Romeo und Julia

Ballett von Cathy Marston
nach der gleichnamigen Tragödie von William Shakespeare
Musik von Sergej Prokofjew

Von 23. Mai 2026 bis 26. Juni 2026

  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
    Die Vorstellung am 26. Juni wird im Rahmen von «Opernhaus für alle» live auf den Sechseläutenplatz übertragen.

    Matinee: So 17 Mai 2026

    © Plakatmotiv von Gary Yeoh (Calla)

Choreografie und Inszenierung:
Cathy Marston

Cathy Marston

Die international renommierte Choreografin Cathy Marston besitzt sowohl die britische als auch die schweizerische Staatsbürgerschaft. Seit August 2023 ist sie Direktorin des Balletts Zürich. Ihre Tanzausbildung erhielt sie in Cambridge und an der Royal Ballet School London. Zwischen 1994 und 1999 tanzte sie im Ballett Zürich, im Ballett des Luzerner Theaters und beim Konzert Theater Bern. Von 2002 bis 2006 war sie Associate Artist des Royal Opera House London und von 2007 bis 2013 Ballettdirektorin am Konzert Theater Bern.

Seit Jahren höchst erfolgreich als freischaffende Choreografin tätig, wurde Cathy Marston von einer Vielzahl namhafter internationaler Compagnien und Institutionen eingeladen. Kreationen entstanden unter anderem für das Royal Ballet, das Hamburg Ballett, das Königlich Dänische Ballett, das English National Ballet, das Nor­thern Ballet, das Finnische Nationalballett, das Ballet Black, das Na­tional Ballet of Cuba sowie für die Opera Australia und die Hong Kong Academy of Performing Arts. In den letzten Jahren arbeitete sie vermehrt in den USA, so für das San Francisco Ballet, das American Ballet Theatre, das Houston Ballet und das Joffrey Ballet Chicago.

In ihren choreografischen Arbeiten lässt sie grosse literarische Vorlagen im Tanz lebendig werden, ausser­dem nähert sie sich bedeutenden historischen Persönlichkeiten auf un­gewohnte und originelle Weise. Grosse Erfolge feierte sie mit ihren Ballettadaptionen «Mrs. Robinson» (Charles Webb), «Snowblind» (Ethan Frome), «Jane Eyre» (Charlotte Brontë) und «Of Mice and Men» (John Steinbeck). Ungewöhnliche Sichtweisen prägen auch ihre biografisch inspirierten Werke «The Cellist», «Victoria» und «Hexenhatz». Für ihr choreografisches Schaffen wurde Cathy Marston mehrfach ausgezeichnet, darun­ter mit einem South Bank Sky Arts Award und dem britischen National Dance Award. 2020 verlieh ihr das International Institute for Dance and Theatre einen Preis für Exzellenz im internationalen Tanz.

Höhepunkt ihrer ersten Saison als Zürcher Ballettdirektorin war 2024 die Uraufführung von «Atonement» nach dem gleichnamigen Roman von Ian McEwan (Koproduktion mit dem Joffrey Ballet). Ausser­dem waren in Zürich Cathy Marstons Stücke «The Cellist» und «Snowblind» zu sehen. In der vorigen Saison hatte ihr Clara-­Schumann-Ballett «Clara» Premiere. 2026 choreografiert sie für das Ballett Zürich «Romeo und Julia».

Clara13 / 14 / 19 / 20 / 26 / 28 Dez. 2025 / 11 / 12 / 17 / 19 / 24 Apr. 2026 Countertime5 / 7 / 14 Sept. 2025 The Butterfly Effect4 / 13 / 23 Apr. 2026 Romeo und Julia23 / 29 / 30 Mai / 4 / 6 / 7 / 10 / 12 / 14 / 23 / 26 Juni / 20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Ein Sommernachtstraum26 Sept. / 11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027
Szenarium:
Cathy Marston,

Cathy Marston

Die international renommierte Choreografin Cathy Marston besitzt sowohl die britische als auch die schweizerische Staatsbürgerschaft. Seit August 2023 ist sie Direktorin des Balletts Zürich. Ihre Tanzausbildung erhielt sie in Cambridge und an der Royal Ballet School London. Zwischen 1994 und 1999 tanzte sie im Ballett Zürich, im Ballett des Luzerner Theaters und beim Konzert Theater Bern. Von 2002 bis 2006 war sie Associate Artist des Royal Opera House London und von 2007 bis 2013 Ballettdirektorin am Konzert Theater Bern.

Seit Jahren höchst erfolgreich als freischaffende Choreografin tätig, wurde Cathy Marston von einer Vielzahl namhafter internationaler Compagnien und Institutionen eingeladen. Kreationen entstanden unter anderem für das Royal Ballet, das Hamburg Ballett, das Königlich Dänische Ballett, das English National Ballet, das Nor­thern Ballet, das Finnische Nationalballett, das Ballet Black, das Na­tional Ballet of Cuba sowie für die Opera Australia und die Hong Kong Academy of Performing Arts. In den letzten Jahren arbeitete sie vermehrt in den USA, so für das San Francisco Ballet, das American Ballet Theatre, das Houston Ballet und das Joffrey Ballet Chicago.

