0/0

Otello

Dramma lirico in vier Akten von Giuseppe Verdi (1813-1901)
Libretto von Arrigo Boito nach der Tragödie «Othello» von William Shakespeare

Musikalische Leitung Daniele Rustioni Inszenierung Graham Vick Ausstattung Paul Brown Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann Choreinstudierung Janko Kastelic

In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer 3 Std. 05 Min. inkl. Pause nach dem 2. Aufzug nach ca. 1 Std. 15 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Di, 07. Apr 2020, 19.00, Abgesagt
Preise H: CHF 75 / 59 / 44 / 25 / 15 / 11
AMAG Volksvorstellung

Vergangene Termine

März 2020

Di

17

Mär
19.00

Otello

Abgesagt, Dienstag-Abo A, Verdi-Abo

Sa

21

Mär
19.00

Otello

Abgesagt, Samstag-Abo, Kombi-Abo

Fr

27

Mär
20.00

Otello

Abgesagt, Freitag-Abo A

April 2020

Mi

01

Apr
19.00

Otello

Abgesagt, Mittwoch-Abo A, Misch-Abo B

Sa

04

Apr
19.00

Otello

Abgesagt, Italienische Oper-Abo, Wahl-Abo

Gut zu wissen

Kurzgefasst

Otello

Kurzgefasst

Otello

Fotogalerie

 

Szenenbilder «Otello»


Die geniale Stelle


Wie beginnen?

Ein Akkord in Giuseppe Verdis «Otello».

Peter Hacks hat einmal seinen Dramatikerkollegen einen guten Rat gegeben: «Wenn Sie ein Theaterstück schreiben, tun Sie nie eine unverzichtbare Information in den ersten Stücksatz, sie wird wahrscheinlich nicht gehört werden.» Diese handwerklich-pragmatische Bemerkung verweist auf ein Problem, mit dem sich jeder Dramatiker konfrontiert sieht: «Wie soll es losgehen?» Laut Aristoteles darf der Anfang des Dramas beim Zuschauer keine Kenntnisse voraussetzen. Andererseits muss das Stück die Zuschauer aus ihrem Alltagsbewusstsein, mit dem sie eben noch Platz genommen haben, in seine Phantasiewelt ziehen und dort festhalten. Das wird nur selten gelingen, wenn es mit einer minutiösen Darlegung von schon vergangenen Geschehnissen, verwandtschaftlichen, politischen und geographischen Verhältnissen usw. aufwartet, denn wer ins Theater geht, will Theater sehen, nicht lange Erzählungen hören. Nun sind zu allen Zeiten Stücke entstanden, deren Autoren überzeugende Lösungen für dieses Problem gefunden haben. Aber die Zahl der Dramen, die schon in den ersten Minuten daran gescheitert sind, dürfte um ein Vielfaches grösser sein, allerdings fielen sie sofort der Vergessenheit anheim und sind seitdem nur noch Spezialisten bekannt, die der Langeweile aus professionellen Gründen nicht ausweichen können.

In den Jahrhunderten der europäischen Theatergeschichte hat es viele verschiedene Lösungen für das Problem des Anfangs gegeben, aber unter ihnen allen ragt eine als ganz besonders kraftvoll, plastisch und theaterwirksam hervor: Das Orchester (verstärkt durch Orgel und Donnermaschine) spielt ohne Vorbereitung einen grell dissonanten Akkord, gleichzeitig wird der Blick auf die Bühne frei. Das ist ein überraschender, ja schockierender Opernanfang. Schockierend ist das Fehlen einer Ouvertüre und der üblicherweise folgenden – eher dekorativen – Chorintroduktion, schockierend ist der Ruck, mit dem die Zuschauer in das Geschehen hineingerissen werden, schockierend ist nicht zuletzt die Lautstärke, dieses Anfangs, der auch als die Explosion gehört werden kann, mit der Shakespeares Tragödie die traditionelle Opernform sprengt. So erfüllt dieser erste Akkord in Verbindung mit dem Aufgehen des Vorhangs, der den Blick auf den sturmgepeitschten Hafen freigibt, in nahezu idealer Weise alle Forderungen an einen starken Stückbeginn: Der Zuschauer ist sofort gespannt auf das, was nun folgen soll, sozusagen auf der Stuhlkante sitzend verfolgt er das Geschehen, über dessen düsteren Charakter er sich sofort im Klaren ist, obwohl keine unverzichtbaren Informationen in den ersten Satz gelegt sind. Tatsächlich folgen zunächst nur abgerissene Satzfetzen, aus denen sich erst nach und nach etwas entnehmen lässt: Ein Sturm – ein Schiff in Seenot – darauf ein siegreicher Feldherr – das Schiff im sicheren Hafen – der Held tritt auf – er ist schwarz. Noch sind keine Einzelheiten über die Vorgeschichte oder die Figurenkonstellationen bekannt, aber schon weiss man, dass eine grausige Geschichte folgen wird, deren Schrecken irgendwie mit der Hautfarbe des Helden zusammenhängen.

