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Die Odyssee

Leonard Evers (*1985)
Familienoper für Kinder ab 7 Jahren
Libretto von Pamela Dürr nach Homers «Odyssee»
Auftragswerk des Opernhauses Zürich
Uraufführung

Musikalische Leitung Eduardo Strausser, Ann-Katrin Stöcker (08, 16 Jan) Inszenierung Rainer Holzapfel Bühnenbild David Hohmann Kostüme Lisa Brzonkalla Lichtgestaltung Franck Evin Video Tieni Burkhalter Dramaturgie Fabio Dietsche
Odysseus
Ruben Drole (13 Nov / 07, 16, 26 Dez / 16 Jan)
Freya Apffelstaedt (07, 15, 16, 26 Dez / 16 Jan)
Telémachos
Andrew Owens (13, 28 Nov / 15, 16 Dez)
Liliana Nikiteanu (21, 28 Nov / 15, 26 Dez / 08 Jan)
Athene
Ziyi Dai (13, 21 Nov / 15, 16, 26 Dez)
Poseidon
Barnaby Rea (13, 28 Nov / 07, 16 Dez / 08 Jan)
Alejandro Del Angel (21 Nov / 04, 16 Dez / 08, 16 Jan)
Eurylochos
Cheyne Davidson (21 Nov / 04, 11, 16 Dez / 08 Jan)
Polyphem/Achilles
Oleg Davydov (21, 28 Nov / 04, 07, 11 Dez)
Kirke/Kalypso

In deutscher Sprache mit deutscher Übertitelung. Dauer ca. 2 Std. inkl. Pause nach ca. 1 Std.
Ab 7 Jahren.

Vergangene Termine

November 2021

Sa

13

Nov
17.00

Die Odyssee

Familienoper von Leonard Evers, Premiere

So

21

Nov
14.00

Die Odyssee

Familienoper von Leonard Evers

So

28

Nov
14.00

Die Odyssee

Familienoper von Leonard Evers

Dezember 2021

Sa

04

Dez
11.00

Die Odyssee

Familienoper von Leonard Evers

Di

07

Dez
11.00

Die Odyssee

Familienoper von Leonard Evers

Sa

11

Dez
11.00

Die Odyssee

Familienoper von Leonard Evers

Mi

15

Dez
10.30

Die Odyssee

Familienoper von Leonard Evers

Do

16

Dez
11.00

Die Odyssee

Familienoper von Leonard Evers

So

26

Dez
14.00

Die Odyssee

Familienoper von Leonard Evers

Januar 2022

Sa

08

Jan
18.00

Die Odyssee

Familienoper von Leonard Evers

So

16

Jan
14.00

Die Odyssee

Familienoper von Leonard Evers

Gut zu wissen

Ab Freitag, 1. April entfällt die Maskenpflicht für das Publikum in allen Vorstellungen und Veranstaltungen im Opernhaus Zürich. Mehr Infos finden Sie hier.

Kurzgefasst

Die Odyssee

Kurzgefasst

Die Odyssee

Trailer «Die Odyssee»

Fragebogen


Ruben Drole

Ruben Drole stammt aus Winterthur. Seit 2005 ist er Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich. Hier sang er u.a. Mozarts Papageno, Figaro und Leporello. Zuletzt war er in Strawinskys «Geschichte vom Soldaten» zu erleben. In unserer neuen Familienoper singt er den Odysseus.

Aus welcher Welt kommen Sie gerade?
Tagsüber bin ich gerade sechs Wochen lang im Mittelmeer herumgeirrt, habe gegen Meeresmonster gekämpft, bin den sagenumwobenen Sirenen begegnet, habe einen einäugigen Riesen überlistet, mich mit Zauberinnen abgegeben, habe Stürme überwunden und viele weitere Abenteuer erlebt. Abends ging ich dann immer nach Hause zu meiner Familie, wo die Abenteuer nicht minder aufregend waren.

Auf was freuen Sie sich in der neuen Familienoper Die Odyssee?
Auf das Publikum.

Wer ist Odysseus?
Wer das ist??? Puh, da muss ich etwas ausholen. Für mich ist Odysseus ein Anführer, ein König mit strenger Hand. Er ist aber auch liebender Ehemann und Vater. Ein Vorbild. Odysseus ist ein selbstbewusster und gleichzeitig selbstkritischer Mensch. Auch ein Zweifler. Immer auf der Suche nach Optimierung in jeglicher Hinsicht. Er ist ein Perfektionist. Er hat immer ein Ziel vor Augen, einen Gedanken im Hinterkopf. Er ist schlau, kalkulierend, manchmal vielleicht sogar ein bisschen manipulativ. Und hat doch das Herz am rechten Fleck. Er ist ein Typ mit Ecken und Kanten, mit harter Schale und weichem Kern, mit tausend Facetten. Treu und untreu zugleich. Er ist voller Widersprüche. Er ist aber stets bemüht. Es ist ihm nichts egal. Kurz: Odysseus ist ein Mensch. Ein Mensch mit hohen Idealen und vielen Fehlern. Mir persönlich ist er sehr sympathisch. Und ich freue mich riesig, ihn in unserer neuen Familienoper verkörpern zu dürfen.

Welche CD hören Sie immer wieder?
Die Gutenacht-Geschichten meiner Kinder. Man glaubt es kaum, wie oft sie dieselbe CD hören können… Wollt ihr nicht mal etwas anderes hören? Die Antwort: Nein Papi, die CD ist gut!

Welchen überflüssigen Gegenstand in Ihrer Wohnung lieben Sie am meisten?
Wenn ich etwas liebe. Ist es für mich nicht überflüssig. Ich habe aber natürlich Gegenstände zu Hause, die ich nur zweimal im Jahr benutze: Erstens wäre da meine heissgeliebte Pastamaschine für meine Ravioli ai funghi porcini. Zweitens mein Fleischklopfer. Er ist für die Zubereitung der Wienerschnitzel unverzichtbar, genauso wie das Kilo Butterschmalz!

Was bringt Sie zum Lachen?
Eine komische Situation. Ein lustiger Film. Ein guter Witz. Urmenschliche Dinge. Meine Kinder! Unglaublich, welche Freude und Lebensenergie sie ausstrahlen können, bereits um 7 Uhr morgens!

Welche Persönlichkeit würden Sie gerne einen Tag lang sein und warum?
Ich bin nicht gut mit «Was wäre wenn»- Fragen. Ich denke zu logisch und pragmatisch. So hat eben jeder seine Macken…

Was müsste passieren, damit die Welt auch in 100 Jahren noch existiert?
Ich weiss es nicht. Ich glaube aber, dass sie noch existieren wird. Die Frage ist mehr, in welcher Form. Deshalb finde ich es wichtig, dass Themen wie Klima und Nachhaltigkeit in unseren Köpfen präsent sind. Dass ein Bewusstsein geschaffen wird. Und dass gehandelt wird, wo Handlungsbedarf existiert. Der Gedanke, dass wir unserem Planeten Sorge tragen müssen, ist fundamental.

Dieser Artikel ist erschienen in MAG 87, November 2021.
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Fotogalerie

 

Fotogalerie Odyssee

Probeneinblick mit Ruben Drole

Ruben Drole, einer unserer beiden Odysseus, fasst die Handlung unserer neuen Familienoper kurz und knapp in diesem Video zusammen und gibt einen Einblick in die Produktion.


Gespräch


Odysseus will nach Hause

Auf seinem Heimweg aus dem Trojanischen Krieg erlebt Odysseus eine stürmische und abenteuerreiche Fahrt übers Meer. In unserer neuen Familienoper nehmen wir Sie auf diese Reise mit. Ein Gespräch mit dem Komponisten Leonard Evers und der Librettistin Pamela Dürr.

Leonard, du hattest bereits mit deinem Musiktheaterstück Gold! grossen Erfolg beim jungen Opernpublikum, mit der Odyssee hast du nun eine Familienoper für unsere Hauptbühne geschrieben. Was bedeutet dir das Komponieren für Kinder?
Leonard Evers: Gold! war das erste grössere Stück, das ich direkt nach meinem Studium geschrieben habe. Eigentlich wollte ich damals noch ein bisschen in London weiterstudieren. Aber diese erste Arbeit für das Musiktheater war eine so packende Erfahrung, dass ich mich entschieden habe, einfach so weiterzuarbeiten. Der Erfolg von Gold! hat natürlich zu weiteren Aufträgen in diesem Bereich geführt: Im Rahmen der holländischen Organisation «Oorkaan», die Musiktheater für junges Publikum fördert, habe ich ein Puppentheaterstück nach Preusslers Krabat entwickelt und später das Stück Kriebel für ganz kleine Kinder ab 2 Jahren geschrieben, das gerade wieder in Amsterdam zu sehen ist. Dabei war es mir wichtig, ein ganz abstraktes, poetisches Stück zu konzipieren, das alle Sinne der Kinder anspricht und ihnen einen ganz haptischen Zugang zur Welt der Musik ermöglicht.

Auch diese weiteren Stücke waren erfolgreich und wurden mit Preisen bedacht. Hast du keine Angst, dass man dich aufgrund dieser Erfolge ausschliesslich als Komponist für Kinder wahrnimmt?
Leonard Evers: Ein bisschen hatte ich diese Befürchtung tatsächlich. Aber im Moment schreibe ich im Auftrag der Oper Amsterdam an einem grossen Stück für Erwachsene. Zwischen dem Komponieren für Erwachsene und für Kinder gibt es für mich aber ohnehin keinen Unterschied. Ich schreibe keine «Kindermusik» und glaube auch nicht, dass so etwas überhaupt existiert. Der entscheidende Unterschied ist für mich, dass Musik je nach Alter des Publikums eine unterschiedliche Wirkung hat. Ganz kleine Kinder haben logischerweise noch keine stilistische Referenz und daher auch nicht die Erwartungshaltung eines Erwachsenen. Letztere sind hingegen viel zu zivilisiert, um auf die Stühle zu springen oder lautstark mitzufiebern wie ein Kind. Wenn man diese Wirkung im Blick hat, kann man als Komponist eigentlich alles schreiben, auch für Kinder.

