Königskinder

Oper von Engelbert Humperdinck

Das Video on Demand der Aufzeichnung von «Königskinder» aus dem Jahr 2010 steht Ihnen hier von Freitag, 23. April, um 18.00 Uhr bis Sonntag, 25. April 2021, um 24.00 Uhr kostenlos zur Verfügung.

Das Streaming von Königskinder geniessen Sie kostenfrei. Möchten Sie Ihre Freude und Verbundenheit mit einer Spende zum Ausdruck bringen, dann können Sie dies gerne hier tun. Herzlichen Dank!

Besetzung

Musikalische Leitung Ingo Metzmacher
Regie Jens-Daniel Herzog
Ausstattung Mathis Neidhardt
Choreinstudierung Ernst Raffelsberger
Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann

Königssohn Jonas Kaufmann
Gänsemagd Isabel Rey
Spielmann Oliver Widmer
Hexe Liliana Nikiteanu
Holzhacker Reinhard Mayr
Besenbinder Bogusław Bidziński
Sein Töchterchen Marie-Térèse Albert
Ratsältester Kai Florian Bischoff
Wirt Tomasz Sławiński
Wirtstochter Anja Schlosser
Schneider Miroslav Christoff
Stallmagd Wiebke Lehmkuhl
Torwächter Pablo Ricardo Bemsch, George Humphreys
Eine Frau Susanne Grobholz

Orchester der Oper Zürich
Chor des Opernhauses Zürich

Präsentiert von

Fotogalerie

 

Fotogalerie «Königskinder»

«Humperdincks Märchenoper «Königskinder» begeistert mich immer wieder aufs Neue. Sie gehört zu den unterschätzten Opern im Repertoire des 19. Jahrhunderts. Die Produktion am Opernhaus Zürich unter Ingo Metzmacher und in der Inszenierung von Jens-Daniel Herzog macht das auf gelungene Weise deutlich. Jonas Kaufmann ist als Königssohn eine Idealbesetzung.»

Andreas Homoki

Noch immer führen Engelbert Humperdincks «Königskinder» ein Schattendasein im Vergleich zu seiner ungleich berühmteren Märchenoper «Hänsel und Gretel» – zu Unrecht, denn die Oper ist ein subtil-vielschichtiges Meisterwerk. Die Geschichte handelt vom Schicksal zweier entwurzelter Königskinder, deren Liebe an einer harten, gesellschaftlichen Realität scheitert – das Werk endet ohne märchenhaftes Happy End. Trotz des Einflusses seines Vorbildes Richard Wagner fand Humperdinck in dieser 1910 uraufgeführten Oper mit seiner Mischung aus volksliedhaftem Ton, schwebend-leichten Klängen und dramatischer Wucht zu einer eigenen Musiksprache. Der Dirigent Ingo Metzmacher gab mit den «Königskindern» 2007 seinen erfolgreichen Einstand am Zürcher Opernhaus. «Metzmacher kostet die vielen Farben der Partitur mit aller Liebe aus. Leicht und schlank hält er den Klang, so dass sein Inneres zu leuchten anhebt. Was für eine Innigkeit herrscht da», schrieb die NZZ anlässlich der Wiederaufnahme drei Jahre später, die auch als DVD aufgezeichnet wurde. Zu einer Sternstunde des Musiktheaters wurde diese Aufführung auch dank der Besetzung: Jonas Kaufmann, damals gerade auf dem Sprung zum Heldentenor, fand zu einer idealtypischen Verkörperung des Königssohns. Die Sopranistin Isabel Rey, langjähriges Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich, gestaltete eine anrührende Gänsemagd. Die Inszenierung von Jens-Daniel Herzog überzeugte durch ihren frischen Zugriff und verwob sozialkritische Aspekte sowie märchenhafte Elemente klug ineinander, ohne je dem Kitsch zu verfallen. Dazu trug auch der wandelbare Einheitsbühnenraum von Mathis Neidhart bei, der auf brave Idylle und wörtliche Natur weitgehend verzichtete.