Natürlich lassen sich immer wieder Stimmen hören, die diesen Einstieg auf Grund trockener ästhetischer Theorien als banal oder effekthascherisch denunzieren. Aber das lebendige Erlebnis im Opernhaus wischt solche Mäkelei einfach vom Tisch. Gerade in der Einfachheit, mit der hier das komplexe Problem des Dramenbeginns gelöst wird, als wäre nichts leichter als das, erweist sich Verdi als genialer Theatermann, der am Ende seiner langen Laufbahn virtuos mit den Strukturen zu spielen versteht.


Text von Werner Hintze.
Dieser Artikel ist erschienen in MAG 45, Januar 2017.
Das MAG können Sie hier abonnieren.


Audio-Einführung

  1. Audio-Einführung zu «Otello»
    Unser Dramaturg Michael Küster gibt einen Einblick in die Oper «Otello». Live-Einführungen finden jeweils 45 Minuten vor der Vorstellung im Opernhaus statt.

Programmbuch

Otello

Otello

Synopsis

Otello

Synopsis

Otello

Biografien


Daniele Rustioni, Musikalische Leitung

Daniele Rustioni

Daniele Rustioni ist Chefdirigent an der Opéra National de Lyon, des Orchestra della Tos­cana und seit 2019 des Ulster Orchestra in Belfast. Er studierte in Mailand Orgel, Komposition und Kla­vier sowie Dirigieren bei Gilberto Serembe. Von 2008 bis 2009 war er Jette Parker Young Artist am Royal Opera House Covent Garden in London und assistierte dem dortigen Musikdirektor Antonio Pappano. Daniele Rustioni ist regelmässig an den international bekanntesten Opernhäusern zu Gast, da­run­ter die Bayerische Staatsoper München, das Teatro alla Scala, das Teatro Regio Torino, das Teatro La Fenice, das Royal Opera House London und die Opéra Bastille. 2017 debütierte er mit Aida an der Metropolitan Opera in New York. Als Chefdirigent in Lyon dirigierte er 2017/18 Brittens War Requiem sowie Verdis Macbeth, Don Carlos und Attila. Zu seinen weiteren Engagements in jüngerer Zeit zählen La bohème am Bolschoi-Theater Moskau, Don Giovanni am Teatro Regio Torino und Ernani am Théâtre de Champs-Elysées in Paris. Daniele Rustioni ist zudem sehr gefragt als Dirigent des sinfonischen Repertoires. Engagements führten ihn zum Bayerischen Staatsorchester nach München, zum RTE Symphony Orchestra nach Dublin und zum BBC Symphony Orchestra nach London. Zu seinen Einspielungen zählen u.a. Bellinis erste Oper Adelson e Salvini, Wolf-Ferraris Violinkonzert mit Francesca Dego und dem City of Birmingham Orchestra und sinfonisches italienisches Repertoire des 20. Jahrhunderts. 2013 wurde er mit dem International Opera Award for Best Newcomer of the Year ausgezeichnet. Am Opernhaus Zürich dirigierte er die Wiederaufnahme von Cavalleria rusticana/Pagliacci sowie zuletzt die Premiere von Puccinis Madama Butterfly.

Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020


Graham Vick, Inszenierung

Graham Vick

Der britische Regisseur Graham Vick absol­vier­te seine Ausbildung am Royal Northern Col­lege of Music in Manchester. Sein Regie­­­debüt gab er bereits im Alter von 24 Jahren mit Holsts Sa­vitri an der Scottish Opera. 1984 wurde er deren künst­lerischer Leiter. 1987 gründete er die Produktions­firma Birmingham Opera Company, die er bis heute leitet und deren Ziel es ist, Oper auf unkonventionelle Weise und an ungewöhnlichen Orten neuen Publikumsschichten näher zu bringen. Vick inszeniert an allen grossen Häusern der Welt. So waren seine Produktionen u.a. an der Scala (La fanciulla del West, Die tote Stadt), der Met (Lady Macbeth von Mzensk), dem ROH London (Mitridate re di Ponto), dem Bolshoi-Theater (Die Zauberflöte) und an der Deutschen Oper Berlin (Tristan und Isolde, Tod in Venedig) zu sehen. Von 1994 bis 2000 leitete er das Glyndebourne Festival, wo er u.a. Pelléas et Mélisande, Don Giovanni, Lulu und Pique Dame inszenierte. Ausserdem inszenierte er in Lissabon und in Palermo den Ring des Nibelungen. Mit der Birmingham Opera Company führte er bei den Uraufführungen von Doves Life is a Dream sowie bei Stockhausens Mittwoch aus Licht Regie. Zuletzt waren u.a. seine Inszenierungen von Alceste in Lissabon, Don Giovanni und Le nozze di Figaro in Rom, Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny in Kopenhagen sowie Hipermestra in Gyndbourne zu sehen. Vick ist «Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres», Ehrenprofessor für Musik an der University of Birmingham, Ehrenmitglied in der Royal Philharmonic Society und seit 2009 «Com­­mander of the Order of the British Empire».

Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020


Jürgen Hoffmann, Lichtgestaltung

Jürgen Hoffmann

Jürgen Hoffmann arbeitete nach seiner Ausbildung zunächst an der Deutschen Oper in Berlin. 1971 wechselte er ans Opernhaus Zürich. Er wurde dort 1992 zum Leiter der Beleuchtung ernannt und war bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2012 für die Lichtgestaltung von etwa 8 Neuproduktionen und bis zu 20 Wiederaufnahmen pro Jahr verantwortlich. Neben seiner Arbeit am Opernhaus Zürich war er weltweit als Lichtgestalter an zahlreichen führenden Opernhäusern tätig. Er arbeitete mit vielen namhaften Regisseuren und Bühnenbildnern zusammen. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit den Regisseuren Harry Kupfer, Sven-Eric Bechtolf und Claus Guth sowie den Bühnenbildnern Rolf Glittenberg und Christian Schmidt. Seit seiner Pensionierung ist er als freier Lichtgestalter tätig. Seine letzten Arbeiten waren u.a. Rusalka an der Staatsoper Wien, Ariadne auf Naxos und Der Rosenkavalier an den Salzburger Festspielen, Parsifal am New National Theatre Tokyo und Lady Macbeth von Mzensk an der Bayerischen Staatsoper, ausserdem Die Meistersinger von Nürnberg am Teatro alla Scala in Mailand sowie Lucio Silla am Teatro Real in Madrid. Im März 2019 wird er das Licht für die Händel Oper Poros an der Komischen Oper in Berlin gestalten bei der Harry Kupfer Regie führen wird.

Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020 L’elisir d’amore18, 23, 25, 30 Okt; 08 Nov 2020 Don Carlo27, 30 Jun; 03, 06, 09 Jul 2021


Janko Kastelic, Choreinstudierung

Janko Kastelic

Janko Kastelic ist seit Mai 2017 als Nachfolger von Jürg Hämmerli Chordirektor am Opernhaus Zürich. Der slowenisch-kanadische Pianist, Organist und Dirigent, studierte Komposition, Dirigieren und Musiktheorie an der University of Toronto, Faculty of Music. Nach seinem Studium zog es Janko Kastelic nach Europa, wo er unter anderem an der Pariser Opéra National als Korrepetitor und an der Wiener Staatsoper als Korrepetitor, zweiter Chordirektor und stellvertretender Leiter der Opernschule tätig war. Von 2008 bis 2011 war er Generalmusikdirektor und Operndirektor des Slowenischen Nationaltheaters Maribor. 2011 kehrte er nach Wien zurück, wo er an der Wiener Staatsoper die musikalische Leitung der Kinderopern Aladdin und die Wunderlampe und Die Feen übernahm. Von 2012 bis 2013 war er Gastchordirektor an der Staatsoper Hamburg und seit 2013 ist er künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten CULTUREpoint Piran. 2015-17 war er an der Kammeroper des Theaters an der Wien als Studienleiter tätig. Ebenfalls seit 2015 ist er Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle. Janko Kastelic hat sich als freischaffender Dirigent, Korrepetitor und Komponist neben der barocken Musik ebenfalls der modernen Musik gewidmet. Sein vielseitiges musikalisches Schaffen umfasst neben zahlreichen Arrangements auch Kompositionen von Pop- und Filmmusik sowie Solo- und Kammermusik. Es ist ihm ein Anliegen, junges Publikum für Musik zu begeistern und die Liebe zur Musik an die nächste Generation weiterzugeben.

