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Elektra

Tragödie in einem Aufzug von Richard Strauss (1864-1949)
Libretto von Hugo von Hofmannsthal nach seiner gleichnamigen Tragödie
nach der Tragödie von Sophokles

Musikalische Leitung Simone Young Inszenierung Martin Kušej Bühnenbild Rolf Glittenberg Kostüme Heidi Hackl Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann Choreinstudierung Janko Kastelic Dramaturgie Regula Rapp, Ronny Dietrich

In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer 1 Std. 45 Min. Ohne Pause. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Termine & Tickets

Juli 2019

So

07

Jul
20.30

Elektra

Oper von Richard Strauss, Wiederaufnahme
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Deutsche Oper-Abo, Wahl-Abo

Do

11

Jul
19.00

Elektra

Oper von Richard Strauss
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Donnerstag-Abo B

So

14

Jul
18.00

Elektra

Oper von Richard Strauss
Preise H
AMAG Volksvorstellung

Gut zu wissen

Kurzgefasst

Elektra

Kurzgefasst

Elektra

Fotogalerie

 

Szenenbilder «Elektra»


Die geniale Stelle


Es führt kein Weg zurück

Ein Akkord in Richard Strauss’ «Elektra»

Die Erkennungsszene gehört seit den Anfängen des europäischen Theaters zum festen Bestandteil der dramaturgischen Mittel, die von den Dichtern verwendet werden, um die Zuschauer in die Welt ihres Dramas hineinzuziehen. Die starke emotionale Wirkung solcher Szenen scheint auf zwei Momenten zu beruhen: Zum einen kennt jeder aus eigener Erfahrung den Schmerz der Trennung von geliebten Menschen und die Freude des Wiedersehens, kann sich also leicht in jene hineinversetzen, die das in gesteigerter Form erleben. Zum anderen liegt in der Vorstellung, dass sich zwei Menschen nach Jahren der Trennung doch noch wiederfinden und an dem Punkt anknüpfen, an dem sie getrennt worden sind, eine der grossen Hoffnungen des Menschen: die Hoffnung auf den Sieg über die Zeit, über die Vergänglichkeit. Der Moment des Wiederfindens scheint eine Brücke zu spannen über den Abgrund des Leids, der zwischen der Trennung und dem Wiedersehen liegt, ja, er scheint ihn zum Verschwinden zu bringen. Es liegt für jeden unmittelbar auf der Hand, dass dies nicht möglich ist, und Dramatiker, die solche Szenen schufen, sind mit diesem Widerspruch zwischen Hoffnung auf das Unmögliche und desillusionierender Realität jeweils verschieden umgegangen: Mancher hat die vergangene Zeit schlicht ignoriert und den Zuschauern für einige Momente im Theater den schönen Traum gelassen, andere haben sich gerade die Zerstörung dieser Illusionen zum Ziel gesetzt.

Für die Erkennungsszene seiner Elektra wählt Richard Strauss letzteren Weg. In dem Augenblick, da die Heldin begreift, wer der fremde Mann ist, der vor ihr steht, entringt sich ihr in einem wilden Schrei nur der Name des geliebten Bruders: «Orest!» Dazu erklingt im Orchester ein grell dissonierender Akkord, dessen harmonische Gestalt in der Literatur auf verschiedenste Arten gedeutet wird. Manche Wissenschaftler haben ihn kurzerhand als atonal klassifiziert, andere fanden eine polytonale Schichtung von einfachen Dreiklängen und wieder andere zeigten höchst spitzfindige Möglichkeiten, ihn doch noch im Rahmen einer extrem ausgeweiteten Tonalität zu erklären. Wie man diese Analysen immer bewerten mag, entscheidend ist der Eindruck, den dieser Klang auf den unvoreingenommenen, nicht analysierenden Hörer und Zuschauer der Oper ausübt: Das Erlebnis einer mit überwältigender Wucht hereinbrechenden Klangballung, die selbst innerhalb der an Dissonanzen überaus reichen Elektra-Musik einen Ausnahmefall darstellt und deren schockierende Wirkung durch die grelle Instrumentation noch einmal verstärkt wird. Was darauf folgt, ist eine lange Passage, in der die Musik endgültig aus den Fugen zu geraten scheint. Wild abstürzende Passagen, donnernde Schlagzeugeinwürfe, Linien, die jubelnd zum Tanz anzusetzen scheinen und im Schmerzgekreisch der hohen Holzbläser verenden, triumphierende Fanfaren, die sofort wieder ersticken – dies ist kein Freudenschrei, dies ist ein Ausbruch nackten Entsetzens. Eines Entsetzens, das die menschliche Vorstellungskraft übersteigt. Es ist der restlose Zusammenbruch aller Hoffnungen: Elektra kann nun nicht mehr zweifeln, dass ihre  schlimmste Befürchtung eingetroffen ist: Der Orest, der da vor ihr steht, ist nicht ihr Bruder, nicht das Kind, das sie in Erinnerung hatte und das sie erwartete. Er ist herangewachsen und ist nun Orest, die Kampfmaschine, Orest, der Rächer, aufgezogen und ausgebildet zu dem einzigen Zweck, die eigene Mutter kaltblütig zu ermorden. Unter der Maske der Verstellung hat er die Wahrheit gesagt: Orest ist gestorben, zu dem sehnlich erwarteten Bruder führt kein Weg zurück. Für ihn gibt es nur noch einen Weg: den in die Zukunft, zum Muttermord, in den Wahnsinn. Dass dies der Wahnsinn des ersten Weltkriegs ist, legt die Musik nahe, in deren dissonanten Klangballungen und donnernden Entladungen man bald so etwas wie ein vorausgehendes Echo der kommenden «Stahlgewitter» hörte. Doch die kommende Katastrophe ragt auch in einem anderen Sinne in das Stück hinein: In dem deutlichen Gefühl, dass etwas zu Ende geht, eine grosse Kultur unwiderruflich zerbricht, dass eine Epoche der Barbarei anbricht, in der das alte Europa untergehen wird. Damit wird es wohl zusammenhängen, dass eine der unvergesslichen Passagen dieser monumentalen Tragödie gerade jene kleine, ganz schlichte, untröstliche Phrase der Elektra ist: «…dass das Kind nie wieder kommt, nie wieder kommt.»