In ihren choreografischen Arbeiten lässt sie grosse literarische Vorlagen im Tanz lebendig werden, ausser­dem nähert sie sich bedeutenden historischen Persönlichkeiten auf un­gewohnte und originelle Weise. Grosse Erfolge feierte sie mit ihren Ballettadaptionen «Mrs. Robinson» (Charles Webb), «Snowblind» (Ethan Frome), «Jane Eyre» (Charlotte Brontë) und «Of Mice and Men» (John Steinbeck). Ungewöhnliche Sichtweisen prägen auch ihre biografisch inspirierten Werke «The Cellist», «Victoria» und «Hexenhatz». Für ihr choreografisches Schaffen wurde Cathy Marston mehrfach ausgezeichnet, darun­ter mit einem South Bank Sky Arts Award und dem britischen National Dance Award. 2020 verlieh ihr das International Institute for Dance and Theatre einen Preis für Exzellenz im internationalen Tanz.

Höhepunkt ihrer ersten Saison als Zürcher Ballettdirektorin war 2024 die Uraufführung von «Atonement» nach dem gleichnamigen Roman von Ian McEwan (Koproduktion mit dem Joffrey Ballet). Ausser­dem waren in Zürich Cathy Marstons Stücke «The Cellist» und «Snowblind» zu sehen. In der vorigen Saison hatte ihr Clara-­Schumann-Ballett «Clara» Premiere. 2026 choreografiert sie für das Ballett Zürich «Romeo und Julia».

Clara13 / 14 / 19 / 20 / 26 / 28 Dez. 2025 / 11 / 12 / 17 / 19 / 24 Apr. 2026 Countertime5 / 7 / 14 Sept. 2025 The Butterfly Effect4 / 13 / 23 Apr. 2026 Romeo und Julia23 / 29 / 30 Mai / 4 / 6 / 7 / 10 / 12 / 14 / 23 / 26 Juni / 20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Ein Sommernachtstraum26 Sept. / 11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027
Edward Kemp

Edward Kemp

Edward Kemp, geboren in Oxford, hat mit Cathy Marston bei über zwanzig Balletten zusammengearbeitet, darunter sieben für das Bern Ballett. Zu den jüngsten Kooperationen gehören «Summer & Smoke» (Houston/American Ballet Theatre), «Of Mice and Men» (Joffrey), «Mrs. Robinson» (San Francisco), «The Cellist» (Royal Ballet), «The Suit» (Ballet Black), «Lady Chatterley’s Lover» (Les Grands Ballets Canadiens de Montréal), «Liaisons Dangereuses» (Royal Danish Ballet) und ein Drehbuch für Disney+. Er hat Texte für Komponist:innen wie Sally Beamish, Victoria Borisova Ollas, Jason Carr, Tansy Davies, Terry Davies, Péter Eötvös, Stuart MacRae, Julian Philips und Gary Yershon verfasst.  Im Schauspiel entstanden u. a. «King James Bible» (National Theatre), «The Mysteries» (Royal Shakespeare Company) sowie Dramatisierungen von Bulgakows «Meister und Margarita» (Chichester/Complicite/Avignon), Lessings «Nathan der Weise» (Chichester/Off-Broadway/Shaw Festival) und Faulkners «As I Lay Dying» (Baton Rouge). Ausserdem übertrug er Werke von Brecht, Goldoni, Kleist, Lorca, Prokofjew, Molière, Racine und Sibelius auf die Bühne und übersetzte Romane von Paul Auster, Eca De Queiros, Charles Dickens, Knut Hamsun, Ted Hughes, Salman Rushdie und WG Sebald. Er schrieb Dramen und Komödien für BBC Radio und führte Regie bei Theaterstücken und Musicals in Grossbritannien und in den USA, von Autoren wie Gertrude Stein und William Shakespeare bis hin zu Alan Bennett und Stephen Sondheim. Von 2008 bis 2021 war er Direktor und Chief Executive der Royal Academy of Dramatic Art (RADA). Heute ist er Chief Executive des Royal Literary Fund, der ältesten literarischen Wohltätigkeitsorganisation Grossbritanniens.

Clara13 / 14 / 19 / 20 / 26 / 28 Dez. 2025 / 11 / 12 / 17 / 19 / 24 Apr. 2026 Countertime5 / 7 / 14 Sept. 2025 Romeo und Julia23 / 29 / 30 Mai / 4 / 6 / 7 / 10 / 12 / 14 / 23 / 26 Juni / 20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Ein Sommernachtstraum26 Sept. / 11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027
Ausstattung:
David Fleischer