Die Csárdásfürstin05, 08, 11, 13, 16, 18, 24, 26, 29 Apr; 03 Mai; 24, 27 Sep; 04, 08, 11 Okt 2020 Nabucco24, 27 Sep; 03, 10, 13 Okt 2019 La traviata26, 29 Sep; 06, 11 Okt 2019 Belshazzar03, 06, 09, 15, 17, 21, 23, 30 Nov; 06 Dez 2019 Hänsel und Gretel15, 20, 26 Dez 2019; 05, 10, 19 Jan 2020 Fidelio21, 25, 29 Jan; 09 Feb 2020 Iphigénie en Tauride02, 04, 06, 08, 11, 16, 20, 23, 28 Feb 2020 Wozzeck09, 12, 15, 18 Feb 2020 Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020 Don Giovanni30 Mai; 06, 10, 13 Jun 2020 I vespri siciliani21, 24, 27 Jun; 01, 04, 07, 10 Jul; 22, 25, 29 Sep; 02, 06 Okt 2020 Lohengrin28 Jun; 02, 05, 08, 11 Jul 2020 Carmen03, 09, 12 Jul 2020 Simon Boccanegra06, 10, 13, 16, 19, 22 Dez 2020; 03, 08, 12 Jan 2021 Les Contes d’Hoffmann11, 14, 18, 22, 25, 28 Apr; 04, 08, 13, 16 Mai 2021 Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Sweeney Todd17 Jan 2021 Werther28 Mär 2021 Peer Gynt01, 07, 09, 16, 21 Mai; 01, 02, 05, 13, 16 Jun 2021 Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny13 Mai 2021 Lucia di Lammermoor20, 24, 26 Jun; 01, 04, 07, 10 Jul 2021 Don Carlo27, 30 Jun; 03, 06, 09 Jul 2021 Idomeneo29 Jun 2021


Aleksandrs Antonenko, Otello

Aleksandrs Antonenko

Aleksandrs Antonenko, geboren in Riga, machte die Fachwelt als Gewinner des Paul Sakss-Preises 2002 und des Lettischen Grossen Musikpreises 2004 auf sich aufmerksam. 2006 gab er sein Debüt als Des Grieux (Manon Lescaut) an der Wiener Staatsoper. In der Titelpartie von Verdis Otello debütierte er 2008 unter Riccardo Muti bei den Salzburger Festspielen. Diese Rolle sang er seither u.a. an der New Yorker Met, an der Opéra de Paris, am Royal Opera House Covent Garden sowie in Verbier an der Seite von Anna Netrebko. Der Tenor ist regelmäßig an den bedeutendsten Bühnen der Welt zu hören – so etwa an der Mailänder Scala, bei den Salzburger Festspielen, an der Bayerischen und der Wiener Staatsoper, an der Opéra de Paris, in der Arena di Verona, an der Semperoper Dresden und der Deutschen Oper Berlin. Zu seinem Repertoire gehören unter anderem Partien wie Pollione (Norma), Don José (Carmen), Samson (Samson et Dalila), Prinz (Rusalka), Turiddu (Cavalleria Rusticana), Canio (Pagliacci), Dick Johnson (La fanciulla del West) und Des Grieux. In jüngerer Zeit war er u.a. als Cavaradossi in Salzburg, Stockholm, Dresden und Wien zu erleben, als Otello beim Savonlinna Festival, in Wien und Paris, als Radames (Aida) in New York und als Calaf (Turandot) in New York und Zürich.

Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020


Guanqun Yu, Desdemona

Guanqun Yu

Guanqun Yu stammt aus China. Sie gehört zu den vielversprechendsten Sopranistinnen der jüngeren Generation und ist regelmässig an internationalen Opernhäusern zu Gast. Sie war 2008 Ge­win­nerin des Belvedere Gesangswettbewerbs und wurde im selben Jahr Mitglied des Opernstudios am Teatro Comunale di Bologna. Seither debütierte sie u. a. in Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher im Wiener Musikverein, sang Mimì (La bohème) unter Fabio Luisi beim Pacific Festival in Sapporo und Donna Elvira (Don Giovanni) in Bologna. 2012 gab sie ihr Debüt an der Metropolitan Opera als Leonora (Il trovatore) und war Preisträgerin des Plácido Domingo Operalia Wettbewerbs. Es folgte Lucrezia (I due Foscari) an Domingos Seite in Valencia, wo sie auch als Desdemona (Otello) unter Zubin Mehta zu erleben war. Weitere Höhepunkte waren u.a. ihre Debüts als Gräfin (Le nozze di Figaro) in Peking, als Mat­hil­de (Guillaume Tell) an der Hamburgischen Staatsoper und als Contessa (Le nozze di Figaro) an der Bayerischen Staatsoper. Sie war als Desdemona an der Deutschen Oper Berlin und an der Oper Köln, als Mimì am Opernhaus Zürich sowie als Liù (Turandot) bei den Bregenzer Festspielen und in Köln zu erleben. 2015 sang sie Contessa sowie Rosina (The Ghosts of Versailles) in Los Angeles. Für ihre Interpretation der Rosina wurde sie mit einem Grammy ausgezeichnet. In der Saison 2017/18 war sie als Liù an der Met und am Opernhaus Zürich, als Amelia Grimaldi (Simon Boccanegra) in Hamburg, als Mimì in München und als Elettra (Ido­meneo) wiederum in Zürich zu erleben. Des­demona sang sie in der aktuellen Spielzeit an der Deutschen Oper Berlin und an der Staats­oper Hamburg.

Messa da Requiem20, 22, 24, 29 Nov; 01, 07, 11, 14, 22, 29 Dez 2019 Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020 Idomeneo29 Jun; 02, 04, 08 Jul 2021


Juan Jesús Rodríguez, Jago

Juan Jesús Rodríguez

Juan Jesús Rodríguez, geboren in Huelva, Spanien, machte ein Diplom als Gesanglehrer an der Musikakademie in Madrid. Während seiner Karriere, die er 1994 am Teatro de la Zarzuela in Madrid begann, erarbeitete er sich die wichtigsten Baritonpartien, mit denen er an Häusern wie dem Teatro San Carlo in Neapel, dem Maggio Musicale in Florenz, dem Teatro Regio Turin, dem Teatro Real Madrid und dem Palau de les Arts Valencia gastierte. Dabei arbeitete er u.a. mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Marco Armiliato, Nicola Luisotti, Richard Farnes und Lorin Maazel zusammen. 2017 sang er die Titelpartie in Macbeth an der Opéra Grand in Avignon, im gleichen Jahr Marcello (La bohème) in Sevilla und Giorgio Germont (La traviata) an der Staatsoper in Hamburg. Er war zudem jüngst als Rodrigo (Don Carlo) in Tel Aviv und am Teatro Real in Madrid zu erleben, als Rigoletto an der Oper Los Angeles, als Ford (Falstaff) an der Met in New York, als Miller (Luisa Miller) am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, als Don Giovanni am Teatro Colón in Buenos Aires sowie als Lord Enrico (Lucia di Lammermoor) in Bilbao. Er hat an Anlässen wie der Wiedereröffnung des Gran Teatre del Liceu Barcelona und des Teatro Real Madrid (neben Placido Domingo) gesungen. Im Sommer 2020 wird er als Nabucco an der Opéra de Marseille auftreten und auf der Seebühne bei den Bregenzer Festspielen den Rigoletto singen.

Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020


Omer Kobiljak, Cassio

Omer Kobiljak

Omer Kobiljak stammt aus Bosnien und wurde von 2008-2013 von David Thorner am Kon­servatorium Winterthur ausgebildet. 2010 erhielt er u.a. den Kulturpreis des Rotaryclubs Oberthurgau. Im gleichen Jahr folgte ein Gastauftritt im Schweizer Fernsehen in «Die Gröss­ten Schweizer Hits». Seit 2010 besucht er Meisterkurse von Jane Thor­ner-Menge­doht, David Thorner und Jens Fuhr. 2012 erhielt er beim Thurgauer Musikwettbewerb den 1. Preis mit Auszeichnung, im Jahr darauf sang er bei den Salzburger Festspielen einen Lehr­buben (Die Meistersinger von Nürnberg) unter Daniele Gatti. Seit 2014 studiert er an der Kalaidos Fachhochschule Aarau Gesang bei David Thorner. 2016 debütierte er als Baron von Kronthal (Lortzings Der Wildschütz) an der Operettenbühne Hombrechtikon. 2017 sang er an der Mailänder Scala in Die Meistersinger von Nürnberg. Ab 2017/18 war er Mitglied im IOS und war bisher u.a. in Salome, Ronja Räubertochter, La fanciulla del West, Parsifal, Der fliegende Holländer sowie in La traviata zu erleben. In der Spielzeit 2018/19 sang er einen Gardes in Manon, Lord Arturo Buklaw in Lucia di Lammermoor sowie den Notar in der konzertanten Aufführung von La sonnambula. Seit der Spielzeit 2019/20 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich.

La traviata26, 29 Sep; 06, 11 Okt 2019 Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020 Aida19, 25, 28 Apr; 03, 06, 10 Mai 2020 I vespri siciliani21, 24, 27 Jun; 01, 04, 07, 10 Jul; 22, 25, 29 Sep; 02, 06 Okt 2020 Les Contes d’Hoffmann11, 14, 18, 22, 25, 28 Apr; 04, 08, 13, 16 Mai 2021 Alice im Wunderland14 Nov; 04, 05, 10, 27 Dez 2020; 10 Jan 2021


Deniz Uzun, Emilia

Deniz Uzun

Deniz Uzun stammt aus Mannheim und Izmir/Türkei. Sie studierte Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in ihrer Heimatstadt sowie der Indiana University in Bloomington. Während ihres Studiums war sie als jüngste Teilnehmerin Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin 2012 sowie Finalistin der Metropolitan Opera Competition 2015. Sie war Stipendiatin der Liedakademie des Heidelberger Frühlings und des Richard Wagner Verbandes. Noch während des Studiums gastierte sie am Nationaltheater Mannheim sowie bei den Oster­­festspielen Baden-Baden. 2015/16 war sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Seit 2016/2017 ist sie Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich. Hier war sie bisher als Jacob in der Kinderoper Gold!, als Sonetka (Lady Macbeth von Mzensk), Alisa (Lucia di Lam­­mermoor), Page (Salome), in den Titelpartien von J. Arneckes Ronja Räubertochter und Ravels L’Enfant et les sortilèges, als Lucilla in La scala di seta, Zelim in La verità in cimento, Ino in Semele (Dirigent: William Christie), Hänsel in Hänsel und Gretel, in Manon sowie mit russi­schen und georgischen Liedern im Ballett Anna Karenina zu hören. Gastauftritte führten sie u.a. nach Baden-Baden, an die Münchner Opern­festspiele, zur Stiftung Mozarteum in Salzburg sowie nach Tel-Aviv mit dem Ballett Zürich. 2018 war sie Preisträgerin am Hans-Gabor-Belvedere Wettbewerb in Jūrmala/Lettland und wurde zum Jūrmala Festival 2019 ein­geladen, wo sie ein Gala­konzert sowie Lola (Ca­valleria rusticana) sang. Gastengagements führten sie 2019/20 u.a. zum Dallas Symphony Orchestra unter Fabio Luisi.

