlandse Opera Amsterdam), «Jenůfa» und «Pelléas et Mélisande» (Opernhaus Zürich), «Il trovatore» (Mariinski-Theater), «Lulu» (Bayerische Staatsoper), «Parsifal», «Die Zarenbraut», «Tristan und Isolde» und «Die Verlobung im Kloster» an der Berliner Staatsoper und «Iolanta»/«Der Nussknacker» und «Les Troyens» an der Opéra National de Paris.

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Choreinstudierung:
Klaas-Jan de Groot

Klaas-Jan de Groot

Klaas-Jan de Groot ist ein niederländischer Dirigent und Chorleiter. Seit der Spielzeit 2025/26 ist er Chordirektor des Opernhauses Zürich. Nach seinem Studium in Den Haag und Cardiff war er von 2016 bis 2022 Assistent der Chordirektorin Ching-Lien Wu an der Niederländischen Oper in Amsterdam, wo er mit dem Opernchor mehrere Produktionen und Projekte einstudierte. Seit 2018 arbeitet er regelmässig mit dem Niederländischen Rundfunkchor (Groot Omroepkoor) zusammen. Von 2018 bis 2024 war er jährlich als Assistent von Chordirektor Eberhard Friedrich bei den Bayreuther Festspielen tätig. Er dirigierte verschiedene Konzerte und Aufführungen mit der Opera Zuid sowie mit dem Orchestra of the 18th Century und den Essener Philharmonikern. Von 2022 bis 2025 war er Chordirektor des Aalto-Theaters in Essen. Seit 2023 arbeitet er regelmässig mit dem NDR Vokalensemble in Hamburg. 2024 gab er sein Debüt beim MDR-Rundfunkchor sowie beim Rundfunkchor Berlin. Im Rahmen der Förderung von Nachwuchstalenten wurde Klaas-Jan de Groot 2021 mit dem renommierten niederländischen Dirigierpreis des Anton Kersjes-Fonds ausgezeichnet.

Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Ascanio in Alba13 / 20 März 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027 Requiem pour Ophélie4 / 7 / 9 Mai 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027
Lichtgestaltung:
Gleb Filshtinsky

Gleb Filshtinsky

Gleb Filshtinsky stammt aus St. Petersburg und studierte an der dortigen Akademie für Theaterkunst, wo er sich bereits auf Bühnenbild spezialisierte. Als Lichtdesigner gestaltete er neben zahlreichen Theaterproduktionen auch Showprogramme inklusive Pyrotechnik. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Estischen Nationalpreis für Theater. Seine Produktionen «The Rake’s Progress» und «Eugen Onegin» am Moskauer Bolschoj-Theater erhielten die Goldene Maske, den wichtigsten russischen Theaterpreis. Er gestaltete zahlreiche Produktionen für das Alexander- und Mariinski-Theater, u. a. «Otello», «Boris Godunow», «Jenufa», «Die Nase», «Carmen», «Der Ring des Nibelungen» und «Tristan und Isolde». Mit Dmitri Tcherniakov verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit, u. a. bei «Der Spieler», «Die Zarenbraut», «Parsifal», «Der Ring des Nibelungen» an der Berliner Staatsoper, «Lady Macbeth von Mzensk» an der Deutschen Oper am Rhein, «Macbeth» an der Opéra National de Paris, «Chowanschtschina», «Dialogues des Carmélites» und «Lulu» an der Bayerischen Staatsoper, «Don Giovanni» in Aix-en-Provence und am Bolschoj Theater, «Simon Boccanegra» in London an der English National Opera, «Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch» in Amsterdam, «Fürst Igor» an der New Yorker Met, «Iolanta» an der Opéra National de Paris und «Elektra» an der Hamburgischen Staatsoper. Darüber hinaus arbeitete er u. a. mit dem Regisseur Alvis Hermanis für die Salzburger Festspiele («Giulio Cesare in Egitto», «Die Soldaten», «Gawain», «Il trovatore»), an den Opernhäusern von Bologna und Brüssel («Jenůfa»), an der Opéra National de Paris («La Damnation de Faust») und an der Scala («I due Foscari») zusammen.

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Video:
Tieni Burkhalter

Tieni Burkhalter

Tieni Burkhalter studierte Bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), wo er sich auf Video und Videoinstallation spezialisierte. Nachdem seine Werke vorwiegend in Galerien und an Experimentalfilmfestivals gezeigt wurden, arbeitet er seit 2009 für die Bühne. Als Videoproduzent ist er eng mit dem Opernhaus Zürich verbunden. Seine Bühnenarbeit führte ihn ausserdem zu Theatern in Berlin, Hamburg, Paris, Moskau, Oslo und Savonlinna. Am Opernhaus Zürich arbeitete er mit Andreas Homoki («Der fliegende Holländer», «Das Land des Lächelns», «Das Rheingold», «Siegfried» und «Die Walküre»), Evgeny Titov («Lessons in Love and Violence» und «L’Orfeo»), Jan Philipp Gloger («Die Csárdásfürstin» und «Le nozze di Figaro»), Adele Thomas («Il trovatore»), Rainer Holzapfel («Die Odyssee»), Nina Russi («Coraline») und Kai Anne Schuhmacher («Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer»). Für das Ballett Zürich produzierte er Videos für Christian Spuck («Anna Karenina» und «Das Mädchen mit den Schwefelhölzern»), Marcos Morau («Nachtträume»), Edward Clug («Faust») und Douglas Lee («A-Life»). Er war ferner am Opernfestival Savonlinna mit Philipp Himmelmann für «Aida» tätig, in Berlin mit Christian Spuck für «Madame Bovary» und wirkt seit vielen Jahren bei Dmitri Tcherniakovs Inszenierungen mit: «Pelléas et Mélisande» und «Die Sache Makropulos» am Opernhaus Zürich, «Senza Sangue/Herzog Blaubarts Burg», «Elektra» und «Salome» an der Staatsoper Hamburg, «La Fille de Neige» und «Les Troyens» an der Opéra National de Paris und «Tristan und Isolde» an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027
Dramaturgie:
Jana Beckmann,

Jana Beckmann

Jana Beckmann ist Dramaturgin und Kuratorin. Sie studierte Choreografie in Buenos Aires, Dramaturgie in Hamburg sowie Musik und Philosophie in Oldenburg und arbeitete international für Opern-, Theater- und Festivalinstitutionen, darunter am Tanzhaus Zürich, auf Kampnagel, am Grand Théâtre de Genève, am Goethe Institut Buenos Aires. Von 2018 bis 2023 war sie Dramaturgin an der Staatsoper Unter den Linden. Sie arbeitete u.a. mit den Regisseur:innen Romeo Castellucci, Kornél Mundruczó, Christiane Jatahy, Calixto Bieito, Dimitri Tcherniakov, Philipp Stölzl, Barbora Horáková, Thorleifur Örn Arnarsson. Von 2023 bis 2025 gehörte sie dem Leitungskollektiv Dramaturgie der Wiener Festwochen unter der Intendanz von Milo Rau an. Dort verantwortete und betreute sie zentrale Produktionen des Festivalprogramms, darunter «Sancta» von Florentina Holzinger. Seit der Spielzeit 2025/26 ist sie Dramaturgin am Opernhaus Zürich sowie freie Kuratorin der Wiener Festwochen. Darüber hinaus übernimmt sie Lehr- und Jurytätigkeiten und war Autorin einer Rundfunkoper über Joseph Beuys für den SWR. Als Kuratorin entwickelte und leitete sie Formate, die ästhetische Innovation mit Fragen von Teilhabe und kultureller Transformation verbinden, darunter das mit dem Opus Klassik nominierte Konzertperformance-Format «Sustainable Listening» und die «Akademie Zweite Moderne».

Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027
Tatiana Werestchagina

Tatiana Werestchagina

Tatiana Werestschagina ist Musik- und Theaterwissenschaftlerin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Barockoper sowie die Oper des 19. und 20. Jahrhunderts, die Librettoforschung und das zeitgenössische Musiktheater. Sie hat unter anderem zu den Werken von Richard Wagner, Alban Berg, Nikolai Rimski-Korsakow, Alexander Borodin, Igor Strawinsky und Richard Strauss veröffentlicht. Als Dramaturgin hat sie u.a. a Inszenierungen von Dmitri Tcherniakov mitgewirkt bei «Der Ring des Nibelungen», (Staatsoper Berlin, 2022), «Tristan und Isolde», (Staatsoper Berlin, 2018), «Der Fliegende Holländer», (Bayreuther Festspiele, 2021), «Salome», «Elektra», «Ariadne auf Naxos» (Staatsoper Hamburg, 2021-2025).