David Fleischer

David Fleischer stammt aus Australien. Als Bühnen- und Kostümbildner hat er mit namhaften Theater-, Tanz-. Ballett- und Opernensembles zusammengearbeitet. Er studierte am National Institute for Dramatic Arts in Australien. 2012/13 war er Hausdesigner der Sydney Theatre Company. Für Rafaela Bonachela und die Sydney Dance Company schuf er zahlreiche Ausstattungen, u.a. für das auf internationalen Gastspielen gezeigte Stück «Impermanence». Mit Cathy Marston und dem Queensland Ballett arbeitete er bei «My Brilliant Career» zusammen.  Im Theaterbereich hat David Fleischer über fünfzig Theaterstücke und Musicals gestaltet, darunter das Musical «Fangirls» im Londoner Westend und Suzie Millers Erfolgsstück «RGB: Of Many One» für die Sydney Theatre Company. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Regisseur Kip William, u.a. bei «The Harp in the South», «Love and Information», «Chimerica», «Playing Beatie Bow», «The Golden Age», «Children of the Sun», «Romeo and Juliet» und «Cat On a Hot Tin Roof».  Kürzlich arbeiteten sie gemeinsam an der neuen Oper «Gilgamesh», einer Koproduktion der Sydney Chamber Opera und der Opera Australia, sowie bei «The Rape of Lucretia» zusammen. David Fleischer wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, u.a. mit zwei Australian Production Design Guild Awards und dem Berlin Music Opera Award.

Romeo und Julia23 / 29 / 30 Mai / 4 / 6 / 7 / 10 / 12 / 14 / 23 / 26 Juni / 20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026
Lichtgestaltung:
Martin Gebhardt

Martin Gebhardt

Martin Gebhardt war Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister bei John Neumeiers Hamburg Ballett. Ab 2002 arbeitete er mit Heinz Spoerli und dem Ballett Zürich zusammen. Ballettproduktionen der beiden Compagnien führten ihn an renommierte Theater in Europa, Asien und Amerika. Am Opernhaus Zürich schuf er das Lichtdesign für Inszenierungen von Jürgen Flimm, David Alden, Jan Philipp Gloger, Grischa Asagaroff, Matthias Hartmann, David Pountney, Moshe Leiser/Patrice Caurier, Damiano Michieletto und Achim Freyer. Bei den Salzburger Festspielen kreierte er die Lichtgestaltung für «La bohème» und eine Neufassung von Spoerlis «Der Tod und das Mädchen». Seit der Spielzeit 2012/13 ist Martin Gebhardt Leiter des Beleuchtungswesens am Opernhaus Zürich. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn heute mit dem Choreografen Christian Spuck (u. a. «Winterreise», «Nussknacker und Mausekönig», «Messa da Requiem», «Anna Karenina», «Woyzeck», «Der Sandmann», «Leonce und Lena», «Das Mädchen mit den Schwefelhölzern»). Er war ausserdem Lichtdesigner für die Choreografen Edward Clug (u. a. «Strings», «Le Sacre du printemps» und «Faust» in Zürich), Alexei Ratmansky, Wayne McGregor, Marco Goecke und Douglas Lee. Mit Christoph Marthaler und Anna Viebrock arbeitete er beim Händel-Abend «Sale» und Rossinis «Il viaggio a Reims» in Zürich sowie bei «Lulu» an der Hamburgischen Staatsoper zusammen und mit Jossi Wieler und Sergio Morabito an der Oper Genf für «Les Huguenots». 2023 gestaltete er das Licht für Spucks Ballett «Bovary» beim Staatsballett Berlin und 2024 Rossinis «Tancredi» an den Bregenzer Festspielen. Ausserdem war er Lichtdesigner bei «Atonement» von Cathy Marston am Opernhaus Zürich.

Tannhäuser21 / 24 / 27 Juni / 2 / 5 / 8 / 11 Juli / 26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Le nozze di Figaro24 / 29 Jan. / 1 / 5 / 7 / 10 / 14 Feb. 2026 / 2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Oiseaux Rebelles12 / 18 / 23 / 25 / 31 Okt. / 1 / 9 / 13 Nov. / 2 / 5 / 6 / 9 Dez. 2025 / 11 / 13 / 16 / 18 / 27 Sept. 2026 Die Fledermaus7 / 10 / 12 / 14 / 18 / 26 / 28 / 31 Dez. 2025 / 2 / 4 / 6 / 10 Jan. / 29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Clara13 / 14 / 19 / 20 / 26 / 28 Dez. 2025 / 11 / 12 / 17 / 19 / 24 Apr. 2026 Timeframed17 / 18 / 22 / 25 / 30 Jan. / 1 / 4 / 6 / 8 / 11 / 12 Feb. 2026 / 27 Feb. / 6 / 24 März / 1 / 3 / 9 / 18 / 22 / 28 / 30 Apr. / 1 Mai 2027 Scylla et Glaucus27 / 29 / 31 März / 2 / 6 / 30 Apr. / 2 Mai 2026 The Butterfly Effect4 / 13 / 23 Apr. 2026 Messa da Requiem20 / 22 / 28 Feb. / 1 / 5 / 7 März / 6 Apr. 2026 Romeo und Julia23 / 29 / 30 Mai / 4 / 6 / 7 / 10 / 12 / 14 / 23 / 26 Juni / 20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Nachtträume20 / 25 / 28 / 30 Juni / 4 Juli 2026 Ein Sommernachtstraum26 Sept. / 11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 Slow Rush16 / 17 / 22 / 28 / 30 Jan. / 5 / 10 / 13 / 17 / 21 Feb. / 29 / 30 Mai / 3 Juni 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027
Dramaturgie:
Edward Kemp,