Text von Werner Hintze.
Dieser Artikel ist erschienen in MAG 30, Juni 2015
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Programmbuch

Elektra

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Synopsis

Elektra

Synopsis

Elektra

Biografien


Simone Young, Musikalische Leitung

Simone Young

Simone Young war von 2005 bis 2015 Intendantin der Staatsoper Hamburg und Generalmusikdirektorin des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Hier dirigierte sie ein breites musikalisches Spektrum von Mozart über Verdi, Puccini, Wagner und Strauss bis zu Hindemith, Britten und Henze. Seit 2017/18 ist sie erste Gastdirigentin des Orchestre Chambre de Lausanne. Als Wagner- und Strauss-Dirigentin hat sich Simone Young schon früh einen Namen gemacht: Sie leitete komplette Ring-Zyklen an der Wiener und der Berliner Staatsoper sowie ihren eigenen Ring in Hamburg. An der Bayerischen Staatsoper dirigierte sie u.a. Elektra, Salome, Frau ohne Schatten, Ariadne auf Naxos, Die Meistersinger von Nürnberg und Die Walküre. Engagements führten die in Sydney geborene Dirigentin an weitere führende Opernhäuser der Welt, u.a. an die Opéra National de Paris, das Royal Opera House Covent Garden in London und die Metropolitan Opera New York. Neben ihrer umfangreichen Operntätigkeit ist Simone Young auch auf dem Konzertpodium international präsent. Sie arbeitete mit allen führenden Orchestern zusammen, darunter die Wiener Philharmoniker, die Berliner Philharmoniker und das London Philharmonic Orchestra. Von 1999 bis 2002 leitete sie als Chefdirigentin das Bergen Philharmonic Orchestra, von 2001 bis 2003 war sie Künstlerische Leiterin und Chefdirigentin der Australian Opera in Sydney und Melbourne. Zahlreiche CD-Einspielungen mit Simone Young liegen vor, darunter acht Bruckner-Sinfonien in der Urfassung mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Nebst vielen anderen Auszeichnungen wurde sie für ihre erste Opernsaison in Hamburg als «Dirigentin des Jahres» geehrt und ist Trägerin des Ordens «Chevalier des Arts et des Lettres» und der Goethe-Medaille.

Elektra11, 14 Jul 2019


Martin Kušej, Inszenierung

Martin Kušej

Martin Kušej wurde in Kärnten geboren und studierte Regie in Graz. Nach Assistenzen in Salzburg und Ljubljana entstanden ab 1987 eigene Inszenierungen u.a. am Burgtheater Wien, am Bayerischen Staatsschauspiel, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Thalia Theater Hamburg sowie an der Volksbühne Berlin. Von 1993 bis 2000 war er Hausregisseur am Schauspiel Stuttgart. Dort inszenierte er 1996 seine erste Oper (Purcells King Arthur), worauf Produktionen folgten am Opernhaus Zürich (Salome, Die Zauberflöte, Robert Schumanns Genoveva), bei den Salzburger Festspielen in Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt (Don Giovanni, La clemenza di Tito), an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin (Carmen), an der Bayerischen Staatsoper (Macbeth, Rusalka, La forza del destino) und an der Nederlandse Opera in Amsterdam (Lady Macbeth von Mzensk, Der fliegende Holländer). 2005 und 2006 leitete er den Bereich Schauspiel der Salzburger Festspiele. Seit der Spielzeit 2011/12 ist er Intendant des Residenztheaters München. Martin Kušejs Theaterarbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, etwa durch Einladungen zum Berliner Theatertreffen. 2008 erhieöt er zudem den Nestroy für die beste Regie. Im Opernbereich präsentierte Martin Kušej kürzlich Idomeneo am Royal Opera House Covent Garden mit einer Wiederaufnahme an der Opéra de Lyon. Im Sommer wird eine Neuproduktion von Die Entführung aus dem Serail beim Festival von Aix-en-Provence folgen.