Mit Humanoid hast du zusammen mit der Librettistin Pamela Dürr auch schon eine Science fiction-­Oper für Jugendliche geschrieben. Was gefällt dir, Pamela, besonders am Theater für junge Menschen?
Pamela Dürr: Ich habe überhaupt keine Vorbehalte, für Kinder oder Jugendliche zu schreiben. Man ist dabei besonders stark aufgefordert, über das jeweilige Zielpublikum nachzudenken: Wer sind diese Menschen? Was kann ein Stück bei ihnen auslösen? Wie kann man auf sie zugehen? Besonders wichtig finde ich, dass man junge Menschen herausfordert. Oft stellen sie ja ganz direkte und essenzielle Sinnfragen. Und diese sollten in den Stücken unbedingt reflektiert werden. Ich bin daher immer dagegen, Stoffe für Kinder zu verniedlichen.

Wie habt ihr auf den Vorschlag des Opernhauses Zürich reagiert, eine Familienoper nach Homers Odyssee zu schreiben?
Leonard Evers: Ich habe gleich Pamela angerufen, und wir haben keine Sekunde mit unserer Entscheidung gezögert. Die abenteuerlichen Erzählungen, für die Homers Epos so bekannt ist, passen sehr gut zu den Fantasiewelten, in die sich Kinder gerne hineindenken.
Pamela Dürr: Ich habe mich sofort daran erinnert, wie mich die griechische Mythologie als Kind fasziniert hat. Aber mir wurde auch schnell wieder klar, dass es sich bei der Odyssee um einen sehr krassen, blutrünstigen und tiefgründigen Stoff handelt, aus dem man genauso gut ein Stück über Heimatverlust oder Kriegstraumata machen könnte. Unsere erste Aufgabe bestand also darin, uns von vielen Episoden und Figuren des Epos zu verabschieden und einen Zugang zu finden, der sich für die ganze Familie eignet.

Und für welche Dramaturgie habt ihr euch entschieden?
Pamela Dürr: Im Zentrum von Homers Epos stehen die Irrfahrten des Odysseus: Bei seiner Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg verirrt er sich auf dem Meer und gerät in die verrücktesten Fantasiewelten. Dieser Abenteuer­-Reise, die Odysseus gemeinsam mit seinen Schicksalsgefährten durchlebt, folgt auch unsere Oper. Ausserdem haben wir uns entschieden, die Geschichte aus der Perspektive von Odysseus’ Sohn Telemachos zu erzählen. Dieser wartet mit seiner Mutter Penelope im Palast von Ithaka seit vielen Jahren auf den Vater, den er noch nie gesehen hat. Bei der Wiederbegegnung von Odysseus, Penelope und Telemachos hört bei uns die Geschichte dann auch auf, weil wir den Kindern die brutale Szene ersparen wollen, in der bei Homer kurz darauf alle Männer ermordet werden, die während Odysseus’ Abwesenheit seine Frau bedrängt haben.
Leonard Evers: In unserer Version gibt es aber auch zwei Götter, nämlich den Meeresgott Poseidon, dem in dieser Geschichte, die fast durchweg auf dem Meer spielt, eine wichtige Rolle zukommt, und Athene, die als Göttin der klugen Strategie gilt.
Pamela Dürr: Athene ist Poseidons Nichte. Die beiden stehen also für zwei Generationen und bilden auch sonst ein stark kontrastierendes Götterpaar: Poseidon versinnbildlicht die ungeheuren Kräfte der Natur, während sich Athene mit ihrer empathischen Kraft immer wieder für Odysseus einsetzt.

Können sich Kinder von heute mit solchen Götter­ und Heldenfiguren der Antike identifizieren?
Leonard Evers: Die griechischen Götter sind ja keine unnahbaren Wesen. Sie sind den Menschen täuschend ähnlich. Es liegt deshalb nahe, sie miteinander zu vergleichen, und manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass die Menschen den Göttern einen Schritt voraus sind.
Pamela Dürr: Trotzdem haben die Götter natürlich faszinierende Kräfte: Sie tauchen plötzlich auf um zu helfen oder zu strafen. Und für solche mit Superkräften ausgestattete Figuren sind Kinder ohnehin immer sehr empfänglich. Selbstverständlich haben wir uns überlegt, ob es nötig ist, diese alte Erzählung irgendwie ins Heute zu übersetzen. Wir haben uns aber ganz klar dagegen entschieden. Die Gelegenheit, einmal in diesen grossen, fantastischen Bildern zu sprechen, wollten wir gerade in der Welt von heute, in der sonst alles schnell, effizient und möglichst unaufwändig gehen soll, unbedingt nutzen.
Leonard Evers: In den meisten Fällen sind junge Leute mit dieser Geschichte ja noch gar nicht vertraut. Ich war deshalb unbedingt dafür, sie sehr direkt zu erzählen; sie enthält so viele Informationen, dass es nicht noch eine zusätzliche Ebene braucht. Ein Kind fragt sich nicht, wie es diese alte Erzählung in der Gegenwart zu verstehen hat, sondern eher wie es sich selbst in der Rolle des Odysseus fühlen oder verhalten würde.

An welchen Stationen führen Odysseus’ Irrfahrten in eurer Oper vorbei?
Leonard Evers: Odysseus bricht mit einem grossen Heer von Gefährten und Schiffen auf und ist am Ende allein, während das Meer immer wilder und gefährlicher wird.
Pamela Dürr: Die Inseln und Figuren, die auf unserer Reise vorkommen, haben sich nach und nach herauskristallisiert: Einige Charaktere wie beispielsweise der einäugige Riese Polyphem waren von Anfang an klare Favoriten. Dass dieses bedrohliche Monster bei Kindern hoch im Kurs steht, hat mir auch mein zehnjähriger Sohn klar bestätigt. Andere Szenen sind wegen ihrer theatralischen Anlage gut geeignet, so etwa die Episode um Kirke, die Odysseus’ Gefährten in Schweine verwandelt. Auch die Szene in der Unterwelt eignet sich aufgrund ihrer grossen Suggestivkraft gut für die Oper.
Leonard Evers: Es gibt aber auch wichtige Szenen, über die wir viel diskutiert haben, weil darin eigentlich nichts passiert. Zum Beispiel wenn Odysseus am Ende sieben Jahre bei der schönen Kalypso festsitzt.

Ihr habt euch trotzdem für die Kalypso-­Szene entschieden. Liegt das daran, dass die handlungsarmen Szenen für die Musik interessanter sind als die textlastigen?
Leonard Evers: Musikalisch war es grundsätzlich mein Ziel, für jede Insel ein eigenes klangliches Idiom zu finden. Demgegenüber stand aber tatsächlich auch die Herausforderung, einiges an Text unterzubringen, weil es natürlich Handlung gibt, die erzählt werden soll. Die Szene bei Kalypso steht ganz am Ende der Reise und ist deshalb besonders wichtig: Odysseus hat in dieser Szene nicht nur sein Schiff und seine Gefährten verloren, sondern in gewisser Weise auch sich selbst. Gleichzeitig befindet er sich in den Armen einer wunderschönen Frau, was offensichtlich dazu führt, dass er sieben Jahre lang die Zeit vergisst. Was Odysseus hier erlebt, ist das Paradies, und doch ist es das absolute Gegenteil von der Heimat, die er eigentlich sucht: Bei Kalypso findet er eine objektiv perfekte, aber völlig unwirkliche Welt. Ich habe deshalb eine Art «Liftmusik» geschrieben, die eine schöne, aber völlig sterile und unpersönliche Atmosphäre verbreitet.
Pamela Dürr: Rund um die Kalypso-­Figur könnte ich mir ein ganzes Stück für Erwachsene vorstellen… Für die Kinder ist aber entscheidend, dass hier Odysseus’ Kern zum Vorschein kommt. Er ist an diesem Punkt seiner Reise geschält wie eine Zwiebel. Das einzige Gefühl, das ihm bleibt, ist sein Heimweh. Und das können die Kinder gefühlsmässig sicher nachvollziehen.

Welches musikalische Spektrum umspannt deine Oper?
Leonard Evers: Es gibt darin ganz unterschiedliche Idiome. Einerseits gibt es sehr tonale Musik, die für mich – auch wenn das jetzt ein bisschen klischiert klingt – immer mit dem Heimkommen verbunden ist. So ist das eben mit der Tonalität. Man denkt sich immer: Das kenne ich! Dann gibt es aber auch Momente, in denen die Tonalität zugunsten anderer Ideen oder Charaktere in den Hintergrund tritt: So habe ich beispielsweise für Penelope eine Musik geschrieben, die nicht fortschreitet, sondern immer um sich selbst kreist. Telemachos hingegen hat eine sehr aktive, aufgeregte Sprache. Und dann gibt es natürlich viele Assoziationen oder Zitate aus Klangwelten, die mir für einzelne Episoden geeignet schienen.
Pamela Dürr: Leonard und ich haben viel über Klang­ und Tonwelten gesprochen, bevor ich angefangen habe, den Text zu schreiben. Das hat mir sehr geholfen. Er hat einen sehr spielerischen, unvoreingenommenen Zugang zur Musik und bringt auch mal einen Klangfetzen von einer holländischen Schlagerband ins Gespräch. Da schreibe ich natürlich gleich ganz andere Texte als für eine Stimme, die von einem dicken Sinfonieorchester­Klang begleitet wird.

Eine Besonderheit in deiner Partitur ist das sehr differenzierte Verhältnis von gesprochenem und gesungenem Text. Wie gehst du da vor?
Leonard Evers: Das Verhältnis von Text und Musik ist in der Oper ja ein grosses Thema, und meistens verhält es sich so, dass man sich denkt: Wow, tolle Stimme! Aber was singt sie eigentlich? Ich finde aber, dass es genau umgekehrt sein muss: Zunächst sollte man wissen, worum es geht, um dann festzustellen: Das wird ja gesungen! Aus diesem Grund gibt es bei mir nahtlose Übergänge vom Sprechen ins Singen. Das Singen ist für mich immer eine intensivierte Form des Sprechens. Ich stelle mir deshalb auch stets die Frage: Warum singt man das? Und wenn ich keine Antwort darauf habe, dann wird eben gesprochen.