Edward Kemp

Edward Kemp, geboren in Oxford, hat mit Cathy Marston bei über zwanzig Balletten zusammengearbeitet, darunter sieben für das Bern Ballett. Zu den jüngsten Kooperationen gehören «Summer & Smoke» (Houston/American Ballet Theatre), «Of Mice and Men» (Joffrey), «Mrs. Robinson» (San Francisco), «The Cellist» (Royal Ballet), «The Suit» (Ballet Black), «Lady Chatterley’s Lover» (Les Grands Ballets Canadiens de Montréal), «Liaisons Dangereuses» (Royal Danish Ballet) und ein Drehbuch für Disney+. Er hat Texte für Komponist:innen wie Sally Beamish, Victoria Borisova Ollas, Jason Carr, Tansy Davies, Terry Davies, Péter Eötvös, Stuart MacRae, Julian Philips und Gary Yershon verfasst.  Im Schauspiel entstanden u. a. «King James Bible» (National Theatre), «The Mysteries» (Royal Shakespeare Company) sowie Dramatisierungen von Bulgakows «Meister und Margarita» (Chichester/Complicite/Avignon), Lessings «Nathan der Weise» (Chichester/Off-Broadway/Shaw Festival) und Faulkners «As I Lay Dying» (Baton Rouge). Ausserdem übertrug er Werke von Brecht, Goldoni, Kleist, Lorca, Prokofjew, Molière, Racine und Sibelius auf die Bühne und übersetzte Romane von Paul Auster, Eca De Queiros, Charles Dickens, Knut Hamsun, Ted Hughes, Salman Rushdie und WG Sebald. Er schrieb Dramen und Komödien für BBC Radio und führte Regie bei Theaterstücken und Musicals in Grossbritannien und in den USA, von Autoren wie Gertrude Stein und William Shakespeare bis hin zu Alan Bennett und Stephen Sondheim. Von 2008 bis 2021 war er Direktor und Chief Executive der Royal Academy of Dramatic Art (RADA). Heute ist er Chief Executive des Royal Literary Fund, der ältesten literarischen Wohltätigkeitsorganisation Grossbritanniens.

Clara13 / 14 / 19 / 20 / 26 / 28 Dez. 2025 / 11 / 12 / 17 / 19 / 24 Apr. 2026 Countertime5 / 7 / 14 Sept. 2025 Romeo und Julia23 / 29 / 30 Mai / 4 / 6 / 7 / 10 / 12 / 14 / 23 / 26 Juni / 20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Ein Sommernachtstraum26 Sept. / 11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027
Michael Küster

Michael Küster

Michael Küster stammt aus Deutschland. Nach dem Studium der Germanistik, Kunst- und Sprechwissenschaft an der Universität Halle war er Moderator, Autor und Sprecher bei verschiedenen Rundfunkanstalten in Deutschland. Dort präsentierte er eine Vielzahl von Klassik-Programmen und Live-Übertragungen wichtiger Konzertereignisse, u. a. aus der Metropolitan Opera New York, der Semperoper Dresden und dem Leipziger Gewandhaus. Seit 2002 ist er Dramaturg am Opernhaus Zürich, u. a. für Regisseure wie Matthias Hartmann, David Alden, Robert Carsen, Moshe Leiser/Patrice Caurier, Damiano Michieletto, David Pountney, Johannes Schaaf und Graham Vick. Als Dramaturg des Balletts Zürich arbeitete Michael Küster seit 2012 u. a. mit Cathy Marston, Marco Goecke, Marcos Morau, Kim Brandstrup, Edward Clug, Alexei Ratmansky, William Forsythe, Jiří Kylián und Hans van Manen zusammen. Mit Christian Spuck entstanden u. a. «Winterreise» («Prix Benois de la Danse»), «Romeo und Julia», «Messa da Requiem» und «Dornröschen». An der Mailänder Scala war Michael Küster Dramaturg für Matthias Hartmanns Operninszenierungen von «Der Freischütz», «Idomeneo» und «Pique Dame».

Clara13 / 14 / 19 / 20 / 26 / 28 Dez. 2025 / 11 / 12 / 17 / 19 / 24 Apr. 2026 Countertime5 / 7 / 14 Sept. 2025 The Butterfly Effect4 / 13 / 23 Apr. 2026 Messa da Requiem20 / 22 / 28 Feb. / 1 / 5 / 7 März / 6 Apr. 2026 Romeo und Julia23 / 29 / 30 Mai / 4 / 6 / 7 / 10 / 12 / 14 / 23 / 26 Juni / 20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Nachtträume20 / 25 / 28 / 30 Juni / 4 Juli 2026 Oiseaux Rebelles12 / 18 / 23 / 25 / 31 Okt. / 1 / 9 / 13 Nov. / 2 / 5 / 6 / 9 Dez. 2025 / 11 / 13 / 16 / 18 / 27 Sept. 2026 Timeframed17 / 18 / 22 / 25 / 30 Jan. / 1 / 4 / 6 / 8 / 11 / 12 Feb. 2026 / 27 Feb. / 6 / 24 März / 1 / 3 / 9 / 18 / 22 / 28 / 30 Apr. / 1 Mai 2027 Ein Sommernachtstraum26 Sept. / 11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 Slow Rush16 / 17 / 22 / 28 / 30 Jan. / 5 / 10 / 13 / 17 / 21 Feb. / 29 / 30 Mai / 3 Juni 2027 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027 Art Matters19 / 20 / 23 / 25 Feb. / 29 März / 4 / 11 Apr. 2027