 

Elektra11, 14 Jul 2019


Rolf Glittenberg, Bühnenbild

Rolf Glittenberg

Rolf Glittenberg hat an wichtigen Opernhäusern, Theatern und Festivals wie z.B. dem Thalia Theater Hamburg, dem Zürcher Schauspielhaus, dem Wiener Burgtheater, der Wiener Staatsoper, dem Edinburgh Festival, der Nederlandse Opera Amsterdam, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Stuttgart und den Salzburger Festspielen gearbeitet. Er hat für Regisseure wie George Tabori, Johannes Schaaf, Dieter Giesing, Claus Peymann, Götz Friedrich, Luc Bondy und Peter Mussbach Bühnenbilder entworfen. Am Opernhaus Zürich entstanden die Bühnenräume für Martin Kusejs Inszenierungen der Opern Elektra, Die Zauberflöte und Genoveva sowie für Sven-Eric Bechtolfs Inszenierungen von Lulu, Otello, Die tote Stadt, Der Rosenkavalier, Pelléas et Mélisande, Don Giovanni, Le nozze di Figaro, Così fan tutte, Salome, Falstaff und Don Carlo. Er zeichnet sich zudem verantwortlich für die Bühne des Ring des Nibelungen und Cardillac mit Franz Welser-Möst und Sven-Eric Bechtolf an der Wiener Staatsoper, Idomeneo mit Nikolaus Harnoncourt als Dirigent und Regisseur bei der Styriarte in Graz und in Zürich, Ariadne auf Naxos mit Daniel Harding und Sven-Eric Bechtolf bei den Salzburger Festspielen sowie Der Stein der Weisen mit Felix Breisach in Winterthur.

Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Janko Kastelic, Choreinstudierung

Janko Kastelic

Janko Kastelic ist seit Mai 2017 als Nachfolger von Jürg Hämmerli Chordirektor am Opernhaus Zürich. Der slowenisch-kanadische Pianist, Organist und Dirigent, studierte Komposition, Dirigieren und Musiktheorie an der University of Toronto, Faculty of Music. Nach seinem Studium zog es Janko Kastelic nach Europa, wo er unter anderem an der Pariser Opéra National als Korrepetitor und an der Wiener Staatsoper als Korrepetitor, zweiter Chordirektor und stellvertretender Leiter der Opernschule tätig war. Von 2008 bis 2011 war er Generalmusikdirektor und Operndirektor des Slowenischen Nationaltheaters Maribor. 2011 kehrte er nach Wien zurück, wo er an der Wiener Staatsoper die musikalische Leitung der Kinderopern Aladdin und die Wunderlampe und Die Feen übernahm. Von 2012 bis 2013 war er Gastchordirektor an der Staatsoper Hamburg und seit 2013 ist er künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten CULTUREpoint Piran. 2015-17 war er an der Kammeroper des Theaters an der Wien als Studienleiter tätig. Ebenfalls seit 2015 ist er Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle. Janko Kastelic hat sich als freischaffender Dirigent, Korrepetitor und Komponist neben der barocken Musik ebenfalls der modernen Musik gewidmet. Sein vielseitiges musikalisches Schaffen umfasst neben zahlreichen Arrangements auch Kompositionen von Pop- und Filmmusik sowie Solo- und Kammermusik. Es ist ihm ein Anliegen, junges Publikum für Musik zu begeistern und die Liebe zur Musik an die nächste Generation weiterzugeben.

Sweeney Todd13, 16, 21, 23, 28, 30 Dez 2018; 02, 05, 11 Jan 2019 Die Gezeichneten26 Sep; 02, 09, 12, 17, 20, 23 Okt 2018 Die Entführung aus dem Serail26, 28 Okt; 03 Nov 2018 Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 12, 13, 15, 23, 26, 30 Dez 2018; 18, 20, 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22, 25 Apr 2019 Les Pêcheurs de perles22 Dez 2018; 26, 29 Jan; 01 Feb 2019 Rigoletto20, 23, 30 Jan; 06, 09 Feb 2019 Lucia di Lammermoor26, 28 Feb; 05, 10, 14, 19 Mär 2019 Hippolyte et Aricie22, 24, 30 Mai; 02, 07, 14 Jun 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019 Nabucco26, 29 Jun; 02, 05, 09, 12 Jul 2019 La forza del destino04, 07, 10, 13 Jul 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Waltraud Meier, Klytämnestra

Waltraud Meier

Waltraud Meier, geboren in Würzburg, studierte Anglistik sowie Romanistik und nahm privaten Gesangsunterricht in Köln. Ihr internationales Debüt gab sie 1980 in Buenos Aires als Fricka (Walküre). Mit dem triumphalen Erfolg als Kundry in Parsifal begann 1983 bei den Bayreuther Festspielen ihre Weltkarriere, die sie an die grossen Bühnen Europas und Amerikas führte. In Bayreuth wechselte sie ins dramatische Sopranfach und sang die Isolde in der Tristan-Inszenierung von Heiner Müller unter Daniel Barenboim. Ebendort verkörperte sie 2000 die Sieglinde in der Walküre des «Millenniums-Rings». Heute gilt Waltraud Meier als eine der international bedeutendsten Wagner-Sängerinnen unserer Zeit. Auch im italienischen und französischen Fach ist die Sängerin weltweit als Eboli, Amneris, Santuzza und Didon (Les Troyens) gefragt. In der Saison 2003/04 widmete sie sich ausschliesslich dem Konzert- und Liedgesang, der seither in ihrer Arbeit einen grossen Raum einnimmt. In jüngster Zeit sang sie u.a. Leonore (Fidelio) in München, Paris und Wien, Marie (Wozzeck) und Venus (Tannhäuser) in München, Santuzza (Cavalleria Rusticana) in Zürich und an der Deutschen Oper in Berlin, Klytämnestra (Elektra) auf der Salzburger Festspielbühne, in Aix-en-Provence, Dresden, Mailand, an der Deutschen Oper in Berlin sowie in München und verkörperte Kundry (Parsifal) an der Wiener Staatsoper. Die mit vielen Preisen und Auszeichnungen geehrte Künstlerin ist Kammersängerin der Bayerischen Staatsoper sowie der Wiener Staatsoper. Eine umfangreiche Diskographie sowie viele auf DVD festgehaltetene Produktionen zeugen von Waltraud Meiers stimmlicher und darstellerischer Vielseitigkeit.

