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Le nozze di Figaro

Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Libretto von Lorenzo da Ponte
nach der Komödie «La folle Journée ou Le Mariage de Figaro»
von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

Musikalische Leitung Ottavio Dantone Inszenierung Sven-Eric Bechtolf Bühnenbild Rolf Glittenberg Kostüme Marianne Glittenberg Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann Choreinstudierung Janko Kastelic

In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer 3 Std. 30 Min. inkl. Pause nach dem 2. Akt nach ca. 1 Std. 40 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Termine & Tickets

Juni 2019

Mo

10

Jun
13.00

Le nozze di Figaro

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart, Wiederaufnahme
Preise H
AMAG Volksvorstellung

So

16

Jun
19.30

Le nozze di Figaro

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Sonntag-Abo D, Wahl-Abo

Fr

28

Jun
19.00

Le nozze di Figaro

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Misch-Abo A, Mozart-Abo

Juli 2019

Mi

03

Jul
19.00

Le nozze di Figaro

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Mittwoch-Abo A

Sa

06

Jul
19.30

Le nozze di Figaro

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
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Kurzgefasst

Le nozze di Figaro

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Le nozze di Figaro

Fotogalerie

 

Szenenbilder «Le nozze di Figaro»


Die geniale Stelle


Allgegenwärtige Liebe

Generalmusikdirektor Fabio Lusi spricht über die letzte Szene von Wolfgang Amadeus Mozarts «Le nozze di Figaro».

Mozart ist ein Komponist, bei dem es schwer fällt, geniale Stellen zu benennen. Dabei ist es nicht etwa das Problem, sie zu finden, sondern vor allem, sich unter den vielen Möglichkeiten zu entscheiden. Denn in seinen grossen Werken wimmelt es geradezu von harmonischen Wendungen oder motivischen Entwicklungen, die man nur mit Staunen betrachten kann. Das trifft in allerhöchstem Masse für seine Opern zu, wo sich die Genialität seiner «absolut-musikalischen» Einfälle mit seinem immer wieder verblüffend sicheren Gefühl für theatralische Wirkungen verbindet.

Eine Stelle, die ich ganz besonders liebe, findet sich kurz vor dem Ende von Le nozze di Figaro. Die Gartenszene hat das Verwirrspiel der Oper noch einmal auf einen Höhepunkt getrieben. Der Graf meint nun alle Fäden in der Hand zu haben und verweigert seinen Untergebenen starrsinnig die Vergebung, als plötzlich die Gräfin hervortritt und sich zu erkennen gibt. In diesem Moment löst sich mit einem Schlag der Knoten der Intrige, und es erhebt sich die bange Frage, wie es nun weitergehen kann.

Mozart wählt für diese Enthüllungs-Passage nicht etwa eine fröhliche Dur-Tonart mit zugehöriger virtuos-festlicher musikalischer Gestaltung, wie es eigentlich die Tradition er Gestaltung, wie es eigentlich die Tradition der neapolitanischen Oper erfordert hätte, sondern bringt eine plötzliche und überraschende Wendung nach g-Moll. Die verblüfften Personen des Stücks können nur noch Wortfetzen stammeln, während die Streicher in einem fast fratzenhaften Staccato höchst banale Tonleiterstudien zu spielen scheinen.

Ich höre aus dieser musikalischen Gestaltung das Zusammenbrechen der Stände-Konvention heraus: Die Allianz zwischen zwei weit entfernten sozialen Ebenen (die Gräfin, die sich mit ihrer Kammerzofe gegen ihren Mann verbündet) im Namen der Gerechtigkeit lässt hier eine latente Aggressivität aufscheinen. Es ist eine subtile Rache, eine private (Gräfin), eine private aus Stolz (Susanna) und eine soziale (alle gegen den Grafen). Nicht umsonst bricht Mozart hier mit dem Topos der neapolitanischen Oper. Indem die Enthüllung selbst Subjekt wird, erhebt sich die Szene weit über den durchschnittlichen, konventionellen Komödienschluss. Sie verweist noch einmal nachdrücklich auf den durch und durch subversiven Charakter der Oper, bevor nur wenige Takte später die nächste geniale Stelle die Möglichkeit der universellen Verzeihung aufscheinen lässt und den Blick öffnet in ein utopisches Reich, das nicht von Hierarchien oder Standeskonventionen, sondern von allgegenwärtiger Liebe bestimmt ist.
 