Besondere Klangfarben werden in deiner neuen Oper auch im Orchester zu hören sein. Für welche Besetzung hast du dich entschieden?
Leonard Evers: Ein Stoff wie die Odyssee braucht manchmal richtig volle, mächtige Klänge, etwa wenn die Götter auftreten. Da ich für ein eher kleines Ensemble komponieren sollte, entschied ich mich deshalb ausnahmsweise gegen eine Streicherbesetzung: das Herz des Ensembles besteht aus Blasinstrumenten. Ein Bläserensemble kann sehr flexibel eingesetzt werden und klingt je nach Stil ganz unter schiedlich, mal wie eine Big Band, mal nach Jazz oder Pop, mal wie Monteverdi oder wie ein Ensemble für zeitgenössische Musik. Ergänzt werden die Blasinstrumente durch besondere Farben wie Harfe, Gitarre, Perkussion und ein Akkordeon, das ich ein fantastisches Instrument finde, weil es sowohl als Soloinstrument als auch als «Leim» für die ganze Besetzung interessant ist. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Gesangsstimmen mit diesem Bläserensemble mischen werden. Durch die Arbeit mit dem Atem sind sich Gesang und Blasinstrumente ja sehr nahe.
Pamela Dürr: Mir gefällt deine Entscheidung auch in Bezug auf unsere Geschichte sehr gut, in der die Reise immer nur vorangeht, wenn der Wind bläst!

Das Gespräch führte Fabio Dietsche.
Dieser Artikel ist erschienen in MAG 86, Otkober 2021.
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Wie machen Sie das, Herr Bogatu?


Ein Meeresstrudel ohne Meer

Ein Besuch unserer Familienoper Die Odyssee würde sich schon nur wegen der Musik lohnen, die der 1985 (!) geborene Leonard Evers komponiert hat, aber selbst Menschen, die mit Musik grundsätzlich nichts am Hut haben, werden von dieser Aufführung begeistert sein.

Die Werkstätten des Opernhauses – allen voran die Schlosserei – haben entsprechend der Vorgabe des Bühnenbildners David Hohmann das Seeungeheuer Charybdis aus der griechischen Mythologie wahrhaftig auf die Bühne gestellt. Der Mythologie nach sog Charybdis dreimal am Tag das Meerwasser ein, und es bildete sich ein gigantischer, für Seefahrende äusserst gefährlicher Strudel. Ein Strudel ist in diesem Fall kein in Vanillesauce schwimmendes Gebäck, sondern ein trichterförmiger, endloser Schlund, von dem Schiffe und – in unserer Oper – einige der Gefährten des Odysseus verschlungen werden.

Ich denke, jede und jeder möchte einen alles verschlingenden Strudel aus Meerwasser im Wohnzimmer haben, und das ist unproblematisch umzusetzen: Machen Sie ein grosses Loch, ca. 20 m tief, füllen Sie es mit Wasser und einer Prise Salz. Nun einfach den Stöpsel ziehen und das Wasser bildet von alleine einen Strudel. Das bühnenbildnerische Problem dabei ist, dass unser Publikum die Charybdis dann nicht wirklich gut sehen könnte: Das Parkett liegt so flach zur Bühne, dass man bei ruhiger See den Meeresspiegel von vielen Plätzen aus nicht sieht. Man würde die Inszenierung also nur vom 2. Rang aus gut sehen, und das wäre ja schade!

Kurzerhand hat David Hohmann den Strudel deswegen senkrecht gestellt, so dass das ganze Publikum in den sich drehenden Schlund schauen kann. Leider ist das Problem dabei, dass das Wasser das nicht mitmacht. Deswegen haben wir einen riesigen Trichter aus Stahl und Holz gebaut, der sich während der Inszenierung von Rainer Holzapfel dank toller Videoprojektionen von Tieni Burkhalter auch in die Höhle des einäugigen Riesen Polyphem oder die Unterwelt verwandeln kann. Und diesen Trichter können wir nun drehen lassen. Wie im echten Strudel dreht sich dann alles mit und so steht beispielsweise Odysseus im Stück plötzlich auf dem Kopf. Da so ein riesiger Strudel sich zur Mitte hin immer schneller dreht, besteht unser Trichter aus drei Teilen, die wir unterschiedlich schnell und in beide Richtungen drehen können. Die einzelnen Trichterteile stehen je auf einem Stahlgerüst aus Rollen. Diese Rollen treiben wir mit sehr kräftigen Motoren an, und dadurch dreht sich das jeweilige Trichterteil mit.

Unsere Maschinisten haben Charybdis während der Proben so dressiert, dass der Trichter auch nur sanft hin und her schaukeln kann: Und schon ist für das Publikum aus einem Strudel ein Schiff in einer sanften Dünung geworden. Aber wehe, wenn die Gefährten des Odysseus die Götter verärgern, dann wird aus der Dünung schwerer Seegang, und wenn tatsächlich Charybdis entfesselt wird, ist das wirklich sehenswert. Schauen Sie sich das an!

Sebastian Bogatu ist Technischer Direktor am Opernhaus Zürich.
Dieser Artikel ist erschienen in MAG 87, November 2021.
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Audio-Einführung für Kinder

Synopsis

Die Odyssee

Synopsis

Die Odyssee

Biografien


Eduardo Strausser, Musikalische Leitung

Eduardo Strausser

Eduardo Strausser wurde 1985 in São Paulo geboren und studierte an die Zürcher Hochschule der Künste Dirigieren. 2008 nahm er am Internationalen Forum für Dirigenten bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik teil, wo er die Möglichkeit hatte, mit György Kurtág und Brian Ferneyhough zu arbeiten. Darüber hinaus nahm er an Meisterkursen mit Bernard Haitink, David Zinman und Kurt Masur teil. Erste Engagements führten ihn u.a. zu der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, zum Kammerorchester Festival Strings Lucerne, dem Kurpfälzischen Kammerorchesters Mannheim, dem Berner Symphonieorchesters, der Berliner Camerata und dem Philharmonischen Orchester Luxemburg. Es folgten Konzerte mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Orchestre de Chambre de Lausanne und dem Prager Rundfunk-Sinfonieorchester. Von 2014 bis 2016 war er Gastdirigent am Theatro Municipal de São Paulo, wo er Lohengrin, Elektra, Gomes’ Fosca, das Ballett Der Nussknacker sowie verschiedene Sinfoniekonzerte dirigierte. 2016 leitete er La bohème am Theatro Municipal in Rio de Janeiro, wenig später war er am Pult des Teatro La Fenice in Venedig zu erleben sowie am Teatro Verdi di Padova für La bohème. 2019/20 leitete er am Staatstheater Hannover Tosca, Die Zauberflöte, Hänsel und Gretel und Il barbiere di Siviglia. In der Saison 2020/21 debütierte er mit dem Royal Philharmonic Orchestra und kehrte zum Antwerp Symphony Orchester zurück, welches er 2019 zum ersten Mal dirigierte. Ausserdem gab er für Live-Streams Konzerte mit dem Detroit Symphony Orchestra und Collegium Musicum Basel.

Die Odyssee13, 21, 28 Nov; 04, 07, 11, 15, 16, 26 Dez 2021


Ann-Katrin Stöcker, Musikalische Leitung

Ann-Katrin Stöcker

Ann-Katrin Stöcker, geboren in Koblenz, studierte Klavier, Solorepetition sowie Dirigieren in Frankfurt und ergänzte ihre Ausbildung mit einem Studium der Korrepetition, Liedbegleitung und Kammermusik am Conservatorio di Santa Cecilia in Rom. Künstlerische Impulse erhielt sie unter anderem in Meisterkursen mit Helmut Deutsch, Leon Fleisher, Krzysztof Penderecki, Lothar Zagrosek und Kurt Moll. Ann-Katrin Stöcker ist mehrfach ausgezeichnete Bundespreisträgerin des Wettbewerbs «Jugend musiziert» und erhielt den Förderpreis für junge Musiker des Lions-Clubs. Sie war Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes und wurde von Yehudi Menuhins «Live Music Now» gefördert. Neben einer regen Konzerttätigkeit als Solokünstlerin, Liedbegleiterin und Kammermusikpartnerin war sie bereits während ihres Studiums als Solorepetitorin am Theater Augsburg, dem Staatstheater Braunschweig und der Oper Frankfurt engagiert. Von 2012 bis 2014 war sie am Staatstheater Braunschweig als Solorepetitorin mit Dirigierverpflichtung und Assistentin des Generalmusikdirektors Alexander Joel tätig.
Ihr Debüt als Dirigentin gab sie 2013 mit Mozarts Die Zauberflöte und der künstlerischen Leitung der Kinder- und Jugendkonzerte am Staatstheater Braunschweig.
Dem Opernhaus Zürich ist sie seit 2014 als Solorepetitorin und stellvertretende Studienleiterin verbunden.
Sie arbeitet regelmässig als Assistentin von Simone Young bei Projekten mit dem Orchestre de chambre de Lausanne und wurde für die Bayreuther Festspiele im Sommer 2021 als musikalische Assistentin eingeladen. Zuletzt hatte Ann-Katrin Stöcker am Opernhaus Zürich die musikalische Leitung von Gold! (2016/2017), Konrad (2018/2019) und die Schweizer Erstaufführung von Marc-Anthony Turnages Coraline (2019/2020) inne.

Das tapfere Schneiderlein18, 19, 25, 26 Sep; 14, 20, 21 Nov 2021 Die Odyssee08, 16 Jan 2022


Rainer Holzapfel, Inszenierung

Rainer Holzapfel

Rainer Holzapfel studierte Musiktheater-Regie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Hamburg. Neben Arbeiten des bekannten Opern- und Operettenrepertoires (Le nozze di Figaro, Carmen, Rigoletto, La traviata, Die Perlenfischer, La bohème, Der Vogelhändler, Die lustige Witwe u.a.) bildet ein Schwerpunkt seiner Arbeit die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen und unbekannten Werken, z.B. Fräulein Julie von Antonio Bibalo und Der mündliche Verrat von Maurizio Kagel (beides am Theater Bremen), die Uraufführung von vier Kurzopern am Europäischen Zentrum der Künste Dresden-Hellerau sowie die Schweizer Erstaufführungen von Jakob von Gunten (Schweitzer) und Antigona (Traetta) am Theater Biel Solothurn. Er leitete die interdisziplinären Projekte La Rappresentatione di Anima e di Corpo (Pocket Opera Nürnberg), Four Walls Don’t Stop (HAU Berlin), Wie Europa gelingt – eine Familienaufstellung (Deutsches Schauspielhaus Hamburg), Der Untergang des Hauses Usher (Theater Naumburg) und schrieb Pasticcii für das Musiktheater: Killing Orpheus (Theater Neustrelitz), La Signoria Doria (Volkstheater Rostock) und Ein Zug wird kommen (Theater Oberhausen). Im Bereich des Kinder- und Jugendtheaters inszenierte er Stücke mit Kindern (Vom Teufel mit den drei goldenen Haaren / Folkwang Hochschule), für Kinder (Prinzessin Anna / Theater Vorpommern) und für die ganze Familie (Tom Sawyer und Huckleberry Finn / Landestheater Detmold). Mit dem Kinderstück Lotte und Luis (Hensel nach Kästner) am Jungen Schauspielhaus Düsseldorf wurde er für den FAUST Theaterpreis 2009 vorgeschlagen. Lehraufträge für Szenische Arbeit führten ihn an die Folkwang Hochschule Essen und an die Hochschule für Künste Bremen. Seit August 2020 ist er Hausregisseur und Mitglied der künstlerischen Leitung am Volkstheater Rostock.

