0/0

La traviata

Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi (1813-1901)
Libretto von Francesco Maria Piave
nach dem Schauspiel «La Dame aux camélias» von Alexandre Dumas fils

Musikalische Leitung Fabio Luisi Inszenierung David Hermann Bühne und Kostüme Christof Hetzer Lichtgestaltung Franck Evin Video-Design Anna Henckel-Donnersmarck Choreinstudierung Janko Kastelic Dramaturgie Beate Breidenbach

In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Spieldauer 2 Std. 40 Min. Pause nach ca. 1 Std. 20 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Termine & Tickets

Juli 2018

Fr

06

Jul
19.00

La traviata

Oper von Giuseppe Verdi, Wiederaufnahme
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Wahl-Abo

So

08

Jul
20.00

La traviata

Oper von Giuseppe Verdi
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Misch-Abo B

Mi

11

Jul
19.00

La traviata

Oper von Giuseppe Verdi
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Italienische Oper-Abo, Opernhaustag

Fr

13

Jul
19.30

La traviata

Oper von Giuseppe Verdi
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Verdi-Abo

So

15

Jul
19.00

La traviata

Oper von Giuseppe Verdi
Preise H: CHF 75 / 59 / 44 / 25 / 15 / 11
AMAG Volksvorstellung

Gut zu wissen

Kurzgefasst

La traviata

Kurzgefasst

La traviata

Fotogalerie

 

Szenenbilder «La traviata»


Gespräch


Flucht in eine Scheinwelt

Ein Gespräch mit Regisseur David Hermann und Bühnen- und Kostümbildner Christof Hetzer über eine Frau, die die Extreme sucht und daran zerbricht

David Hermann und Christof Hetzer, wie ist es für Euch, La traviata auf die Bühne zu bringen – eine der meistgespielten Opern überhaupt, an die viele ganz konkrete Erwartungen haben?
David Hermann: Zunächst hat mich diese Popularität etwas gehemmt. Aber als ich mich mit dem Stück beschäftigte, merkte ich, dass im Zusammenwirken von Musik und Text Perspektiven vorhanden sind, die vielleicht noch nicht abgenutzt sind und die das Stück neu aufladen können. Zum anderen ist es ein Stoff, der von Verdi sehr zeitgenössisch gemeint war; deswegen ist es interessant, das Stück an uns heranzuholen und zu fragen: Welche Relevanz hat es heute, wie würden sich heutige Charaktere in diesem Stück bewegen? Während der Vorbereitung haben wir viele Schichten abgetragen und interessante Spannungsfelder entdeckt, unter anderem eine grosse Ansammlung von negativer Energie: Es ist erstaunlich, wer hier wen wie manipuliert, hintergeht und beeinflusst!
Um ein Beispiel zu geben: Im ersten Akt auf der Feier von Violetta gibt es eine Auftrittsmusik, von der jeder weiss: Hier tritt jetzt der Chor auf. Wenn man aber genau liest, könnten an dieser Stelle auch einige Leute die Party verlassen, weil die meisten Gäste zu spät kommen und auf der Party nichts los ist.

Eure Intention ist es also, diesen schon von Verdi zeitgenössisch gemeinten Stoff in die Gegenwart zu holen; in welcher Welt spielt Eure Inszenierung?
Christof Hetzer: Wir reproduzieren ja keine Welt. Wir nehmen uns wie die Hyperrealisten in der bildenden Kunst ein paar Elemente aus einer existierenden Welt heraus und lassen alles, was uns nicht interessiert, weg. Dadurch sieht man noch genauer, wie diese Elemente miteinander funktionieren. In einer so hohen sozialen Schicht wie der, in der wir uns hier bewegen, kommuniziert alles mit- einander: Die Schuhe, die man trägt, sagen genauso etwas über den sozialen Status aus wie die Art und Weise, wie man sich seine Brille abnimmt. Wir erhoffen uns, dass wir dadurch gewisse Dinge unters Mikroskop legen und der Präzision von Verdi gerecht werden können.
DH: Der Präzision, aber auch der Ökonomie der Mittel! Verdi schreibt sehr kompakt und sehr scharf, und das ist es auch, was wir in der theatralischen Sprache suchen. – Auf das ganze Stück gesehen, geht es natürlich um den Verlust. Das Stück ist ein grosser Showdown, ein kapitaler Absturz. Das manifestiert sich auch in den Bühnenräumen, die Christof entworfen hat: Zu Beginn gelten in diesen Räumen gewisse Regeln und Verlässlichkeiten, die sich mehr und mehr auflösen. Alles wird immer weniger, ausgesparter, isolierter.
CH: Die Gesellschaft, die wir zeigen, ist natürlich eine High Society von heute, aber ohne Jahreszahl, relativ ungebrochen, noch vor der grossen Finanzkrise…
DH: …und vor der digitalen Revolution. Es gibt noch keine Handys...
CH: ...es findet alles noch live und in der Realität statt. Und dabei wird genauestens registriert, wer zu spät kommt und wer wie viele Portionen Crèmeschnitte isst.

Offenbar hat sich in dieser High Society viel Aggression angestaut; woher kommt die Lust daran, den anderen blosszustellen?
CH: Bei vielen Menschen führt Unsicherheit dazu, dass sie denken, wenn sie als erste handeln, haben sie zumindest einen Vorteil.
DH: Im Stück ist der Ursprung der Aggression oder des Konfliktes die Frage, ob Violetta es als High Class Escort Girl überhaupt noch packt, nachdem sie ein Jahr lang wegen ihrer Krankheit ausgefallen war. Denn sie hat eine Gegenspielerin, nämlich Flora; zwischen den beiden gibt es von Anfang an eine starke Konkurrenz. Der Leistungsdruck in diesem Berufsfeld, dieses ständige sich-selbst- Vermarkten und -Optimieren, ist ein Stress, der vielen Menschen heute vertraut ist. Die Grenze zwischen Beruf und Privatleben droht zu verschwinden. Bei einem Berufsbild wie der Prostitution ist das noch stärker der Fall, weil der ganze Körper involviert ist. Dann führt Gaston auch noch Alfredo auf der Party ein, der aus einer sozial niedrigeren Schicht kommt, um Violetta zu provozieren, und das geht eigentlich auch von Flora aus. Die Rivalin möchte nicht, dass Violetta ihren Marktanteil zurückbekommt. Die Aggression entsteht aus dem Kampf um den Markt. Und wenn jemand in diesem Geschäft strauchelt, gibt es immer Menschen, die es geniessen, den Untergang zu beobachten und zu manipulieren. Schadenfreude und Missgunst sind leider etwas, das den Menschen innewohnt. Deshalb stürzt Violetta so tief, weil ihre vermeintlichen Freunde keine echten Freunde sind. Solange du funktionierst, gehörst du dazu, aber sobald du ein Problem hast und nicht mehr wie ein Rädchen im Getriebe arbeitest, fliegst du raus und bist ganz schnell ersetzbar. Jeder kennt ähnliche Situationen aus seinem Leben.

Violetta war ein Jahr krank und konnte nicht arbeiten; wenn sie in die Gesellschaft zurückkehrt, steht sie unter grossem Leistungsdruck. Im Libretto hat sie Tuberkulose; man kann aber diese Krankheit auch im übertragenen Sinn verstehen.
DH: Bei fast jedem Krankheitsbild ist auch ein psychosomatischer Anteil dabei. Mich interessiert in unserem Zusammenhang eher ein Burnout- oder ein Borderline- Syndrom, ein grundsätzliches Überfordert-Sein, ein Zustand, in dem man Dinge sieht, die gar nicht da sind. Das kann man im ersten Bild sehr gut zeigen: Wenn hier die Bewegung plötzlich einfriert, dann ist das die subjektive Wahrnehmung von jemandem, der unter extremem Stress leidet und deshalb Wahrnehmungsstörungen hat. Ich finde interessant, dass Violetta genau in der Mitte des Stücks kollabiert – in dem Moment, in dem sie auf den Vater Alfredos trifft, der eine grosse Ruhe ausstrahlt und sehr geerdet ist; da lässt sie sich plötzlich fallen und sagt: Ich kann nicht mehr, alles, was ich mir vorgenommen habe, ist zu gewollt, zu konstruiert, nicht kommuniziert; da ist sie am Ende. Bis dahin hält sie alles fest.

