News aus dem Opernhaus Zürich

GENERALMUSIKDIREKTOR GIANANDREA NOSEDA WIRD TEIL DES KÜNSTLERISCHEN TEAMS VON MATTHIAS SCHULZ

26. Oktober 2022

Die Opernhaus Zürich AG hat auf Wunsch von Matthias Schulz, designierter Intendant ab 2025/26, den Vertrag von Gianandrea Noseda für drei Jahre bis 2027/28 verlängert. Der amtierende Generalmusikdirektor Noseda ist damit Mitglied der neuen Direktion ab 2025/26 unter Matthias Schulz.

Mit Beginn der Spielzeit 2021/22 ist der renommierte Dirigent Gianandrea Noseda Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich. Am Pult der Philharmonia Zürich feierte der Italiener einen fulminanten Einstieg mit Verdis «Il trovatore» und begeisterte mit seiner Interpretation von Richard Wagners «Rheingold» und «Walküre» Publikum, Medien und die Musikerinnen und Musiker gleichermassen.
Neben seiner Position am Opernhaus Zürich ist Noseda Musikdirektor des National Symphony Orchestra (Washington, D. C.) und Erster Gastdirigent des London Symphony Orchestra. 2019 wurde er Musikdirektor des neu gegründeten Tsinandali Festivals und des Pan-Caucasian Youth Orchestra in Tsinandali, Georgien. Darüber hinaus führen ihn regelmässige Gastengagements zu den wichtigsten internationalen Orchestern sowie den grossen Opernhäusern und Festivals. Noseda ist Commendatore al Merito della Repubblica Italiana. Im Jahr 2015 wurde er als Musical America’s Conductor of the Year geehrt und bei den International Opera Awards 2016 zum Dirigenten des Jahres ernannt.

Matthias Schulz, Intendant des Opernhauses Zürich ab 2025/26
«Gianandrea Noseda ist einer der hochkarätigsten Dirigenten unserer Zeit, der in der Oper genauso wie im Konzert zu Hause ist. Ihm ist es gelungen, innerhalb weniger Monate seiner ersten Amtszeit als Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich einen prägenden künstlerischen Fingerabdruck zu hinterlassen. Er geniesst eine hohe Akzeptanz und Anerkennung bei den Mitarbeitenden des Opernhauses, dem Publikum und den Medien. Durch seine gewinnende Persönlichkeit und hohe Professionalität konnte er eine enge Beziehung zu allen künstlerischen Ensembles aufbauen. Auf die Fortsetzung dieser erfolgreichen Arbeit und die Entwicklung neuer programmatischer Linien zusammen mit mir freue ich mich sehr».

Gianandrea Noseda, Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich
«Seit meinem Amtsantritt als Generalmusikdirektor im September 2021 hat sich mein Eindruck vom Opernhaus Zürich als eines der besten Opernhäuser der Welt nur noch vertieft. Die Künstlerinnen und Künstler des Opernhauses Zürich, vom Orchester über den Chor, den Sängerinnen und Sänger bis zu den Balletttänzerinnen und -tänzern, bilden eines der erlesensten Häuser der Welt. Ich liebe die Art und Weise, wie dieses Opernhaus funktioniert, mit welcher Seriosität und Qualität gearbeitet wird und mit welcher Offenheit und Produktivität man sich begegnet. Ich freue mich sehr, meine Zusammenarbeit mit dem Opernhaus Zürich im Jahr 2025 um drei weitere Spielzeiten in Zusammenarbeit mit Matthias Schulz zu verlängern. Es wird uns allen die Möglichkeit geben, das bereits Erreichte zu vertiefen und auszubauen. Ebenso freue ich mich sehr, weiterhin die unglaublich vielseitige Philharmonia Zürich sowohl im Orchestergraben als auch auf dem Konzertpodium leiten zu können».

BALLETT ZÜRICH VON «DANCE EUROPE» MIT ZAHLREICHEN PREISEN GEEHRT

11. Oktober 2022

Das englischsprachige Magazin «Dance Europe» kommt in seiner diesjährigen Kritikerumfrage zu dem Ergebnis, das Ballett Zürich ist «Company of the Year». Ausserdem erhielt Ballettdirektor Christian Spuck die Auszeichnung «Director of the Year», weiter wurden die Produktionen Monteverdi und Angels’ Atlas als «Premiere of the Year» genannt und unsere Tänzerinnen und Tänzer Michelle Willems, William Moore und Giulia Tonelli erhielten Nennungen für «Outstanding Performances».