Die Odyssee13, 21, 28 Nov; 04, 07, 11, 15, 16, 26 Dez 2021; 08, 16 Jan 2022


David Hohmann, Bühnenbild

David Hohmann

David Hohmann studierte Bühnenbild an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und ist seit 2004 als freischaffender Bühnenbildner für Schauspiel- und Opernproduktionen tätig. Engagements führten ihn u.a. ans Theater Bochum, Theater Bremen, Staatstheater Hannover, Staatstheater Nürnberg, Junges Schauspielhaus Hamburg, Theater Bonn, Staatsschauspiel Dresden und an die Ruhrtriennale. Dabei arbeitet er mit RegisseurInnen wie Alexander Riemenschneider, Boris Nikitin, Cesare Lievi, Grete Pagan, Clara Weyde und Philipp Himmelmann. Für die Oper entwarf er die Bühnenbilder für Katja Kabanowa an der Opéra national de Lorraine, für Alcina an der Theaterakademie Hamburg und für Elektra am Stadttheater Klagenfurt. Für das Bühnenbild von Draussen vor der Tür am Theater Münster wurde er 2016 für den FAUST-Preis nominiert.

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Lisa Brzonkalla, Kostüme

Lisa Brzonkalla

Lisa Brzonkalla studierte Kostümgestaltung an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Engagements führten sie an die Australian Opera Sydney, zu den Bayreuther Festspielen, ans Berliner Ensemble und an die Schaubühne am Lehniner Platz. Als Kostümassistentin und Kostümbildnerin arbeitete sie zwei Jahre an den Städtischen Bühnen Freiburg. Von 1999 bis 2009 war sie freischaffend tätig, u.a. am Theater Biel Solothurn, am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, am Deutschen Nationaltheater Weimar, an der Neuköllner Oper Berlin und am Theater Regensburg. Dabei hat sie für Oper, Ballett, Schauspiel sowie Film und Fernsehen gearbeitet. Von 2009 bis 2020 hat sie als Head of Costume Design die Kostümabteilung von TUI Cruises GmbH aufgebaut. Seit Januar 2020 ist sie wieder als freie Bühnen- und Kostümbildnerin tätig. Zuletzt entwarf sie die Kostüme für Die lustige Witwe und für Le nozze di Figaro, beides in der Regie von Rainer Holzapfel am Volkstheater Rostock.

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Franck Evin, Lichtgestaltung

Franck Evin

Franck Evin, geboren in Nantes, ging mit 19 Jahren nach Paris, um Klavier zu studieren. Nachts begleitete er Sänger im Café Théâtre Le Connetable und begann sich auch für Beleuchtung zu interessieren. Schliesslich entschied er sich für die Kombination aus Musik und Technik. Dank eines Stipendiums des französischen Kulturministeriums wurde er 1983 Assistent des Beleuchtungschefs an der Opéra de Lyon. Hier arbeitete er u.a. mit Ken Russel und Robert Wilson zusammen. Am Düsseldorfer Schauspielhaus begann er 1986 als selbstständiger Lichtdesigner zu arbeiten und legte 1993 die Beleuchtungsmeisterprüfung ab. Besonders eng war in dieser Zeit die Zusammenarbeit mit Werner Schröter und mit dem Dirigenten Eberhard Kloke. Es folgten Produktionen u. a. in Nantes, Strassburg, Paris, Lyon, Wien, Bonn, Brüssel und Los Angeles. Von 1995 bis 2012 war er Künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung der Komischen Oper Berlin und dort verantwortlich für alle Neuproduktionen. Hier wurden besonders Andreas Homoki, Barrie Kosky, Calixto Bieto und Hans Neuenfels wichtige Partner für ihn. Im März 2006 wurde Franck Evin mit dem «OPUS» in der Kategorie Lichtdesign ausgezeichnet. Seit Sommer 2012 arbeitet er als künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung an der Oper Zürich. Franck Evin wirkt neben seiner Tätigkeit in Zürich weiterhin als Gast in internationalen Produktionen mit, etwa an den Opernhäusern von Oslo, Stockholm, Tokio, Amsterdam, München, Graz sowie der Opéra Bastille, der Mailänder Scala, dem Teatro La Fenice, der Vlaamse Opera und bei den Bayreuther Festspielen.

Salome12, 15, 18, 24, 30 Sep; 03, 07, 10, 17 Okt 2021; 13, 17, 20, 26, 29 Jan; 03 Feb 2023 Das Rheingold30 Apr; 03, 07, 10, 14, 18, 22, 25, 28 Mai 2022 L'incoronazione di Poppea14, 17, 19, 22, 26, 29 Sep 2021 I Capuleti e i Montecchi19, 21, 25 Sep; 05, 10 Okt 2021 Il trovatore24, 28 Okt; 02, 06, 09, 12, 17, 20, 26 Nov 2021; 17, 24, 27 Sep; 06, 11, 16 Okt 2022 Così fan tutte14, 19, 27 Nov; 02, 07, 11 Dez 2021 Die Odyssee13, 21, 28 Nov; 04, 07, 11, 15, 16, 26 Dez 2021; 08, 16 Jan 2022 Simon Boccanegra12, 15, 17, 22, 26, 30 Dez 2021 Don Giovanni25, 28, 30 Jan; 05, 11, 18 Feb 2022 Dialogues des Carmélites13, 17, 19, 25, 27 Feb; 03, 05 Mär 2022 Girl with a Pearl Earring03, 07, 09, 16, 24, 29 Apr; 06, 08 Mai 2022 Nabucco11, 16, 25, 28 Sep; 09 Okt 2022 Die Walküre18, 21, 29 Sep; 02, 05, 08, 18 Okt 2022 Barkouf23, 27, 30 Okt; 04, 06, 09, 13, 17, 19, 22 Nov 2022 Faust29 Okt; 01, 06, 13, 16 Nov 2022 Alice im Wunderland12, 20, 27 Nov; 06, 09, 15, 31 Dez 2022; 01, 02, 08, 19 Jan 2023 Eliogabalo04, 07, 11, 13, 16, 21, 26, 30 Dez 2022; 02, 07 Jan 2023 La bohème09, 11, 14, 18, 22, 28 Dez 2022 La traviata23, 26, 31 Dez 2022; 06, 08, 11, 15 Jan 2023 Jewgeni Onegin10, 16, 19, 24 Feb; 01 Mär 2023 Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023 Roméo et Juliette10, 13, 16, 22, 25, 28 Apr; 04, 07, 13, 18 Mai 2023 Don Pasquale29 Mai; 01, 04, 10, 14, 17 Jun 2023 Die Entführung aus dem Serail05 Nov 2022


Tieni Burkhalter, Video

Tieni Burkhalter

Tieni Burkhalter studierte Bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), wo er sich auf Video und Videoinstallation spezialisierte. Seine Werke wurden sowohl an Ausstellungen als auch an Experi­mentalfilmfestivals, u.a. der Videoex in Zürich und der Biennale de l’image en mouvement in Genf, gezeigt. Daneben war er als freier Mit­arbeiter für das Schweizer Fernsehen sowie für verschiedene Filmagenturen als Kameramann und Ausstatter tätig und unterstützt bis heute zahlreiche Zürcher Galerien in Zusammenarbeit mit ihren Künstler:innen. Seit 2009 ist er als Videoproduzent für die Bühne tätig: Am Opernhaus Zürich waren seine Arbeiten bisher Teil von Der fliegende Holländer, Land des Lächelns (Inszenierung: Andreas Homoki), A-Life (Choreografie: Douglas Lee), Anna Karenina und Das Mädchen mit den Schwefelhölzern (Choreografie: Christian Spuck), Pelléas et Mélisande und Die Sache Makropulos (Inszenierung: Dmitri Tcherniakov), Faust (Choreografie: Edward Clug), Coraline (Inszenierung: Nina Russi), Die Csárdásfürstin (Inszenierung: Jan Philipp Gloger), Il trovatore (Inszenierung: Adele Thomas) und Die Odyssee (Inszenierung: Rainer Holzapfel). Für Dmitri Tcherniakov produzierte er ferner das Videodesign für Senza Sangue/Herzog Blaubarts Burg an der Staatsoper Hamburg, La Fille de Neige und Les Troyens an der Opéra National de Paris und Tristan und Isolde an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

Die Odyssee13, 21, 28 Nov; 04, 07, 11, 15, 16, 26 Dez 2021; 08, 16 Jan 2022 Il trovatore17, 24, 27 Sep; 06, 11, 16 Okt 2022 Anna Karenina19, 23, 25 Mär; 01, 02, 05, 06 Apr 2023 Le nozze di Figaro19, 22, 25, 28 Jun; 01, 03, 07, 10 Jul; 23, 25 Sep; 07, 13, 15, 22 Okt 2022


Ruben Drole, Odysseus

Ruben Drole

Ruben Drole stammt aus Winterthur und studierte an der Musikhochschule Zürich bei Jane Thorner Mengedoht. 2004 wurde er ins IOS und 2005 ins Ensemble des Opernhauses Zürich aufgenommen, wo er u.a. als Lucio Cinna (J.C. Bachs Lucio Silla), Haly (L’italiana in Algeri), Argante (Rinaldo), Wurm (Luisa Miller) und als Papageno in der von Nikolaus Harnoncourt geleiteten Zauberflöte zu erleben war. Als Papageno hat er 2015 auch sein Debüt an der Semperoper Dresden gegeben. Weitere Projekte mit Harnoncourt waren u.a. Kezal (Die verkaufte Braut) und Haydns Schöpfung bei der Styriarte Graz, Beethovens Christus am Ölberg in Wien und Luzern, eine Japan-Tournee (Mozarts Requiem und Händels Messiah) sowie Leporello (Don Giovanni) am Theater an der Wien. Im Zürcher Zyklus der Mozart/Da Ponte-Opern von Sven-Eric Bechtolf und Franz Welser-Möst wirkte er als Guglielmo (Così fan tutte), Figaro (Le nozze di Figaro) und Leporello (Don Giovanni) mit. Dieselben Partien interpretierte er unter Welser-Möst auch mit dem Cleveland Orchestra. Bei den Salzburger Festspielen 2012 sang er den Achilla (Giulio Cesare) und trat dort 2013 in Haydns Il ritorno di Tobia und in Walter Braunfels’ Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna auf. In Zürich war er zuletzt u.a. als Figaro, Lord Rochefort (Anna Bolena), Papageno, Leporello, Alaskawolfjoe (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), als Peter in Hänsel und Gretel, Biterolf in Tannhäuser, Guru in der Uraufführung Last Call, Theatermaschinist in Die Sache Makropulos, Soldat in Die Geschichte vom Soldaten und als Odysseus in Die Odyssee zu sehen.