Besetzung

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Junior Ballett

Das Junior Ballett ist die Nachwuchscompagnie des Balletts Zürich. Seit seiner Gründung im Jahr 2001 erhalten hier ausgewählte junge Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt die Möglichkeit, nach Ende ihrer Ballettausbildung unter fachkundiger Betreuung in das tänzerische Berufsleben einzusteigen. Im Rahmen eines nicht länger als zwei Jahre währenden Engagements trainieren sie gemeinsam mit den Mitgliedern des Balletts Zürich, tanzen mit ihnen in ausgewählten Vorstellungen des Repertoires und sammeln so die für eine Tänzerlaufbahn notwendige Bühnenerfahrung. Einmal pro Spielzeit stellt das Junior Ballett in einem eigenen Ballettabend mit Werken international renommierter Choreografen seine hohe Leistungsfähigkeit und tänzerische Kreativität unter Beweis. In der Saison 2014/15 vereint das Junior Ballett dreizehn Tänzerinnen und Tänzer aus acht Nationen.

Oiseaux Rebelles12 / 18 / 23 / 25 / 31 Okt. / 1 / 9 / 13 Nov. / 2 / 5 / 6 / 9 Dez. 2025 / 11 / 13 / 16 / 18 / 27 Sept. 2026 Clara13 / 14 / 19 / 20 / 26 / 28 Dez. 2025 / 11 / 12 / 17 / 19 / 24 Apr. 2026 Countertime5 / 7 / 14 Sept. 2025 The Butterfly Effect4 / 13 / 23 Apr. 2026 Romeo und Julia23 / 29 / 30 Mai / 4 / 6 / 7 / 10 / 12 / 14 / 23 / 26 Juni / 20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Nachtträume20 / 25 / 28 / 30 Juni / 4 Juli 2026 Next Generation1 / 2 / 3 / 4 Juli 2026 Timeframed17 / 18 / 22 / 25 / 30 Jan. / 1 / 4 / 6 / 8 / 11 / 12 Feb. 2026 Ein Sommernachtstraum11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027

Orchester der Oper Zürich

Besetzung

Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 Tugan Sokhiev12 Juli 2026 Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 La scala di seta25 / 28 Sept. / 19 / 24 Okt. 2025 Tosca28 Sept. / 2 / 8 / 11 / 15 / 19 Okt. 2025 / 11 / 14 / 17 / 21 / 24 Apr. / 13 / 17 Mai 2027 Capuçon & Bihlmaier4 Okt. 2025 Tannhäuser21 / 24 / 27 Juni / 2 / 5 / 8 / 11 Juli / 26 Sept. / 4 / 9 / 13 Okt. 2026 Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026 La Damnation de Faust10 / 14 / 17 Mai 2026 Hänsel und Gretel16 / 20 / 23 / 28 / 30 Nov. / 2 / 4 / 11 / 16 / 18 / 21 Dez. 2025 / 2 / 24 / 25 / 31 Jan. 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni / 26 / 27 / 29 / 30 Aug. 2026 La forza del destino2 / 7 / 12 / 15 / 18 / 21 / 26 / 29 Nov. / 17 / 21 Dez. 2025 Rigoletto20 / 23 / 27 Dez. 2025 / 1 / 4 Jan. 2026 Le nozze di Figaro24 / 29 Jan. / 1 / 5 / 7 / 10 / 14 Feb. 2026 / 2 / 6 / 8 / 15 / 19 Mai 2027 Fidelio3 / 6 / 10 / 14 / 16 Mai 2026 Werther14 / 19 Juni / 1 / 4 / 10 Juli 2026 Oiseaux Rebelles12 / 18 / 23 / 25 / 31 Okt. / 1 / 9 / 13 Nov. / 2 / 5 / 6 / 9 Dez. 2025 / 11 / 13 / 16 / 18 / 27 Sept. 2026 Macbeth8 / 11 / 14 / 19 / 22 / 30 Nov. 2025 Ehnes & Noseda23 Nov. 2025 Die Fledermaus7 / 10 / 12 / 14 / 18 / 26 / 28 / 31 Dez. 2025 / 2 / 4 / 6 / 10 Jan. / 29 Sept. / 8 / 17 / 23 / 25 Okt. 2026 Clara13 / 14 / 19 / 20 / 26 / 28 Dez. 2025 / 11 / 12 / 17 / 19 / 24 Apr. 2026 Countertime5 / 7 / 14 Sept. 2025 Altstaedt & Chan11 Jan. 2026 Jussen & Rustioni8 Feb. 2026 Festkonzert zum 85. Geburtstag von Ralf Weikert22 Feb. 2026 Monster's Paradise8 / 14 / 18 März / 10 / 12 Apr. 2026 Messa da Requiem20 / 22 / 28 Feb. / 1 / 5 / 7 März / 6 Apr. 2026 Arabella14 / 18 / 22 / 25 / 28 Apr. 2026 Romeo und Julia23 / 29 / 30 Mai / 4 / 6 / 7 / 10 / 12 / 14 / 23 / 26 Juni / 20 / 27 / 29 Nov. / 6 / 13 / 19 / 26 / 27 Dez. 2026 Open-Air-Konzert28 Juni 2026 / 4 Juli 2027 Europa-Tournee 2026 «Mühlemann & Noseda»21 / 28 März / 1 Apr. 2026 Europa-Tournee 2026 «Messa da Requiem»22 / 23 / 25 / 26 / 29 / 31 März 2026 Die Zauberflöte20 / 25 Sept. / 6 / 18 / 21 / 24 / 30 Okt. 2026 / 2 / 8 / 18 / 20 / 23 Apr. 2027 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026 Ein Sommernachtstraum26 Sept. / 11 / 16 / 18 / 25 / 28 / 29 / 31 Okt. / 12 / 13 / 14 Nov. 2026 / 19 / 22 / 29 Juni / 3 Juli 2027 Mutter & González-Granados3 Okt. 2026 Alice im Wunderland8 / 15 / 19 / 21 / 26 / 28 Nov. / 6 Dez. 2026 / 2 / 7 / 8 / 10 / 17 Jan. 2027 Elektra22 / 26 Nov. / 2 / 5 / 10 / 13 / 16 Dez. 2026 Das Rheingold29 Nov. / 4 / 12 / 17 Dez. 2026 Gabetta & Noseda7 Nov. 2026 Manon Lescaut11 / 15 / 18 / 22 / 26 Dez. 2026 Fuchs & Jordan1 / 2 Jan. 2027 Trifonov & Järvi16 Jan. 2027 Die Walküre24 / 31 Jan. / 3 / 6 Feb. 2027 Doctor Atomic7 / 11 / 14 / 20 / 24 / 28 Feb. 2027 Roméo et Juliette12 / 19 / 21 Feb. / 2 / 5 März 2027 Sorita & Lyniv14 Feb. 2027 La fanciulla del west25 / 28 Feb. / 3 / 7 März / 4 / 7 / 10 / 16 Apr. 2027 L'elisir d'amore25 / 27 / 29 Apr. / 2 / 6 / 9 / 12 / 14 / 17 / 21 Mai 2027 Balanas & Peltokoski18 Apr. 2027 Requiem pour Ophélie4 / 7 / 9 Mai 2027 See the music, hear the dance22 / 28 Mai / 6 / 10 / 12 / 15 / 25 / 26 / 27 Juni 2027 Don Pasquale23 / 27 / 30 Mai / 4 / 6 / 11 Juni 2027 Samson et Dalila13 / 17 / 20 / 24 / 27 / 30 Juni / 2 / 9 Juli 2027 La bohème16 / 18 / 23 Juni / 4 / 7 / 10 Juli 2027 Don Carlo1 / 6 / 8 / 11 Juli 2027 Viotti29 Mai 2027 Rachmaninov – Die drei Opern1 / 4 / 8 / 15 / 18 / 21 / 28 Nov. 2026 Benefiz «amiamusica»2 Okt. 2026