 

Elektra11, 14 Jul 2019


Evelyn Herlitzius, Elektra

Evelyn Herlitzius

Evelyn Herlitzius erhielt ihre musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Es folgten Engagements in Saarbrücken und Karlsruhe. 1997 debütierte sie an der Sächsischen Staatsoper Dresden als Leonore (Fidelio). In Dresden erarbeitete sie sich viele grosse Partien ihres Fachs wie Jenufa, Elisabeth und Venus (Tannhäuser), Sieglinde (Die Walküre), Brünnhilde (Die Walküre, Siegfried und Götterdämmerung), Kundry, Lady Macbeth von Mzensk, Jeanne (Die Teufel von Loudon). Die Künstlerin gastierte unter anderem an der Staatsoper Wien (Leonore, Isolde), Deutsche Oper Berlin (Ring-Zyklus unter Donald Runnicles, Elisabeth/Venus), Théàtre Royal de la Monnaie Brüssel (Elektra/Titelpartie), De Nederlandse Opera Amsterdam (Färberin), Deutsche Staatsoper Berlin (Salome) und am Teatro alla Scala di Milano (Wozzeck/Marie Lohengrin/Ortrud). Ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen gab sie 2002 mit der Brünnhilde und erhielt Wiedereinladungen für den Ring-Zyklus 2003 und 2004 sowie für Kundry bei 2006 und 2007. Bei den Salzburger Festspielen 2011 sang sie die Färberin, beim Festival d’Aix en Provence 2013 Elektra. Evelyn Herlitzius arbeitete mit Dirigenten und Regisseuren wie Sir Georg Solti, Giuseppe Sinopoli, Daniele Gatti, Adam Fischer, Christian Thielemann, Fabio Luisi, Kent Nagano, Pierre Boulez, Sebastian Weigle, Simone Young, Willy Decker, Jürgen Flimm, Andreas Homoki, Harry Kupfer, Christof Loy, Peter Mussbach, Hans Neuenfels, Christoph Schlingensief zusammen. 2002 wurde Evelyn Herlitzius zur Kam­mer­­sängerin ernannt. Sie ist Trägerin des «Christel-Goltz-Preises» (1999) und des Deutschen Theaterpreises «Faust» (2006).

Elektra11, 14 Jul 2019


Tamara Wilson, Chrysothemis

Tamara Wilson

Tamara Wilson begann ihre Laufbahn im Houston Grand Opera Studio und gastiert inzwischen an den renommiertesten internationalen Opernbühnen. In der Spielzeit 2014/15 debütierte die Sopranistin an der Metropolitan Opera in New York als Aida und am Gran Teatre del Liceu in Barcelona als Norma. 2015/16 folgte ihr Debüt als Leonora (La forza del destino) an der English National Opera. Ausserdem war sie u.a. als Elisabetta (Don Carlo) an der Oper Frankfurt, Amelia (Un ballo in maschera) an der Deutschen Oper Berlin und Lucrezia Contarini (I due Foscari) konzertant im Concertgebouw Amsterdam zu erleben. Im Konzert war sie ausserdem u.a. mit Wagners Wesendonck-Liedern mit der Milwaukee Symphony unter Asher Fish, in Strauss’ Friedenstag mit der American Symphony in der Carnegie Hall, mit Ausschnitten aus Wagners Walküre im Concertgebouw Amsterdam unter Valery Gergiev sowe in Verdis Messa da Requiem bei den BBC Proms unter Marin Alsop sowie in Lyon unter Leonard Slatkin zu hören. In der Spielzeit 2016/17 wird sie u.a. als Elisabetta (Don Carlo) an der Bayerischen Staatsoper München debütieren, Elvira (Ernani) am Théâtre du Capitole in Toulouse singen und als Leonora (Il trovatore) ans Teatre del Liceu in Barcelona zurückkehren. Auf dem Konzertpodium wird sie u.a. in Vaughan Williams’ Sea Symphony mit der Atlanta Symphony, in Brittens War Requiem mit der North Carolina Symphony und als Solistin in Mahlers zweiter Sinfonie mit der Oregon Symphony zu hören sein. 2016 wurde Tamara Wilson mit dem renommierten Richard Tucker Award ausgezeichnet.

