Fidelio

Oper von Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Liberetto von Joseph Sonnleithner und Friedrich Treitschke
Premiere der Inszenierung von Jürgen Flimm: 28. März 1992, Opernhaus Zürich

Fidelio

Die Aufzeichnung aus dem Jahr 2004 ist bis Sonntag, 2. Mai, 24.00 Uhr verfügbar.

Untertitel sind in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch verfügbar. Dafür im Video auf das Symbol mit dem «CC» klicken.

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Besetzung

Musikalische Leitung Nikolaus Harnoncourt
Inszenierung Jürgen Flimm
Bühnenbild Rolf Glittenberg
Kostüme Marianne Glittenberg
Lichtgestaltung Jakob Schlossstein
Chorleiter Ernst Raffelsberger

Don Fernando Günther Groissböck
Don Pizarro Alfred Muff
Florestan Jonas Kaufmann
Leonore Camilla Nylund
Rocco László Polgár
Marzelline Elizabeth Rae Magnuson
Jaquino Christoph Strehl
Erster Gefangener Bogusław Bidziński
Zweiter Gefangener Gabriel Bermúdez

Chor der Oper Zürich
Orchester des Opernhauses Zürich

Präsentiert von

Fotogalerie

 

Fotogalerie «Fidelio»

«Nikolaus Harnoncourts und Jürgen Flimms Lesart von Beethovens «Fidelio» war ein Meilenstein in der Interpretationsgeschichte dieser Oper. Auch heute noch mit einem Abstand von dreissig Jahren ist das eine hochseriöse Produktion, die eine Wiederbegegnung lohnt.»

Andreas Homoki

Mit ihrem gemeinsamen Fidelio sorgten Nikolaus Harnoncourt und Jürgen Flimm im Frühjahr 1992 für eine aufsehenerregende Neusicht auf Ludwig van Beethovens Oper. Harnoncourt konfrontierte das Publikum mit musikalischer Hochspannung, arbeitete die Kontraste und Farben von Beethovens Partitur in allen Details hervor, setzte vom ersten Takt an «jäh anspringende Attacke gegen den fast mythischen Stillstand, den Signalcharakter gegen die schier Ligetische Klangflächen-Oszillation» – die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» feierte diese für die frühen neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts ungewohnt polarisierende Herangehensweise als einen «enormen Moment der Beethoven-Rezeption».

Ein kongenialer künstlerischer Partner stand Harnoncourt mit dem Regisseur Jürgen Flimm zur Seite, dem es in seiner Inszenierung glückte, die richtige Balance zwischen historischem Realismus und abstrakter Erzählform zu finden. «Flimm ist gelungen, was so selten klappt. Er macht aus Biedermeier-Idylle, grosser Racheoper und aus welterlösendem Oratorium ein richtiges Musiktheaterstück», hiess es in der «Süddeutschen Zeitung».

Die erfolgreiche Neuproduktion wurde mehrfach wiederaufgenommen und 2004 schliesslich mit einer hochkarätigen Sängerbesetzung aufgezeichnet: In den beiden Hauptpartien gaben damals zwei junge Weltstars ihr Rollendebüt: Der deutsche Tenor Jonas Kaufmann ist als Gefangener Florestan zu erleben; die finnische Sopranistin Camilla Nylund ist seine Geliebte Leonore, die ihn unter dem Namen Fidelio aus dem Kerker befreit. Mit László Polgár und Alfred Muff, die beide schon 1992 als Rocco und Pizarro auf der Bühne standen, sind zwei weitere Sänger zu hören, die dem Opernhaus Zürich eng verbunden waren. Marzelline und Jaquino werden von Elizabeth Rae Magnuson und Christoph Strehl gesungen.