Trotzdem bedeutet ja schon die Begegnung mit Alfredo im ersten Bild eine grosse Veränderung in ihrem Leben – sie lässt ein Gefühl zu, das sie vorher nie zugelassen hat.
DH: Ja, bis dahin war sie nie verliebt, das passiert jetzt zum ersten Mal. Das Tragische ist wiederum, dass sie damit so gar keine Erfahrung hat – wie führe ich eine Beziehung, wie geht das überhaupt? Intuitiv dreht sie alles um: Jetzt ist sie es, die den Mann bezahlt. Aber nicht, um Alfredo zu manipulieren, sondern aus dem Reflex heraus, über die finanziell schwierigen Verhältnisse nicht sprechen zu wollen – vielleicht auch, weil das Geld in der Vergangenheit immer ihr Leben regiert hatte. Sie möchte utopisch, paradiesisch leben, aber diese Konstruktion ist labil und bricht genau in der Mitte des Stücks zusammen. Auch die Rückkehr in ihr altes Leben funktioniert nicht mehr, und dann kommt der endgültige Fall, der mit ihrem Tod endet.

Gibt Violetta also deshalb der Bitte des Vaters nach, auf Alfredo zu verzichten, weil sie selbst diese auf Unwahrheit aufbauende Situation nicht mehr aushält?
CH: Ich glaube, das ist eine Mischung. Sie hat auch das Gefühl, durch den Verzicht auf eine seltsame Art und Weise Teil von etwas zu werden, ein wichtiger Teil der Familie.
DH: Auch in diese Rolle steigert sie sich hinein. Jede Rolle, die Violetta annimmt, überspannt sie. Zu Anfang ist es die Rolle der perfekten Gastgeberin, die sie überfordert; dann die Rolle der Liebhaberin, die das Paradies aufrecht- erhalten will – das klappt nicht, weil die Grundlage dafür fehlt, nämlich das Geld. Und dann steigert sie sich in die Rolle derer hinein, die Alfredos Familie das Glück ermöglichen will, indem sie aus Alfredos Leben verschwindet.

Das Entscheidende für ihr Einwilligen in die Bitte des Vaters ist demnach, dass Violetta schon vor dessen Erscheinen begreift, dass dieses Leben im sogenannten Paradies auf Dauer nicht funktionieren kann, dass sie die von ihr und Alfredo konstruierte Scheinwelt nicht länger aufrechterhalten kann.
CH: In ihrer Verzweiflung erkennt sie einen Silberstreifen am Horizont: Sie glaubt, einen Weg zu sehen, wie sie bei Alfredo in makelloser Erinnerung bleiben kann. Die kurze Vision vom Heldentod ist im Grunde eine Selbststilisierung über den Tod hinaus.
DH: Sie kreiert sich wieder ein Bild, eine Rolle. Obwohl Violetta viel empfindet, ist das Äussere für sie sehr wichtig; es geht immer auch darum, die Fassade aufrecht zu erhalten. Das macht auch diese Oper so unglaublich spannend: Verdi zeigt beide Seiten, vor und hinter der Fassade, die Abgründe und die Gefasstheit.

Ganz stark ist das ja schon in Violettas Arie im ersten Akt herausgearbeitet, in der sie zwischen zwei extremen Polen schwankt: Einerseits ist ihr bewusst, dass sie ein sehr einsames und unglückliches Leben führt, andererseits will sie ihre Freiheit nicht aufgeben.
Man fragt sich allerdings, was das für eine Freiheit ist innerhalb all dieser Abhängigkeiten, die das Leben als Edelprostituierte ja auch mit sich bringt.

DH: Sie sagt ja: Ich muss frei sein! Das ist keine Freiheit, die von innen kommt, das ist ein Zwang zu feiern, ein Zwang, sich zu amüsieren. Sie sagt, sie möchte vor Vergnügen sterben, daran vergehen. Das hat etwas Selbst- zerstörerisches. Ein Stück weit hat diese Figur ihren Absturz in meiner Lesart auch selbst mit verschuldet, weil sie immer ins Extrem geht.

Also ist Violetta kein Opfer der Gesellschaft?
DH: Nicht nur, finde ich.
CH: Auf jeden Fall aber auch, denn die Gesellschaft funktioniert nach Marktgesetzen und fragt nicht danach, wie es den Menschen geht.

Geht Ihr also davon aus, dass die Beziehung zwischen Violetta und Alfredo auch ohne die Intervention des Vaters nicht glücklich geworden oder geblieben wäre?
DH: Das ist schwer zu sagen. Ich glaube an diese Liebe. Die Gefühle von Violetta und Alfredo sind echt! Aber wie wir alle wissen, bedeutet eine Beziehung auch Arbeit...
CH: Die Dauer einer Beziehung sagt nichts über ihre Qualität! In den drei Monaten, in denen Violetta und Alfredo zusammen sind, lieben sie sich wirklich.
DH: Trotzdem wäre mehr Ehrlichkeit gut gewesen. Dadurch, dass beide der Realität – dass nämlich kein Geld da ist – ausgewichen sind, wurde ihre Liebe zerstört. Vielleicht wären sie ein tolles Paar geworden. Alfredos Motivation im ersten Bild ist: Ich hole dich raus aus diesem Netz von Intrigen und Abhängigkeiten. Daran glaube ich.

Alfredos Vater ist in Eurer Sicht nicht nur Repräsentant der intoleranten Gesellschaft, der das Glück Violettas und Alfredos brutal zerstört.
CH: Germont ist vor allem ein Realist. Wir haben uns immer vorgestellt, er sei ein Weinbauer aus Südfrankreich, der einen alternativen und selbstbestimmten Lebensstil hat, sich aber auch dessen bewusst ist, dass im Dorf geredet wird. Das ist heute noch genauso aktuell wie vor 150 Jahren. Germont weiss, Violetta kann in dieser Konstellation nicht glücklich werden. Wenn die ganze 68er-Generation es nicht geschafft hat, warum soll sie es dann schaffen, die gesellschaftliche Spaltung zu überbrücken? Aber natürlich ist er auch rücksichtslos und egoistisch.
DH: Verdi ist als Figurenzeichner grandios, denn er zeigt, dass Germont auch Mitleid hat mit Violetta, er ist nicht einfach brutal. Er bleibt nicht kalt und distanziert, er leidet mit, es kostet ihn Kraft, dieses Glück zu zerstören.

Trotzdem ist sein Eingreifen grausam. Aber er macht einen Prozess durch im Laufe des Stückes und erkennt am Ende seine Schuld. Musikalisch ist interessant, dass im zweiten Akt kein Liebesduett von Violetta und Alfredo vorkommt, nur Alfredos Arie, in der er allein von seinem Glück singt, dafür aber ein wunderschönes Duett zwischen Violetta und Germont. Hier hat man den Eindruck, als fände deutlich mehr emotionaler Austausch statt als jemals zwischen Violetta und Alfredo.
DH: Absolut. Das ist übrigens eine gigantische Schauspielszene. Nach dem Duett mit Violetta trifft Germont auf Alfredo – und Alfredo sagt gar nichts. Aus dieser Verweigerung entsteht eine sehr interessante Energie, die ganz viele Farben bei Germont freisetzt, weil er auf verschiedenste Arten versucht, seinen Sohn zum Sprechen bzw. Singen zu bringen. Die Kommunikation, die zwischen Germont und Violetta funktioniert, funktioniert zwischen Vater und Sohn überhaupt nicht. Das kennt jeder, dass man mit seinen Eltern einfach nicht reden will. Wie Verdi das auf aufs Musiktheater überträgt, ist beeindruckend.