Elektra11, 14 Jul 2019


Michael Laurenz, Aegisth

Michael Laurenz

Michael Laurenz begann seine Gesangskarriere als Tamino bei den Schlossfestspielen Wernigerode. Es folgten Engagements mit den Stuttgarter Philharmonikern und an der Kammeroper München. Als Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich (2008–2010) sang er u.a. die Titelpartie in Offenbachs Barbe-Bleue und Siegfried in Oscar Straus’ Die lustigen Nibelungen. 2010 wurde er ans Opernhaus Zürich engagiert und war hier u.a. als Arbace (Idomeneo), Lindoro (Haydns La fedeltà premiata), Dr. Cajus (Falstaff), Tanzmeister (Ariadne auf Naxos), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Iwan (Die Nase), Abdisu (Palestrina), Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail), Der Schäbige (Lady Macbeth von Mzensk), David (Die Meistersinger von Nürnberg), Aegisth (Elektra), Monostatos (Die Zauberflöte), Pirzel (Die Soldaten) und in der Titelrolle von Robin Hood zu hören. Michael Laurenz gastiert regelmässig an den grossen Opernhäusern und Festivals Europas, darunter die Bregenzer Festspiele (Mieczysław Weinbergs Das Porträt, Aida, HK Grubers Geschichten aus dem Wienerwald), die Pariser Oper (Brighella in Ariadne auf Naxos, Pedrillo und Monostatos), die Salzburger Festspiele (Scaramuccio in Ariadne, Cauchon in Braunfels’ Jeanne d’Arc), die Bayerische Staatsoper (Pedrillo, Dr. Blind in Die Fledermaus) und das Stuttgarter Musikfest (Ullmanns Der Kaiser von Atlantis). Höhepunkte der letzten Zeit waren Valzacchi (Der Rosenkavalier) in Amsterdam, Andres (Wozzeck) an der Mailänder Scala, Meckie Messer beim Kurt Weill-Fest in Dessau, Aegisth (Elektra) sowie Albert Gregor (Die Sache Makropulos) an der Vlaamse Opera sowie Tanzmeister in Glyndebourne.

Elektra11, 14 Jul 2019


Christof Fischesser, Orest

Christof Fischesser

Christof Fischesser studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Im Jahr 2000 gewann er den ersten Preis beim Bundeswettbewerb für Gesang in Berlin, worauf er an das Staatstheater Karlsruhe engagiert wurde. 2004 wechselte er an die Staatsoper Berlin, von 2012 bis 2015 war er Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich, mit dem ihn seither eine enge Zusammenarbeit verbindet. Er gastierte ausserdem an der Wiener Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden London, an der Opéra Bastille Paris, dem Teatro Real in Madrid, der Staatsoper München, der Komischen Oper Berlin, der Semperoper Dresden, der Opéra de Lyon, am Théâtre du Capitole de Toulouse, an der Houston Grand Opera, der Lyric Opera Chicago sowie den Opernhäusern von Antwerpen, Kopenhagen und Göteborg. Sein breitgefächertes Repertoire umfasst u.a. Rollen wie König Marke (Tristan und Isolde), Landgraf (Tannhäuser), König Heinrich (Lohengrin), Gurnemanz (Parsifal), Sarastro (Zauberflöte), Figaro (Le nozze di Figaro), Sir Giorgio (I puritani), Rocco (Fidelio), Banquo (Macbeth), Conte di Walter (Luisa Miller), Fiesco (Simon Boccanegra), Kaspar (Freischütz), Mephisto (Faust) und Baron Ochs von Lerchenau (Der Rosenkavalier). Zahlreiche CD- und DVD-Erscheinungen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen, so z.B. Beethovens Fidelio unter Claudio Abbado (mit Nina Stemme und Jonas Kaufmann), Massenets Manon unter Daniel Barenboim (mit Anna Netrebko und Rolando Villazon) oder Wagners Lohengrin unter Kent Nagano (mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann). In Zürich war er zuletzt als König Heinrich, Rocco, Orest (Elektra), Kaspar, Daland, Fürst Gremin, Gurnemanz  und Il Marchese di Calatrava, Padre Guardiano in La forza del destino zu erleben.

Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Richard Walshe, Der Pfleger des Orest

Richard Walshe

Richard Walshe wurde in England geboren und studierte an der Royal Academy of Music in London, wo er 2016 sein Studium abschloss. Anschliessend absolvierte er das Ausbildungsprogramm der Royal Academy Opera bei Mark Wildman und Iain Ledingham. 2016 gewann er den Richard Lewis/ Jean Shanks Award der Royal Academy of Music, 2017 den Audrey Strange Memorial Prize bei der Royal Over-Seas League sowie den 2. Preis und den Publikumspreis bei der Mozart Singing Competition in England. Er debütierte im Rahmen des Christine Collins Young Artists Programme als Colline (La bohème) an der Opera Holland Park und sang die Rolle bei einer konzertanten Aufführung der Northern Ireland Opera. An der Royal Academy Opera hat er Figaro (Le nozze di Figaro), Melisso (Alcina), Leporello (Don Giovanni), Brown (Die Dreigroschenoper) und Amantio di Nicolao (Gianni Schicchi) gesungen. Als Teilnehmer des Young Singers Project übernahm er bei den Salzburger Festspielen 2017 die Rolle des Herrn Eiler in Der Schauspieldirektor für Kinder. Im Sommer 2018 war er Mitglied des Glyndebourne Festival Chors, und seit 2018/19 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich.

Macbeth30 Sep; 07, 14, 19 Okt 2018 Le Grand Macabre07, 10, 13, 16, 21, 24 Feb; 02 Mär 2019 Elektra11, 14 Jul 2019 Il barbiere di Siviglia17, 19, 22, 25 Mai 2019 Sweeney Todd13, 16, 21, 23, 28, 30 Dez 2018; 02, 05, 11 Jan 2019