«GIRL WITH A PEARL EARRING» IST URAUFFÜHRUNG DES JAHRES

30. September 2022

Das Opernhaus Zürich freut sich über die Auszeichnung «Uraufführung des Jahres» für die Auftragskomposition «Girl with a Pearl Earring». Mit dem Musiktheaterwerk wurde der Schweizer Komponist Stefan Wirth (*1975) beauftragt, der zu den grossen Talenten der jüngeren Generation gehört und damit seine erste Oper überhaupt schrieb. Als literarische Vorlage diente der gleichnamige Roman der US-amerikanischen Bestsellerautorin Tracy Chevalier. Die Malerikone Jan Vermeer war Thomas Hampson. Die junge Amerikanerin Lauren Snouffer sang Griet, das Mädchen mit dem Perlenohrring. Ted Huffman führte Regie. Musikalisch hob Peter Rundel am Pult der Philharmonia Zürich das Werk aus der Taufe.

«Die Oper, das unmögliche Kunstwerk lebt – der neuen Werke wegen, die sie auf die Bühne bringt, wie «Girl with a Pearl Earring». (Jahrbuch Opernwelt 2022) Das renommierte Fachmagazin «Opernwelt» gibt einmal jährlich sein Jahrbuch Oper heraus. Über 40 Kritikerinnen und Kritiker nennen in einer umfangreichen Befragung ihre Highlights der zurückliegenden Opernsaison.

Andreas Homoki (Intendant Opernhaus Zürich):
«Über die Auszeichnung «Uraufführung des Jahres» freuen wir uns besonders, da wir mit «Girl with a Pearl Earring» den Beweis antreten konnten, dass eine avancierte Musiksprache in der Lage ist, ein grosses Publikum zu erreichen und nicht an den Rand des Repertoires gehört. Stefan Wirth gehört einer jungen Komponistengeneration an, die sich wieder zum Geschichten erzählen, zu schönen Stimmen, sinnlicher Musik und zu grossen Orchestern bekennen und gleichzeitig Experten der zeitgenössischen Musik sind. Die bei Publikum und Presse äusserst erfolgreiche Produktion ist eine Kombination aus dieser Musiksprache, einem attraktiven und bekannten Stoff, einem Regisseur der sich mit seinem bildstarken und sinnlichen Stil der Komposition gewidmet hat und einem hochkarätig besetzten Ensemble».

GLANZLICHT DES JAHRES 2021/22

Gleich zu Beginn der neuen Saison 2022/23 darf sich das Ballett Zürich über das aktuell erschienene Jahrbuch des Magazins tanz freuen. Insgesamt 25 professionelle Kritiker:innen zogen Bilanz der zurückliegenden Saison: Die Kompagnie unter der Leitung von Ballettdirektor Christian Spuck wurde von der Kritikerumfrage der renommierten Fachzeitschrift zum «Glanzlicht des Jahres» gekürt. Hierzu heisst es:

«Immer wenn ich diese Saison über das Ballett Zürich berichtete, waren es außergewöhnliche Abende. Begeisternde Inszenierungen, begabte Choreografen, beeindruckende Bühnenbilder, beflügelnde Musikkonzepte, bezwingende Bilderwelten. Tänzerische Visionen mit dem Hang zum Gesamtkunstwerk. Christian Spuck leitet seit 2012 das Ballett Zürich als ebenso leistungsstarken wie effizienten Betrieb. Er tut es sorgfältig, verantwortungsvoll und im Dialog mit der Kompanie. Vielleicht das Wichtigste – er sorgt für kreatives Klima und künstlerisches Wachstum».

Martina Wohlthat im «Jahrbuch tanz 2022» ISBN 978-3-942120-36-4

DAS WAR BALLETT FÜR ALLE 2022

11. Juni 2022

Über 20’000 Menschen verfolgten am Wochenende mit Dornröschen und Der Fliegende Holländer zwei Klassiker aus Ballett und Oper auf der Grossleinwand in Zürichs Innenstadt.