Eines der vielen Argumente, mit denen Germont versucht, Violetta davon zu überzeugen, sich von Alfredo zu trennen, ist die Religion; was für eine Rolle spielen Glaube und Religion für Violetta?
DH: Wir haben vorhin von den Extremen gesprochen, in die Violetta verfällt: Zu Beginn des Stückes ist sie eine Prostituierte in einer gesellschaftlich nicht anerkannten Position. Und als Heilige will sie enden. Sie versteigt sich innerlich in diese Heiligenrolle, und ich habe das Gefühl, dass sie im vierten Bild einen starken Kontakt aufgebaut hat zu einer höheren spirituellen Instanz. Das ist eine befremdliche Wesensveränderung, die auch Alfredo und seinen Vater irritiert. Auch in dieser Rolle geht sie wieder ins Extrem, indem sie sich etwas konstruiert, dass es eigentlich gar nicht gibt – das ist eine tragische Flucht in eine Scheinwelt.

Das Gespräch führte Beate Breidenbach, Dramaturgin am Opernhaus Zürich.

Dieser Artikel ist erschienen in MAG 28, April 2015
Das Mag können Sie hier abonnieren



Meine Rolle


Süchtig nach Violetta

Die amerikanische Sopranistin Ailyn Pérez singt an den führenden Opernbühnen der Welt. Zu ihren Partien gehören neben Verdis Violetta u.a. Massenets Manon und Thaïs, Gounods Marguerite und Juliette, Puccinis Mimì, aber auch Mozart-Partien wie Fiordiligi oder die Figaro-Gräfin. Am Opernhaus Zürich war sie bereits in «La traviata» zu erleben.

Auf einer Aufnahme von Maria Callas habe ich schon als Kind Ausschnitte aus Verdis La traviata gehört. Damals habe ich natürlich nicht gedacht, dass ich einmal als Violetta auf der Bühne stehen würde, aber Verdis Musik hat meine Liebe zur Oper geweckt, und bald habe ich alles dafür getan, diese Partie einmal singen zu können!

Unterdessen habe ich Violetta in mehreren Inszenierungen gesungen und bin nach wie vor geradezu süchtig danach. Verdi hat mit seiner Version von Dumas’ Kameliendame eine seiner grossartigsten Partien geschrieben, die gleichzeitig noch ganz in der Tradition des Belcanto steht; das zeigt sich etwa an der mehrteiligen Arie im ersten Akt, die mit der wunderbaren Cabaletta «Sempre libera» schliesst.

Nach nur einer Vorstellung in San Francisco habe ich mit dieser Rolle gleich an der Staatsoper Berlin debütiert – wo ich im Moment gerade wieder eine Serie von Traviata-Vorstellungen in der Inszenierung von Dieter Dorn und unter Domingo Hindoyan singe. Damals war es noch die Inszenierung von Peter Mussbach – und das war etwas abenteuerlich: in seiner sehr düsteren, reduzierten Ästhetik war ich als Violetta ohne Unterbrechung auf der Bühne. Damit ich während der Vorstellung trotzdem etwas trinken konnte, hat man mir an einem bestimmten Ort Wasser auf die Bühne gestellt – aber der Raum war leider so schwarz, dass ich es nie finden konnte … Noch schlimmer war aber, dass ich nach den Arien überhaupt keinen Applaus bekommen habe! Das hat mich völlig verunsichert und ich dachte: das wars! Erst am Ende der Vorstellung habe ich gemerkt, dass das Publikum sehr zufrieden war, und wohl aufgrund der Inszenierung nicht wagte, Szenenapplaus zu geben... Jedenfalls bin ich sehr froh, dass ich seither oft in Berlin singen durfte, und dass ich in der neuen Traviata-Inszenierung auch zwischendurch Bestätigung und neue Energie vom Publikum bekomme!

Für mich gibt es nur wenige weibliche Operncharaktere, die ich in ihrer Stärke so bewundere wie Violetta Valéry. Das mag widersprüchlich klingen, weil sie krank ist und sowohl an der sie umgebenden Gesellschaft, als auch an den Herausforderungen der Liebe, die sie mit Alfredo zum ersten Mal erlebt, zerbricht und am Ende stirbt. Alfredos Vater, Germont, beharrt auf seinen konservativen Werten und fürchtet, dass die ehemalige Kurtisane Schande über seine Familie bringt. Auf sein Drängen hin gibt Violetta ihre Zukunft mit Alfredo auf – und trotzdem bleibt ihre Liebe bestehen, selbst dann noch, wenn sie im dritten Akt öffentlich gedemütigt wird und am Ende einsam leidet.

Ich verstehe Violetta deshalb nicht als eine Frau, die zu oberflächlich für eine ernsthafte Liebesbeziehung ist. Wenn sie im ersten Akt singt, dass sie «immer frei» sein möchte, dann hat das für mich nichts mit Leichtsinn zu tun, denn die Musik zeigt deutlich, dass diese Gedanken nur eine Flucht sind: Mitten in ihrer Cabaletta erklingen von Ferne Alfredos Worte «Liebe ist der Herzschlag des ganzen Universums». Und kurz bevor Violetta stirbt, leuchtet die Melodie, die diese Worte begleitete, noch einmal zart auf, und zeigt deutlich, dass die «vom Weg abgekommene» Violetta bis zuletzt mit aller Kraft hofft, ihn durch eine grosse Liebe wieder zu finden. Doch leider erkennt Vater Germont zu spät, dass er den beiden Liebenden diese Chance verwehrte.


Dieser Artikel ist erschienen in MAG 60, Juni 2018.
Das MAG können Sie hier abonnieren.


Nun, ich war glücklich.

Giuseppe Verdi


Der Fragebogen


Quinn Kelsey

Er kommt aus Hawaii und ist immer wieder zu Gast am Opernhaus Zürich. In «La traviata» singt er Giorgio Germont.

Was fällt Ihnen auf, wenn Sie in Zürich ankommen?
Die wundervolle Architektur der Stadt. Und der See. Zürich ist eine sehr schöne Stadt. Immer internationaler, aber mit einem grossen Gespür für Kultur. Die Menschen sind fröhlich und stolz auf ihre Heimat.

Was würden Sie sofort verändern, wenn Sie König der Schweiz wären?
Gar nichts! Ich mag die Schweiz so, wie sie ist.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Eine Karriere zu haben, durch die ich unabhängig bin. Ich reise viel. Ich habe das Privileg, mein Können durch die Kunstform Oper mit anderen zu teilen. Und der Erfolg, den ich mit meiner Arbeit habe, erlaubt es mir, ein einigermassen komfortables Leben zu führen.

Was wäre das grösste Unglück?
Die Liebe zur Oper und zum Gesang zu verlieren.

Welche musikalische Erfahrung hat Sie geprägt?
Mein erster Rigoletto am Opernhaus Oslo 2011. Damals war ich ziemlich jung für einen Verdi­-Bariton in dieser Rolle – erst 33. Was mich am meisten geprägt hat, war, das Fundament für diese Rolle zu legen, eine Methode zu finden, mich auf die grosse Verantwortung vorzubereiten.

Was sind Ihre Lieblingsschriftsteller?
Stephen King und Dan Brown. Es gibt aber viele Autoren, deren Werke mich inspiriert oder berührt haben.

Ihre Lieblingsfilme?
Da gibt es viele – je nach Stimmung. Meine Lieblings­ Genres sind Action, Science Fiction, Fantasy und Komödien.

Ihr liebstes Laster?
Hier in Zürich sehe ich viele schöne Autos. Ferrari. Lamborghini. Maserati. Audi, BMW, Mercedes Benz. Ich liebe Autos. Und ich liebe es, sie zu fahren. Sehr schnell. Mit lauter Musik.

Welchen überflüssigen Gegenstand in Ihrer Wohnung lieben Sie am meisten?
Meine Video­-Spiel­-Konsole. Ich kann viele Stunden damit verbringen...

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei Ihren künstlerischen Partnern?
Professionalität, gepaart mit Ruhe. In unserem Job sind wir enormem Stress ausgesetzt. Reisen, Proben, Auftritte. Neue Rollen. Es hilft, wenn man lachen und Witze machen kann. Sonst macht das alles keinen Spass mehr. Und das sollte es doch – oder?

Welche menschlichen Schwächen entschuldigen Sie?
Wenn Unerfahrenheit eine Schwäche ist, dann diese.

In was verlieben Sie sich bei einem Menschen?
In die Augen. Und ins Selbstvertrauen. Es erzählt viel über einen Menschen, wenn man Selbstvertrauen in ihm spürt.