Kurzgefasst

In William Shakespeares Drama «Romeo und Julia» lässt die Kraft der Liebe zwei junge Menschen über sich hinauswachsen. Die Ballettbühne haben sich die Liebenden von Verona dank der Musik von Sergej Prokofjew erobert. Das Aufeinanderprallen von Liebe und Hass und das Nebeneinander von Zärtlichkeit und Gewalt hat er in seiner farbigen, glutvollen Partitur auf geniale Weise eingefangen.
Cathy Marston bringt die berühmteste Liebesgeschichte der Welt mit dem Ballett Zürich als eine Welt der Gegensätze auf die Bühne, in der sich von einer Sekunde zur anderen alles in sein Gegenteil verkehren kann: Hinter der nächsten Ecke wartet die Liebe deines Lebens oder bereits der Tod. Zum ersten Mal arbeitet die Zürcher Ballettdirektorin mit Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda zusammen.

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Gut zu wissen

Ganz ohne Degen und Gift-Flacon

Mit dem Ballett Zürich bringen Cathy Marston und Gianandrea Noseda «Romeo und Julia» auf die Bühne. Über die berühmteste Liebesgeschichte der Welt hat Michael Küster mit der Choreografin gesprochen.

Cathy, Shakespeares «Romeo und Julia» mit der Musik von Sergej Prokofjew ist eine Balletterfahrung, von der Tänzerinnen und Tänzer träumen. Woher rührt deine Begeisterung für diesen Stoff?

Die Begegnung mit William Shakespeare gehört zu meinen frühesten Kindheitserinnerungen. Mein Vater, der Englischlehrer war, hat mich schon sehr früh mit Shakespeares Geschichten in Kontakt gebracht. Natürlich waren das am Anfang kindgerechte Kurzfassungen der Dramen- und Komödientexte, aber sie haben damals meine Liebe zum Theater geweckt, und ich habe diese Texte wie Musik eingesogen. Von Beginn haben mich Shakespeares bildreiche Sprache, seine Charakterisierungskunst, seine Poesie und seine Sprachrhythmik fasziniert. Und so war es ganz logisch, dass ich auch an der Royal Ballet School englische Literatur als Hauptfach belegt habe. Auf der Ballettbühne war es dann vor allem die in England sehr populäre Choreografie von Kenneth MacMillan, die mir sehr früh klar gemacht hat, dass man Shakespeare nicht nachbeten muss, sondern ihn durchaus mit eigenen Akzentuierungen interpretieren kann. Für mich als Choreografin ist «Romeo und Julia» mit seinem Reichtum an äusseren wie inneren Spielräumen eine anziehende Herausforderung.