Die Sache Makropulos22, 25, 28 Sep; 06, 09, 13, 17, 22 Okt 2019 Hänsel und Gretel26 Dez 2019; 05, 10, 19 Jan 2020 Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020 Anna Karenina15, 20, 27, 29 Nov 2020 Alcina31 Dez 2020; 02, 05, 07, 09 Jan 2021 Johannes-Passion08 Mär 2021 Jewgeni Onegin23, 27 Apr; 02, 09, 14 Mai 2021


Iain Milne, Rodrigo

Iain Milne

Iain Milne stammt aus Aberdeenshire/Schottland. Er schloss sein Studium an der Royal Academy of Music in London mit Auszeichnung ab, war Mitglied des National Opera Studio in London und des Internationalen Opernstudios in Zürich. Sein Operndebüt gab er in der Titelrolle von Mozarts La clemenza di Tito. Seither sang er u. a. in Peter Maxwell Davies’ The Lighthouse an der Royal Academy und Tamino an der Hampstead Garden Opera. Engagements als Solist in Oratorien führten ihn zudem nach Hamburg (Händels Messiah), nach Aberdeen (Haydns Schöpfung) und in die Fairfield Halls in Croydon (Elgars Dream of Gerontius). Als Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich war er u.a. als Erster Priester (Die Zauberflöte), Brighella (Ariadne auf Naxos) sowie in Lohengrin, Fälle, Elektra, Il viaggo a Reims und Le Comte Ory zu hören. In der Märchenoper Der Zauberer von Oz von Pierangelo Valtinoni sang er die Vogelscheuche und in Haydns Orlando paladino war er als Orlando zu erleben. Seit der Spielzeit 2016/17 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich und war hier bisher in Lucia di Lammermoor als Normanno, in Otello als Roderigo und in Prokofjews Der feurige Engel als Jakob Glock zu hören. Zuletzt sang er u.a. Jack in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Pong in Turandot, Gastone in La traviata, Menaldo Negroni in Die Gezeichneten, The Beadle in Sweeney Todd und Walther von der Vogelweide in Tannhäuser und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Fabio Luisi, Nello Santi, Giovanni Antonini und Gianandrea Noseda.

Girl with a Pearl Earring24, 28 Mai; 01, 07, 14, 17, 19 Jun 2020 Coraline16, 29 Nov; 01, 10, 13, 14 Dez 2019; 02 Jan; 17, 26 Apr 2020 Wozzeck09, 12, 15, 18 Feb 2020 Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020 Boris Godunow20, 23, 26 Sep; 01, 09, 16, 20 Okt 2020 Les Contes d’Hoffmann11, 14, 18, 22, 25, 28 Apr; 04, 08, 13, 16 Mai 2021 Sweeney Todd17, 19, 21, 23, 26, 31 Jan 2021 Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny13, 15, 19, 22, 28 Mai 2021 Lucia di Lammermoor20, 24, 26 Jun; 01, 04, 07, 10 Jul 2021


Pavel Daniluk, Lodovico

Pavel Daniluk

Pavel Daniluk war Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe, u.a. des Russischen Schaljapin-Wettbewerbs und des Francisco-Viñas-Wettbewerbs in Barcelona. 1994 folgten sein europäisches (bei den Salzburger Fest­spie­­len) und sein amerikanisches Debüt (als Ruslan in Glinkas Ruslan und Ludmila in der Carnegie Hall). Seither ist er in Wien, Genf, Berlin, Moskau, St. Petersburg, Prag, Bern, Madrid, Lissabon, Stuttgart, Köln, Dublin, Athen, Mannheim, Brüssel, Liège und Nancy aufgetreten. Verschiedentlich gastierte er bei den Bregenzer Festspielen. Sein Repertoire umfasst die Basspartien in Macbeth, Rigoletto, Aida, Nabucco, Turandot, La bohème, Lucia di Lammermoor, Don Giovanni, Il barbiere di Siviglia, Don Carlo, Ein Leben für den Zaren, I due Foscari, Dvořáks Armida, Vanda sowie Rusalka, Boris Godunow, Die Zarenbraut, Kitesch und Der Dämon (beide nahm er auf CD auf), Der feurige Engel, Eugen Onegin, Iolanta, Pique Dame, Fürst Igor, Dargomyschskis Rusalka u.a. Im Konzert sang er Werke von Verdi (Requiem), Dvořák (Stabat Mater, Requiem), Janáček (Glagolitische Messe), Schostakowitsch (13. und 14. Sinfonie) und Gretschaninow (Demestwennaja Liturgia). Seit 1999 ist Pavel Daniluk am Opernhaus Zürich engagiert, wo er u.a. als Basilio, Raimondo, Fafner, Inquisitor, Dossifei, Gremin, Boris Timofeevitsch, Warlaam, Pimen Kontschak, Timur, Alvise, Sparafucile, Wesener und Titurel zu hören war. Jüngst gastierte er mit der 13. Sinfonie Babi Jar von Shostakovitch an der Opera di Firenze, als Wesener (Die Soldaten) am Teatro Real de Madrid und sang König René (Jolanthe) und Rocco (Fidelio) am Stadttheater Biel und Daland (Holländer) bei der Sommeroper Selzach.