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Aleko


Besetzung


Aleko Vladislav Sulimsky


Junger Mann Bekhzod Davronov


Alter Mann Ain Anger


Zemfira Elena Stikhina


Alte Frau Dominika Stefańska

Vladislav Sulimsky

Der in Belarus geborene Bariton Vladislav Sulimsky gewann 2002 den Internationalen Rimski-Korsakow-Wettbewerb und wurde anschliessend Ensemblemitglied am Mariinski-Theater in St. Petersburg. Darüber hinaus war er 1. Preisträger des Giacomo Lauri-Volpi-Wettbewerbs und 2009 für einen Grammy nominiert. Gastengagements führten ihn an Opern-, Konzerthäuser und Festivals weltweit, darunter die Berliner Staatsoper, Staatsoper Stuttgart, Oper Leipzig, Oper Köln, Wiener Staatsoper, Bayerische Staatsoper, Dutch National Opera, Deutsche Oper Berlin, Deutsche Oper am Rhein, ans Theater an der Wien, Theater Basel, Opernhaus Zürich, Grand Théâtre de Genève, Concertgebouw Amsterdam sowie zu den Festspielen in Edinburgh, Glyndebourne und Salzburg. Sein Repertoire umfasst Partien wie Germont («La traviata»), Renato («Un ballo in maschera»), Alberich («Das Rheingold»), Conte di Luna («Il trovatore»), Graf Tomski («Pique Dame»), Lord Enrico Ashton («Lucia di Lammermoor»), Dunois («Die Jungfrau von Orléans»), Jago («Otello»), Grigory («Die Zarenbraut»), Scarpia («Tosca»), Ezio («Attila») sowie die Titelpartien in «Eugen Onegin», «Simon Boccanegra», «Macbeth», «Mazeppa», «Gianni Schicchi», «Trittico» und «Nabucco».

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Bekhzod Davronov

Der Tenor Bekhzod Davronov stammt aus Samarkand (Usbekistan) und studierte am dortigen Staatlichen Konservatorium. Er war Mitglied im Opernstudio und anschliessend Ensemblemitglied am Bolschoi-Theater Moskau. 2021 gewann er den zweiten Preis beim Operalia-Wettbewerb. Höhepunkte waren zuletzt Cassio («Otello») an der Wiener Staatsoper, Don Ottavio («Don Giovanni») am Teatro San Carlo in Neapel, Prunier («La rondine») an der Metropolitan Opera New York, Alfredo («La traviata») an der Santa Fe Opera, Rodolfo an der Prager Staatsoper und auf einer Tournee des Glyndebourne Festival, Anatol Kuragin in Dmitri Tcherniakovs Neuproduktion von Prokofjews «Krieg und Frieden» unter Vladimir Jurowski an der Bayerischen Staatsoper und Aljeja («Aus einem Totenhaus») bei der Ruhrtriennale. 2024/25 debütierte er als Alfredo und Rodolfo an der Oper Dallas, sang Edgardo («Lucia di Lammermoor»), Rodolfo und Alfredo an der Semperoper Dresden, Duca di Mantova («Rigoletto») an der Irish National Opera und debütierte bei den Salzburger Festspielen als Leicester («Maria Stuarda»). 2025/26 gab er als Alfredo sein Hausdebüt am Royal Opera House London und als Roméo («Roméo et Juliette») sein Rollen- und Hausdebüt am Teatr Wielki in Warschau. Ausserdem kehrt er als Edgardo an die Staatsoper Wien, als Duca di Mantova und Nemorino («L’elisir d’amore») und Andrei («Mazeppa») an die Bayerische Staatsoper, als Rodolfo und Roméo an die Semperoper Dresden und als Alfredo («La traviata») ans Opernhaus Zürich zurück.

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027

Ain Anger

Ain Anger studierte Gesang an der Musikakademie in Tallinn/Estland. Als Ensemblemitglied war er an der Oper Leipzig und an der Wiener Staatsoper engagiert. 2020 wurde er zum Österreichischen Kammersänger ernannt. Als Gast war er u. a. an den Opernhäusern von Berlin, Frankfurt, Paris, London, Barcelona, Dresden, Brüssel, Zürich, Mailand, Toronto, Houston, San Francisco und New York sowie bei den Festivals in Savonlinna, Bayreuth, Salzburg und Luzern zu erleben. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Pogner («Die Meistersinger von Nürnberg»), König Marke («Tristan und Isolde»), Heinrich der Vogler («Lohengrin»), Daland («Der fliegende Holländer»), Hermann, Landgraf von Thüringen («Tannhäuser») und Fafner («Das Rheingold», «Siegfried»), Hunding («Die Walküre»), Sarastro («Die Zauberflöte»), Rocco («Fidelio»), Philipp II. und Grossinquisitor («Don Carlo»), Zaccaria («Nabucco»), Fiesco («Simon Boccanegra»), René («Iolanta») sowie die Titelpartie in «Boris Godunow».

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Elena Stikhina

Die russische Sopranistin Elena Stikhina studierte am Moskauer Konservatorium und am Galina Wischnewskaja Opera Singing Centre. Am Mariinski-Theater in St. Petersburg debütierte sie als Salome, wo sie später Ensemblemitglied wurde. 2016 gewann sie u. a. den Culturarte-Preis des Operalia-Wettbewerbs. Sie wird regelmässig an renommierte Bühnen eingeladen, darunter die Metropolitan Opera in New York, die Mailänder Scala, die Opéra national de Paris, die Wiener Staatsoper, die Bayerische Staatsoper München, die Salzburger Festspiele und das Royal Opera House in London. Zu ihren jüngsten Engagements zählen u. a. die Titelrolle in «Tosca» an der Oper Amsterdam, an der Wiener Staatsoper und an der Opéra de Paris. Darüber hinaus sang sie die Titelpartie in Tschaikowskis «Jungfrau von Orléans» in Amsterdam, Salome an der Lyric Opera in Chicago, in Genf und an der Mailänder Scala, Cio-Cio-San («Madama Butterfly») an der Deutschen Oper Berlin und an der New Yorker Met, Senta («Der fliegende Holländer») und Elisabetta («Don Carlo») an der Wiener Staatsoper sowie Aida am Grand Théâtre de Genève, an der Bayerischen Staatsoper und bei den Salzburger Festspielen, wo sie 2019 in der Titelpartie in Cherubinis «Médée» debütiert hatte. Am Opernhaus Zürich war sie u. a. als Salome und Manon Lescaut zu erleben. 2026 wurde Elena Stikhina vom Fachmagazin Opernwelt zur «Sängerin des Jahres» gekürt.

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026

Dominika Stefańska

Die Mezzosopranistin Dominika Stefańska studierte in Łódź und war Mitglied der Akademie der Oper Warschau. Bei der Ada Sari International Vocal Artistry Competition 2021 ging sie als Finalistin hervor. An der Oper Łódź sang sie die Partien Volpino («Lo speziale») und Frau Reich («Die lustigen Weiber von Windsor») sowie eine Nymphe («Rusalka») an der Oper Poznań. Als Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich sang sie u. a. Hippolyta («A Midsummer Night’s Dream»). Seit der Spielzeit 2026/27 ist Dominika Stefańska festes Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich und u. a. zu erleben als Dritte Dame («Die Zauberflöte»), First Maid («Elektra»), Grimgerde («Die Walküre»), Erste Norn («Götterdämmerung») und als Pasqualita («Dr. Atomic»).

Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026
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Chor der Oper Zürich

Der Chor der Oper Zürich bildet mit seinen 60 festangestellten Mitgliedern und der Mitwirkung von bis zu 160 Vorstellungen pro Saison einen wesentlichen Eckpfeiler des künstlerischen Ensembles am Opernhaus Zürich. Er vereinigt unter dem Dach des traditionsreichsten schweizerischen Opernhauses Sängerinnen und Sänger auf höchstem professionellen Niveau, deren musikalische und stilistische Versiertheit sich mit darstellerischer Gestaltungskraft und spontaner Spielfreude verbinden. Regelmässig stellen seine Mitglieder auch als Solisten ihr künstlerisches Format unter Beweis. Der Chor spiegelt in seiner internationalen Zusammensetzung den Anspruch und die Strahlkraft der Oper Zürich wieder, die sich durch zahlreiche DVD-Aufnahmen erwiesen haben und 2104 mit dem Preis der «Opera Company of the Year» ausgezeichnet wurden. Wichtige musikalische Impulse erhielten die Chormitglieder durch die Arbeit mit Dirigenten wie Nello Santi, Nikolaus Harnoncourt, Franz Welser-Möst, Bernard Haitink, Riccardo Chailly, Valery Gergiev, Daniele Gatti, Zubin Mehta und Fabio Luisi. Ihre schauspielerischen Fähigkeiten entwickelten sie im Dialog mit Regisseuren wie David Pountney, Robert Wilson, Harry Kupfer, Peter Stein, Peter Konwitschny oder Andreas Homoki. Gastspiele führten den Chor nach Tokio (Der Rosenkavalier und La traviata), London (Die Meistersinger von Nürnberg, Tannhäuser, Der fliegende Holländer), Paris (La cenerentola, Fierrabras), Athen (Carmen, Idomeneo) oder nach Rom, wo er anässlich einer Papstmesse zur Feier des 500-jährigen Bestehens der Schweizer Garde Mozarts Krönungsmesse aufführte. Als «International Chamber Vocalists» wirkte der Chor der Oper Zürich in der 2014 mit einem Echo-Preis ausgezeichneten Neueinspielung von Vincenzo Bellinis Norma mit.

Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 La clemenza di Tito7 / 10 / 12 / 16 / 18 / 21 März 2027 Tosca11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027 Requiem pour Ophélie4 / 7 / 9 Mai 2027 Don Pasquale23 / 27 / 30 Mai / 4 / 6 / 11 Juni 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027

Orchester der Oper Zürich

Besetzung

Oiseaux Rebelles11 / 13 / 16 / 18 / 27 Sept. 2026 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Ein Sommernachtstraum11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 Mutter & González-Granados3 Okt. 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Romeo und Julia20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 Gabetta & Noseda7 Nov. 2026 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Fuchs & Jordan1 / 2 Jan. 2027 Trifonov & Järvi16 Jan. 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Sorita & Lyniv14 Feb. 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Tosca11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Balanas & Peltokoski18 Apr. 2027 Requiem pour Ophélie4 / 7 / 9 Mai 2027 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027 Don Pasquale23 / 27 / 30 Mai / 4 / 6 / 11 Juni 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027 Viotti29 Mai 2027 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Benefizkonzert Anne-Sophie Mutter2 Okt. 2026 Open-Air-Konzert4 Juli 2027

Statistenverein am Opernhaus Zürich

Der Statistenverein am Opernhaus Zürich wurde im Jahr 1900 gegründet und dürfte damit einer der traditionsreichsten Vereine auf dem Kulturplatz Zürich sein. Rund hundert Frauen und Männer im Alter von 16 bis 70 Jahren bereichern das Bühnengeschehen in zahlreichen Inszenierungen.Statisten, früher auch als Figuranten bezeichnet, haben generell nicht sprechende Rollen. Ihre Einsätze am Opernhaus Zürich fallen je nach Inszenierung unterschiedlich umfangreich aus. Während früher Massenszenen im Vordergrund standen, sind die Statistinnen und Statisten seit der Ära Pereira und der Intendanz von Andreas Homoki zunehmend auch für aufwändigere Einzelauftritte sowie für anspruchsvolle technische Einsätze gefragt. Die Mitglieder des Statistenvereins üben ihre Einsätze in der Freizeit und ohne finanzielle Interessen aus. Sie bringen Begeisterung für Musik und Theater mit.

Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Tosca11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Rinaldo14 / 19 / 23 / 25 / 27 / 29 März 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026

Skupoi Rytsar


Besetzung


Der Baron Vladislav Sulimsky


Albert Dmytro Popov


Der Herzog Pavel Yankovsky


Geldverleiher Alexey Dolgov


Iwan Stanislav Vorobyov

Vladislav Sulimsky

Der in Belarus geborene Bariton Vladislav Sulimsky gewann 2002 den Internationalen Rimski-Korsakow-Wettbewerb und wurde anschliessend Ensemblemitglied am Mariinski-Theater in St. Petersburg. Darüber hinaus war er 1. Preisträger des Giacomo Lauri-Volpi-Wettbewerbs und 2009 für einen Grammy nominiert. Gastengagements führten ihn an Opern-, Konzerthäuser und Festivals weltweit, darunter die Berliner Staatsoper, Staatsoper Stuttgart, Oper Leipzig, Oper Köln, Wiener Staatsoper, Bayerische Staatsoper, Dutch National Opera, Deutsche Oper Berlin, Deutsche Oper am Rhein, ans Theater an der Wien, Theater Basel, Opernhaus Zürich, Grand Théâtre de Genève, Concertgebouw Amsterdam sowie zu den Festspielen in Edinburgh, Glyndebourne und Salzburg. Sein Repertoire umfasst Partien wie Germont («La traviata»), Renato («Un ballo in maschera»), Alberich («Das Rheingold»), Conte di Luna («Il trovatore»), Graf Tomski («Pique Dame»), Lord Enrico Ashton («Lucia di Lammermoor»), Dunois («Die Jungfrau von Orléans»), Jago («Otello»), Grigory («Die Zarenbraut»), Scarpia («Tosca»), Ezio («Attila») sowie die Titelpartien in «Eugen Onegin», «Simon Boccanegra», «Macbeth», «Mazeppa», «Gianni Schicchi», «Trittico» und «Nabucco».

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026

Dmytro Popov

Der ukrainische Tenor Dmytro Popov begann seine Karriere am Nationaltheater Kyjiw. 2003 wurde er mit dem Titel «Verdienter Künstler der Ukraine» ausgezeichnet, der einen herausragenden Beitrag zur darstellenden Kunst würdigt. 2007 gewann er den renommierten Operalia-Wettbewerb. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm 2013 als Rodolfo («La bohème») am Royal Opera House Covent Garden in London. Seither führten ihn Engagements an renommierte Opernhäuser weltweit wie die Metropolitan Opera, Deutsche Oper Berlin, Semperoper Dresden, Oper Stuttgart, Bayerische Staatsoper, Hamburgische Staatsoper, Wiener Staatsoper, Opernhaus Zürich, Opéra national de Paris, Opéra National de Lyon, Grand Théâtre de Genève, Teatro dell’Opera in Rom, Teatro Regio in Turin, Teatro Real in Madrid, Den Norske Opera, Bolschoi-Theater in Moskau, Opera Australia in Sydney. Im Konzertbereich war er u. a. mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle, dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons, bei den BBC Proms mit dem London Philharmonic Orchestra unter Andrés Orozco-Estrada, mit Vladimir Jurowski in der Royal Festival Hall und mit dem Orchestre de Paris unter Gianandrea Noseda zu erleben. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Duca («Rigoletto»), Lenski («Eugen Onegin»), Alfredo («La traviata»), Mario Cavaradossi («Tosca»), Vodemont («Iolanta»), Don José («Carmen»), Riccardo («Un ballo in maschera»), Nicias («Thaïs»), Macduff («Macbeth»), Pinkerton («Madama Butterfly»), Rodolfo («Luisa Miller»), Andrej («Mazeppa»), Don José («Carmen»), Der Prinz («Rusalka»), Grigorij Otrepjew («Boris Godunow»).

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026

Pavel Yankovsky

Der Bariton Pavel Yankovsky wurde in Weissrussland geboren und studierte am Rimski-Korsakow-Konservatorium in St. Petersburg. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. beim International Irina Bogacheva Wettbewerb 2007 und bei der Luciano Pavarotti Competition 2008. Engagements führten ihn u. a. an die Vlaamse Opera Antwerpen, Opéra de Lyon, Staatsoper Hamburg, Staatsoper Stuttgart, Deutsche Oper Berlin, Staatsoper Unter den Linden, ans Staatstheater Hannover, Theater Basel, Teatro Real Madrid, dem Mariinski Theater St. Petersburg und dem Bolshoi Theater Moskau. Sein Repertoire umfasst Partien wie Eugen Onegin, Fürst Igor, Rigoletto, Germont («La Traviata»), Marcello («La Bohème»), Robert («Iolanta»), Fürst Jelezki und Tomski («Pique Dame»), Wolfram («Tannhäuser»), Telramund («Lohengrin»), Jochanaan («Salome»), Miller («Luisa Miller»), Jago («Otello»), Conte di Luna («Il trovatore»), Don Carlo di Vargas («La forza del destino»), Amonasro («Aida»), Ford («Falstaff»), Figaro («Il barbiere di Siviglia»), Belcore («L'Elisir d'Amore»), Carlo Gérard («Andrea Chenier»), Enrico («Lucia di Lammermoor»), Escamillo («Carmen»), Sharpless («Madama Butterfly»), Jack Rance («La fanciulla del West») und Scarpia («Tosca»).

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026

Alexey Dolgov

Der sibirische Tenor Alexey Dolgov studierte am Staatlichen Konservatorium Novosibirsk sowie am Moskauer Tschaikowsky-Staatskonservatorium. Engagements führen ihn an zahlreiche Opernhäuser und Festivals weltweit, u. a. an die Metropolitan Opera, Washington National Opera, Bayerische Staatsoper, Deutsche Oper Berlin, Oper Luzern, Opéra de Montréal, Scottish Opera, Opéra Royal de Wallonie, New Israeli Opera, ans Royal Opera House Covent Garden, Teatro Real in Madrid, Gran Teatre del Liceu, Teatro dell'Opera di Roma, Bolschoi-Theater in Moskau, Seiji Ozawa Matsumoto Festival, Théâtre des Champs-Élysées und an die Festspiele Baden-Baden. In Konzerten trat er u. a. mit Sveriges Radios Symfoniorkester und der Oslo-Filharmonien auf. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Cavaradossi («Tosca»), Nemorino («L’elisir d’amore»), Cassio («Otello»), Nadir («Les pêcheurs de perles»), Sir Edgardo di Ravenswood («Lucia di Lammermoor»), Tamino («Die Zauberflöte»), Bacchus («Ariadne auf Naxos»), Lenski («Eugen Onegin»), Ferrando («Così fan tutte»), Duca («Rigoletto»), Rodolfo («La bohème») und Alfredo («La Traviata»).

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026

Stanislav Vorobyov

Stanislav Vorobyov stammt aus Russland und studierte am Moskauer Konservatorium. Er war Mitglied des Internationalen Opernstudios und ist seit der Spielzeit 2018/19 Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich. Er war hier u. a. als Colline («La bohème»), Alidoro («La Cenerentola»), Oberpriester («Nabucco»), Reinmar von Zweter («Tannhäuser»), Zaretsky («Eugen Onegin»), Angelotti («Tosca»), Dottor Grenvil («La traviata»), Crébillon («La rondine»), Zuniga («Carmen»), Roberto («I vespri siciliani»), Roucher («Andrea Chénier»), Marchese Calatrava («La forza del destino»), Tom («Un ballo in maschera») sowie als Faust («Der feurige Engel») und Méphistophélès («La Damnation de Faust») zu erleben. Gastengagements führten ihn u. a. als Don Basilio in «Il barbiere di Siviglia», Onkel Bonzo in «Madama Butterfly» und als Il capitano/L’ispettore in Giordanos «Siberia» zu den Bregenzer Festspielen, als Nourabad in «Les Pêcheurs de perles» an die Oper Vlaanderen und nach Luxemburg, als Ombra di Nino in «Semiramide» in den Concertgebouw Amsterdam sowie 2024 als Colline in «La bohème» an das Tokyo Metropolitan Theater und an das ROHM Theatre in Kyōto.