Worum geht es für Sie in La traviata?
Um das Leben! Um reale Menschen und ihre Emotionen: Liebe, Eifersucht, Angst, Freude, Schmerz, Trauer. Fast jeder kann sich vorstellen, Alfredo oder Violetta zu sein.

Nennen Sie drei Gründe, warum das Leben schön ist!
1) Wir leben in einer Welt, in der wir aus unserem Leben machen können, was wir möchten.
2) Wir sind in der Lage, die Welt um uns herum zu erleben, das Gute und das Schlechte, und aus diesen Erfahrungen Lehren zu ziehen, die uns durchs Leben führen können.
3) Wir sind gesegnet miteinander – ohne die anderen wäre die Welt ein einsamer Ort.

Dieser Artikel ist erschienen in MAG 28, April 2015
Das Mag können Sie hier abonnieren



Wie machen Sie das, Herr Bogatu?


Funkelnagelneu

Ein Blick hinter die Kulissen und in die Welt der Bühnentechnik von «La Traviata». Der technische Direktor am Opernhaus Zürich, Sebastian Bogatu, gibt Auskunft über komplexe Oberflächen, selbterklärende Bauanleitungen und Zürichs Strassen, die nun verdächtig funkeln.

Sie ist zunächst unscheinbar, hat es aber in sich: Die Oberfläche des Bühnenbildes unserer neuen Traviata. Mal liegt sie unauffällig schwarz da – plötzlich fängt sie Licht, und Strukturen werden sichtbar. Sind es mit Schweröl getränkte Felsen? Ist es schwarzer Schiefer? Oder der Bruch in einen Graphittagebau? Funkeln da nicht Hunderte von Kristallen? Für einmal imitierten unsere Werkstätten keine real existierende Vorlage, sondern der Bühnenbildner Christof Hetzer hat eine Oberfläche erfunden, die hoch komplex in der Herstellung ist. Falls Sie diese an Ihrem Wohnzimmertisch einmal nachmachen wollen, verrate ich Ihnen hier die Bauanleitung:

Zunächst streichen Sie eine schwarz eingefärbte Putzmasse dünn über Ihren Tisch und lassen sie trocknen. Dann rühren Sie eine Gipsmasse an und verteilen diese ca. 4-5mm dick auf den Putz. Nun muss es schnell gehen: Zerreiben Sie einen Korken (Rot- oder Weisswein spielt für einmal keine Rolle) und streuen Sie diese Krümel auf die Masse. Mit einem Lineal oder einer Maurerkelle ziehen Sie nun möglichst gleichmässig so knapp über die Masse hinweg, dass die Korkkrümel hängen bleiben. Nach und nach werden sich einige wieder lösen, so dass unterschiedlich tiefe und unterschiedlich lange, parallele Rillen entstehen. Über Nacht trocknen lassen. Am nächsten Tag ein paar dieser Rillen flach schleifen, so dass neben den Rillen auch glatte Flächen entstehen. Nun kommt ein dünner Anstrich mit verdünntem Holzleim drauf, um den Schleifstaub zu binden. Trocknen lassen. Danach schwarz matt anmalen und 1-2mm grosse Glaspailletten in die feuchte Farbe streuen. Trocknen lassen und anschliessend mit Spritlack die endgültige Oberflächenbehandlung durchführen. Je nach Glanzgrad mehr, weniger oder gar nicht auftragen – gerade auf den geschliffenen Flächen wird der Lack nach dem Trocknen hochglänzend. Alles trocknen lassen. Fertig!

Sie haben übrigens einen riesigen Vorteil gegenüber dem Opernhaus: Wenn Sie den Tisch nicht gross bewegen, so werden Sie nur ab und zu eine winzige Glaspaillette aus Ihrem Teppich saugen müssen. Wir haben die behandelten Oberflächen vor einigen Tagen aus dem Malsaal ins Lager transportiert, und seither ist das komplette Werkstattgebäude voll mit Glaspailletten, die natürlich nicht alle fest an der Farbe gehaftet haben. Falls Sie also in den nächsten Wochen auf Zürichs Strassen etwas funkeln sehen, waren wir mal wieder mit der Traviata auf dem Weg ins Lager oder auf die Bühne.

Dieser Artikel ist erschienen im MAG 28, April 2015.
Das Mag können Sie hier abonnieren.


Programmbuch

La traviata

Synopsis

La traviata

Synopsis

La traviata

Biografien


Fabio Luisi, Musikalische Leitung

Fabio Luisi

Fabio Luisi stammt aus Genua. Er ist Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich, Chefdirigent des Danish National Symphony Orchestra und designierter Musikdirektor des Maggio Musicale Fiorentino. Von 2011 bis 2017 war Fabio Luisi Principal Conductor der Metropolitan Opera in New York, zuvor Chefdirigent der Wiener Symphoniker (2005-2013), Generalmusikdirektor der Staatskapelle Dresden und der Sächsischen Staatsoper (2007-2010), Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters Leipzig (1999-2007) und Musikdirektor des Orchestre de la Suisse Romande (1997-2002), mit dem er zahlreiche CDs aufnahm (Poulenc, Respighi, Mahler, Liszt, eine Gesamtaufnahme der sinfonischen Werke von Arthur Honegger und Verdis Jérusalem und Alzira). Er ist Musikdirektor des «Festival della Valle d’Itria» in Martina Franca (Apulien) und Gastdirigent renommierter Klangkörper, darunter das Philadelphia Orchestra, das Cleveland Orchestra, das NHK Tokio, die Münchener Philharmoniker, die Filarmonica della Scala, das London Symphony Orchestra, das Concertgebouw Orkest Amsterdam, das Saito Kinen Orchester sowie zahlreiche namhafte Opernorchester. Bei den Salzburger Festspielen trat er mit Richard Strauss’ Die Liebe der Danae und Die Ägyptische Helena hervor. Zu seinen bedeutendsten Dirigaten am Opernhaus Zürich zählen bisher u.a. die Neuproduktionen von drei Bellini-Opern sowie Rigoletto, Fidelio, Wozzeck und Verdis Messa da Requiem. Wichtige CD-Aufnahmen sind Verdis Aroldo, Bellinis I puritani und I Capuleti e i Montecchi, sämtliche Sinfonien von Robert Schumann sowie Sinfonien und das Oratorium Das Buch mit sieben Siegeln des vergessenen österreichischen Komponisten Franz Schmidt. Ausserdem liegen verschiedene sinfonische Dichtungen von Richard Strauss und eine hochgelobte Aufnahme von Bruckners 9. Sinfonie mit der Staatskapelle Dresden vor. Für die Einspielungen von Siegfried und Götterdämmerung mit dem Orchester der Met erhielt er einen Grammy, 2013 wurde ihm der begehrte italienische Kritikerpreis Premio Franco Abbiati und 2014 der Grifo d’Oro der Stadt Genua verliehen. Er ist Träger des Bruckner-Ringes der Wiener Symphoniker sowie Kavalier der italienischen Republik. Im 2015 neu gegründeten Label «Philharmonia Records» der Philharmonia Zürich erschienen unter seiner Leitung bisher Werke von Berlioz, Wagner, Verdi, Rachmaninow, Bruckner, Rimski-Korsakow und Frank Martin sowie die DVDs zu Rigoletto (Regie: Tatjana Gürbaca), Wozzeck (Regie: Andreas Homoki), I Capuleti e i Montecchi (Regie: Christof Loy) und die Messa da Requiem (Regie/Choreografie: Christian Spuck).