Dieser Artikel ist erschienen in MAG 03, Oktober 2012
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Programmbuch

Le nozze di Figaro

Le nozze di Figaro

Synopsis

Le nozze di Figaro

Synopsis

Le nozze di Figaro

Biografien


Ottavio Dantone, Musikalische Leitung

Ottavio Dantone

Ottavio Dantone studierte Orgel und Cembalo am Konservatorium «Giuseppe Verdi» in Mailand. In seiner Konzertkarriere widmete er sich von Anfang an der Alten Musik, womit er schnell das Interesse des Publikums und der Kritik erregte. Seit 1996 leitet Ottavio Dantone die Accademia Bizantina, der er bereits seit 1989 als Cembalist angehört. Er hat den Weg des Ensembles an die heutige Spitzenposition entscheidend geprägt und ist mit diesem in Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Wien und dem Concertgebouw Amsterdam aufgetreten. 2014 wurden Ottavio Dantone und die Accademia Bizantina mit dem Musikfestpreis des Musikfests Bremen ausgezeichnet. Sein Debüt als Operndirigent gab er 1999 mit der Weltpremiere von Giuseppe Sartis Giulio Sabino am Teatro Alighieri in Ravenna. 2005 feierte er einen grossen Erfolg als Dirigent von Händels Rinaldo an der Mailänder Scala. Weitere Opernengagements führten ihn u. a. an die Salzburger Festspiele (Così fan tutte), an die Staatsoper in Berlin (L’italiana in Algeri), das Teatro Real Madrid (Martín y Solers L’arbore di Diana), das Teatro La Fenice in Venedig (Juditha Triumphans, La clemenza di Tito), das Teatro alla Scala (Il viaggio a Reims, Così fan tutte, Rinaldo), die Opéra de Lausanne (Giulio Cesare, Tancredi, L’orfeo), das Festival für Barockmusik in Beaune (Orlando, Rinaldo, Belshazzar, Tancredi), das Glyndebourne Festival (Rinaldo), die Staatsoper Hamburg (Le nozze di Figaro) und die Opéra National de Paris (La cenerentola). In Zürich war er bisher am Pult von Vivaldis La verità in cimento, Händels Messiah, Mozarts La clemenza di Tito und Rossinis La scala di seta zu erleben.

La verità in cimento28, 30 Sep; 04 Okt 2018 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019


Sven-Eric Bechtolf, Inszenierung

Sven-Eric Bechtolf

Sven-Eric Bechtolf stammt aus Darmstadt. Nach seiner Ausbildung am Salzburger Mozarteum führten ihn Engagements als Schauspieler u.a. an das Zürcher Schauspielhaus, das Schauspielhaus Bochum, das Hamburger Thalia Theater, das Wiener Burgtheater, die Salzburger Festspiele und das Almeida Theatre, London. Als Regisseur hat er u.a. am Hamburger Thalia Theater und am Wiener Burgtheater gearbeitet. Am Opernhaus Zürich inszenierte er Lulu, Otello, Die tote Stadt, Der Rosenkavalier, Pelléas et Mélisande, Don Giovanni, Le Nozze di Figaro, Così fan tutte und Salome. An der Wiener Staatsoper führte er bei Arabella, dem Ring des Nibelungen und Cardillac Regie. 2001 und 2002 erhielt er den Nestroy-Preis für die beste darstellerische Leistung des Jahres für den Hubert in Dreimal Leben (Regie: L. Bondy) und für seinen Hofreiter im Weiten Land (Regie: A. Breth) bei den Salzburger Festspielen. Seit 2011 leitet er das Schauspiel bei den Salzburger Festspielen.

Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019


Rolf Glittenberg, Bühnenbild

Rolf Glittenberg

Rolf Glittenberg hat an wichtigen Opernhäusern, Theatern und Festivals wie z.B. dem Thalia Theater Hamburg, dem Zürcher Schauspielhaus, dem Wiener Burgtheater, der Wiener Staatsoper, dem Edinburgh Festival, der Nederlandse Opera Amsterdam, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Stuttgart und den Salzburger Festspielen gearbeitet. Er hat für Regisseure wie George Tabori, Johannes Schaaf, Dieter Giesing, Claus Peymann, Götz Friedrich, Luc Bondy und Peter Mussbach Bühnenbilder entworfen. Am Opernhaus Zürich entstanden die Bühnenräume für Martin Kusejs Inszenierungen der Opern Elektra, Die Zauberflöte und Genoveva sowie für Sven-Eric Bechtolfs Inszenierungen von Lulu, Otello, Die tote Stadt, Der Rosenkavalier, Pelléas et Mélisande, Don Giovanni, Le nozze di Figaro, Così fan tutte, Salome, Falstaff und Don Carlo. Er zeichnet sich zudem verantwortlich für die Bühne des Ring des Nibelungen und Cardillac mit Franz Welser-Möst und Sven-Eric Bechtolf an der Wiener Staatsoper, Idomeneo mit Nikolaus Harnoncourt als Dirigent und Regisseur bei der Styriarte in Graz und in Zürich, Ariadne auf Naxos mit Daniel Harding und Sven-Eric Bechtolf bei den Salzburger Festspielen sowie Der Stein der Weisen mit Felix Breisach in Winterthur.

Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Janko Kastelic, Choreinstudierung

Janko Kastelic

Janko Kastelic ist seit Mai 2017 als Nachfolger von Jürg Hämmerli Chordirektor am Opernhaus Zürich. Der slowenisch-kanadische Pianist, Organist und Dirigent, studierte Komposition, Dirigieren und Musiktheorie an der University of Toronto, Faculty of Music. Nach seinem Studium zog es Janko Kastelic nach Europa, wo er unter anderem an der Pariser Opéra National als Korrepetitor und an der Wiener Staatsoper als Korrepetitor, zweiter Chordirektor und stellvertretender Leiter der Opernschule tätig war. Von 2008 bis 2011 war er Generalmusikdirektor und Operndirektor des Slowenischen Nationaltheaters Maribor. 2011 kehrte er nach Wien zurück, wo er an der Wiener Staatsoper die musikalische Leitung der Kinderopern Aladdin und die Wunderlampe und Die Feen übernahm. Von 2012 bis 2013 war er Gastchordirektor an der Staatsoper Hamburg und seit 2013 ist er künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten CULTUREpoint Piran. 2015-17 war er an der Kammeroper des Theaters an der Wien als Studienleiter tätig. Ebenfalls seit 2015 ist er Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle. Janko Kastelic hat sich als freischaffender Dirigent, Korrepetitor und Komponist neben der barocken Musik ebenfalls der modernen Musik gewidmet. Sein vielseitiges musikalisches Schaffen umfasst neben zahlreichen Arrangements auch Kompositionen von Pop- und Filmmusik sowie Solo- und Kammermusik. Es ist ihm ein Anliegen, junges Publikum für Musik zu begeistern und die Liebe zur Musik an die nächste Generation weiterzugeben.