Miranda Keys, Die Aufseherin

Miranda Keys

Miranda Keys stammt aus Australien und studierte in London an der Guildhall School of Music and Drama und am Royal College of Music. Nach ihrem Abschluss war sie Mitglied des National Opera Studios. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen; so gewann sie 2005 den «John Scott Award» der Scottish Opera, 2006 das «Wagner Society Bayreuth» Stipendium und war 2007 Finalistin des «BBC Cardiff Singer of the World» Wettbewerbs. Seither verkörpert sie Rollen an Opernhäusern wie dem Teatro Comunale di Bologna, dem Teatro Regio in Turin, der Scottish Opera, der Oper Leipzig, der Pariser Opéra sowie am Glyndebourne Festival. Ihr Repertoire umfasst u.a. die Partien der Elisabeth (Tannhäuser), Odabella (Attila), Elettra (Idomeneo), Musetta (La bohème), Hexe/Mutter (Hänsel und Gretel) sowie die Titelpartie in Ariadne auf Naxos. Sie sang die Dritte Norn in Götterdämmerung unter der Leitung von Sir Simon Rattle bei den Festspielen in Aix-en-Provence und in Salzburg. In der gleichen Rolle war sie unter Ed Spanjaard, Donald Runnicles und Sir Mark Elder zu hören. Sie war zudem als Aufseherin in Elektra in Rom, an der Opéra national de Paris und bei den BBC Proms zu erleben und in Fidelio unter Gianandrea Noseda in Turin. An der Bayerischen Staatsoper sang sie zuletzt Lady Billows (Albert Herring) und in Mark-Anthony Turnages Greek. Die Rolle der Jungfer Marianne Leitmetzerin verkörperte sie bereits am Glyndebourne Festival, bei den BBC Proms und zuletzt am Covent Garden in London und an der Bayerischen Staatsoper München.

Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Judith Schmid, 1. Magd

Judith Schmid

Judith Schmid begann ihre musikalische Laufbahn als Instrumentalistin mit Klavier und Querflöte. Nach dem abgeschlossenen Rhythmikstudium an der Hochschule der Künste Bern wandte sie sich ganz dem Gesang zu. Zahlreiche Wettbewerbspreise und Stipendien ermöglichten es ihr, sich an der Guildhall School of Music and Drama auf die Vervollkommnung ihrer Gesangsausbildung zu konzentrieren. Nach der Rückkehr in die Schweiz und ihrem Engagement am Opernhaus Zürich (1998/99), arbeitete sie mit Francine Beuret, Christa Ludwig und Heidi Wölnerhanssen an ihrer stimmlichen Weiterentwicklung. Am Opernhaus Zürich war sie u.a. als Smeton (Anna Bolena), Sesto (Giulio Cesare), Silla (Palestrina), Polina (Pique Dame), Federica (Luisa Miller), Maddalena (Rigoletto) und Bersi (Andrea Chénier) zu erleben. Im Konzert trat sie u. a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchner Rundfunkorchester und dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Dirigenten wie Mariss Jansons, Nello Santi, Franz Welser-Möst, Carlo Rizzi und Adam Fischer auf. Opern und Konzert sind ihre Schwerpunkte, daneben nehmen Lied und Oratorium einen wichtigen Platz in ihrem Schaffen ein. Zahlreiche Radio- und Fernsehaufzeichnungen sowie DVD-Produktionen dokumentieren ihre Arbeit. 2007 erschien ihr Album Rosenblätter mit Werken von Grieg, Hefti und Ravel. Neben ihrer Tätigkeit am Opernhaus Zürich debütierte Judith Schmid 2016/17 am Staatstheater Nürnberg als Erda (Rheingold, Siegfried), Waltraute (Walküre) und Erste Norn/Flosshilde (Götterdämmerung). Seit 2017 ist sie Dozentin für Gesang an der Hochschule Luzern.

Madama Butterfly30 Nov; 02, 08, 14 Dez 2018 Le Grand Macabre07, 10, 13, 16, 21, 24 Feb; 02 Mär 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Deniz Uzun, 2. Magd

Deniz Uzun

Deniz Uzun stammt aus Mannheim. Sie studierte Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in ihrer Heimatstadt sowie an der Jacobs School of Music der Indiana University in Bloomington/USA. Sie war u.a. Stipendiatin der Georgina Joshi Graduate Fellowship und der Liedakademie des Internationalen Musikfestivals Heidelberger Frühling. 2013 gastierte sie bei den Osterfestspielen Baden-Baden mit der Partie der Armelinde (Cendrillon), zudem sang sie Isabella (L’italiana in Algeri) und Ruggiero (Alcina) an der Indiana-University Opera sowie Annina (La traviata) im Festspielhaus Baden-Baden (Regie: Rolando Villazón). In der Spielzeit 2015/16 war Deniz Uzun Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, wo sie u.a. als Kammerzofe Emilias (Die Sache Makropulos), Junge Nonne (Der feurige Engel), Sandmännchen/Echo II (Hänsel und Gretel) und Florence Pike (Albert Herring) zu erleben war. Seit Beginn der Spielzeit 2016/17 ist Deniz Uzun Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich. Hier war sie bisher als Jacob in der Kinderoper Gold!, als Sonetka (Lady Macbeth von Mzensk), Alisa (Lucia di Lammermoor), Page (Salome), in den Titelpartien von Jörn Arneckes Ronja Räubertochter und Ravels L’Enfant et les sortilèges, als Lucilla in La scala di seta sowie mit russischen und georgischen Liedern in dem Ballett Anna Karenina zu hören. Gastengagements führten sie u.a. zurück nach Baden-Baden, wo sie Isabella in einer Kinderfassung von L’italiana in Algeri sang, und zu den Münchner Opernfestspielen als Alisa.