Dvořák / Bruckner12 Nov 2017 Beethoven / Tschaikowski14 Jan 2018 Mendelssohn Elias15 Jul 2018 La forza del destino30 Mai; 02, 07, 10, 13, 17, 20, 28 Jun 2018 Das Land des Lächelns16, 19, 22, 26, 29 Jun 2018 Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny09, 12, 14, 17, 19, 22, 24 Nov 2017 Opera Nova Konzert Fabio Luisi21 Mai 2018 La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018


David Hermann, Inszenierung

David Hermann

David Hermann studierte Regie an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» in Berlin und war Assistent von Hans Neuenfels. Im Jahr 2000 gewann er den ersten Preis des Internationalen Regiewettbewerbs in Graz. Mit seiner Inszenierung von Mozarts Ascanio in Alba, einer Produktion des Nationaltheaters Mannheim, gab er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen, mit Sing für mich, Tod! bei der Ruhrtriennale 2009. 2007 schloss David Hermann an der Oper Frankfurt mit Il ritorno d’Ulisse in patria einen dreiteiligen Monteverdi-Zyklus ab. Dort brachte er auch L’heure espagnol /La vida breve sowie Charpentiers Médée auf die Bühne. Zudem gastierte er an der Oper Bonn, am Luzerner Theater, am Theater Basel, am Teatro Real in Madrid, an De Nationale Opera in Amsterdam, am Aalto Theater Essen, an der Deutschen Oper am Rhein u.a.m. In jüngster Zeit inszenierte er u.a. Helmut Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern, Iannis Xenakis’ Oresteia und Leoš Janáčeks Věc Makropulos an der Deutschen Oper Berlin, Chaya Czernowins Pnima am Lucerne Festival und Armide in Nancy, Boris Godunow sowie Das Rheingold am Staatstheater Karlsruhe, Simon Boccanegra in Antwerpen, Montpellier und Luxemburg, eine Křenek-Trilogie an der Oper Frankfurt sowie Die lustigen Weiber von Windsor an der Opéra Royal de Wallonie und an der Opéra de Lausanne. 2017/18 waren Neuproduktionen von L’italiana in Algeri in Nancy und Montpellier sowie von Janáčeks Aus einem Totenhaus an der Oper Frankfurt in seiner Regie zu sehen. Geplant ist u.a. Ariadne auf Naxos an der Semperoper Dresden sowie in Lausanne. Am Opernhaus Zürich inszenierte er 2014/15 Verdis La traviata und 2016/17 Mozarts Die Entführung aus dem Serail.

La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018


Christof Hetzer, Bühne und Kostüme

Christof Hetzer

Christof Hetzer, geboren in Salzburg, studierte bei Erich Wonder in der Meisterklasse für Bühnen- und Kostümgestaltung an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Seit 2001 wirkt er als freier Bühnen- und Kostümbildner u.a. an der Schaubühne Berlin, am Theater Basel, an der Bayerischen Staatsoper München, an der Oper Frankfurt, am Nationaltheater Mannheim, am Badischen Staatstheater Karlsruhe und an der Vlaamse Opera Antwerpen. Er arbeitet mit Regisseuren wie Hans Neuenfels, Christian Stückl, Constanze Macras und Pierre Audi. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit David Hermann. Mit ihm realisierte er unter anderem Sing für mich, Tod! bei der Ruhrtriennale 2009 und L’heure espagnol / La vida breve sowie Charpentiers Médée an der Oper Frankfurt. 2012 entwarf er das Bühnenbild für den Fliegenden Holländer bei den Bayreuther Festspielen für die Inszenierung von Jan-Philipp Gloger. Gemeinsam mit David Hermann gestaltete er die Eröffnungspremiere der Spielzeit 2012/13 an der Deutschen Oper Berlin, Das Mädchen mit den Schwefelhölzern von Helmut Lachenmann. Mit dem Bühnenbild für die Neuproduktion Simon Boccanegra gab Christof Hetzer in der Saison 2013/14 sein Hausdebüt an der Semperoper Dresden. In jüngster Vergangenheit verantwortete er die Ausstattung zu Rigoletto an der Wiener Staatsoper, Oresteia an der Deutschen Oper Berlin und das Bühnenbild zu Tosca an der Opéra national de Paris.

La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018


Franck Evin, Lichtgestaltung

Franck Evin

Franck Evin, geboren in Nantes, ging mit 19 Jahren nach Paris, um Klavier zu studieren. Nachts begleitete er Sänger im Café Théâtre Le Connetable und begann sich auch für Beleuchtung zu interessieren. Schliesslich entschied er sich für die Kombination aus Musik und Technik. Dank eines Stipendiums des französischen Kulturministeriums wurde er 1983 Assistent des Beleuchtungschefs an der Opéra de Lyon. Hier arbeitete er u.a. mit Ken Russel und Robert Wilson zusammen. Am Düsseldorfer Schauspielhaus begann er 1986 als selbstständiger Lichtdesigner zu arbeiten und legte 1993 die Beleuchtungsmeisterprüfung ab. Besonders eng war in dieser Zeit die Zusammenarbeit mit Werner Schröter und mit dem Dirigenten Eberhard Kloke. Es folgten Produktionen u.a. in Nantes, Strassburg, Paris, Lyon, Wien, Bonn, Brüssel und Los Angeles. Von 1995 bis 2012 war er Künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung der Komischen Oper Berlin und dort verantwortlich für alle Neuproduktionen. Hier wurden besonders Andreas Homoki, Barrie Kosky, Calixto Bieto und Hans Neuenfels wichtige Partner für ihn. Im März 2006 wurde Franck Evin mit dem «OPUS» in der Kategorie Lichtdesign ausgezeichnet. Seit Sommer 2012 arbeitet er als künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung an der Oper Zürich. Franck Evin wirkt neben seiner Tätigkeit in Zürich weiterhin als Gast in internationalen Produktionen mit, etwa an den Opernhäusern von Oslo, Stockholm, Tokio, Amsterdam, München, Graz sowie der Opéra Bastille, der Mailänder Scala, dem Teatro La Fenice, der Vlaamse Opera und bei den Bayreuther Festspielen.

Jewgeni Onegin27, 30 Sep; 08, 13, 19, 22, 25, 28 Okt 2017 Lunea08, 13, 15, 18, 23, 25 Mär 2018 Fidelio30 Nov; 03, 08, 13 Dez 2017 Ronja Räubertochter26, 30 Nov; 03, 08, 09, 12, 31 Dez 2017; 02, 14 Jan; 22, 25 Apr 2018 Madama Butterfly14, 17, 20, 23, 26, 29 Dez 2017; 01, 05, 07, 10 Jan 2018 La fanciulla del West26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 Idomeneo07, 10, 13, 16, 18, 23, 27 Feb; 02 Mär 2018 La forza del destino30 Mai; 02, 07, 10, 13, 17, 20, 28 Jun 2018 Das Land des Lächelns16, 19, 22, 26, 29 Jun 2018 L'incoronazione di Poppea27, 30 Jun; 03, 05, 08, 12 Jul 2018 La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018 Der fliegende Holländer21, 24, 28, 31 Mär 2018


Anna Henckel-Donnersmarck, Video-Design

Anna Henckel-Donnersmarck

Anna Henckel-Donnersmarck ist in Indonesien, Japan, England und Bayern aufgewachsen und hat am Camberwell College of Art and Design London, an der Filmakademie Ludwigsburg und bei Wooster Group New York studiert. Sie ist als Filmemacherin tätig ("Busby", "Ein, zwei Dinge", "To say I do" u.a.).

Als Videokünstlerin hat sie u.a. gearbeitet mit Peter Mussbach und Erich Wonder für "La Traviata" (Staatsoper Berlin), mit Constanza Macras für "Big in Bombay" (Schaubühne Berlin) und "No Wonder" (Hebbel am Ufer Berlin), mit Laurent Chetouane für "Tanzstück 3", "Tanzstück 4", "Dantons Tod" und "Faust" (Schauspiel Köln), mit Cordula Däuper u.a. für "Vetter aus Dingsda" (Komische Oper Berlin), mit Mathilde Monnier für "Surrogate Cities" nach der Komposition von Heiner Goebbels und Rhys Martin für "Swing Symphony" nach einer Komposition von Wynton Marsalis (zukunft@BPhil der Berliner Philharmoniker).

Für zukunft@BPhil der Berliner Philharmoniker und für die Elbphilharmonie Hamburg hat sie zahlreiche Video-Projektions-Workshops für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Sie unterrichtet an der HTW Berlin, der Folkwang Hochschule Essen und gibt Seminare und Workshops an diversen Hochschulen.