Das tapfere Schneiderlein19, 26 Sep; 20 Nov 2021 Die Odyssee13 Nov; 07, 16, 26 Dez 2021; 16 Jan 2022 Le nozze di Figaro19, 22, 25, 28 Jun; 01, 03, 07, 10 Jul; 23, 25 Sep; 07, 13, 15, 22 Okt 2022 Alice im Wunderland12, 27 Nov; 15, 31 Dez 2022; 01, 19 Jan 2023 Die Zauberflöte29 Apr; 05, 12, 17 Mai 2023


Andrew Moore, Odysseus

Andrew Moore

Andrew Moore, Bass-Bariton, studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Er war 2017 Finalist beim New Jersey State Opera Alfredo Silipigni Wettbewerb und sang im gleichen Jahr mit den New Jersey Chamber Singers die Baritonpartie im Requiem von Fauré. 2018 nahm er am Merola Opera Program in San Francisco teil, wo er u.a. beim Schwabacher Summer Concert und in The Rake’s Progress sang. 2019 war er Teilnehmer der Metropolitan Opera National Council Auditions und erreichte das New England Region Finale, wo er mit dem Susan Eastman Encouragement Award ausgezeichnet wurde. Im gleichen Jahr sang er an der Santa Fe Opera in den Produktionen La bohème, Così fan tutte und Jenůfa. Seit der Spielzeit 2020/21 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios und sang hier u.a. Agata Scannagalli in Viva la mamma, Masetto in Don Giovanni sowie die Titelpartie in Die Odyssee.

Macbeth09, 18, 20, 23, 26, 29 Mär; 01 Apr 2022 L'incoronazione di Poppea14, 17, 19, 22, 26, 29 Sep 2021 Die Odyssee21, 28 Nov; 04, 11, 15 Dez 2021; 08 Jan 2022 Le Comte Ory31 Dez 2021; 07, 09, 14, 16, 20 Jan 2022 Don Giovanni25, 28, 30 Jan; 05, 11, 18 Feb 2022 Tristan und Isolde26, 29 Jun; 02, 06, 09 Jul 2022 Alice im Wunderland20, 27 Nov; 09, 15 Dez 2022; 01 Jan 2023 La traviata23, 26, 31 Dez 2022; 06, 08, 11, 15 Jan 2023 Salome13, 17, 20, 26, 29 Jan; 03 Feb 2023 Roméo et Juliette10, 13, 16, 22, 25, 28 Apr; 04, 07, 13, 18 Mai 2023 Lessons in Love and Violence21, 25, 27 Mai; 02, 04, 08, 11 Jun 2023 Der Freischütz28 Jun; 01, 06, 09 Jul 2023


Siena Licht Miller, Penélope

Siena Licht Miller

Siena Licht Miller, deutsch-amerikanische Mezzosopranistin, studierte am Curtis Institute of Music und am Oberlin Conservatory of Music Gesang. Sie vervollständigte ihre Ausbildung mit Kursen an der Opera Philadelphia, der Santa Fe Opera, dem Opera Theatre of St. Louis und beim Aspen Music Festival. Sie ist Stipendiatin der Bagby Foundation, Preisträgerin der Metropolitan Opera National Council Auditions, der Marilyn Horne Rubin Foundation und der Gerda Lissner Foundation. Höhepunkte ihrer bisherigen Karriere waren die Rollendebüts der Hermia in A Midsummer Night’s Dream, Zweite Dame in Die Zauberflöte und eine der vier Solopartien in der Uraufführung von Denis and Katya von Philip Venables an der Opera Philadelphia. Am Aspen Opera Center sang sie zudem die Titelrolle in Ravels L’Enfant et les sortilèges unter der Leitung von Robert Spano. Regelmässig widmet sie sich zudem dem Liedgesang; so sang sie bei der Reihe The Song Continues in der Carnegie Hall zur Feier ihrer Mentorin Marilyn Horne und war mit einem Rezital zusammen mit dem Pianisten Kevin Murphy auf einer Tour durch die USA. Seit der Spielzeit 20/21 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und sang hier bisher u.a. in Maria Stuarda, Simon Boccanegra, Viva la mamma, Salome, Odyssee und Monteverdi.

Salome12, 15, 18, 24, 30 Sep; 03, 07, 10, 17 Okt 2021; 13, 17, 20, 26, 29 Jan; 03 Feb 2023 Die Odyssee13, 21, 28 Nov; 04, 11 Dez 2021; 08 Jan 2022 Monteverdi15, 19, 22, 23, 27, 29 Jan; 04, 06, 10, 12, 20, 26 Feb 2022; 26, 29, 31 Mai; 03, 09, 11, 25 Jun 2023 L'italiana in Algeri06, 08, 10, 13, 15, 17, 20, 25, 31 Mär; 05 Apr 2022 Das Rheingold30 Apr; 03, 07, 10, 14, 18, 22, 25, 28 Mai 2022 Barkouf23, 27, 30 Okt; 04, 06, 09, 13, 17, 19, 22 Nov 2022 Lakmé02, 08, 15 Apr 2023 Serse06, 10, 12, 14, 17 Mai 2023 Eröffnungsfest Spielzeit 22/2310 Sep 2022


Freya Apffelstaedt, Penélope

Freya Apffelstaedt

Freya Apffelstaedt wurde in Südafrika geboren. Sie schloss 2021 ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik und Theater München ab und gewann u.a. den zweiten Preis beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb 2020, einen Sonderpreis beim Internationalen Klassik-Gesangswettbewerb DEBUT 2020 und den dritten Preis beim Bundeswettbewerb Gesang 2020. Darüber hinaus ist sie Empfängerin des Deutschlandstipendiums und war Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Bayreuth. Als Konzertsängerin umfasst ihr Repertoire nahezu alle gängigen Oratorien von Monteverdi, Schütz, Bach, Händel und Mozart bis hin zu Werken des 20. Jahrhunderts. Im Rahmen ihres Studiums trat sie in der Uraufführung der Oper liminal space auf, einer Kooperation der HfMT München mit der Münchener Biennale für Neues Musiktheater. Weitere Engagements umfassen die Rolle der Hippolyta in Brittens A Midsummer Night’s Dream an der Bayerischen Theaterakademie August Everding sowie Auftritte mit den Münchner Symphonikern und mit dem Konzerthausorchester Berlin. Im Sommer 2021 nahm sie am Young Singers Project der Salzburger Festspiele teil. Seit der Spielzeit 2021/22 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich.

Die Odyssee07, 15, 16, 26 Dez 2021; 16 Jan 2022 Le Comte Ory31 Dez 2021; 07, 09, 14, 16, 20 Jan 2022 Dialogues des Carmélites13, 17, 19, 25, 27 Feb; 03, 05 Mär 2022 Il mondo della luna05, 07, 11, 13, 15 Mai 2022 Die Walküre18, 21, 29 Sep; 02, 05, 08, 18 Okt 2022 Serse06, 10, 12, 14, 17 Mai 2023 Jakob Lenz22 Nov 2022


Andrew Owens, Telémachos

Andrew Owens

Andrew Owens, Tenor, wurde in Philadelphia geboren und studierte am Oberlin Konservatorium Gesang. Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, u.a. gewann er den Zarzuela Preis beim Francisco Viñas Wettbewerb. Er nahm am Young Singers Project der Salzburger Festspiele teil und war Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper München. Von 2012 bis 2014 war er Mitglied des Jungen Ensembles des Theater an der Wien, wo er an der Kammeroper u.a. in La bohème, La Cenerentola, Fidelio, Attila, Mathis der Maler und in La clemenza di Tito zu erleben war. Seither kehrte er als Mads in Werner Egks Peer Gynt, als Snout in A Midsummer Night’s Dream und als 4. Jude in Salome ans Theater an der Wien zurück und gastierte in der Titelpartie von Don Carlos an der Kammeroper Wien. 2016/17 sang er beim Caramoor Festival in Rossinis Aureliano in Palmira und Jacquino in Fidelio und gab als Barbarigo in Verdis I due Foscari sein Debüt im Concertgebouw Amsterdam. In der Spielzeit 2018/19 sang er an der Seattle Opera den Grafen Almaviva (Il barbiere di Siviglia) sowie Bénédict in Béatrice et Bénédict und Lucano in L’incoronazione di Poppea an der Cincinnati Opera. Jüngst war er ausserdem u.a. als Arturo in Lucia di Lammermoor an der Opera Philadelphia zu erleben, als Don Ramiro in La Cenerentola an der Irish National Opera, in Schumanns Szenen aus Goethes Faust mit dem Cleveland Orchestra, als Lukas in Haydns Die Jahreszeiten sowie in einer konzertanten Aufführung von Le Rossignol bei den Salzburger Festspielen und als Aménophis in Moïse et Pharaon am Rossini Opera Festival. Seit 2021 gehört Andrew Owens zum Ensemble des Opernhauses Zürich.