Die letzte Produktion von «Romeo und Julia» in Zürich – in der Choreografie und Inszenierung von Christian Spuck – ist nicht allzu lange her und dem Zürcher Publikum sicher noch in Erinnerung. Was hat den Ausschlag gegeben, das Ballett jetzt erneut zu programmieren?

Kurz nach meinem Antritt als Ballettdirektorin begegnete ich Gianandrea Noseda, dem Generalmusikdirektor am Opernhaus Zürich. Bei der Suche nach Ideen für ein gemeinsames Projekt kamen wir schnell auf Musik von Sergej Prokofjew, dessen Werk er wie wenige Dirigenten kennt. Und wir trafen uns in unserer Begeisterung für William Shakespeare. Eine einmalige Gelegenheit also, um an «Romeo und Julia» zu arbeiten. Gianandrea ist sehr offen für meine Ideen. Von ein paar wenigen Umstellungen und Auslassungen abgesehen, folgen wir Prokofjews Partitur. Nachdem ich den Mitschnitt eines Washingtoner Konzerts mit Musik aus «Romeo und Julia» unter seiner Leitung gehört habe, bin ich sehr gespannt, wie diese Musik mit ihrem grossen Kraft- und Energiepotential unter seiner Leitung mit unserem Orchester klingen wird. Aber natürlich ist «Romeo und Julia» auch ein Stück, das sowohl Publikum als auch Tänzerinnen und Tänzer lieben. Jede neue Tänzergeneration wird es mit frischem Leben erfüllen. Schliesslich sind hier auf engstem Raum die grossen Gefühle des Menschseins enthalten: inniges Begehren, tiefste Verzweiflung, Rache und unversöhnlicher Hass. Zu sehen, was das Ballett Zürich in seiner aktuellen Besetzung mit diesem Stoff anfängt, wird sicher eine aufregende Sache.

Die Ereignisse in «Romeo und Julia» überschlagen sich im Bruchteil von Sekunden. In kürzester Zeit erleben wir, was es heisst, «himmelhoch jauchzend» und «zu Tode betrübt» zu sein…

Ich frage mich immer wieder, warum das passiert. Zwei junge Menschen verlieben sich – mit einer Konsequenz, die sie alles bisher Erlebte in Frage stellen lässt. Sie sind bereit, ihre Familien zu verlassen und sich für den Preis des Miteinanders gegen alles zu stellen, was sie bisher gelebt und erkämpft haben. Einfach, um die Stimme des Gegenübers zu hören, in seine Augen zu blicken, seine Hände, seinen Körper zu berühren und, als das nicht mehr möglich scheint, schliesslich so weit zu gehen, sich gegenseitig zu töten. Obwohl der Tod so präsent ist, kann er die so oft als solche beschworene «grösste Liebesgeschichte der Welt» nicht kleiner machen.

Prokofjews Musik zeichnet die Handlung mit einer fast einschüchternden Detailtreue nach, was einen dazu verleiten könnte, für die Erzählung einfach nur die Musik zu illustrieren. Du hast von eigenen Akzentuierungen gesprochen, die du in der Geschichte vornehmen wirst. Wie äussern die sich?

Sergej Prokofjews vieraktige Partitur ist brillant, aber es stimmt: Oft lässt sie einem wenig Raum für eine persönliche Note. Unsere Inszenierung habe ich mit meinem langjährigen Mitarbeiter Edward Kemp in zwei Akte aufgeteilt. Der erste Akt spielt auf einem farbenfrohen Platz in Verona, das ist der Schauplatz für eine Art romantische Komödie. Das Ballett beginnt auf einem Blumenmarkt. Eine Blumenhändlerin übernimmt hier die Rolle einer Erzählerin. Sie eröffnet das Stück, indem sie das Publikum einlädt, der Geschichte von einer kurzen Jugend und Vergänglichkeit zu lauschen. Die Blumen, die sie verkauft, stehen für die Schönheit der jungen Liebe von Romeo und Julia, aber auch für deren Endlichkeit. Gerade gepflückt, erscheinen die Blumen in ihrer schönsten Pracht, doch tags darauf sind sie verwelkt. Blumen werden sehr präsent sein in unserem Ballett, und der Lilie als Todessymbol kommt eine besondere Bedeutung zu. Der erste Akt endet mit Mercutios Tod, jenem Moment also, in dem das Stück sich zur psychologischen Tragödie wandelt und weitet. Von da an entwickelt sich das Geschehen in einem schwarzen Raum. Es ist mir wichtig, die Geschichte anders als mit den gängigen «Romeo und Julia»-Requisiten zu erzählen. Vielleicht funktioniert das Ganze auch ohne Degenkämpfe und Gift-Flacon? Neben den Blumen wird deshalb ein Spiegel der wichtigste Gegenstand auf der Bühne sein. Er geht zu Bruch, als Mercutio von Tybalt in das Glas gestossen wird. Die Spiegelscherben werden nicht nur zu Waffen, sondern auch zu einem Hypnotikum, das bei Julia eine todesähnliche Trance herbeiführt, und zu Todesbringern für die beiden Liebenden.