Nun schon zum achten Mal fand am Wochenende an zwei wunderschönen Sommerabenden die erfolgreiche Veranstaltung oper & ballett für alle statt. Rund 12’000 Menschen besuchten am Samstag den Sechseläutenplatz, um die Live-Übertragung von Christian Spucks Dornröschen mitzuerleben. Die TV-Moderatoren Kurt Aeschbacher und Tama Vakeesan führten durch das abwechslungsreiche Vorprogramm und nahmen die Zuschauerinnen und Zuschauer mit hinter die Kulissen des Opernhauses und des Balletts Zürich. Weitere 5500 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Vorstellung online im Livestream.

Bereits am Freitag lud das Opernhaus zum Warm-up und zeigte eine Aufzeichnung von Richard Wagners Der Fliegende Holländer in der Inszenierung von Intendant Andreas Homoki aus dem Jahr 2013. Der deutsche Entertainer übernahm die Werkeinführung live auf dem Sechseläutenplatz und stimmte die rund 3000 Gäste auf das Screening ein.

Nächstes Jahr findet die beliebte Freiluftveranstaltung wieder am Samstag, 17. Juni 2023 statt. Dann zeigt das Opernhaus Zürich Gaetano Donizettis Opernklassiker Don Pasquale in der Inszenierung von Regisseur Christof Loy.

WILLIAM MOORE BEENDET SEINE KARRIERE ZUM ENDE DER SAISON 2021/22

25. Mai 2022

William Moore, Erster Solist des Balletts Zürich hat sich entschlossen, seine tänzerische Karriere zum Ende der laufenden Saison 2021/22 zu beenden. Mit ihm verlässt einer der charismatischsten Tänzer der Zürcher Compagnie das Ensemble.

William Moore: «Es war natürlich keine leichte Entscheidung, denn ich habe mein ganzes bisheriges Leben mit Tanz verbracht. Ich schaue dankbar zurück, weil ich als Tänzer viel mehr erreichen konnte, als ich je erträumt hatte. Für das Ballett Zürich getanzt zu haben, war mir eine grosse Ehre. Ich fühle mich auf dem Höhepunkt meiner tänzerischen Laufbahn und es ist der richtige Zeitpunkt, jetzt mit der Planung einer neuen, zweiten Karriere zu beginnen».

Der 37-jährige Brite erhielt seine Ausbildung an der Royal Ballet School in London. Seit 2005 gehörte er zum Stuttgarter Ballett, wo er 2010 auch zum Ersten Solisten ernannt wurde. Wichtige Rollen waren hier u.a. Siegfried in Schwanensee, Lenski in Onegin und Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (alle von John Cranko), Armand in John Neumeiers Kameliendame, Leonce in Christian Spucks Leonce und Lena sowie die Titelrolle in Marco Goeckes Orlando.

Seit der Saison 2012/13 wurde er Erster Solist beim Ballett Zürich und avancierte hier durch seine Interpretationen namhafter Rollen, wie Romeo in Romeo und Julia, Wronski in Anna Karenina, Nussknacker in Nussknacker und Mausekönig (alle von Christian Spuck), Mephisto in Edward Clugs Faust-Das Ballett, Petruschka in der Choreografie von Marco Goecke und Diaghilew in dessen Nijinski zum gefeierten Publikumsliebling. Ausserdem konnte er in Stücken von Wayne McGregor, Sol León/Paul Lightfoot, Douglas Lee, Crystal Pyte und Jiří Kylián begeistern.

Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Ballettwettbewerbe und wurde im Jahr 2012 mit dem deutschen Theaterpreis «Der Faust» ausgezeichnet. In 2018 erhielt er den «Tanzpreis der Freunde des Balletts Zürich».

Bis zum Ende der Saison ist William Moore noch einige wenige Male auf der Bühne zu erleben: Am 6. und 11. Juni tanzt er die böse Fee Carabosse in Christian Spucks Dornröschen und wird bei der Grossveranstaltung ballett für alle! auch noch einmal als Gesprächsgast live auf dem Balkon des Opernhauses zu sehen sein. Am 27. Mai sowie am 16. und 24. Juni nimmt er dann in seiner letzten grossen Rolle, als Titelheld in Edward Clugs Peer Gynt, mit der ihm noch einmal ein beeindruckendes Rollenportrait gelang. Abschied von der Bühne.