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027
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Orchester der Oper Zürich

Besetzung

Oiseaux Rebelles11 / 13 / 16 / 18 / 27 Sept. 2026 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Ein Sommernachtstraum11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 Mutter & González-Granados3 Okt. 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Romeo und Julia20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 Gabetta & Noseda7 Nov. 2026 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Fuchs & Jordan1 / 2 Jan. 2027 Trifonov & Järvi16 Jan. 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Sorita & Lyniv14 Feb. 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Tosca11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Balanas & Peltokoski18 Apr. 2027 Requiem pour Ophélie4 / 7 / 9 Mai 2027 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027 Don Pasquale23 / 27 / 30 Mai / 4 / 6 / 11 Juni 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027 Viotti29 Mai 2027 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Benefizkonzert Anne-Sophie Mutter2 Okt. 2026 Open-Air-Konzert4 Juli 2027

Statistenverein am Opernhaus Zürich

Der Statistenverein am Opernhaus Zürich wurde im Jahr 1900 gegründet und dürfte damit einer der traditionsreichsten Vereine auf dem Kulturplatz Zürich sein. Rund hundert Frauen und Männer im Alter von 16 bis 70 Jahren bereichern das Bühnengeschehen in zahlreichen Inszenierungen.Statisten, früher auch als Figuranten bezeichnet, haben generell nicht sprechende Rollen. Ihre Einsätze am Opernhaus Zürich fallen je nach Inszenierung unterschiedlich umfangreich aus. Während früher Massenszenen im Vordergrund standen, sind die Statistinnen und Statisten seit der Ära Pereira und der Intendanz von Andreas Homoki zunehmend auch für aufwändigere Einzelauftritte sowie für anspruchsvolle technische Einsätze gefragt. Die Mitglieder des Statistenvereins üben ihre Einsätze in der Freizeit und ohne finanzielle Interessen aus. Sie bringen Begeisterung für Musik und Theater mit.

Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Tosca11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Rinaldo14 / 19 / 23 / 25 / 27 / 29 März 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026

Francesca da Rimini


Besetzung


Francesca Elena Stikhina


Paolo Bekhzod Davronov


Lanciotto Malatesta Vladislav Sulimsky


Dante Alexey Dolgov


Vergil Ain Anger

Elena Stikhina

Die russische Sopranistin Elena Stikhina studierte am Moskauer Konservatorium und am Galina Wischnewskaja Opera Singing Centre. Am Mariinski-Theater in St. Petersburg debütierte sie als Salome, wo sie später Ensemblemitglied wurde. 2016 gewann sie u. a. den Culturarte-Preis des Operalia-Wettbewerbs. Sie wird regelmässig an renommierte Bühnen eingeladen, darunter die Metropolitan Opera in New York, die Mailänder Scala, die Opéra national de Paris, die Wiener Staatsoper, die Bayerische Staatsoper München, die Salzburger Festspiele und das Royal Opera House in London. Zu ihren jüngsten Engagements zählen u. a. die Titelrolle in «Tosca» an der Oper Amsterdam, an der Wiener Staatsoper und an der Opéra de Paris. Darüber hinaus sang sie die Titelpartie in Tschaikowskis «Jungfrau von Orléans» in Amsterdam, Salome an der Lyric Opera in Chicago, in Genf und an der Mailänder Scala, Cio-Cio-San («Madama Butterfly») an der Deutschen Oper Berlin und an der New Yorker Met, Senta («Der fliegende Holländer») und Elisabetta («Don Carlo») an der Wiener Staatsoper sowie Aida am Grand Théâtre de Genève, an der Bayerischen Staatsoper und bei den Salzburger Festspielen, wo sie 2019 in der Titelpartie in Cherubinis «Médée» debütiert hatte. Am Opernhaus Zürich war sie u. a. als Salome und Manon Lescaut zu erleben. 2026 wurde Elena Stikhina vom Fachmagazin Opernwelt zur «Sängerin des Jahres» gekürt.

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026

Bekhzod Davronov

Der Tenor Bekhzod Davronov stammt aus Samarkand (Usbekistan) und studierte am dortigen Staatlichen Konservatorium. Er war Mitglied im Opernstudio und anschliessend Ensemblemitglied am Bolschoi-Theater Moskau. 2021 gewann er den zweiten Preis beim Operalia-Wettbewerb. Höhepunkte waren zuletzt Cassio («Otello») an der Wiener Staatsoper, Don Ottavio («Don Giovanni») am Teatro San Carlo in Neapel, Prunier («La rondine») an der Metropolitan Opera New York, Alfredo («La traviata») an der Santa Fe Opera, Rodolfo an der Prager Staatsoper und auf einer Tournee des Glyndebourne Festival, Anatol Kuragin in Dmitri Tcherniakovs Neuproduktion von Prokofjews «Krieg und Frieden» unter Vladimir Jurowski an der Bayerischen Staatsoper und Aljeja («Aus einem Totenhaus») bei der Ruhrtriennale. 2024/25 debütierte er als Alfredo und Rodolfo an der Oper Dallas, sang Edgardo («Lucia di Lammermoor»), Rodolfo und Alfredo an der Semperoper Dresden, Duca di Mantova («Rigoletto») an der Irish National Opera und debütierte bei den Salzburger Festspielen als Leicester («Maria Stuarda»). 2025/26 gab er als Alfredo sein Hausdebüt am Royal Opera House London und als Roméo («Roméo et Juliette») sein Rollen- und Hausdebüt am Teatr Wielki in Warschau. Ausserdem kehrt er als Edgardo an die Staatsoper Wien, als Duca di Mantova und Nemorino («L’elisir d’amore») und Andrei («Mazeppa») an die Bayerische Staatsoper, als Rodolfo und Roméo an die Semperoper Dresden und als Alfredo («La traviata») ans Opernhaus Zürich zurück.

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027

Vladislav Sulimsky

Der in Belarus geborene Bariton Vladislav Sulimsky gewann 2002 den Internationalen Rimski-Korsakow-Wettbewerb und wurde anschliessend Ensemblemitglied am Mariinski-Theater in St. Petersburg. Darüber hinaus war er 1. Preisträger des Giacomo Lauri-Volpi-Wettbewerbs und 2009 für einen Grammy nominiert. Gastengagements führten ihn an Opern-, Konzerthäuser und Festivals weltweit, darunter die Berliner Staatsoper, Staatsoper Stuttgart, Oper Leipzig, Oper Köln, Wiener Staatsoper, Bayerische Staatsoper, Dutch National Opera, Deutsche Oper Berlin, Deutsche Oper am Rhein, ans Theater an der Wien, Theater Basel, Opernhaus Zürich, Grand Théâtre de Genève, Concertgebouw Amsterdam sowie zu den Festspielen in Edinburgh, Glyndebourne und Salzburg. Sein Repertoire umfasst Partien wie Germont («La traviata»), Renato («Un ballo in maschera»), Alberich («Das Rheingold»), Conte di Luna («Il trovatore»), Graf Tomski («Pique Dame»), Lord Enrico Ashton («Lucia di Lammermoor»), Dunois («Die Jungfrau von Orléans»), Jago («Otello»), Grigory («Die Zarenbraut»), Scarpia («Tosca»), Ezio («Attila») sowie die Titelpartien in «Eugen Onegin», «Simon Boccanegra», «Macbeth», «Mazeppa», «Gianni Schicchi», «Trittico» und «Nabucco».

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026

Alexey Dolgov

Der sibirische Tenor Alexey Dolgov studierte am Staatlichen Konservatorium Novosibirsk sowie am Moskauer Tschaikowsky-Staatskonservatorium. Engagements führen ihn an zahlreiche Opernhäuser und Festivals weltweit, u. a. an die Metropolitan Opera, Washington National Opera, Bayerische Staatsoper, Deutsche Oper Berlin, Oper Luzern, Opéra de Montréal, Scottish Opera, Opéra Royal de Wallonie, New Israeli Opera, ans Royal Opera House Covent Garden, Teatro Real in Madrid, Gran Teatre del Liceu, Teatro dell'Opera di Roma, Bolschoi-Theater in Moskau, Seiji Ozawa Matsumoto Festival, Théâtre des Champs-Élysées und an die Festspiele Baden-Baden. In Konzerten trat er u. a. mit Sveriges Radios Symfoniorkester und der Oslo-Filharmonien auf. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Cavaradossi («Tosca»), Nemorino («L’elisir d’amore»), Cassio («Otello»), Nadir («Les pêcheurs de perles»), Sir Edgardo di Ravenswood («Lucia di Lammermoor»), Tamino («Die Zauberflöte»), Bacchus («Ariadne auf Naxos»), Lenski («Eugen Onegin»), Ferrando («Così fan tutte»), Duca («Rigoletto»), Rodolfo («La bohème») und Alfredo («La Traviata»).

