Liederabend
Benjamin Bernheim

10. Februar 2020

Lieder von Clara Schumann, Hector Berlioz («Les Nuits d’été»), Henri Duparc, Richard Strauss, Ralph Vaughan Williams und Frank Bridge.

  • Dauer:
    1 Std. 40 Min. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 40 Min.

Besetzung


Tenor Benjamin Bernheim


Klavier Carrie-Ann Matheson

Benjamin Bernheim

Benjamin Bernheim studierte bei Gary Magby in Lausanne und war Mitglied des Internationalen Opernstudios sowie des Ensembles am Opernhaus Zürich. Der französische Tenor hat sich inzwischen als regelmässiger Gast an den renommiertesten Bühnen etabliert, darunter an der Opéra national de Paris, an der Wiener Staatsoper, an der Staatsoper Unter den Linden und am Royal Opera House Covent Garden, wo er führende Tenorpartien des romantischen Repertoires singt. Er trat bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris sowie bei der Wiedereröffnung der Notre-Dame de Paris im Dezember 2024 auf. Ausgezeichnet wurde er unter anderem bei den Victoires de la Musique als Opernsänger des Jahres, vom Syndicat professionnel de la critique als Musikalische Persönlichkeit des Jahres und zuletzt bei Opus Klassik 2025 als Sänger des Jahres. Seine Diskografie umfasst mehrere Alben, darunter sein Debütalbum, das mit einem Diapason d’Or und einem Choc de Classica ausgezeichnet wurde, «Douce France: Mélodies & Chansons» sowie das 2022 erschienene «Boulevard des Italiens». Zu den Höhepunkten seiner Karriere zählen die Titelpartien in «Les contes d’Hoffmann» und «Faust», Rodolfo in «La bohème», Des Grieux in «Manon» und Edgardo in «Lucia di Lammermoor».

Manon24 / 27 Sept. / 3 / 7 / 10 Okt. 2025 Open-Air-Konzert28 Juni 2026 La rondine24 / 27 Sept. / 1 / 10 / 15 Okt. 2026

Carrie-Ann Matheson

Carrie-Ann Matheson stammt aus Kanada. 2014 wurde sie von Fabio Luisi als Dirigentin und Korrepetitorin ans Opern­haus Zürich engagiert. Davor arbeitete sie als Assistenz-Di­ri­­gentin an der New Yorker Met und war als Pianistin, Souffleuse und Korrepetitorin festes Mitglied des künstlerischen Personals der Met. Sie hat Dirigenten wie Fabio Lui­si, James Levine, Daniel Baren­boim, Daniele Gatti, Yannick Nézet-Séguin, Gianandrea Noseda u. a. assistiert. Ihr Debüt als Dirigentin gab sie am Opernhaus Zürich 2015 und hat hier u.a. Mozarts La finta giardiniera, Oscar Stras­noys Fälle, Jonathan Doves Das verzau­ber­te Schwein, Jörn Arneckes Ronja Räubertochter und Glucks Iphigénie en Tauride dirigiert. Be­sonderes Anliegen ist ihr die Förderung der jungen Sängergeneration. An der Met war sie viele Jahre feste Korrepetitorin des Lindemann Young Artist De­ve­lop­ment Program. Ab 2017 leitete sie als Dirigentin regelmässig die Gala-Konzerte des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich. Als Liedpianistin ist sie mit berühmten Sängerinnen und Sängern aufgetreten, u. a. mit Rolando Villa­zón, Benjamin Bernheim, Jonas Kaufmann, Piotr Beczala, Joyce DiDonato, Diana Damrau, Thomas Hampson, Barbara Bonney und Marilyn Horne. Kammermusik-Auftritte absolvierte sie mit Mitgliedern des New York Phil­harmonic, Metropolitan Opera Orchestra, Cleveland Orchestra, Montreal Symphony Orchestra und der Philharmonia Zürich. Als Korrepetitorin/Dirigentin arbeitete sie für die Salzburger Festspiele, das Seiji Ozawa Matsumoto Festival, das Lyric Opera of Chicago Ryan Opera Center, die Los Angeles Opera und das Mariinsky Atkins Young Artist Program. Seit 2021 ist sie künstlerische Leiterin des San Francisco Opera Center an der San Francisco Opera.

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Kurzgefasst

In Zürich hat alles angefangen! Der Weg des französischen Tenors Benjamin Bernheim führte vom Internationalen Opernstudio direkt ins Ensemble des Operhauses Zürich, dem er bis 2015 angehörte. Für die Chicago Tribune ist er heute «der grosse lyrische Tenor, auf den die Opernwelt schon lange gewartet hat», und inzwischen wird er auf den grossen Bühnen der Welt gefeiert. Gerade erst hat er sein Rollendebüt als Duca di Mantova in Verdis Rigoletto an der Bayerischen Staatsoper gegeben. In den kommenden Monaten ist er u.a. als Chevalier Des Grieux (Manon) an der Opéra Bastille in Paris, als Alfredo (La traviata) an der Wiener Staatsoper und als Rodolfo (La bohème), ebenfalls in Paris, zu erleben. Für seinen ersten Zürcher Liederabend hat Benjamin Bernheim ein klug ausgewähltes, anspruchsvolles Programm vorbereitet. Im Mittelpunkt des ersten Teils steht – neben Liedern von Clara Schumann – Hector Berlioz’ Liederzyklus Les Nuits d’été auf Texte von Théophile Gautier, der nur selten von Männerstimmen zu hören ist. Thematisch geht es in den romantischen Gedichten um die Liebe: vom fröhlich­verspielten Beginn und ihrer schwärmerisch­leidenschaftlichen Intimität über den Tod der Geliebten, die darauffolgende langanhaltende Trauer bis hin zur Bereitschaft, sich auf eine neue Liebe einzulassen. Im zweiten Teil des Abends verbinden Benjamin Bernheim und seine Pianistin Carrie­Ann Matheson dann berühmte Lieder von Richard Strauss mit weniger bekannten Preziosen des Franzosen Henri Duparc sowie der englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams und Frank Bridge.

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