Lucia di Lammermoor22, 26, 29 Mai; 04, 12 Jun 2022 Salome12, 15, 18, 24, 30 Sep; 03, 07, 10, 17 Okt 2021; 13, 17, 20, 26, 29 Jan; 03 Feb 2023 Die Odyssee13, 28 Nov; 15, 16 Dez 2021 Cavalleria rusticana / Pagliacci18, 21, 23, 26 Jan 2022 Girl with a Pearl Earring08 Mai 2022 Il pirata01, 06, 10 Jun 2022 Barkouf23, 27, 30 Okt; 04, 06, 09, 13, 17, 19, 22 Nov 2022 Roberto Devereux05, 09, 12, 17, 22, 26 Feb; 04, 07, 17 Mär 2023 Viva la mamma14, 16, 21, 23 Apr 2023 Eröffnungsfest Spielzeit 22/2310 Sep 2022


Nathan Haller, Telémachos

Nathan Haller

Nathan Haller stammt aus Kanada und studierte Gesang an der Juilliard School in New York. 2013 war er Teilnehmer bei der Inter­na­tio­nalen Meistersinger Akademie. Von 2015 bis 2017 war er Mitglied des Opernstudios OperAvenir am Theater Basel, wo er u.a. als Tamino (Die Zauberflöte), als Romeo in Blachers Romeo und Julia, in der Uraufführung Melancholia von Sebastian Nübling und Ives Thuwis, als Enoch Snow (Carousel) und als Oronte in Alcina zu erleben war. 2016 sang er Belmonte (Die Entführung aus dem Serail) am Akko Opera Festival in Israel. Auf der Konzertbühne war er u.a. am New York Festival of Song in der Carnegie Hall, mit dem russischen Kammerorchester St. Petersburg, in La Resurrezione unter William Christie und mit Masaaki Suzuki in Boston, New York, Leipzig und London zu hören. 2017/18 gastierte er an der Neuen Oper Wien als François in Leonard Bernsteins A Quiet Place, 2018/19 sang er Graf Albert (Die tote Stadt) mit der Nederlandse Reis­opera und gastierte in Die Gezeichneten sowie als Albazar in Il turco in Italia am Opernhaus Zürich, wo er 2020/21 auch in der Haupt­­rolle von Mitterers Tapferem Schneiderlein zu sehen war. Seit der Spielzeit 2021/22 gehört Nathan Haller zum Ensemble des Opernhauses Zürich und ist in dieser Saison als Telemachos in der Uraufführung Die Odyssee, als Sir Hervey (Anna Bolena), Graf Elemer (Arabella) und Bardolfo (Falstaff) zu hören. Ausserdem singt er in dieser Spielzeit Lysander (A Midsummer Night’s Dream) an der Oper Malmö.

Die Odyssee21 Nov; 04, 07, 11, 26 Dez 2021; 08, 16 Jan 2022 Anna Bolena05, 09, 14, 18, 23, 29 Dez 2021; 02, 05, 09, 13 Jan 2022 Arabella08, 13, 15, 20 Mai 2022 Falstaff 03, 05, 08, 10 Jul 2022 Die Entführung aus dem Serail05, 11, 18, 26 Nov; 01 Dez 2022 Salome13, 17, 20, 26, 29 Jan; 03 Feb 2023 Jewgeni Onegin10, 16, 19, 24 Feb; 01 Mär 2023 Turandot18, 21, 24, 27, 30 Jun; 04, 08 Jul 2023


Irène Friedli, Eurykleia / Eurykleia/Mutter

Irène Friedli

Irène Friedli, Alt, ist in Räuchlisberg, Schweiz, aufgewachsen. Sie studierte an der Musikakademie in Basel, wo sie mit dem Solistendiplom abschloss. Sie ergänzte ihre Studien in der Interpretationsklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin, nahm an Meisterkursen von Brigitte Fassbaender teil und bildete sich bei Helen Keller weiter. Sie gewann zahlreiche Preise bei internationalen Liedwettbewerben. Seit 1994/95 ist sie Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich, wo sie u.a. als Suzuki, 2. und 3. Zauberflöten-Dame, Mercédès, Titelheldin in Ravels L’Enfant et les sortilèges, Elsbeth in Schlafes Bruder (UA), Lily in Harley (UA), Tisbe (La Cenerentola), Annina und Flora (La traviata), Flosshilde (Rheingold, Götterdämmerung), Polina, Hänsel, Marcellina (Le nozze di Figaro), Emilia (Otello) und Lucia (Cavalleria rusticana) zu hören war. 2012 gastierte Irène Friedli an der Opéra Bastille in Paris. Am Opernhaus Zürich war sie in letzter Zeit u.a. als Olga in Peter Eötvös’ Drei Schwestern, als Marthe in Gounods Faust, als Margret (Wozzeck), als Lovis in Ronja Räubertochter von Jörn Arnecke, als Tasse und als Libelle in L’Enfant et les sortilèges, als 6. Blumenmädchen und Stimme aus der Höhe in Parsifal, als Mercédès in Carmen, als Gertrud / Knusperhexe in Hänsel und Gretel, als Annina in Der Rosenkavalier, als Clotilde in Norma, als Mutter / Andermutter in Coraline, als Kartenaufschlägerin in Arabella und als Amme in Boris Godunow zu hören. In der Uraufführung der Familienoper Odyssee sang sie Eurykleia/Mutter und in Girl with a Pearl Earring Tanneke.

Die Odyssee13 Nov; 04, 07, 11, 16 Dez 2021; 16 Jan 2022 Cavalleria rusticana / Pagliacci18, 21, 23, 26, 30 Jan 2022 Girl with a Pearl Earring03, 07, 09, 16, 24, 29 Apr; 06, 08 Mai 2022 Arabella08, 13, 15, 20 Mai 2022 Il pirata01, 06, 10 Jun 2022 Alice im Wunderland12, 27 Nov; 15 Dez 2022; 01, 02, 19 Jan 2023 La traviata23, 26, 31 Dez 2022; 06, 08, 11, 15 Jan 2023 Jewgeni Onegin10, 16, 19, 24 Feb; 01 Mär 2023 Lakmé02, 08, 15 Apr 2023


Liliana Nikiteanu, Eurykleia / Eurykleia/Mutter

Liliana Nikiteanu

Liliana Nikiteanu begann ihre Gesangsausbildung 1977 im Musikgymnasium, dann im Konservatorium in Bukarest. Ihr erstes Festengagement erhielt sie 1986 im Musiktheater Galati. Sie gewann zahlreiche Preise: 1984 Francesco Viñas, 1986 Belgrad, 1989 Wien Belvedere und 1991 Genf. 2000 wählte sie die Opernwelt zur Besten Nachwuchssängerin des Jahres. Ihr Repertoire beinhaltet über 90 Rollen, die sie in Zürich, wo sie seit 1991 Ensemblemitglied ist, oder in anderen Opernhäusern gesungen hat, u.a. Octavian (Der Rosenkavalier) an der Bastille, der Wiener und Hamburger Staatsoper, Ježibaba (Rusalka) in Montreal, Sesto (La clemenza di Tito) in Dresden, Rosina (Il barbiere di Siviglia) in Wien und München, Dorabella (Così fan tutte) in Dresden, München, Salzburg, Aix-en-Provence, Fjodor (Boris Godunow) in Salzburg, Orfeo (Gluck) in der Cité de la Musique Paris, Margarethe (Damnation de Faust) in Brüssel und Dulcinée (Don Quichotte) im Theater an der Wien. In Zürich verkörperte sie alle Mozartpartien ihres Faches sowie Partien im dramatischeren Fach wie Ljubascha (Die Zarenbraut), Amme (Dukas’ Blaubart) und Fricka (Das Rheingold). Als Konzertsängerin hat sie ein Repertoire von Bach bis Berio. In Bamberg sang sie Berenice von Haydn unter Adam Fischer, in Paris Berlioz’ Les Nuits d’Eté unter Holliger, in Kopenhagen Verdis Requiem und in Tel Aviv und Haifa Bruckners Te Deum unter Mehta. 2005 trat sie im Petersdom zur 500-Jahr-Feier der Schweizergarde des Papstes auf. Zu den Dirigenten, die sie geprägt haben, gehören Nikolaus Harnoncourt, Claudio Abbado, Fabio Luisi, Franz Welser-Möst und Philippe Jordan. 2021 feierte sie ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum am Opernhaus Zürich.

Die Odyssee21, 28 Nov; 15, 26 Dez 2021; 08 Jan 2022 Le Comte Ory31 Dez 2021; 07, 09, 14, 16 Jan 2022 Dialogues des Carmélites13, 17, 19, 25, 27 Feb; 03, 05 Mär 2022 Girl with a Pearl Earring03, 07, 09, 16, 24, 29 Apr; 06, 08 Mai 2022 Faust29 Okt; 01, 06, 13, 16 Nov 2022 Jewgeni Onegin10, 16, 19, 24 Feb; 01 Mär 2023 La Cenerentola08, 10, 12, 15, 19, 21, 24 Mär 2023


Ziyi Dai, Athene

Ziyi Dai

Ziyi Dai, Sopran, stammt aus China und studierte am China Conservatory of Music in Peking, sowie an der Manhattan School of Music und am Curtis Institute of Music in New York. Meisterkurse besuchte sie u.a. bei Javier Camarena, Enza Ferrari, Eric Owens und Ferruccio Furlanetto. Sie war Preisträgerin beim Huang Long Music Festival, beim Premiere Opera Foundation Gesangswettbewerbs und beim Daniel Biaggi Palm Beach Opera Preis. Im Rahmen des Curtis Institute of Music sang sie Zerlina in Don Giovanni, Belinda in Dido and Aeneas und Miss Wordworth in Albert Herring. Zusammen mit ihrem Vater dem Opernsänger Dai Yuqiang sang sie in der Carnegie Hall in New York und am Kimmel Center for the Performing Arts Konzerte mit Arien von Verdi, Puccini und Lehár sowie mit bekannten Chinesischen Volksliedern. Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios und war hier u.a. als Comtesse Adèle in Le Comte Ory, Marmeladenverkäuferin/Königstochter in Das tapfere Schneiderlein und als Athene in Die Odyssee zu erleben.

Das tapfere Schneiderlein19, 25, 26 Sep; 14 Nov 2021 Die Odyssee13, 21 Nov; 15, 16, 26 Dez 2021 Le Comte Ory20 Jan 2022 Il mondo della luna05, 07, 11, 13, 15 Mai 2022 Le nozze di Figaro19, 22, 25, 28 Jun; 01, 03, 07, 10 Jul 2022 Die Zauberflöte29 Apr; 05, 12, 17 Mai 2023 Eröffnungsfest Spielzeit 22/2310 Sep 2022


Tatjana Schneider, Athene

Tatjana Schneider

Tatjana Schneider, Sopran, kommt aus Omsk/Russland und studierte Gesang an der Universität der Künste in Omsk und an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin. Nebenbei besuchte sie Meisterkurse bei Francisco Poyato und Robert Dean Smith. Sie ist Preisträgerin des Marie-Bieshu-Wettbewerbs in Moldawien, war Semifinalistin beim Voci Verdiani-Wettbewerb in Busseto und beim Riccardo Zandonai-Wettbewerb in Riva del Garda. Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie Ensemblemitglied am Theater St.Gallen, wo sie u.a. als Susanna (Le nozze di Figaro), Euridice (Orfeo ed Euridice), Marzelline (Fidelio), Adina (L’elisir d’amore), Marguerite (Faust), Parthénis (La Belle Hélène), Marie (Cendrillon), Cleopatra (Giulio Cesare in Egitto) und Rosalba (Florencia en el Amazonas von Catán) zu erleben war.