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026

Ain Anger

Ain Anger studierte Gesang an der Musikakademie in Tallinn/Estland. Als Ensemblemitglied war er an der Oper Leipzig und an der Wiener Staatsoper engagiert. 2020 wurde er zum Österreichischen Kammersänger ernannt. Als Gast war er u. a. an den Opernhäusern von Berlin, Frankfurt, Paris, London, Barcelona, Dresden, Brüssel, Zürich, Mailand, Toronto, Houston, San Francisco und New York sowie bei den Festivals in Savonlinna, Bayreuth, Salzburg und Luzern zu erleben. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Pogner («Die Meistersinger von Nürnberg»), König Marke («Tristan und Isolde»), Heinrich der Vogler («Lohengrin»), Daland («Der fliegende Holländer»), Hermann, Landgraf von Thüringen («Tannhäuser») und Fafner («Das Rheingold», «Siegfried»), Hunding («Die Walküre»), Sarastro («Die Zauberflöte»), Rocco («Fidelio»), Philipp II. und Grossinquisitor («Don Carlo»), Zaccaria («Nabucco»), Fiesco («Simon Boccanegra»), René («Iolanta») sowie die Titelpartie in «Boris Godunow».

Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026
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Chor der Oper Zürich

Der Chor der Oper Zürich bildet mit seinen 60 festangestellten Mitgliedern und der Mitwirkung von bis zu 160 Vorstellungen pro Saison einen wesentlichen Eckpfeiler des künstlerischen Ensembles am Opernhaus Zürich. Er vereinigt unter dem Dach des traditionsreichsten schweizerischen Opernhauses Sängerinnen und Sänger auf höchstem professionellen Niveau, deren musikalische und stilistische Versiertheit sich mit darstellerischer Gestaltungskraft und spontaner Spielfreude verbinden. Regelmässig stellen seine Mitglieder auch als Solisten ihr künstlerisches Format unter Beweis. Der Chor spiegelt in seiner internationalen Zusammensetzung den Anspruch und die Strahlkraft der Oper Zürich wieder, die sich durch zahlreiche DVD-Aufnahmen erwiesen haben und 2104 mit dem Preis der «Opera Company of the Year» ausgezeichnet wurden. Wichtige musikalische Impulse erhielten die Chormitglieder durch die Arbeit mit Dirigenten wie Nello Santi, Nikolaus Harnoncourt, Franz Welser-Möst, Bernard Haitink, Riccardo Chailly, Valery Gergiev, Daniele Gatti, Zubin Mehta und Fabio Luisi. Ihre schauspielerischen Fähigkeiten entwickelten sie im Dialog mit Regisseuren wie David Pountney, Robert Wilson, Harry Kupfer, Peter Stein, Peter Konwitschny oder Andreas Homoki. Gastspiele führten den Chor nach Tokio (Der Rosenkavalier und La traviata), London (Die Meistersinger von Nürnberg, Tannhäuser, Der fliegende Holländer), Paris (La cenerentola, Fierrabras), Athen (Carmen, Idomeneo) oder nach Rom, wo er anässlich einer Papstmesse zur Feier des 500-jährigen Bestehens der Schweizer Garde Mozarts Krönungsmesse aufführte. Als «International Chamber Vocalists» wirkte der Chor der Oper Zürich in der 2014 mit einem Echo-Preis ausgezeichneten Neueinspielung von Vincenzo Bellinis Norma mit.

Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 La clemenza di Tito7 / 10 / 12 / 16 / 18 / 21 März 2027 Tosca11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027 Requiem pour Ophélie4 / 7 / 9 Mai 2027 Don Pasquale23 / 27 / 30 Mai / 4 / 6 / 11 Juni 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027

Orchester der Oper Zürich

Besetzung

Oiseaux Rebelles11 / 13 / 16 / 18 / 27 Sept. 2026 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Ein Sommernachtstraum11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 Mutter & González-Granados3 Okt. 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Romeo und Julia20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 Gabetta & Noseda7 Nov. 2026 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 La traviata20 / 23 / 29 Dez. 2026 / 1 / 3 / 6 / 9 / 12 / 15 / 19 / 23 Jan. 2027 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Fuchs & Jordan1 / 2 Jan. 2027 Trifonov & Järvi16 Jan. 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Sorita & Lyniv14 Feb. 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Tosca11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Balanas & Peltokoski18 Apr. 2027 Requiem pour Ophélie4 / 7 / 9 Mai 2027 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027 Don Pasquale23 / 27 / 30 Mai / 4 / 6 / 11 Juni 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027 Viotti29 Mai 2027 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Benefizkonzert Anne-Sophie Mutter2 Okt. 2026 Open-Air-Konzert4 Juli 2027

Statistenverein am Opernhaus Zürich

Der Statistenverein am Opernhaus Zürich wurde im Jahr 1900 gegründet und dürfte damit einer der traditionsreichsten Vereine auf dem Kulturplatz Zürich sein. Rund hundert Frauen und Männer im Alter von 16 bis 70 Jahren bereichern das Bühnengeschehen in zahlreichen Inszenierungen.Statisten, früher auch als Figuranten bezeichnet, haben generell nicht sprechende Rollen. Ihre Einsätze am Opernhaus Zürich fallen je nach Inszenierung unterschiedlich umfangreich aus. Während früher Massenszenen im Vordergrund standen, sind die Statistinnen und Statisten seit der Ära Pereira und der Intendanz von Andreas Homoki zunehmend auch für aufwändigere Einzelauftritte sowie für anspruchsvolle technische Einsätze gefragt. Die Mitglieder des Statistenvereins üben ihre Einsätze in der Freizeit und ohne finanzielle Interessen aus. Sie bringen Begeisterung für Musik und Theater mit.

Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 Die lustige Witwe27 / 31 Dez. 2026 / 3 / 7 / 10 / 13 Jan. 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Tosca11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 Le nozze di Figaro2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 Die Fledermaus29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Rinaldo14 / 19 / 23 / 25 / 27 / 29 März 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 Tannhäuser26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 Rachmaninow – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026

Kurzgefasst

Macht, Kontrolle und zerstörerische Gier – und eine Liebe, die Schuld und Tod überwindet, stehen im Zentrum des spätromantischen Triptychons. Dieser Abend setzt die drei einaktigen Opern des russischen Komponisten Sergej Rachmaninow in ein ergreifendes Spannungsfeld zueinander. Dmitri Tcherniakov, Meister der radikalen Entromantisierung, inszeniert eine schonungslose Studie menschlicher Abgründe. Gianandrea Noseda dirigiert diese drei selten zusammen aufgeführten Werke.

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Fotogalerie «Rachmaninow – Die drei Opern»


Das Plakatmotiv «Rachmaninow – Die drei Opern» © Donald Sheridan


Gut zu wissen

Eine obsessive Idee, die ein ganzes Leben lang anhält

Ausgehend von den Fragen unserer Dramaturgin Jana Beckmann beschreibt Dmitri Tcherniakov, wie drei Opern zu einer Geschichte über Obsession, Kränkung und Realitätsverlust verschmelzen.

Der Regisseur Dmitri Tcherniakov zur Inszenierung

Alle drei Opern Rachmaninows sind völlig unterschiedliche Werke. Ausser dem Namen des Komponisten haben sie nichts gemeinsam. «Aleko» ist geradezu ein naives, melodramatisches Jugendwerk, das Rachmaninow im Alter von 19 Jahren als Abschlussarbeit am Konservatorium

komponiert hat. «Der geizige Ritter» und «Francesca da Rimini» entstanden mehr als zehn Jahre nach «Aleko». Der Unterschied zwischen ihnen ist deutlich wahrnehmbar. Man hört, dass diese beiden späteren Opern bereits dem 20. Jahrhundert angehören. Für mich bietet die mittlere Oper «Der geizige Ritter» den interessantesten Text und die interessantesten Charaktere. In unserer Inszenierung werden alle drei Opern aus der Perspektive dieses alten Mannes erzählt – des Barons aus «Der geizige Ritter». Er ist der eigentliche Protagonist aller drei Opern, die in unserer Inszenierung zu einer einzigen Geschichte verbunden werden: der Geschichte des Barons. Die Handlung und die Charakterzeichnung in «Der geizige Ritter» bieten das Potenzial für eine übergreifende Konstruktion, die alle drei Opern umfasst. Alles, worauf sich «Der geizige Ritter» konzentriert, verdichtet sich in der zentralen Szene dieser Oper: einem halbstündigen Monolog des Barons vor seinen Schätzen und Reichtümern. Es ist eine Art klaustrophobische Kellerszene, in der sich der Baron seiner rasenden Leidenschaft hingibt – einer Leidenschaft, die ihn in seinem Inneren auffrisst und keinen Ausweg findet. Eine obsessive Idee, die ein ganzes Leben lang anhält, vereinnahmt den Menschen vollständig und führt schliesslich sogar zu seinem Tod.

Sowohl der Baron als auch Aleko, der Protagonist der gleichnamigen Oper, und Lanciotto, der Protagonist von «Francesca da Rimini», sind einander in einem entscheidenden Punkt ähnlich: Sie erleben ihr Aussenseitertum auf besonders intensive Weise. Zeitlebens tragen sie die Erfahrung eines einst erlittenen, zutiefst schmerzhaften Verrats mit sich. Die Auseinandersetzung mit diesem Verrat lässt ihnen keine Ruhe und bildet den zentralen Antrieb ihres Verhaltens und ihrer Handlungen. Hinzu kommt ein abgrundtiefer, längst verfestigter Groll gegen die ganze Welt, die ihnen, wie sie meinen, ohne Grund Unrecht zugefügt hat und dafür bestraft werden muss. Dieser Groll findet in ihrem tiefsten Innern einen Nährboden: Alle drei sind äusserst empfänglich für jede Art von Kränkungen, und man könnte fast glauben, sie sehnten sich geradezu danach.