Ballettdirektor Christian Spuck: «Ich werde William Moore sehr vermissen, denn ich schätze ihn sowohl künstlerisch als auch menschlich ganz ausserordentlich. Sein tänzerisches Können und seine schauspielerischen Fähigkeiten sind herausragend. Es war für mich damals eine grosse Freude, dass ich ihn gewinnen konnte mir von Stuttgart nach Zürich zu folgen. Hier hat er Massstäbe gesetzt, nicht nur in seiner Leidenschaft für das Ballett Zürich, sondern auch in seiner Hingabe für den Zusammenhalt in der Kompagnie. Er ist für mich, wie auch für viele andere Choreografen unserer Zeit eine grosse Quelle der Inspiration. Für seine Zukunft wünsche ich ihm das Allerbeste, viel Kraft und Freude beim Finden seines weiteren Lebensweges.»

BALLETTDIREKTORIN UND OPERNDIREKTORIN SIND TEIL DES NEUEN TEAMS VON MATTHIAS SCHULZ

29. März 2022

Matthias Schulz, designierter Intendant des Opernhauses Zürich, hat in Vorbereitung seiner Intendanz ab der Saison 2025/26 bereits zwei entscheidende Personalien für die künstlerische Ausrichtung des Hauses gesichert.

Die Opernhaus Zürich AG hat auf Wunsch von Matthias Schulz, derzeitig Intendant der Staatsoper Unter den Linden Berlin, die Verträge der zukünftigen Ballettdirektorin Cathy Marston und der seit August 2021 amtierenden Operndirektorin Annette Weber über 2025 hinaus verlängert. Die gebürtige Britin Cathy Marston konnte bereits im Juni 2021 von Intendant Andreas Homoki für seine letzten beiden Spielzeiten gewonnen werden. Sie tritt zur Saison 2023/24 die Nachfolge von Christian Spuck beim Ballett Zürich an.

Matthias Schulz (Intendant des Opernhauses Zürich ab 2025/26): «Mit Cathy Marston und Annette Weber habe ich vom ersten Moment an einen sehr intensiven künstlerischen Austausch gepflegt und wir haben schnell ein gemeinsames Verständnis entwickeln können. Dass ich ab sofort mit beiden eine neue Ausrichtung und Entwicklung der Ballettcompagnie und des Opernensembles gemeinsam denken kann, ist für mich von grosser Bedeutung. Cathy Marston und Annette Weber sind beides umsichtige, neugierige und kreative Persönlichkeiten, die zum einen eine reibungslose Übergangsphase und zum anderen einen künstlerischen Neuanfang garantieren».

Cathy Marston (Ballettdirektorin und Chefchoreografin Ballett Zürich ab 2023/24): «Ich bin begeistert von der Aussicht, das Ballett Zürich über einen längeren Zeitraum zu leiten und sowohl mit Andreas Homoki in seinen letzten beiden Spielzeiten als auch mit Matthias Schulz zusammenzuarbeiten, wenn am Opernhaus Zürich ein neues Kapitel beginnt. Ich freue mich darauf, diese wunderbare Ballettcompagnie auf einen neuen künstlerischen Weg zu führen und dabei die Beziehungen zu einem aussergewöhnlichen Team auf und hinter der Bühne sowie zu bestehenden und potenziellen Tanzliebhabern in Zürich und darüber hinaus auszubauen».

Annette Weber (Operndirektorin seit August 2021): «Das Opernhaus Zürich ist mir in den letzten sechs Monaten sehr ans Herz gewachsen. Das ich unter der neuen Intendanz von Matthias Schulz hier weiter wirken darf, ist für mich ein grosses Glück. Gemeinsam arbeiten wir bereits an der zukünftigen Programmgestaltung. Die Werke des 20. Jahrhunderts wie auch die Barockoper liegen Matthias Schulz genauso am Herzen wie mir».

RICCARDO MINASI WIRD ERSTER KÜNSTLERISCHER LEITER DES ORCHESTRA LA SCINTILLA

7. Januar 2022

Riccardo Minasi wurde zum ersten Künstlerischen Leiter des Orchestra La Scintilla ernannt. Mit dem Originalklang-Ensemble der Philharmonia Zürich verbindet den italienischen Violinisten und Dirigenten seit 2015 eine intensive Zusammenarbeit. Gemeinsam haben sie bereits u.a. Mozarts «Don Giovanni» und «Die Entführung aus dem Serail» am Opernhaus Zürich sowie zahlreiche Konzertprogramme, das Album «Mozart» mit Juan Diego Flórez und eine CD mit Vivaldis und Verdis «Vier Jahreszeiten» erarbeitet. Mit der Uraufführung der Ballett-Produktion «Monteverdi» am 15. Januar wird er abermals mit dem einmaligen Ensemble reüssieren. Weiterhin wird er in der laufenden Saison als musikalischer Leiter der Wiederaufnahme von «Il turco in Italia» und der beiden Konzerte «A night at the opera-pit» sowie «Johann Christian Bach» auftreten.

