Clari

Oper in drei Akten von Jacques Fromental Halévy (1799-1862)
Libretto von Pietro Giannone
Premiere der Inszenierung von Moshe Leiser und Patrice Caurier: 23. Mai 2008, Opernhaus Zürich

Das Video on Demand der Aufzeichnung von «Clari» aus dem Jahr 2010 stand Ihnen hier von Donnerstag, 1. April, um 18.00 Uhr bis Montag, 5. April 2021, um 24.00 Uhr kostenlos zur Verfügung.

Das Streaming von Clari geniessen Sie kostenfrei. Möchten Sie Ihre Freude und Verbundenheit mit einer Spende zum Ausdruck bringen, dann können Sie dies gerne hier tun. Herzlichen Dank!

Besetzung

Musikalische Leitung Adam Fischer
Inszenierung Moshe Leiser / Patrice Caurier
Bühnenbild Christian Fenouillat
Kostüme Agostino Cavalca
Lichtgestaltung Christophe Forey / Martin Gebhardt
Choreinstudierung Jürg Hämmerli
Choreografie Beate Vollack
Video Timo Schlüssel


Clari Cecilia Bartoli
Il Duca John Osborn
Bettina / Adina Eva Liebau
Germano / Il Conte Oliver Widmer
Luca / Il Padre di Adina Giuseppe Scorsin
Simonetta Stefania Kaluza
Alberto Carlos Chausson

Orchestra «La Scintilla» der Oper Zürich
Chor der Oper Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich

Präsentiert von

Fotogalerie

 

Fotogalerie «Clari»

«In unserem Streaming-Angebot dürfen auch Opern-Ausgrabungen nicht fehlen, von denen es am Opernhaus Zürich viele spannende gegeben hat. Halévys «Clari» ist ein herausragendes Beispiel, nicht zuletzt weil Cecilia Bartoli die Produktion angeregt und die Hauptrolle gesungen hat.»

Andreas Homoki

Der Komponist Jacques Fromental Halévy war der französischen Grand Opera verpflichtet und ist vor allem mit seiner Oper «La Juive» berühmt geworden. Doch schon 1828 sorgte er am Pariser Théâtre Italien mit einer italienischen Oper für Aufsehen. In «Clari» lockt ein Herzog das naive Bauernmädchen Clari mit einem Eheversprechen auf sein Schloss. Er gibt sie aber als seine Cousine aus, und von Heirat ist keine Rede mehr. Erst nach einem Riesenskandal auf Claris Geburtstagsparty erkennt der Herzog, dass Clari mehr als ein Abenteuer für ihn ist, und einem Happy End steht nichts mehr im Wege.

Halévy hat die Oper im Anschluss an seinen Studienaufenthalt in Italien komponierte und ist hier noch ganz auf der Suche nach einem unverwechselbaren Stil. In der Titelrolle konnte er in der Uraufführung mit der grossen Maria Malibran aufwarten. Sie gilt als erste Operndiva der Romantik und war ein Superstar ihrer Zeit. Bei ihrer spannenden Entdeckungsreise auf den Spuren der legendären Sängerin war es Cecilia Bartoli im Jahr 2008 eine Herzensangelegenheit, diese Oper der Vergessenheit zu entreissen. Ihrem Ruf als einer «Schatzgräberin» des Repertoires wurde sie dabei in schönster Weise gerecht. Mit unvergleichlicher Bravour bewältigte Cecilia Bartoli den facettenreichen musikalischen Part, der einen riesigen Tonumfang aufweist und mit Koloraturen à la Rossini gespickt ist.

Das belgisch-französische Regieduo Moshe Leisher und Patrice Caurier, das in Zürich viele Inszenierungen mit Cecilia Bartoli auf die Bühne gebracht hat, verlegt den harmlos-melodramatischen Plot in unsere Zeit und inszeniert ihn augenzwinkernd als eine Art surrealen Fotoroman, in dem exaltierte Charaktere ebenso wie soziale Gegensätze aufeinanderprallen. An der Seite von Cecilia Bartoli singt der amerikanische Tenor John Osborn einen brillanten Duca. Zum hochvergnüglich agierenden Ensemble gehören weitere Zürcher Publikumslieblinge wie Eva Liebau als Bettina, Oliver Widmer als Germano, Stefania Kaluza als Simonetta und Carlos Chausson als Alberto. Mit dem Orchestra «La Scintilla» der Oper Zürich realisiert Adam Fischer einen perfekten historisierenden Klang.