Wozzeck09, 12, 15, 18 Feb 2020 La bohème12 Mär 2020 Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020 Aida19, 25, 28 Apr; 03, 06, 10 Mai 2020


Ildo Song, Montano

Ildo Song

Ildo Song stammt aus Südkorea. Er absolvierte seine Gesangsausbildung an der Universität von Seoul und ist Preisträger zahlreicher südkoreanischer Wettbewerbe. In Europa wurde er 2014 mit dem 3. Preis beim Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb in Düsseldorf ausgezeichnet. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Sarastro (Die Zauberflöte), Sparafucile (Rigoletto), die Titelpartie in Le nozze di Figaro und Don Alfonso (Così fan tutte), die er auf verschiedenen Bühnen in Seoul, darunter das Seoul Art Center, verkörperte. Von 2015 bis 2017 gehörte er zum Internationalen Opernstudio in Zürich und war hier u.a. in Il viaggio a Reims, La traviata, Orlando paladino, Don Carlo, Un ballo in maschera und L’Heure espagnole / L’Enfant et les sortilèges zu erleben. Seit der Spielzeit 2017/18 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich. In letzter Zeit sang er u.a. den Onkel Bonze in Madama Butterfly, Le Fauteuil / L’arbre in L’Enfant et les sortilèges, La Voce in Idomeneo, Mandarin in Turandot, Doktor Grenvil in La traviata, Julian Pinelli in Die Gezeichneten, Il Conte di Ceprano in Rigoletto, Alessio in der konzertanten Aufführung von La sonnambula, Oroveso in Norma und ein Eremit in Der Freischütz. Er gastierte zudem jüngst als Onkel Bonze und Oroveso am Teatro di San Carlo in Neapel.

Der Freischütz29 Sep; 04, 16, 19, 27 Okt 2019 La traviata26, 29 Sep; 06, 11 Okt 2019 Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020 I vespri siciliani21, 24, 27 Jun; 01, 04, 07, 10 Jul; 22, 25, 29 Sep; 02, 06 Okt 2020 Simon Boccanegra06, 10, 13, 16, 19, 22 Dez 2020; 03, 08, 12 Jan 2021 Madama Butterfly06, 09, 12, 19, 22, 25 Jun 2021 Don Carlo27, 30 Jun; 03, 06, 09 Jul 2021 Idomeneo08 Jul 2021


Yuriy Hadzetskyy, Ein Herold

Yuriy Hadzetskyy

Yuriy Hadzetskyy, Bariton, stammt aus Lviv in der Ukraine. Er studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt und debütierte 2015 an der Lviv National Opera in der Titelrolle von Mozarts Don Giovanni. Ab 2017 war er Mitglied der Opera Academy an der Polnischen Nationaloper Warschau. Er ist Preisträger des Queen Elisabeth Wettbewerbs: Voice 2018, des Berlin International Music Competition 2018 (Goldmedaille), sowie des 9th Veronica Dunne International Singing Competition 2019 (mit Extra-Auszeichnung: Oratorio Prize). Ab der Spielzeit 2019/20 ist Yuriy Hadzetzskyy Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich.

Arabella01, 04, 07, 11, 15, 19, 22, 31 Mär 2020 Otello17, 21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020 Carmen03, 09, 12 Jul 2020 Coraline16, 24, 29 Nov; 01, 10, 13, 14 Dez 2019; 02 Jan; 01, 08, 16, 29 Feb; 17, 26 Apr 2020 Das tapfere Schneiderlein26, 27 Sep; 07, 29 Nov; 01, 03, 06 Dez 2020; 31 Jan 2021 Il barbiere di Siviglia24, 28 Jan; 02, 06, 12 Feb 2021 Don Carlo27, 30 Jun; 03, 06, 09 Jul 2021 Viva la mamma08, 12, 14, 16, 19 Mai 2021 Galakonzert Internationales Opernstudio06 Jul 2020 Galakonzert Internationales Opernstudio05 Jul 2021