«Ich freue mich sehr, dass wir mit Riccardo Minasi einen der profiliertesten Dirigenten und Experten historisch informierter Aufführungspraxis als Künstlerischen Leiter des Orchestra La Scintilla verpflichten konnten. Das Opernhaus Zürich knüpft damit an eine Tradition an, die seinerzeit von Nikolaus Harnoncourt begründet wurde, und aus der vor über 20 Jahren La Scintilla hervorgegangen ist – das weltweit einzige Originalklang-Ensemble, deren Musikerinnen und Musiker gleichzeitig Mitglieder eines festen Opernorchesters sind. Die neugeschaffene Position eines künstlerischen Leiters dieses Ausnahmeensembles versteht das Opernhaus als sichtbares Zeichen seines Engagements für eine lebendige Auseinandersetzung mit historischer Aufführungspraxis. » 
Andreas Homoki (Intendant des Opernhauses Zürich)

«Ich freue mich sehr, Riccardo Minasi als Künstlerischen Leiter des Orchestra La Scintilla in der Opernhaus-Familie willkommen zu heißen. Ich bin sicher, dass sein Wissen, sein Enthusiasmus und seine Inspiration, zusammen mit seiner fruchtbaren Beziehung zu La Scintilla, zusätzliche Begeisterung und Spannung nach Zürich bringen werden. »
Gianandrea Noseda (Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich)

«Keine andere Institution hat mir in all den Jahren mehr bedeutet als das Opernhaus Zürich. Dank der Unterstützung und dem Vertrauen des ganzen Hauses habe ich hier einige der wichtigsten Erfahrungen meines musikalischen Lebens gemacht. Die regelmässige Zusammenarbeit mit La Scintilla - einem Ensemble mit einer beispielhaften Tradition, die dank dem Enthusiasmus seiner Künstlerinnen und Künstler über so viele Jahre lebendig gehalten wurde - ist eine grosse Ehre, und ich bin allen Musikerinnen und Musikern sowie der Leitung des Orchesters sehr dankbar für ihre Unterstützung. Ich kann es kaum erwarten, zu beginnen! »
Riccardo Minasi (Künstlerischer Leiter des Orchestra La Scintilla)

Der gebürtige Römer hat sich schnell den Ruf als eines der aufsehenerregendsten Talente er-worben, die in den letzten Jahren in der europäischen Musikszene in Erscheinung getreten sind.

Seine Auftritte zeichnen sich durch ein tiefes musikwissenschaftliches Verständnis aus. Minasi ist Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg und Artist in Residence des Ensembles Resonanz an der Elbphilharmonie Hamburg. In den letzten Jahren hat er zahlreiche Orchester und Ensembles geleitet, u.a. das London Chamber Orchestra, das Concerto Köln, die NDR Radiophilharmonie Hannover, die Academy of Ancient Music, das Konzerthausorchester Berlin, das Tokyo Metropolitan Orchestra, das Orchestre National de Lyon, das Orchestre de Chambre de Lausanne, das Basler Kammerorchester, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, das Los Angeles Chamber Orchestra und viele mehr. Seine jüngsten Opernengagements führten ihn an verschiedene Häuser wie z.B. die Salzburger Festspiele, die Hamburger Staatsoper, die Opéra National de Lyon, das Theater an der Wien sowie an die Dutch National Opera. Riccardo Minasi hat Aufnahmen mit Joyce DiDonato, Ann Hallenberg und Philippe Jaroussky eingespielt.

Als Solist und Konzertmeister tritt er mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, der Accademia Bizantina, Il Giardino Armonico, Le Concert des Nations, Al Ayre Español, dem Orquesta Barroca de Sevilla und dem Orquesta Sinfónica de Madrid auf. Ausserdem arbeitet er mit Musiker*innen wie Veronika Eberle, Bryn Terfel, Franco Fagioli, Jean-Guihen Queyras, Viktoria Mullova, Reinhard Goebel, Luca Pianca, Christophe Coin und Albrecht Mayer zusammen.

