Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Libretto von Lorenzo Da Ponte
Premiere der Inszenierung von Jürgen Flimm: 21. Februar 1999, Opernhaus Zürich

Don Giovanni

Das Video on Demand der Aufzeichnung von «Don Giovanni» aus dem Jahr 2001 steht Ihnen hier bis Sonntag, 21. März 2021, um 24.00 Uhr kostenlos zur Verfügung.

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Besetzung

Musikalische Leitung Nikolaus Harnoncourt
Inszenierung Jürgen Flimm
Bühnenbild Erich Wonder
Kostüme Florence von Gerkan
Lichtdesign Jürgen Hoffmann
Chorleiter Ernst Raffelsberger
Choreografie Catharina Lühr

Don Giovanni Rodney Gilfry
Leporello László Polgár
Donna Anna Isabel Rey
Donna Elvira Cecilia Bartoli
Zerlina Liliana Nikiteanu
Don Ottavio Roberto Saccà
Masetto Oliver Widmer
Commendatore Matti Salminen

Orchester der Oper Zürich
Chor des Opernhauses Zürich

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Fotogalerie «Don Giovanni»

«Mozart war eine wichtige Wegmarke in der Karriere von Cecilia Bartoli. Auf der Bühne des Opernhauses Zürich hat sie in den Mozart-Partien immer wieder brilliert.»

Andreas Homoki

Zu den Opern von Mozart hatte Nikolaus Harnoncourt ein besonders inniges Verhältnis. So perfekt und zugleich rätselhaft sei sein Don Giovanni, dass man auf jeden Fall mehrere Aufführungen gestalten müsse, die von verschiedenen Seiten an das Werk herangehen». Das hat Harnoncourt in Zürich getan. Nach seinem ersten Don Giovanni, 1987 zusammen mit dem Regisseur Jean-Pierre Ponnelle, erarbeitete der akribische Mozart-Forscher das Werk zwölf Jahre später bereits zum zweiten Mal am Opernhaus Zürich, was, insbesondere für das Orchester, eine seltene Intensität der Auseinandersetzung ermöglichte.

Im Rahmen dieses zweiten Mozart/Da Ponte-Zyklus' stand dem Dirigenten ein erstklassiges und perfekt aufeinander abgestimmtes Mozart-Ensemble zur Verfügung. In der Rolle der zwar stark auftretenden, aber innerlich höchst fragilen Donna Elvira gab Cecilia Bartoli damals ein fulminantes, emotionsgeladenes Rollendebüt. Besonders hervorzuheben in der Besetzung dieser Produktion ist auch der Bass László Polgár, der dem Opernhaus über viele Jahre eng verbunden war: Als Leporello ist er in einer seiner Paraderollen zu hören. Die Titelpartie singt der Amerikaner Rodney Gilfry, einer der grossen Don Giovanni-Darsteller seiner Generation, der den liebeshungrigen Verführer nicht nur stimmlich, sondern auch darstellerisch ideal verkörpert.

Der Regisseur Jürgen Flimm brachte Mozarts Don Giovanni konsequent als Nachtstück auf die Bühne. Sein Titelheld, der gleich zu Beginn des Stückes als übergriffiger Verführer vorgestellt wird, bedarf stets des Schutzes der Dunkelheit, um seine Begierden auszuleben. Sein Eroberungsdrang führt ihn von der verheirateten Donna Anna (Isabel Rey) über das Bauernmädchen Zerlina (Liliana Nikiteanu) und die Zofe Elviras bis hin zum anonym bleibenden Mädchen, wobei er zu immer brutaleren Mitteln greifen muss. Erst die mysteriöse Begegnung mit der Statue des Komturs (Matti Salminen) vermag dieser Spirale eines sozialen Niedergangs eine unerwartete Wendung zu geben.