La verità in cimento28, 30 Sep; 04 Okt 2018 Hänsel und Gretel12 Dez 2018; 18, 20 Jan; 25 Apr 2019 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019 Manon10, 13, 18, 22, 26 Apr; 04, 12, 15 Mai 2019 Elektra11, 14 Jul 2019 Last Call30 Jun; 04, 06 Jul 2019


Irène Friedli, 3. Magd

Irène Friedli

Irène Friedli, Alt, ist in Räuchlisberg, Schweiz, aufgewachsen. Sie studierte an der Musikakademie in Basel, wo sie mit dem Solistendiplom abschloss. Sie ergänzte ihre Studien in der Interpretationsklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin, nahm an Meisterkursen von Brigitte Fassbaender teil und bildete sich bei Helen Keller weiter. Sie gewann zahlreiche Preise bei internationalen Liedwettbewerben. Seit 1994/95 ist sie Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich, wo sie u.a. als Suzuki, 2. und 3. Zauberflöten-Dame, Mercédès, Titelheldin in Ravels Kind und die Zauberwelt, Elsbeth in Schlafes Bruder (UA), Lily in Harley (UA), Tisbe (La cenerentola), Annina und Flora (La traviata), Flosshilde (Rheingold, Götterdämmerung), Polina, Hänsel, Marcellina (Le nozze di Figaro), Emilia (Otello) und Lucia (Cavalleria rusticana) zu hören war. 2012 gastierte Irène Friedli an der Opéra Bastille in Paris. Am Opernhaus Zürich war sie in letzter Zeit u.a. als Olga in Peter Eötvös’ Drei Schwestern, als Marthe in Gounods Faust, als Margret (Wozzeck), als Lovis in Ronja Räubertochter von Jörn Arnecke, als Tasse und als Libelle in L’Enfant et les sortilèges, als 6. Blumenmädchen und Stimme aus der Höhe in Parsifal und als Mercédès in Carmen zu hören.

Hänsel und Gretel12, 13, 15 Dez 2018; 18, 20 Jan; 24 Mär 2019 Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019 Elektra11, 14 Jul 2019 Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse23, 26, 29 Sep; 03 Okt; 05, 14, 18, 19, 20, 22, 23 Dez 2018; 12 Jan 2019


Hamida Kristoffersen, 4. Magd

Hamida Kristoffersen

Hamida Kristoffersen stammt aus Norwegen. Sie absolvierte ihre Gesangsausbildung an der Universität Tromsø, besuchte Meisterkurse bei Kiri Te Kanawa, Brigitte Fassbeander, Barbara Hendricks sowie Enza Ferrari und nimmt seit 2013 regelmässig Unterricht bei Patricia McGaffrey in New York. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem «Premio Verdi 2013» und einem Ingrid Bjoner-Stipendium bei der «Queen Sonja Competition». Sie war als Mimì (La bohème) und als Contessa (Le nozze di Figaro) mit der Arctic Opera und dem Arctic Philharmonic Orchestra zu erleben. Ausserdem sang sie 2014 in der Oslo Concert Hall sowie beim Neujahrs­konzert mit dem NRK (Norwegian Radio Orchestra) und dem Oslo Philharmonic Orchestra. In der Spielzeit 2014/15 wurde Hamida Kristoffersen Mitglied im Internationalen Opernstudio in Zürich und war hier u.a. als Pamina (Die Zauberflöte), Tamiri (Il re pastore) sowie in Die Frau ohne Schatten, Luisa Miller, Fälle von Oscar Strasnoy, Giannetta (L’elisir d’amo­re) und Annina (La traviata) zu erleben. 2015 debütierte sie als Micaëla (Carmen) an der Oper Oslo und sang im Sommer 2017 Mimì (La Bohème) an der Oper Hedeland in Dänemark. Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie Mitglied im Ensemble des Opernhauses Zürich, wo sie bisher u.a. als Dama (Macbeth), Berta (Il barbiere di Siviglia), Erste Dame (Die Zauberflöte), in der Uraufführung Der Traum von Dir, 2. Blumenmädchen (Parsifal), Anna Kennedy (Maria Stuarda) sowie als La Virtù in L’incoronazione di Poppea auf der Bühne stand. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Gianandrea Noseda, Ottavio Dantone, Nello Santi, Laurence Cummings, Enrique Mazzola und Simone Young.

Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 13, 23, 30 Dez 2018; 18, 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22 Apr 2019 Hippolyte et Aricie22, 24, 30 Mai; 02, 07, 14 Jun 2019 Elektra11, 14 Jul 2019 Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse23, 26, 30 Sep; 03 Okt; 01, 05, 14, 16, 18, 19, 20 Dez 2018; 12, 16 Jan 2019 Ligeti03, 04 Feb 2019


Natalia Tanasii, 5. Magd

Natalia Tanasii

Natalia Tanasii, Sopran, stammt aus Moldawien. Mit 21 Jahren gab sie ihr professionelles Debüt als Contessa (Le nozze di Figaro) an der Moldawischen Nationaloper in Chișinău, wohin sie seither u.a. als Nedda (I pagliacci), Tatiana (Eugen Onegin) und in der Titelrolle von Iolanta zurückkehrte. 2014 wurde sie Mitglied im Jungen Ensemble der Oper Oslo, wo sie Micaëla in Bieitos Carmen sang, und trat im Southbank Centre London in Brittens War Requiem unter Marin Alsop auf. 2015/16 nahm sie als Jerwood Young Artist am Glyndebourne Festival teil und war dort als Füchslein und Chocholka in Janáčeks Das schlaue Füchslein zu erleben. 2016/17 sang sie in Bieitos War Requiem an der Oper Oslo und am Teatro Arriaga in Bilbao, gab ihr Debüt als Fiordiligi (Così fan tutte) und sang erneut Micaëla, beides in Oslo. In ihrer Heimat tritt sie regelmässig in Konzerten und Rezitalen auf und wurde mit einem National Award for Outstanding Achievement in Arts ausgezeichnet. Seit 2017/18 gehört sie zum Internationalen Opernstudio in Zürich und sang hier u.a. Ein Sklave (Salome), Undis/Wilddrude (Ronja Räubertochter), Kate Pinkerton (Madama Butterfly) und Arminda (La finta giardiniera).