MATTHIAS SCHULZ WIRD NEUER INTENDANT AB 2024/25

6. Dezember 2022

Matthias Schulz wurde heute bei einer Pressekonferenz vom Präsidenten des Verwaltungsrates der Opernhaus Zürich AG, Markus Notter, als neuer Intendant des Opernhauses Zürich vorgestellt. Der 44-Jährige tritt die Nachfolge von Andreas Homoki an, der das Haus seit 2012 leitet und auf eigenen Wunsch 2025 den Posten niederlegt. Matthias Schulz, derzeitiger Intendant der Berliner Staatsoper Unter den Linden, tritt sein Amt in Zürich mit dem Beginn der Saison 2025/26 am 1. August 2025 an. Im Sinne der Kontinuität wird der gebürtige Bayer ab dem 1. August 2024 für eine organische Übergabe und Einarbeitung zur Verfügung stehen.

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NEUE BALLETTDIREKTORIN AB 2023/24

15. Juni 2021

Die renommierte Choreografin Cathy Marston wird neue Ballettdirektorin und Chefchoreografin des Balletts Zürich. Die gebürtige Britin mit Schweizer Pass tritt mit Beginn der Saison 2023/24 für zunächst zwei Spielzeiten die Nachfolge von Christian Spuck an, der zum Intendanten des Staatsballetts Berlin berufen wurde. Der langjährige Zürcher Ballettdirektor, der das Ballett Zürich seit 2012 sehr erfolgreich leitet, übernimmt damit ab der Saison 2023/24 die grösste eigenständige Ballettcompagnie Deutschlands.

Cathy Marston erhielt ihre Tanzausbildung in Cambridge sowie an der Royal Ballet School London. Zwischen 1994 und 1999 tanzte sie für das Ballett Zürich, das Ballett des Luzerner Theaters und beim Konzert Theater Bern. Von 2002 bis 2006 war sie Associate Artist des Royal Opera House London und von 2007 bis 2013 Ballettdirektorin am Konzert Theater Bern. Dort schuf sie als Chefchoreografin zahlreiche Uraufführungen und führte das Ballett vom Rande der Schliessung hin zu einem florierenden Ensemble. Die Künstlerin ist seit Jahren höchst erfolgreich als freischaffende Choreografin tätig, sie wurde von einer Vielzahl an Compagnien und Institutionen weltweit eingeladen. Kreationen entstanden unter anderem für das Royal Ballet, das Königlich Dänische Ballett, das English National Ballet, das Finnische Nationalballett, das Ballet Black, Danza Contemporánea de Cuba, aber auch für die Opera Australia und die Hong Kong Academy of Performing Arts. In den letzten Jahren arbeitete sie vermehrt in den USA, dort zum Beispiel für das San Francisco Ballet, das American Ballet Theatre und das Joffrey Ballet Chicago. Im deutschsprachigen Raum waren ihre Werke an der Oper Graz, bei den Ballettcompagnien in Basel und St. Gallen und am Musiktheater im Revier zu sehen.

Cathy Marston verleiht existierenden Erzählungen neue Perspektiven, beschäftigt sich mit Persönlichkeiten der Geschichte auf ungewohnte und originelle Weise und findet unerwartete Gemeinsamkeiten. Für ihr choreografisches Schaffen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, darunter mit einem South Bank Sky Arts Award und dem britischen National Dance Award. 2020 verlieh ihr das «International Institute for Dance and Theatre» einen Preis für Exzellenz im internationalen Tanz.

Cathy Marston (designierte Ballettdirektorin und Chefchoreografin): «Ich bin glücklich darüber, dass ich die Leitung des Ballett Zürich übernehmen werde und dabei auf der grossartigen Arbeit meines Kollegen Christian Spuck aufbauen kann. Unter seiner Leitung hat das Ballett Zürich als kreatives Zentrum viele der massgeblichen choreografischen Stimmen unserer Zeit gezeigt. Ich freue mich sehr darauf, dieses Repertoire nun mit meinen eigenen Choreografien und durch kuratorische Arbeit in Zusammenarbeit mit den vielseitigen und wunderbaren Tänzerinnen und Tänzern der Compagnie sowie dem hervorragenden Produktionsteam noch weiter auszubauen. So wird es gelingen, die Ära von Andreas Homoki am Zürcher Opernhaus zu einem inspirierenden Abschluss zu bringen».