Mit den Ausstellungsmacherinnen "Hürlimann+Lepp" verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit (Ausstellungen u.a. "Wunder" in den Deichtorhallen Hamburg, "Arbeit – Sinn und Sorge" im Hygiene Museum Dresden, "PSYCHOanalyse" und "10+5=GOTT. Die Macht der Zeichen" im Jüdischen Museum Berlin). Ausserdem ist sie für diverse Kurzfilmfestivals und Kunst-Preise als Jurorin tätig (Szpilman Award, Milano Film Festival, Filmfest Dresden, Achtung Berlin u.a.). www.annahd.net

La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018


Janko Kastelic, Choreinstudierung

Janko Kastelic

Janko Kastelic ist seit Mai 2017 als Nachfolger von Jürg Hämmerli Chordirektor am Opernhaus Zürich. Der slowenisch-kanadische Pianist, Organist und Dirigent, studierte Komposition, Dirigieren und Musiktheorie an der University of Toronto, Faculty of Music. Nach seinem Studium zog es Janko Kastelic nach Europa, wo er unter anderem an der Pariser Opéra National als Korrepetitor und an der Wiener Staatsoper als Korrepetitor, zweiter Chordirektor und stellvertretender Leiter der Opernschule tätig war. Von 2008 bis 2011 war er Generalmusikdirektor und Operndirektor des Slowenischen Nationaltheaters Maribor. 2011 kehrte er nach Wien zurück, wo er an der Wiener Staatsoper die musikalische Leitung der Kinderopern Aladdin und die Wunderlampe und Die Feen übernahm. Von 2012 bis 2013 war er Gastchordirektor an der Staatsoper Hamburg und seit 2013 ist er künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten CULTUREpoint Piran. 2015-17 war er an der Kammeroper des Theaters an der Wien als Studienleiter tätig. Ebenfalls seit 2015 ist er Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle. Janko Kastelic hat sich als freischaffender Dirigent, Korrepetitor und Komponist neben der barocken Musik ebenfalls der modernen Musik gewidmet. Sein vielseitiges musikalisches Schaffen umfasst neben zahlreichen Arrangements auch Kompositionen von Pop- und Filmmusik sowie Solo- und Kammermusik. Es ist ihm ein Anliegen, junges Publikum für Musik zu begeistern und die Liebe zur Musik an die nächste Generation weiterzugeben.

Mendelssohn Elias15 Jul 2018 Il barbiere di Siviglia06, 11 Okt 2017 Carmen04, 07, 10, 14 Jul 2018 La Fille du régiment19, 22 Dez 2017 La forza del destino30 Mai; 02, 07, 10, 13, 17, 20, 28 Jun 2018 Der fliegende Holländer21, 24, 28, 31 Mär 2018 Luisa Miller15, 21, 24, 27, 29 Apr 2018 Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny09, 12, 14, 17, 19, 22, 24 Nov 2017 Le Comte Ory02, 04, 06, 09 Jan 2018 Parsifal03, 07, 11 Mär 2018 Ronja Räubertochter26, 30 Nov; 03, 08, 09, 12, 31 Dez 2017; 02, 14 Jan; 22, 25 Apr 2018 La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018 Turandot25, 31 Mai; 03 Jun 2018


Ailyn Perez, Violetta Valéry

Ailyn Perez

Die amerikanische Sopranistin Ailyn Pérez studierte an der Indiana University und der Academy of Vocal Arts in Philadelphia. 2012 gewann sie sowohl den Richard Tucker Award als erste Latina sowie den 15. Plácido Domingo Award. In der Rolle der Violetta Valéry (La traviata) war sie bereits an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, an der Staatsoper Hamburg, der Bayerischen Staatsoper München, am Royal Oper House Covent Garden, der Mailänder Scala, am Opernhaus Zürich sowie in San Francisco und Barcelona zu erleben. 2014 sang sie die Titelrolle in Massenets Manon in Covent Garden und gab ebendort ihr Rollendebüt als Liù (Turandot) Weitere Höhepunkte waren Musetta (La bohème) an der New Yorker Metropolitan Opera, Adina (L’elisir d’amore) an der Bayerischen Staatsoper, Contessa (Le nozze di Figaro) an der Houston Grand Opera, Tatyana Bakst in der Uraufführung von Jake Heggies Great Scott sowie Manon an der Dallas Opera, ihre Hausdebüts am Bolschoi Theater als Mimì (La bohème) und in Glyndebourne als Alice Ford (Falstaff) wie auch ihre Interpretationen von Amelia Grimaldi (Simon Boccanegra) an der Mailänder Scala, der Deutschen Oper Berlin und am Opernhaus Zürich an der Seite von Leo Nucci. In der Spielzeit 2017/18 sang Ailyn Pérez bisher Fiordiligi (Così fan tutte) und Micaëla (Carmen) in München, war in der Titelrolle von Massenets Thaïs, als Contessa und als Juliette (Roméo et Juliette) an der Met wie auch als Marguerite (Faust) an der Lyric Opera of Chicago zu erleben. Zukünftige Engagements führen sie u.a. nach Covent Garden (Micaëla), an die New Yorker Met (Mimì, Alice Ford), nach Houston als Donna Anna (Don Giovanni) und an die Münchner Opernfestspiele als Violetta.

La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018


Benjamin Bernheim, Alfredo Germont

Benjamin Bernheim

Benjamin Bernheim, geboren in Paris, studierte Gesang bei Gary Magby in Lausanne und besuchte Meisterkurse bei Giacomo Aragall und Carlo Bergonzi. In der Saison 2008/09 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich und sang während dieser Zeit Rollen wie Edmondo (Manon Lescaut) und Rinuccio (Gianni Schicchi) an der Opéra de Lyon. Von 2010 bis 2015 gehörte er dem Ensemble des Opernhauses Zürich an, wo er u.a. als Emmanuele (Gesualdo), Arminio (I masnadieri), Bob Boles (Peter Grimes), Capito (Mathis der Maler) und Sinowij (Lady Macbeth von Mzensk) zu erleben war. Seither ist er hier regelmässig zu Gast und war in letzter Zeit als Osburgo (La straniera), Narraboth (Salome), Cassio (Otello), Agenore (Il re pastore), Arturo (Lucia di Lammermoor), Tebaldo (I Capuleti e i Montecchi) und Rodolfo (La bohème) zu hören. An der Deutschen Oper Berlin sang er unlängst Lenski (Eugen Onegin), an der Semperoper Dresden Rodolfo (La bohème) und an der Lettischen Nationaloper debütierte er als Faust.

Bei den Oster-, Pfingst- und Sommerfestspielen in Salzburg war er seit 2012 u.a. als Agenore, Eginhard in Schuberts Fierrabras, Nicias (Thaïs) und Cassio zu erleben. In der Spielzeit 2017/18 gab er als Rodolfo sein Debüt am Londoner Covent Garden, debütierte als Alfredo (La traviata) an der Deutschen Oper Berlin und der Berliner Staatsoper, sang Rodolfo an der Opéra de Paris, Faust in Chicago und gab als Nemorino (L’elisir d’amore) sein Debüt an der Wiener Staatsoper. In der Spielzeit 2018/19 singt er in Zürich erneut Rodolfo sowie Ismaele (Nabucco).

La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018


Quinn Kelsey, Giorgio Germont

Quinn Kelsey

Quinn Kelsey stammt aus Hawaii. 2005 vertrat er die USA bei der «BBC Singer of the World Competition» in Cardiff und ist inzwischen ein gefragter Gast an Häusern wie der Metropolitan Opera, San Francisco Opera, Lyric Opera of Chicago, am Royal Opera House Covent Garden, ENO London, am Opernhaus Zürich und an der Pariser Opéra. 2015 wurde er mit dem Beverly Sills Award der Metropolitan Opera ausgezeichnet. In vergangenen Spielzeiten gab Quinn Kelsey u.a. Rollendebüts als Conte di Luna in Verdis Il trovatore in San Francisco und in Dresden, in Das schlaue Füchslein unter Seiji Ozawa am Teatro Comunale in Florenz, als Sharpless in Madama Butterfly an der New York City Opera, als Amonasro in Aida bei den Bregenzer Festspielen, als Ezio in Verdis Attila in San Francisco sowie als Paolo in Simon Boccanegra im Teatro dell’ Opera in Rom. In der Titelrolle von Verdis Rigoletto war Quinn Kelsey in Zürich, London (ENO), Frankfurt, San Francisco und an der Opéra National de Paris zu erleben, als Giorgio Germont gastierte er in Seoul, Chicago, San Francisco, an der Met, in Covent Garden und in Zürich. 2017 gab Quinn Kelsey sein Debüt bei den Chorégies d’Orange als Amonasro (Aida) und sein Australien-Debüt als Athanaël (Massenets Thaïs) mit der Melbourne Symphony unter Sir Andrew Davis. 2017/18 war er u.a. als Peter (Hänsel und Gretel), als Enrico (Lucia di Lammermoor) und als Conte di Luna an der Metropolitan Opera sowie bei seinem Rollendebüt als Posa (Don Carlo) an der Washington National Opera zu erleben. Zukünftige Projekte führen ihn u.a. an die Dallas Opera (Ford in Falstaff) und an die Bayerische Staatsoper (Lucia di Lammermoor).