Die Odyssee28 Nov; 04, 07, 11 Dez 2021; 08, 16 Jan 2022


Barnaby Rea, Poseidon

Barnaby Rea

Barnaby Rea, Bass, stammt aus Grossbritannien und studierte an der Guildhall School of Music and Drama. Er war von 2013 bis 2016 Mitglied des English National Opera Studios und wurde anschliessend Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt. Dort sang er Rollen wie Pistola (Falstaff), Johann (Werther), Bosun (Billy Budd), Soljony (Drei Schwestern), Baron Zeta (Die lustige Witwe) und Lord Tristan Mickleford (Martha von Flotow). An der English National Opera war er als Sparafucile (Rigoletto), Basilio (Il barbiere di Siviglia), Colline (La bohème), Nourabad (Les Pêcheures de perles) und Lodovico (Otello) zu erleben. Weitere Gastengagements führten ihn an die Opera North, an die Scottish Opera, an die Opera Holland Park und zum Bergen International Festival Festival. In Mozarts Requiem ist er in der Royal Festival Hall in London aufgetreten, in Verdis Requiem in der Adrian Boult Hall Birmingham und in Bernsteins On the Town bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall. 2021 war er als Truffaldin in Ariadne auf Naxos beim Edinburgh International Festival und als Hobson in Peter Grimes am Teatro Real de Madrid zu erleben.

Die Odyssee13, 28 Nov; 07, 16 Dez 2021; 08 Jan 2022


Alexander Fritze, Poseidon

Alexander Fritze

Alexander Fritze studierte Schlagwerk und Gesang an der Hochschule für Musik Saarbrücken. Er war in zahlreichen Hochschulproduktionen, in einer Aufführung von Bachs Matthäuspassion (Jesus) und bei diversen Liederabenden als Sänger auf der Bühne zu erleben. Sein professionelles Debüt gab er 2017 in der Rolle des 2. Geharnischten in einer Produktion von Die Zauberflöte an der Longborough Festival Opera in Gloucestershire. Im selben Jahr wechselte er in die Klasse von Prof. Rudolf Piernay an der Guildhall School of Music and Drama in London. Zudem besuchte er Meisterkurse bei Prof. Edith Wiens (Juilliard School New York) und Elizabeth McDonald (University of Toronto). Seit der Spielzeit 2021/22 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich und war hier bisher in Salome, Die Odyssee, Dialogues des Carmélites und Macbeth zu erleben.

Rigoletto10, 13, 18, 22, 27 Apr 2022 Salome12, 15, 18, 24, 30 Sep; 03, 07, 10, 17 Okt 2021 Macbeth09, 18, 20, 23, 26, 29 Mär; 01 Apr 2022 Die Odyssee21 Nov; 04, 11, 15, 26 Dez 2021; 16 Jan 2022 Dialogues des Carmélites13, 17, 19, 25, 27 Feb; 03, 05 Mär 2022 Monteverdi26 Feb 2022


Thomas Erlank, Elpénor

Thomas Erlank

Thomas Erlank stammt aus Südafrika. Er studierte Musik an der Universität von Stellenbosch (Südafrika) und Gesang am Royal College of Music in London bei Patricia Bardon. 2011 gab er sein Debüt als Solist in Steve van der Merwes Eleven – A Requiem for a Parent in der St. George’s Cathedral in Kapstadt. Zu seinem Repertoire gehören u.a. Rollen wie Aeneas (Dido und Aeneas), Dr. Blind (Die Fledermaus), Acis (Acis und Galatea) und Il Podestà (La finta giardiniera). Beim Händel Festival in London sang er Lurcanio in Händels Ariodante. 2015 wirkte er in David Morins Dokumentarfilm Finding Messiah mit. Mit Werken von Mozart, Haydn und Händel war er u.a. in St. Martin-in-the-Fields, in der Cadogan Hall und beim Brighton Fringe Festival zu erleben. Von 2018 bis 2020 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios und sang hier 2018/19 den Tenorpart in der Ballettproduktion Winterreise von Christian Spuck, Borsa in Rigoletto, Ambrogio in der IOS-Produktion Il barbiere di Siviglia am Theater Winterthur sowie den Conférencier in der Uraufführung Last Call von Michael Pelzel. In der Spielzeit 2019/2020 war er in Belshazzar, in der Zauberflöte und in Fidelio zu hören. Seit der Spielzeit 2020/21 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich und sang jüngst in Idomeneo, L’incoronazione di Poppea, Die Odyssee sowie in Dialogues des Carmélites und in L’Olimpiade.

L'incoronazione di Poppea14, 17, 19, 22, 26, 29 Sep 2021 Die Odyssee13, 28 Nov; 07, 11, 15, 26 Dez 2021 Dialogues des Carmélites13, 17, 19, 25, 27 Feb; 03, 05 Mär 2022 L’Olimpiade12, 13, 16, 19 Mär 2022 Tristan und Isolde26, 29 Jun; 02, 06, 09 Jul 2022 La traviata23, 26, 31 Dez 2022; 06, 08, 11, 15 Jan 2023 Salome13, 17, 20, 26, 29 Jan; 03 Feb 2023 Monteverdi26, 29, 31 Mai; 03, 09, 11, 25 Jun 2023 Die Zauberflöte29 Apr; 05, 12, 17 Mai 2023 Il pirata06, 10 Jun 2022 Eröffnungsfest Spielzeit 22/2310 Sep 2022


Alejandro Del Angel, Elpénor

Alejandro Del Angel

Alejandro Del Angel, Tenor, stammt aus Mexiko und studierte Gesang am staatlichen Konservatorium und an der Universidad Nacional Autónoma in Mexiko-Stadt. Anschliessend war er Mitglied des Opernstudios Bellas Artes der Nationalen Opernkompanie Mexiko. Er gewann zahlreiche Preise bei Gesangswettbewerben, u.a. den ersten Preis beim Sinaloa Wettbewerb, und war Halbfinalist bei der Competizione dell’Opera Sochi 2019, Viertelfinalist bei Plácido Domingos Operalia in Lissabon 2018 sowie beim Tenor Viñas Wettbewerb 2020. Ausserdem ist er District winner der Kansas Metropolitan Opera Council Auditions 2021. Als Solist ist er bisher bei diversen Konzerten, Festivals, Opernproduktionen und Galas in Mexiko, den USA, Kolumbien und Spanien aufgetreten. Seit der Spielzeit 2021/22 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich und war hier bisher in Salome, Die Odyssee, Le Comte Ory, Macbeth, Arabella und in Rigoletto zu erleben.

Macbeth09, 18, 20, 23, 26, 29 Mär; 01 Apr 2022 Die Odyssee21 Nov; 04, 16 Dez 2021; 08, 16 Jan 2022 Rigoletto10, 13, 18, 22, 27 Apr 2022 Arabella08, 13, 15, 20 Mai 2022 Le Comte Ory31 Dez 2021; 20 Jan 2022 Salome12, 15, 18, 24, 30 Sep; 03, 07, 10, 17 Okt 2021; 13, 17, 20, 26, 29 Jan; 03 Feb 2023 Nabucco11, 16, 25, 28 Sep; 09 Okt 2022 Die Zauberflöte29 Apr; 05, 12, 17 Mai 2023


Valeriy Murga, Eurylochos

Valeriy Murga

Valeriy Murga studierte an der Ukrainischen Nationalen Musikakademie Kiew. Sowohl beim 41. Concours International de Chant in Toulouse 1996 als auch beim 7. Julian-Gayarre-Wettbewerb in Pamplona 1998 gehörte er zu den Finalisten. 1997 gewann er den zweiten Preis beim Maria Callas Grand Prix in Athen und konnte am 1999 Cardiff Singer of the World-Wettbewerb (BBC) teilnehmen. 1997 bis 1999 war er Solist der Ukrainischen Nationaloper Kiew, wo er neben vielen anderen Rollen Figaro und Don Giovanni, Germont, Escamillo, Onegin, den Fürsten Igor und Schaunard in La bohème verkörperte. In seinem Repertoire befinden sich ausserdem Partien wie der Marchese di Posa (Don Carlo) und Schaklowity (Chowanschtschina). Am Opernhaus Zürich sang Valeriy Murga noch als Mitglied des IOS u.a. in Tosca (Sciarrone, Schliesser) und Rigoletto (Monterone); seit Beginn der Spielzeit 2000/01 ist er hier fest engagiert und war u.a. in Pique Dame (Jelezki), Carmen (Moralès), Salome (2. Soldat), Il barbiere di Siviglia (Fiorello/Ufficiale), La sonnambula (Alessio), Rigoletto (Marullo und Monterone), L’italiana in Algeri (Ali), Faust (Wagner) und in Familienopern wie u.a. Das Gespenst von Canterville (Dr. Bürkli), Robin Hood (Little John) und Das verzauberte Schwein (Schwein) zu hören. In Tiefland gastierte er am Liceu Barcelona und in L’italiana in Algeri an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Zuletzt war er in Zürich in Tosca (Mesner), in Salome (Soldat), in Die Odyssee (Eurylochos) und als Le Geôlier in Dialogues des Carmélites zu erleben.