FINDUNGSKOMMISSION NIMMT DIE ARBEIT AUF

15. Juni 2021

Für die Suche nach einer neuen Intendanz des Opernhauses Zürich ab der Saison 2025/26 hat der Verwaltungsrat eine siebenköpfige Findungskommission gebildet. Bis Ende dieses Jahres soll eine Nachfolge für Andreas Homoki präsentiert werden, der sich entschieden hat, seine Amtszeit nach 13 Jahren im Jahr 2025 zu beenden.
Für die Leitung der grössten Schweizer Kulturinstitution wird die Findungskommission gezielt qualifizierte Kandidat*innen mit internationalem Renommee ansprechen. Vorsitzender ist Markus Notter, Präsident des Verwaltungsrates der Opernhaus AG. Die weiteren Mitglieder sind Regierungspräsidentin Jacqueline Fehr und die Leiterin der Fachstelle Kultur, Madeleine Herzog sowie Peter Wuffli, Vizepräsident des Verwaltungsrats. Mit Laura Berman, Intendantin der Staatsoper Hannover, und Nora Schmid, Intendantin der Oper Graz und designierte Intendantin der Sächsischen Staatsoper Dresden, konnten zwei erfahrene und profilierte Expertinnen für Musiktheater gewonnen werden. Komplettiert wird die Findungskommission durch Christian Berner, dem derzeitigen Kaufmännischen Direktor des Hauses.

ENTWICKLUNG IN DER KAUFMÄNNISCHEN DIREKTION

15. Juni 2021

Christian Berner wird ab Saison 2023/24 in den Verwaltungsrat der Opernhaus AG wechseln. Als Delegierter des Verwaltungsrates wird er auch weiterhin operative Aufgaben übernehmen. Berner ist seit 2008 für das Opernhaus tätig und war zunächst mit der Vorbereitung und Einführung der Intendanz Homoki betraut. Seit 2013 leitet er das Haus als Kaufmännischer Direktor und stellvertretender Intendant gemeinsam mit Andreas Homoki. Christian Berners Wechsel in den Verwaltungsrat garantiert Kontinuität in der Leitung des Hauses auch über den Intendantenwechsel hinaus.

Seine Nachfolge tritt der derzeitige stellvertretende Kaufmännische Direktor Marc Meyer ab 2023/24 an. Der 44-Jährige ist seit 2016 in dieser Position tätig. Marc Meyer absolvierte in Zürich und Antwerpen eine Tanzausbildung und war in mehreren Engagements tätig, bevor er an der Universität Zürich Rechtswissenschaft studierte und zusätzlich das Anwaltsexamen bestand. Nach beruflichen Stationen in der Justiz und Wirtschaft führte ihn sein Weg 2009 als Rechtskonsulent an das Opernhaus Zürich. Nach zweijähriger Weiterbildung erwarb er den Titel «Executive Master in Business Administration» der Hochschule St. Gallen und wurde 2016 zum stellvertretenden Kaufmännischen Direktor am Opernhaus Zürich ernannt. Abgesehen von dieser Tätigkeit präsidierte Marc Meyer von 2016 bis 2021 den Berufsverband von Danse Suisse.

Markus Notter (Verwaltungsratspräsident Opernhaus AG): «Ein Wechsel der Intendanz ist für jedes Haus eine enorme Herausforderung. Um diese Übergangsphase gut vorbereiten und durchführen zu können, ist die Berufung von Christian Berner zum Delegierten des Verwaltungsrates eine hervorragende Unterstützung. Die Ernennung von Marc Meyer zum Kaufmännischen Direktor ist eine organische Weiterentwicklung. Damit garantiert der Verwaltungsrat eine zuverlässige und kontinuierliche Leitungsstruktur. Ich freue mich sehr, dass wir mit Cathy Marston eine international renommierte und überaus qualifizierte Choreografin und Ballettdirektorin verpflichten konnten. Wir danken Christian Spuck von Herzen, der das Haus in der Ära Homoki sehr massgebend mitgeprägt hat».