La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018


Karina Demurova, Flora Bervoix

Karina Demurova

Karina Demurova wurde in Moskau geboren. 2017 schloss sie ihr Gesangsstudium am Staatlichen Moskauer Konservatorium als beste Studentin des Jahrgangs ab. Bereits jetzt ist sie Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe, so u.a. des Concurso Internacional de Mozart in Granada, Spanien. Während ihres Studiums sang sie am Opernstudio des Konservatoriums Rollen wie Flora Bervoix (La traviata), Olga (Jewgeni Onegin) oder Lyubasha (Die Zarenbraut). Ihr internationales Debüt gab sie 2015 am Festival d’Aix-en-Provence, wo sie Laura in Iolanta sang (Regie: Peter Sellars; Musikalische Leitung: Teodor Currentzis). Mit derselben Produktion war sie ein Jahr später an der Opéra de Lyon zu Gast. 2015 erhielt sie einen Platz an der Académie de l’Opéra de Monte-Carlo, wo sie sich auf das französische und italienische Repertoire konzentrierte. 2016 durfte sie an der Académie Internationale de la musique Française teilnehmen, wo sie sich erneut vertieft mit dem französischen Repertoire beschäftigen konnte. Im Konzert sang sie u.a. die Solopartie in Sibelius’ Pastorale in Moskau sowie die Dorabella in einer konzertanten Version von Così fan tutte in Granada. In der Spielzeit 2017/18 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und wird u.a. als Ho-Gu in Offenbachs Häuptling Abendwind zu hören sein. 

La fanciulla del West26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 Häuptling Abendwind26 Mär 2018 Le Comte Ory02, 04, 06, 09 Jan 2018 Parsifal03, 07, 11 Mär 2018 La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018 Mendelssohn Elias15 Jul 2018


Adriana Gonzalez, Annina

Adriana Gonzalez

Adriana Gonzalez, Sopran, gab ihr Operndebüt als Susanna (Le nozze di Figaro) in ihrer Heimatstadt Guatemala City, gefolgt von Fiordiligi (Così fan tutte), Gretel (Hänsel und Gretel) und Amour (Orphée et Eurydice). Nach ihrem Studium an der Universidad del Valle de Guatemala sang sie am Théâtre Roger Barat in Herblay in Webers Abu Hassan und Mascagnis Zanetto sowie Zerlina (Don Giovanni) am MC93 – Maison de la culture de Seine-Saint-Denis in Bobigny. 2014 bis 2017 war sie Mitglied des Opernstudios «Atelier Lyrique» der Opéra National de Paris, wo sie u.a. als Despina (Così fan tutte) sowie in Glucks Iphigénie en Tauride, Joanna Lees Vol Retour, Rigoletto und Rameaus Les Fêtes d’Hébé zu erleben war und 2017 mit dem Prix Lyrique du Cercle Carpeaux ausgezeichnet wurde. Unter ihren Auszeichnungen finden sich zudem u.a. ein 1. Platz bei der Otto Edelmann Singing Competition in Wien 2016 und ein 2. Preis bei der Francisco Viñas Singing Competition in Barcelona 2017. Im Sommer 2017 sang sie Pamina (Die Zauberflöte) an der Oper Burg Gars in Österreich. Die Spielzeit 2017/18 begann sie mit ihrem Hausdebüt am Liceu in Barcelona als Corinna (Rossinis Il viaggio a Reims). Ab dieser Spielzeit ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und ist hier u.a. als Berta (Il barbiere di Siviglia), Alice (Le Comte Ory), Serpetta (La finta giardiniera), Annina (La traviata) sowie in Ronja Räubertochter und Parsifal zu erleben. Geplant sind zudem Rezitale an der Opéra Bastille, am Théâtre Roger Barat in Paris und am Teatro de la Zarzuela in Madrid sowie ihr Debüt an der Opéra National de Lorraine in Nancy als Lia in Debussys L’Enfant prodigue.

Il barbiere di Siviglia06, 11 Okt 2017 La finta giardiniera08, 13, 16, 18 Mai 2018 Le Comte Ory02, 04, 06, 09 Jan 2018 Parsifal03, 07, 11 Mär 2018 La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018 Ronja Räubertochter26, 30 Nov; 03, 08, 09, 12, 31 Dez 2017; 02, 14 Jan; 22, 25 Apr 2018 Mozart22 Apr 2018


Omer Kobiljak, Gastone

Omer Kobiljak

Omer Kobiljak, geboren 1994, wurde von 2008 bis 2013 von Davide Thorner am Konservatorium Winterthur ausgebildet. 2010 erhielt er u.a. den Kulturpreis des Rotaryclubs Oberthurgau. Im gleichen Jahr folgte ein Gastauftritt im Schweizer Fernsehen in der Sendung Die Grössten Schweizer Hits. Seit 2010 besucht er regelmässig  Meisterkurse von Jane Thorner-Mengedoht, David Thorner und Jens Fuhr. 2012 erhielt er beim Thurgauer Musikwettbewerb den 1. Preis mit Auszeichnung, im Jahr darauf sang er bereits bei den Salzburger Festspielen einen Lehrbuben (Die Meistersinger von Nürnberg) unter Daniele Gatti in der Inszenierung von Stefan Herheim. Seit 2014 studiert er an der Kalaidos Fachhochschule Aarau Gesang bei David Thorner. 2016 debütierte er in der Rolle des Baron von Kronthal (Lortzings Der Wildschütz) an der Operettenbühne Hombrechtikon und im Frühjahr 2017 sang er an der Mailänder Scala in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg. Seit der Spielzeit 2017/18 ist er Mitglied im IOS, wo er u.a. in Salome, Ronja Räubertochter, La fanciulla del West, Le Comte Ory sowie in L’incoronazione di Poppea zu erleben ist.

La fanciulla del West26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 Häuptling Abendwind26 Mär 2018 Der fliegende Holländer21, 24, 28, 31 Mär 2018 Parsifal03, 07, 11 Mär 2018 Ronja Räubertochter26, 30 Nov; 03, 08, 09, 12, 31 Dez 2017; 02, 14 Jan; 22, 25 Apr 2018 Salome01, 08, 15 Okt 2017 La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018 Mendelssohn Elias15 Jul 2018


Cheyne Davidson, Baron Douphol

Cheyne Davidson

Cheyne Davidson erhielt seine musikalische Ausbildung an der Case Western Reserve University, dem Cleveland Institute of Music und der Manhattan School of Music. Unmittelbar nach seinem Studium wurde er eingeladen, als Escamillo mit Peter Brooks Tragédie de Carmen auf Europa-, Japan- und Israel-Tournee zu gehen. Nach Auftritten in den USA und Europa war er ein Jahr lang Mitglied des Internationalen Opernstudios. Seit 1992/93 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich, wo er u.a. als Marcello und Schaunard (La bohème), Escamillo (Carmen), Silvio (Pagliacci), Amfortas (Parsifal), Paolo Albiani (Simon Boccanegra), Donner und Gunther (Der Ring des Nibelungen), Alfio (Cavalleria rusticana), Cecil (Maria Stuarda), Faninal (Rosenkavalier), Lescaut (Manon Lescaut), Marco (Gianni Schicchi), Barone Douphol (La traviata), Enrico (Lucia di Lammermoor), Werschinski (Drei Schwestern), Eisenhardt (Die Soldaten) und erst kürzlich als Chang in Das Land des Lächelns, als Le Bailli in Massenets Werther und als Bill (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny) auftrat. Gastverträge führten ihn u.a. an die Opernhäuser Stuttgart, Köln und Hamburg, nach Basel und Luzern, an das Théâtre du Châtelet in Paris, die Oper Nancy, zur Hamburger Opernwoche, Belgrad, Budapest, zu den Bregenzer Festspielen und zum Classic Open Air Solothurn. Bei der ZKO Opera Box war er in Die schöne Galathée, in Il campanello di notte sowie in Il signor Bruschino zu erleben. Sein Salzburger Festspieldebüt gab er zu Pfingsten 2016 als Doc in der West Side Story; im Sommer 2016 war er ebenfalls in Salzburg in der Uraufführung von Thomas Adès’ Oper The Exterminating Angel zu erleben.