Die strukturelle Ähnlichkeit zwischen den Handlungen von «Aleko» und «Francesca da Rimini» ist offensichtlich. Es sind in gewisser Weise ähnliche Geschichten, obwohl die beiden Opern zu unterschiedlichen Zeiten entstanden und auf unterschiedlichen literarischen Vorlagen beruhen: «Aleko» geht auf Puschkin zurück, «Francesca da Rimini» auf Dante. Dennoch entsteht der Eindruck, als wäre «Aleko» eine Art Entwurf für «Francesca da Rimini». Als wäre «Aleko» eine naive Version der Geschichte, die zunächst vielleicht noch nicht ganz ernsthaft gemeint wird, während sie in «Francesca» ein zweites Mal aufgeführt wird, aber diesmal mit vollem Ernst und mit allen Konsequenzen. Man hat das Gefühl, als würde Rachmaninow zwanghaft darauf bestehen, diese Episode immer wieder in der gleichen Figurenkonstellation durchzuspielen – in einer Dreiecksgeschichte. In unserer Inszenierung geht dieser Zwang zur Wiederholung, zur Reproduktion desselben Musters, vom Baron aus. Er ist es, der zu Beginn die Geschichte von Aleko und am Ende die Geschichte von Francesca in Gang setzt. Ihn selbst, in seiner wahren Gestalt, ohne jede aufgesetzte Maske, werden wir in der mittleren Oper, «Der geizige Ritter», erleben. In den anderen Teilen der Aufführung ist er aber weder der wirkliche Aleko noch der wirkliche Lanciotto. Er bleibt immer der alte Baron, der diese Fantasie-Identitäten annimmt – jedes Mal aus einem anderen Grund, auf eine andere Weise und mit jeweils anderer Hingabe an die durchzuspielende Geschichte.

In unserer Inszenierung wird es einen Raum geben, bei dem wir – und auch der Baron selbst – nie ganz sicher sein können, ob wir uns in seinem Haus oder seiner Wohnung, in einer Seniorenresidenz, unter Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen oder an einem ganz anderen Ort befinden. Dieser Raum wirkt jedes Mal anders – sowohl für uns als auch für ihn. Eine eindeutige Zuordnung ist unmöglich. Im Verlauf der Aufführung verändert sich der Raum und verliert zunehmend seine räumliche Logik. So etwa, wie sie sich vielleicht im Kopf des Barons selbst allmählich auflöst.

Wenn wir der Geschichte des Barons in unserer Inszenierung aufmerksam folgen, erkennen wir, wie zerbrechlich das menschliche Bewusstsein ist, wie es allmählich nachlässt und seine Ganzheit verliert, und welche Abgründe aus dem Unterbewussten dann an die Oberfläche treten und wie die Kontrolle darüber nach und nach vollständig verloren geht.

Die Erfindung der Erinnerung

Wie klingt Heimat, die es nicht mehr gibt? Schriftsteller Michail Schischkin über Rachmaninow

Anlässlich der Neuinszenierung von «Rachmaninow – Die drei Opern» in der Regie von Dmitri Tcherniakov schreibt Michail Schischkin über Erinnerung, Heimat und Exil – und über die politische Vereinnahmung von Kulturschaffenden. Für den Komponisten, der Russland verlassen musste, wurde die Erinnerung zum inneren Ort der Zugehörigkeit. Schischkin fragt, wie sich Heimat in der Musik bewahren lässt, wenn sie in der Wirklichkeit unerreichbar ist – und warum Rachmaninows Musik bis heute von der Sehnsucht nach einer verlorenen Welt erzählt.

«Wie klingt Heimat, die es nicht mehr gibt?»

1905 arbeitete Rachmaninow an der Oper «Der geizige Ritter» nach der gleichnamigen kleinen Tragödie von Puschkin und schrieb die Musik für den Baron mit Blick auf die Stimme seines Freundes Fjodor Schaljapin, der bereits ein berühmter Bass war. Der Sänger lehnte ab. Schaljapin gefiel die Musik nicht, und er sagte Rachmaninow das Schmerzhafteste, was man einem Komponisten sagen konnte: «Puschkins Worte sind hier stärker als das, was du geschrieben hast.» Das verletzte Rachmaninow tief. Schaljapins Fehlen wirkte sich natürlich auch auf das Niveau der Inszenierung aus. In der ersten Spielzeit wurde die Oper am Bolschoi-Theater in Moskau nur viermal aufgeführt und danach auf Rachmaninows eigenes Drängen vom Spielplan genommen.

Für gewöhnliche Menschen hätte ein solcher Streit das Ende einer Freundschaft bedeuten können. Doch zur Freundschaft zweier musikalischer Genies gehört auch die Gabe, nicht nur zu erinnern, sondern auch zu vergessen. Der Streit währte nicht lange, Schaljapin führte den berühmten Monolog des Barons «Im Keller» immer wieder mit grossem Erfolg in seinen Konzerten auf – einen Monolog, der den Höhepunkt der gesamten Oper bildet. Aus dem Zusammenhang einer vollständigen Bühnenaufführung herausgelöst, in der Schaljapin die ihm vertraute dramatische Dynamik Puschkins vermisst hatte, entsprach dieser düstere, psychologisch eindringliche Monolog geradezu ideal seinem schauspielerischen Temperament. Dass Schaljapin dieses Stück dauerhaft in sein Konzertrepertoire aufnahm, ist wohl der beste Beleg dafür, dass der frühere Konflikt überwunden war und er Rachmaninows Musik schliesslich als herausragend anerkannte.

Die beiden Gleichaltrigen – beide wurden 1873 geboren – bewahrten ihre Freundschaft ein Leben lang: von ihren ersten Schritten auf der Bühne bis zu den langen Jahren der erzwungenen Emigration. Rachmaninow selbst bekannte: «Meine Verbindung mit Schaljapin gehört zu den stärksten, tiefsten und feinsten Erlebnissen meines Lebens.» Sie lernten sich 1897 in Moskau an Sawwa Mamontows Russischer Privatoper kennen, wo Rachmaninow als Dirigent arbeitete und Schaljapin bereits führender Solist war. Auf dieser Bühne fand Rachmaninows erste Oper «Aleko» gerade dank Schaljapin zu ihrer exemplarischen Gestalt. Die Interpretation der Partie des Aleko durch den grossen Bass wurde zu einem Höhepunkt seines Opernrepertoires. Sie traten häufig gemeinsam auf Schaljapin sang, Rachmaninow begleitete ihn am Klavier. Zeitgenossen beschrieben diese Konzerte als etwas beinahe Hypnotisches. Rachmaninow widmete Schaljapin fünf Romanzen. Schaljapin schätzte Rachmaninow als Begleiter und Dirigenten ausserordentlich. Sein berühmter Satz beschreibt ihre künstlerische Verbindung sehr genau: «Nicht ich singe, sondern wir singen.» Ihre künstlerische Zusammenarbeit wurde durch die Katastrophe unterbrochen, die über Russland hereinbrach – die Revolution. Der Komponist verliess 1917 seine Heimat.

Rachmaninow besass das absolute Gehör, und dies nicht nur in der Musik. Er spürte die Falschheit in den Menschen, in Worten, im Pathos der Geschichte. Er hatte das absolute Gehör für das Leben, für das Schicksal. «Die Glocken» hatte er in sich selbst 1913 als Vorboten der Weltkatastrophe gehört – es waren die Glocken der Toten feier für die noch Lebenden. 1914 beschreibt er sein Grauen bei der Begegnung mit dem Volk, das sich auf die Prüfungen des Krieges vorbereitete. Rachmaninow beobachtete «Pferdewagen mit den zur Musterung anrückenden Reserveeinheiten – besoffen bis zum Umfallen, mit irgendwie tierischen, wilden Schnauzen... mir graute. [...] Das schwere Bewusstsein, dass wir, gegen wen immer wir Krieg führen mögen, niemals Sieger werden.» Er hatte das absolute Gehör für die Zukunft. Im Winter 1915 schreibt er die «Nachtmesse» und widmet sie den Opfern des Krieges, doch es war ein Gebet für alle, denen es noch bevorstand, die entsetzlichen russischen Jahre der Revolution, des Bürgerkrieges, des Terrors, des Gulags zu erleiden.

Im Frühjahr 1917, als das Land noch von der «grossen unblutigen» Revolution und von der Freiheit berauscht war, spürte Rachmaninow bereits das Unausweichliche des nahenden Untergangs, er begriff, dass es niemals ein freies und demokratisches Russland geben wird, sondern Chaos und Abschlachten, Triumph der Barbarei. Es nahte das «Russland, mit Blut gewaschen» – so wird Artjom Wessjoly seinen berühmten Roman nennen, ein Schriftsteller, der später wie Millionen seiner Leser zu Lagerstaub werden wird. Rachmaninow schrieb etwas später: «Fast von Beginn der Revolution an begriff ich, dass sie einen falschen Weg eingeschlagen hat. Bereits im März 1917 beschloss ich, Russland zu verlassen, doch liess sich mein Plan nicht verwirklichen, weil sich ganz Europa immer noch im Zustand des Krieges befand und die Grenzen geschlossen waren.»