Madama Butterfly30 Nov; 02, 08, 14 Dez 2018 Hänsel und Gretel12, 13, 15, 26 Dez 2018; 18, 20 Jan; 25 Apr 2019 Manon10, 13, 18, 22, 26 Apr; 04, 12, 15 Mai 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Yuliia Zasimova, Die Schleppträgerin

Yuliia Zasimova

Yuliia Zasimova wurde in der Ukraine geboren. Sie studierte an der Tschaikovsky National Music Academy in Kiev, wo sie ihr Gesangsstudium 2016 abschloss. Während ihres Studiums war sie Mitglied des Opernstudios der Akademie und war dort als Amor in Orfeo ed Euridi­ce und als Marfa in Rimski-Korsakows Die Zarenbraut zu erleben. 2017 nahm sie am Wettbewerb «Neue Stimmen» teil und war im gleichen Jahr Halbfinalistin beim «Le Grand Prix de L’Opéra» Gesangswettbewerb in Bukarest. 2018 war sie Preisträgerin beim internationalen Byulbyul Wettbewerb in Baku, Aserbaidschan, und debütierte im gleichen Jahr beim LvivMozArt Festival in der Ukraine als Aretea in Dmytro Bortnianskyis Alcide. Seit 2018/ 19 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich.

Hänsel und Gretel12, 13, 23 Dez 2018; 18, 20 Jan 2019 Rigoletto20, 23, 30 Jan; 06, 09 Feb 2019 Manon10, 13, 18, 22, 26 Apr; 04, 12, 15 Mai 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Iain Milne, Ein junger Diener

Iain Milne

Iain Milne stammt aus Aberdeenshire/Schottland. Er schloss sein Studium an der Royal Academy of Music in London mit Auszeichnung ab, war Mitglied des National Opera Studio in London und des Internationalen Opernstudios in Zürich. Sein Operndebüt gab er in der Titelrolle von Mozarts La clemenza di Tito. Seither sang er u. a. in Peter Maxwell Davies’ The Lighthouse an der Royal Academy und Tamino an der Hampstead Garden Opera. Engagements als Solist in Oratorien führten ihn zudem nach Hamburg (Händels Messiah), nach Aberdeen (Haydns Schöpfung) und in die Fairfield Halls in Croydon (Elgars Dream of Gerontius). Als Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich war er u.a. als Erster Priester (Die Zauberflöte), Brighella (Ariadne auf Naxos) sowie in Lohengrin, Fälle, Elektra, Il viaggo a Reims und Le Comte Ory zu hören. In der Märchenoper Der Zauberer von Oz von Pierangelo Valtinoni sang er die Vogelscheuche und in Haydns Orlando paladino war er als Orlando zu erleben. Seit der Spielzeit 2016/17 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich und war hier bisher in Lucia di Lammermoor als Normanno, in Otello als Roderigo und in Prokofjews Der feurige Engel als Jakob Glock zu hören. Er sang Jack in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Pong in Turandot, Gastone in La traviata und Menaldo Negroni in Die Gezeichneten und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Fabio Luisi, Nello Santi, Giovanni Antonini und Gianandrea Noseda.

Sweeney Todd13, 16, 21, 23, 28, 30 Dez 2018; 02, 05, 11 Jan 2019 Die Gezeichneten26 Sep; 02, 09, 12, 17, 20, 23 Okt 2018 Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Tannhäuser27, 31 Mär; 05 Apr 2019 Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Wojciech Rasiak, Ein alter Diener

Wojciech Rasiak

Wojciech Rasiak, Bass, stammt aus Polen und schloss sein Gesangsstudium an der Academy of Music in Poznań in der Klasse von Andrzej Ogórkiewicz ab. Er ist Preisträger verschiedenster Gesangswettbewerbe u.a. in Vrable, in Katowice, Mlawa und beim «Vox populi» in Jelenia Góra. Er besuchte Masterklassen bei Matjaz Robavs, Piotr Miciński, Eva Blahova, Helena Zubanovich und Bogdan Makal. 2014 debütierte er am Teatr Wielki in Poznań in der Titelpartie von Le nozze di Figaro und als Arzt in Macbeth. Er ist zudem immer wieder auf der Konzertbühne zu hören, so mit den Philharmonischen Orchestern von Poznan, Bydgoszcz und Opole, mit welchem er als Solist bei der Johannespassion zu hören war. Ab 2016 war er Mitglied der Opera Academy am Teatr Wielki in Warschau, wo er Gesangsunterricht u.a. von Eytan Pessen, Neil Shicoff und Olga Pasiecznik erhielt. Seit der Spielzeit 2018/19 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich.

Macbeth30 Sep; 07, 14, 19 Okt 2018 Elektra11, 14 Jul 2019 Il barbiere di Siviglia17, 19, 22, 25 Mai 2019