La fanciulla del West26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 Das Land des Lächelns16, 19, 22, 26, 29 Jun 2018 Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny09, 12, 14, 17, 19, 22, 24 Nov 2017 La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018 Werther13, 18, 21, 24, 29 Mai 2018


Valeriy Murga, Marquis D'Obigny

Valeriy Murga

Valeryi Murga studierte an der Ukrainischen Nationalen Musikakademie Kiew. Sowohl beim 41. Concours International de Chant in Toulouse 1996 als auch beim 7. Julian-Gayarre-Wettbewerb in Pamplona 1998 gehörte er zu den Finalisten. 1997 gewann er den zweiten Preis beim Maria Callas Grand Prix in Athen und konnte am 1999 Cardiff Singer of the World-Wettbewerb (BBC) teilnehmen. 1997–1999 war er Solist der Ukrainischen Nationaloper Kiew, wo er neben vielen anderen Rollen Figaro und Don Giovanni, Germont, Escamillo, Onegin, den Fürsten Igor und Schaunard in La bohème verkörperte. In seinem Repertoire befinden sich ausserdem Partien wie der Marchese di Posa (Don Carlo) und Schaklowity (Chowanschtschina). Am Opernhaus Zürich sang Valeriy Murga noch als Mitglied des IOS u.a. Tosca (Sciarrone, Schliesser) und Rigoletto (Monterone); seit Beginn der Spielzeit 2000/01 ist er hier fest engagiert und war u.a. in Pique Dame (Jelezki), Carmen (Moralès), Salome (2. Soldat), Il barbiere di Siviglia (Fiorello/Ufficiale), La sonnambula (Alessio), Rigoletto (Marullo und Monterone) und L’italiana in Algeri (Ali) zu hören. In Tiefland gastierte er am Liceu Barcelona und in L’italiana in Algeri an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Zuletzt war er in Zürich in Tosca (Angelotti), in Faust (Wagner) und in Lady Macbeth von Mzensk als Polizeichef zu erleben. Ebenso sang er in den Familienopern Das Gespenst von Canterville (Dr. Bürkli), Robin Hood (Little John) und Das verzauberte Schwein (Schwein).

La fanciulla del West26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 Salome01, 08, 15 Okt 2017 Tosca27, 29 Okt; 01, 04 Nov 2017 La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018


Ildo Song, Doktor Grenvil

Ildo Song

Ildo Song, Bass, stammt aus Südkorea. Er absolvierte seine Gesangsausbildung an der Universität von Seoul und ist Preisträger zahlreicher südkoreanischer Wettbewerbe. In Europa wurde er 2014 mit dem 3. Preis beim Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb in Düsseldorf ausgezeichnet. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Sarastro (Die Zauberflöte), Sparafucile (Rigoletto), die Titelpartie in Le nozze di Figaro und Don Alfonso (Così fan tutte), die er auf verschiedenen Bühnen in Seoul, darunter das Seoul Art Center, verkörperte. Von Herbst 2015 bis Sommer 2017 gehörte er zum Internationalen Opernstudio in Zürich und war hier u.a. in Il viaggio a Reims, La traviata, Orlando paladino, Don Carlo, Un ballo in maschera und L’Heure espagnole/L’Enfant et les sortilèges zu erleben. Seit der Spielzeit 2017/18 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich. Zuletzt sang er den Onkel Bonze in Madama Butterfly, L’arbre in der Wiederaufnahme von L’Heure espagnole/L’Enfant et les sortilèges und La Voce in Idomeneo.

Il barbiere di Siviglia06, 11 Okt 2017 Madama Butterfly14, 17, 20, 23, 26, 29 Dez 2017; 01, 05, 07, 10 Jan 2018 Idomeneo07, 10, 13, 16, 18, 23, 27 Feb; 02 Mär 2018 Salome01, 08, 15 Okt 2017 Tosca27, 29 Okt; 01, 04 Nov 2017 La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018 Turandot25, 31 Mai; 03 Jun 2018 L'Heure espagnole / L'Enfant et les sortilèges21, 26, 28 Jan; 01 Feb 2018 Mozart22 Apr 2018


Thobela Ntshanyana, Giuseppe

Thobela Ntshanyana

Thobela Ntshanyana stammt aus Capetown (Südafrika) und studierte in seiner Heimatstadt sowie am Royal College of Music in London. Zu seinem Opernrepertoire gehören Partien wie Alfredo (La traviata), Rinuccio (Gianni Schicchi), Mr. Owen (Dominick Argentos Postcard from Morocco), Chevalier (Dialogues des Carmélites), Parpignol (La bohème), Un ufficiale (Il barbiere di Siviglia) und Zefirino (Il viaggio a Reims). Er gewann u.a. erste Preise beim Schock Foundaton Prize for Singing 2014 in Capetown und beim Clonter Opera Prize 2016 in Cheshire. Im Konzertfach sang Thobela Ntshanyana bisher Dvořáks Stabat mater, Mendelssohns Elias, Haydns Schöpfung, Gounods Messe solennelle en l’honneur de Sainte-Cécile sowie verschiedene Mozart-Messen. Seit der Spielzeit 2017/18 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios und singt hier neben dem 1. Priester in der Zauberflöte, Harry (La fanciulla del West), Belfiore (La finta giardiniera) sowie in Le Comte Ory, Parsifal, L’incoronazione di Poppea und La traviata.

La fanciulla del West26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 La finta giardiniera08, 13, 16, 18 Mai 2018 Le Comte Ory02, 04, 06, 09 Jan 2018 L'incoronazione di Poppea27, 30 Jun; 03, 05, 08, 12 Jul 2018 La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018 Die Zauberflöte29 Sep; 05, 10, 15 Okt 2017 Galakonzert Edita Gruberova18 Feb 2018 Mendelssohn Elias15 Jul 2018


Alexander Kiechle, Commissionario

Alexander Kiechle

Alexander Kiechle, Bass, stammt aus Bayern. Er studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München bei KS Prof. Andreas Schmidt. 2012 war er zudem Richard-Wagner-Stipendiat in Ulm. Seit 2013 ist er Mitglied des Konzertchors des Bayerischen Rundfunks. Zu seinem Opernrepertoire gehören u.a. Sarastro (Die Zauberflöte), Caronte und Plutone in Monteverdis Orfeo, Falstaff (Nicolais Die lustigen Weiber von Windsor), Wassermann (Rusalka), Osmin (Die Enführung aus dem Serail) und Hunding (Die Walküre). Im Rahmen der Münchener Biennale 2014 sang er die Bass-Partie in Claude Viviers Oper Kopernikus. 2015 war er als Stani (Joseph Beers Polnische Hochzeit) mit dem Rundfunkorchester des BR unter der Leitung von Ulf Schirmer zu erleben. In der Spielzeit 2016/17 war Alexander Kiechle Mitlied im Opernstudio der Opéra de Lyon, wo er u.a. Der Lausprecher in Ullmanns Der Kaiser von Atlantis  sang. Ab der Spielzeit 2017/18 ist Alexander Kiechle Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und ist hier u.a. in Salome, Fidelio, La fanciulla del West, Parsifal und La traviata zu hören.

La fanciulla del West26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 Fidelio30 Nov; 03, 08, 13 Dez 2017 Parsifal03, 07, 11 Mär 2018 Salome01, 08, 15 Okt 2017 La traviata08, 11, 13, 15 Jul 2018 Mendelssohn Elias15 Jul 2018