Der letzte Sommer auf seinem geliebten Landgut Iwanowka erfüllte ihn mit Grauen. In einem Brief an Alexander Siloti schreibt er: «Die Lebensbedingungen dort sind derart, dass ich nach den dort verbrachten drei Wochen beschlossen habe, nie wieder zurückzukehren.» Er bittet um Beschaffung eines Passes: «Ganz gleich wohin! Irgendwohin!» Zum endgültigen Riss in seiner Seele kam es, als die Bauern, die er zuvor heiss geliebt hatte, den Lieblingshund seiner Tochter bestialisch mit Spaten erschlugen.

Eben jenes Volk, um dessen Befreiung mehrere Generationen der russischen Intelligenzija gerungen hatten, entpuppte sich als Wechselbalg. Die russische Intelligenzija liebte immer nur irgendeinen erdachten Bauern und ein erdachtes Russland. Und nun setzte die Realität ein. Landgüter wurden geplündert. Rachmaninows Konzertflügel wurde aus dem zweiten Stock hinuntergeworfen. Iwanowka wird vollständig niedergebrannt werden. Nie wieder wird Rachmaninow dorthin zurückkehren.

Der Komponist verbrachte 25 Jahre in der Emigration. Man schrieb über ihn, er habe fern der Heimat aufgehört, Musik zu komponieren. Am häufigsten wurden seine berühmt gewordenen Worte angeführt: «Nachdem ich Russland verlassen hatte, verlor ich die Lust am Komponieren. Mit dem Verlust der Heimat verlor ich mich selbst. Einem Vertriebenen, der seiner Wurzeln, der Traditionen und des heimatlichen Bodens verlustig gegangen ist, fehlt die Lust zu schaffen, ihm verbleibt kein anderer Trost, als die nicht zu brechende Wortlosigkeit ungetrübter Erinnerungen.»

All dies stützte den grossen russischen Mythos vom Künstler, der in der Fremde nicht schöpferisch tätig sein könne und an Nostalgie sterbe – ein Mythos, der verständlicherweise nicht von Schöpfern, sondern von Regierenden in die Welt gesetzt wurde. Fern der Heimat wurden von russischen Schriftstellern und Komponisten die grossartigsten Meisterwerke geschaffen, dabei liessen sie sich im Ausland zu allen Zeiten von der russischen Macht nur schwer kontrollieren. Einige Jahre vor der Revolution, von 1906 bis 1909, lebte Rachmaninow bereits im Ausland, in Dresden, und arbeitete «in der Fremde» mit Feuereifer dort schrieb er die Zweite Sinfonie, das von Böcklins Gemälde inspirierte sinfonische Poem «Die Toteninsel», die Oper «Monna Vanna» nach Maeterlinck, die Erste Klaviersonate. So wie Gogol in Rom am russischsten aller Bücher «Die toten Seelen» schreiben konnte, so kamen zu Rachmaninow in Rom, in seiner Wohnung an der Piazza di Spagna, «Die Glocken», die Chorkantate, die er für sein bestes Werk hielt. In der Tat, nach der Revolution beglückte die Musik den Komponisten seltener, aber was war das für Musik! Es genügt, nur die «Rhapsodie über ein Thema von Paganini» und die Dritte Sinfonie zu nennen! Seine Musik widersprach seinen Worten.

In den ersten Jahren nach der Revolution blieb Schaljapin in Sowjetrussland, trat weiterhin auf und erhielt von den Bolschewiki sogar den Titel «Volkskünstler der Republik». 1922 folgte er seinem Freund in die Emigration. «In den düsteren Tagen meines Petersburger Lebens unter den Bolschewiki», erinnert sich Schaljapin in seinem Buch «Maske und Seele», «träumte ich oft von fremden Ländern, nach denen es meine Seele zog. Ich sehnte mich nach einem freien und unabhängigen Leben.»

Für russische Kulturschaffende – Schriftsteller, Musiker, Künstler – war der Westen niemals «Fremde», wie sowjetische Propagandisten das Leben der Emigranten darstellten. Schaljapin selbst schrieb: «Denn alles, wovon die westliche Welt geistig lebt, ist mir sowohl als Künstler als auch als Russe unendlich nah und teuer. Wir alle haben aus dieser grossen Quelle der Schöpferkraft und Schönheit getrunken.» Schaljapin fand, ebenso wie Rachmaninow, seinen Platz im Musikleben des Westens: Er sang an den bedeutendsten europäischen Opernhäusern, wirkte in einem Film in Hollywood mit und trat an der Metropolitan Opera auf.

Als Rachmaninow, Schaljapin und tausende Angehörige der «kreativen Klasse», wie man heute sagen würde, in die Emigration gingen, nahmen sie ihr eigenes Russland, ihre grosse Kultur mit. Sie selbst waren ja diese grosse Kultur. Das Land wurde für mehrere Generationen verschlossen, es versank im Sumpf von Obskurantismus und anachronistischer Brutalität, aus dem es bis zum heutigen Tag nicht herausfindet. Es ist ein fremdes Land geworden.

Wenn die alten Freunde einander trafen, erinnerten sie sich an ein Russland, das es nicht mehr gab. Sie selbst waren füreinander Russland. Russland war die russische Kultur, die russische Musik – und dieses Russland war nicht das von Barbaren eroberte Land, sondern ein lebendiger, bedeutender Teil der Weltkultur, ihr eigenes Leben. Schaljapin starb 1938 in Paris an Leukämie. Rachmaninow sah ihn wenige Tage vor seinem Tod. Fast vierzig Jahre lang waren sie eng befreundet.

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs und dem Überfall Hitlerdeutschlands auf die stalinistische Sowjetunion konnte Rachmaninow all die Beschimpfungen und Demütigungen vergessen, mit denen ihn die sowjetische Presse zwei Jahrzehnte lang überzogen hatte, und entschied sich dafür, Russland im Krieg gegen Deutschland zu unterstützen. Die Einnahmen aus seinen Konzerten überwies er an die sowjetische Botschaft, damit Medikamente für Verwundete gekauft werden konnten. Die sowjetische Propaganda begann sofort, seinen Namen für sich zu nutzen.

Rachmaninow war bereits fast 70 Jahre alt. Die Anerkennung in der Heimat nach Jahrzehnten der Hetze machte auf ihn enormen Eindruck. In einem Brief an seine Cousine Sophia Satina äusserte sich Rachmaninow zu diesem in seinem Leben ausserordentlichen Ereignis: «Ich schicke weitere drei Zeitungsberichte über mein Jubiläum, geschrieben in Moskau und mir zugesandt mit einem netten Brief aus der russischen Botschaft in Washington. Die Bolschewiki haben sich also doch als erste erinnert und sie sind wahrscheinlich die einzigen, die sich erinnern werden. Alle anderen interessiert es wenig.»

Rachmaninow nahm sich vor, eine «Stalingrader Sinfonie» zu schreiben. Doch der rasche Tod hinderte ihn daran. Forscher berichten, dass das Archiv Rachmaninows in den USA einen bislang unveröffentlichten Briefwechsel enthält: Nach der Schlacht von Stalingrad habe Rachmaninow einen Brief an Stalin geschrieben mit der Frage nach einer Möglichkeit zur Rückkehr. «Sie sollten nicht daran zweifeln», soll Stalin kurz geantwortet haben, «dass wahren Patrioten die Freiheit zu leben und zu schaffen in unserem Land immer gewährleistet sein wird.»

Es schmerzt, sich das Unmögliche vorzustellen, Rachmaninow sässe im Ehrenpräsidium eines Parteitages, hielte eine Rede, in der die Verdienste «des Koryphäen der Musik und des grössten Freundes der Komponisten» gepriesen würden. Das Schicksal entschied alles auf seine Weise.

Das nahende Ende vorausahnend, nahm Rachmaninow die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Viele Jahre lang suchte er es zu vermeiden. Während er der amerikanischen Flagge die Treue schwor, fühlte er sich wohl kaum als ein amerikanischer Patriot – die Staatsbürgerschaft der USA erleichterte einfach der Familie die Lösung von Erbschaftsangelegenheiten. Rachmaninow war zeitlebens Bürger eines Landes, das auf keiner geografischen Karte verzeichnet war. Er war Bürger der russischen Kultur.

Fjodor Schaljapin wurde einmal von einem englischen Bekannten gefragt: «Was soll man lesen, um die Seele eines russischen Menschen zu begreifen?» Ohne nachzudenken antwortete der Sänger: «Man soll Rachmaninows Musik hören.»

Rachmaninow war Russe, doch war seine Musik eine Offenbarung für die ganze Welt. Sein Russischsein stellte keine Grenze dar. Er war tief gläubig und seine Musik war ein universelles Gebet für den Menschen. Wie jeder Le bende fürchtete er den Tod. Das christliche Hauptmotiv der künftigen Auferstehung «Dies irae» wiederholt sich bei ihm beharrlich von Werk zu Werk.

Zeit seines Lebens wollte er ein Haus für sich selbst und seine Familie bauen – ein grosses, helles, schönes, ein riesiges, damit jeder darin Platz und Geborgenheit fand. Er befasste sich mit allen Baudetails und Zeichnungen. Am Ufer des Vierwaldstättersees in der Schweiz sprengte er die Felsen weg, damit der Ort an sein Iwanowka erinnerte. Revolutionen und Kriege nahmen ihm das Erbaute fort. Zeit seines Lebens errichtete er ein Haus in der Musik – ein geräumiges und helles, in dem er nach dem Tod des Körpers leben würde, ein Haus, das ihm niemand je wegnehmen kann. Die Töne erwiesen sich als das festeste Material.