Sweeney Todd13, 16, 21, 23, 28, 30 Dez 2018; 02, 05, 11 Jan 2019 Die Gezeichneten26 Sep; 02, 09, 12, 17, 20, 23 Okt 2018 Die Entführung aus dem Serail26, 28 Okt; 03 Nov 2018 Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 12, 13, 15, 23, 26, 30 Dez 2018; 18, 20, 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22, 25 Apr 2019 Les Pêcheurs de perles22 Dez 2018; 26, 29 Jan; 01 Feb 2019 Rigoletto20, 23, 30 Jan; 06, 09 Feb 2019 Lucia di Lammermoor26, 28 Feb; 05, 10, 14, 19 Mär 2019 Hippolyte et Aricie22, 24, 30 Mai; 02, 07, 14 Jun 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019 Nabucco26, 29 Jun; 02, 05, 09, 12 Jul 2019 La forza del destino04, 07, 10, 13 Jul 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Audun Iversen, Il Conte di Almaviva

Audun Iversen

Der Norweger Audun Iversen absolvierte seine Gesangsausbildung an den Musikhochschulen in Oslo, Kopenhagen und Leipzig. Bereits während seines Studiums stand er in Oslo als Eumente (Il ritorno d’Ulisse in patria) unter der Leitung von Alan Curtis sowie in Kopenhagen als Schaunard (La bohème) und Vicomte Cascada (Die lustige Witwe) auf der Bühne. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Gesangswettbewerbe. Zu seinem Kernrepertoire zählt die Rolle des Conte in Le nozze di Figaro, welchen er bereits an der Royal Danish Opera in Kopenhagen, am Glyndebourne Festival und an der Deutschen Oper Berlin sang, sowie die Titelpartie in Eugen Onegin, in der er u.a. bereits an der Royal Danish Opera, der Opéra de Lille, der English National Opera und am Bolschoi-Theater in Moskau zu erleben war. Am Londoner Royal Opera House gab er sein Debüt als Albert (Werther), gefolgt von Auftritten als Marcello (La bohème) und Lescaut (Manon). An der San Francisco Opera debütierte er als Figaro (Il barbiere di Siviglia). Weitere Auftritte führten ihn als Zurga (Les Pêcheurs de perles) nach Moskau, als Sharpless (Madama Butterfly) nach Rom, als Olivier (Capriccio) nach Chicago und als Silvio (Pagliacci) sowie als Conte di Luna (Il trovatore) nach Dänemark. Unter Ricardo Muti sang er Carmina Burana mit dem Chicago Symphony Orchestra. Zuletzt war er als Conte an der Norske Opera Oslo, als Wozzeck in der Oper Frankfurt sowie als Marcello in der Royal Danish Opera Kopenhagen zu hören. In Zürich war er zuletzt als Albert in Werther zu erleben.

Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019


Golda Schultz, La Contessa

Golda Schultz

Golda Schultz, geboren in Südafrika, studierte Gesang an der University of Cape Town und an der Juilliard School in New York. Nach ihrer Zeit im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper (2011 – 2013) feierte Golda Schultz bei den Münchner Opernfestspiele 2014 als Sophie (Der Rosenkavalier) einen grossen Erfolg. Als Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper war sie danach u.a. als Fiordiligi (Così fan tutte), Liù (Turandot), Musetta (La bohème), Micaëla (Carmen) und Freia (Das Rheingold) zu erleben. 2015 debütierte sie in Salzburg als Sophie, 2016 sang sie in München ihre erste Pamina (Die Zauberflöte) und im September 2017 gab sie in dieser Rolle ihr Debüt an der Metropolitan Opera in New York unter James Levine. Weitere wichtige Hausdebüts der jüngeren Zeit gab sie in Glyndebourne (Figaro-Gräfin), an der Wiener Staatsoper in der Uraufführung von Beat Furrers La bianca notte unter Simone Young und an der Mailänder Scala als Susanna (Le nozze di Figaro) unter Franz Welser-Möst. Als Konzertsängerin debütierte Golda Schultz in jüngerer Zeit u.a. beim National Symphony Orchestra in Washington unter Christoph Eschenbach, beim Gewandhausorchester Leipzig unter Stefan Asbury und beim Rheingau MusikFestival unter Paavo Järvi, trat unter Welser-Möst erstmals mit dem Cleveland Orchestra auf und debütierte im Wiener Konzerthaus in einem Galakonzert mit Erwin Schrott. Mit ihrem Rezitalpartner, dem Pianisten Jonathan Ware, war sie im Februar 2018 ertsmals in der Londoner Wigmore Hall sowie in einer Live-Übertragung auf BBC 3 zu erleben. Am Opernhaus Zürich sang Golda Schlutz zuletzt die Gräfin in Le nozze di Figaro.

Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019


Regula Mühlemann, Susanna

Regula Mühlemann

Regula Mühlemann wurde in Adligenswil bei Luzern geboren und studierte an der Hochschule Luzern bei Prof. Barbara Locher. Erste Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte sie schon früh am Luzerner Theater. Danach führten sie Engagements u.a. als Despina (Così fan tutte) ans Teatro La Fenice nach Venedig, ans Opernhaus Zürich und ans Festspielhaus Baden-Baden, wo sie als Giannetta in Donizettis L‘ elisir d’amore zu erleben war. Im Sommer 2012 gab sie ihr Debüt als Junge Papagena in der Oper Das Labyrinth von P. v. Winter bei den Salzburger Festspielen. In der Spielzeit 2017/18 gab sie ihr Debüt als Susanna (Le nozze di Figaro) am Grand Théâtre de Genève, gefolgt von Blondchen (Die Entführung aus dem Serail) am Teatro San Carlo in Neapel. Ausserdem war sie als Rosina in Mozarts La finta semplice in Birmingham und in der Queen Elizabeth Hall zu hören. Auf der Konzertbühne sang sie u.a. Haydns Jahreszeiten unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin in Philadelphia, Mozarts Die Schuldigkeit des ersten Gebots mit dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Alessandro de Marchi im Münchner Prinzregententheater und Mozarts c-Moll Messe in Winterthur, Fribourg und dem KKL Luzern. Mit der Staatskapelle Dresden war sie unter der Leitung von Daniel Harding in Mahlers Vierter Sinfonie zu hören. 2017 erschien ihr zweites Solo-Album «Cleopatra». Jüngst sang Regula Mühlemann Marzelline in konzertanten Vorstellungen von Fidelio u.a. am Theater an der Wien und am Théâtre des Champs-Élysées, Papagena im Mozart-Zyklus in Baden-Baden sowie Juliette (Gounods Roméo et Juliette) am Luzerner Theater. Geplant sind Zerlina (Don Giovanni) in Paris und Echo (Ariadne auf Naxos) an der Scala in Mailand.

Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019


Alexander Miminoshvili, Figaro

Alexander Miminoshvili

Alexander Miminoshvili studierte an der Russischen Akademie für Theaterkunst in Moskau. Bereits während der Ausbildung wirkte er in einer Produktion von I pagliacci im Staatlichen Kremlpalast mit. 2009 wurde er Ensemblemitglied der Moskauer Helikon-Oper, wo er als Nikititsch (Boris Godunow) debütierte. Zu seinen weiteren Partien an der Helikon-Oper zählen Orlik (Mazeppa), Dancaïre (Carmen), Angelo (Das Liebesverbot), Figaro (Le nozze d Figaro), Papageno (Die Zauberflöte), Polizeichef (Lady Macbeth von Mzensk) und Pantalone (Die Liebe zu den drei Orangen). Seit 2012 ist Alexander Miminoshvili Gastsolist am Bolschoi-Theater. Er debütierte dort als Papageno und sang Partien wie Figaro, Schaunard (La bohème), Dancairo (Carmen), Don Carlos (Der steinere Gast), Donald (Billy Budd) und Guglielmo (Così fan tutte). 2014 nahm er an der «Mozart Residency» der Académie du Féstival d’Aix-en-Provence teil und sang dort 2017 Erimante in Erismena. Neben dem Bolshoi-Theater ist Alexander Miminoshvili in der Spielzeit 2018/19 als Ebro/Giove in La morte d’Orfeo an De Nationale Opera Amsterdam und als Erimante am Théâtres de la Ville de Luxembourg zu hören.

Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019


Liliana Nikiteanu, Marcellina

Liliana Nikiteanu

Liliana Nikiteanu begann ihre Gesangsausbildung 1977, zunächst im Musikgymnasium, dann im Konservatorium in Bukarest. Ihr erstes Festengagement erhielt sie 1986 im Musiktheater Galati. Sie gewann zahlreiche internationale Preise: 1984 Barcelona Francesco Vinas, 1986 Belgrad, 1989 Wien Belvedere und 1991 Genf. Ihr Repertoire beinhaltet über 80 Rollen, die sie in Zürich, wo sie seit 1991 Mitglied des Ensembles ist, oder in anderen wichtigen Opernhäusern gesungen hat. Dazu gehören u.a. Octavian (Der Rosenkavalier) an der Bastille in Paris, der Wiener und Hamburger Staatsoper, Ježibaba (Rusalka) in Montreal, Sesto (La clemenza di Tito) in Dresden, Rosina (Il barbiere di Sivigla) in Wien und München; Dorabella (Così fan tutte) in Dresden, München, Salzburg, Aix-en-Provence, Fjodor (Boris Godunov) in Salzburg, Orfeo (Gluck) in der Cité de la Musique in Paris, Margarethe (Damnation de Faust) in Brüssel und Dulcinée (Don Quichotte) im Theater an der Wien. In Zürich verkörperte Liliana Nikiteanu alle Mozartpartien ihres Faches: Idamante, Cherubino, Dorabella, Despina, Zerlina, Don Ramiro, Cecilio, Giacinta, Annio, Marcellina. Sie sang auch Partien im dramatischeren Fach wie z.B. Ljubascha (Die Zarenbraut), Die Amme (Dukas’ Blaubart) und Fricka (Das Rheingold). Als Konzertsängerin hat sie ein Repertoire von Bach bis Berio. In Bamberg sang sie Berenice von Haydn unter Adam Fischer, in Paris Berlioz’ Les Nuits d’Eté unter Heinz Holliger, in Sao Paulo Mozarts Requiem mit John Neschling, in Kopenhagen Verdis Requiem unter Aldo Ceccato und in Tel Aviv und Haifa Bruckners Te Deum unter Zubin Mehta. 2005 sang Liliana Nikiteanu im Petersdom in Rom zur 500-Jahr-Feier der Schweizergarde des Papstes. Zu den Dirigenten, die sie geprägt haben, gehören Nikolaus Harnoncourt, Claudio Abbado, John Eliot Gardiner, Fabio Luisi, Franz Welser-Möst, Vladimir Fedosejew und Philippe Jordan. In letzter Zeit war sie am Opernhaus Zürich u.a. als Mary in Der fliegende Holländer, als Wirtin in Der feurige Engel und als Larina in Jewgeni Onegin zu hören.

Sweeney Todd13, 16, 21, 23, 28, 30 Dez 2018; 02, 05, 11 Jan 2019 La verità in cimento28, 30 Sep; 04 Okt 2018 La sonnambula05, 09, 12 Mai 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019


Michael Hauenstein, Bartolo

Michael Hauenstein

Michael Hauenstein ist in Möriken im Kanton Aargau aufgewachsen. Seine Gesangsausbildung begann er 2006 bei Ivan Konsulov in Zürich. 2017 erhielt er für seine Verkörperung des Timur (Turandot) den österreichischen Musiktheaterpreis als bester Nachwuchskünstler. Im Mai 2011 debütierte er als Tom (Un ballo in maschera) am Pfalztheater Kaiserslautern. 2012 folgte im gleichen Theater sein Debüt als Warlaam in der Neuproduktion von Boris Godunov. 2013 sang er Zacharias (Nabucco) in Kaiserslautern und am Theater Halle. Ebenfalls in Kaiserslautern sang er Glucks Iphigénie en Aulide sowie Sparafucile in einer Neuproduktion des Rigoletto. Am Tiroler Landestheater Innsbruck war er in jüngster Zeit als Rocco (Fidelio), Timur (Turandot), Wassermann (Rusalka) sowie als La Roche (Capriccio) zu erleben. 2016 folgte im Theater Basel sein erster Auftritt als Komtur (Don Giovanni). Im Konzert debütierte er 2015 mit der Basspartie in Verdis Requiem. 2014 entstand seine erste CD mit dem Radio Sinfonieorchester Sofia mit Arien u.a. aus Faust, Eugen Onegin, Don Carlo, Nabucco und Il barbiere di Siviglia. Ab der Spielzeit 2017/18 ist Michael Hauenstein Mitglied im Ensemble der Oper Zürich und war hier u.a. als Don Basilio (Il barbiere di Siviglia), Mattis (Ronja Räubertochter), Don Inigo Gomez (L’Heure espagnole) sowie in L’incoronazione di Poppea zu hören.

Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019


Martin Zysset, Basilio

Martin Zysset

Martin Zysset ist in Solothurn geboren und aufgewachsen. Er liess sich im Fach Klarinette ausbilden und absolvierte gleichzeitig ein Gesangsstudium, das er mit Meisterklassen bei Ernst Haefliger und Edith Mathis abrundete. 1990/91 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios und im gleichen Jahr Stipendiat des Migros-Genossenschaftsbundes sowie Preisträger des Pro Arte Lyrica-Wettbewerbs in Lausanne. Seit 1992 ist er ständiger Gast der Sommerspiele in Selzach. Am Opernhaus Zürich ist er seit 1991/92 engagiert. Hier konnte er sich ein breites Repertoire von buffonesken wie dramatischen Rollen erarbeiten, u.a. Pedrillo, Monostatos, Spoletta, Incredibile (Andrea Chénier), Jaquino, Kudrjasch (Katja Kabanowa), Cassio, Peppe, Alfred (Die Fledermaus), Spalanzani, Tamino, Tybalt, Dancaïro, Arturo, Knusperhexe, Brighella sowie die männliche Hauptrolle in Udo Zimmermanns Weisse Rose. Mit grossem Erfolg verkörperte er die Titelrolle Simplicius in der wiederentdeckten Operette von Johann Strauss, die auch auf CD und DVD veröffentlicht wurde. Gastspiele führten ihn durch ganz Europa, nach Shanghai sowie mit der Zauberflöte, Le nozze di Figaro, Fidelio und Tannhäuser (Walter) nach San Diego (USA). Für den Bayerischen Rundfunk hat er die Lehár-Operette Paganini aufgenommen. Am Opernhaus Zürich sang er zuletzt u.a. Prince John (Robin Hood), Don Basilio (Le nozze di Figaro), Tschekalinski (Pique Dame), Licone (Orlando paladino), Triquet (Jewgeni Onegin), den Obereunuchen (Land des Lächelns), Goro (Madama Butterfly), Spoletta (Tosca) und Dormont (La scala di seta).

Madama Butterfly30 Nov; 02, 08, 14 Dez 2018 Le Grand Macabre07, 10, 13, 16, 21, 24 Feb; 02 Mär 2019 Tannhäuser27, 31 Mär; 05 Apr 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019


Yuliia Zasimova, Barbarina

Yuliia Zasimova

Yuliia Zasimova wurde in der Ukraine geboren. Sie studierte an der Tschaikovsky National Music Academy in Kiev, wo sie ihr Gesangsstudium 2016 abschloss. Während ihres Studiums war sie Mitglied des Opernstudios der Akademie und war dort als Amor in Orfeo ed Euridi­ce und als Marfa in Rimski-Korsakows Die Zarenbraut zu erleben. 2017 nahm sie am Wettbewerb «Neue Stimmen» teil und war im gleichen Jahr Halbfinalistin beim «Le Grand Prix de L’Opéra» Gesangswettbewerb in Bukarest. 2018 war sie Preisträgerin beim internationalen Byulbyul Wettbewerb in Baku, Aserbaidschan, und debütierte im gleichen Jahr beim LvivMozArt Festival in der Ukraine als Aretea in Dmytro Bortnianskyis Alcide. Seit 2018/ 19 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich.