ToscaVorstellung am 03, 06, 09, 12, 17 Okt 2021; 15, 17, 20, 29 Dez 2022; 01, 04 Jan 2023 Rigoletto10, 13, 18, 22, 27 Apr 2022 Salome12, 15, 18, 24, 30 Sep; 03, 07, 10, 17 Okt 2021; 13, 17, 20, 26, 29 Jan; 03 Feb 2023 Die Odyssee13, 28 Nov; 07, 15, 26 Dez 2021; 16 Jan 2022 Dialogues des Carmélites13, 17, 19, 25, 27 Feb; 03, 05 Mär 2022 Alice im Wunderland12 Nov; 06, 31 Dez 2022; 02, 08, 19 Jan 2023 La bohème09, 11, 14, 18, 22, 28 Dez 2022 Roméo et Juliette10, 13, 16, 22, 25, 28 Apr; 04, 07, 13, 18 Mai 2023


Cheyne Davidson, Eurylochos

Cheyne Davidson

Cheyne Davidson erhielt seine musikalische Ausbildung an der Case Western Reserve University, dem Cleveland Institute of Music und der Manhattan School of Music. Unmittelbar nach seinem Studium wurde er eingeladen, als Escamillo mit Peter Brooks Tragédie de Carmen auf Europa-, Japan- und Israel-Tournee zu gehen. Nach Auftritten in den USA und Europa war er ein Jahr lang Mitglied des IOS. Seit 1992/93 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich, wo er u.a. als Marcello, Schaunard und Benoît (La bohème), Escamillo (Carmen), Silvio (Pagliacci), Amfortas (Parsifal), Paolo Albiani (Simon Boccanegra), Donner und Gunther (Der Ring des Nibelungen), Alfio (Cavalleria rusticana), Faninal (Rosenkavalier), Lescaut (Manon Lescaut), Marco (Gianni Schicchi), Barone Douphol (La traviata), Enrico (Lucia di Lammermoor), Werschinski (Drei Schwestern), Eisenhardt (Die Soldaten), Chang (Das Land des Lächelns), als Le Bailli in Massenets Werther, Bill (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), Jonas Fogg (Sweeney Todd) und als Eurylochos (Die Odyssee) auftrat. Gastverträge führten ihn u.a. an die Opernhäuser Stuttgart, Köln und Hamburg, nach Basel und Luzern, an das Théâtre du Châtelet in Paris, die Oper Nancy, zur Hamburger Opernwoche, nach Belgrad und Budapest, zu den Bregenzer Festspielen und zum Classic Open Air Solothurn. Bei der ZKO Opera Box war er in Die schöne Galathée, in Il campanello di notte sowie in Il signor Bruschino zu erleben. Sein Salzburger Festspieldebüt gab er zu Pfingsten 2016 als Doc in der West Side Story; im Sommer 2016 war er ebenfalls in Salzburg in der Uraufführung von Thomas Adès’ Oper The Exterminating Angel zu erleben.

Salome12, 15, 18, 24, 30 Sep; 03, 07, 10, 17 Okt 2021 Die Odyssee21 Nov; 04, 11, 16 Dez 2021; 08 Jan 2022 Arabella08, 13, 15, 20 Mai 2022


Unnsteinn Árnason, Polyphem/Achilles

Unnsteinn Árnason

Unnsteinn Árnason studierte an der Reykjavik Academy sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Sein Bühnendebüt gab er als Don Alfonso (Così fan tutte) im Schlosstheater Schönbrunn und sang dort seither Bartolo in Le nozze di Figaro, Simone in Gianni Schicchi und Dr. Frank in Die Fledermaus. Im Frühjahr 2016 debütierte er am Tiroler Landestheater in Innsbruck als Reinmar von Zweter in Tannhäuser und war dort anschliessend von 2017 bis 2021 Ensemblemitglied. In Innsbruck sang er Rollen wie Sparafucile in Rigoletto, den Eremiten im Freischütz, Kuligin in Katja Kabanowa, Luther und Crespel in Hoffmanns Erzählungen, Zuane in La Gioconda, Lord Tristan in Martha, Mr. Kofner in Menottis Der Konsul, Zuniga in Carmen, Pietro in Simone Boccanegra, Lotario in Manon und Masetto in Don Giovanni. Für seine Interpretation des Dr. Kofner in Der Konsul erhielt er 2019 den Österreichischen Musiktheaterpreis in der Kategorie Bester Männlicher Nachwuchssänger. Als Teilnehmer des Young Singers Project bei den Salzburger Festspielen sang er 2016 den Techniker Niklas Zettel in der Feenkönigin für Kinder sowie an der Wiener Kammeroper in Viktor Ullmanns Kaiser von Atlantis.

Die Odyssee13 Nov; 15, 16, 26 Dez 2021; 08, 16 Jan 2022


Oleg Davydov, Polyphem/Achilles

Oleg Davydov

Oleg Davydov studierte Gesang in Moskau und St. Petersburg. Am Konservatorium in St. Petersburg debütierte er 2016 als Fürst Gremin in Eugen Onegin. Er gewann diverse Preise und Auszeichnungen, darunter den zweiten Platz bei der 7. International Opera Competition in St. Petersburg 2015 und den Sonderpreis beim Galina-Wischnewskaja-Gesangswettbewerb in Moskau 2016. In den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 war er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, wo er u.a. die Rollen Usciere in Rigoletto, einen Hauptmann in Eugen Onegin, den 2. Gefangenen in Fidelio, Billy Jackrabbit in La fanciulla del West, Bertrand in Iolanta und Yakusidé in Madama Butterfly interpretierte. Seit der Spielzeit 2019/20 ist Oleg Davydov Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich und war hier in Belshazzar, Die Zauberflöte, Fidelio, Les Contes d’Hoffmann, Salome und Die Odyssee zu erleben.

Salome12, 15, 18, 24, 30 Sep; 03, 07, 10, 17 Okt 2021 Das Rheingold30 Apr; 03, 07, 10, 14, 18, 22, 25, 28 Mai 2022 Die Odyssee21, 28 Nov; 04, 07, 11 Dez 2021


Chelsea Zurflüh, Kirke/Kalypso

Chelsea Zurflüh

Chelsea Zurflüh, Sopran, studierte Gesang an der Luzerner Musikhochschule sowie an der Hochschule der Künste Bern und am Schweizer Opernstudio Biel. Sie ist Preisträgerin des Musikwettbewerbs der Marianne & Curt Diennemann-Stiftung und des Kiefer-Hablitzel/Göhner Musikwettbewerbs, Studienpreisträgerin des Migros-Kulturprozent Gesangswettbewerbs sowie Gewinnerin des Elvirissima Gesangswettbwerbs. Im Dezember 2019 sang sie anlässlich der Vereidigung der Ständeräte im Bundeshaus in Bern die Landeshymne. Obwohl auch Musikstile wie Soul und Rock zu ihrem Repertoire gehören, liegt ihr Hauptfokus im klassischen Fach. In der Spielzeit 2020/21 debütierte sie am Theater Biel-Solothurn in Burkhards Casanova in der Schweiz sowie am Konzert Theater Bern als Adele in Die Fledermaus. Seit der Spielzeit 2021/22 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich und war hier als Kirke und Kalypso in Die Odyssee, als Alice in Le Comte Ory, als Zaida in Il turco in Italia und als Clarice in Il mondo della luna zu erleben.

Die Odyssee13, 21, 28 Nov; 04, 07, 11, 15, 16, 26 Dez 2021; 08, 16 Jan 2022 Le Comte Ory31 Dez 2021; 07, 09, 14, 16 Jan 2022 Il turco in Italia20, 24, 27 Feb; 04 Mär 2022 Il mondo della luna05, 07, 11, 13, 15 Mai 2022 Le nozze di Figaro23, 25 Sep; 07, 13, 15, 22 Okt 2022 Serse06, 10, 12, 14, 17 Mai 2023 Jakob Lenz22 Nov 2022


Pamela Dürr

Pamela Dürr

Pamela Dürr studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Bern, danach war sie Ensemblemitglied an den Staatstheatern Schwerin und Cottbus. Ab 2004 folgten freie Regiearbeiten in Berlin und der Schweiz (Sophiensaele Berlin, Schlachthaus Theater Bern, Kaserne Basel, Gessnerallee Zürich) und Theatertexte  und -bearbeitungen für eigene Produktionen. Zahlreiche Hörspiele für Deutschlandfunk, RBB und SRF (Er nannte sich Lassuter, Bocksfuess und Rabeflügel u.v.m.) sowie Auftragsarbeiten für das Deutsche Theater Berlin, das Theater der Jungen Welt Leipzig, Staatstheater Mainz, Théâtre de l’ Est parisien, Nationaltheater Zypern, Thalia Theater Halle u.a. (Verminte Zone, Super Soap, Chimères – la valse des écorchés usw.) Die Arbeit mit Jugendlichen ist seit 2010 einer der Schwerpunkte ihrer Arbeit, darunter zahlreiche partizipative Stückentwicklungen und die Gründung und künstlerische Leitung der «Kulturkosmonauten», die in der Schweiz und im nahen Ausland bisher 54 Workshops verwirklicht haben. Seit 2016 schreibt Pamela Dürr auch Opernlibretti, u.a. Reise nach Tripiti und Orchestermäuse (Komposition Fabian Künzli). Die Odyssee ist ihre zweite Zusammenarbeit mit Komponist Leonard Evers nach der SciFi-Oper humanoid, die 2019 in Bern und Winterthur uraufgeführt wurde und 2022 am Staatstheater Hannover ihre Deutsche Erstaufführung haben wird.



Leonard Evers

Leonard Evers

Leonard Evers wurde in den Niederlanden geboren. Er studierte Komposition und Arrangement am Codarts Konservatorium in Rotterdam. Seine Musik vereinigt Elemente des Jazz, der Welt- sowie der Neuen Musik. Über die Jahre komponierte er Orchester- und Choralmusik, Jazz sowie Theater- und Filmmusik. Seine Kompositionen und Arrangements wurden von Ensembles wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Gelders-, dem Residentie- und dem Rotterdams Philharmonisch Orkest, dem Ensemble Windstreken, dem Nederlands Kamerkoor, dem Jeune Choeur de Paris und dem Ricciotti Ensemble aufgeführt. Für das Theater Sonnevanck komponierte er die Kinderoper Gold!, die seither viele Aufführungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in den Niederlanden verzeichnet. Mit Oorkaan und der Ulrike Quade Company entwarf er das Musiktheaterstück Krabat, das den «best music award» des International Puppet Theatre for Adults Festival Pierrot gewann. Es folgte das Stück Kriebel für Kinder ab 2 Jahren. 2019 wurde am Theater Winterthur und am Konzert Theater Bern seine Science-fiction-Oper humanoid uraufgeführt. Als Dirigent arbeitete Leonard Evers u.a mit De Nationale Opera (Amsterdam), Cappella Amsterdam, NedPho und mit Mitgliedern des Royal Concertgebouw Orchestra zusammen. Von 2013 bis 2018 war Leonard Evers Dirigent und künstlerischer Leiter des in Amsterdam gegründeten Ricciotti Ensembles. Am Opernhaus Zürich war 2016 eine Neuinszenierung von Leonard Evers Stück Gold! zu sehen.