Das irdische Leben Rachmaninows fiel in eine furchtbare Zeit. Die Apokalypse existierte in Wirklichkeit. Menschliche Düsternis überflutete die Erde. Doch das Leben braucht Licht. Man musste der Grausamkeit, der Bestialität, dem Ekel etwas entgegensetzen. Musik war das Einzige, das er den Revolvern, mit denen Geiseln erschossen wurden, den Armeen aller Länder, den Gulags und Auschwitzen entgegensetzen konnte. Seine Musik war lichtbringend. Sie war sein Kampf. Und er hat gesiegt. Und anders konnte es gar nicht sein, denn er hat den todbringenden Kräften seine Musik entgegengesetzt, die lebensspendend ist – Verzückung angesichts der Schönheit der Welt, Freude, Trauer, Glaube, Liebe. Das Geheimnis seiner Musik liegt darin, dass sie an sich schon der Sieg über den Tod ist – indem wir an ihr teilhaben, werden wir selber ein wenig unsterblich.
 



Michail Schischkin gilt als einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller der Gegenwart. Seine Romane wurden im In- und Ausland mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2011 erhielt er den renommierten Internationalen Literaturpreis, vergeben vom Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Schischkin lebt heute als freier Schriftsteller in der Schweiz.

Dieses Essay erschien im Magazin Nr. 7, Saison 2026/27

Gianandrea Noseda Gianandrea Noseda

Gianandrea Noseda

Gianandrea Noseda über Rachmaninows drei Opern

Dirigent Gianandrea Noseda spricht über die musikalische Entwicklung Sergei Rachmaninows, die Verbindung seiner drei Opern und die Bedeutung von Erinnerung und Identität in seinem Werk.

Es ist faszinierend und etwas Einzigartiges: alle drei Opern an einem Abend als eine Geschichte zu erleben. In gewisser Weise sind es drei verschiedene Stilgedichte der Opernkomposition. Ich mag, dass wir an einem Abend von 1892 bis 1905 reisen. Eine Reise von 13 Jahren in einer Nacht. Und es ist die Geschichte unseres Lebens. Das Publikum wird etwas Vertrautes in diesen Opern finden, aber auch Überraschendes entdecken, das zeigt, wo Rachmaninow hinwollte.

Als Komponist ist er dem 20. Jahrhundert sehr verbunden, auch wenn seine musikalischen Wurzeln in der Spätromantik der russischen Schule liegen. So gibt es in der Musik Elemente des Neuen, die aber immer auch der Vergangenheit nachspüren – in ihrer Melodik und in ihrem Sinn für Struktur. Das zeigt, dass diese Art von Erinnerung in Rachmaninow immer präsent ist. Selbst als er Russland verliess, nach Amerika zog und vom Land entfremdet war, versuchte er in Beverly Hills die Atmosphäre einer Datscha wie in Russland wiederzubeleben. Oder als er in die Villa Senar an den Vierwaldstättersee nach Luzern zog: Wenn man dort ist, könnte man meinen, in der Nähe des Ladogasees in St. Petersburg zu sein. Es ist dieselbe Umgebung mit dem Garten, dem Haus und dem Zugang zum See. Es ist unglaublich, wie Rachmaninow sein ganzes Leben versuchte, das zu reproduzieren, woran er sich aus seiner Kindheit und Jugend erinnerte.

Wir werden durch unsere Erinnerungen geformt, aber mehr noch durch unsere Erfahrungen. Und wenn man etwas erlebt, ist es schön, kleine Elemente davon festzuhalten, die zur Erinnerung werden. Wir erinnern uns nicht an alles, was wir erlebt haben, aber vielleicht haben wir dieses Bild, dieses Wort, diese Atmosphäre, diesen Geruch oder diesen Geschmack verinnerlicht, und das definiert, wer wir sind. Es vermittelt uns den Eindruck, dass wir Teil der fortschreitenden Geschichte sind: Wir kommen von dort, wir gehen diesen Weg und wir gehen in die Zukunft.

Solange wir unsere Erinnerungen haben, werden wir die Personen sein, die wir sind. Wir wissen, dass es Krankheiten wie Demenz gibt, die dazu führen, dass man den Kontakt zu den Erinnerungen verliert. Man lebt gewissermassen im Moment. Die Vergangenheit ist nur noch in Bruchstücken vorhanden. Und die Zukunft ist nur eine Entität, die man nicht in Betracht zieht. Aber selbst dann, so stelle ich mir vor, ist dieser eine Moment wichtig, denn fünf Minuten später ist er schon vorbei. Ich bin überzeugt davon, dass die Identität aber nicht verloren geht, sie ist vom Vorher und vom Nachher abgekoppelt. Man kann nur die Gegenwart leben.

Synopsis

Entdecken Sie das Kernstück jeder Geschichte: Unsere Synopsen geben Orientierung zur Handlung des Stückes und Konflikten, die seine Charakteren bewegen.

Aleko

Aleko hat das Stadtleben hinter sich gelassen und zog aus Liebe zu der Roma-Frau Zemfira in ein Roma-Lager. Bis vor kurzem beruhten die Gefühle der beiden auf Gegenseitigkeit, doch dann verliebte sich Zemfira in einen jungen Rom. Ein alter Rom erzählt Aleko, wie seine Frau ihn und ihre kleine Tochter verlassen hat, um mit einem Geliebten durchzubrennen. Aleko ist überrascht, dass der Alte diesen Verrat nicht gerächt hat.

In der Nacht macht sich Zemfira auf, den jungen Rom zu treffen. Als das Paar zurückkehrt, begegnet Aleko ihnen. Er versucht, an die Gefühle seiner Geliebten zu appellieren, doch diese sind in ihr längst erloschen. In einem Anfall von Wut tötet der Eifersüchtige die beiden. Die Roma verstossen ihn aus ihrer Gemeinschaft.

Skupoi Rytsar (Der geizige Ritter)

Albert braucht dringend Geld: Er kann sich nicht einmal in der Öffentlichkeit zeigen, da er keinen anständigen Anzug besitzt, und sein Vater, ein reicher und geiziger Baron, gibt seinem Sohn kein Geld. Albert lässt einen Geldverleiher zu sich kommen, doch dieser weigert sich, ihm Geld zu leihen, und rät dem jungen Mann, seinen Vater zu vergiften, um an dessen Reichtümer zu gelangen. Albert ist so wütend, dass er den Geldverleiher hinauswirft, der ihm nun aus Angst Geld anbietet und sich entschuldigt.

In den angehäuften Schätzen liegt das ganze Glück des Barons, der ganze Sinn seines Lebens. Welche schrecklichen Geheimnisse bergen diese Schätze, wie viele Tränen, Leiden, Mühen und Kummer haben sie gesehen, bevor sie hierher gelangten. Die Vorstellung, dass er sich alles untertan machen könnte, berauscht ihn. Er fühlt sich, als beherrsche er die ganze Welt. Nur ein einziger Gedanke trübt seinen Triumph: Wenn er stirbt, wird sein Sohn den Reichtum verschleudern.

Albert geht zum Herzog, um sich über seinen Vater zu beschweren. Dieser verspricht, der Sache nachzugehen. Nachdem er Albert gebeten hat, sich in das Nachbarzimmer zurückzuziehen, empfängt der Herzog den Baron. Der Baron verleumdet Albert und beschuldigt seinen Sohn des versuchten Raubes und Mordes. In rasender Wut stürmt Albert aus seinem Versteck hervor und bezichtigt seinen Vater der Lüge. Der Baron fordert seinen Sohn zum Duell heraus. Dem Baron wird unwohl, er ist nicht in der Lage, die Anspannung der sich zuspitzenden Ereignisse zu ertragen und spürt den nahenden Tod.

Francesca da Rimini

Lanciotto Malatesta bereitet sich auf einen Feldzug vor und befiehlt seinen Dienern, seine Frau Francesca zu ihm zu rufen. Er denkt darüber nach, wie er Francesca einst getäuscht hat: Er schickte seinen Bruder Paolo zu ihr, der auf Anstiftung von Francescas Vater verschwieg, dass er sie lediglich stellvertretend für Lanciotto zum Altar führen sollte. Unwissentlich schwor Francesca vor Gott, Paolo eine treue Ehefrau zu sein. Als Francesca in Rimini ankam, erfuhr sie, dass ihr Ehemann nicht der gutaussehende Paolo, sondern der hinkende, hässliche Lanciotto ist. Nun wird Lanciotto von quälendem Misstrauen geplagt: Paolo ist so schön und begegnet Francesca mit so viel Zärtlichkeit.

Um seinen Verdacht zu überprüfen, stellt Lanciotto eine Falle: Er teilt seiner Frau mit, dass er in den Krieg ziehen und Francesca unter Paolos Schutz zurücklassen werde. In Wahrheit jedoch beabsichtigt er, die Liebenden heimlich zu beobachten.

Francesca und Paolo verbringen den Abend damit, ein Buch über die Liebe des Ritters Lancelot zur schönen Guinevere zu lesen. Schliesslich erliegen sie ihren überwältigenden Gefühlen, die ihnen zum Verhängnis werden. Lanciotto erhebt seinen Dolch gegen die Liebenden und spricht einen ewigen Fluch über sie aus.