Inwiefern greifen solche Akzente auch in der Charakteristik der Figuren?

Mir ist es in der Arbeit mit berühmten literarischen Vorlagen immer wichtig, dass wir nicht überkommenen Stereotypen aufsitzen. Abgesehen von den beiden Liebenden sind viele der weiteren Figuren im Stück mit gewissen Klischees behaftet. Die altbewährte Dreiergang der drei Freunde Romeo, Mercutio und Benvolio gehört dazu. Sie gewinnt eine andere Energie, wenn aus Benvolio eine Frau wird. Deshalb werden wir eine Benvolia haben. Mehr als Nebenfiguren im Stück sind die Amme und Pater Lorenzo, weil sie auf dem Weg in die Katastrophe wie Katalysatoren wirken. In seiner Musik zeichnet Prokofjew die Amme mit grossem Humor, der allerdings an eine ältere Frau denken lässt. Auch in der Aufführungstradition erleben wir in vielen Choreografien das Bild einer russischen Babuschka, dem ich aber etwas entgegensetzen möchte. Wenn man genau liest, dann erfährt man bei Shakespeare sogar ihren Namen: Angelica! Ich finde, dass sie eine Biografie verdient. Vielleicht ist sie eine entfernte, ein bisschen ältere Cousine aus einem verarmten Familienzweig, die als Julias Begleiterin nach Verona entsandt wurde. Sie hat schon verstanden, was da so läuft zwischen Männern und Frauen, und so ist es gut vorstellbar, dass diese Angelica eine Beziehung mit Tybalt hat! In den Proben macht es uns gerade viel Vergnügen, an ein paar Stellschrauben des Stücks zu drehen und zu sehen, wie sich da plötzlich ganz viel ungeahntes Erzählpotential eröffnet. Tybalt möchte ich ebenfalls näher an Julia heranführen. Sie wird Zeugin, wie ihr Cousin von ihrem Geliebten getötet wird. Was macht das mit ihr, wie verändert sich das Verhältnis zu Angelica, und wie wird die junge Liebe von Romeo und Julia das verkraften?

Auch um die verfeindeten Familien der Capulets und der Montagues zu charakterisieren, lohnt sich der tiefere Blick in Shakespeares Text…

Das war vielleicht eine der überraschendsten Erfahrungen bei der Auseinandersetzung mit diesem Drama. Bei den Capulets herrscht ein gedrillter, fast militärischer Ton mit vielen Befehlen und kurzen Sätzen. Das hat für mich in der Bewegung die Konsequenz einer Kombination von Geradlinigkeit und Rechtwinkligkeit. Der Körper wird als Waffe eingesetzt, um sich zu verteidigen oder das eigene Territorium abzustecken. Im Gegensatz dazu finden sich in der Sprache der Montagues viele Naturbilder. Da ist von Pflanzen, Wolken, den Sternen und vom Mond die Rede. Auch das zieht choreografische Schlussfolgerungen mit Blick auf Weichheit und geschwungene Linien nach sich. Ihr Bewegungsrepertoire wird kreisförmiger, gewundener und verflochtener sein.

Die Ausstattung liegt in den Händen des australischen Bühnen- und Kostümbildners David Fleischer. In welcher Welt lässt er «Romeo und Julia» spielen?

David hat eine labyrinthartige Stadtkulisse mit mehreren Spieleben gebaut, in der man sich verlaufen kann. Der Geist der Renaissance ist spürbar, auch wenn viele Anregungen aus zeitgenössischer spanischer Architektur stammen. Vielleicht fühlt man sich auch ein bisschen an die traumähnlichen Stadtansichten von Giorgio de Chirico mit ihren Türmen und Arkaden erinnert. Im ersten Akt betont David den Aspekt der romantischen Komödie. Mir war wichtig, dass man das Geschehen in diesem ersten Akt wie durch eine rosarote Brille wahrnehmen kann und dass tatsächlich Liebe in der Luft liegt, «Love is in the air». Die Kostüme sind von entsprechender Farbigkeit und Leichtigkeit. Der totale Kontrast folgt dann im Schwarz des zweiten Aktes, der auch choreografisch als ausdrückliche Gegenwelt angelegt ist.

Wie erlebst du die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Zürich in dieser neuen Choreografie?

Ich empfinde es immer wieder als grosses Privileg, dass ich als Ballettdirektorin auch weiter meiner Passion für das Choreografieren und Geschichten-Erzählen folgen darf. Die Stunden im Studio sind für mich die schönsten des Tages. Da wir mit mehreren Besetzungen arbeiten, kommen wir oft zu sehr individuellen Lösungen und vielen Feinheiten im Detail. Es macht mich froh zu sehen, wie viele Erfahrungen aus unseren jüngsten Handlungsballetten wie «Atonement» oder «Clara» die Tänzerinnen und Tänzer auch in diesen «klassischen» Stoff einbringen.

 




Dieser Artikel erschien im Magazin Nr. 5, Saison 2025/26