Hänsel und Gretel12, 13, 23 Dez 2018; 18, 20 Jan 2019 Rigoletto20, 23, 30 Jan; 06, 09 Feb 2019 Manon10, 13, 18, 22, 26 Apr; 04, 12, 15 Mai 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Leonardo Sanchez, Don Curzio

Leonardo Sanchez

Leonardo Sánchez stammt aus Mexiko, wo er seinen Bachelor an der Universidad De Las Americas Puebla abschloss. Er gewann als einer der jüngsten Sänger des Landes das Plácido Domingo Stipendium. Zudem war er Preisträger verschiedener Gesangswettbewerbe in Mexiko (u.a. Sinaloa International Singing Competition und Carlo Morelli Gesangswettbewerb). 2016 debütierte er als Arturo in Lucia di Lammermoor im Palacio de Bellas Artes in Mexiko-Stadt. 2017/18 war er als Alfredo (La traviata) am Teatro Bicentenario, als Don Anchise in La finta giar­diniera mit dem National Chamber Orchestra Mexico und als Don Ottavio (Don Giovanni) im Teatro Estatal de Yucatan zu hören. Zu seinem Repertoire gehören ausserdem Rinuccio in Puccinis Gianni Schicchi, Nemorino in Donizettis L’elisir d’amore und Rafael in Serranos La dolorosa. Leonardo Sánchez war zudem als Solist in Beethovens 9. Sinfonie und in Saint-Saëns Weihnachtsoratorium zu hören. Seit 2018/19 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich.

Macbeth30 Sep; 07, 14, 19 Okt 2018 Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019 Il barbiere di Siviglia17, 19, 22, 25 Mai 2019 Sweeney Todd13, 16, 21, 23, 28, 30 Dez 2018; 02, 05, 11 Jan 2019


Valeriy Murga, Antonio

Valeriy Murga

Valeryi Murga studierte an der Ukrainischen Nationalen Musikakademie Kiew. Sowohl beim 41. Concours International de Chant in Toulouse 1996 als auch beim 7. Julian-Gayarre-Wettbewerb in Pamplona 1998 gehörte er zu den Finalisten. 1997 gewann er den zweiten Preis beim Maria Callas Grand Prix in Athen und konnte am 1999 Cardiff Singer of the World-Wettbewerb (BBC) teilnehmen. 1997–1999 war er Solist der Ukrainischen Nationaloper Kiew, wo er neben vielen anderen Rollen Figaro und Don Giovanni, Germont, Escamillo, Onegin, den Fürsten Igor und Schaunard in La bohème verkörperte. In seinem Repertoire befinden sich ausserdem Partien wie der Marchese di Posa (Don Carlo) und Schaklowity (Chowanschtschina). Am Opernhaus Zürich sang Valeriy Murga noch als Mitglied des IOS u.a. Tosca (Sciarrone, Schliesser) und Rigoletto (Monterone); seit Beginn der Spielzeit 2000/01 ist er hier fest engagiert und war u.a. in Pique Dame (Jelezki), Carmen (Moralès), Salome (2. Soldat), Il barbiere di Siviglia (Fiorello/Ufficiale), La sonnambula (Alessio), Rigoletto (Marullo und Monterone) und L’italiana in Algeri (Ali) zu hören. In Tiefland gastierte er am Liceu Barcelona und in L’italiana in Algeri an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Zuletzt war er in Zürich in Tosca (Angelotti), in Faust (Wagner), in Lady Macbeth von Mzensk als Polizeichef, als Sid (Fanciulla del West) und als Marchese d’Obigny in La Traviata zu erleben. Ebenso sang er in den Familienopern Das Gespenst von Canterville (Dr. Bürkli), Robin Hood (Little John) und Das verzauberte Schwein (Schwein).

La bohème05, 07, 11, 14 Okt 2018 Rigoletto20, 23, 30 Jan; 06, 09 Feb 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019 Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse23 Sep; 03 Okt; 02, 05, 12, 16, 18, 22, 23 Dez 2018; 13 Jan 2019